Die Ökumene

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Ökumenismus

Solch eine Ausarbeitung scheint auf den ersten Blick nicht in unsere christliche Landschaft zu passen. Sie fordert zur Information, Prüfung, Wachsamkeit und Auseinandersetzung auf, während sich die meisten von uns lieber so verhalten, wie es Spurgeon einmal treffend beschrieben hat:

„Die Welt ist aus den Fugen geraten; aber wenn wir versuchen, sie zurecht zu bringen, werden wir nur einen großen Lärm verursachen und uns dabei in Ungnade bringen. Lasst uns in unsere Kammern gehen, unsere Nachtmützen aufsetzen und die schlechten Zeiten verschlafen, und wenn wir wieder aufwachen, werden sich die Dinge ja vielleicht gebessert haben.“

 

Inhaltsverzeichnis

Die Bedeutung des Begriffes „Ökumene“ Der Irrweg, den der Ökumenismus beschritten hat Die Indifferenz der Ökumene gegenüber biblischen Wahrheiten Die geistigen Väter der ökumenischen Bewegung Der Hintergrund der Ökumene Multireligiöser Glaube und New Age Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Die Ökumene und die Evangelikalen Die Ökumene und die Charismatiker Die Ökumene und die Sekten Die widergöttliche Ökumene der Religionen Die Ökumene und die zukünftige neue Weltordnung Der biblische Befund über den Zustand  der Gemeinde vor Jesu  Wiederkunft Einige ökumenische Praktiken Biblische Einheit „Keine Panik auf der Titanic – wir sind neutral!” Wer unterscheidet, darf auch der Scheidung nicht ausweichen Gibt es eine geistliche Alternative? Buch zum kostenlosen Download

Die Bedeutung des Begriffes „Ökumene“

Dieses Fremdwort ist der griechischen Sprache entnommen. In ihr schreibt es sich OIKOUMENE und meint die Erde, soweit sie ihren Bewohnern als Wohnstätte und Lebensraum dient. Zur selben Wortfamilie gehören außerdem KATEIKEO (= „bewohnen“) und OIKEO (= „wohnen“, wtl.: „hausen“), sowie OIKOS (= „Haus“). OIKOUMENE wird daher am treffendsten mit Wohnerde übersetzt. Der Terminus „Ökumene“ vermittelt uns demnach einen klaren Begriff über Wesen, Charakter und Ziel dieser Bewegung. Er deutet auf die Gestaltung des gesamten Wohnens auf der Erde hin.

Die ökumenische Bewegung will der Menschheit durch weltweiten Zusammenschluss ein besseres Dasein bieten. Dieses Ziel sucht man zunächst durch Vereinheitlichung der vielen Kirchenlehren (Dogmen) zu erreichen und danach ergäbe sich, so hofft man, eine Vereinigung der verschiedenen christlichen Religionen. Diese Einheit soll im Grunde alle weltweiten Religionen erfassen, so dass am Ende eine „Ökumene-Wohnerde“ entsteht, auf der alle christlichen und schließlich auch außerchristlichen Religionen und Bekenntnisse in einer Religionsgemeinschaft zusammen ge- schlossen werden (= Synkretismus, d. h. die Verschmelzung verschiedener Religionen und Kulte, z. B. die für das hellenistische Zeitalter (Hellenismus) charakteristische Vermischung griechisch-römischer Religionsvorstellungen mit (meist wesensfremden) orientalischen Kulten. Allgemein versteht man unter „Synkretismus“ das Bestreben, verschiedene Kulte, Religionen und Philosophien zu einem neuen Ganzen zusammenzufügen).

Obwohl es heute noch nicht so weit ist, wird dieses Ziel mit Eifer angestrebt und jedes ökumenische Konzil bringt uns diesem letzten Schritt sichtlich näher. Weltumspannende Einheit war von jeher das große Ideal vieler Kirchenfürsten, Gemeinschaftsführern und Politiker.

Doch ist für uns Christen allein GOTTES untrügliches Wort maßgebend. Sein Urteil muss für uns entscheiden!

Der Irrweg, den der Ökumenismus beschritten hat

Der Irrweg – das sagt schon sein Name – ist ein Weg, der aufgrund eines Irrtums mit dem richtigen Weg verwechselt wurde. Er ist dem richtigen Weg sehr ähnlich, verläuft am Anfang auch immer in die gleiche Richtung, endet aber mit regelmäßiger Sicherheit in Verderben und Verdammnis.

Deutlich konnte man es unter Adolf Hitler an den Deutschen Christen sehen, die aufgrund ihres Eintretens für Ordnung und Moral dem entschiedenen Christentum zum Verwechseln ähnlich sahen, weswegen viele konservative Christen darauf hereinfielen, wie z. B. der Gnadauer Verband, die Möttlinger, Marburger usw. Erst durch die Berliner Sportpalastkundgebung wurde es auch für viele von ihnen deutlich, dass das Christentum der Deutschen Christen ein anderes Evangelium war. Nichts anders ist es heute mit den Freikirchen und der Ökumene. Sie fallen alle auf diesen Irrweg herein, weil hier das Einssein der Christenheit dem Evangelium täuschend ähnlich sieht, sagte doch der HERR selbst: …….auf dass sie alle eins seien (Joh. 17,21). Dass die Einigungsbestrebungen der Ökumene jedoch auf die Weltverbrüderungsidee der Freimaurerei zurückgeht, also auf einem völlig anderen Fundament steht, als die vom HERRN geforderte Einigkeit im HEILIGEN GEIST, konnte man vielen Evangelikalen bis jetzt noch nicht klarmachen.

Durch ihre Mitgliedschaft in der Ökumene müssen sie die niedersten Frondienste leisten und die gräulichsten Dinge mitvertreten und mitfinanzieren, vor denen sie früher selbst gewarnt hatten. Dadurch dass die ACK Mitglied im Interkulturellen Rat ist, müssen sich auch die ACK-Freikirchen, für dessen antichristliche Bestrebungen hergeben. Am 28.06.1996 stellte der Interkulturelle Rat unter dem Motto „Dialog gegen den Fanatismus“ seine Arbeit vor. In der Frankfurter Rundschau konnte man dazu lesen: „Mit einem Appell zum Dialog zwischen den Religionen will der Interkulturelle Rat in Deutschland wachsendem religiösen Fanatismus begegnen.“ Darunter fallen nicht nur militante Moslems, sondern alle entschiedenen Christen, die fundamental an der Botschaft der Heiligen Schrift festhalten und sich zunehmend als gefährliche Fundamentalisten kriminalisieren lassen müssen. Immer wieder ist folgendes zu beobachten: Wenn bibeltreue Christen über die Ökumene informieren, werden sie oft (leider auch von wiedergeborenen Christen) angegriffen. Es ist schlimm, wenn Christen nicht die antichristliche Grundlage der Ökumene erkennen. Sie lassen sich von dem missbrauchten Wort JESU: ..auf dass sie alle eins seien irreführen. Würden die Christen den Kontext (Johannes 17) berücksichtigen, so müssten sie ohne weiteres feststellen, dass dieses Wort sich auf die Gemeinde JESU CHRISTI, also auf die aus der Welt herausgerufene Gemeinde (ECCLESIA) bezieht. Wir dürfen dabei nicht übersehen, dass die Gemeinde als Organisation (z. B. als christlicher Verein, KdöR usw.) auf keinen Fall die bluterkaufte Gemeinde darstellt.

Interessant ist die Tatsache, dass von der Ökumene und ihren Mitläufern nicht diejenigen attackiert werden, die das Wort GOTTES kritisieren, umdeuten oder von Mythen, Legenden, Sagen reden, sondern gerade die bibeltreuen Christen. Die Ökumene bezeichnet sie „Fundamentalisten“. Es ist dies Schimpfwort, mit dem die Ökumene diejenigen, die an die Inspiration des Wortes GOTTES glauben, als Fanatiker abstempelt. Mit einer solchen assoziativen Ächtung, an der sich insbesondere die evangelisch-lutherische Kirche beteiligt, werden die bibeltreuen Christen alsbald ipso facto mit Terroristen oder Antidemokraten in Verbindung gebracht. Die nicht Manipulierbaren im Lande werden dann als Störenfriede und Fremdenhasser geächtet, die jedwedem Harmoniebestreben in Gesellschaft, Kultur und Religion entgegenwirken.

Als KdöR-Kirchen sind die Freikirchen Instrumente des Staates und verpflichtet, alle staatlichen Entscheidungen mitzutragen. Gerade auch der freiwillige Beitritt der Freikirchen in die „Europäisch ökumenische Kommission für Kirche und Gesellschaft“ (EECCS) offenbart, dass sie zu willigen Vollstreckern antichristlicher Machenschaften geworden sind. 1998 hielt der EU- Kommissionspräsident Jaques Santer eine Rede vor der EECCS, in der er den Kirchen und Freikirchen klare Direktiven erteilte, nämlich, dass es ihre Aufgabe sei, am Aufbau der Europäischen Gesellschaft mitzuarbeiten. Die Ökumene, ursprünglich um die Vereinigung der christlichen Kirchen bemüht, ist längst zu dem geworden, für das sie von vorneherein vorgesehen war, zum Instrument gesellschaftlicher Veränderungen im Sinne des antichristlichen Weltstaates.

Wohin der ökumenische Irrweg führt, zeigt der nachstehende Text:

Sei gepriesen Herr, du Gott Mohammeds. Du bist groß und erhaben. Du bist unbegreiflich und unnahbar. Du bist groß in deinen Propheten. Sei gepriesen Herr, du Gott Buddhas. Du wohnst in den Tiefen der Welt. Du lebst in jedem Menschen. Du bist die Fülle des Schweigens. Sei gepriesen Herr, du Gott Afrikas. Du bist das Leben in den Bäumen. Du bist die Kraft in Vater und Mutter. Du bist die Seele in der Welt. (Offizielles Material und Bekenntnis des päpstlichen Missionswerkes “Missio” aus Aachen zur Verteilung in katholischen Kirchengemeinden bestimmt).

Die Indifferenz der Ökumene gegenüber biblischen Wahrheiten

Eine der herausragendsten Charakteristiken der ökumenischen Bewegung ist die Indifferenz gegenüber den biblischen Wahrheiten. Jede Denomination wird mit offenen Armen in die Ökumene aufgenommen. Mögen die christlichen Vereine und Organisationen noch so sehr die fundamentalen Wahrheiten der Bibel kritisieren, leugnen und verneinen, so spielt das absolut keine Rolle. Nicht die geoffenbarte Wahrheit der Bibel ist die alles bestimmende Bedingung der Ökumene, sondern die organisierte Einheit. Weil für die Ökumene die göttliche Wahrheit Nebensache ist, ist sie zum großen Sammelbecken aller jener Denominationen geworden, deren Salz „kraftlos“ geworden ist, die wohl den Namen haben, dass sie leben, jedoch tot sind.

Die Ökumene ist nichts anderes als die organisierte Einheit jener beiden Urlügen: Sollte GOTT gesagt haben…..? Und: …ihr werdet sein wie GOTT! Die Ökumene ist im Grunde eine neue Religion, bestehend aus galvanisiertem Christentum, Philosophie, Humanismus und Heidentum. Die Ökumene täuscht Leben vor, aber es ist nur galvanisiertes Leben. Wenn man einen toten Frosch mit galvanischem Strom in Verbindung setzt, so zucken seine Glieder. Wenn der galvanische Strom aufhört, hören auch die Zuckungen auf. Der Frosch ist und bleibt tot. Bildlich ausgedrückt: Die Ökumene ist ein überdimensioniertes Mosaikgemälde, das sich aus Steinen und Steinchen vieler christlich-religiöser Denominationen zusammensetzt, um ihm die „Tiefenwirkung“ zu geben. Dabei ist die Ökumene nichts anderes als der vergottete Humanismus mit christlichen Vorzeichen.

Wir haben gesehen, daß im Sammelbecken der Ökumene alles zusammenfließt, auch sogenannte gläubige Denominationen, Freikirchen, Gemeinschaften. Und tatsächlich sind viele dieser christlichen Organisationen in ihrer Erkenntnislosigkeit mit wehenden Fahnen zur Ökumene übergelaufen. Das ist sicherlich ein Hauptgrund, warum viele Gläubige der verhängnisvollen Meinung sind, dass die Ökumene ein biblisches Gebilde sei.

Die geistigen Väter der ökumenischen Bewegung

Wenigen dürfte bekannt sein, dass einer der geistigen  Väter der ökumenischen Bewegung Nathan Söderblom, Erzbischof von Uppsala, ist. In seinem Buch „Was ist Kirchengeschichte? Maßstäbe und Einsichten“ schrieb Prof. Dr. Joseph Chambon folgendes: „Auch in feinerer und geistvoller Weise kann derartiges über die Kirche kommen. So wenn der schwedische Erzbischof Nathan Söderblom, der Bahnbrecher der heutigen Abwertung der Reformation und ihres absoluten Schriftprinzips, seine kirchlich-theologische Verkündigung unter die Leitidee der „révélation continue à travers les génies religieux” (die fortgesetzte Offenbarung durch religiöse Genies) stellte und seinen Lockerungsbegriff der „Zwischenregister” einführte, wenn Söderblom in der von ihm ausgestatteten „Offenbarungskirche” in Saltsjoebaden bei Stockholm neben den Statuen des Moses und der Propheten Bilder des Sokrates und Platos aufrichten ließ, ja wenn er 1904 in Uppsala aus der Hand des indischen Oberpriesters im Feuertempel von Wadia (Bombay), des Rastanji Edulji, die Insignien der heiligen Priesterwürde des Ahura-Mazda-Tempels empfing.“

Daraus wird ersichtlich, in welches Erdreich die Wurzeln der Ökumene eingepflanzt sind. Unser Herr JESUS sagt:

Matthäus 12, 33
Setzet entweder einen guten Baum, so wird die Frucht gut; oder setztet einen faulen Baum, so wird die Frucht faul. Denn an der Frucht erkennt man den Baum

 Und die Frucht der Ökumene ist durch und durch faul.

Der Hintergrund der Ökumene

Die ökumenischen Bewegungen, welche im 19. Jahrhundert ein einsetzten, entfalteten vor allem die Bemühungen der Reformationskirchen, später dann auch die der Ostkirchen um Einheit in Organisation und Lehre.

Um diesem Ziel näher zu kommen gründete man 1948 den ökumenischen Rat der Kirchen, auch bekannt, unter dem Namen Weltkirchenrat. Dieser Rat besteht aus einem Zusammenschluss von 295 protestantischen, anglikanischen, altkatholischen und orthodoxen Kirchen mit mehr als 400 Millionen Mitgliedern.

Nachdem Einheitsbestrebungen der ‘60er Jahre gescheitert waren, empfand man die Notwendigkeit einer neuartigen Annäherung. Anstatt einfach Einheit von der Spitze abwärts zu organisieren, war es notwendig, viel größeres Gewicht auf Basis-Aktivitäten unter den örtlichen Gemeinden zu legen.

In Deutschland gibt es eine entsprechende Organisation (ähnlich dem Weltkirchenrat) auf nationaler Ebene, die sich nach dem Besuch des Papstes, im Jahre 1981 gründete. Diese „Ökumenische Kommission“ besteht aus der „Evangelischen Kirche in Deutschland“ und der „Katholischen Deutschen Bischofskonferenz“.

Im Juli 1988 war die weltweite Lambeth-Konferenz anglikanischer Bischöfe in Canterbury zusammengekommen und bestätigte mit überwältigender Mehrheit die Beschlüsse, die Kompromisse in allen bedeutenden lehrmäßigen Differenzen zwischen Protestanten und römischen Katholiken beinhalteten.

Wir haben gesehen, dass die Ökumene im Prinzip antichristlich ist, obschon sie sich, soweit es ihren Zwecken dient, mit dem Wort GOTTES, das sie mit einem anderen Inhalt füllt, tarnt.

Multireligiöser Glaube und New Age

Inzwischen ist die kirchliche Herrschaft des Papstes unangefochten. Auf der Weltbühne haben ihm schon mehrere aufeinander folgende Erzbischöfe von Canterbury wie selbstverständlich ihre Ehrerbietung bezeugt. Bezeichnend war die Schlagzeile des Daily Telegraph, Eine Friedenspfeife am Gebetstag des Papstes, die sich auf den Weltgebetstag von Assisi am 27. Oktober 1986 bezog, als die kämpfenden Parteien in Nicaragua, EI Salvador und anderswo ihre Waffen niederlegten. An diesem Gebetstag beteiligten sich unter anderen Erzbischof Runcie, der Dalai Lama, Hindus, Sikhs, Moslems, Bahais, Schintoisten und heidnische Kultpriester, ja selbst Schlangenanbeter aus Togo.

Obwohl die römisch-katholische Kirche offiziell nicht zu den 317 Mitgliedskirchen des Weltkirchenrates (WCC) zählt, sind rund 25 Prozent des WCC-Personals römische Katholiken.

Die führende Stellung Roms sowohl in der Friedensbewegung als auch im multireligiösen Vormarsch zur Einheitsreligion entspricht seiner zentralen Rolle im Ringen um politische Einheit. Multireligiöser Glaube kann jetzt durch die vielen diesbezüglichen Bemühungen des Vatikan getrost in enger Verknüpfung mit der Kirche Roms gesehen werden. Assisi war der Ort und die Gelegenheit, die sich dem Präsidenten des World Wide Found for Nature, dem Herzog von Edinburgh, als sehr geeignet anbot, die 25-Jahrfeier dieser Organisation zu inszenieren. Der Schrein des heiligen Franziskus, des sich wachsender Bedeutung erfreuender Schutzheiligen der Tiere, spielte eine bezeichnende Rolle bei dieser Veranstaltung. Die beiden Ereignisse, das Treffen der religiösen Führer und die Jubiläumsfeier des WWF, fanden nacheinander statt, so dass viele Teilnehmer Gelegenheit hatten, beide zu besuchen und zu beeinflussen.

In der Folge dieser bahnbrechenden Initiative zur Vereinigung der Weltreligionen hat es eine ganze Reihe von interreligiösen Feiern und Gottesdiensten in Englands großen Kathedralen gegeben, organisiert von dem New-Age- Anhänger Martin Palmer und anderen. Die erste Veranstaltung dieser Art, in Winchester 1987, war ein Schöpfungs- und Erntefest und führte zur Gründung des Regenbogenbundes zwischen Mensch und Natur. Weitere Konferenzen mit dieser Glauben und Umwelt verknüpfenden Zielsetzung folgten in den Kathedralen von Coventry, Birmingham, Canterbury und Salisbury. Die Zusammenkunft von Canterbury im September 1989 machte es möglich, dass drei Pilgergruppen an der Stätte zusammentrafen, wo König Heinrich II. sich dem Papst unterwarf. Anschließend setzte die vereinigte Prozession, angeführt von dem bedeutenden Ökumeniker, dem Erzbischof von York, ihren Zug fort, um im Innern der Kathedrale am Schrein des Thomas Becket zu beten. So wurde auf dieser Konferenz für Christentum und Ökologie in Canterbury interreligiöser und ökumenischer Glaube als deckungsgleich gesehen und erlebt.

