Geistesgaben? Ja! Pfingstbewegung? Nein, danke!

Immer wieder werde ich gefragt: Wie hältst Du’s mit der Pfingst-/Charismatischen Bewegung? Antwort: Ich lehne sie ab, weil man an ihren Früchten sieht, wohin sie die Gläubigen führt: In die Ökumene und Verweltlichung. Nirgendwo sind die Christen so verweltlicht wie bei den Pfingstlern. Sie reden viel vom HEILIGEN GEIST, aber gerade ihr Geist ist das Unheiligste an ihnen, ja sie haben einen ausgesprochenen Weltgeist. Der Prediger ein eitler Gockel, immer in neuester Mode, und seine Frau aufgetakelt wie eine Puffmutter. Die Mädchen laufen herum wie auf Männerjagd und der Prediger sieht’s gern, denn seine Lockvögel ziehen die jungen Männer an und so wächst die Gemeinde. Früher nannte man es Tempelprostitution, heute sagt man „Gemeindewachstumsprogramm“ dazu.

Die Pfingstler sind oft noch weltlicher als die Welt. Daneben nimmt sich die Katholische Kirche wie der reinste Pietismus aus. Die Töchter treiben es eben schlimmer als die große Mutterhure.

Bestes Beispiel sind David du Plessis und Walter Hollenweger. Du Plessis, ursprünglich ein entschiedener Christ aus Südafrika misstrauisch gegen alle Unterwanderung des Christentums, wurde durch die Vision eines Heilungspredigers radikal umgedreht und entwickelte sich zum Extrem-Ökumeniker der Pfingstler, der im Weltkirchenrat genauso zu Hause war wie beim Papst im Vatikan, so dass er 1962 sogar von seinen eigenen Pfingstlerverbänden (Assemblies Of God) ausgeschlossen wurde. ERst als die Pfingstler im Verlauf der Jahre selbst genügend ökumenisiert waren – der damalige Weltpfingst-Vorsitzende Th. W. Zimmermann ist wie auch Oral Roberts Mitglied im Roary-Club – nahmen sie den Ausschluss wieder reuevoll zurück.

Früher nannte man es Tempelprostitution, heute sagt man „Gemeindewachs- tumsprogramm“ dazu.

Walter Hollenweger war zunächst einfacher Pfingstler-Evangelist und Übersetzer William Branhams. Ein paar Jahre später saß er bereits als Mitarbeiter des Weltkirchenrates in Genf und ist heute vollends ein Verfechter von Gruppendynamik, Spiritualismus und Einheit aller Religionen und Kulte.

Ein weiteres Beispiel ist Benny Hinn. Er hatte bereits einen Prozess, weil in einer seiner Versammlungen eine Frau beim Rückwärts-Umfallen (Phänomen beim Toronto-Un-Segen) zu Tode gekommen war. Die Bibel sagt zu diesen Fleischgetaufen:

Jesaja 28, 13
Darum wird JaHWeHS Wort an sie ergehen: „Zaw-la-zaw, zaw-la-zaw und kaw-la-kaw, kaw-la-kaw, hier ein wenig, dort ein wenig.“ Nach hinten stürzen sie und brechen sich das Genick. Sie laufen den Feinden ins Netz, gefangen führt man sie fort.

In GOTTES Gegenwart fällt man immer auf das Angesicht, niemals rücklings.

Dennoch, bei allem Missbrauch der Geistesgaben darf man nicht ins andere Extrem verfallen und das Kind mit dem Bade ausschütten, indem man die Geistesgaben in Markus 16 oder 1. Korinther 14 aus der Bibel zu streichen sucht wie es heute viele tun. Es gibt linke Bibelkritiker wie Sölle oder Bultmann. Aber es gibt auch Bibelkritiker von rechts, denen alles verdächtig ist, was übernatürlich ist. Besonders die Gemeinschaftsbewegung des Gnadauer Verbandes und ihm nahestehende Prediger wie Otto Markmann, Rudi Holzhauer (†), Alexander Seibel, Langhammer, Werner Bergmann (†) u.a.

Wer nicht alles, was an Lehre im Neuen Testament steht, in seinem eigenen Glaubensleben unterbringen kann, bei dem stimmt irgendetwas nicht. Das ist ein guter Prüfstein. Die Geistesgaben stehen nun mal in der Bibel. Wer sie streicht, wer überhaupt etwas aus der Bibel streicht, und sei es nur das Zungenreden, der streicht sich selbst, aus dem Buch des Lebens. Wenn man alles aus der Bibel streichen wollte, was von den Menschen missbraucht wird, müsste man zu allererst die Gnade streichen; denn mit der Gnade wird am allermeisten Schindluder getrieben.

