Näher mein GOTT zu DIR

Was hat sich nur zwischen GOTT und den Menschen gelegt, dass er so unerreichbar erscheint?

Heutzutage kommt es einem „Outing“ gleich, sich offen zu JESUS zu bekennen. Der „Christ“, den man „gewohnt“ ist, tut so etwas nämlich nicht. Er packt sein Christsein vor der Kirche aus, trägt es in diese hinein, um es dann bis zum nächsten derartigen „Gebrauch“ wohlverpackt wieder in das stille Kämmerlein daheim zurückzutragen. Abnutzungserscheinungen, Blessuren, Kampfspuren, bekommt er – der Christ – auf diese behütete Weise nicht.

Bezeichnend für die Sichtweise in unserer Welt ist, wie sehr sich von Mensch zu Mensch die Abwehrstrategie auf die Verkündigung „JESUS lebt!“ ähnelt:

Man hält sich diese frohe Botschaft mit einer, wie man denkt, noch froheren Botschaft, vom Leib, nämlich der Auflistung von Beweisen „wie gut es mir doch auch ohne Jesus geht“, oder gar „um wie viel besser es mir ohne Jesus als Leuten wie dir, mit Jesus, geht!“ Die Beweisführung ist lückenlos von „der Älteste steht vor dem Abitur, er hat auch schon seinen Führerschein in der Tasche“, über „ich habe meinen Doktor in Rekordzeit gemacht und bin in prima Festanstellung gelandet“ , bis hin zur Aufzählung der Immobilien und Fortbewegungsmittel, Weltreisen und der Erfolge beim Sport.

Und auch der gewöhnliche, der gemäßigte, der gedämpfte Christ wischt, ebenfalls die Erfolgsliste hochhaltend, die Eröffnung „JESUS lebt“, unwirsch vom Tisch.

Da wird nichts ausgelassen, um die Liste „wie toll man selber dasteht“  als ein Abwehrschild gegen die lästige Offenbarung, dass der HERR, unser GOTT LEBT und noch dazu irgend etwas mit uns persönlich zu tun haben könnte, aufzurichten.

Was soll man da sagen als, „du hast recht. Du kannst gar nichts von JESUS` wunderbarem Angebot wissen wollen. Du fällst ganz aus dem Rahmen derer, die DER HERR allgemein auf seiner Errettungstour anpeilt.

Tolle Hechte, wie du einer bist, sind gewöhnlich nicht dabei. Denn es steht geschrieben, dass JESUS sich damit vorwiegend an Diebe, Mörder, Huren, Aussätzige, Lahme und  Blinde wandte. An die Schwächsten, die Ärmsten, die Elendsten.

Und ich muss bei diesen Worten, die nämlich er vor mir verwendet hatte, an die Predigten des lange verstorbenen, vollmächtigen Pfarrers Wilhelm Busch denken und an einen Mann, der es zum Status eines zu JESUS Bekehrten erst nach einem furchtbaren Unfall brachte:

Wie der, bettlägrig, kurz vor dem Tod stehend, diesem Pfarrer bei seinem Besuch ins Gesicht strahlte:

„Besser mit kaputtem Rücken in´s Paradies, als auf zwei gesunden Beinen in die Hölle!“

Wenn dieser Satz nicht Bände gegen die Argumentationsliste des „mir fehlt nichts-Menschen“ spricht!

Obwohl es ja schon immer so gewesen ist, ich seit meiner Taufe, ja davor schon als Christin galt, hatte meine Umgebung damit damals kein Problem. Kein Wunder: Ich war ja von Christen umgeben. Genauer gesagt: In eine Welt hineingeboren, in der der Mensch um CHRIST zu sein, getauft wurde, ansonsten anfangs noch sonntäglich Kindergottesdienst, später Gottesdienst, Religionsunterricht besuchte, dann konfirmiert wurde. Damit hatte man alle Bedingungen des Christseins erfüllt.

Aus dem Rahmen des Christseins konnte jemand zum Beispiel fallen, der aus der Kirche austrat. Was damals schief angesehen wurde. Mit dem Austritt aus der Kirche war damals ebenso die Bedingung für das „Nicht- mehr—Christsein“ erfüllt, wie es heute als Christ fragwürdig ist, in ihr zu verweilen.

Wie wenig diese Entscheidung von der Institution abhängt, zeigt sich, solange ein bibeltreuer, für JESUS entflammter, wiedergeborener Pastor die Schäfchen betreut. Das Ausleben des Christseins im kirchlichen Rahmen führt aber nur unter solch fruchtbarer Anleitung in die Erweckung vieler anderer und in Folge dessen in deren persönliches, bekennendes, evangelisierendes Engagement über den Kirchenrahmen hinaus.