Grüne Belange, heute politisch so bedeutsam, fanden bereits vor dem Erwachen des allgemeinen Umweltbewusstseins in den ’60er Jahren die Aufmerksamkeit des Vatikans und wurden der Führungsrolle der römischen Kirche in der weltweiten Friedensbewegung eingegliedert. Das Thema des Weltfriedenstages im Jahre 1990 lautete Friede mit Gott dem Schöpfer, Friede mit der gesamten Schöpfung. In der vatikanischen Erklärung zur Ankündigung dieses Friedenstages hieß es, dass ökologische Probleme „eine moralische Verständigungskrise im Verhältnis der Menschen zur Umwelt widerspiegelten.“

Zu den fünf Weltreligionen, die die Erklärung von Assisi unterzeichneten, waren noch zwei weitere hinzugekommen, als sie sich 1988 den beiden Häusern des britischen Parlaments vorstellten. Wie in Assisi sprach ein Franziskaner, in diesem Falle ein Mönch, für das Christentum. Im Mai 1989 gründete der Herzog von Edinburgh im Gebäude der Vereinten Nationen in New York die Internationale Gesellschaft für geistliche Literatur, die, wie er glaubt, „einen wichtigen Beitrag zum interreligiösen Dialog leisten werde“.

Ein Kommentar des evangelikalen Berichterstatters und Autoren Dave Hunt hilft uns, ein klareres Bild zu bekommen:

Der jetzige Papst ist der Anführer der weltweiten Ökumene. Als solcher weicht er gänzlich von dem Bild des unbequemen Dogmatikers ab, der entschlossen ist, die Welt zum Katholizismus, als dessen Verkörperung er im allgemeinen gesehen wird, zu bekehren. Im Gegenteil, Johannes Paul II. hat die ersten Schritte auf die Führer der Weltreligionen zu gemacht, versichert ihnen, dass sie die gleichen Ziele anstreben wie soziale Gerechtigkeit, Bewahrung der Umwelt und Weltfrieden, gibt zu verstehen, dass ihre Gebete ebenso wirksam seien wie die der Katholiken, und hat nicht versucht, einen von ihnen zu bekehren. Es schien ihm genug, als geistlicher Führer der für den Frieden vereinten Weltreligionen anerkannt zu werden.

Doch gleichzeitig behauptet derselbe Papst weiterhin, die römische Kirche sei die Braut Christi, die eine wahre Kirche, einer Person hingegeben, dem Sohn des lebendigen Gottes. Was wir in diesem Abschnitt beschrieben haben, ist nicht das Verhalten einer Braut, zuchtvoll und rein; es ist das Verhalten einer Dirne, offen erkennbar als die große Hure aus Offenbarung 17.

Christen waren ermutigt durch die Ernennung eines erklärten Evangelikalen auf den Stuhl von Canterbury, der bei seiner Einführung die einzigartige Stellung des christlichen Evangeliums unter den Weltreligionen zu bekräftigen schien. In einer Ansprache vor Führern anderer Religionen, die in der Kathedrale von Canterbury zusammen gekommen waren, sagte George Carey:

Der Glaube, den ich an Christus und Seine Gute Nachricht habe, ist so bedeutsam, dass ich gezwungen bin und die Notwendigkeit verspüre, ihn allen Menschen mitzuteilen. Doch ich denke, ich kann Ihre Geschichte anhören und Ihre Integrität wahren, auch wenn ich Ihnen wie allen Menschen den Anspruch und das Angebot meines Herrn weitergeben möchte.

Doch im Amt hat George Carey eine gänzlich andere Position eingenommen. Er widersprach den 2000 Kirchenmännern, die sich mit einer Petition an ihre Majestät, die Königin wandten und darin ihren Protest gegen den interreligiösen Commonwealth-Gottesdienst in der Westminster Abtei zum Ausdruck brachten. Im September 1992 sagte er in einer Sitzung der Konferenz Euröpäischer Kirchen in Prag:

Wir wagen nicht, unsere Leute in die historischen Konkurrenzkämpfe zurückfallen zu lassen. Zusammenarbeit ist das oberste Gebot.

Von konservativ-evangelischen Christen längst als wackelig angesehen, scheint der Erzbischof bereits jetzt allen alles sein zu wollen. Gewiss ist seine Befürwortung der Evangelisch-Katholischen Allianz in Nordirland, die den Nachweis zum Ziel hat, dass man gleichzeitig evangelisch und römisch-katholisch sein kann, eine Bestätigung hierfür.

New Age

Das vom Vaticanum II verabschiedete Rundschreiben Nostra Aetate enthielt folgende Aussage:

Verschiedene Religionen haben versucht, eine Antwort auf die Suche der Menschheit nach dem letzten Sinn der Schöpfung und nach der Bedeutung des menschlichen Lebensweges zu geben. Die katholische Kirche lässt das Wahre und das Gute gelten, das in all diesen Religionen zu finden ist, und sie sieht darin einen Abglanz der Wahrheit Christi, den sie als ,den Weg, die Wahrheit und das Leben‘ verkündet. Sie möchte ihr möglichstes tun, um gemeinsam mit anderen Gläubigen konsequent auf dem aufzubauen, was gut ist in ihren Religionen und Kulturen.

Die allgegenwärtige New-Age-Bewegung, die 1975 an die Öffentlichkeit trat, leistete ebenfalls ihren Beitrag zur Zusammenführung der Weltreligionen, besonders durch die westliche Übernahme einzelner Aspekte hinduistischer Gedanken und Praktiken. Die römisch-katholische Kirche hat hierbei durch Anwendung ihrer Strategie zur ökumenischen und religiösen Zusammenarbeit kräftig mitgeholfen. Die gesamte Mai/Juni (1990)-Ausgabe der Zeitschrift The Cafholic World beispielsweise war dem Buddhismus gewidmet. Zu den Beiträgen in dieser Ausgabe zählte ein Artikel mit der Überschrift Buddha, als christlicher Heiliger verehrt und eine inbrünstige Biographie Seiner Heiligkeit, des Dalai Lama. Dort heißt es, der tibetanische Bud­dhist hätte sich des öfteren mit Katholikenführern getroffen, so auch mit seinem alten Freund, Johannes Paul II., dem er mindestens fünfmal begegnet sei, und Paul VI., mit dem er zwei Treffen gehabt habe. Wie Mutter Theresa und Lech Walesa ist auch der Dalai Lama Friedens-Nobelpreisträger. Bei seiner Einführungszeremonie als Dalai Lama wurde er folgendermaßen betitelt:

Der Heilige, die gütige Herrlichkeit, mächtig im Wort, von hervorragendem Geist, von unbegrenzter Weisheit, im Besitz der Lehre, der Ozean (Chamber’s Encyclopedia; Bd. 13, S. 621).

In diesem Zusammenhang ist der Hinweis interessant, dass auf der Konferenz des Ersten Parlaments der Weltreligionen 1892 in Chicago das Ziel von dem weithin anerkannten indischen Mystiker Swami Vivekananda folgendermaßen zusammengefasst wurde:

Eine Gesellschaft, in der sich westliche Wissenschaft, Sozialismus und östliche Geistlichkeit vereinigen.

Das Zweite Parlament der Weltreligionen, fällig im Jahre 1992 im Tempel der Verständigung, dem Sitz der geistlichen Vereinten Nationen in Washington DC, wird die annähernde Erfüllung von Vivekanandas Prophetie feiern können.

Im Jahre 1981 sprach der Papst von der besonderen Rolle, die Rom den östlichen Religionen zumisst:

Wege müssen gefunden werden für den Dialog mit allen Religionen in aller Welt, doch ganz besonders in Asien, dieser Wiege alter Kulturen und Religionen.

Neun Jahre später sagte er voraus, dass innerhalb der nächsten Jahre der Kirche ein frischer Zustrom neuen Lebens aus dem Osten zukommen werde. Wie die Katholiken im kirchlichen Ritual, so richtete auch der Papst seinen Blick nach Osten. Als er auf seiner Reise nach Seoul über Moskau flog (was einem Papst nach 85 Jahren erstmals gestattet ist), soll er ausgerufen haben:

Lux ex Oriente. Europa wird neues Licht aus dem Osten empfangen.

Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK)

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) ist die nationale Sektion des Weltkirchenrates in Deutschland.

Dr. Laubbach schreibt in „Des Meisters Ruf”, 05/1976:

Genf hat einen Beobachtungsstab, und es ist das Eigentümliche, dass er dann sofort seine Sekretäre in die regionalen Christenräte (ACK) hineinsendet, sobald sie etwas Gestalt gewonnen haben. Und dann erfolgt die Gleichschaltung in dem Sinne, dass sie den Ökumenismus, die ökumenische Theologie aufoktroyiert bekommen.

Schon John Mott begann in den 20er Jahren so genannte nationale Christenräte zu gründen. Diese Christenräte sollten dazu dienen, die Arbeit der christlichen Kirchen in den einzelnen Ländern zu koordinieren und das gegenseitige Kennenlernen zu verstärken. Heute sind die Räte de facto die Zweigniederlassungen des Weltkirchenrates in den einzelnen Staaten. Zwar erklären die Christenräte, dass sie nicht zum ÖRK gehören. Dies stimmt aber nur formal.

Der Ökumenische Rat der Kirchen ist, wie es in seiner Basis heißt, „eine Gemeinschaft von Kirchen“ und nicht von regionalen kirchlichen Zusammenschlüssen, wie es die Christenräte sind. Von daher können Christenräte keine Mitglieder des ÖRK sein. Ebenso wie der Lutherische oder Reformierte Weltbund keine Mitglieder des ÖRK sein können.

Der ACK erklärte:

Die Beziehung des ACK zum ÖRK ist die eines ‘Associated Council’. Das bedeutete, dass zwischen dem ACK und dem ÖRK ein offener Informationsaustausch stattfindet … Der ACK hat im ÖRK kein Stimmrecht.

Dieses offizielle Informations- und Arbeitsverhältnis von ACK und ÖRK besteht seit 1955. Pfarrer Hans-Beat Motel von der Brüder-Unität schreibt über das Verhältnis ACK zum ÖRK:

Die ACK ist bei den gelegentlichen Konferenzen der Nationalen Christenräte, die der ÖRK durchführt, vertreten. Der Geschäftsführer … des ACK, wird regelmäßig als Gast, Beobachter oder Mitarbeiter zu Tagungen des ÖRK eingeladen und kann auf diese Art und Weise auch die Interessen des ACK vertreten, bzw. umgekehrt Impulse aus der ACK in den ÖRK einbringen. Die ACK leistet im Übrigen auch schon deswegen einen Beitrag zur ökumenischen Bewegung, weil sie beispielsweise auch Kritik, die sich gegen den ÖRK äußert, aufnimmt und kritische Anfragen in Richtung Genf versucht zu beantworten.

Bei der Vollversammlung des ÖRK in Vancouver  wurde das Verhältnis von nationalen Christenräten und ÖRK beschrieben. Im Bericht des Weisungsausschusses für Programmrichtlinien I heißt es u. a.:

5.1. Ökumenische Arbeit auf nationaler, regionaler und weltweiter Ebene ist Teil ein und derselben Bewegungen. Sie ergänzen sich gegenseitig. Die Beziehung zwischen den Organisationen ist nicht linear. Vielmehr bilden diese Organisationen ein Netz.

Das bedeutet, dass die Nationalen Christenräte, wie in Deutschland die ACK, das von Genf geführte weltweite ökumenische Netz darstellen. Dies ist für Genf auch deshalb von Bedeutung, da in den nationalen Christenräten auch Kirchen vertreten sind, die dem ÖRK offiziell nicht angehören. Durch die Christenräte aber sind sie mit Genf vernetzt. Die jeweilig aktuellen Themen des ÖRK werden über die Nationalen Christenräte in den Ländern koordiniert. So war es mit der theologisch sehr weitgehenden „Konvergenzerklärung über Taufe, Eucharistie und Amt“ im so genannten „Lima-Papier“. Dieses Dokument wurde im ACK behandelt und von seinen Mitgliedern ausdrücklich begrüßt.

Prof. Dr. Peter Beyerhaus, der damalige Direktor des Institutes für Missionswissenschaft und ökumenische Theologie an der Universität Tübingen, bemerkt hierzu in einem Schreiben an die Ökumenische Zentrale vom 16.1.1986:

Nach meiner Beobachtung hat sich die ACK sowohl auf bundes- wie auf landeskirchlicher Ebene immer darum bemüht, die aktuellen Themenstellungen und Zielsetzungen der Genfer Ökumene in eigenen Studientagungen und durch ihre eigenen Informationen an die Basis der deutschen Kirchen weiterzugeben. Es gibt nun einmal in Deutschland keine andere Organisation, welche sich als ein interkirchlicher und interkonfessioneller Zusammenschluss die ökumenischen Anliegen, und in der Tat in weitestgehender Entsprechung zur Genfer Arbeit, zu eigen machen würde.

Durch diese Verbindungen und Einflussnahmen übt der Weltrat der Kirchen auf regionale Zusammenschlüsse, Mitgliedskirchen, Landeskirchen, Freikirchen bis hinab zur „Basis“ – nicht zuletzt in der ihm weithin hörigen kirchlichen Presse und durch sie – eine unermessliche, und dazu verhängnisvolle Macht aus.

Der Trick mit der Gastmitgliedschaft

Adventisten, Mühlheimer Pfingstler und besonders die Freien evangelischen Gemeinden (FeG), haben in ihren Reihen eine größere Zahl von Mitgliedern, die der Ökumene sehr kritisch gegenüber stehen. Nicht zuletzt aus diesem Grund betonen diese Gruppen keine Mitglieder, sondern nur Gastmitglieder des ACK zu sein. Sie wollen damit eine gewisse Distanz zur Ökumene zeigen. Präses Strauch von den Freien evangelischen Gemeinden hat dies gerade auf der Bundestagung der FeG 1999 nochmals betont. Nach Aussage des ACK aber unterscheidet sich die Mitgliedschaft von der Gastmitgliedschaft nur formell. Pfarrer Hans-Beat Motel erklärte:

Die Mitarbeit der Gastmitglieder unterscheidet sich in der Praxis nicht von derjenigen der Mitglieder des ACK. Die Gastmitglieder haben volles Rederecht und engagieren sich in der gesamten Arbeit des ACK. Lediglich bei Abstimmungen zeigen sich hier Unterschiede.

Die Rechte der Gastmitglieder demonstriert auch, dass Pastor Dr. Klaus Peter Voß offizieller Referent in der Ökumenischen Zentrale in Frankfurt ist. Er ist vom Bund Freier evangelischer Gemeinden, die schon seit Gründung des ACK nur Gastmitgliedstatus haben, in den hauptamtlichen Dienst des ACK entsandt. Der Mitteilungsdienst des konfessionskundlichen Institutes in Bensheim erwähnt, dass in der letzten Zeit der ACK immer häufiger auftretende Aufnahmeanträge von oft sehr isoliert dastehenden charismatischen Einzelgemeinden gestellt werden. Sie erhoffen sich dadurch mehr öffentliches Ansehen und die Überwindung des Sektenvorwurfes. Dem ACK ist unklar, welche Mindestvoraussetzungen er solchen Gruppen setzen soll.

Insgesamt ist zu bemerken, dass fast alle Kirchen und Freikirchen versuchen dem ACK anzugehören. Dies trifft nicht nur auf große, sondern auch relativ kleine Denominationen zu. Die Gemeinschaften, die sich von diesem Prozess ausklammern oder widersetzen, kommen leicht in den Geruch, eine Sekte zu sein. Die großen pietistisch geprägten Gemeinschaftsverbände, die meist zum Evangelisch-Kirchlichen Gnadauer Gemeinschaftsverband gehören, sind allerdings weder Mitglieder noch Gastmitglieder im ACK.

Daraus sollte man aber keine falschen Schlussfolgerungen ziehen. Diese Verbände arbeiten normalerweise innerkirchlich. Von daher sind sie keine Kirchen im üblichen Sinn und können gar keine Mitglieder des ACK sein. Da aber die Glieder der Landeskirchlichen Gemeinschaften meist Mitglieder einer Landeskirche sind, gehören auch die Gemeinschaftsleute zum ACK. Auch die einzelnen regionalen und überregionalen Gemeinschaftsverbände sind oft organisatorisch mit ihren Landeskirchen verzahnt. Oft sind sie als Vereine Mitglieder im Diakonischen Werk einer Landeskirche. Über dieses gehören sie selbstverständlich zur Ökumene. Da sie aber, wie es der Evangelische Gemeinschaftsverband Pfalz e.V. in seiner Jahresbroschüre 1999 und auf seiner Internetseite feststellt, eine „Bewegung in der Kirche“ sind, gehören sie zu dieser und sind deren Ordnungen, deren Synodenbeschlüssen und deren Entscheidungen unterworfen. Vor Ort arbeiten viele Landeskirchliche Gemeinschaften auch organisatorisch in den ACK-Regionalgruppen mit. Zudem scheint die Zeit lange vorbei, wo Gnadau sich kritisch zur Ökumenischen Entwicklung äußerte. (Wagner, Rainer: Alle in einem Boot: Ökumene – und der Preis der Einheit,  1. Auflage, Bielefeld (CLV) 2000, S. 128ff.)