Während die Pfingstler/Charismatiker Missbrauch mit den Geistesgaben treiben, treiben ihre Kritiker aus der Gemeinschaftsbewegung Missbrauch hauptsächlich mit der Gnade GOTTES, die sie als Deckmantel für ihre Fleischeslust und Weltliebe verwenden. Welcher Missbrauch der schlimmere ist, wird GOTT einmal beantworten. Beide Wege, die Pfingstbewegung wie auch die Gnadauer Gemeinschaftsbewegung, sind bei aller Gegensätzlichkeit im Lichte der neutestamentlichen Lehre betrachet, letztlich nur zwei Varianten ein- und desselben Breiten Weges, der über Ökumene und Verweltlichung in die ewige Verdammnis führt.

Wenn man alles aus der Bibel streichen wollte, was von den Menschen missbraucht wird, müsste man zu allererst die Gnade streichen; denn mit der Gnade wird am allermeisten Schindluder getrieben.

Rudi Holzhauer, der an Krebs starb, war einer der extremsten Gabenfeinde. Dass er selbst aber regelmäßig auf die Langensteinbacher Höhe der Allveröhner pilgerte, erwähnte er wohlweislich in keiner seiner Schriften. Als ich ihn in seiner Wohnung aufsuchte und ermahnte, nicht an die Allversöhnung zu glauben, winkte er nur ab und wollte nicht darüber reden. Gerade die Befürworter der Berliner Erklärung waren Männer, die dem Okkultismus, der Freimaurerei, Homoöpathie, Wünschelrute und Strahlengläubigkeit oft völlig blind gegenüberstanden und noch stehen (siehe Hensoltshöhe und die Rutengänger), und je mehr bei ihnen die Geistesgaben von unten waren, umso mehr war Adolf Hitler von oben (siehe Krawielitzki und der Marburger Verband). Andererseits werden nirgendwo Freimaurer so häufig als Vorbilder zitiert wie in den Schriften der Gnadauer. Ob J. G. Hamann, J. G. Herder, F. G. Klopstock, L. Gerlach, Henri Dunant, M. Claudius, R. Haldane, J. W. Goethe, B. Pascal, I. Newton, Fr. Zimmer, N. Zinzendorf, Jung-Stilling, F. Chr. Ötinger, J. F. Oberlin, J. K. Lavater, L. Th. Spittler, J. T. Kießling, es wimmelt in den Gnadauer Schriften nur so von Freimaurern.

Man kommt nicht umhin anzunehmen, dass hier ein Zusammenhang zwischen Ablehnung der Geistesgaben und der geistlichen Blindheit der Gnadauer bestehen muss. Es ist ja auch völlig logisch, dass Männer, die die Geistesgaben verketzern – wer die Gaben verlästert, verlästert den Geber – auch nicht z. B. die Gabe der Geisterunterscheidung bekommt. Die können vielleicht Weingeist von Obstessig unterscheiden, aber in geistlichen Belangen sind sie völlig unterbelichtet.

Wer die Gaben verlästert, verlästert den Geber

Bezeichnenderweise haben gerade die drei gesegnetsten Männer unter den Gnadauern (Heinrich Coerper, Jakob Vetter und Ernst Modersohn) sich geweigert, die Berliner Erklärung zu unterschreiben. Und Otto Stockmayer reute seine Unterschrift noch auf dem Sterbebett, wusste er als ehemaliger Freimaurer genau, was man mit solchen Erklärungen alles anrichten kann, wenn man den Weizen mit dem Unkraut ausrauft.

Bezeichnenderweise haben gerade die drei gesegnetsten Männer unter den Gnadauern (Heinrich Coerper, Jakob Vetter und Ernst Modersohn) sich geweigert, die Berliner Erklärung zu unterschreiben. Und Otto Stockmayer reute seine Unterschrift noch auf dem Sterbebett…

Also: Pfingstbewegung nein, Geistesgaben ja. Dass ist biblisch. Paulus gebietet:

1. Korinther 14, 1
Strebt nach der Liebe, doch bemüht euch auch eifrig um die Geisteswirkungen; am meisten aber, dass ihr weissagt!

