Weihnachten ist verboten!

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Weihnachten ist verboten! Jeder, der es feiert oder auch nur am Weihnachtsfeiertag nicht zur Arbeit geht, wird bestraft!

So seltsam es auch klingt, ein solches Verbot wurde im 17. Jahrhundert tatsächlich erlassen. Die Puritaner ließen das Fest in England verbieten. Warum gingen sie so entschieden gegen Weihnachten vor, und weshalb denken heute einige Menschen, dass Weihnachten nichts für Christen ist?

Nimmt man sich ein wenig Zeit, um etwas über dieses Thema nachzulesen, dann stellt man fest, dass Weihnachten nicht in der Heiligen Schrift wurzelt. Viele Bibelgelehrte verschiedener Glaubensrichtungen bestätigen das. Wenn wir dies im Sinn behalten, dürfte es uns nicht überraschen, dass das englische Parlament unter Cromwell Weihnachten im Jahr 1647 per Dekret zu einem Tag der Buße machte und es dann 1652 ganz und gar verbot. Von 1644 bis 1656 trat das Parlament jedes Jahr absichtlich am 25. Dezember zusammen. Die Historikerin Penne L. Restad schreibt:

Geistliche, die Predigten über die Geburt Christi hielten, riskierten, inhaftiert zu werden. Wenn Kirchenvorsteher ihre Kirche schmückten, mussten sie mit Geldstrafen rechnen. Die Geschäfte blieben von Gesetzes wegen an Weihnachten wie an allen anderen regulären Geschäftstagen geöffnet.

Weshalb ergriff man diese drastischen Maßnahmen? Nach Ansicht puritanischer Reformer durfte die Kirche keine Traditionen einführen, die nicht in der Bibel enthalten sind. Vehement predigten sie gegen das Weihnachtsfest und verbreiteten Schriften, in denen es verurteilt wurde.

Ähnliche Einstellungen herrschten in Nordamerika. Zwischen 1659 und 1681 war Weihnachten in der Kolonie Massachusetts Bay verboten. Gemäß einem damals erlassenen Gesetz waren Weihnachtsfeierlichkeiten jeglicher Art und Weise untersagt. Zuwiderhandlungen wurden mit einer Geldstrafe geahndet. Das Feiern von Weihnachten bereitete nicht nur den Puritanern in Neuengland Unbehagen, sondern auch einigen Gruppen in den mittleren Kolonien. Die Quäker in Pennsylvanien waren in ihrer Haltung im Hinblick auf Weihnachten ebenso unnachgiebig wie die Puritaner. In einer Quelle heißt es:

Kurz nachdem die Amerikaner ihre Unabhängigkeit erlangt hatten, teilte Elizabeth Drinker, selbst Quäkerin, die Einwohner Philadelphias in drei Kategorien ein. Es gab Quäker, die Weihnachten „nicht höher einstuf[t]en als jeden anderen Tag auch“, ferner solche, die religiös waren, und der Rest „verbrachte es in Ausschweifung und ausgelassenen Feierlichkeiten“.

Henry Ward Beecher, ein bekannter amerikanischer Prediger, der in einem streng calvinistischen Elternhaus aufwuchs, wusste noch im Alter von dreißig Jahren kaum etwas über Weihnachten.

Mir war der Weihnachtstag fremd,

schrieb Beecher 1874.

Die frühen baptistischen und kongregationalistischen Gemeinden sahen ebenfalls keine biblische Veranlassung für das Feiern der Geburt CHRISTI. Gemäß einer Quelle soll die Baptistenkirche in Newport (Rhode Island, USA) Weihnachten erst am 25. Dezember 1772 zum ersten Mal gefeiert haben. Das war ungefähr 130 Jahre nach Gründung der frühesten Baptistenkirche in Neuengland.

Woher kommt Weihnachten wirklich?

Vielleicht bist du überrascht zu hören, daß das Weihnachtsfest weder von JESUS CHRISTUS eingeführt noch von Ihm oder Seinen Jüngern im ersten Jahrhundert gefeiert wurde. In den ersten 300 Jahren nach Christi Tod wird nicht einmal etwas über eine Weihnachtsfeier berichtet.

Damals verehrten viele Menschen die Sonne, denn sie wussten, daß sie von deren Jahreslauf völlig abhängig waren. Zur Sonnenanbetung in Europa, Ägypten und Persien gehörte ein kompliziertes Zeremoniell. Im Mittelpunkt der Feste stand die Rückkehr des Lichts. Weil die Sonne im Winter scheinbar wenig Kraft hatte, flehte man sie an, von ihrer „weiten Reise“ zurückzukehren. An solchen Festtagen hielt man Festmähler, tanzte, verzierte Häuser mit Lichtern und Ornamenten und verteilte Geschenke. Kommt dir das bekannt vor?