Diese verschiedenen Religionen und Glaubensrichtungen sind u. a. Mitglieder in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und damit Teil der Ökumene:

  • Römisch-katholische Kirche in Deutschland
  • Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland
  • Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien
  • Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland
  • Evangelische Kirche in Deutschland
  • Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden
  • Evangelisch-methodistische Kirche
  • Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland
  • Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeinde
  • Evangelisch-altreformierte Kirche in Niedersachsen
  • Die Heilsarmee in Deutschland
  • Russische Orthodoxe Kirche von Berlin und Deutschland (Moskauer Patriarchat)
  • Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK)
  • Armenisch-Apostolische Orthodoxe Kirche in Deutschland
  • Bund Freier evangelischer Gemeinden
  • Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden
  • Apostelamt Jesu Christi
  • Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten

Den Beobachterstatus in der ACK haben folgende Organisationen:

  • Religiöse Gesellschaft der Freunde (Quäker)
  • Arbeitsgemeinschaft Ökumenische Kreise e.V. (AÖK)
  • Evangelisches Missionswerk

In einer Informationsschrift der „Ökumenischen Centrale (Frankfurt am Main)“ heißt es u. a.:

Eine Kirche oder Gemeinde, die mit Christen aus anderen Kirchen zusammenarbeitet, verzichtet auf den exklusiven Anspruch, dass sie allein den richtigen Glauben habe und vertrete und dass Gott allein durch sie sein Heil schenke. Dies unterscheidet sie von den christlichen und pseudochristlichen Sekten. Auch wenn jeder Christ in seiner eigenen Kirche verwurzelt ist und von ihr annehmen kann, dass sie den christlichen Glauben vollständig und deutlich vertritt, wird er anerkennen, dass der Glaube auch in anderen Kirchen beheimatet ist und dass Gott auch in und durch andere Kirchen wirkt. … In keinem Fall sollte der Begriff ‚Sekte’ auf Kirchen, Freikirchen und kirchliche Gemeinschaften angewandt werden, die durch Lehre und Leben zu erkennen geben, dass sie sich den großen christlichen Grundwahrheiten verpflichtet wissen, wie sie in der Heiligen Schrift und in den altkirchlichen Bekenntnissen zum Ausdruck kommen, und dass sie sich jeweils nicht im alleinigen Besitz der christlichen Wahrheit wähnen, sondern zur Zusammenarbeit mit anderen christlichen Kirchen und Gemeinschaften bereit sind.

Was glaubst du?

Wie können alle Mitgliedskirchen der Ökumene den christlichen Glauben „vollständig“ vertreten, wenn es keine zwei Kirchen unter ihnen gibt, die beide exakt die gleichen Lehren verkünden?

Wie ist es möglich, dass trotz hunderter verschiedener Lehren alle die Wahrheit sagen?

Welcher Glaube ist in diesen Kirchen wirklich beheimatet?

Wer wirkt in und durch diese Kirchen wirklich?

Wie können altkirchliche Bekenntnisse christlich sein, wenn sie die Bibel verbietet?

Wie kann eine Kirche christlich sein, wenn sie sich antichristlich geben und mit anders denkenden Kirchen und Gemeinschaften zusammenarbeiten muss?

Wenn man diese Fragen beantwortet, entsteht der Eindruck, daß die Ökumene ein großer Betrug Satans ist. Die Ökumene ist eindeutig unbiblisch und antichristlich. Aber – was sind dann ihre Mitgliedskirchen?

Was sagt die Heilige Schrift dazu?

Galater 1, 8-12; 1.Kor. 11,19; vgl. auch: Matth. 18, 7; 1. Joh. 4, 1-3; Matth. 24, 24; 2. Thess. 2, 8-12; 1. Thess. 2, 13; Matth. 15, 9; Mark. 7, 8.9; 1. Tim. 4, 1-16; Matth. 24, 11
Aber so auch wir oder ein Engel vom Himmel euch würde Evangelium predigen anders, denn das wir euch gepredigt haben, der sei verflucht! Wie wir jetzt gesagt haben, so sagen wir abermals: So jemand euch Evangelium predigt anders, denn das ihr empfangen habt, der sei verflucht! … Denn es müssen Parteien (Spaltungen, Luther 1984) unter euch sein, auf daß die, so rechtschaffen sind, offenbar unter euch werden

GOTT hat zugelassen, dass sich verschiedene „Parteien“ bilden, damit ans Tageslicht kommt, wer sich vom Schein- und Namenschristentum freihält.

1. Johannes 2, 19
Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns. Denn wo sie von uns gewesen wären, so wären sie ja bei uns geblieben; aber es sollte offenbar werden, dass sie nicht alle von uns sind.

Die Ökumene und die Evangelikalen

In den vergangenen Jahrzehnten waren vor allem dort Ökumenebegeisterte anzutreffen, die in Organisationen der Kirche ein Stück Reich Gottes verwirklicht sahen. Heute hingegen dringt die Idee einer auch organisatorisch ungeteilten weltweiten Kirche immer mehr auch in evangelikale Kreise vor. Dass eine solche Einheit nicht an Rom und seinem obersten Repräsentanten, dem Papst, vorbei gehen kann, ist jedem klar. Gleichzeitig aber schreckte die Evangelikalen der Gedanke an einen Anschluss an die Kirche, die über Jahrhunderte Andersdenkende auf das Grausamste verfolgt hat. Um so verwunderlicher war es deshalb, dass bedeutende Vertreter der Evangelikalen in den letzten Jahren näher und näher zur Römischen Kirche rückten. Wen erstaunte es nicht, dass Prof. Peter Beyerhaus, der Vorsitzende der Europäischen Bekennenden Gemeinschaften und mutiger Streiter gegen die Verwässerung des Missionsauftrages durch die Genfer Ökumene, vom Papst in Privataudienz empfangen wurde.

Auch die herzliche Verbindung des Evangelisten Dr. Billy Graham mit dem gegenwärtigen Papst, ist für viele Bibeltreue unverständlich.

Sind es nicht die evangelikalen Christen, die sich traditionell in besonders Weise dem Wort GOTTES, dem Gebet und der Mission verpflichtet sehen? Ihre geistlichen Wurzeln liegen in Erweckungen der Vergangenheit oder missionarischen Aufbrüchen der Gegenwart. Der Begriff „evangelikal“ kommt aus dem angelsächsischen Sprachraum. In Deutschland ist der Begriff breit gefächert. Kaum eine der darunter eingeordneten Gruppen wird sich als hundertprozentig evangelikal einstufen. Zu stark sind Ressentiments gegen andere, die auch evangelikal genannt werden. Andererseits beansprucht man in fast all diesen Gemeinden und Bewegungen die Bezeichnung evangelikal, wenn es zweckmäßig erscheint. Zeitweise hatte es den Anschein, dass die Evangelikalen die Gegenspieler der Ökumeniker seien. Diese Einschätzung war von Anfang an, auch im Blick auf Deutschland, unzutreffend. Die allgemein zu den Evangelikalen gezählten deutschen Baptisten, Mennoniten und Methodisten gehörten zu den Gründungsmitgliedern des ACK und waren von Anfang in den ökumenischen Prozess einbezogen. In Deutschland rechnet man die protestantischen Gruppen, Bewegungen und Persönlichkeiten, die sich im weitesten Sinn zur Basis der Evangelischen Allianz bekennen, zu den Evangelikalen. Die größte evangelikale Bewegung Deutschlands bildet die pietistische Gemeinschaftsbewegung, die sich mit ihren Verbänden und Einrichtungen größtenteils zum Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband e.V. hält.

Weltweit haben sich die Evangelikalen vielfältige Strukturen geschaffen. Besonders wichtig ist die weltweite Evangelische Allianz (World Evangelical Fellowship / WEF) und das Lausanner Komitee für Weltevangelisation. Waren die Evangelikalen anfänglich der Ökumene gegenüber äußerst zurückhaltend, so haben sie sich mittlerweile mit den Nationalen Christenräten (in Deutschland der ACK) und anderen ökumenischen Aktivitäten arrangiert. Der ÖRK hat Gaststatus beim evangelikalen Lausanner Komitee für Weltevangelisation. Evangelikale werden vom ÖRK konsultiert und akzeptiert. Über die persönliche Schiene hinaus, wird an einem Netz freundschaftlicher Beziehung, zwischen Evangelischer Allianz und Katholischer Kirche, geknüpft. Als Vertreter der weltweiten Evangelischen Allianz waren Pastor Johan Candelin (Kokkala/Finnland), Direktor der WEF-Kommission für Religionsfreiheit, und der Ökumeneexperte George Vandervelden (Toronto/Kanada) am 7. Mai 2000 bei der Märtyrergedenkfeier des Papstes im Kolosseum in Rom. Beim anschließenden Mittagessen dankte der Papst der WEF für ihr Engagement in Fragen der Religionsfreiheit. Candelin schlug dem Vatikan die Einrichtung eines runden Tisches der Konfessionen zur Frage der Verfolgung von Christen vor.

Die Evangelikalen stehen längst im Dienst der Weltkirche. Auf dem Weg zur Weltökumene fehlt eigentlich nur noch die katholisch/evangelische Volleinheit mit gemeinsamen Abendmahl. Das aber wird nur geschehen, wenn die Protestanten den Papst als Kirchenoberhaupt anerkennen. Bisher schien das in weite Ferne gerückt. Doch seitdem der eigentliche Anlass der lutherischen Kirchenspaltung durch die „Gemeinsame Erklärung“ vom 31.10.1999 in Augsburg scheinbar aufgehoben ist, ist eine Rückkehr der Protestanten unter die Fittiche des Papstes nur noch eine Frage der Zeit. Der Papst sagte, die „Gemeinsame Erklärung“ sei ein „Meilenstein auf dem nicht leichten Weg der Wiederherstellung der vollen Einheit unter den Christen“, man sei der Überwindung der Kirchenspaltung „sehr nahe“. Eine katholisch/protestantische Kirche unter dem Papst wünschte sich schon Visser`t´Hooft, der erste Generalsekretär des Weltkirchenrates. Seither wird immer stärker nach dem Papst als Sprecher aller Christen gerufen. Besonders einflussreiche Protestanten machen dafür stark. Im Jahre 2002 will die Evangelische Allianz und der Vatikan eine gemeinsame Erklärung veröffentlichen, und 2003 findet der erste katholisch/evangelische Kirchentag statt. Von den Evangelikalen, die sich mit der katholischen Kirche ohnehin mehr verbunden fühlen, als mit der evangelischen (Beyerhaus), wird das Annehmen der päpstlichen Führung schon längst ins Auge gefasst und durch zahlreiche Übertritte prominenter Protestanten zur Rom-Kirche noch beschleunigt (Karin Struck, Christa Meves, Prof. Horst Bückle, Dr. Siegfried Ernst, Ernst Jünger u. a.). Auch die vermehrten Pilgerfahrten der Pietisten nach Rom sind in diesem Licht zu sehen (z. B. die Papstaudienz der Deutschen Zeltmission und des Gnadauer Verbandes).  (Quelle: Glaubensnachrichten, Juni 2001).

Seltsame Genossen

Am 31. Januar 1994 unterzeichnete der chinesische Premierminister Li Peng die Gesetzestexte 144 („Verwaltungsvorschriften für die religiösen Aktivitäten von Ausländern innerhalb der Grenzen Chinas“) und 145 („Verwaltung von Orten religiösen Brauchtums“). Wie die bedeutende Hong Konger Zeitung Wen Wei Po zugab, ist das Ziel dieser Vorschriften die Verhinderung des „Proselyten-Machens“ durch Ausländer. Die chinesische Regierung erkannte die Gefahr für den Kommunismus, wenn man Evangelikalen gestattet, CHRISTI Befehl zu gehorchen und jedem Menschen auf Erden das Evangelium zu verkünden. (Bericht in: The Voice of Martyrs, Juni 1994, S. 6 (P.O. Box 443, Bartlesville, OK 74005).

In der aufstrebenden ökumenischen Bewegung stellt das hiermit vergleichbare, aber freiwillige Verbot des „Proselyten-Machens“ ein Schlüsselelement dar. Billy Grahams Weltmission ’95 umfasst eine solche Zusage seitens der beteiligen Kirchen. Die Anweisungen für Frankreich bei der Teilnahme an dieser weltweit von Satelliten übertragenen Evangelisationsveranstaltung beispielsweise sind eindeutig:

Alle Denominationen (Katholiken, Orthodoxe usw.) müssen benachrichtigt werden, und zwischen allen muss gegenseitige Kooperation herrschen … ungeachtet der theologischen Differenzen“ – und es darf absolut kein interkirchliches Abwerben geben.  (Bulletin d’information #1, November-Dezember 1993, Mission-Mondiale ’95 Frankreich, BP 3017, 16, Impasse Bourdelle, 34500 Beziers, Frankreich.)

Ironischerweise befindet sich der französische Stützpunkt der Mission in Beziers, der Stadt, die Papst Innozenz III., unter Verlust von 60.000 Menschenleben und als „krönende Errungenschaft“ seines Pontifikats zerstörte.

Auf erstaunlichste Art und Weise trat dieser Kompromiss des „Antiproselytismus“ seitens der Evangelikalen entgegen CHRISTI Befehl, das Evangelium der ganzen Schöpfung zu verkünden (Markus 16,15), im Bundesstaat Colorado zutage. In den letzten Jahren erlebte die Stadt Colorado Springs den Zustrom zahlreicher evangelikaler Organisationen, die dort ihre Zelte aufschlugen. Die evangelikale Jugend gewann ihre katholischen und jüdischen Schulkameraden für CHRISTUS, was Beschwerden der katholischen und jüdischen Verantwortlichen nach sich zog. Um wieder Frieden herzustellen, unterzeichneten die evangelikalen Führungspersönlichkeiten, darunter James Dobson, die Leiter der „Navigators“ Terry Taylor und des „Young Life” Terry P. McGonigal sowie die örtlichen evangelikalen Pastoren, ein „Abkommen der gegenseitigen Rücksichtnahme“, zusammen mit dem örtlichen katholischen Bischof, jüdischen Rabbinern und anderen. Das Abkommen selbst wurde am 22. April 1993 in der Zeitung von Colorado Springs Gazette Telegraph unter dem Titel „Eine Botschaft an die Bewohner von Colorado Springs“ abgedruckt. Seine Unterzeichner anerkannten darin das „jüdisch-christliche Erbe” als allen Glaubens- richtungen gemein, und versicherten, lieber „in einem Geist des guten Willens und der gegenseitigen Rücksichtnahme voneinander zu lernen“, als zu evangelisieren. Eine katholische Zeitung berichtete triumphierend: „Die Evangelisationsbestrebungen einiger Gemeinschaften schufen eine Atmosphäre der Feindseligkeit“, sagte Bischof Richard Hanifen von der Diözese Colorado Springs. Etwa vor einem Jahr stellten sowohl der Rabbiner Howard Hirsch vom „Tempel Shalom“ als auch Bischof Hanifen fest, dass in den Schulen jüdische und katholische Jugendliche von Schülern anderen Glaubens evangelisiert werden.

Auch Terry McGonigal, Leiter der Jugendorganisation Young Life, stimmte zu, dass in den Schulen andere christliche Jugendliche ebenfalls evangelisiert werden … Um Unstimmigkeiten aus dem Weg zu gehen und die Verständigung zu fördern, fingen die Verantwortlichen der kirchlichen Gemeinschaften und Organisationen an, sich inoffiziell zu treffen und die Situation zu besprechen … Zum ersten Treffen am 26. Juni 1992 erschienen die Jugendleiter und diskutierten, ob die evangelistischen Bestrebungen ein Problem darstellen, was sich dann als zutreffend herausstellte … Bischof Hanifen sagte, er hoffe darauf, dass diese Gruppen sich in Zukunft Gedanken machen und den Wert der verschiedenen Glaubensrichtungen und deren Sichtweise der Schrift einsehen.

Anstatt zu versuchen, sich gegenseitig zu überzeugen, auf welche Weise sich Streitfragen klären lassen, hoffen wir die Vorgänge zu verstehen, wie wir Streitfragen beilegen können“, sagte er. „Ich denke, mit Gottes Hilfe wird dies den zukünftigen Weg für die Entwicklung unserer unterschiedlichen Traditionen bereiten, und das ist für Colorado Springs sehr gut. (The Catholic Herald, 2. Juni 1993, S. 3, 12).

ProChrist und sein Verständnis

Im Blick auf die Verquickung von ProChrist mit ökumenischen Bestrebungen, zerreißt es manchen Bibeltreuen das Herz. Es ist nicht zu bestreiten, dass durch diese Satelliten-Evangelisationen eine große Zahl von Menschen GOTTES Wort gehört haben. Auch ist die Verkündigung, bei aller Kritik an Einzelheiten und Formen, doch weitgehend christozentrisch. Tatsächlich haben Menschen unter der Verkündigung von Billy Graham und Ulrich Parzany zum lebendigen Glauben gefunden. Das ist ein Grund, GOTT von Herzen zu danken:

Lukas 15, 7
Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen

Die ProChrist-Aktionen tragen jedoch in Deutschland eindeutig ökumenischen Charakter. Vom evangelikalen Pro-Christ-Komitee wird den Verantwortlichen vor Ort empfohlen, wenn ein Katholik sich während der Veranstaltung bekehrt oder Seelsorge sucht, ihn an seine katholische Kirchengemeinde zu vermitteln. Ohne sich dessen bewusst zu sein, kommt man hier den Vorgaben des Proselytendekrets von 1961 sehr nahe. Dieses Dekret wurde vom ACK, zu dem auch die Katholische Kirche gehört, übernommen. Unter solchen romfreundlichen Voraussetzungen beteiligen sich auch katholische Priester an den Aktivitäten von ProChrist. Die ökumenische Zusammenarbeit ist allerdings je nach örtlicher Lage verschieden. Auch wenn sich manche Pietisten und Freikirchler gegen den Gedanken sträuben: Spätestens seit ProChrist 93 mit Billy Graham sind solche Veranstaltungen im evangelikalen Bereich Bestandteil des ökumenischen Prozesses.

Natürlich segeln die Evangelikalen noch nicht unter ökumenischer Flagge, aber die Strömung hat sie erfasst und gewinnt Einfluss auf ihre Arbeit. Das bedeutet nicht, dass solche Veranstaltungen in jedem Fall ungeistlich sind. Aber die Tür zur Ökumene wurde entriegelt. Alte Vorurteile wurden über Bord geworfen und dem neugewonnenen Missionspartner Katholische Kirche damit Tür und Tor geöffnet. Die Tür der Vereinnahmung der Evangelikalen durch die Katholische Kirche und das Tor der Verbrüderung mit den Pfingstlern ist durch ProChrist weit aufgemacht worden. Vielen missionarisch gesonnenen Christen wurde vorgegaukelt, dass es nicht so sehr um die Klarheit der Lehre, sondern vielmehr um die „Entscheidung“ gehe.

Damit wurde katholische „Reevangelisierung“ (Rückführung zu den Sakramenten Roms) mit biblischer Bekehrungspredigt auf eine Ebene gebracht. Selbst bei den Allianzgebetswochen wirken katholische Geistliche mit.

