Die „Ortsgemeinden“ des Watchman Nee/Witness Lee

Watchman Nee war ein Schüler J. N. Darbys und vertrat dessen Irrlehren. Nur ging er noch darüber hinaus durch Hinzufügung einer weiteren Irrlehre, nämlich dass es in jeder Stadt nur eine einzige Gemeinde geben dürfe; eben die ihre, die „Ortsgemeinde“. Am Anfang mag es ja so gewesen sein, dass in den Städten wie Korinth, Ephesus oder Philippi nur jeweils eine Gemeinde war, aber nicht deswegen, weil es nur eine einzige geben durfte, sondern weil einfach noch nicht so viele Christen vorhanden waren. In der Hauptstadt Rom hingegen, wo schon mehr Christen lebten, gab es laut Römer 16,5.10.11.15 auch mehrere christliche Kreise. Allein das widerlegt die Irrlehre der sog. „Ortsgemeinde“.

Vollends ad absurdum führen sie sich aber damit, dass sie selber dort Gemeinden gründen, wo schon andere Gemeinden am Ort sind, also ein klarer Verstoß gegen ihre eigene Doktrin. Es geht ihnen eben wie allen Sekten nur darum,ihre Gemeinde als die einzig richtige Gemeinde am Ort gelten zu lassen. Zu den Irrlehren Darbys zählt auch, dass ein Wiedergeborener nicht mehr abfallen könne und dass es zwei Gottesvölker gibt: Das alttestamentliche Bundesvolk und das Volk des Neuen Bundes, also zwei Heilswege.

Quelle: Glaubensnachrichten 02-03-2014, S. 3f.

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Die „Ortsgemeinden“ des Watchman Nee/Witness Lee
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4 Antworten auf „Die „Ortsgemeinden“ des Watchman Nee/Witness Lee“

  1. Lieber Norbert Homuth, ihr Artikel enthält zum Teil erhebliche Fehler und Schwächen. In ihrer Überschrift „Die Ortsgemeinden des Watchman Nee/Witness Lee“ liegt schon ein Fehler. Witness Lee war ein Schüler von Watchman Nee. Er übernahm die Lehre der christlichen Gemeinde von Watchman Nee nicht. Während der Kommunistischen Revolution in China floh er nach Taiwan, Watchman Nee kam für viele Jahre um des Glaubens willen ins Gefängnis. Von Taiwan aus verbreitete Witness Lee seine eigene Idee von Gemeinde, eine weitere unbiblische Form von Gemeinde. Er hatte Watchman Nee in der Tiefe nicht verstanden! Das Nächste: Watchman Nee (WN) war auf keinen Fall ein Schüler von N.Darby, denn WN schrieb in einem seiner Bücher, dass die frühe Brüderbewegung die Erfüllung der prophetischen Philadelphiagemeinde ist und Teile der nachfolgenden, lauen und abfallenden Brüderbewegung die prophetische Erfüllung der Laodizäagemeinde ist. Darby kann man ohne Probleme zur Laodizäagemeinde rechnen, denn er war der Papst der damaligen Brüderbewegung. Wenn Darby feststellte, dass irgendeine Ortsgemeinde, nach seiner Meinung etwas unbiblisches tat oder lehrte, mußte dieselbe Gemeinde von allen anderen Gemeinden der Brüderbewegung(Bw) geächtet werden und durfte keinen Umgang mit ihnen haben, solange bis sie „Buße“ getan hätten. WN hatte dies am eigenen Leib verspürt, als er einmal in England bei der Bw zu Besuch war und so „unverschämt“ war, Gemeinschaft mit Christen außerhalb der Bw zu pflegen. WN wußte schnell, was er davon zu halten hatte. Das nächste: WN ging nicht über die Lehre Darbys hinaus, sondern Darby ging über die guten Lehren der guten Brüderbewegung weit hinaus und wurde zu ihrem machtbesessenen Papst und fügte Irrlehren hinzu.
    WN hatte sein Bild von der Gemeinde vom Bibelstudium (Die normale Gemeinde und andere seiner Bücher). Das Nächste: Sie behaupten die Ortsgemeinde sei eine Irrlehre. In 1.Korinther 12,13+27 steht: „Denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hinein getauft worden, ob wir Juden sind oder Griechen, Knechte oder Freie, und wir sind alle getränkt worden zu einem Geist“, „Ihr aber seid [der] Leib des Christus, und jeder ist ein Glied [daran] nach seinem Teil“. Vers 13 wird gerne ausgelegt für den weltweiten Leib Christi, Vers 27 wiederlegt dies vollkommen! Wenn Gott Menschen nun bei der geistlichen Wiedergeburt zu dem Leib Christi an dem Ort, an dem er gerade ist, hinzufügt, hat dieser Christ die Möglichkeit eine besondere Gruppe von Christen sich auszusuchen? Nein! Im 1. Korintherbrief wird mehrmals vor der Aufspaltung oder vor der Gruppenbildung eindringlich gewarnt! Es ging schon damals los! Wenn jetzt aber Gott nicht will, dass die damalige Korinthergemeinde sich aufspaltet, dann will er es heute noch genauso. 1. Kor. 1,1+2: „Paulus, berufener Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, und Sosthenes, der Bruder, an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, an die Geheiligten in Christus Jesus, an die berufenen Heiligen, samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, sowohl bei ihnen als auch bei uns“. Hier steht, dass die Anordnungen für Korinth auch für alle Heiligen an jedem Ort gültig sind! Das nächste: Sie schreiben, dass der Römerbrief es beweisen würde, dass die Lehre von der Ortsgemeinde eine Irrlehre wäre. Römer 16,17 seht: „Ich ermahne euch aber, ihr Brüder: Gebt acht auf die, welche Trennungen und Ärgernisse bewirken im Widerspruch zu der Lehre, die ihr gelernt habt, und meidet sie!“ Paulus warnt die Römer vor Trennungen? Weil die Römer eins sind, obwohl sie sich an unterschiedlichen Orten treffen.
    Allerdings sind Geschwister, welche in Sünde leben und nicht umkehren wollen zu meiden. Was den meisten Christen nicht bewusst ist, das Gott eine Rückkehr zur biblischen, einig im Glauben und Erkenntnis schenken will! Lesen Sie Epheser 4. Gott will, wollen wir auch?
    In brüderlicher Verbundenheit
    Gerold Behringer

