Soteriologie

„… und wenige sind es, die ihn finden“

Bewertung

Wen oder was finden? Den schmalen Weg. Und warum finden ihn nur wenige? Weil die meisten gar nicht danach suchen. Wer sucht auch schon das Schmale, Enge und Beschwerliche? Kennst Du überhaupt einen Menschen, der so etwas sucht? Nein? Dann kennst Du auch keinen Christen.

Ganz anders ist es auf dem Breiten Weg. Den braucht man weder zu suchen noch zu finden, man ist schon von Geburt an drauf. Dort tummeln sie sich alle: Die Scheinchristen wie die Weltmenschen; denn hier ist alles so weit, bequem und menschlich. Die Wahrheit ist nie dort, wo sich die Mehrheit befindet. Je mehr ein Christ in der Wahrheit steht, desto einsamer wird es um ihn her. Der HERR der Christenheit starb, völlig vereinsamt, von GOTT und den Menschen verlassen am Kreuz, zwischen zwei Verbrechern. Aber gerade die Stunde Seiner scheinbar größten Niederlage, war die die Stunde des Sieges: JESUS IST SIEGER! Und das ist GOTTES Prinzip. ER offenbart Sich nie durch die Mehrheit, sondern durch einzelne Gottesmänner, die ihren Weg meist in tiefer Einsamkeit gehen müssen.

Bei der Straßenpredigt ist es ähnlich. Manchmal bleiben Massen stehen, so dass die Fußgängerzone verstopft ist, manchmal bleibt keiner stehen oder nur einer oder ein paar. Und da ist dann meist auch ein Frömmler zur Stelle, der sagt: „Es hört ja keiner zu, das bringt doch nichts!“ 

Der HERR der Christenheit starb, völlig vereinsamt, von GOTT und den Menschen verlassen am Kreuz, zwischen zwei Verbrechern. Aber gerade die Stunde Seiner scheinbar größten Niederlage, war die die Stunde des Sieges: JESUS IST SIEGER! Und das ist GOTTES Prinzip. ER offenbart Sich nie durch die Mehrheit, sondern durch einzelne Gottesmänner, die ihren Weg meist in tiefer Einsamkeit gehen müssen.

Manchmal ist es aber so, dass sich dann nach und nach doch etliche sammeln und zum Schluss wieder eine große Menge zuhört. Und da ist der gleich Frömmler wie umgewandelt. Jetzt in Anblick der Masse ist er plötzlich so begeistert, dass er gleich mit uns reisen und mitpredigen will. Die Menschenmenge hat ihn überzeugt und nicht die Wahrheit. Seine Begeisterung steht und fällt mit der Anzahl der Menschen: Hören nur wenige zu, „bringt es nichts“, sind es viele: „Hosianne und Halleluja“. Ist die Einschaltquote hoch? Kommt die Predigt beim Publikum gut an? Das sind die Richtlinien bei den Allianzpredigern und sonstigen Quoten-Quasslern.

Das gleiche gilt für die Gemeinde. „Wieviele seid ihr?“, ist meistens ihre erste Frage. Menge ist für sie ein Synonym für Erfolg. Oh, wie ich diese Herdenvieh-Haltung zutiefst verachte! Der Profit und die Gesetze des Marktes sind für sie oberste Richtlinie auch in der Reichsgottesarbeit. Ein Gottesmann aber richtet seine Predigt nicht am Erfolg aus, sondern an der absoluten Wahrheit ohne Rücksicht, ob sie „ankommt“ oder nicht. Noah hatte keinen Erfolg mit seiner Predigt. Auch nachdem er 60 Jahre gepredigt hatte, bekehrte sich niemand. Hast Du schon mal 60 Jahre ohne Erfolg gepredigt? Noah predigte aber noch weitere 60 Jahre und nach 120 Jahren hatte sich kein einziger bekehrt. Aber auch jetzt hörte er nicht etwa auf zu predigen, weil er endlich einsah, dass seine Predigt nicht „ankommt“, sondern weil die Sintflut gekommen war. Noah war übrigens der vollmächtigste Mann GOTTES seiner Zeit.

Einem unreifen Christen gefällt das gar nicht. Er will groß und erfolgreich werden, zu Wort kommen und Macht über Menschen ausüben. Das ist meist der einzige Grund seines Übereifers. 

Ein Gottesmann aber richtet seine Predigt nicht am Erfolg aus, sondern an der absoluten Wahrheit ohne Rücksicht, ob sie „ankommt“ oder nicht.

Erst durch die Läuterungen, die der Mensch durchmacht, wird der Eifer reguliert und für GOTT gebräuchlich. Solange er sich im Gärungsprozess befindet, möge er seine Hefe ausschäumen wohin immer er will, am besten gleich in die Toilette und dreimal kräftig nachspülen. Aber um Himmels willen nicht über die Gemeinde! Zu Wort kommen dürfen nur Bewährte. Neulinge mögen ihr Zeugnis geben, ansonsten sollen sie stille sein und lernen.

Wer aber ist ein Bewährter? Darauf gibt GOTTES Wort eine klare Antwort (Jakobus 1,3.12): Leid – Ausharren im Leid – Bewährung. Das ist die Reihenfolge und das ist auch die einzige von GOTT legitimierte Predigerausbildung. 

Leid – Ausharren im Leid – Bewährung

Ohne Leid gibt es keine Möglichkeit des Ausharrens und ohne Ausharren gibt es keine Bewährung. Leider ist es heute so, dass diejenigen, die etwas zu sagen hätten, schweigen oder gar nicht zu Worte kommen. Und diejenigen, die schweigen sollten, führen das Wort: Wichtigtuer, die nur angelesenes oder nachgeplappertes Kopfwissen haben.

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