Dies zeigt doch, daß all das schöne Reden über Gott und die Welt nur der Ökumenisierung der Gläubigen diente. Schon in der Vorbereitungs- phase kam es zu einer gigantischen Kooperation aller Kirchen und Freikirchen. All diese monströsen Veranstaltungen wie ProChrist oder die Bill Hybels-Show sollen nur dazu dienen, das Christentum zu Humanismus, Pluralismus und Weltoffenheit zu erziehen, um es rechtzeitig gesellschaftsfähig zu machen für den kommenden Weltstaat, in den ein biblisches Christentum mit seinem Festhalten an der Lehre der Apostel nicht hineinpaßt, sondern ein erheblicher Störfaktor sein würde.

Es ist aufschlussreich, wenn man sich die Träger und Kuratoren der Pro Christ 2000-Veranstaltung ansieht:

  • Graf Alexnder zu Castell-Castell, Mitglied im Rotary-Club von Halle/Saale
  • Heinrich Herrmanns, Landesbischof und Mitglied im Rotary-Club von Bückeburg
  • Prof. Dr. Wolfgang Huber, Landesbischof, Mitglied im Rotary-Club von Berlin-Spandau
  • Hartmut Perschau, Bürgermeister der Stadt Bremen, Mitlied im Lions-Club von Hamburg
  • Henning Röhl, Direktor des MDR-Fernsehens, Mitglied im Rotary-Club von Leipzig-Zentrum
  • Erwin Teufel, Ministerpräsident von Baden- Württemberg, Mitglied im Rotary-Club von Tuttlingen

(Quelle: GN 05/2000).

Auch außerhalb von ProChrist wird es zunehmend ökumenischer. Vor Ort beteiligen sich Freikirchen und Landeskirchliche Gemeinschaften an ökumenischen Bibelwochen, Gottesdiensten usw. Auch theologisch hat dies Konsequenzen. Die Evangelische Allianz begrüßt regelmäßig päpstliche Äußerungen zu Lebensrechtsfragen. Der Präses des Gnadauer Verbandes, Pfarrer Christoph Morgner, stellte sich im Frühjahr 1998 demonstrativ hinter die gemeinsame Erklärung von Lutheranern und Katholiken zur Rechtfertigungslehre. Konnte man bis in die 70er Jahre bei der Ökumene in Deutschland mehr von einer Veranstaltung auf Kirchenleiter-Ebene sprechen, die kaum etwas mit der Praxis vor Ort zu tun hatte, so ist dies seit 1980 anders. 1980 fand das so genannte Missionarische Jahr statt. Gemeinsame missionarische Veranstaltungen von Gruppen und Organisationen der Evangelischen Allianz und der katholischen Kreise führten zusammen. Seither hat sich die Zahl der örtlichen ACK-Gruppen auf über 1000 ausgeweitet. In allen Bundesländern ist der ACK heute auf regionaler Ebene organisiert. Einen weiteren Höhepunkt bildete das Jahr 1992. Es wurde zum „Jahr der Bibel“ ausgerufen und war von vielfältigen gemeinsamen Veranstaltungen und Aktivitäten weit über die Konfessionsgrenzen hinaus geprägt. Für 2003 ist ein weiteres „Jahr der Bibel“ auf ökumenischer Ebene vorgesehen.

Liebenzeller Mission, St. Chrischona und Tabor

Die Liebenzeller Mission hat einen Vertrag mit der Middlesex Universität in London unterschrieben, der es ihnen ermöglicht, den international anerkannten „B.A. in Theologie“ zu verleihen (eine Art Dr. Theol.). Der Preis dafür: sie müssen ihre Studenten auf die Charta der Londoner Universität verpflichten, in der es heißt:

Verpflichtung gegenüber der Chancengleichheit ungeachtet von Alter, Farbe….Rasse, Religion, sexueller Orientierung…..

Dieselbe Verpflichtung haben auch die theologischen Seminare St. Chrischona und Marburg (Tabor) unterschrieben. Das bedeutet also, dass die Liebenzeller, Marburger und St. Chrischona ab jetzt Menschen ungeachtet ihrer Religion und sexueller Orientierung zulassen oder sie zumindest an der Universität als gleichberechtigt anerkennen müssen (GN 05/2000).

Die Rolle des römischen Weihbischofs Eisenbach

Eine besondere Rolle im Annäherungsprozess zwischen Katholischer Kirche und Evangelikalen spielt der Mainzer Weihbischof Eisenbach, der sich besonders im Rahmen der Evangelischen Allianz betätigt. Aber auch bei den großen Nürnberger Charismatiker-Treffen war der katholische Kirchenfürst anzutreffen. Eisenbach ist Stellvertreter des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Josef Kardinal Lehmann. Gerade die charismatischen Gruppen innerhalb und außerhalb der Evangelischen Kirchen betätigen sich als Vorreiter der Evangelisch Katholischen Ökumene.

Geistliche Kriegsführung

Durch charismatische Gruppen wurden auch in Deutschland die sogenannten „Jesusmärsche“ populär. Sie gehören in deren Terminologie zur so genannten Geistlichen Kriegführung, wie sie seit der so genannten dritten Welle in extrem pfingstlerischen und charismatischen Kreisen beheimatet ist. Durch Proklamationen auf bestimmten Territorien dieser Erde werden diese Orte angeblich der Wirksamkeit dämonischer Wesen entzogen und der Herrschaft Gottes unterworfen. Die Katholische Kirche praktiziert Ähnliches in Wallfahrten, Weihen und Exerzitien. Standen die pietistisch geprägten Evangelikalen solchen Märschen bisher zurückhaltend gegenüber, gibt es jetzt eine Vereinbarung zwischen den Veranstaltern des Jesusmarsches und Vertretern der Allianz. Im Jahr 2000 fand erstmalig ein Jesusmarsch statt, an dem Pietisten, Freikirchler, Pfingstler, evangelische und katholische Charismatiker teilnahmen. Dass die so genannten Evangelikalen der ökumenischen Bewegung ablehnend gegenüberstanden, dürfte geschichtlich klar sein. Nach der Weltmissionskonferenz in Bangkok 1973 kam es weltweit zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen Evangelikalen und Ökumenikern. In Deutschland wurde die Frankfurter Erklärung zur Grundlagenkrise der Mission, als theologische Antwort der Evangelikalen auf die antimissionarischen Auswüchse der Ökumene verfasst. In Lausanne kam 1974 die 1. Evangelikale Missionstagung auf Billy Grahams Initiative zusammen. In Deutschland schlossen sich die Evangelikalen Missionen, die mehr als ¾ der deutschen Missionare vertreten, zur Konferenz evangelikaler Missionen zusammen. Allerdings war die antiökumenische Front nie ganz geschlossen. Die Methodisten scherten schon lange aus dem Kreis aus. Die Baptisten und Freien evangelischen Gemeinden hielten sich, aufgrund ihrer Verbindung zu ACK, zurück. Seit dem Tod von Pfarrer Kurt Heimbucher 1988 hört man auch vom Gnadauer Verband keine kritische Äußerung gegenüber der Ökumene mehr.250 Sagte Präses Heimbucher noch, das der Dachverband der pietistischen Landes- kirchlichen Gemeinschaften „geistliche Opposition in der Kirche ist“, so vertrat sein Nachfolger, Pfarrer Dr. Morgner, die Ansicht, dass der Verband, „die Mitte der Kirche“ sei. Kein Wunder, wenn andere Gnadauer Repräsentanten das gesamte ökumenische Vokabular nutzen und sich nur noch als „Teil der (evangelischen) Kirche“, die vollständig zur Ökumene gehört und in deren Mitte Entartungen wie Feministische Theologie und homosexuelle Lebensform gefördert werden, verstehen. Es hat den Eindruck, als ob der gesamte evangelikale Bereich der Ökumene gegenüber aufgeschlossen sei.

Im evangelikal-charismatischen Bereich

Nicht nur proökumenische Tendenzen, im Blick auf Anpassung und Zusammenarbeit mit der Römischen Kirche, sondern auch der Trend zum ökumenischen Vereinigungsweg zwischen Protestanten mit unterschiedlicher geistlicher Erkenntnis wirken sich im evangelikalen Lager aus. Die Deutsche Evangelische Allianz gab 1996 gemeinsam mit den führenden Pfingstlern im BFP (Bund der freikirchlichen Pfingstgemeinden) eine Erklärung heraus. Seither ist die Mitwirkung von Pfingstlern in allen evangelikalen Bereichen möglich. Der Charismatiker Dr. Roland Werner wurde im Januar 1998 Referent von „Jesus House“, einer deutschlandweiten Jugend-Satellitenmission. Im Jahr 1996 leitete er das „Christival“ in Dresden, bei dem charismatische Gruppen deutlich den Ton angaben. Zwischenzeitlich ist er 1. Vorsitzender von Christival 2002, dass unter seiner Leitung vom 2.-6. Oktober 2002 in Kassel stattfinden soll. Beim Bundesposaunenfest am 27. Juni 1999 in Mannheim war erstmalig mit ihm ein Charismatiker Hauptredner einer Großveranstaltung des Gnadauer Verbandes. Nach gleichem Muster ging es auch beim Jesus-Marsch 2000 weiter. Peter Strauch, der Präses der Freien evangelischen Gemeinden, hob wohlwollend hervor, dass die Zusammen- arbeit von Evangelikalen und Charismatikern auch in Zeitschriften, wie „Family“ oder „Aufatmen“, deutlich wird.

Eine Vorstellung zukünftiger Entwicklungen gab die Großveranstaltung Explo97. Die Veranstaltung in Basel lief dominiert von Charismatikern und unter Beteiligung prominenter Katholiken ab. Durch die volle Integration der Pfingst- und charismatischen Bewegung ist der Prozess der Ökumenisierung der Evangelikalen in Deutschland erheblich vorangekommen. Denn die charismatische Bewegung hat vom Anfang an aufs engste mit der römischen Kirche zusammen gearbeitet. Katholische Charismatiker behaupten, Papst Johannes XXIII. habe auf dem Sterbebett diese Bewegung angekündigt. Kardinal Suenens, langjähriger Schirmherr der katholisch-charismatischen Bewegung schrieb 1975 sein ökumenisches Buch „Ein neues Pfingsten“, und stellte darin die geistliche Verbindung von katholischer Kirche, charismatischer Bewegung und ökumenischem Prozess her.

Der meist beklatschte Referent des gemeinsamen Kongresses Charismatischer Bewegungen vom 13.-16. Mai 1999 war der italienische Franziskanerpater Raniero Cantalamessa. Pater Raniero ist katholischer Theologieprofessor und wird seiner häufigen Auftritte im Vatikan wegen als „Prediger des Papstes“ bezeichnet. Unwidersprochen erklärte er, dass Luthers Rechtfertigungslehre nicht mehr kirchentrennend sei. Zwar vertrete die katholische Kirche noch immer, dass zur Rechtfertigung Werke gehören, diese Werke seien aber „Haltungen, die den Geboten gemäß seien“.

Eine treibende Kraft der ökumenischen Bewegung sind dabei verschiedene protestantische und ökumenische Kommunitäten. Es scheint heutigen Ökumenikern bereits um Einheit der Einheit wegen zu gehen. So meinte der protestantische Prior der Bruderschaft von Taizé, Roger Schütz: „Um den Termin der Einheit vorzuverlegen, müssen wir die christliche Gemeinschaft verwirklichen, selbst wenn sie nur provisorisch ist.“ Es ist dabei schon fast peinlich zu beobachten, wie sehr auch Evangelikale darauf erpicht sind, mit der römischen Kirche „Abendmahlsgemeinschaft“ aufzunehmen.

Den Reformatoren galt die Messe als Götzendienst. Heute setzt man alles daran, um sie gemeinsam mit den Dienern Roms feiern zu dürfen.

Im evangelikal-katholischen Bereich

Obwohl die Evangelikalen immer betonten, dass Glaubensleben nicht durch Organisationen, sondern durch persönliche Lebensgemeinschaft mit Jesus entsteht, haben sie sich doch oft und gern mit kirchlichen Organisationen verbunden. Es gab und gibt enge Verflechtungen zu liberalen protestantischen Kirchen. Und in der Zeit der allgemein akzeptierten Ökumene entstehen solche Verbindungen auch zur Katholischen Kirche. Da die Römische Kirche das Thema Evangelisation in den letzten 20 Jahren bewusst aufgegriffen hat, fiel solche Kontaktaufnahme leichter als in früheren Zeiten.

Roms Programm „Evangelisation 2000“ hat zu engen Verbindungen mit dem evangelikal geprägten Evangelisationsmodell „A.D. 2000“ geführt. Da die Evangelikalen in Deutschland die theologische Disziplin der Unterscheidungslehre (Apologetik) immer mehr vernachlässigt haben, gehen sie bereits der Worthülse Evangelisation auf dem Leim. Oder wissen sie nicht, dass Katholische Evangelisation weit von dem entfernt ist, was missionarische Evangelikale charismatischer und pietistischer Prägung immer darunter verstanden. Im gemeinsamen Papier der Evangelikalen und Katholiken der USA von 1994 wurde dies auch ausgesprochen, als es hieß:

Im Zusammenhang mit Evangelisation und Reevangelisation begegnen wir einen Hauptunterschied in unserem Verständnis zwischen der Beziehung von Taufe und neuer Geburt in Christus. Für Katholiken gilt, dass alle rechtmäßig Getauften wiedergeboren und wirklich – wie unvollkommen auch immer – in Gemeinschaft mit Christus sind.

Trotz all seiner Verdienste um die Evangelisation muss man Billy Graham im Blick auf die Annäherung von Evangelikalen und Katholiken eine Hauptschuld geben. Dr. Richard Pierard, der Präsident der Evangelical Theological Society, bezeichnete Billy Graham sogar als die „treibende Kraft zur Förderung der Ökumene unter den Evangelikalen“. Außerdem hat die gegenwärtig zunehmende ethische Verwahrlosung der Evangelischen Kirche und der Gesellschaft und die dazu scheinbar im Widerspruch stehende Konsequenz des Papstes, unerwartete Sympathien von Evangelikalen gegenüber der römisch-katholischen Kirche entstehen lassen. Besonders über die Stellung des Papstes zur Abtreibung gibt es unter Evangelikalen wachsende Zustimmung für Rom. Die bekannte Kinderpsychologin und früher führende Evangelikale Christa Meves trat schon Anfang der 90er Jahre zur römischen Kirche über. 1997 konvertierte Dr. Siegfried Ernst aus Ulm, ein führender protestantischer Abtreibungsgegner und einer der letzten Streiter der Bekennenden Kirche aus dem 3. Reich zur Römischen Kirche. Er bekam sehr bald eine Privataudienz beim Papst. Immer öfter treten Katholiken bei pietistischen Veranstaltungen auf. Besonders Anselm Grün wird als hervorragender Seelsorgespezialist bis in pietistische Kreise geschätzt. Gebetsformen, wie das Stunden- gebet, finden im evangelikalen Bereich Zuspruch. War bisher der Ruf zur Entscheidung in die Nachfolge Jesu und die biblisch tiefschürfende Verkündigung Schwerpunkt der Evangelikalen Bewegung, so rückt seit einigen Jahren, der von den Charismatikern übernommene so genannte Lobpreis in den Mittelpunkt. Dabei wird unter Anbetung das gebetsmühlenartig wiederholende Singen von Ein- und Zweizeilern verstanden. Die Philosophie und Praxis des katholischen Rosenkranzes ist davon nicht weit entfernt. Hin und wieder wird Gebet mit musikalischer Hintergrundausmalung, zur Erzeugung einer geistlichen (mystischen) Stimmung, verwendet. Statt durchs Wort Gottes in die Gegenwart Jesu zu führen, wird eine Atmosphäre geschaffen, wie sie im katholischen Bereich durch die Liturgie und im Pfingstlerischen teilweise durch aufgeheizte Stimmung erzeugt wurde.

Auch der Genfer Ökumene kritisch gegenüber stehende Theologen, sind vor dem römischen Virus nicht ganz gefeit. Prof. Peter Beyerhaus bekannte sich 1998 öffentlich, nach dem Offenbarwerden seiner heimlichen Bischofsweihe zur in der römischen Tradition beheimateten apostolischen Sukzession. Allerdings hat er die Weihe nicht von der katholischen Kirche, sondern von lutherischen Amtsträgern, die dieser römischen Lehre anhängen, empfangen. In Kanada erklärte der dortige Vorsitzende der Evangelischen Allianz Gary Walsh (Toronto), nach einem Besuch bei der katholischen Kirchenleitung in Toronto, dass die kanadische Allianz Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit mit der Katholischen Kirche prüfe.

Ökumenische Aktivitäten von evangelischen Kommunitäten

Noch stärker als die Charismatische Bewegung spielen die nach dem 2. Weltkrieg entstandenen Evangelischen Kommunitäten eine Rolle im ökumenischen Prozess. Viele dieser Bruder- und Schwesternschaften verstehen sich als geistliche Oasen in einer innerlich vertrockneten Welt. Einige haben gute und wichtige Dienste übernommen. Allerdings waren diese, oft etwas verinnerlichten Gemeinschaften den Gedanken der Charismatischen Bewegung von Anfang an sehr aufgeschlossen. Auch prägte sie die Rückbesinnung auf ähnliche altkirchliche oder katholische Ordensgemeinschaften, mit denen die Kommunitäten sich verbunden wussten. Einige Kommunitäten und ihre geistlichen Leiter verstehen ihre Aufgabe als Kämpfer für eine geistlich und organisatorisch geeinte Christenheit. Manche greifen Kritiker der ökumenischen Bewegung an und unterstellen ihnen Sektengeist. Die Zeitschrift der Bruderschaft von Taizé erklärte:

Es gibt noch Christen, die sich aus Radikalismus und Fanatismus weigern, in diese ökumenische Bewegung einzutreten, die immer stärker auf die Kirchen übergreift, auf die katholische wie auf die anderen. Darin ist heutzutage die Irrlehre erkenntlich … Hindert uns der Sektengeist, der ökumenischen Bewegung entschlossen beizutreten, dann fallen wir in die Sünde der Häresie. Die neue ökumenische Orientierung nach Rom hin macht es jedem Christen zur Pflicht, ihr beizutreten, denn die Nichtbeteiligung an dieser Bewegung konstituiert die heutige Sünde.