Das ist ein Gebot. Ich habe einmal einem dieser Gnadauer Gabenfeinde die Frage gestellt: „Bist Du bereit, alle Apostelbefehle zu befolgen?“ Antwort: Selbstverständlich, darum bin ich ja Christ.“ „Gut“, fragte ich weiter, „bist Du auch bereit, 1. Korinther 14 zu befolgen?“ Betretenes Schweigen. „Bist Du bereit, dieses apostolische Gebot zu befolgen, ja oder nein?“ Immer noch Schweigen. „Ja oder nein“ bohrte ich weiter. Da rief, ja schrie er völlig entfesselt: „Nein, nein, nein!“ Ich war erschrocken; denn soeben hatte sich der Geist, der hinter der Berliner Erklärung steckt, wieder einmal selbst entlarvt. Es heißt, die Berliner Erklärung verurteile die Pfingstbewegung. Wenn dem so wäre, könnte ich sie auch unterschreiben. Doch es war mehr als die Verurteilung einer Bewegung; es war die Verurteilung der Geistesgaben als Bestandteil der Apostellehre, und damit auch die Verdammung von Brüdern, die mit Hingabe und Treue ihrem HERRN JESUS dienten.

Quelle: Glaubensnachrichten, Oktober 1995

Dieser Beitrag hat 8 Kommentare

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    Roger Stegmann

    Hallo,
    Sie erheben ganz erhebliche Vorwürfe gegen von mir bisher positiv besetzten Personen. Deshalb bitte ich Sie folgende ihrer Passagen mit Literaturangaben und weiteren nachprüfbaren Beweisen zu belegen. Ansonsten kann ich diese Vorhaltungen nur als Verleumdung werten.
    m.f.g.
    Roger Stegmann

    +… treiben ihre Kritiker aus der Gemeinschaftsbewegung Missbrauch hauptsächlich mit der Gnade GOTTES, die sie als Deckmantel für ihre Fleischeslust und Weltliebe verwenden…

    +… Gerade die Befürworter der Berliner Erklärung waren Männer, die dem Okkultismus, der Freimaurerei, Homoöpathie, Wünschelrute und Strahlengläubigkeit oft völlig blind gegenüberstanden…

    +…und noch stehen (siehe Hensoltshöhe und die Rutengänger)…

    +…und je mehr bei ihnen die Geistesgaben von unten waren, umso mehr war Adolf Hitler von oben (siehe Krawielitzki und der Marburger Verband)….

    +…Andererseits werden nirgendwo Freimaurer so häufig als Vorbilder zitiert wie in den Schriften der Gnadauer. Ob J. G. Hamann, J. G. Herder, F. G. Klopstock, L. Gerlach, Henri Dunant, M. Claudius, R. Haldane, J. W. Goethe, B. Pascal, I. Newton, Fr. Zimmer, N. Zinzendorf, Jung-Stilling, F. Chr. Ötinger, J. F. Oberlin, J. K. Lavater, L. Th. Spittler, J. T. Kießling, es wimmelt in den Gnadauer Schriften nur so von Freimaurern….

    +…Und Otto Stockmayer reute seine Unterschrift noch auf dem Sterbebett, wusste er als ehemaliger Freimaurer genau, was man mit solchen Erklärungen alles anrichten kann, wenn man den Weizen mit dem Unkraut ausrauft….

    +…Und Otto Stockmayer reute seine Unterschrift noch auf dem Sterbebett……

    1. Roland Odenwald

      Guten Tag, Herr Stegmann,

      gerne beantworte ich Ihre Frage und teile Ihnen einige Quellen mit:

      Gemeinschaftsbewegung:
      – idea-spektrum 32/1985, S. 14
      – Der Gärtner 21/1982

      Krawielitzki und der Marburger Verband:
      Quelle: Gemeinschaftsblatt 16/1937 (Titel: „Zum 48. Geburtstag unseres Führers am 20. April“)

      Freimaurer & Gnadauer:
      – Internationales Freimaurerlexikon
      – Who Is Who in America
      – Clark, Francis: Memories Of Many Men in Many Lands (Autobiographie), Chicago 1922, S. 49
      – The Supreme Mother Council 33 Of The World, California 1976
      – Modersohn, Ernst: Er führet mich auf rechter Straße, Wuppertal 1953

      Befürworter der Berliner Erklärung:
      Homuth, Norbert: Dokumente der Unterwanderung – Christen unter falscher Flagge, 3. Aufl. 1997

      Hensoltshöhe und die Rutengänger:
      Homuth, Norbert: Dokumente der Unterwanderung – Christen unter falscher Flagge, 3. Aufl. 1997, S.90

      Otto Stockmayer:
      Homuth, Norbert: Glaubensnachrichten, Oktober 1995, S. 1f.

