Geistlich oder fleischlich gesinnt?

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Die Antwort darauf zu wissen, ist lebensnotwendig, weil es hier um Leben und Tod geht; denn GOTTES Wort sagt:

Römer 8, 6
… denn das Sinnen des Fleisches ist Tod, (das Sinnen des Geistes aber Leben und Friede) …

Heißt geistlich gesinnt zu sein, kein Fleisch mehr zu essen, keine eheliche Beziehung zu pflegen? Nein, Paulus meint mit fleischlicher Gesinnung grundsätzlich die Gesinnung des Alten Bundes. Es ist eine Unterscheidung zwischen Sinai und Golgatha, zwischen natürlicher Abstammung von Abraham und gezeugt sein aus dem HEILIGEN GEIST, zwischen Fleischleib und Geistleib:

Johannes 3, 6
Das aus dem Fleisch Geborene ist Fleisch, und das aus dem Geist Geborene ist Geist.
Fleischlich = Jüdisch alttestamentlichGeistlich = Christlich neutestamentlich
Hoffnung auf einen steinernen Tempel in Jerusalem.Bau am geistlichen Tempel = Gemeinde JESU.
Beschneidung am Fleisch.Beschneidung der Herzen.
Jüdischer Sabbat am Sonnabend.Geistliche Sabbatruhe für immer (Hebräer 4).
Festhalten am alttestamentlichen Israel mit seinen Festen.Israel des Neuen Bundes = Gemeinde CHRISTI aus Juden und Heiden bestehend.
Fleischlicher Leib kann GOTTES Reich nie sehen (1. Korinther 15, 50).Nur der geistliche Leib, gezeugt aus dem Samen des Wortes GOTTES, wird auferstehen (1. Korinther 15, 44).
Alttestamentliche Hoffnung: Viel Besitz, Gesundheit, langes Leben, Manneskraft und viele Kinder. Keine Kinder zu haben, gilt als Makel, man hofft, in den Kindern fort zu leben.Neutestamentliche Hoffnung: Ewiges Leben trotz Einsamkeit, Armut, Krankheit, und: weil viele die Kinder der Einsamen sind, mehr als der, die den Mann hat. (Gal. 4, 27b)
Hoffnung auf eine fortschreitende Weltverbesserung durch die religiöse politische Einflussnahme bis zum Durchbruch des Reiches GOTTES auf Erden.Das Reich GOTTES ist nicht von dieser Welt, sondern erst auf der Neuen Erde (Offenbarung 21, 1). Abkehr von der untergehenden Welt.

Für den geistlich Gesinnten steht die Pflege des inwendigen Menschen (Seele) im Vordergrund. Er verwendet mehr Zeit für den Geistleib als für den Fleischleib. Wenn es um das Essen geht, lässt der fleischlich Gesinnte kaum eine Mahlzeit aus, geht es aber um die Ernährung der Seele, da ist Schmalhans Küchenmeister, so dass die Seele bei den meisten fleischlich Gesinnten längst verhungert ist.

Wie das alttestamentliche Israel nur die Gebärmutter des neutestamentlichen Israel war, so ist auch der Fleischleib nur die sterbliche Hülle für den Schatz im irdenen Gefäß. Das alttestamentliche Israel hatte seine Bedeutung als Gebärerin des Christentums, jetzt ist es höchstens noch das schwarze Mutterkorn in der Ähre.

Wenn GOTT Sich irgendwo offenbart, will der Fleischliche gleich Hütten bauen (Lukas 9, 33), eine Wallfahrtsstätte errichten, einen e. V. gründen. Aber noch während sie an ihrem Heiligtum bauen, hat sich die Herrlichkeit des HERRN längst wieder erhoben und ist weiter gezogen. Nur wer den Sprung vom Alten zum Neuen Bund, vom Fleisch zum Geist geschafft hat, ist in der Lage, GOTTES Wege zu erkennen und mit ihnen Schritt zu halten. Darum wird echtes Christentum nie ansässig auf Erden, sonder ist immer unterwegs,

2. Mose 12, 11
So sollt ihr es aber essen: eure Lenden umgürtet, eure Schuhe an euren Füßen und eure Stäbe in euren Händen, und in Eile sollt ihr es essen …

Quelle: Glaubensnachrichten 05-2007, S. 4

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