Es scheint so, dass sich wegen der geistlichen Dürre in den evangelischen Kirchen, manche Christen nach der starken religiösen Führungspersönlichkeit sehnen. Rom hat eine solche Persönlichkeit aufzuweisen: den „Papst“. 1999 schrieben Vertreter von 15 deutschsprachigen evangelischen Kommunitäten und Vereinigungen, unter anderem die Jesus-Bruderschaft Gnadental, die Michaelsbruderschaft, die Christusbruderschaft Selbitz und die Kommunität „Steh auf“ an den Papst. Sie erläuterten, dass mit der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre das Haupthindernis zur Anerkennung des Papstsamtes beseitigt sei. Sie akzeptierten den Papst, würden ihn aber mehr als eine Art Sprecher der geeinten Christenheit sehen. In der Antwort des päpstlichen Rates für die Einheit der Christen erklärte Bischof Pierre Duprey die Bereitschaft des Vatikans zu einem „brüderlichen Dialog über das Petrusamt“. Dass über ein von unterschiedlichen Traditionen belastetes Thema konstruktiv diskutiert werde, sei ein „verheißungsvolles Zeichen für die Zukunft der Ökumene“ erklärte der Sprecher der Gruppe, die den Brief an den Papst gerichtet hatte, der evangelische Theologieprofessor Christoph Schmidt-Lauber. Er meint, das Schreiben beweise „katholische Beweglichkeit“.  (Wagner, Rainer: Alle in einem Boot: Ökumene – und der Preis der Einheit,  1. Auflage, Bielefeld (CLV) 2000, S. 115 – 127)

Die Ökumene und die Charismatiker

Zur gleichen Zeit, da Rom sich über die Evangelisierung von Katholiken beschwert, beteiligt es sich merkwürdigerweise am größten Evangelisationsprogramm der Geschichte. Das Programm „Evangelisation 2000“ wird vom Vatikan durch Fr. Tom Forrest geleitet, auf den wir bereits eingegangen sind. Er organisierte weltweite Einkehrtage für Priester, die im September 1990 im Vatikan stattfanden und dort das Jahrzehnt der Evangelisation einläuteten. Forrest sagte interessanterweise,

das erklärte Ziel der Einkehrtage ist die Evangelisation der Priester”. Etwa 1.000 der 6.000 teilnehmenden Priester antworteten auf den Aufruf, „Christus als Heiland anzunehmen und mit dem Heiligen Geist erfüllt zu sein“. (Calvary Contender, 1. Januar 1991; siehe auch Charisma, Dezember 1990).

Wozu sollte ein solcher Aufruf nötig sein, insbesondere für Priester, wenn Katholiken doch errettet sind? Und wie konnten diese 1.000 wirklich im biblischen Sinne „Christus als Heiland“ annehmen, ohne dabei den größten Teil des Katholizismus zu verleugnen, der ihnen für die Ewigkeit indoktriniert worden ist? Tom Forrest selbst, der immer noch römisch- katholischer Priester ist und die Messe zelebriert, der an ein Fegefeuer und Ablässe glaubt und nicht wagt zu behaupten, er sei auf ewig errettet, zeigt hierdurch, dass er das biblische Evangelium niemals angenommen hat. Doch die Evangelikalen sehen in ihm einen Partner zur Verkündigung des Evangeliums. Forrest ist Charismatiker. Gewissen Persönlichkeiten der charismatischen Bewegung ist ein großer Teil der Verantwortung für die wachsende Partnerschaft mit Katholiken zuzuschreiben. Die Charismatiker waren die ersten, die protestantisch-katholische Konferenzen veranstalteten und sich gegenseitig als Christen anerkannten. Zur Zeit reden in Amerika etwa 10 Millionen und weltweit 72 Millionen Katholiken in 163 Ländern „in Zungen“. (New Covenant, Januar 1993, S. 8-9).

Diese angebliche Fähigkeit wurde von anderen Charismatikern als Beweis dafür angesehen, dass Katholiken tatsächlich wiedergeboren sind. Die dieser Erfahrung zugemessene Bedeutung bringt es fertig, dass selbst die drastischsten Unterschiede in der Lehre ignoriert werden. Die charismatische Bewegung ist zur wichtigsten Brücke nach Rom geworden. Dass dort ein falscher „Heiliger Geist“ am Werk ist, liegt auf der Hand. Eine der ersten prophetischen Äußerungen in der katholisch-charismatischen Bewegung (die Mitte der 60er Jahre an den Universitäten Duquesne und Notre Dame ihren Anfang nahm) war, dass das, „was Maria in Fatima verheißen hat, wirklich eintreten wird“. (Edward D. O’Connor, C.S.S., The Pentecostal Movement in the Catholic Church (Ave Maria Press, 1971), S. 58). Doch die Erscheinungen von „Maria“ in Fatima waren dämonischer Art, wie wir in den folgenden zwei Kapiteln noch sehen werden. Viele Katholiken empfingen spontan die „Gabe der Zungen“, als sie zu Maria beteten. „Tom N. machte diese Erfahrung, als er sein Rosenkranzgebet beendete … Schwester M. empfing die Gabe, als sie im stillen Gebet zur Seligen Jungfrau kniete.“ (Ebd., S. 128). Bei den meisten Katholiken wirkte sich ihre „Geistestaufe“ hauptsächlich in einer gesteigerten Hingabe an Maria und größerem Eifer für die häretischen Dogmen des Katholizismus aus. (Ebd., z.B. S. 166-167). Der Geist, der diese Irrlehren bestätigt, wird auch den Antichristen bestätigen.

Vom 2. – 4. März 1990 veranstaltete Robert Schuller in seiner Kristallkathedrale die katholisch-charismatisch gesponserten „6. Jährliche Westküstenkonferenz über den Heiligen Geist“. Die Mehrheit des Publikums waren Katholiken, so wie auch etwa die Hälfte der Redner. Das überwältigende katholische Publikum war hocherfreut, als es Schuller erklären hörte:

Als ich den Traum von dieser Kathedrale hatte, wollte ich sie nicht ohne den Segen des Heiligen Vaters bauen. Und so reiste ich nach Rom und traf mich mit dem Papst … Ich nahm eine Zeichnung von der Kathedrale mit und erzählte ihm, daß ich sie bauen und um seine Segensgebete dafür bitten wollte. Natürlich machte man ein Foto von uns, und das hängt jetzt bei mir im zwölften Stock … Dann, am 30. Jahrestag meines hiesigen Dienstes, erhielt ich das allerschönste farbenprächtige Foto vom Heiligen Vater, wie er meinem heiligen Dienst seinen apostolischen Segen erteilt, versehen mit einer wunderbaren handschriftlichen Botschaft … (Von einer Tonbandaufzeichnung vom „Praise the Lord“-Programm (TBN), 7. März 1990 – eine Übertragung der Zeremonie, (Schuller, Crouch und Hayford zusammen auf dem Band).

Die biblische Prophetie erfüllt sich vor unseren Augen. CHRISTUS warnte, dass das unmittelbare Bevorstehen seiner Wiederkunft, bei der er seine Braut in den Himmel führen wird, von religiösem Betrug angekündigt wird, wie ihn die Welt bis dahin noch nicht gesehen hat (Matthäus 24,4.5.11.24). Dieser wird so schlimm sein, dass selbst die Auserwählten Gefahr laufen, verführt zu werden. Männer, die überhaupt keine Christen sind, werden als Christenführer angenommen und vollbringen sogar Zeichen und Wunder (Matthäus 7,22.23). Paulus warnte vor derselben Verführung und gab zu verstehen, daß sie die entscheidende Vorbereitung für den Antichristen sein wird (2. Thessalonicher 2,3.4), eine Vorbereitung, die heute offensichtlich auf vollen Touren läuft.

Zur Verteidigung seiner Unterzeichnung der historischen Erklärung Evangelikale und Katholiken zusammen frohlockte ein führender Baptist, sie werde letztlich auf eine Anerkennung der Evangelikalen als legitime religiöse Gruppierung seitens der Katholiken hinauslaufen. Die Reformatoren hätten sich durch eine solche „Anerkennung“ wohl kaum geschmeichelt gefühlt. Außerdem hat Rom diesen Status seit langem allen Religionen zugebilligt. Vor fast 30 Jahren hatte Papst Paul VI. gesagt:

Die Kirche gibt ihren Söhnen und Töchtern diese Ermahnung: Anerkennt, bewahrt und fördert die geistlichen und moralischen Güter, die bei den Anhängern anderer Religionen gefunden werden, in umsichtiger und liebender Weise, durch Dialog und Zusammenarbeit mit diesen Völkern, und zum Zeugnis des christlichen Glaubens und Lebens. (Papst Paul VI., Nostra Aetate, 2, Parag. 6).

Das ist der römische Katholizismus, ein „Christentum“, das sich der Partnerschaft mit allen religiösen Richtungen und Praktiken von selbst anpassen kann. Das Fundament für die Welteinheitsreligion mit ihrem Sitz in Rom ist gelegt. (Hunt, Dave: Die Frau und das Tier, 2. Auflage., Bielefeld (CLV) 1997, S. 401 ff.)

Die Ökumene und die Sekten

Auch die bisher klassischen Sekten wie Zeugen Jehovas und Neuapostolische drängen in die Ökumene.

Die Zeugen Jehovas stellten den Antrag auf den Status als Körperschaft des öffentlichen Rechtes (KdöR). Bisher wurde ihnen der Status allerdings noch nicht gewährt und das Gerichtsverfahren, das sie deswegen angestrengt haben, ist im er noch in der Revision. Nun kam durch eine von der UNO veröffentlichte Liste der Nichtregierungsorganisationen (NGO) heraus, dass auch die Zeugen Jehovas dazu gehören, d. h. sie sind mit der UNO verbunden. Das ist ein starkes Stück. Während sie ihren Wachtturm-Verkäufern einimpfen, daß die UNO antichristlich sei, ist die Führung der WTG seit 1991 Mitglied der NGO der UNO geworden. Nach Bekanntwerden der Mitgliedschaft kam es zu Austritten und heftigen Protesten wütender Zeugen Jehovas. Der WTG blieb dann nichts anderes übrig, als sich vorerst wieder von der UNO zu verabschieden.

Auch die Neuapostolischen liegen im selben Trend: Vor den einfachen Gläubigen sind sie ökumenekritisch, aber die Gemeindeführer buhlen um die Gunst der Ökumene. Während Stammaposel Walter Schmidt im Jahre 1963 die Ökumene noch strikt ablehnte, hat der heutige Stammapostel Richard Fehr, 1999 die Projektgruppe „Ökumene“ gegründet, die eine Mitgliedschaft in der Ökumene (zunächst ACK) vorbereiten soll (Glaubensnachrichten,  Februar 2002).

Die Weltweite Kirche Gottes (Armstrong) erlebte wieder einmal eine Spaltung. Von der Weltweiten Kirche Gottes (WKG) spaltete sich eine „Vereinte Kirche Gottes“ (VKG) ab, die am Sabbat und den ursprünglichen Armstrong-Lehren weitgehend festhält. Die WKG nennt ihr Magazin nicht mehr „Klar & Wahr“, sondern „Nachfolge“. Dafür nennt die VKG ihr Magazin „Gute Nachrichten“. Lehrmäßig ist die WKG von ihrer bisherigen alttestamentlichen Ausrichtung mit Feiern des Sabbat und des jüdischen Festkalenders abgerückt. Das Ziel der WKG ist klar: Die Organisation (in der Rechtsform einer Stiftung privates Rechts) strebt nach ökumenischer Anerkennung. Eine moderne Freikirche wollen sie werden. Erreicht haben sie bereits die Mitgliedschaft in der Evangelischen Allianz auf Ortsebene und die Gastmitgliedschaft in der ACK. (Glaubensnachrichten 05/2000; eMail vom 27.05.2003 der WKG (Administration & Public Relations).

Die widergöttliche Ökumene der Religionen

Mit dem Ziel eines Welteinheitsstaates und unter dem Deckmantel des Toleranzgedankens verbindet sich das Ziel einer Welt-Einheitsreligion mit eine Welt-Einheitskirche, sei es auch notfalls mit dem Gedanken der „Einheit in der Vielfalt“. Selbst dieser letzte Gedanke, der die Wirklichkeit mehr respektiert, bedeutete die Relativierung CHRISTI und damit die des biblischen Glaubens.

Als erster Schritt wird der Weg des „Dialogs“ beschritten. Wir hören dann vom „Dialog mit Israel“, „Dialog mit den Religionen“ usw.

Der nächste Schritt ist die sich ausbreitende Praxis, gemeinsame gottesdienstliche Akte mit Vertretern diverser Religionen zu halten, zumindest gemeinsam zu beten, all dieses unter Verleugnung der Tatsache, dass die Götter und selbst der sog. Gott der andern nicht mit dem GOTT der Bibel identisch sind, auch nichts mit ihm tun zu haben.  Daß gläubigen Anhänger der Religionen auch in aller Verirrung – durch GOTTES Gnade – Züge des wahren GOTTES erkennen können, und dass GOTT auch sie gerecht und barmherzig richten wird, ist etwas anderes. Auf diesem Wege der „Verbrüderung“ der Religionen, unter Verachtung des Vaters, sieht man sowohl den Weltkirchenrat als auch den Vatikan. Emsig hierbei sind auch zumindest Teile der (pseudo-)charismatischen Bewegung. Führend in dieser Bewegung und zugleich für eine Ökumene der Religionen (dafür mit dem Templeton-Preis belohnt) ist Kardinal Suenens. Ein aktives Zeichen dafür, dass man nicht nur die Verwischung der Konfessionsgrenzen will, sondern auch die der Religionen.

Auch auf unterer Ebene halten Angehörige christlicher Kirchen Gemeinschaft mit Sekten und Religionen, selbst mit okkulten Kreisen. So arbeiten in der Berliner Stadtökumene die üblichen Kirchen und Freikirchen sogar mit Mormonen, Anthroposophen, Neuapostolischen, Adventisten, Christl. Wissenschaft, mit einer Spiritistenloge (Johannische Kirche), mit der Buddhistischen Gesellschaft, der Islamischen Gemeinde und Zarathustra-Gemeinde zusammen.

Die Ökumene und die zukünftige neue Weltordnung

Die weltweite Wiedererstehung des Römischen Reichs unter dem Antichristen wird offenbar von einer Wiederbelebung seiner Religion begleitet sein, die, wie wir gesehen haben, in einem Heidentum besteht, das unter einem dünnen Anstrich christlicher Terminologie überlebt hat. Es ist schließlich als römischer Katholizismus bekannt geworden. Statuen von Fruchtbarkeitsgöttinnen wurden in Maria umbenannt. Von den römischen Kaisern fertigte man Bildnisse an, und wer sich weigerte, sich vor diesen niederzuwerfen und den Kaiser als Gott anzubeten, wurde getötet. Als Nachfolger der römischen Kaiser ließen auch die Päpste all jene umbringen, die ihnen und ihrer Religion die Untertänigkeit verweigerten. Das ist unbestreitbare Geschichte, von der die Bibel sagt, daß sie sich unter dem Antichristen wiederholen wird:

Offenbarung 13, 14.15
(Es wurde befohlen) dem Tier (dem Antichristen) … ein Bild zu machen … (und) das Bild des Tieres … bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten

Der Antichrist wird m. E. nicht ein Papst sein, jedoch wird ein Papst seine rechte Hand sein, der falsche Prophet aus Offenbarung 13,11-17; 19,20 und 20,10. Wenn der Papst zur Zeit irgendwo auftritt, kann man jedoch eine ihm entgegengebrachte Verehrung beobachten, die der gleichkommt, die die Welt dem Antichristen zollen wird, wenn sie ihn als Gott anbetet. Betrachten wir dazu einmal folgenden Augenzeugenbericht vom 1993er Weltjugendtag in Denver. Die Pilger, die gefastet und die gut 20 Kilometer zum Cherry Creek Park zu Fuß zurückgelegt hatten, um bei der Nachtwache vor „Unserer Lieben Frau vom Neuen Advent“ dabei zu sein, erwarteten am nächsten Morgen die Rückkehr des Papstes. Was dann geschah, war für die wenigen anwesenden Christen erschreckend: Plötzlich wurde die Musik vom Schwirren des weißen Hubschraubers übertönt. „Es ist der Papst! Papa!“ … rief die hysterische Menge … Die Menschen drängen sich nach vorn. Einige halten Rosenkränze in ihren Händen … und schreien … [andere] jubeln … das Orchester hebt zur Abba Ojcze Fanfare an, die Begrüßungsmusik des Papstes. Der Lärm der Menge wird ohrenbetäubend, als auf der Plattform die schmächtige Gestalt Papst Johannes Pauls II. erscheint … und der Menge zulächelt und -winkt. Es ist faszinierend zu beobachten, wie sehr die Leute diesen Mann verehren … In seiner Gegenwart verlieren die Menschen ihre üblichen Hemmungen. Sie sind seiner hochkalibrigen „Spiritualität” ausgeliefert. Er lächelt mit gutmütigen Augen, umarmt und küsst, wen er gerade erreichen kann … In seiner weißen Tracht besteigt Johannes Paul II. die Stufen zu seinem Stuhl, einem thronartigen Gebilde aus Eichenholz. Noch einmal winkt er den stehenden Pilgern zu, dann steigt er hinauf und setzt sich … Die Musik spielt sanft weiter, als ein Jugendlicher vom Internationalen Jugendforum von der Vorbühne verliest: Ich sah eine große Volksmenge, die niemand zählen konnte, aus jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen vor dem Thron und vor dem Lamm stehen, bekleidet mit weißen Gewändern und Palmen in ihren Händen. Und sie rufen mit lauter Stimme und sagen: Das Heil unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm! Die Bedeutung dieser besonderen Schriftstelle in diesem Zusammenhang … schlug bei den Protestanten Alarm und versetzte sie in Furcht und Schrecken. Die Verse stammen aus Offenbarung 7,9-10 und stellen den Blick auf CHRISTUS und Seinen Thron im Himmel dar.

Die große Volksmenge, die niemand zählen konnte ist die wahre Kirche, die Gemeinde, die Braut … Im Cherry Park sitzt jedoch der Papst auf einem Thron vor Jugendlichen aus vielen Nationen und Sprachen. Sie jubeln ihm zu, als diese Schriftstelle vorgelesen wird. Gibt der Papst sich einschmeichelnd als Christus auf seinem Thron und die Jugendlichen zu seinen Füßen als seine Schafe aus …? … Die Arroganz ist überwältigend, obgleich Johannes Paul einen demütigen Eindruck vermittelt. Wer sich mit der Bibel nicht auskennt und auch die Bedeutung der polnischen Hymne nicht kennt, sieht und merkt nichts von dieser Arroganz. Er sieht und fühlt Liebe. Papst Johannes Paul II. hat offenbar einen Geist von gewaltiger verführerischer Kraft“ … Er lässt sich Abba/Vater nennen und sitzt dabei in weißen Gewändern auf einem Thron … In ihren nationalen Trachten gekleidete Jugendliche, die jeden Kontinent repräsentieren, kommen mit ihren Nationalflaggen nach vorn. Sie betreten die Mittelstufen und plazieren ihre Flaggen auf dem Podium, buchstäblich zu den Füßen Johannes Pauls.“ (Hayes: Trumpet, Oktober 1993, a.a.O).

