Die Herrnhuter und das Erbe Zinzendorfs

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Schmerzlich wurde ich wieder einmal an Zinzendorf (1700 – 1760) erinnert durch die Herrnhuter Synode in Zeit vom 14. – 20.06.2014, wo sie den Beschluss gefasst haben, künftig homosexuelle Partnerschaften anzuerkennen. Das löste sogar in evangelikalen Kreisen Entsetzen aus und viele trennten sich seitdem von den Herrnhuter Losungen. Ich persönlich habe die Herrnhuter Losungen nie gemocht. Sie bestehen zwar nur aus Bibelstellen, es ist also alles richtig, was drinsteht, aber die Art und Weise, aus der Bibel ein Los-Orakel zu machen, ist ein Rückfall in den Alten Bund (Urim und Tummim, Los-Steine am Ephod des Hohenpriesters) oder zumindest vorpfingstlich. Zinzendorf ließ sich in allem bis ins Kleinste durch das Los leiten. Heiraten aus Zuneigung war verpönt. Die Ehepartner wurden durchs Los zugeteilt. Im Neuen Bund will der HERR uns leiten durch den GEIST der Weissagung und nicht durch ein Bibel-Orakel:

Offenbarung 19, 10
das Zeugnis JESU ist der GEIST der Weissagung

Dass die Herrnhuter von Anfang an falsch lagen, zeigt sich an ihren faulen Früchten. Dazu gehört, dass sie Gründungsmitglied des Weltkirchenrates sind. Und dass sie jetzt homosexuelle Partnerschaften anerkennen, verwundert einen nicht mehr, wenn man sich mit der Person Zinzendorf beschäftigt hat.

Aus der Bibel ein Los-Orakel zu machen, ist ein Rückfall in den Alten Bund (Urim und Tummim, Los-Steine am Ephod des Hohenpriesters) oder zumindest vorpfingstlich.


Zinzendorf war schon von Jugend auf in homo-erotischer Abartigkeit in die Seitenwunde CHRISTI vernarrt, als eine Art Genital. Ich möchte es mir ersparen, hier nochmal Kostproben der Zinzendorf’schen Ergüsse veröffentlichen, wie ich es schon in den Glaubensnachrichten 12/2012 tat, es ist mir einfach zu widerlich. Sogar minderjährige Kinder mussten diese abartigen Texte singen. Dieses Treibens wegen (z. B. auch Chorbegleitung des Geschlechtsverkehres bei Brautleuten u.a.) wurde die Zinzendorfsekte 1736 aus Sachsen ausgewiesen und konnte erst wieder zurück, als sie dieses unmoralische Treiben der „Sichtungszeit“ gezwungenermaßen einstellte. Dass Zinzendorf seine Abartigkeiten je bereut habe, darüber ist nichts bekannt.

Gut, es steht uns nicht zu, über einen Menschen ein abschließendes Urteil zu fällen, auch nicht über Zinzendorf.

Wer einen abartigen Prediger wie Zinzendorf zum Gottesmann erhebt, der versündigt sich aufs schwerste gegen alles, was heilig ist.


Jeder Prediger steht und fällt seinem HERRN. Auch weiß kein Biograf, was einer noch im Verborgenen am Sterbebett mit GOTT erlebt. GOTT allein ist der Zinzendorf-BriefmarkeRichter. Aber zu Kritik an ihrem Wirken, wenn sie damit Schaden über die Gemeinde bringen, sind wir im Rahmen des biblischen Wächteramtes nicht nur berechtigt, sondern sogar verpflichtet. Gewiss tat Zinzendorf auch viel Gutes, das tut der Papst auch, das tut jeder Sektierer. Aber darf man Zinzendorf als einen Gottesmann bezeichnen? Zu einem Gottesmann schaut man auf, weil er vorbildlich ist. Gottesmann ist ein Gütesiegel, das nicht jeder tragen darf. Wer einen abartigen Prediger wie Zinzendorf zum Gottesmann erhebt, der versündigt sich aufs schwerste gegen alles, was heilig ist. Immerhin repräsentiert ein Gottesmann das Reich GOTTES. Macht man solche abartigen Prediger zu Repräsentanten des Reiches GOTTES, erscheint das Reich GOTTES in einem äußerst schiefen Licht und wird in den Schmutz gezogen. Was unheilig ist, darf nicht für heilig erklärt werden:

Matthäus 6, 9b
Geheiligt werde Dein Name!

Zinzendorf hatte zudem sein Werk seit 1747 mit Tabakhandel finanziert, den der Herrnhuter Abraham Dürninger (1706 – 1773) im Namen Zinzendorfs in Herrnhut aufgebaut hatte. Johann Albrecht Bengel und Gerhard Tersteegen hatten Zinzendorf deswegen scharf angegriffen.

Noch heute heißt die hauseigene Zigarre der Dürninger Zigarren GmbH „Herrenhuter“ und das Zigarillo „kleine Herrnhuterin“.

Matthäus 18, 7
Wehe der Welt der Verführungen wegen Doch wehe dem Menschen, durch den Verführung gekommen ist!

Quelle: Glaubensnachrichten 05-2016, S. 1f.

Bildnachweis:
300. Geburtstag Zinzendorfs: deutsche Briefmarke aus dem Jahr 2000
Von Peter Nitzsche für das Bundesministerium der Finanzen und die Deutsche Post AG – Deutsche Post AG, scanned by Steveurkel, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9934749 (gemeinfrei)

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