Sonnenanbeter glaubten unter anderem, das nicht verbrannte Holz eines Julblocks habe magische Kräfte, ein Feuer im Freien könne dem Sonnengott Kraft geben und ihn wiederbeleben, Dämonen würden in einem mit immergrünen Pflanzen geschmückten Haus verscheucht, die Verehrung von Stechpalmenzweigen gewähre die Rückkehr der Sonne und Mistelzweige dienten als Glücksbringer. Bei welcher Feier finden sich heute diese Dinge wieder?

Im heidnischen Rom war der Dezember — lange bevor dort Weihnachten eingeführt wurde — der Monat für Feste schlechthin. In dieser Zeit fand das einwöchige Fest der Saturnalien (das Saturn, dem Gott des Ackerbaus, gewidmet war) statt und das Fest dies natalis Solis invicti (Geburtstag der unbesiegten Sonne). Der 25. Dezember galt auch als der Geburtstag des persischen Lichtgottes Mithra.

Die Heiden christianisieren?

In dem Versuch, die Heiden zu bekehren, begann man, christliche und heidnische Glaubensansichten in schriftwidriger Weise miteinander zu verschmelzen. Daher wählte die Kirche für das Weihnachtsfest ein Datum, auf das gleichzeitig auch das wichtigste heidnische Fest fiel. Und wie steht es mit den Weihnachtsbräuchen? DieEncyclopedia of Religion and Ethics räumt ein, daß die meisten Weihnachtsbräuche

in Wirklichkeit nicht christliche, sondern heidnische Bräuche sind, die von der Kirche übernommen bzw. geduldet wurden.

Offenbar meinte man, diejenigen, die solche Feste beobachten, dadurch christianisieren zu können, dass man den Bräuchen einfach einen christlichen Anstrich gab.

Wie denkt JESUS CHRISTUS über Weihnachten?

Wenn dir zu Ehren ein Fest stattfinden sollte, wäre dann nicht deine Meinung über den Ablauf der Feier maßgebend? Darum sollten wir uns fragen: Zeigt die Bibel, wie JESUS über Traditionen denkt, die im Heidentum wurzeln?

Der HERR JESUS verurteilte religiöse Führer, die in bezug auf die wahre Anbetung Kompromisse machten, um mehr Anhänger zu gewinnen. Zu solchen Führern sagte er:

Matthäus 23, 15
Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! – weil ihr das Meer und das Trockene durchzieht, um EINEN zum Proselyten zu machen, und wenn er es geworden ist, macht ihr ihn zu einem Sohn der Hölle, zweimal so viel wie ihr.

Bekehrung sollte nicht eine Folge der Verschmelzung heidnischer und christlicher Glaubensansichten sein. Paulus, ein Apostel JESU, schrieb den Christen in Korinth:

1. Korinther 10, 21; 2. Korinther 6, 14.15
Ihr könnt nicht [aus dem] Becher des Herrn trinken und [aus dem] Becher der Dämonen. Ihr könnt nicht am Tisch des HERRN und am Tisch der Dämonen teilhaben  Werdet nicht ungleich eingespannt mit Ungläubigen, denn welche Gemeinsamkeit haben Gerechtigkeit und Gesetzwidrigkeit? Welche Gemeinschaft [kennt] Licht in Richtung Finsternis? Welchen Zusammenklang [hat] Christus in Richtung Beliar? Oder was hat ein Gläubiger gemeinsam mit einem Ungläubigen?

Wenn eine gewissenhafte Mutter sehen würde, wie ihr Kind aus einem schmutzigen Rinnstein Süßigkeiten fischt, würde sie darauf bestehen, daß das Kind sie sofort wieder wegwirft. Allein der Gedanke, es könnte die Süßigkeiten essen — oder sie auch nur berühren —, wäre ihr zuwider. Weihnachten wirkt zwar auf viele ebenso anziehend wie Süßigkeiten auf ein Kind, doch stammt es aus einer schmutzigen Quelle. JESU Gedanken stimmen mit denen des Propheten Jesaja überein, der die Gläubigen seiner Zeit aufforderte:

Jesaja 52, 11
Weicht! weicht! Geht hinaus von dort! Rührt nichts Unreines an! Geht hinaus aus ihrer Mitte! Reinigt euch, die ihr die Geräte JaHWeHs tragt!

Aus diesem Grund feiern Christen heute kein Weihnachten. Sie denken über Traditionen genauso wie JESUS, selbst wenn andere ihre Ansicht vielleicht etwas eigenartig finden:

Matthäus 15, 2.3.6b
Weshalb übertreten deine Jünger die Überlieferung der Ältesten? – denn sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie Brot essen … Und weshalb übertretet ihr das Gebot GOTTES wegen eurer Überlieferung? … Und eurer Überlieferung wegen setztet ihr das Gebot GOTTES außer Gültigkeit.

Auch die heutigen Christen beweisen ihre Einheit mit dem HERRN, indem sie nicht die Freundschaft der Welt, sondern den Willen GOTTES suchen und in die Tat umsetzen.

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