    1. Lieber Gerold,

      Bruder Norbert Homuth kann Ihnen leider nicht antworten, da er keinen Internetzugang hat. Als Admin dieser Webseite möchte ich daher gerne diese Aufgabe übernehmen.

      1. Überschrift „Die Ortsgemeinden des Watchman Nee/Witness Lee“

      Mit dieser Überschrift soll nicht zum Ausdruck kommen, dass Nee und Lee die „Ortsgemeinden“ gemeinsam aufgebaut haben. Natürlich war Lee ein Schüler von Nee.

      Die Veröffentlichungen von Watchman Nee waren in evangelikalen Gemeinden als Erbauungsliteratur ziemlich verbreitet. Witness Lee schuf in den frühen 1930er Jahren, die organisatorischen Voraussetzungen einer neuen kirchlichen Struktur. Die Bewegung verbreitete sich zuerst vor allem auf Taiwan und den Philippinen, geriet aber dann Anfang der 1960er Jahre in die USA. In der Bundesrepublik bildete sich 1970 unter Studenten in Freiburg die erste Gemeinde. Heute wird in Deutschland mit etwa 1000 Anhängern gerechnet. (1)

      2. Darby und Nee

      Bereits in den 1920er Jahren studierte Nee die Schriften der „Brüderbewegung“ und entwickelte eine große Wertschätzung für dieses Gedankengut:

      „Seit dem Beginn der Kirchengeschichte hat es keine Zeit gegeben, in der das Licht des Evangeliums heller geschienen hat als in der Zeit der ´Brüder´. Überdies waren sie es, die uns zeigten, dass die Kirche nicht die ganze Welt erobern kann, dass sie eine himmlische Berufung und keine irdische Hoffnung hat. Sie waren es, die auch zum ersten Mal die Prophetien erschlossen und uns zeigten, dass die Wiederkunft des Herrn die Hoffnung der Kirche ist … Sie waren es, die uns die Sünde der kirchlichen Zersplitterung sowie die Einheit des Leibes Christi und die Einheit des Heiligen Geistes sehen ließen … Sie waren es auch, die uns die Sünde der als Mittler auftretenden Geistlichkeit zeigten, und dass alle Kinder Gottes Priester sind und Gott unmittelbar dienen können … Wenn wir eins nach dem anderen aufzählen sollten, was wir ihnen zu verdanken haben, so könnten wir lieber gleich sagen, dass es in den heutigen treuen protestantischen Kirchen keine einzige Wahrheit gibt, die sie nicht, zumindest aber deutlicher, ans Licht gebracht haben.
      Da verwundert es nicht, wenn D. M. Panton sagte: „‚Die Brüderbewegung´ und ihre Bedeutung ist viel größer als die Reformation.“

