Fünf biblische Beweise gegen den Cessationismus

Im Cessationismus (engl. Cessation = Beendigung) wird die Lehre vom Aufhören der sog. „Zeichen- und Offenbarungsgaben“ nach der Zeit der Apostel besonders vehement vertreten. Häufig wird dabei auf 1. Korinther 13,8 ff. Bezug genommen, wobei das Vollkommene (gr. TELEION) willkürlich mit dem Abschluss der Kanonbildung gleichgesetzt wird.

Man muss sich nicht wundern über die große Anzahl der Anhänger dieser Irrlehre, wenn man bedenkt, mit welchen unbiblischen Maßstäben manche Zeitgenossen die Geister prüfen wollen. Von einem weiß ich, dass er die Lehre immer daran prüft, ob sie „reformatorisch“ genug sei und ob das „Erbe der Reformation“ bewahrt werde. Ein anderer prüft die Geister anhand der Frage, wie man zum Zungenreden steht, ein anderer, ob man auch demokratisch genug eingestellt sei usw. Wer sich anmaßt, mit solch krummen Messlatten die Geister zu prüfen, braucht sich nicht zu wundern, wenn er selbst – mit oder ohne Nasenring – von den Geistern an der Nase herumgeführt wird; denn was ist schon reformatorisch? Von der Schrift her ist einer, der sich auf die Reformation beruft, eher mit Vorsicht zu genießen, weil er den Irrtümern der Lutheraner verfallen ist.

Auch Zungenrede kann man nicht so mir nichts dir nichts aus der Bibel streichen. Natürlich ist die Pfingstbewegung abzulehnen, weil sie verweltlicht und ökumenisch ist und ihre spezielle Zungenlehre auf die Irrlehre von Topeka aufgebaut ist (siehe mein Buch „Kleine Sektenkunde“). Bedingt durch das charismatische Chaos in Pfingstlerkreisen, fallen viele Gläubige ins andere Extrem und schließen sich der Irrlehre jener an, die behaupten, die Geistesgaben hätten aufgehört. Sie begründen ihre Irrlehre (wie bereits erwähnt) mit 1. Korinther 13, 8-12, wo es heißt:

1. Korinther 13, 8-12
… so doch die Weissagungen aufhören werden und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk … Wenn aber das Vollkommene kommen wird, wird das Stückwerk aufhören.

Sie versteifen sich darauf, dass mit der Festlegung des Bibelkanons im 4. Jh. n. Chr. durch die Kirchensynoden von Hippo (393 n. Chr.) und Karthago (397 n. Chr.) das Vollkommene gekommen sei. Das Stückwerk, die Gaben hätten damit aufgehört.

Nun zu den fünf biblischen Beweise, die die Cessationismus-Irrlehre widerlegen:

  • Die zwei Zeugen aus Offenbarung 11. Von ihnen heißt es: Und ICH will meinen zwei Zeugen geben, dass sie sollen weissagen. So wahr die beiden Zeugen weissagen werden, so wahr kann das Weissagen nicht aufgehört haben.
  • Das Zeugnis JESU ist der Geist der Weissagung (Offenbarung 19,10). Solange es das Zeugnis JESU auf Erden gibt, solange hört auch das Weissagen nicht auf.
  • In einem jeglichen offenbaren sich die Geistesgaben zu gemeinsamen Nutzen (1. Korinther 12,7), d.h. für die Gemeinde. Solange es Gemeinde JESU auf Erden gibt, solange hören auch die Geistesgaben nicht auf.
  • Die Zeichen, die folgen werden denen, die glauben sind: sie werden böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden (Markus 16,17). Sollte die Verheißung dieser Gaben nur bis zum Kirchenkonzil von Hippo gelten? Unsinn! Vor solch abenteuerlichen, ja geradezu lächerlichen Bibelauslegung möge jeder möglichst weit Abstand halten!
  •  Jetzt erkenne ich stückweise … dann aber von Angesicht zu Angesicht (1. Korinther 13,12). Hier schließt sich die Beweiskette, weil dem Stückwerk dass Vollkommene (jetzt … dann) als Gegenteil gegenübergestellt ist, und ganz offensichtlich sieht Paulus nicht die Bibel als das Gegenteil vom Stückwerk, sondern das Sehen von Angesicht zu Angesicht. Und das ist gewiss nicht hier auf Erden, sondern erst dann wenn wir IHN sehen werden, wie ER ist (1. Johannes 3,2) und wir vom Glauben zum Schauen gekommen sind.

Wer anfängt, Weissagung, Erkenntnis und Zungenreden aus der Bibel zu streichen, anhand von 1. Korinther 13, 8ff., der kann den Rotstift nicht mehr so schnell aus der Hand legen; denn die vielen anderen Bibelstellen, die zur Anwendung der Geistesgaben auffordern, müssten dann ja alle gleich mitgestrichen werden, z. B.