      Sollten Sie weitere Quellenangaben benötigen, können Sie sich gerne direkt mit dem Autor in Verbindung setzen. Die Kontaktdaten lauten: Norbert Homuth, Postach 810408, D-90249 Nürnberg, Fax: 0911/7908340.
      Unter dieser Adresse können Sie auch gratis die „Glaubensnachrichten“ bestellen.

      Shalom
      Roland Odenwald

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    Manu

    Ich verstehe nicht wieso die Pfingstbewegung immer verallgemeinert wird. Es gibt sicher viele die sich längst auf den breiten Weg befinden. Aber auch bei den Pfingstlern gibt es untereinander gewaltige Unterschiede. Was z.B. die Kleidung angeht. Da gibt es viele die sich überhaupt nicht wie diese Welt nach der neusten Mode kleiden und leben. Ich würde aufpassen was ich so von mir gebe.
    Schau dir einfach mal die Russland-Deutsche Pfingstbewegung an, da gibt es auch Ausnahmen, aber sie unterscheiden sich meist doch von anderen Pfingstlern.
    Und noch etwas Pfingstler und Charismaten sind verschieden und was den Gottesdienst betrifft ganz anders. Also die Pfingstler die ich meine. Mag sein das es da auch noch weltliche gibt.

    1. Roland Odenwald

      Hallo Manu,

      natürlich gibt es Unterschiede bei den Pfingstlern. Auf der Webseite ist von dem organisierten Pfingstlertum die Rede (z. B. BFP, Wort des Glaubens usw.). Diese befinden sich leider auf dem Breiten Weg und viele Menschen werden verführt. Aber es steht außer Frage, dass es unabhängige Pfingstgemeinden gibt, die sich diesem Trend nicht angeschlossen haben.

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    detlef ritz

    moin roland ! in bezug auf mark.16,17/18 und 1.kor. 13,8 und 1.kor. 14,1-meiner erkenntnis nach hat das auch aufgehört . es bezog sich auf die apostelzeit . elche geistesgaben hast du denn noch ? sprichst du in zungen/sprachen bzw. in welcher sprache ? – kannst du in anderen richtigen sprachen sprechen oder verstehen , die du nicht gelernt hast? lg

    1. Roland
      Roland

      Hallo Detlef,
      leider dauert es manchmal länger bis ich antworten kann, da viel „um die Ohren“ habe.

      Du bist der Meinung, dass bestimmte Geistesgaben sich auf die „Apostelzeit“ beziehen und daher heute nicht mehr existieren (Du beziehst Dich sicherlich auf die „Zwölf Apostel“ und nicht auf die „Gemeindeapostel“ im Epheserbrief).

      Die zentrale Frage, die sich nun stellt, ist, was bedeutet „das Vollkommene“ in 1. Korinther 13,10?

      Der Begriff Vollkommene (gr. TELOS bzw. TELEIOS) hat folgendes Bedeutungsspektrum:

      Kulminationspunkt
      Ziel, Ende, vollenden, zur Vollendung bringen, vollendet
      das Ende erreicht habend
      Vollkommen zum Ende oder Ziel gebracht,
      vollendet; vollständig (d.h. nichts mehr brauchend zur Vollendung). Bsp.: Mt. 5,48; Röm. 12,2; 1Kor. 13,10; Hebr. 9,11; Jak. 1,4; 3,2; 1Jo 4,18 u. a.
      erwachsen – ein Mensch, der vollendet ausgewachsen ist: reif, mündig und volljährig. 1Chr 25,8; 1Kor 2,6; 14,20; Eph 4,13; Phil 3,15; Kol 1,28; Hebr 5,14
      Abschluss, Vollendung
      Vollkommen, Vollkommenheit:

      Der Ausdruck „die Vollkommenheit erreichen“ wird oft gebraucht i. S. vom menschlichen Erwachsensein, wie auch vom Ausgewachsensein von Pflanzen usw.