Das alte Spiel beginnt von vorn

Die heidnischen Römer, die den Kaiser anbeteten, waren geistig nicht eingeschränkt. Sie hatten viele Götter und tolerierten ein breites Glaubensspektrum. Die Christen verfolgte man nicht aufgrund ihres Glaubens an JESUS CHRISTUS, sondern weil sie an ihn allein glaubten und neben dem GOTT der Bibel keine anderen Götter akzeptierten. Der Katholizismus toleriert in ähnlicher Weise jede Religion und gestattet seinen Mitgliedern, von Yoga bis Voodoo alles zu praktizieren, solange sie nur in der Kirche bleiben. Sowohl die öffentliche Meinung als auch die Gesetzgebung unterstützen die gleiche Haltung.

In Kanada und den Vereinigten Staaten (und anderswo) stellt man „Hassgesetze“ auf, die Äußerungen, jemand läge mit seiner Religion oder seinen Moralvorstellungen falsch, zu einem Verbrechen erklären. So wird es auch wohl bald gesetzeswidrig sein, wenn man sagt, Homosexualität sei Sünde oder irgendeine Religion sei falsch. Der von den USA und vielen anderen Ländern unterzeichnete „Völkermord- Vertrag“ (ist zwar noch nicht in Kraft getreten). macht es bereits zu einem Verbrechen, zu jemanden zu sagen, sein religiöser Glaube sei falsch, und zu versuchen, andere zu dem zu bekehren, was man selbst als die Wahrheit ansieht.

Komischerweise behauptet der römische Katholizismus einerseits, er sei die eine wahre Kirche, während er andererseits, wie wir gesehen haben, gleichzeitig allen Religionen beipflichtet. Auch in diesem Punkt weist sich der Vatikan in einzigartiger Weise als die Frau auf dem Tier aus Offenbarung 17 aus. Wir haben Johannes Pauls II. Gutheißung aller Religionen gesehen, wie auch seine Behauptung, alle Götter seien dasselbe, während er gleichzeitig die fundamentalistischen Christen verurteilt.

Sein Freund und Bewunderer, der Fernsehevangelist Robert Schuller, stellt aus angeblich evangelikaler Sicht ähnliche Ideen vor: Die Weise, auf die man „die gute Religion von der schlechten unterscheidet“, habe man zu prüfen, ob sie „positiv“ ist. Schuller fordert die

religiösen Führungspersönlichkeiten auf … in einem massiven, vereinten Bestreben aller Religionsführer … ungeachtet ihrer Theologie … ihren Glauben in positiven Begriffen auszudrücken … um die positive Macht von Weltgemeinschaftsaufbauenden religiösen Werten zu proklamieren. (Orange County Register, 25. April 1993, Editorial, L01).

„Weltgemeinschaftsaufbauende religiöse Werte“,  die für alle Religionen akzeptabel sind? Der Antichrist persönlich könnte diese zweideutige Redeweise nicht besser bringen! Doch Schuller wird von führenden Evangelikalen empfohlen und erfreut sich jeden Sonntagmorgen des größten Publikums von allen Fernsehevangelisten. Schullers freundschaftliches Verhältnis zum Katholizismus und sein Eintreten für das „Heimkommen“ der Protestanten wurde bereits ausführlich dargelegt (z.B. Tidings, 20. Oktober 1989; Los Angeles Herald Examiner,  19. September 1987, Rubrik „Religion“).

Die bevorstehende Welteinheitsreligion wird auf eine heimtückische, nicht offensichtliche Weise eine antichristliche sein. Sie wird sich, wie Hitlers Nationalsozialismus, als positives Christentum ausgeben und für die ganze Welt unwiderstehlich attraktiv sein. Wie so vieles von dem, was wir bereits jetzt selbst in evangelikalen Kreisen finden, wird sie eine Verdrehung des Christentums in Christi Namen darstellen. Die Marienerscheinungen und die anerkannteste katholische Evangelistin, Mutter Theresa von Kalkutta, fordern beide in gleicher Weise zur Annahme aller Religionen auf. Dabei wagt niemand, Mutter Theresa zu kritisieren, weil sie für ihren herausragenden selbstaufopfernden Dienst der Nächstenliebe bekannt ist. Der weltweite Ruhm Mutter Theresas von Kalkutta hat dem Katholizismus zu Anerkennung auch bei den Protestanten verholfen, die ihr aufopferungsvolles Leben der Nächstenliebe zurecht bewundern. Rom nennt sie „einen der größten Evangelisten der Welt”. (New Evangelization 2000, Erstausgabe, Juli-August 1987, S. 15). Doch ihre „Evangeliumsverkündigung” führt niemanden zu CHRISTUS, sondern ermuntert zum Vertrauen auf einen beliebigen Gott, an den man gerade glaubt (Desmond Doig, Mother Teresa: Her People and Her Work (Harper and Row, 1976), S. 156):

Sie brachten einen Mann zu uns, dessen halber Körper weggefressen war. Überall krochen Würmer an ihm herum … Ich ging und wusch ihn, und … er fragte: „Wieso machst du dir die Mühe und tust das?“ „Ich habe dich lieb …“, sagte ich. „Für mich bist du Jesus, der in seiner elenden Verkleidung zu mir kommt … Ich habe nur die Freude, dich zu lieben und Jesus in dir zu lieben”. Was sagte dann dieser Hindu zu mir? Er sprach: „Ehre sei Jesus Christus“ … Er erkannte, daß er geliebt wurde. (New Evangelization 2000, Ausgabe 9, S. 11-12).

Aber diesem Hindu wurde das wunderbarste Zeugnis davon, daß er geliebt wurde, verschwiegen: dass dieser JESUS CHRISTUS, der GOTT ist, Mensch wurde, um für die Sünden auch dieses Hindus zu sterben und damit die von GOTTES Gerechtigkeit eingeforderte Schuld zu bezahlen, so daß er Vergebung und ewiges Leben als kostenloses Geschenk der Gnade GOTTES erlangen könnte. Im biblischen Sinne dieses Begriffs wurde ihm das Evangelium überhaupt nicht verkündet. Er blieb mit all seinem Aberglauben und falschen Glaubensüberzeugungen weiterhin Hindu zurückgelassen, um ohne CHRISTUS in seinen Sünden zu sterben, ein Hindu, der „geliebt“ wurde, aber nicht genug geliebt von „einem der größten Evangelisten der Welt“, dass er erfahren hätte, was ihn vor der Hölle bewahren kann! Das ist also die neue „Evangeliumsverkündigung“ des Katholizismus, der beabsichtigt, die Welt bis zum Jahr 2000 zu „bekehren“. „Ich liebe alle Religionen“, sagt Mutter Theresa – eine Vorstellung, die haargenau auf die zukünftige Welteinheitsreligion zutrifft (Time, 4. Dezember 1989, S. 12; Masterpiece, Winter 1988, S. 6).

Der Vatikan und die neue Weltordnung

Die neue Welteinheitsreligion wird alle Glaubensrichtungen gleicherweise tolerieren, sofern sie nur bereit sind, sich in der wohltätigen Rettung der Menschheit miteinander zu vereinen. Christen, die nicht zu Kompromissen bereit sind, wird man töten, weil sie der Einheit und dem Frieden im Wege stehen. David Koresh war ein falscher Messias, aber das Blutbad von Waco verdeutlicht, wie einfach der Antichrist die Vernichtung von jedem rechtfertigen könnte, der von der Welteinheitsreligion abweicht. US-Präsident Clinton sagte:

Ich hoffe sehr, daß andere, die zur Mitgliedschaft in einer Sekte verführt werden und sich mit Menschen wie [David] Koresh einlassen, sich von den grauenhaften Szenen, die sie gesehen haben [von der Opferung der Davidianer in ihrem Berg-Karmel-Gelände in der Nähe des texanischen Ortes Waco], dadurch abschrecken lassen … Leider ist weltweit ein Aufwärtstrend dieser Art von Fanatismus zu verzeichnen. Und womöglich müssen wir wieder dagegen einschreiten. (Bill Clinton, US-Präsident, 20. April 1993, bei einer Pressekonferenz, The New American, 6. September 1993, S. 24).

Es ist beinahe beängstigend, dass der Präsident der Vereinigten Staaten das Massaker von Waco als eine von den religiösen Fanatikern verdiente „Gerechtigkeit“ kommentiert. Im Gegensatz dazu pflegen die Regierungen die Zusammenarbeit mit dem römischen Katholizismus. Das war nicht nur in vergangenen Jahrhunderten so, sondern genau so gut auch heute noch. Johannes Pauls II. Beziehungen zu Reagan, Bush, Gorbatschow, Arafat und anderen sind wohlbekannt. Seine Bereitschaft zur Ignoranz von Ungerechtigkeit zwecks Aufrechterhaltung solcher Beziehungen zeigte sich bereits zu Beginn seines Pontifikats. Er besuchte Argentiniens „drei-Mann-Junta, weigerte sich [aber], den Verwandten von etwa 20.000 vom Militär Entführten und ‚Vermissten‘ eine Audienz zu gewähren“. (National Catholic Reporter, 19. Juni 1992, S. 4).

Ein Grund für die zunächst enge Partnerschaft des Antichristen mit dem Vatikan liegt in der Wichtigkeit, die jedes Land der Erde dem guten Verhältnis mit „der umfassendsten internationalen Organisation außerhalb der USA“ zumisst (Our Sundy Visitor, 24. Januar 1993, S. 2).

Der US-Botschafter im Vatikan Raymond Flynn sagte:

Die Beziehungen des Vatikans zu den Vereinigten Staaten sind außerordentlich wichtig … es liegt im nationalen Interesse der USA, intensive diplomatische Beziehungen zum Vatikan zu haben. (Inside the Vatican, Oktober 193, S. 41).

Für Präsident Clinton war das Treffen mit dem Papst in Denver von äußerster Wichtigkeit. Zur Vorbereitung traf er sich mehrmals mit Botschafter Flynn, und Flynn setzte sich mit ihm im Präsidentenflugzeug zur weiteren Beratschlagung ab. Es war noch kein Jahr vergangen, als Clinton sich auf den Weg nach Rom machte und sich mit dem Papst im Vatikan traf. Die ganze Welt erkennt die Wichtigkeit dieser Beziehung (und gleiches gilt für den Antichristen): Von Rom bis Washington sprechen die geopolitischen Analytiker von einer „neuen Allianz“ zwischen der größten Militärmacht der Welt, der USA, und dem größten geistlichen Führer der Welt, dem Papst. (Ebd., S.37). Diese Allianz wird schon bald zwischen dem Weltherrscher und dem Vatikan bestehen. Die Frau wird in der Tat das Tier reiten und steuern, so wesentlich wird ihre Rolle sein. Der Antichrist wird sich darüber im klaren sein, dass ohne religiösen Frieden kein politischer Frieden herrschen kann. Es kann kein globaler Friede sein, bis nicht alle Religionen bereit sind, sich einander als Partner in der Zusammenarbeit auf globale Ziele hin anzunehmen – und aus den von uns dargelegten Gründen wird der Papst für die Aufrichtung der totalen Ökumene unabkömmlich sein.

Robert Müller, Katholik, ehemaliger stellvertretender UNO-Generalsekretär und Direktor der Friedensuniversität, sagte:

Was wir brauchen, ist eine Welt- oder kosmische Spiritualität … Ich hoffe darauf, daß sich die Religionsführer zusammentun und die kosmischen Gesetze definieren, die in allen Religionen gleichermaßen enthalten sind … Wir müssen ebenfalls hoffen, dass der Papst vor dem Jahr 2000 zur UNO kommt, stellvertretend für alle Religionen und spirituellen Richtungen dieses Planeten spricht und der Welt die religiöse Sicht dafür verleiht, wie das dritte Jahrtausend zu einem spirituellen Jahrtausend wird … (World Goodwill Newsletter, 1989, Nr. 4, S. 1, 3).

Wenn sich die religiösen und politischen Führer schließlich zur Verwirklichung der gleichen Ziele vereinen, dann ist das Reich des Antichristen gekommen. Diese Situation bestand (in unvollkommener Einheit) in der Vergangenheit bereits über 1000 Jahre lang unter der Vorherrschaft des Vatikans. Und so wird es auch wieder sein, dieses Mal jedoch mit der schrecklichen totalen Kontrolle, die nur durch die heutigen Computer und Spionagesatelliten durchführbar ist. (Hunt, Dave: Die Frau und das Tier, 2. Auflage, (CLV) Bielefeld 1997, S. 437 ff.).

Der biblische Befund über den Zustand  der Gemeinde vor JESU  Wiederkunft

Wie wir in unseren biblischen Betrachtungen feststellten, wird der Zustand des Reiches GOTTES am Ende der Zeiten ein zwar äußerlich stabiles und großes, aber innerlich ein trauriges Bild abgeben (Laodicea). JESUS sagte, es werde aus kleinen Samen (dem ersten Jüngerkreis) einen gewaltigen Baum wachsen lassen. Selbst nicht dazugehörige Vögel werden in seinen Zweigen nisten und von ihm profitieren.

Lukas 13, 19
Es gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und in seinen Garten säte; und es wuchs und wurde ein Baum, und die Vögel des Himmels wohnten in seinen Zweigen

Gleichzeitig macht JESUS aber auch deutlich, dass es in den letzten Tagen auf der Welt wenig Glauben geben wird:

Lukas 18, 8
Ich sage euch: „Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze. Doch wenn der Menschensohn kommen wird, meinst du, er werde Glauben finden auf Erden?

Die wirkliche Gemeinde wird nicht wie eine herrschende und schön geschmückte Königin, sondern wie eine arme Witwe dastehen. Sie wird GOTT um Rettung aus den beängstigenden Verhältnissen und von den sie bedrückenden Feinden bitten:

Lukas 18, 3
Es war aber eine Witwe in derselben Stadt, die kam zu ihm und sprach: Schaffe mir Recht gegen meinen Widersacher!

(Wagner, Rainer: Alle in einem Boot: Ökumene – und der Preis der Einheit,  1. Auflage, Bielefeld (CLV) 2000, S. 137 ff.)

Einige ökumenische Praktiken

Während die ökumenische Bewegung bei der Kirche Roms zunächst auf deutliche Ablehnung und sogar Verurteilung stieß, besteht seit dem Pontifikat Johannes XXIII. (1958 – 1963) eine zunehmende Zusammenarbeit zwischen dem ÖRdK und dem Vatikan. Die röm.-kath. ökumenischen Bestrebungen, deren Grundzüge während des 2. Vaticanums im Erlass über den „Ökumenismus“ 1964 formuliert und veröffentlicht wurden, arbeiten auf einen Kirchenbund hin, der ein päpstliches Primat (= päpstliche Vorrangstellung) beibehält und auf ein sakramentales Amtspriestertum gegründet ist. Als Weg dahin empfiehlt der  Ökumenismus die praktische Zusammenarbeit und den ökumenischen Dialog mit allen von Rom unabhängigen Kirchen. Zuständig dafür ist das „Sekretariat für die Einigung der Christen“ (1960 gegründet, damals unter Leitung von Kardinal Augustin Bea (18881 – 1968), einem Jesuiten), das mit der ökumenischen Bewegung zusammenarbeitet.

Ökumenismus im Sinne der röm.-kath. Kirche bedeutet u. a. die Verwirklichung der Einheit der Kirche in der „einen und einzigen Kirche Christi“, die in der römisch-katholischen Kirche ihre „konkrete Existenzform“ hat (Konstitution „De Ecclesia“), unter Aufnahme ekklesialer Elemente und geistlicher Güter nichtrömischer Kirchen.

Das eigentliche Problem des Ökumenismus besteht darin, dass der Kirchenbegriff in den einzelnen Konfessionen unterschiedlich ist. Dem unterschiedlichen Kirchenbegriff steht der Anspruch der röm.-kath. Kirche, die alleinseligmachende zu sein, entgegen („alleinseligmachend“ bezeichnet sich die Papstkirche in der fälschlichen Überzeugung, dass allein sie den Auftrag erhalten habe, allen Menschen das Heil zu vermitteln, „außerhalb der Kirche ist kein Heil“), wobei dieser Anspruch noch durch den jurisdiktionellen Primat und den Lehrprimat des Papstes verschärft wird. Seit 1965 gibt es die „gemeinsame Arbeitsgruppe“, 1968 kam der Ausschuss (gebildet von der päpstlichen Kommission „Iustitia et Pax“ und dem ÖRdK) für Gesellschaft (engl.: Society), Entwicklung (engl.: Development) und Frieden (lat.: PAX) hinzu, bekannt als „SODEPAX“ (Abkürzung aus obigen Großbuchstaben). Dieser Ausschuss fördert die Zusammenarbeit mit allen (!) Religionen und Völkern hinsichtlich sozialer Gerechtigkeit, Entwicklung und Frieden.

Ein stärker werdendes ökumenisches Bewusstsein zeigt sich insbesondere in der kirchlichen Praxis, z. B. In den heute weit verbreiteten ökumenischen Gottesdiensten und in der seit 1970 kirchenrechtlich bestehenden Möglichkeit der ökumenischen Trauung von Mischehen, wobei der Pfarrer der jeweils anderen Konfession an der Trauung mitwirkt oder beide Pfarrer gemeinsam die Trauung vornehmen. Nicht zuletzt bezeugt der erste ökumenische Kirchentag in Berlin (2003), dass das ökumenische Bewusstsein immer stärker wird.

In der programmatischen Rede nach seiner Wahl 1978 versprach Johannes Paul II., Beschlüsse einzusetzen. Diese betrifft also auch den Ökumenismus! Sowohl unkontrollierte Neuerungen als auch die Ablehnung der bereits beschlossenen Reformen seien zu missbilligen. Im November 1979 unterzeichneten in Istanbul der orthodoxe ökumenische Patriarch  Dimitrios I. Und Johannes Paul II. eine Erklärung bzgl. des theologischen Dialogs, der die „volle Einheit zwischen römisch-kath. Kirche und orthodoxer Kirche“ zum Ziel hat. Etwa ein Jahr später (November 1980) traf der Papst bei seiner Westdeutschlandreise mit der evangelischen Kirchenleitung zusammen. Beide Seiten wollen den Weg zueinander fortsetzen; dazu solle die Errichtung einer gemeinsamen theologischen Kommission beitragen.

