Der Stern und die Beschenkung

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Jemand mag darauf hinweisen, daß dem „kleinen Kind“ Jesus Geschenke gegeben wurden (Matth. 2, 11). Er mag auch erwähnen, daß „die Weisen aus dem Morgenland“ dies taten und daß sie einem Stern folgten, der sie zu Jesus führte. Wenn man aber den biblischen Bericht untersucht, findet man heraus, daß die „Weisen“ nicht die wahre Religion vertraten, sondern Heiden waren. Wir erkennen auch, dass sie sich unwissentlich von Satan, dem Teufel, bei seinem Plan, Jesus zu töten, gebrauchen ließen.

Die Bibel berichtet nämlich folgendes: Kurz vor Jesu Geburt kamen seine Eltern in Bethlehem an, um sich wegen einer Volkszählung einschreiben zu lassen. Alle Gasthäuser der Stadt waren belegt. Als Maria Jesus geboren hatte, band sie ihn in Wickelbänder und legte ihn in eine Krippe. In derselben Nacht führte Gott demütige jüdische Hirten durch eine Heerschar von Engeln — und nicht durch einen Stern — zu dem kleinen Kind. Es war ihnen verkündet worden, dass ein Kind geboren worden war, um der Retter, Christus (Messias), der Herr, zu sein (Luk. 2, 1-17).

Waren die sogenannten „Weisen“? In der griechischen Sprache nennt man sie mágoi, was „Zauberer“ oder „zoroastrische Priester“ bedeutet. (Der Ausdruck ist mit dem deutschen Wort „Magier“ verwandt.) Sie waren Astrologen aus dem Osten Mesopotamiens. Für sie war Jesus nicht ihr Retter oder Messias, sondern der „König der Juden“ (Matth. 2, 1.2).

Aus dem Bibelbericht ist noch mehr ersichtlich. Diese Astrologen kamen in Wirklichkeit erst Monate später, nachdem Jesus geboren worden war, zu König Herodes, um ihm zu sagen, daß sie einem Stern gefolgt waren, den sie gesehen hatten, ‘als sie im Osten waren’, und daß sie gekommen waren, um dem jungen „König der Juden“ zu huldigen. Der „Stern“, der sie geführt hatte, war weder ein richtiger Stern noch eine Sternengruppe gewesen, denn nur die Astrologen berichteten davon, ihn gesehen zu haben. Danach ging Herodes zu den religiösen Führern der Juden, um sie zu befragen, wo der Messias geboren werden sollte. Sie zitierten die Prophezeiung aus Micha 5, 2, wo gezeigt wird, dass Bethlehem sein Geburtsort sein würde (Matth. 2, 3-6).

Dann berief Herodes heimlich die Astrologen zu sich und sandte sie mit dem Gebot nach Bethlehem, zu ihm zurückzukehren, um ihm alles zu berichten. Die Bibel sagt aber:

Matthäus 2, 7.8.12
Weil sie aber im Traum eine göttliche Warnung erhielten, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Wege in ihr Land zurück

Herodes geriet darüber in große Wut. Um sicherzugehen, daß Jesus nicht mit dem Leben davonkommen würde, ließ er in dem ganzen Gebiet von Bethlehem alle Knaben

Matthäus 2, 16
im Alter von zwei Jahren und darunter umbringen, entsprechend der Zeit, die er von den Astrologen genau ermittelt hatte

Doch Jesus entkam, denn er war von seinem Pflegevater Joseph aufgrund einer Warnung Gottes nach Ägypten gebracht worden. Auf diese Weise wurde der Plan, das Kind zu töten, zu jener Zeit vereitelt (Matthäus 2, 13.14).

Folglich war Jesus kein Neugeborener mehr, als ihn die Astrologen besuchten, sondern war fast zwei Jahre alt. Die „Weisen“ hatten den „Stern“ zum ersten Mal gesehen, als sie noch in Mesopotamien waren. Man mußte viele Monate reisen, um von dort aus nach Bethlehem zu kommen. Zu der Zeit, als sie Jesus fanden, lag er nicht mehr in einer Krippe, sondern befand sich in einem Haus (Matth. 2, 11). Also haben ihre Geschenke nichts mit dem Datum der Geburt Jesu zu tun.

Zeigt das alles nicht ganz deutlich, daß Weihnachtseinkäufe und der Austausch von Geschenken, der „Stern“ der Astrologen und der 25. Dezember sowie andere Merkmale des Weihnachtsfestes nichts mit Gott zu tun haben? Außerdem ist es irreführend, heute das Jesuskind zu verehren, denn Jesus Christus ist kein kleines Kind mehr und sollte deshalb auch nicht als solches verehrt werden. Der auferstandene Jesus Christus sitzt heute im Himmel zur Rechten des Vaters. Das Weihnachtsfest und die Legende vom Weihnachtsmann sind kein Teil von dieser biblischen Wahrheit (Apg. 2, 33; Offb. 3, 21; Matthäus 28, 18).

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