      Das Nomen TELOS wird abgeleitet von einer Wurzel TEL die herumdrehen bedeutet (z. B. das Steuer) und meint ursprünglich den Drehpunkt, das Scharnier, den Kulminationspunkt, an dem das eine Stadium endet und das andere beginnt; später das Ziel, das Ende. Von Bedeutung ist noch die Aussage über GOTT als ARCHE KAI TELOS, Anfang und Ende aller Dinge; nur Er fasst Anfang und Ende zusammen.

      TELOS kommt in der LXX meist in adverbialen Verbindungen vor. Sehr oft hat dieses Wort die Bedeutung für immer (z. B. Hiob 20,7; Ps. 9,7; Hab. 1,4). Ausgehend von der Grundbedeutung „bis zum Schluss“ kann TELOS vollständig bedeuten (z. B. 2. Chr. 12,12) oder zeitlich verstanden für immer (z. B. Hiob 23,7). Einige Male wird EIS TELOS verwendet, wo sich im Masoretischen Text kein Äquivalent findet (z. B. 1. Mose 46,4; Hes. 15,4). Wichtig ist noch, dass TELOS mehrfach in Zeitangaben als Übersetzung vorkommt; es bedeutet dann Abschluss, Ende (vgl. 2. Sam. 15,7; 2. Kön. 8,3).

      TELOS wird oft für das hebr. Verbum KÄLÄH gebraucht in der Bedeutung: zu Ende bringen, erfüllen (Ruth 2,21; Esra 9,1). Als religiöser Terminus kommt es pass. vor: sich (dem Dienst) weihen (4. Mo. 25,3.5; Ps. 105,28; vgl. Hos. 4,14). Weiterhin wird TELOS für „ganz“, „vollkommen“, „unversehrt sein“ verwendet. So wird es gebraucht vom Herzen, das GOTT ganz verpflichtet ist (1. Mose 6,9; vgl. 5. Mo. 18,13). Der Gedanke der Totalität zeigt sich auch in der Rede von einer totalen Entvölkerung (Jer. 13,19) oder im Ganzopfer (Richter 20,26; 21,4). Eine weitere Bedeutungen ist: die Schönheit vollkommen machen (Hes. 27,11). Weisheit 6,15 spricht vom Vollendetsein in Einsicht. In der rabbinischen Literatur bezieht sich TELOS meistens auf die „Tage der Ankunft des Messias, die dem Weltende vorgeordnet sind“.

      Der Begriff in V. 9: das Vollkommene (gr. TELEIOS) hat folgende Bedeutungen:

      Die Paulus-Briefe

      Paulus gebraucht TELOS in der Bedeutung „Endergebnis“, „Endgeschick“. Römer 6,2ff. nennt das zweifache Geschick, das den Menschen auf Grund seines Verhaltens treffen kann: Tod (V. 21) oder Leben (V. 22; vgl. Ps. 73,17). Nach Phil. 3,19 finden die Feinde des Kreuzes CHRISTI ihr Endgeschick im ewigen Verderben (vgl. auch 2. Kor. 11,15). Dreimal kommt TELOS in einer präpositionalen Verbindung vor 1.Kor. 1,8; 2. Kor. 1,13; 1. Thess. 2,16). In der Bedeutung „Ende“, d. h. Aufhören findet sich TELOS Röm. 10,4 (in Bezug auf das Gesetz); 2. Kor.3,13 (der Glanz auf dem Antlitz des Mose war im Verschwinden begriffen). 1. Kor. 10,11 handelt von den Enden der Zeit (vgl. 1. Kor. 7,29.31; 16,21). 1. Kor. 15,24 meint TELOS den Abschluss der eschatologischen Ereignisse (vgl. Mk. 13,7 Par.), den Zeitpunkt, an dem CHRISTUS Seinem VATER die Herrschaft übergibt.

      TELOS als Ziel kommt vor in 1. Tim. 1,5. In Römer 13,7 bedeutet TELOS den Zoll bezahlen (Elberfelder Übersetzung 1871).

