Gemeinde JESU oder Räuberhöhle?

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Lukas 19, 46
Es ist geschrieben: „Mein Haus ist ein Haus des Gebets.“ (Jes 56,7). Aber ihr machtet es zu einer Räuberhöhle!

Diese Aussage trifft auch auf die moderne Freikirche zu. Sie ist schon durch ihre unbiblische Struktur dazu prädestiniert, Kaufhaus und Räuberhöhle zu sein. Nehmen wir ein Beispiel unter vielen; die Evangelisch Freikirchliche Gemeinde in Mönchengladbach. Neben der Rückzahlung von Darlehensschulden (laut internem Kassiererbrief), ist die Gemeinde angewiesen, für jedes eingetragene Mitglied einen Pflichtbeitrag von € 80,- p.a. (Stand 2007) an den Bundesverband sowie an den Landesverband zu zahlen. 

Dass solche Gemeinden für alle möglichen mehr oder weniger fragwürdige Geldquellen/Sponsoren offen sind, ist keine Frage. Die Predigt wird immer so ausgerichtet sein, dass möglichst keiner verärgert, sondern alle bei Spenderlaune gehalten werden.

So in etwa geht das bei all diesen Freikirchen zu. Wenn nun ein Gemeindeglied nicht zum Gottesdienst kommt oder sonst wie keine Spenden und keinen Zehnten zahlt, ist die Gemeindeleitung trotzdem verpflichtet die € 80,- für das eingetragene Mitglied an den Bund zu entrichten. Das Geld muss also aus den Rücklagen genommen oder sonst wie aufgetrieben werden. Dass solche Gemeinden für alle möglichen mehr oder weniger fragwürdige Geldquellen/Sponsoren offen sind, ist keine Frage. Man kann sich auch an fünf Fingern abzählen, welche Auswirkungen diese Struktur auf den geistlichen Stand einer Gemeinde hat, wenn alles nur auf Geld eintreiben aufgebaut ist. Die Predigt wird immer so ausgerichtet sein, dass möglichst keiner verärgert, sondern alle bei Spenderlaune gehalten werden. Und das ist das unweigerliche ende jeder biblischen Verkündigung. Die Gemeinde ist zur Räuberhöhle und der Gemeindeleiter zum Räuberhauptmann geworden.

Bei den russlanddeutschen Aussiedlergemeinden ist es zwar so, dass sie noch eine relativ gute Verkündigung haben, aber die Gemeinden werden immer größer. Und das, obwohl sie missionarisch ausgesprochen inaktiv sind. Es ist kein geistliches Gemeindewachstum auf Grund rechtschaffener Missionsarbeit, sondern die Gemeinden wachsen landsmannschaftlich auf Grund der Aussiedlerpolitik der Bundesrepublik Deutschland. 

Die Gemeinde ist zur Räuberhöhle und der Gemeindeleiter zum Räuberhauptmann geworden.

Es ist kein gesundes Wachstum, sondern es handelt sich dabei um ungesunde Wucherungen; Gemeinden aus der Aussiedler-Retorte. Früher oder später werden sie alle von der Ökumene gefressen! Weil die Gemeinden nicht organisch/missionarisch, sondern synthetisch wachsen, benötigen sie riesige Gemeindehäuser und das wiederum geht Hand in Hand mit der kommerziellen Verkettung an den antichristlichen Staat, so dass der Teufel bei ihnen durch den Wohlstand der Bundesrepublik das erreicht, was er durch die Christenverfolgung in der Sowjetunion nicht geschafft hatte.

Echte Gemeinde JESU braucht überhaupt keine Gemeindehäuser. Die Privathäuser und -wohnungen reichen völlig aus. 

Echte Gemeinde JESU braucht überhaupt keine Gemeindehäuser. Die Privathäuser und -wohnungen reichen völlig aus.

Gewiss kommt es bei Erweckungen und geistlichen Aufbrüchen wie in der Apostelgeschichte zunächst zu großen Ansammlungen. Aber wenn dann die Menschen richtig unterwiesen werden, laufen die meisten wieder davon, und so reichten auch damals, obwohl es Erweckungszeit war, den Gemeinden ihre Privathäuser aus, in denen sie sich hin und her versammelten. Wenn das Evangelium richtig verkündigt wird, werden es nie zu viele werden. Die Bibel bezeugt:

 

Apostelgeschichte 5, 13
aber von den Übrigen wagte niemand, sich ihnen anzuschließen …

Warum wagten sie es nicht? Weil in der Gemeinde der Heiligen die Sünde aufgedeckt und gestraft wird.

Quelle: Glaubensnachrichten 06-2007, S. 4

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