1. Korinther 14, 1.5; 12, 10
Trachtet nach den Gaben, am meisten dass ihr weissaget … ich wollte, ihr könntet alle in Zungen reden … es sind viele Gaben, aber ein GEIST, … dem einen ist gegeben in Zungen zu reden.

und viele weitere Stellen. Überall müsste der Rotstift angesetzt und gestrichen werden noch und noch. Doch wer aus der Bibel streicht, der soll zusehen, dass er nicht eines Tages selbst zum Strichmännchen wird und aus dem Buch des Lebens ausradiert wird. Wir können daraus lernen, dass es nicht nur Bibelkritik von links gibt (Bultmann & Co.), sondern auch von rechts (sog. „Bibeltreue“). Beide aber werden ihrer Strafe nicht entkommen.

Quelle: Glaubensnachrichten 03-2001, S. 3f. (red. bearbeitet)

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare

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    Manu

    Ich finde den Artikel an sich gut. Nur das mit den Pfingstlern sehe ich nicht so. Nicht jede Pfingstgemeinde ist ökomenisch und verweltlicht. Es gibt die charismatischen Pfingstler auf die es eher zutrift.
    In welchen Gemeinden wird das Zungengebet denn sonst noch gepflegt? Ich kenne es eigentlich nur von Pfingstgemeinden.

    1. Roland Odenwald

      @ Manu:

      Leider trifft die Ökumenisierung auf fast alle „Gemeinden“ des organisierten Pfingstlertums zu (BFP, Wort des Glaubens usw.). Die Gläubigen werden oftmals angelogen, was die Ökumenisierung betrifft; allerdings sprechen die Fakten eine andere Sprache. Falls Du einer BFP-Gemeinde angehörst, informiere Dich bitte bei dem Pastor bzw. bei den Ältesten (ob sie z. B. zum ACK gehören usw.). Du wirst dann schnell feststellen, dass sie über solche Themen nicht gerne reden werden.

      Außer den Pfingstgemeinden gibt es noch „freie Gemeinden“, die keinem Dachverband zugehörig sind und die ebenfalls das Zungengebet praktizieren. Daneben gibt es noch „Kreise“ innerhalb evangelikaler Gemeinden (z. B. Baptisten), die sich „privat“ zum Zungengebet treffen, da es offiziell in ihrer Gemeinde verpönt ist.

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    Jo

    sehr schwacher Artikel…

    Ihr Urteil würde ich in Ihrer Situation nochmals überdenken. Lesen Sie 1. Korinther 13 genau und erklären Sie mir, warum „das Vollkommene“ dann auf Jesu Wiederkunft hindeuten sollte? Ganz im Gegenteil „das Vollkommene“ steht nie im Zusammenhang mit Jesus, sondern mit etwas das abgeschlossen oder vollständig ist – die Bibel. 🙂 Und nur kurz bezüglich Ihrem 5. Argument: Mose und das Volk Israel sprachen von Angesicht zu Angesicht mit Gott. Sie wissen bestimmt, dass jeder der Gott physisch erblickte sterben musste. Also meint hier Paulus nicht das physische sehen sondern das Wort – ansonsten hätte ja Mose sterben müssen… Somit sind wir wieder bei 1. Korinther 13 wo wir sehen, wie wertvoll „das Vollkommene“ ist – also die Bibel, denn durch diese spricht Jesus/Gott von Angesicht zu Angesicht zu uns.

    Herzliche Grüsse

    1. Roland Odenwald

      Natürlich kannst Du den Beitrag kritisieren – aber Du solltest ihn schon vorher lesen:

       

      1. Die Antwort auf Deine Frage nach den „Vollkommenen“ steht im Artikel

      2. Deine Behauptung, dass das „Vollkommene“ sich ausschließlich auf die Bibel bezieht ist falsch, denn der Begriff Vollkommene hat folgendes Bedeutungsspektrum:

       

      Corpus Paulinum

      Paulus gebraucht TELOS in der Bedeutung „Endergebnis“, „Endgeschick“. Römer 6,2ff. nennt das zweifache Geschick, das den Menschen auf Grund seines Verhaltens treffen kann: Tod (V. 21) oderLeben (V. 22; vgl. Ps. 73,17). Nach Phil. 3,19 finden die Feinde des Kreuzes CHRISTI IHR Endgeschick im ewigen Verderben (vgl. auch 2. Kor. 11,15). Dreimal kommt TELOS in einer präpositionalen Verbindung vor 1.Kor. 1,8; 2. Kor. 1,13; 1. Thess. 2,16). In der Bedeutung „Ende“, d. h. Aufhörenfindet sich TELOS Röm. 10,4 (in Bezug auf das Gesetz); 2. Kor.3,13 (der Glanz auf dem Antlitz des Mose war im Verschwinden begriffen). 1. Kor. 10,11 handelt von den Enden der Zeit (vgl. 1. Kor. 7,29.31; 16,21). 1. Kor. 15,24 meint TELOS den Abschluss der eschatologischen Ereignisse (vgl. Mk. 13,7 Par.), den Zeitpunkt, an dem CHRISTUS Seinem VATER die Herrschaft übergibt.

