Das Gebot der Stunde

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Manche sagen: „Was greifst Du immer die Pfarrer und Prediger an, verkündige lieber die Frohe Botschaft“. Keine Sorge, das tun wir auch. Alles an seinem Platz. Wir hatten früher Zeiten, da bekehrten sich oft 10 Menschen pro Tag. Doch wo sind sie geblieben? Seelenrettung ist nicht alles. Kinder kann man schnell in die Welt setzen. Aber die Kinder gut erziehen ist wieder etwas anderes. Nicht umsonst heißt es: „Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr“. Man verstehe mich nicht falsch. Kinder sind eine Gabe GOTTES.

So ist es auch im geistlichen Bereich. Man hat relativ schnell jemanden bekehrt, d.h. geistlich gezeugt. 

Wir leben heute nicht mehr in der Apostelgeschichte, sondern in der Offenbarung, d.h. wir leben nicht mehr am Anfang der Christenheit, sondern am Ende, nicht mehr in der Urgemeinde, sondern in der Endzeitgemeinde.

Doch es geht heute nicht mehr allein um Bekehrung, sondern um die Zubereitung und Herausführung der Gläubigen aus der Knechtschaft Ägyptens und aus der babylonischen Gefangenschaft der Kirchen und Sekten. Was nützt einem die Bekehrung, wenn der Mensch danach geistlich abgetrieben wird?

Ausgezogen aus Ägypten ist ein ganzes Volk. Angekommen in Kanaan aber sind nur zwei Männer. Moses hatte meines Wissens keinen einzigen Ägypter zum Glauben bekehrt, aber er hatte einen erschlagen! Dies ist den heutigen Fließband-Bekehrern mit ihren Groß-Erweckungs-Phantasien völlig fremd. Vom süßen Wahn umfächelt, warten sie auf die große Erweckung, obwohl nur Zornesschalen, Gerichtsposaunen, Blut, Feuer und Rauchdampf angekündigt sind. Lies nur mal die Offenbarung! Wo wird da eine Erweckung angekündigt? Wo?

2. Thessalonicher 2, 3
Lasset euch von niemand verführen in keinerlei Weise; denn ER (JESUS) kommt nicht, es sei denn, dass zuvor komme der Abfall.

Nicht große Erweckung, sondern großer Abfall von GOTT ist angekündigt. Alles andere ist Verführung und Falschprophetie. Natürlich bekehren sich auch heute noch einzelne. Die Nacht, da niemand wirken kann, ist noch nicht da. Also lasst uns eifrig sein, Seelen zu retten!

Wir leben heute nicht mehr in der Apostelgeschichte, sondern in der Offenbarung, d.h. wir leben nicht mehr am Anfang der Christenheit, sondern am Ende, nicht mehr in der Urgemeinde, sondern in der Endzeitgemeinde. Viele wollen das einfach nicht begreifen. Sie versuchen auf Biegen und Brechen das Rad der Geschichte zurückzudrehen, zurück zur Apostelgeschichte.

Der HERR JESUS ist zwar gestern, heute und derselbe auch in Ewigkeit. Jedoch hat Seine Botschaft Schwerpunkt und Akzente. Einem verstockten Volk muss man das Evangelium anders predigen als einem bußfertigen. Ich kann in Afrika bei den Bantus nicht predigen: Vorsicht Ökumene! Die Bantus denken womöglich, Ökumene sei eine neue Bananenart. Manche Fromme sagen mir: „Verteile Deine Ökumene-Traktate nicht hier vor unserer Veranstaltung, sondern am Hauptbahnhof“. Doch die am Hauptbahnhof verstehen nur „Ökonomie“.

Wir dürfen keine starren Verkündigungsautomaten sein, sondern müssen die Stunde erkennen, die es geschlagen hat, damit wir in der Lage sind, Speise zur rechten Zeit und am rechten Ort auszuteilen. Der Schwerpunkt der Evangeliumsverkündigung im Offenbarungszeitalter liegt nicht mehr auf Erweckung wie in der Apostelgeschichte, sondern auf Tempelreinigung:

Offenbarung 11, 1
Stehe auf und miss das Tempelheiligtum GOTTES aus (die Gemeinde), … den Vorhof wirf hinaus.

Hinaus mit den Hunden und Schweinen, Geldwechslern und Händlern, mit den Okkultisten und Esoterikern. Ja, Schweine zertrampeln das Heiligtum und Hunde heben womöglich noch das Bein am Altar. Und die Prediger? Lämmer sollen sie weiden, aber Schweinehirten sind sie geworden, die sich von der Weltlust nähren!

Das ist GOTTES Botschaft für heute, die angemessene Speise zur rechten Zeit und bittere Arznei für ein ehebrecherisches und abtrünniges Volk, das GOTTES Haus zur Räuberhöhle und Stätte religiöser Prostitution gemacht hat.

Quelle: Glaubensnachrichten 11-2005, S. 2f.

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