      Thomas Griffith behauptete: „Unter den Kindern Gottes waren sie es, die das Wort der Wahrheit am besten auslegen konnten.“

      Henry Ironside bemerkte: „Alle, die Gott kennen, haben direkt oder indirekt von den ´Brüdern´ Hilfe erfahren. Sie mögen die ´Brüder´ kennen oder nicht.“ (2)

      „Nie in der Kirchengeschichte hat es Männer gegeben, die das Wort Gottes so gut kannten wie die ´Brüder´. Das Licht kam über sie, wie das Herabstürzen eines gewaltigen Regens … In der Tat ist das eine der vortrefflichsten Eigenschaften der ´Brüder´: Sie kennen das
      Wort Gottes. Selbst die Einfältigsten unter´ihnen wissen besser Bescheid als viele Missionare.“ (3)

      Insbesondere achtete er die Publikationen von John Nelson Darby und hatte auch eine große Hochachtung vor Georg Müller und Hudson Taylor. Daher liegt Bruder Norbert vollkommen richtig, wenn der Nee als Schüler Darbys bezeichnet. Es gab dann auch Versuche der Brüderbewegung Nee in ihr Glaubenssystem einzuspannen. Nach anfänglicher gegenseitiger Begeisterung merkten die „Brüder“ jedoch, dass Nee sich nicht in ihr enges, exklusives System einfügen ließ.

      3. Nees Lehre von der „Ortsgemeinde“ ist eine Irrlehre

      Die „Ortsgemeinden“ leiten ihren Namen von ihrer Lehre ab, dass es an einem Ort nur eine einzige Gemeinde geben könne. Sie lehnen den Denominationalismus zu Recht ab, schaffen aber dadurch, dass sie ihre Gemeinden an den einzelnen Orten „Die Gemeinde in …“ nennen, trotzdem eine neue Denomination.

      Maranatha
      Roland

      Quellen:
      (1) http://www.religio.de/ortsgemeinde.html, abgerufen am 19.06.2016
      (2) Watchman Nee: Philadelphia und Laodicäa, CLV 1996, S. 42 f.
      (3) Watchman Nee, S. 48

  2. Liebe Geschwister,

    erlauben Sie mir ein paar persönliche Anmerkungen zu Watchman Nee.

    Die Antwort auf die Frage, wie Nee zur Brüderbewegung stand, muss wohl lauten: Ambivalent. Denn beides ist richtig; Seine vielfache Hochschätzung und sein Vergleich mit Laodizea, was ihre weitere Entwicklung anbetrifft. Nees kirchengeschichtliche Auslegung der Sendschreiben ist ohne Frage hochinteressant, aber gewiss auch fragwürdig. Und ich persönlich bin sicher: Watchman Nee wusste das. Er kannte seine geistlichen Grenzen und hat diese auch durchblicken lassen.

    Und doch war er nicht nur ein begnadeter Missionar, sondern auch ein großartiger Exeget. Welch eine geistliche Weite und gleichzeitige Sensibilität für jedes kleine geistliche und menschliche Detail! Und dass er seinen Glauben mit seiner 20 jährigen Gefangenschaft besiegelt hat, kann nur allerhöchsten Respekt abnötigen. Ein Jammer, dass wir kein überliefertes Statement mehr aus der kurzen Zeit nach seiner Freilassung besitzen.

    Für mich war „Freiheit für den Geist“ das erste christliche Buch, das mir in die Hände fiel – und eine Offenbarung. Allerdings hat die ebenfalls etwas extreme Zerbruchslehre mich nach einigen Jahren so nicht mehr überzeugt und Nee hat ja auch selbst Abstand davon genommen. Aber, wie schön, Watchman hatte eine noch größere Offenbarung für mich parat: Die Lehre von der einen Gemeinde am Ort. Wieder eine biblisch-geistliche Schau von höchster Konsequenz, diesmal für das christliche Ganze!

    Jedoch: überall, wo es nur Frei- oder Kongregationskirchen (Denominationen) gibt, dürfen wir neu anfangen? Was, wenn nur eine Freikirche existiert? Was genau kennzeichnet die Ortsgemeinde? Und was soll mit den anderen geschehen? Sollen die anderen Gläubigen wirklich alle zu uns kommen, wie, soweit ich sehe, nicht Watchman Nee lehrte, sondern Witness Lee. Warum genau sollten sie das tun? Warum nicht wir zu ihnen?

