Die Neuapostolische Kirche (NAK)

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Anpassung des EvangeliumsIch will mich hier nicht mit dem Spiritismus (Totenversiegelung) der NAK aufhalten, wenn Verstorbene zur Versiegelung herbeigerufen werden. Auch auf ihre Haltung im Dritten Reich will ich nicht näher eingehen. Dass die NAK dem NS-Regime zugetan war, ist hinlänglich bekannt. So hielt am „Tag von Potsdam“ (21. März 1933) der Stammapostel einen Festgottesdienst und verkündete, dass jetzt der von Gott gesandte Führer gekommen sei. Außerdem verfügte er in einem Rundschreiben, dass bei Eintrittsgesuchen in die NAK die Personalien solcher Personen der zuständigen Ortsgruppe der NSDAP zur Nachprüfung vorzulegen seien und ihre Aufnahme erst nach dem Vorliegen einer Unbedenklichkeitserklärung der NSDAP vollzogen werden dürfen. So kam die NAK ohne Konflikte durch die Hitlerzeit.

Nicht vergessen will ich in diesem Zusammenhang auch eine wahrscheinliche Verbindung der NAK – jedenfalls in der Gründungsphase – zur Freimaurerei. Meine Untersuchungen sind allerdings noch nicht soweit fortgeschritten, dass ich Nachweise, sondern nur Hinweise und Indizien bringen kann. Falls LeserInnen mir entsprechendes Material zur Auswertung überlassen könnten, wäre ich sehr dankbar. Meine Kontaktdaten lauten: Norbert Homuth, Postfach 810408, 90249 Nürnberg, Fax: 0911/7908340.

So fand am Ostersonntag, dem 01. April 1907, ein großer Festgottesdienst der NAK im Logenhaus in Hamburg, Welckerstr. 8, statt, in dem Albert Gültenpfennig zum Apostel über Hamburg eingesetzt wurde. Diese Notiz ist entnommen der vergriffene NAK-Schrift „100 Jahre NAK 1863 – 1963“. Für eine echte christliche Gemeinde wäre es völlig undenkbar, eine Veranstaltung im Logenhaus abzuhalten. Die feierliche Einsetzung eines NAK-Apostels in der Freimaurerloge!! Eine Verbindung zur Loge stellt sich in solchen Fällen immer heraus. Siehe auch die Gründung Evangelischen Allianz im großen Freimaurertempel von London.

Noch Stammapostel Walter Schmidt lehnte 1963 die Ökumene scharf ab. Seit Stammapostel Richard Fehr aber erfolgt eine Öffnung der NAK. Ein Zeichen setzte er damit, dass er in der Katholischen Kirche zum Tod des Papstes sein Beileid und zur Wahl des neuen Papstes seine Gratulation aussprach. 1999 hatte er die „Projektgruppe Ökumene“ gegründet und so dauerte es nicht lange, bis ein muslimischer Imam von der Kanzel der NAK-Gemeinde (in Eitorf bei Bonn) sein Glaubensbekenntnis singen durfte. Ehrfurchtsvoll erhoben sich daraufhin die Neuapostolen, und der anwesende Bürgermeister war begeistert. Es ist immer der gleiche Weg in die Anerkennung, der aber im Abgrund endet:

Jakobus 4, 4
Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft der Welt Feindschaft GOTTES ist? Wer immer also Freund der Welt sein will, stellt sich als Feind GOTTES hin.

Dass nun aber der Oncken-Verlag 2003 eine Zusammenarbeit mit dem Friedrich Bischoff Verlag der NAK ankündigte, zeigt, dass es den frommen Verlagen nur um den Profit geht und nicht um die Bewahrung der reinen Lehre CHRISTI. Verlagsleiter Fr. Bischoff ist der Sohn jenes Stammapostels J.G. Bischoff, durch den die NAK als falschprophetische Bewegung weltweit offenbar wurde; denn Bischoff hatte vorausgesagt, Jesus würde noch zu seinen Lebzeiten kommen. Als Bischoff 1960 starb, stand die Sekte vor dem Kollaps.

Annäherungsgespräche mit der ACK von Baden-Württemberg fanden schon 2001 und 2002 statt. Folgegespräche wurden vereinbart.

Dass heute alle Kirchen und Sekten in die Ökumene drängen, ist der gleiche Vorgang wie in der Politik: Alles drängt in die EU. Globalisierung nennt man diesen Verschmelzungs- und Verklumpungsprozess in Politik, Wirtschaft und Religion. Der biblische Hintergrund aber ist die Bündelung des Unkrauts als Vorbereitung zum großen Weltenbrand:

Matthäus 13, 30
Lasst beides zusammen wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen: Lest zuerst den Lolch zusammen und bindet ihn in Bündel, damit man ihn verbrenne. Den Weizen sammelt in meine Scheune!

Quelle: Glaubensnachrichten 11-2005, S. 1f.

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Ein Gedanke zu „Die Neuapostolische Kirche (NAK)

  1. Man darf den Spiritismus nicht verlachen. Die Phänomene sind da. Aber isses nicht so, dass Gefahren darin lauern? Bestimmt. Den Praktiken haftet etwas Unreines, Ungutes und Fragwürdiges an. Daher auch das alttestamentarische Verbot des Spiritismus. Wer sich Christ nennt, sollte dies reflektieren.

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