      TELOS als Ziel kommt vor in 1. Tim. 1,5. In Röm. 13,7 bedeutet TELOS den Zoll bezahlen (Elberfelder Übersetzung 1871).

       

      Weitere Bedeutungen:

      Zum Ziel kommen (2. Kor. 12,9; Gal. 5,16)

      Zum Ende bringen (Röm. 2,27; 2. Tim. 4,7; Apg. 20,24)

      Reif, erwachsen (1. Kor. 2,6; 14,20; Phil. 3,15; Eph. 4,13; Kol. 1,28

      Das, was GOTTES Willen ganz entspricht (Röm. 12,2 (vgl. 1. Mo. 6,9); Kol. 4,12.

      Die Liebe wird das Band der Vollkommenheit genannt (Kol. 3,14)

       

      Synoptiker

      TELOS wird in den eschatologischen Reden JESU viermal verwendet als Terminus technicus für dasEnde der Welt: Matth. 24,6 (par. Mk. 13,7); 24,14; Lk. 21,9. Auch kommt es mehrfach vor in der präpositionalen Verbindung, wobei an das Ende der Welt gedacht sein kann (Mt. 10,22: 24,13; Mk. 13,13), da dieses im Kontext (Mt. 24,6.14; Mk. 13,7) genannt wird. Die Wendung „ein Ende haben“, kommt zweimal vor: Mk. 3,26 (ein Reich, in dem Zwiespältigkeit herrscht, hat ein Ende, d. h. es hört auf zu bestehen; vgl. dazu Lk. 1,33: dem Reich CHRISTI ist kein Ende gesetzt); Lk. 22,37 (die Bestimmung JESU kommt zum Ende, da die Worte der Schrift – Jes. 53,12 – an Ihm erfüllt werden).

      Das Adjektiv „TELEIOI“ kommt nur bei Matth. vor: 5,48 wird aufgerufen,

      Matthäus 5, 48

      vollkommen zu sein, wie der himmlische Vater vollkommen ist.

      Jakobusbrief und Petrusbriefe:

      TELOS hat auch bei Jakobus die Grundbedeutung ganz. So ist man vollkommen, d. h. in keinem Punkt zurückbleibend (3,4), wenn man die Geduld durchhält. Jakobus nennt das Gesetz der Freiheit, mit der er das Gebot der Nächstenliebe meint (2,8), vollkommen (1,25), weil allein dieses den Menschen wirklich freimacht (vgl. Joh. 8,3ff; Gal. 5,13). Dass GOTTES Gaben vollkommen genannt werden können (1,17), ist selbstverständlich. Ganz, ohne fehl, ist nach Jakobus der Mensch, der sich im Wort nicht verfehlt (3,2). ETELEIOTHÄ meint demnach ganz werden: allein durch Werke wird der Glaube zur Ganzheit gebracht (2,22; vgl. V. 17.20). Sonst gebraucht Jakobus noch TELOS als Ausgang (5,11; vgl. Mt. 26,58) und TELEITE als erfüllen (eines Gesetzes 2,8; vgl. Lk. 2,39).

      Der erste Petrusbrief verwendet TELOS als Ziel (1,9), als eschatologischen Terminus (4,7; vgl. Mt. 24,6 usw.), als Endgeschick (4,17; vgl. Röm. 6,2ff.) und in der Bedeutung „schließlich“ (3,8).

       

      Der Hebräerbrief

      Im Hebräerbrief kommt unsere Wortgruppe relativ am häufigsten vor. TELOS hat hier fast immer kultischen Klang im Sinne von „weihen“, „heiligen“, so dass man – wie der alttesamentliche Priester – vor GOTT treten kann. Der Hebräerbrief gebraucht das Verbum, um dadurch den Unterschied zu verdeutlichen zwischen CHRISTUS, Dem durch Leiden vollendeten (2,10) und ewig vollkommenen (7,28) Hohenpriester, Der so für die Seinen Urheber ewigen Heils sein konnte (5,9), und dem Priester des alten Bundes, der mit Schwachheit behaftet war (7,28), und dessen Opfer ihn nicht nach dem Gewissen vollenden konnten (9,9; s. auch 10,1). Nur CHRISTUS konnte durch ein einziges Opfer die Seinen vollenden (10,14). Keineswegs hat das Gesetz (7,19), d. h. das levitische Priestertum, diese Heiligung (7,11) gebracht. Darum nennt der Hebräerbrief auch das himmlische Heiligtum CHRISTI im Vergleich zum irdischen das vollkommenere (9,11).

      Zweimal wird TELEIO nicht kultisch gebraucht: 11,40 besagt: die Glaubenszeugen des alten Bundes (V. 39) hatten die Vollendung noch nicht erreicht, denn diese ist erst durch CHRISTUS gegeben (vgl. 10,14); jetzt aber sind auch sie der Vollendung teilhaftig geworden (12,23). TELEION in der Bedeutung Erwachsener kommt in 5,14 vor; mit TELEIO (6,1) ist demgemäß derjenige Teil der biblischen Lehre gemeint, der für die Erwachsenen bestimmt ist (Ggs. ARCHÄ, Anfang: 5,12; 6,1).TELEIO steht in 12,2 neben ARCHÄGON. JESUS ist Anfänger und Vollender des Glaubens, d. h. Er hat nicht nur den Glauben bis zum Ende durchgehalten (vgl. 5,7f; 12,3), sondern auch den Grund des Glaubens gelegt (vgl. 1,3).