    Zusammenkommen sollten wir um des christlichen Zeugnisses, um der Macht der Liebe willen, die für die Welt sichtbar werden soll. Indem wir zusammen sind und bleiben zeigt sich, dass das Evangelium kein leeres Gerede ist, sondern tatsächlich funktioniert. Vergebung funktioniert, die Geistesgaben spielen zusammen – es zeigt sich die Wirklichkeit Christi selbst in seinem „Leib“.

    Watchman Nee aber war nun einmal Mystiker. Er war so beseelt von dem „Christus in uns“, dass der andere zentrale biblische Gedanke – Christus als Gemeinde – im Vergleich dazu zu kurz kommt. Wir haben von Nee keine durchgängig christologisch-pneumatologische Begründung der Gemeinde – die man von ihm aber auch schwerlich verlangen konnte. Ohne diese Begründung aber wird die Forderung der Einheit unverständlich.

    Das heißt, Nees Lehre von der Ortsgemeinde hängt ein wenig in der Luft und wird dort auch zu einer gern genommenen Zielscheibe. Sie bedarf einer biblischen Weiterführung. Was uns weiterhelfen würde, wäre die Wiederentdeckung der Gemeinde als dem gegenwärtigen Christus. So, wie Paulus dies sah, und sie als das verbindliche Wirkungsfeld des Heiligen Geistes gelehrt hat (1.Kor,12; Eph.4).

    Bei Nee ist diese Dimension nur angedeutet. Und bei Witness Lee geht es zwar viel um „Wiedererlangung“, letztlich aber nicht um die Wiedererlangung Christi als Gemeinde. Dieser letzte Schritt fehlt noch, und nur von ihm aus wird klar, warum es keine Unzahl von „Gemeinden“ am Ort geben darf.

    Nee jedoch war es, der klar erkannt hat, was das Gegenteil der Christuswirklichkeit ist. Eben dass die Denominationen damit nicht in Einklang zu bringen sind und zur Buße gerufen werden müssen. Sie müssen aber auch klar gelehrt werden, worum es bei der Einheit geht. Denn würden sie die volle geistliche Bedeutung der Kirche verstehen und ausleben wollen, dann würden sie mit Begeisterung auch ihre sichtbare, zeugnishafte Einheit suchen.

    Die „Ortsgemeinde“ ist von daher das richtige, biblische Prinzip, auch wenn sie sich schon zu Zeiten der Bibel in Hauskreisen versammelt hat. Sie aber einfach auszurufen – nach dem Motto: „Wir sind es jetzt!“ – war der falsche, vorschnelle Weg und die „Ortsgemeinden“ (gibt es sie denn noch?) sollten sich trauen, sich an dieser Stelle zu korrigieren.

    Unserer geistlichen Einheit und Intaktheit ist gedient, wenn wir den einen Leib Christi – um der Wirklichkeit des Herrn willen – mit voller Konsequenz erstreben. Die Gemeinde ist ohne Frage zu wichtig, um uns mit dem status quo zufrieden zu geben. Die erste richtige Konsequenz aber ist, es auszuhalten, dass auch wir es eben – noch – nicht sind und uns darum auch nicht so nennen. Und genau das haben die Brüder ja anfänglich auch richtig gemacht.

    Mit den besten Grüßen
    Bernt Knauber

  3. Lieber Bernt Knauber,
    als ich vor vielen Jahren begann Bücher von Watchman Nee zu lesen, wurde mir bald klar, dass dieser hingegebene Gottesmann mir einiges zu sagen hat. Wie es aber bei allen Lehrern oder Predigern so ist – auch er hatte seine blinden Flecken.
    Es gibt das Sprichwort: Wenn in die Gemeinde eine neue Lehre kommt, dann kann sie nur falsch sein! Ich sage dazu nur: Im allgemeinen stimmt dies, aber in einigen Dingen liegt dieses Sprichwort völlig daneben!
    Leider hat sich die christliche Gemeinde von dem Vorbild der Urgemeinde fast völlig entfernt.
    Und was ist der Grund? Es ist der fehlende oder nachlässige Glauben an das unfehlbare Wort Gottes!
    Dazu der Psalm 133: „Siehe, wie fein und wie lieblich ist’s, wenn Brüder in Eintracht beisammen sind! Wie das feine Öl auf dem Haupt, das herabfließt in den Bart, den Bart Aarons, das herabfließt bis zum Saum seiner Kleider; wie der Tau des Hermon, der herabfließt auf die Berge Zions; denn dort hat der Herr den Segen verheißen, Leben bis in Ewigkeit.“

    Hier wurde schon im AT festgestellt, die Einheit der Gemeinde, also da wo das Volk Gottes in einer geistlichen Einheit zusammenwohnt, da fließt ewiger Segen von Gott zu den Menschen! Wieso verheißt Gott einen solchen gewaltigen Segen?