Bei der 6. Vollversammlung des ÖRdK (1983, Vancouver, Kanada) trafen 847 Delegierte der 304 Mitgliedkirchen und weitere 362 offizielle Besucher (Berater, Beobachter,…) Aus ca. 100 Ländern zusammen. Bei dieser großen Versammlung verteilte man sich auf 65 Arbeitsgruppen. 1997 gehörten 332 Mitgliedkirchen dem ÖRdK an. Publikationen des ÖRdK in englischer Sprache: „Ecumenical News International” (wöchentlich); „One World” (monatlich); „Ecumenical Review” (vierteljährlich).

Die röm.-kath. Kirche gehört dem ÖRdK nicht (!) an, unterhält aber eine ständige gemeinsame Arbeitsgruppe und wird in den Vollversammlungen und Weltkonferenzen des ÖRdK durch offizielle Beobachter vertreten.

Das 1. Von Papst Johannes Paul II. einberufene internationale ökumenische (!) Gebetstreffen fand am 27. Oktober 1986 in Assisi statt. Es wurde um den Frieden für die Welt gebetet. Zu diesem Gebetstreffen waren etwa 200 Gäste aus den verschiedensten Glaubensgemeinschaften gekommen, darunter christliche und nicht-christliche Religionsführer (z. B. Dr. Runcie, Oberhaupt der Anglikaner, Erzbischof Methodios vom ökumenischen Patriarchat Konstantinopel, der Dalai Lama (lamaistischer Buddhismus) sowie weitere Vertreter asiatischer und anderer Religionen. Dort in Assisi wurde der Vorschlag für die Gründung des „International Sacred Literature Trust“ („Internationale Gesellschaft für heilige Literatur“) gemacht, ein Projekt, das 1989 der UNO vorgestellt wurde. Die „heiligen Texte“ aller Religionen de Welt (samt der mündlich überlieferten Traditionen, z. B. der australischen Aborigines, der südamerikanischen Janomami….) Sollen durch neue Standard-Übersetzungen eine gegenseitige Verständigung zwischen den Religionen ermöglichen. Inzwischen gibt es zahlreiche Übersetzungen „heiliger Bücher“ und religiöser Überlieferungen. Das 2. Gebetstreffen der Weltreligionen für den Frieden in Assisi, ebenfalls vom Papst einberufen, fand am 24. Januar 2002 statt. Lies in diesem Zusammenhang bitte Matthäus 10,32-38; 1. Könige 11,1-11; 2. Könige 17,32f.,40f!

An der Tagung des Parlaments für Weltreligionen am 28. August 1993 in Chicago nahmen über 6000 Vertreter unterschiedlicher Glaubenstraditionen (Protestanten, Muslime, Buddhisten, Hindus, Taoisten, Zoroastrier,…) Teil. Die Konferenz dauerte 9 Tage. In den vergangenen Jahren diente die Kathedrale des „St. John the divine“ im Norden von Manhatten, New York, oft als Ort, an dem sich Gläubige verschiedenster Religionen zum Gedankenaustausch und Gebet trafen („The Temple of Understanding“; seit 1960). Es ist bemerkenswert, dass gerade diese Kathedrale nur etwa drei Monate nach dem Terroranschlag vom 11. September 2001 ausbrannte. Sie ist eine der größten Kirchen der Welt, hat mehr als 5000 Plätze und gehört der protestantischen Episkopalkirche. In Assisi wurden interessanterweise gerade solche Kirchen, die interreligiiösen Aktivitäten gedient hatten, von einem Erdbeben geschädigt. Gerichte GOTTES?! Lies bitte Jakobus 4,4; Jeremia 7,3-15!

Für den Christen bedeuten Humanismus und Toleranz nicht , dass er Irrtum, Lüge gegen die Wahrheit gerichtete Handlungen,….verharmlost, sondern für die Wahrheit von GOTT her unerschrocken eintritt, ohne den anderen zu dieser Wahrheit zu zwingen.

Biblische Einheit

Epheser 4, 1-6
So ermahne nun euch ich, Gefangener in dem Herrn, dass ihr wandelt, wie sich’s gebührt eurer Berufung gemäß, darin ihr berufen seid, mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld und vertraget einer den anderen in der Liebe und seid fleißig zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf einerlei Hoffnung eurer Berufung. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater unser aller, der da ist über euch alle und durch euch alle und in euch allen.

Worin besteht die wahre Einigkeit?

Seid fleißig zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. Diese Worte unseres Textes müssen in unserer Zeit häufig herhalten als Losungswort der großen Unionskirchen, d.h. der Kirchen, die sich vereinigt haben, ganz gleich, was sie auch für ganz verschiede Lehren führen. Mit diesem Wort hier, sagt man, sei der Union das apostolische Siegel aufgedrückt. Diese Worte werden daher allen denen zugerufen, die an den großen unionistischen Vereinigungen unserer Zeit nicht teilnehmen wollen. Seid fleißig zu halten die Einigkeit im Geist das sind strafende und richtende Worte für euch, so ruft man uns zu. Aber wie heute so oft die Heilige Schrift entstellt wird, indem man sie nicht genau, so wird auch diese Epheserstelle missverstanden und missbraucht.

Denn was ist die Einigkeit, die man durch diese Union, diese Kirchenunion, herstellen will oder schon hergestellt hat? Es ist das keine andere Einigkeit als eine äußerliche, eine irdische und sichtbare Einigkeit. Obwohl die Christen der verschiedenen Kirchen in ihren Herzen ganz verschieden glauben, verschieden denken und verschieden gesinnt sind, will man eine Einigkeit stiften, die darin besteht, dass sie sich wenigstens Brüder und Schwester nennen, wenn sie es auch meistens im Herzen gar nicht sind. Man will eine Einigkeit stiften, die darin besteht, dass sie gemeinsam einen äußerlichen Gottesdienst halten, dass sie gemeinsam beten, dass sie gemeinsam an einem Altar erscheinen, dass sie gemeinsam eine Gottesdienstordnung und eine Liturgie haben und das sie gemeinsam ihre Kanzeln und Altäre gegenseitig austauschen, also Kanzel und Altargemeinschaft haben, obwohl sie gegenseitig widersprechende Lehren von diesen Kanzeln verkündigen. Wer nun bei dieser rein äußerlichen kirchlichen Vereinigung nicht mitmachen will, den bezeichnet man als einen Feind der christlichen Einigkeit. Und zu dem sagt man: Hast du nicht gelesen, was Paulus im Epheserbrief schreibt: Seid fleißig zu halten die Einigkeit!

Doch der Apostel sagt nicht nur dies, sondern es heißt vielmehr so: Seid fleißig zu halten die Einigkeit im Geist! Nicht die bloße äußerliche Einigkeit ist es also, zu der der Apostel hier ermahnt, sondern die Einigkeit im Geist. Die wirkliche, echte Einigkeit der rechten Christen oder der wahren christlichen Kirche besteht somit in einer innerlichen Einigkeit, in einer unsichtbaren Einigkeit, in einer Herzenseinigkeit, in einer Seelen und Geisteseinigkeit und deshalb fahrt der Apostel gleich fort: Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einerlei Hoffnung eurer Berufung.“ Die wahre Einigkeit der wirklichen Christen besteht also nicht darin, dass sie wie tote Steine zu einem leblosen Haus äußerlich zusammengefügt sind, sondern sie sind als lebendige Glieder zu einem lebendigen Leib geschaffen, der von einem Geist, nämlich vom Heiligen Geist, durchweht und durchströmt wird. Die Einigkeit der Christen besteht also auch darin, dass sie, so verschieden sie in ihrem irdischen Beruf sind, doch alle einen einzigen innerlichen Beruf haben, was den Himmel betrifft, auf den sie alle gleich hoffen, weil er ihnen allen ohne Unterschied gehört. Denn es steht hier von der Berufung. In solcher Einigkeit stand einst die erste christliche Gemeinde in Jerusalem, von der geschrieben steht: Die Menge aber der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Lassen wir uns darum nicht täuschen, wenn z. B. die römische Kirche stolz ihre Einigkeit rühmt, unter der mächtigen, imposanten Leitung ihres sichtbaren Oberhauptes, des Papstes, und wenn sie mit Schadenfreude auf die Uneinigkeit hinweist, die zum Teil unter  den bibeltreuen Christen herrscht. Und lassen wir uns auch nicht tauschen durch die äußere Einigkeit oder die Einigkeit der Kirchenunion, die da heute erreicht worden ist im ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) oder in allen ihm angeschlossenen Unionskirchen und allen interkonfessionellen Zusammenschlüssen. Diese bloß äußerliche Einigkeit ist nicht die Einigkeit, von der die Heilige Schrift redet und wozu sie uns ermahnt. Jede bloße äußerliche Einigkeit ohne Einigkeit des Geistes, ohne die innere Einigkeit, ist die Einigkeit der Leichen auf dem Friedhof. Die sind sich nämlich auch alle einig, dass sie alle tot sind. So sehr sie vor Menschen nach etwas aussieht, so ist doch diese äußerliche Einigkeit vor Gott nichts. Sie ist Schein, ja sie ist ein sicheres Zeichen des geistlichen Todes. Das Wesen der wirklichen Einigkeit der wahren Christen ist also die Einigkeit im Geist. Darin besteht sie. Wir fragen weiter:

Worauf beruht sie? Was ist denn ihr Fundament?

Der Grund auf dem man heute die Einigkeit der Kirche baut und auf dem besonders die Einigkeit der großen Unionskirchen besteht, ist ganz seltsam. Man lasst jeden glauben, was er will, wie er es für richtig hält. Man duldet die verschiedensten Glaubensrichtungen in einer Kirche. Man deckt diese Verschiedenheit mit dem Mantel der Liebe zu. Man kämpft nicht gegen falsche Lehre, sondern schweigt zu offenkundigen Verfälschungen des Wortes Gottes. Zum Beweis, dass das die richtige kirchliche Praxis sei, führt man unter anderem die Worte unseres Textes hier an und sagt eben: „Seid fleißig zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens.“ Das Band des Friedens, so sagt man, sei aber nichts anderes als die Liebe. Auf der Liebe beruhe also die wahre Einigkeit. Das sei der Grund und das Fundament der Einigkeit, die Liebe. Wir sind doch alle Brüder. Aber das ist ein großer Irrtum. Der Apostel sagt ja nicht: „Seid fleißig zu stiften und zu machen die Einigkeit“ sondern: zu halten die Einigkeit), d. h. zu erhalten, zu bewahren die Einigkeit im Geist. Die wahre Einigkeit der Gemeinde kann also durch das Band des Friedens oder der Liebe nicht gemacht werden und kann sich nicht darauf gründen Sie muss ja schon vorher da sein. Sie ist vorgegeben. Wenn sie aber vorgegeben ist und bereits da ist, dann soll sie erhalten und gepflegt werden durch das Band des Friedens und der Liebe. Wir sollen fleißig sein die Einigkeit, die schon da ist in der Kirche zu erhalten und zu bewahren. Die Einigkeit des Geistes ist nämlich ein Geschenk und Werk des Helligen Geistes. Sie gründet sich also nicht auf das Band des Friedens und der Liebe. Aber worauf gründet sie sich denn sonst, wenn wir nach dem Fundament dieser innerlichen Einigkeit fragen? Worauf die wahre Einigkeit wirklich und allein beruht und sich gründet, sagt der Text: ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, Ein Gott und Vater unser aller, der da ist über euch alle, und durch euch alle, und in euch allen. Die wahre Einigkeit der wirklichen Christen beruht also darauf dass sie einen Herrn, nämlich Jesus Christus den Gekreuzigten und Auferstandenen bekennen. Dass sie einen Glauben und nicht zwei in ihrem Herzen haben. Dass sie mit einer Taufe getauft sind, und dass sie eines Gottes und Vaters Kinder sind. Wo dieser Grund gelegt ist, da ruht die Einigkeit auf echtem Grund.

Dieser Grund und dieses Fundament fehlt allerdings, wenn innerhalb dieser Kirchenunion der eine glaubt, Christus ist Gottes Sohn, geboren von der Jungfrau Maria und der andere glaubt, Christus ist nur ein Mensch, mit einem menschlichen Vater. Also man hat in derselben Gemeinde und Kirche zwei Herren. Oder dieses Fundament fehlt, wenn innerhalb dieser Gemeinde und Kirche der eine glaubt, die Heilige Schrift ist Gottes Wort, der andere glaubt sie ist Menschenwort oder ein dritter glaubt sie ist Gottes Wort und Menschenwort. Es sind also da zwei Glauben da in einer Gemeinde und Kirche. Dieser Grund fehlt, wenn in derselben Kirche der eine glaubt, die Taufe ist ein Bad der Wiedergeburt. Sie ist ein wirklich kräftig wirkendes Gnadenmittel. Und wenn der andere aber in derselben Gemeinde glaubt, dass sie zwar eine schöne Feier ist, aber eine bloß leere äußerliche Zeremonie, die gar nichts wirkt, am wenigsten Vergebung der Sünden, Es werden also dort zwei Taufen geglaubt. Dieses Fundament fehlt, wenn der eine glaubt, Gott hat den Menschen geschaffen. Er schuf ihn aus einem Erdenkloß: Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat. Und wenn der andere in derselben Kirche glaubt, der Mensch ist von Gott programmiert, aus dem Tierreich herzukommen und er stammt von den großen Menschenaffen ab. Überall da, wo der eine dies und der andere etwas anderes lehrt und glaubt, und der eine dies bekennt und der andere etwas anderes glaubt, wo nicht ein Glaube und ein Glaubensbekenntnis ist, da fehlt dieser Grund. Da ist jede äußerliche Einigkeit und jeder äußerliche Zusammenschluss von Kirchen verschiedenen Bekenntnisses, weiter nichts als eine falsche Einigkeit, ein Schein der Einigkeit, ein geistlicher Betrug vor Gott: Lug und Trug!

So sehr daher die Apostel auf die wirkliche, innerliche Einigkeit dringen, die auf einem Herrn, auf einem Glauben, auf einer Taufe, auf einem Gott und Vater beruht, so ernst werden von ihnen die Christen gewarnt vor der bloß äußerlichen Einigkeit, einer Einigkeit mit denen, mit denen sie nicht eines Glaubens und eines Bekenntnisses sind. Mit großem Ernst schreibt da z. B. Paulus:

2. Korinther 6
Ich ermahne euch aber, dass ihr aufsehet auf die, die da Zertrennung und Ärgernis anrichten neben der Lehre, die ihr gelernt habt. Und weichet von denselbigen. Weichet von denselbigen! … Gehet aus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr! Sondert euch ab! … Einen ketzerischen Menschen meide, wenn er einmal oder abermals ermahnt ist! … Wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch das Evangelium anders predigen würden, als wir es euch gepredigt haben, der sei verflucht! … Wenn jemand zu euch kommt, und bringet diese Lehre nicht, den nehmet nicht ins Haus auf und grüßet ihn auch nicht! Denn wer ihn grüßet, der macht sich teilhaftig seiner bösen Werke.

Es kann also keine Rede davon sein, dass es von Gott geboten sein sollte mit denen äußerliche Einigkeit zu halten oder einen kirchlichen Zusammenschluss, mit denen man nicht einig ist im Glauben, nicht einig in der Lehre, nicht einig im Bekenntnis. Es ist das im Gegenteil in Gottes Wort ernst verboten. Wie es eben verlesen wurde:

Weichet! Sondert euch ab! Meidet! Grüßet nicht einmal!

Wenn heute bibeltreu Christen  nicht teilnehmen wollen an den großen kirchlichen Vereinigungen unserer Zeit, die alles zusammenbuttern, so geschieht das nicht aus Eigensinn, das geschieht nicht aus Hartnäckigkeit, nicht aus Lieblosigkeit oder Sturheit gegenüber dem Frieden und der Einigkeit, sondern das geschieht aus Liebe zur wahren Einigkeit, die Gott gefallt, die auf einem Glauben und auf einem Bekenntnis beruht. Dort aber, wo der Herr diese echte, innere Einigkeit geschenkt hat, da entsteht nun unsere dritte Frage:

Wodurch wird sie denn erhalten?

Dazu sind von jeher die verschiedensten Vorschläge und Mittel angewandt worden. Die meisten meinen: Ja. das beste Mittel die wahre Einigkeit der Gemeinde zu erhalten, ist doch wohl eine straffe Gemeindeleitung, ein hohes Gemeinderegiment, das alle Streitigkeiten durch seinen letztgültigen Schiedsspruch entscheiden und schlichten muss und dessen Verfügungen und Vorschriften sich jeder unbedingt zu unterwerfen hat. Darauf besteht das ganze Papsttum. Dort sagt man: Wie soll es denn möglich sein, dass die Kircheneinigkeit erhalten bleiben kann, wenn nicht in der Kirche ein höchster Richter da ist, ein Papst mit seinen Konzilien. Wohin das aber mit diesem Mittel geführt hat, dass lehrt die Geschichte der Kirche. Der Papst zu Rom hat seine Einigkeit, wie er sie versteht, ausgebaut. Und die äußere Einigkeit ist auf diese Weise allerdings in dieser Kirche einigermaßen erhalten worden, durch das Band unterwürfiger Bischöfe unter den „unfehlbaren“ Papst. Aber die wahre innere Einigkeit ist durch dieses Mittel verloren gegangen. Und in den christlichen Vereinen („Gemeinden” genannt) herrscht derselbe Trend, nämlich alles zentral zu leiten, zu regieren von einer Zentrale aus. Die Zentrale wird meistens als Bruderschaft, Gemeindebund o. ä. bezeichnet.

Ein ganz anderes Mittel schreibt der Apostel in unserem Text vor: Seid fleißig zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens! Das richtige Mittel ist also nach der Heiligen Schrift das Band des Friedens. Was versteht er darunter? Das ersehen wir aus dem Text. Er sagt: Wandelt, wie sich’s gebührt nach der Berufung, mit der ihr berufen seid! Führt euer Leben so, wie es eurer Berufung würdig ist. Das wird dazu dienen, dass die rechte Einigkeit unter den Christen bewahrt wird. Wir können sie nicht machen. Wir können sie nicht herbeischaffen oder produzieren. Die Einigkeit ist ein Werk und Geschenk des HEILIGEN GEISTES. Aber, das können wir Menschen tun: Wir können sie hindern. Wir können sie stören, ja sogar zerstören. Und das geschieht dann, wenn wir Christen nicht so leben, wie es Gliedern der Gemeinde mit einem HERRN und einem Glauben zukommt. Der Apostel nennt einige Stücke, die zu einem Lebenswandel gehören, wie er Christen gebührt, die zur inneren Einigkeit berufen sind. Er sagt als erstes: Mit aller Demut sollen wir Christen unseren Wandel führen. Demütig sind wir hoffentlich alle vor GOTT. Wir bekennen unsere Sünden und bitten GOTT um Gnade, täglich. Aber der Apostel meint hier die Demut dem Menschen gegenüber. Vor unseren Mitchristen und im Verkehr mit ihnen sollen wir demütig sein. Demut wird unserem Fleisch sehr schwer. Aus Hochmut widerspricht da einer in einer Gemeinde dem anderen, bloß weil er es nicht leiden kann, dass der andere recht haben soll. Solcher Hochmut in der Kirche hat schon so oft den Frieden und die Einigkeit gestört. Da entstehen dann Parteien, Sekten und Spaltungen. Die Kirchengemeinden, die Herzen werden geteilt, die Herzen, die vor her einen Glauben und einen Sinn hatten.