      TELOS kommt zweimal vor in präpositionalen Verbindungen: 3,14 (dieselbe Wendung in V. 6 entstammt wahrscheinlich V. 14) und 6,11. Ferner bedeutet TELOS in 6,8 Ausgang und in 7,3 Ende.


      Johanneisches Schrifttum

      In Joh. 4,34; 5,36; 17,4 wird TELEIO verwendet, wo JESUS über die Werke des Vaters spricht, die Er zu vollbringen hat. Am Kreuz kann Er sagen, dass sie vollbracht sind (TETELESTAI 19,30; vgl. V. 28). Im hohenpriesterlichen Gebet bittet JESUS darum, dass die Seinigen vollendet werden zur Einheit (17,23), damit die Welt die Sendung CHRISTI erkennt (vgl. V. 21). In Joh. 19,28 wird das Verbum gebraucht von erfüllt werden der Schrift. TELOS kommt in einer präpositionalen Verbindung (Joh. 13,1) vor: JESUS hat die Seinigen bis zum Ende, d. h. vollkommen, ganz, geliebt.

      In 1. Joh. wird viermal das Pass. TETELEIOMENÄ gebraucht in Bezug auf die Liebe. Die Liebe GOTTES ist zur Ganzheit gekommen, wenn Menschen Sein Wort bewahren (2,5) und ihre Nächsten lieben (4,12). Diese Liebe erreicht darin ihr Ziel, dass sie von Furcht am Tage des Urteils befreit (4,17; vgl. 2,28). Wer Furcht hat, wird nicht vollkommen durch diese Liebe bestimmt, denn die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus (4,18).

      Die Offenbarung hat sechsmal TELEIO in der Bedeutung zu Ende bringen oder (Pass.) zu Ende gebracht werden. In 11,7 handelt es sich um das zu Ende bringen eines Zeugnisses; 15,1 kündigt die sieben letzten Plagen über die Welt an, in denen GOTTES Zorn zur Vollendung kommt (vgl. V. 8). Schließlich spricht Offb. 20 dreimal vom Ende des tausendjährigen Reiches (V. 3.5.7). Offb. 10,7; 17,7 handeln vom Erfüllwerden des Geheimnisses GOTTES bzw. der Worte GOTTES. Auch die Offenbarung hat TELOS in einer präpositionalen Verbindung (2,26), wo dazu aufgerufen wird, die Werke CHRISTI ständig festzuhalten.

      Es gibt keine einzige Bibelstelle (wie wir oben gesehen haben), die mit TELEIOS oder TELOS explizit das Wort GOTTES meint. Das bedeutet, dass die Begründung mit 1. Kor. 13,8.10 exegetisch äußerst schwach ist, da sie den biblischen Kontext völlig außer Acht lässt. Auch in den Kapiteln 1. Kor. 12 und 14 gibt es keine Andeutung darüber, dass das Leben in den Gaben des GEISTES eine exeptionelle Situation (Ausnahme-Situation) nur für diese frühen Gemeinden gewesen sei.

      Auch wenn wir heute das vollständige Wort GOTTES (Textus Receptus) in unseren Händen halten, bleibt unser Erkennen Stückwerk. Würde die dispensationalistische Hypothese stimmen, hätte mit der Fertigstellung des Neuen Testaments jegliches Stückwerk aufgehört.

      In 1. Kor.13,10 steht TO TELEION (Neutrum mit Artikel). im Gegensatz zu TO EK MEROUS (das was stückweise ist). Hier auf der Erde, in dieser gefallenen Schöpfung gibt es nur eine teilweise Vollkommenheit, während das eigentliche Ziel im Himmel ist (Hebräer 9,11). So wird sich das vollkommene Gesetz der Freiheit erst in Gottes neuer Welt voll entfalten (Jakobus 1,17).

      Wenn dieser Vers sich auf die Vollendung des NT beziehen würde, hätte der Apostel den BegriffHOLOKLEROS („alle Teile habend“; „ganz“; „alles“). Denn dieser Ausdruck bezeichnet das, was alles ihm Zugeteilte enthält und dem nichts mehr zur Vollständigkeit fehlt bzw. nach Verlust der Vollständigkeit diese wieder zurück gewonnen hat (kommt im NT nur in 1. Thessalonicher 5,23 und Jakobus 1,4) vor.

      Der in 1. Korinther 13,10 mit Vollkommene übersetzte Begriff TELEION ist im Epheserbrief 4,13 mitvollen Mannesreife (Rev. EÜ) wiedergegeben und als das Erreichen des Vollmaß des Wuchses der Fülle CHRISTI definiert. In diesem Zustand werden wir ganz sicher erst bei der Wiederkunft CHRISTI sein.