    Eine geistliche Einheit, also eine, ich sag mal, eine weitgehende Einigkeit in vielen Dingen, ist eine entscheidende Voraussetzung für eine grundsätzliche Glaubwürdigkeit vor den Menschen im selben Ort.

    Was sind wir für ein uneiniger Haufen von frommen Gruppen sogenannter Gemeinden da wo wir wohnen! Wir halten die Ungläubigen um uns herum für dumm! Sie wissen doch genau, was bei uns abgeht!

    Wie kann Gott die Menschen um uns herum zum Glauben erwecken, wenn seine Kinder sich weigern stetig und umfassend das Wort Gottes zu studieren!
    Fakt ist: Die meisten tun dies nicht, sondern schleppen lieber jahrzehntelange Traditionen mit sich herum und verlassen sich ungeprüft auf die Chefetage der Gemeinde. Der Teufel hat wirklich ein leichtes Spiel!

    Da kann Jesus vor Irrlehren, Irrlehrern, vor falschen Propheten, vor Wölfen im Schafspelz warnen wie er will.

    Da jammern viele und bringen die faule Ausrede: Wir haben doch nur ein Stückwerk an Erkenntnis, wir können ja nicht alles erkennen! Dabei gibt es eine ganz einfache Lösung: Wir tauschen unser Stückwerk gegenseitig aus (was ja auch ein Prinzip des Leibes sein sollte) und schon steigt mit der Zeit die Erkenntnis der gesamten Gemeinde.

    Und wenn man sich nun klar macht, dass es nur eine Wahrheit gibt in allen Dingen (Epheser 4) gibt, dann können wir uns auf Dauer nie mit widersprüchlichen Erkenntnissen zufrieden geben. Heutzutage nimmt man dies sehr locker und redet sich ein, dass eine Einheit in Vielfalt genau das richtige sei. Die heutige Ökumene ist genau das Gegenteil von einer gottgewollten geistlichen Einheit. Sämtliche Sauerteige der verschiedenen Denominationen werden durch diese Bündnisse in einen Topf geschleust und tun ihre verderbende Wirkung.

    Die biblische Ortsgemeinde ist das Bollwerk gegen Irrlehre und Zerfall. Und durch die Erkenntnis der biblischen Ortsgemeinde kommt eine heilige Pflicht zum aufmerksamen Studium des Wortes Gottes.
    Ein Schlüsselerlebnis war die Erkenntnis, dass eine biblische Ortsgemeinde heute noch möglich ist. Diese Erkenntnis kam durch: Epheser 4:11-13
    „Und Er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, zur Zurüstung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus,
    bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus;…“

    Noch einige Bibelworte und Gedanken dazu:
    In den Sendschreiben in den Offb. werden nur einzelne Ortsgemeinden von Jesus ermahnt.

    In dem Bibelvers Jeremia 31:33 verspricht uns Gott, dass alle Christen im NT sein Wille erkennen können und dies sogar von Herzen:
    „Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein;…“

    Matthäus 7:7-8
    „Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan!
    Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.“

    1. Johannes 5:14-15
    „Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, dass er uns hört, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten. Und wenn wir wissen, dass er uns hört, um was wir auch bitten, so wissen wir, dass wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben.“

    Was könnte Gott alles in gesunden Ortsgemeinden großes tun!

    Man müßte noch über manch anderes in diesen Zusammenhang reden.

    Die Kirchen und Gemeindezentren sind nirgends in der Apostellehre verboten aber sie werden auch nirgends als Vorbild oder empfehlenswert dargestellt, daher (vielleicht) praktisch wenn‘s irgend wie geht, aber sonst kann man sich das Geld sparen und für bessere Zwecke nützen. Die Gemeinde im Untergrund ist nicht so bequem aber funktioniert wunderbar. Und ein Stolz auf das edle Gebäude kann schon garnicht aufkommen.

    In dieser Zeit des Abfalls vom Glauben ist eine Ortsgemeinde, die sich in Hauszellen oder Hauskreise aufteilt eine überlebenswichtige Notwendigkeit. Aber auch hier muß die Einheit des ganzen Ortes mit ganzem Ernst angestrebt werden. Ein besonderer Namen ist völlig unnötig (siehe 1.Kor.)

    Mit brüderlichen Grüßen
    G. Behringer

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