Weiter sagt Paulus: Band des Friedens dazu gehört die Sanftmut. Ein weiteres Stück der christlichen Lebensführung, die zur Erhaltung der Einigkeit dient, ist die Sanftmut. Der natürliche Mensch ist nicht sanftmütig, sondern der ist anspruchsvoll, selbstsüchtig. Er denkt nur an sich. Nachgeben ist nicht seine Art. Aber Sanftmut, d. h. auf die Gefühle des anderen Rücksicht nehmen, für sein Wohlergehen ein Herz haben. Deshalb gerne etwas nachgeben, mal etwas einstecken, nicht gleich aufbrausen, sich durch Kränkungen und Beleidigungen, die man erfahren hat, nicht erbittern lassen. So ist es nach Christi Sinn und Geist. Da wird der Frieden und die Einigkeit nicht gestört, sondern erhalten und gepflegt.

Und dann sagt Paulus weiter: Mit Geduld vertrage einer den anderen in der Liebe. Es kommen ja Sünden vor in einer Gemeinde unter den Christen, sündliche Schwachheiten. Die brauchen noch lange nicht die Einigkeit und den Frieden zu zerstören. Wenn nur die Christen geduldig sind und einander in Liebe ertragen. Man kann solche verschiedenen Schwachen am Bruder übersehen. Manchmal muss man sie allerdings auch strafen und zurechtweisen. Aber die Hauptsache ist, wir tun es in der Liebe, dass der andere merkt, wir wollen ihn nicht richten, sondern retten. Und wenn es nicht gleich gelingt, ihn zurechtzubringen, dann sagt Paulus: Geduld, Geduld, den eigenen Unwillen niederkämpfen, keinen Zank anfangen, den Bruder in Liehe tragen. Die Liebe sucht ja nicht das Ihre, sondern kann viel tragen, viel zugute halten und vergessen. Habt euch herzlich lieb!

So wie der barmherzige Samariter seinen Feind, den Juden, der dort schwer verletzt lag, geliebt und sich um ihn gekümmert hat. Seid fleißig zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens! Wir wissen also jetzt, was das Band des Friedens ist. Wenn Gott die Einigkeit des Geistes geschenkt hat, an einem Ort, in einer Gemeinde, in einer Kirche, aufgrund der Einigkeit des Glaubens und des Bekenntnisses, dann darf nicht einer den anderen richten. Dann darf man untereinander nicht alles auf die Goldwaage legen. Dann darf man sich nicht über den anderen erheben. Dann muss man vielmehr bereit sein, vieles, vieles zu übersehen und viele und verschiedene Schwachheiten und Gebrechen einander nicht anzurechnen, sondern sie zudecken. Dann muss einer dem anderen gerne weichen und dann darf niemand versuchen, sich irgendwie einen Anhang zu verschaffen oder Grüppchen zu bilden. Auf diese Weise wird der köstliche Schatz der wahren Einigkeit bewahrt und erhalten. Freilich vor allem auch wird dieser köstliche Schatz bewahrt durch fleißigen Gebrauch von Wort und Sakrament, durch gründliche Unterweisung und Verkündigung des Wortes Gottes in Gesetz und Evangelium an allen Gliedern der Gemeinde. Denn dadurch allein geschieht auch das Wachstum in der inneren, innerlichen Einigkeit des Geistes.

Wir wollen uns hüten vor falscher Einigkeit und falschem Frieden, einer Einigkeit, die bloß äußerlich ist und die echte, innerliche Einigkeit des Geistes, des Glaubens und des Bekennens sorgsam pflegen, durch gegenseitige Erweisung der Sanftmut, der Demut, der Geduld und der Liebe. Mit einem Wort: Durch das Band des Friedens diese Einigkeit sorgsam pflegen, dann wird der Gott des Friedens mit uns sein. Und wenn endlich dann diese Zeit des Kampfes und des Streites vorüber sein wird, dann werden die treuen Christen einziehen in die Wohnungen des ewigen Friedens, wo kein Kampf und kein Streit unsere Einigkeit mehr stören oder gefährden wird, wo die Christen alle vollkommen eins sein werden mit dem Vater und mit dem Sohn und dem Heiligen Geist und wo sie mit allen Engeln und Vollendeten ihn, den Herrn, mit einem Mund loben und ihm zujubeln werden, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

„Keine Panik auf der Titanic – wir sind neutral!“

Ein schlimmes Zeichen der Zeit ist, dass viele Leiter der verschiedenen christlichen Vereine derart verblendete und vernebelte Augen haben, dass sie ihre Gemeinschaft der Ökumene zuführen. Savonarola (ein Vorläufer Luthers) hat in einer seiner gewaltigen und unbestechlichen Predigten gesagt:

In der Urgemeinde waren die Abendmahlskelche aus Holz und die Hirten aus Gold. Heute sind die Abendmahlskelche aus Gold und die Hirten aus Holz!

Die Gemeindeglieder sind schlimm dran, deren Leiter zu „Holz“ geworden sind.

Was außerdem besonders als traurige Erscheinung gewertet werden muss, ist die beobachtende Neutralität dieser oder jener Gemeinschaften. Sie äußern sich nicht offiziell für, aber auch nicht gegen die Ökumene; sie nehmen eine abwartende Stellung ein. Sie wollen sich nicht exponieren, weil ihnen eine klare Stellung gegen die Ökumene schaden könnte. Diese Haltung ist im besten Sinne Feigheit. Neutralität im christlichen Glauben ist der sichere Nährboden, auf dem die gefährliche und verwerfliche Lauheit gedeiht. Man kann nur dann im Glaubensleben neutral sein, wenn man an den Wurzeln seines Glaubens angefressen ist. Neutralität (oder Liberalität) ist immer der Vorläufer des Abfalls. Liberalität ist eine heute oft gepriesene Tugend. Gerade sie aber besteht in der respektvollen Akzeptanz verschiedenartiger Überzeugungen. Liberalismus ist heutzutage aber zumeist Intoleranz gegen jede Überzeugung, zumeist gegen christliche Glaubensbekenntnisse gerichtet. Sollte zuviel Toleranz wirklich zur Intoleranz führen?

Der Ökumenismus offenbart sich als ein philosophisches Gedankengebäude. Allerdings vermag die Philosophie unsere seelischen Bedürfnisse nicht zu befriedigen. Sie hat immer nur aus der Ebene des Menschen gedacht und versucht, von unserer niederen Denkweise auf das Höhere (Metaphysik) zu schließen oder auch zu verwerfen (Nihilismus, Existenzialismus). Philosophie und ökumenisch deformiertes Religionsverständnis zeichnet sich durch seine Vorläufigkeit aus, da beidem der wahre Ewigkeitsinhalt in der Form des schriftgemäßen Evangeliums entleert ist.

Die schmerzhafte Rückkehr zur Normalität der „conditio humana“ kann nur eine Wende in der „sola scriptura“ erhalten, denn allein in der Heiligen Schrift liegen alle Weisheiten verborgen, die unserem Menschsein erst seinen eigentlichen Wert und Sinn geben. Bei diesem Umdenkungsprozess besitzen die wachen und nüchternen Glaubenschristen eine unschätzbare Aufgabe, der sie sich trotz anders verlaufender Entwicklung nicht entziehen dürfen, weil ihnen das Wächteramt auferlegt ist.

Wer unterscheidet, darf auch der Scheidung nicht ausweichen

Der GEIST GOTTES ermöglicht die Unterscheidung der diversen Geister unserer Zeit. Wer dazu nicht in der Lage oder gar willen ist, muss sich der Rückfrage stellen, ob der GEIST GOTTES überhaupt in ihm wohnt. Wer Das Wort Gottes in der Bibel verfälscht oder sich nicht daran gebunden fühlt, begeht Sünde. Wenn aber Sünde nicht mehr als Sünde, Unrecht nicht mehr als Unrecht, Lüge nicht mehr als Lüge genannt werden darf, dann triumphieren und herrschen die Mächte der Finsternis.

Es ist kein vor der Zeit richten, wenn Sünde aufgedeckt wird. Auch wenn hier einschränkend gesagt werden muss, dass unsere Mittel dabei auf die Bußpredigt beschränkt sind. Wenn der HERR warnt, das Unkraut nicht schon „vor“ der Ernte herausreißen und verbrennen zu wollen, dann bedeutet dies, nicht mit Mitteln der Gewalt und des Zwangs die so notwendige Scheidung herbeiführen zu wollen. Dies entspräche der verbrecherischen Denkweise einer mittelalterlichen Kirche, die mit Mitteln der Gewalt Menschen zu Christen zu machen versuchte. Paulus sagt daher folgendes:

2. Korinther 10, 4
….denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern göttlich mächtig zur Zerstörung von Festungen…..

Die Versündigung Laodizeas beruht ja in der Tatsache, der Scheidung ausgewichen zu sein und den „goldenen Mittelweg” eingeschlagen zu haben. Diese Glaubenslauheit ist bei vielen Christen charakteristisch. Wenn es auf den Punkt des eindeutigen Bekenntnisses ankommt, weicht man aus oder attackiert jene Christen, die geistliches Profil zeigen.

Das Wort GOTTES nimmt eindeutig dazu Stellung:

Offenbarung 18, 4-8
Geht aus ihr hinaus, mein Volk, damit ihr nicht an ihren Sünden teilhabt und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt! Denn ihre Sünden sind aufgehäuft bis zum Himmel, und GOTT hat ihrer Ungerechtigkeit gedacht. Vergeltet ihr, wie auch sie vergolten hat, und verdoppelt es ihr doppelt nach ihren Werken; mischt ihr den Kelch, den sie gemischt hat, doppelt! Wieviel sie sich verherrlicht hat und üppig gewesen ist, soviel Qual und Trauer gebt ihr! Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich sitze als Königin, und Witwe bin ich nicht, und Traurigkeit werde ich nicht sehen. Darum werden ihre Plagen an einem Tag kommen: Tod und Trauer und Hunger, und mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist der HERR, GOTT, Der sie gerichtet hat

Mögen all jene, die Christus und sein Evangelium lieben, in Mitleid und wahrer Einheit zusammenfinden, um so viele wie möglich vor diesem harten Gericht zu retten.

Gibt es eine geistliche Alternative?

Wie ist geistliche Gemeinschaft trotz organisatorischer Trennung möglich? Wie kann solche Gemeinschaft sogar noch vertieft werden und wachsen? Wir haben ein Fundament: Alle wirklichen Christen haben ein und denselben Retter: JESUS CHRISTUS (Apg. 4,12). Sie haben ein und denselben Geist, nämlich GOTTES GEIST (1. Kor. 12,13). Sie gehören zu ein und demselben Reich, dem Reich Gottes, das nicht irdischer Art ist (Röm. 14,17). Sie sind Glieder ein und desselben geistlichen Leibes: CHRISTUS (1. Kor. 6,15). Deshalb haben bibeltreue Christen zu allen Zeiten geistliche Gemeinschaft über die Grenze ihrer Konfession hinweg gehabt. Diese Gemeinschaft wurde und wird in vielen Anfängen geistlich erwecklicher Arbeit sichtbar. Sie führte Gläubige in tiefere Jesusgemeinschaft und weckte Sehnsucht nach geheiligtem Leben. Solche Gemeinschaft legte missionarische und evangelistische Kräfte frei. Zu Beginn der Blankenburger Allianz Konferenz lud Anna von Welingen bewährte Gottesmänner unterschiedlicher Denominationen zu gemeinsamer Vertiefung im Wort ein. Daraus wurde eine Konferenz, von der bis weit ins 20. Jahrhundert Segensströme über Deutschland und darüber hinaus ausgingen. Ähnlich arbeiten Bibelschulen, die, ohne Anbindung an eine Gemeindeorganisation, Menschen verschiedenster Gemeinschaften zum Dienst im Reich Gottes zurüsten. Ähnlich kann dies vor Ort erfolgen. Wie Paulus auf seinen Missionsreisen zuerst zu Juden Kontakt suchte, sollten wir den Kontakt zu denen suchen, die sich am Ort Christen nennen. Wenn dieser Kontakt auf gegenseitige geistliche Vertiefung zielt, wird sich bald Unkraut vom Weizen trennen. Der Wind des GEISTES weht die leere Traditionsspreu davon. Wo gemeinsam gebetet, evangelisiert und GOTTES Wort studiert wird, scheiden sich die Geister. Es wird klar, wer Namenschrist oder Propagandist einer Konfession ist. Es wird deutlich, wer ein Kind Gottes ist. Gemeinde ist jedoch mehr als sich kennen und gegenseitig stärken. Aber wenn in solchen Denominationen überschreitende Bruderschaft vorhanden ist, ist schon viel gewonnen: Gemeinschaft. Das im griechischen Text der Bibel für „Gemeinschaft“ benutzte Wort bedeutet genau übersetzt so viel wie „Anteil nehmen (am Ergehen) und Anteil geben“. Ist diese christusgemäße Herzensgemeinschaft da, so werden sich Kinder GOTTES am Verhalten der Jünger von Beröa orientieren:

Apostelgeschichte 17, 11
…  untersuchten täglich die Schriften, ob es sich so verhielte

Echte Christen sind offen dafür, dass die Praxis ihres Glaubens und ihre Erkenntnis vom Wort geprüft und wenn nötig korrigiert werden.  Jeder, der unter der äußeren Spaltung des Leibes JESU leidet, sollte diesen Weg gehen. Hier wird die Einheit des Leibes CHRISTI sichtbar. Hier wird GOTTES Reich gebaut und erfahrbar. Die äußere vereinsmäßige Einheit der Gemeinde steht nicht im Mittelpunkt, sondern steht den Aussagen der Bibel diametral entgegen. Denn die wirklichen Jesus-Jünger haben ja Gemeinschaft. Das ist mehr als eine einheitliche Organisation. Oft merken sie, dass ihnen geistliche Geschwister anderer Denominationen innerlich näher sind als weniger geistliche der eigenen Kirche. Im gegenseitigen Dienst der Jünger JESU geht es um die Überwindung der durch Irrtum, fleischliches Wesen und traditionellen Entwicklungen aufgetretenen Erkenntnisunterschiede. Es verwirklicht sich in Unvollkommenheit was Paulus schreibt:

Epheser 4, 11-14
Und Er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer, damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib CHRISTI erbaut werden, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes GOTTES, zur vollen Mannesreife, zum vollen Maß der Fülle CHRISTI, damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen

Solche gegenseitig helfende Gemeinschaft wird besonders in der Endzeit wichtig werden, denn die Gemeinde der echten Gläubigen wird in dieser Zeit sehr einsam, arm und von der Welt bedrängt werden. GOTTES Wort macht deutlich, dass der Zeitgeist auch in den bestehenden Gemeinden Einfluss gewinnt (2. Tim. 4, 3.4). Deshalb ist es eine geistliche Notwendigkeit nach echten Jüngern JESU, auch außerhalb der eigenen Gemeindestruktur, Ausschau zu halten. Bruderschaft mit ihnen wird uns selbst helfen und den anderen stärken. Jeder Jünger Jesu hat hier einen wichtigen Dienst am Bruder und der Schwester. Manche eingefahrene menschliche Tradition wird nur schwer zu überwinden sein, aber die wirklich zentralen Dinge werden in diesem Prozess allen Jüngern immer größer.

Buch zum kostenlosen Download

Wenn du das Thema „Ökumene” weiter vertiefen willst, empfehlen wir dir das Buch von Wagner, Rainer: “Alle in einem Boot: Ökumene – und der Preis der Einheit”. Du kannst es nachlesen unter http://www.clv.de. Außerdem kannst Du unter dieser Adresse dieses Buch und andere Literatur downloaden (pdf-Dateien).

Bitte beachte, dass die Angabe des Internet-Links lediglich als Herkunftsnachweis erfolgt und nicht impliziert, dass wir mit allen Inhalten von CLV einverstanden sind.

Damit du einen Überblick über das o.g. Buch gewinnen kannst, erhälst du nachstehend einen Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:

Jesu letzte Warnung an die Jünger Ökumene – zwischen Zeitgeist und katholischer Vereinnahmung? Was bedeutet das Wort Ökumene? Ökumene – ein Begriff wird neu gefüllt Ökumene – wie sich der katholische Einfluss auswirkt Erste Ansätze ökumenischer Einigungsbemühungen Anfänge der modernen Ökumene Die Konstituierung des Ökumenischen Rates der Kirchen am 23. August 1948 Der Aufbau des ÖRK seit der Strukturreform 1983 Die Entwicklung des ÖRK am Beispiel ihrer Vollversammlungen Die Rolle der Orthodoxen im ÖRK und das Proselytendekret Die geistliche Abwärtsbewegung im ÖRK und der gesamten Kirchenlandschaft Ökumene auf allen Ebenen bis zum Synkretismus Kritik am Ökumenischen Rat der Kirchen Die Römisch-Katholische Ökumene Ökumene in Deutschland Ökumenische Bewegung, auf dem Weg zur Welteinheitsreligion? Was fördert und was hindert die heutige Ökumene?

  Literatur: – Borowsky, Wolfgang: Kommt Luzifer an die Macht, Aglasterhausen 1985 – Homuth, Norbert: Kleine Sektenkunde, 1. Aufl., Nürnberg 1998 – Wagner, Rainer: Alle in einem Boot: Ökumene – und der Preis der Einheit,  1. Auflage, Bielefeld (CLV) 2000 – Döhler, Gotthilf: Predigt vom 09.09.1990 – Hunt, Dave: Die Frau und das Tier, 2. Auflage., Bielefeld (CLV) 1997

Unsere Bewertung
Deine Bewertung
[Total: 1 Average: 3]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Optionally add an image (JPEG only)