      Ein zweiter Punkt ist ganz wesentlich, nämlich der Kontext. In 1. Kor. 13,8 schreibt Paulus, dass nicht nur Weissagungen, Sprachen, sondern auch Erkenntnis (gr. GNOSIS) weggetan werden.GNOSIS meint nicht das Wort der Erkenntnis (LOGOS GNOSEOS), sondern bezeichnet u. a. die Erkenntnis des wahren GOTTES und Seines CHRISTUS (Röm. 15,14; 1. Kor. 1,5; 2. Kor. 2,14; 4,6; 6,6; 8,7; 10,5; Eph. 3,19 u.a.) und darüber hinaus Verstand, Einsicht und Vernunft (1. Petr. 3,7). Wenn man die Meinung dieser Ausleger konsequent zu Ende denkt, wäre mit Vollendung des NT die Erkenntnis GOTTES, sowie Verstand, Einsicht und Vernunft beseitigt worden. Ist das wirklich die Botschaft der Heiligen Schrift?

      Fazit:

      Wenn man diese Fakten berücksichtigt wird deutlich, dass mit dem Vollkommenen unmöglich die Vollendung des NT gemeint sein kann. Denn diese Lehre widerspricht sowohl dem Grundtext als auch dem Textzusammenhang. Es gibt für diese Hypothese keinen einzigen biblischen Anhaltspunkt. Vielmehr meint die Heilige Schrift mit dem Vollkommenen das Endgültige, das Ziel des Heilsplanes Gottes, die Wiederkunft JESU CHRISTI und das vollendete Gottesreich. Unsere Erwartung des Vollkommenen ist eine Person: Der HERR JESUS selbst.

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    Reinhard

    Ich selbst bin in einer Pfingstgemeinde Mitglied und hier kann ich zusagen, das es einige gibt, die in der Gemeinde nicht die geistlichen Gaben annehmen, also den heiligen Geist, die Kraft Gottes ablehnen und ansich schon bibeltreu gehen und die geistliche Welt ausblenden. Auch das Zungengebet. Nicht typisch für eine Pfingstgemeinde.

    Also auch in einer Pfingstgemeinde gibt es unterschiedliche Strömungen und kämpfe von Fleisch und Geist. Ich kenne keine andere Pfingstgemeinde und kann die Extremen nicht vergleichen.

    Alles in allem kann ich sagen, dass der heilige Geist in der Gemeinde wirkt, man Stellung hält im Gefecht und der Satan fleissig versucht die Gemeinde zu zerstören aber immer wieder scheitert da wir auch starke Mitglieder haben die im Feuer sind und sich nicht aus der Reserve locken lassen.

    Den Artikel finde ich von der Sinnhaftigkeit richtig, im Bezug auf die Pfingstgemeinde in welche ich zu Besuch gehe kann ich aus meiner Erfahrung heraus die Aussage über diese Gemeindeform nicht bestätigen, wie sie hier dargelegt wird. Wohlgemerkt im Bezug auf den Dachverband wäre ich aber skeptisch und denke das sie Herr Autor das nicht ohne Grund so darlegen. … wenn ich drüber nachdenke…zurecht…

    Eins ist Fakt, die Gaben werden gebraucht, nach wie vor und Gott wird in der Endzeit auch seine Wunder durch uns wirken. Es gibt zig Bibelstellen die es belegen das Christen die gehorsam sind sich auch in den Gaben entwickeln sollen.
    Der Feind hat seine Waffen und wir haben unsere. Ein Buch alleine bietet sicherlich keinen Schutz, sondern die Kraft die da in uns wirkt mit der wir auch Bollwerke zerstören können.

    Gottes Segen in Jesu Namen. Amen.