„Früher“, nicht lang her halt, war „Kirche“ das Synonym für „gut“. Irgendwann, nicht auf den Punkt bestimmbar, schleichend nämlich, änderte sich der Ruf des Christseins. Christsein wurde langsam aber stetig von einem, die Gesellschaft tragenden Wert zu einem Un-Wert: Des Belächelns wert. Belächelnswert oder bemitleidenswert, weil nicht „in“.

Nachdem Christsein als unzeitgemäß abgewertet worden war, wurde es auch noch durch die Vergehen vieler der Kirchenoberen als grundsätzlich heuchlerisch, schändlich, korrupt und gewalttätig gebrandmarkt.

Damit war ein Kirchenaustritt samt gleichzeitig bekundeter Absage an das Christentum an sich, kein verdammungswürdiger Akt mehr, konnte man sich sogar durch einen solchen den Stempel der intellektuellen Überlegenheit erwerben, sich den Anschein verleihen, ein kritisch die Dinge durchblickender, weitsichtiger, umsichtiger, verantwortunsvoller(er), moralisch gefestigter(er) als es Christen so sind, Mensch zu sein.

Hatte die Kirchenobrigkeit erst ihren guten Ruf weg, war der Weg nicht weit, auf dem die Meinung sich schnell durchsetzte, dass ein Christ ein unverbesserlich konservativer Dummie, also einer, der für den heutigen Alltag gar nicht mehr klug und somit gut genug ist, sondern durch sein Christsein ein psychisches Defizit ausdrückt.

In welchen „Werte verkennenden, wertverminderten, Werte verdrehenden“,weil alles über einen Kamm scherenden Zeiten leben wir eigentlich?

HEUTE!

Dieser Wertewandel von einer angesehenen Christenheit hin zu einer noch geduldeten, weil harmlosen Randgruppe aus Belämmmerten, geschah parallel zur Verwandlung der Welt in eine „UM-WELT“. Die Welt an sich als eine vom Schöpfer gewollte und verwaltete Größe an sich wurde GOTT aberkannt und UM-GEWIDMET, dem UM-Weltschutz unterstellt. Das legt doch nahe, dass man ab nun nur noch das Um-liegende, die nächste UM-herliegende Plastiktüte zu sehen und darüber zu sprechen und schreiben habe.

Im Zuge dessen die Silbe „UM“ sich der wirklichen WELT wie ein Schalldämpfer, eine Bremse, ein Täuschmäntelchen UM-legte, scheint sie sich auch als Puffer vor die menschgewordene Gestalt des JESUS, vor die unverfälschte Wahrnehmung des Menschen von der Realität des LEBENDIGEN GOTTES gelegt zu haben.

Der es doch ist, der die Geschicke der Welt lenkt, somit die Welt durch IHN und NUR durch IHN aus der Gefahrenzone käme.

Gefahrenzone?

– Die EWIGE VERDAMMNIS, die HÖLLE, ist kein Märchen. Sie ist Wirklichkeit!

Der Blick auf IHN, auf das, was ER für uns getan hat, würde retten!

Freilich wäre dazu die Erkenntnis der realen Gefahr notwendig! Doch diese ist es ja, die von den Menschen ferngehalten wird, indem ihm so manch andere plausibel gemachte Gefahr, auf die zu reagieren für sein Heil aber völlig bedeutungslos ist, untergeschoben wird.

Sein Gewissen GOTT gegenüber wird eingeschläfert und ersetzt durch das Pharisäertum eines UM-Welt-Bewusstseins.

Warum? – Der Teufel will sein Hotel voll kriegen!

Warum denn sonst soll diese, die Erkenntnis der EINEN EINZIGEN Rettungsmöglichkeit des Menschen samt seiner „UM“-Welt abgepuffert werden? Ein Puffer, etwa bei der Eisenbahn, ist etwas, das den heftigen Aufprall der Waggons gegeneinander beim Bremsen abfangen soll. Es ist ein Dämpfer!

GOTT, sein Hereinbrechen in die Realität Einzelner sollte gedämpft werden! Dazu musste man den in unserer Dimension Lebenden Ohrstöpsel und Scheuklappen, Puffer eben, vor die ansonsten nicht zu leugnende Existenz GOTTES, auch mittels Verharmlosung des Widersachers, legen.

Dass die Realitätssicht heutzutage mehr und mehr ausgebremst wird, wird verschleiert durch Allmachtsphantasien, die der Mensch über sich hegt, gepflegt und gehätschelt vom sogenannten „guten Leben“, das man nicht GOTT zu verdanken habe, sondern der Einhaltung ganz bestimmter Denk- und Verhaltensregeln, funktionierend nach dem „Strafe: nicht dazugehören“ contra „Belohnung: dazugehören“- Modus der auf diese Weise gut funktionierenden, gelenkten Gesellschaft.

