Römischer Ökumenismus

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Der römische Ökumenismus drängt zu weiterer Einheit. Andere Konfessionen lassen sich anscheinend gern darauf ein.

Den Wunsch nach einem immer mehr zunehmenden geistlichen Ökumenismus hat Johannes Paul II. zum Abschluss der „Gebetswoche für die Einheit der Christen“ zum Ausdruck gebracht. In Anwesenheit von Repräsentanten anderer Kirchen und kirchlicher Gemeinschaften feierte er einen festlichen Vespergottesdienst in der Basilika St. Paul vor den Mauern in Rom. In seiner Predigt am Tag der Bekehrung des Apostels Paulus (25. Januar 2003) sprach der Papst den Wunsch aus, die „Spiritualität der Gemeinschaft“ möge immer mehr wachsen. Zwar werde der Heilige Geist nicht aufhören, außerordentliche Wunder zu vollbringen, aber Christen dürften auch in ihrem Einheitsstreben nicht müde werden, sondern müssten ihre Anstrengungen und Gebete intensivieren. Mit Nachdruck hob Johannes Paul II. Die Bedeutung eines geistlichen Ökumenismus hervor, die die Seele der gesamten ökumenischen Bewegung sei. Zum Schluss seiner Predigt rief der Papst dazu auf, mit Mut und Geduld auf dem ökumenischen Weg weiterzugehen, im Vertrauen auf das Wirken des Heiligen Geistes. Die Vesper feierten zwölf Kardinäle mit, darunter Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano und der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Walter Kasper. Unter den Repräsentanten der anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften waren der griechisch-orthodoxe Archimandrit Polykarpos Stavropoulos, der Direktor des römischen „Anglican Centre“, Richard Garrard, sowie der Pfarrer der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Rom, Jens-Martin Kruse, anwesend.

(Quelle: L’Osservatore Romano Nr. 5, 31. Januar 2003, S. 1)

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