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    manfred

    rassismus/Apartheid

    Apartheid ist zu einem Schlagwort unserer Tage geworden. Der Begriff „Apartheid“ entstammt dem Afrikaans und umschreibt die Politik der Rassentrennung. Aller Augen sind auf Südafrika und dessen Schwarz-Weiss-Spektakel gerichtet. „Entsetzlich, wie kann man nur!“, empören sich die einen. „Es gibt keinen anderen Weg! „, argumentieren die anderen. Bei allem Entsetzen über die Praxis der Rassentrennung sollten wir uns einmal näher damit beschäftigen, was eigentlich Apartheid ist.
    Es genügt nicht, empört den Zeigefinger zu heben; wir müssen vielmehr das Wesen der Apartheid erkennen und durchschauen lernen. Wenn wir das heute versuchen, würden wir hernach vielleicht weniger überheblich auf die Südafrikaner zeigen. Ich behaupte nämlich, dass jeder Mensch — auch du und ich — im tiefsten Innern zur Apartheid neigt. Da ist es sogar einerlei, ob wir uns zu den Befürwortern oder zu den Gegnern der Rassentrennungspolitik zählen.
    Die Apartheid des Lammes. Die menschliche Apartheid
    Seit je neigt der Mensch zur „Rassentrennung“. Im südafrikanischen Treiben wird es uns allerdings einmal „schwarz auf weiss“ vor Augen gestellt. Aber es trennt sich nicht nur Weiss von Schwarz. Apartheid ist kein Farbenproblem. Apartheid ist ein Wesensproblem: Stolz, Eigenwille, Selbstsucht, Unbarmherzigkeit. Es trennt sich auch Reich von Arm, Kapitalist von Kommunist. Wo liegt da vor Gott der Unterschied? Jedenfalls kann ich dir ohne Probleme genau sagen, wo in einer Stadt, wie z.B. Bombay, das Reichenviertel beginnt und wo das Armenviertel aufhört. Hast du auch schon Slums neben Wolkenkratzern gesehen? Apartheid! Gebildete trennen sich von Ungebildeten und umgekehrt. Apartheid! Alte trennen sich von Jungen, Junge trennen sich von Alten. Apartheid! Der Drang zur Rassentrennung reicht bis hinunter auf die Ebene der Motorrad- und Hundebesitzer. Bei den Motorradfahrern trennt sich der Honda- vom Kawasaki-, der Suzuki- vom Yamaha-Fan, und wem es gelingt, mit dem stolzen Besitzer einer „Harley-Davidson“ eine Ausfahrt zu machen, der hat schon beinahe den Friedensnobelpreis verdient. Bei den Hundebesitzern finden wir hier die „Rassereinen“ und dort die „Bastarde“. Genau genommen gibt es solche Komplottbildungen in allen Schichten und auf allen Ebenen des Daseins. Sie alle zeugen von unserer Neigung zur Apartheid. In der modernen und gepflegten Sprache hört man das hässliche Wort Komplott allerdings nicht gern. Im Grossen redet man viel lieber von Vereinigung oder Union – z.B. UNO, EU; im Kleinen dagegen von Genossenschaft, Verein, Bund usw. In Tat und Wahrheit tragen die meisten dieser Institutionen das Siegel der Apartheid: Politpartei gegen Politpartei, Staatsbündnisse gegen Staatsbündnisse,