Einige, nein, die Vielen seien hier nur kurz erwähnt, die sehr wohl wissen, wem sie ihr „Gutgehen“, nämlich dem Gehörnten, verdanken, womit sie aber erst recht nicht „out“ sondern ganz besonders „in“ sind.

Die REALITÄT, dass er selbst nämlich angesichts der Herrlichkeit GOTTES ein NICHTS ist, darf den Menschen auf keinen Fall mehr unmittelbar erreichen; es würde ja das zur GOTTERKENNTNIS so dringend benötigte Gewissen aufwecken. Also müssen die heftigen Bremseffekte beim Herunterdrosseln dessen, was man klares Denken nennt, erst recht gedämpft werden.

Die Existenz JESUS CHRISTUS, der tatsächlich nur eine Handbreit von uns entfernt LEBT, soll – wie der unvermittelte Stoß, mit dem zwei Waggons aufeinanderprallen, erst unspürbar, in der Folge unnötig werden. Unnötig, wie alles, das aufwecken könnte. Durch den Puffer wird die Aufmerksamkeit der Menschen derart auf der gewohnten Ordnung gehalten, dass sie eben NICHT diese nötige winzige Handbreit abweicht und der Eingebung nachgeht.

Eben NICHT dorthin abschweift, wo die Realität GOTTES ebenso glasklar auf der Hand liegt wie das, was sich als Konsequenz für das Leben daraus ergibt.

Man mag, an dieser Stelle, direkt Dankbarkeit verspüren  über so manche ungepufferte, unerwartete Krise, die des Menschen Aufmerksamkeit einmal drastisch – sie auf GOTTES Wirken hin lenkend – verrückt.

Dies kommt selten vor, weswegen, unbemerkt fast,  weil mit Zustimmung eben auch so mancher frommer, gutmeinender Kirchgänger das Christentum wie eine trudelnde Taube, die vor lauter Bremsmanövern den Aufschwung nicht mehr schafft, in den Abgrund fährt.

Kirchgänger?

Die Trennlinie zwischen GUT und BÖSE ist nicht messerscharf, wie die zwischen Verhaltensweisen und Sprechweisen künstlich gezogene, uns weisgemachte. Kurven und Windungen treten geradezu gesetzmäßig gehäuft auf in solch moral-übersäuerten Bereichen, die nach außen stabil und der Wahrheit verpflichtet erscheinen (wollen).

Nicht wegen UM-WELTproblemen, sondern weil die Welt heutzutage von GOTT, vor unserem, dem einzigen Retter, unserem HERRN UND HEILAND JESUS CHRISTUS mittels Puffern abgeschirmt wird, sprich mittels Weichspülprogrammen von der Rettungsmöglichkeit abgelenkt wird, geht ihre Fahrt rasant bergab. Wohldosiert wird das Begehren nach der Weichspülung durch Horrormeldungen geschürt.

Man fragt sich: WARUM?

Wem nützt es? – Na eben dem, dem Widersacher, auch Teufel genannt. Warum man – unter diesem Gesichtspunkt, dass sie eben diesem trotzen, – in Christen verweichlichte, lebensfremde Realitätsflüchtlinge sieht, ist unverständlich. Haben sie doch aus der lebendigen Beziehung zu Jesus ALLES gewonnen. Das strahlen sie aus:

Heilsgewissheit.

Nichts für die Starken, die haben auch so alles im Griff.

Aber:

Lieber Christ sein, als ohne JESUS stark. Lieber so angesehen werden, wie der Christ heute eben so angesehen wird:  Indem er sich zu JESUS CHRISTUS bekennt -, ich meine hier wirklich „bekennt“ und nicht einfach nur die äußerlichen christlichen Regeln innerhalb einer kirchlichen Institution, welchen Namens auch immer, gutmütig „mitmacht“, drückt er psychische Unzulänglichkeit aus.

Er sei zu schwach für die Realität der Welt und flüchte sich deswegen in eine, von allen „vernünftigen Menschen“ längst als eine solche identifizierte „Illusionsecke“, um nicht zu sagen, „er ist durchgeknallt“.

„Man kann mit ihm nichts mehr anfangen!“

„Mit ihm ist nichts mehr zu machen!“

„Mit ihm ist nichts mehr los!“

„Er ist von allen guten Geistern verlassen!“

Last not least:

Er hat anscheinend einen religiösen Wahn, von dem er sich hoffentlich wieder erholt.

Das will er aber nicht. Es ist kein Wahn, wie er weiß, es ist seine Herzensliebe zu JESUS und des dreieinigen GOTTES Liebe zu ihm, die ihn aus der ewigen Verdammnis sicher herausführt. IHM näher, immer näher zu sein. In IHM zu sein.

Mit IHM in der EWIGKEIT sein.

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