    Frauenbewegungen gegen Männer und umgekehrt. Apartheidskomplotte! Sie reichen sogar hinunter bis in die Waschküche. Es gibt kaum ein Mehrfamilienhaus, in dem nicht die Nachbarn „oben rechts“ und „unten links“ gegen den „unten rechts“ usw. verbündet wären. Letzterer „unten rechts“ hält es deshalb mit dem „oben links“. Apartheid! Ganze Familienkomplotte — zwei gegen drei, vier gegen fünf, zwei gegen zwei usw. usf.
    Wonach schreit die Stimme der Apartheid? Ich höre überdeutlich den Schrei nach „Ganzheit“ — übrigens auch ein typisches Schlagwort unserer Zeit. Der Mensch sucht Wiederherstellung, das fehlende Teil, das ihm verlorenes Glück Christi soll Ganzheit und Vollendung unter Seinem Haupt, CHRISTUS, empfangen. In Ihm allein ist möglich, was keinerwiedererstatten soll. In der Trennung von scheinbar hinderlichen oder gar schuldigen Elementen sucht man die Lösung. Aber selbst zehntausend Trennungen und Komplotte vermögen das sinkende Schiff nicht zu retten. Was ist die Antwort? JESUS CHRISTUS hat sie gebracht! In IHM ist die Wiederherstellung des gefallenen Menschen verheissen. Der Leib Ideologie dieser Welt je gelungen ist, denn es heisst:
    „Da ist nicht Jude noch Grieche (In-/Ausländer), da ist nicht Sklave noch Freier (arm/reich), da ist nicht Mann noch Frau, denn ihr seid alle EINER IN CHRISTUS“ (Gal. 3,28; Kol. 3,11)‘. In CHRISTUS hat jede Apartheid ein Ende. Halleluja! Und die Praxis, wie sieht es in der Christenheit aus?
    „Da ist weder Grieche noch Jude, Beschneidung noch Unbeschnittenheit, Barbar, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allen.“
    Die Apartheid des Lammes
    Die fromme Apartheid
    „Ich meine aber dies, dass JEDER von euch sagt: Ich bin des Paulus (Apartheid!), ich aber des Apollos (Apartheid!), ich aber des Kephas (Apartheid!), ich aber bin Christi (Apartheid!). IST DER CHRISTUS ZERTEILT?“ (1. Kor. 1,12-13).
    Gott hasst schon jede menschliche Apartheid — wie viel mehr dann die fromme! Aber hier geht es ungehindert weiter. Was wir erleben, spottet jeder Beschreibung: Kurzhaarige gegen Langhaarige und noch öfters Langhaarige gegen Kurzhaarige. Solche mit „Ribbeli“‚ gegen solche ohne „RibbeW ; mit Kopftuch gegen ohne Kopftuch; Superlative gegen Relative; Zungenredner gegen Verstandesredner und umgekehrt; Missionarische gegen Introvertierte; Tanzende gegen Sitzende; Getaufte gegen Besprengte; Hosen gegen Röcke; lange Röcke gegen kurze Röcke; Geisterfüllte gegen Nicht-Geisterfüllte – Hunderte von frommen Spaltungen, letztlich aber alles fromme und überfromme Apartheid! Ganz zu schweigen von den daraus resultierenden frommen Komplotten: „Bund der …“, „Bund des …“, „Vereinigung der …“, „Gemeinde der …“. IST CHRISTUS ZERTEILT?
    Und doch steht auf der anderen Seite: „Denn es müssen auch Parteiungen (Komplotte) unter euch sein, damit die Bewährten unter euch offenbar werden“ (1. Kor. 11,19). Es gibt also auch eine „gottgewollte Apartheid“. Diese kommt unter anderem dort zum Ausdruck, wo Jesus davon redet,
    dass er nicht in erster Linie den Frieden, sondern eine klare Trennung bringen will (Lk. 12,51)1. Am Jüngsten Tag wird dann die vollendete Rassentrennung von JESUS selbst vorgenommen, wenn ER die Schafe von den Böcken scheiden wird. Die „gottgewollte Rassentrennung“ scheidet aber einzig Unbewährte aus, solche die gegen Seinen Willen „bocken“. Natürlich wollen bei frommen Trennungen stets alle die Bewährten sein.
    ‚Kennzeichen von „bewährt“ und „unbewährt“
    Ganz gewiss ist jedes aggressive ( Gewalt) Komplott vom Teufel. Alles, was andere niedermacht, verleumdet und in ein falsches Licht bringt, ( wenn sie damit Lügen MATH 5,11) ist unbewährt. Wer immer herrschend sich selber Macht aneignen will oder sich vordrängt, ist unbewährt. Wer bei einer Trennung nicht mit heissen Tränen für die Gegenpartei beten kann, soll sich ernstlich prüfen. Er ist noch nicht bewährt! Aber nicht Tränen, Gebete und fleissige Einheitsbestrebungen allein sind das Siegel der Bewährung. Sonst wäre z.B. die ökumenische Bewegung die vielleicht bewährteste Institution. Dort wird wenigstens noch geweint, einander verziehen und sich abgemüht. Gewiss wird ein wahrhaft Bewährter dagegen auch immer ein weites Herz haben, keine Bitterkeit hegen und auch dann noch nach einem guten Weg suchen, wenn längst alles aussichtslos scheint. Er wird segnend und nie eng sein. Ein Bewährter bewährt sich im verborgensten Winkel seines Herzens ebenso treu wie in der Öffentlichkeit. Er beginnt immer bei sich selber und sucht nie zuerst den Splitter im Auge des Bruders (Lk. 6,42)‘. Er durchforscht stets alle Möglichkeiten und sucht wenn immer möglich zuerst sein eigenes Konzept umzustossen, um sein Herzensanliegen verwirklicht zu sehen. Paulus wäre bis zur Selbstverfluchung gegangen, wenn er auf diese Weise die unbewährten Juden hätte retten können (Röm. 9,1-3)2.
    Nie wird ein Bewährter die Möglichkeit ausklammern, dass eine Misere vielleicht wegen seiner eigenen Fehler noch nicht gelöst werden konnte. Aber er weiss sich auch einzig dem Wort Gottes und der Gesinnung Christi verpflichtet und kennt darüber hinaus keine anderen Massstäbe: Keine Menschenmeinungen, keine Verträge, keine Bündnisse, keine Traditionen, keine Ideologien usw. Als bewährt kann einer friihestens nach der Feuerprobe gelten, wenn er in der Praxis bewiesen hat, dass ihm sein eigener Name, die eigene Ehre und Anerkennung und sein eigenes Leben nichts gelten neben dem Gehorsam gegen Christus.
    ‚ „Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, erlaube, ich will den Splitter herausziehen, der in deinem Auge ist, während du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst? Heuchler, ziehe zuerst den Balken aus deinem Auge! Und dann wirst du klar sehen, um den Splitter herauszuziehen, der in deines Bruders Auge ist.“
    „Ich sage die Wahrheit in Christus, ich lüge nicht, wobei mein Gewissen mir Zeugnis gibt im Heiligen Geist, dass ich grosse Traurigkeit habe und unaufhörlichen Schmerz in meinem Herzen; denn ich selbst, ich habe gewünscht, verflucht zu sein von Christus weg ihr meine Brüder, meine Verwandten nach dem Fleisch.“

    Nach Offb. 14,4 hat sich das Lamm eine Erstlingsfrucht aus den Menschen ausgesondert. Diese zeichnen sich nebst reinem Wandel und Wahrhaftigkeit vor allem dadurch aus, dass sie „dem Lamm folgen, wohin es auch geht“. Mit dieser „Rasse“ will der HERR JESUS etwas sehr Wesentliches aufzeigen. Nur auf dem Weg des Lammes kann völlige Wiederherstellung geschehen!
    Die Apartheid des Lammes ist die einzige gottgewollte Trennung der Rassen. Jede menschliche oder gar fromme Apartheid dagegen wird aufs Schärfste getadelt werden. Folgen wir dem Lamm, wohin es auch geht? Wahrhafte Einheit des Geistes ist überall dort, wo die Lämmer sind. Was sind das für Menschen?
    Die Rasse des Lammes
    Es sind Menschen, die ihr Leben ganz an das Lamm verloren haben. Sie gehören nicht mehr sich selbst. Die Welt ist ihnen gekreuzigt und sie der Welt. Sie nennen nichts ihr eigen, damit sie besser nachfolgen können. Ihr einziges Gut ist das Lamm. Sie folgen nicht der Masse. Sie können ebenso gut allein wie unter vielen sein — wenn nur die Spuren des Lammes drin sind. Ihr einziger Massstab ist das Lamm: Keine Namen, keine Titel, keine Verträge oder Mittel, keine Traditionen oder menschliche Lehren können sie beeindrucken. Alle eigenen Pläne haben sie gekreuzigt. Sie lehnen sich nicht auf, wenn Eigenes zerbricht; wenn nur das Lamm drin ist. Sie sind unbestechlich. Für das Lamm gehen sie jeden Weg, egal ob er ihnen Vor- oder Nachteile einbringt. Lieber wollten sie sterben, als eigene Wege gehen und dem Lamm dadurch Herrlichkeit rauben. Sie suchen keine eigene Ehre und lieben stets den schlichten Weg. Treue im Kleinen kommt bei ihnen vor grossen Gelegenheiten. Sie halten immer zum Schwachen, Niedrigen und Verachteten. Sie lassen sich gerne für das Lamm beiseite stellen. Sie sind zufrieden, wenn sie nur IHN haben, IHM gehorchen und IHM gefallen dürfen.( Nicht vergessend das ER uns zuerst geliebt hat am Kreuz) Lieber verlieren sie die ganze Welt als die Spuren des Lammes. Sie können täglich von ganzem Herzen beten: „DEIN Wille geschehe!“, auch wenn dieser Wille ihnen ständig nur neue Schwierigkeiten einbringt. Sie sind eine wandelnde Provokation für solche, die noch von ihrem ICH besessen sind. Die Rasse des Lammes ist in allen Denominationen und Kirchen vertreten und zählt sich doch zu keiner dieser Institutionen. Sie geht auf kirchliche Abgrenzungen ebenso wenig ein wie auf politische Schwarz-Weiss-Grenzen in Südafrika Sie ist eben jungfräulich gegenüber dem Lamm, ungeteilt.Und deGeschwister, wie sähe es in der Christenheit aus, wenn alle nur dem Lamm folgen würden, wo immer es Apartheids-System verkehren will. Der von Gott geschaffene Leib Christi aber ist und bleibt heilig, rein und unparteiisch! Er lässt sich nicht zertrennen noch von menschlichem Machtgehabe gefangen nehmen.
    In den letzten Tagen aber wird das Lamm die Seinen rufen. Werden wir Seine Stimme hören? Es kann Seine Stimme nur der hören, der sie gerne hört und sie liebt (Joh. 10114). Seine Anweisungen werden auf dem letzten Wegstück häufiger und deutlicher werden, wie auch Seine Schritte auf Golgatha näher aufeinander folgten und sich schwerer in die Erde eindrückten. Es möge eine ununterbrochene Spur sein fair Seine Geliebten, wie diejenige des Kreuzes war, das Er hinter sich herschleifte. Seine Stimme wird eindringlicher reden, wie auch Sein Blut eindringlichere Spuren hinterliess auf dem Weg ans Kreuz. Fürchte dich vor nichts, was du hören wirst, und tue es! Höre genau hin und tue auch diejenigen Dinge, die du zum ersten Mal tun musst — aber tue, was das Lamm dir sagt! Du wirst sehen, dass du das Rechte getan hast. So gib Ihm ohne Furcht zuerst dein Herz und dann dein Ohr, auch wenn die vielen um dich herum den Ruf nicht hören können. Die Vollendung des Leibes Christi eilt ihrem Höhepunktentgegen!
    offenb 18,4 Geht aus mein Volk,Licht und finsternis passen nicht zusammen.
    Gottes Segen in Jesu Namen

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    Eugen

    Sehr guter Artikel Bruder!
    1.Korinther 1,7 wäre schon ausreichend genug gewesen für diese „Diskussion“.
    1 Korinther, 1:7 – also daß ihr keinen Mangel habt an irgend einer Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unsers HERRN Jesu Christi,

    Offenbarung = ἀποκάλυψιν=apokalypsin
    Bedeutet so viel wie zukünftige Erscheinung.
    Das Wort für Gabe in dem Vers ist χαρίσματι, charisma. Ich glaube das brauche ich niemanden zu erläutern..

    Somit soll die Gemeinde KEINEN Mangel an irgendeiner „charismatischen“ Gabe (Geistesgaben) habe, bis der Herr Jesus Christus offenbart wird/sein 2.Kommen.

    Gottes reichen Segen dir Bruder.

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