      Weitere Bedeutungen:

      – Zum Ziel kommen (2. Kor. 12,9; Gal. 5,16)
      – Zum Ende bringen (Röm. 2,27; 2. Tim. 4,7; Apg. 20,24)
      – Reif, erwachsen (1. Kor. 2,6; 14,20; Phil. 3,15; Eph. 4,13; Kol. 1,28
      – Das, was GOTTES Willen ganz entspricht (Röm. 12,2 (vgl. 1. Mo. 6,9); Kol. 4,12.
      – Die Liebe wird das Band der Vollkommenheit genannt (Kol. 3,14)

      Synoptiker

      TELOS wird in den eschatologischen Reden JESU viermal verwendet als Terminus technicus für das Ende der Welt: Matth. 24,6 (par. Mk. 13,7); 24,14; Lk. 21,9. Auch kommt es mehrfach vor in der präpositionalen Verbindung, wobei an das Ende der Welt gedacht sein kann (Mt. 10,22: 24,13; Mk. 13,13), da dieses im Kontext (Mt. 24,6.14; Mk. 13,7) genannt wird. Die Wendung „ein Ende haben“, kommt zweimal vor: Mk. 3,26 (ein Reich, in dem Zwiespältigkeit herrscht, hat ein Ende, d. h. es hört auf zu bestehen; vgl. dazu Lk. 1,33: dem Reich CHRISTI ist kein Ende gesetzt); Lk. 22,37 (die Bestimmung JESU kommt zum Ende, da die Worte der Schrift – Jes. 53,12 – an Ihm erfüllt werden).

      Das Adjektiv „TELEIOI“ kommt nur bei Matth. vor: 5,48.

      Jakobusbrief und die Petrusbriefe

      TELOS hat auch bei Jakobus die Grundbedeutung ganz. So ist man vollkommen, d. h. in keinem Punkt zurückbleibend (3,4), wenn man die Geduld durchhält. Jakobus nennt das Gesetz der Freiheit, mit der er das Gebot der Nächstenliebe meint (2,8), vollkommen (1,25), weil allein dieses den Menschen wirklich freimacht (vgl. Joh. 8,3ff; Gal. 5,13). Dass GOTTES Gaben vollkommen genannt werden können (1,17), ist selbstverständlich. Ganz, ohne fehl, ist nach Jakobus der Mensch, der sich im Wort nicht verfehlt (3,2). ETELEIOTHÄ meint demnach ganz werden: allein durch Werke wird der Glaube zur Ganzheit gebracht (2,22; vgl. V. 17.20). Sonst gebraucht Jakobus noch TELOS als Ausgang (5,11; vgl. Mt. 26,58) und TELEITE als erfüllen (eines Gesetzes 2,8; vgl. Lk. 2,39).

      Der erste Petrusbrief verwendet TELOS als Ziel (1,9), als eschatologischen Terminus (4,7; vgl. Mt. 24,6 usw.), als Endgeschick (4,17; vgl. Röm. 6,2ff.) und in der Bedeutung „schließlich“ (3,8).

      Der Hebräerbrief

      Im Hebräerbrief kommt unsere Wortgruppe relativ am häufigsten vor. TELOS hat hier fast immer kultischen Klang im Sinne von „weihen“, „heiligen“, so dass man – wie der alttesamentliche Priester – vor GOTT treten kann. Der Hebräerbrief gebraucht das Verbum, um dadurch den Unterschied zu verdeutlichen zwischen CHRISTUS, Dem durch Leiden vollendeten (2,10) und ewig vollkommenen (7,28) Hohenpriester, Der so für die Seinen Urheber ewigen Heils sein konnte (5,9), und dem Priester des alten Bundes, der mit Schwachheit behaftet war (7,28), und dessen Opfer ihn nicht nach dem Gewissen vollenden konnten (9,9; s. auch 10,1). Nur CHRISTUS konnte durch ein einziges Opfer die Seinen vollenden (10,14). Keineswegs hat das Gesetz (7,19), d. h. das levitische Priestertum, diese Heiligung (7,11) gebracht. Darum nennt der Hebräerbrief auch das himmlische Heiligtum CHRISTI im Vergleich zum irdischen das Vollkommenere (9,11).

      Zweimal wird TELEIO nicht kultisch gebraucht: 11,40 besagt: die Glaubenszeugen des alten Bundes (V. 39) hatten die Vollendung noch nicht erreicht, denn diese ist erst durch CHRISTUS gegeben (vgl. 10,14); jetzt aber sind auch sie der Vollendung teilhaftig geworden (12,23). TELEION in der Bedeutung Erwachsener kommt in 5,14 vor; mit TELEIO (6,1) ist demgemäß derjenige Teil der biblischen Lehre gemeint, der für die Erwachsenen bestimmt ist (Ggs. ARCHÄ, Anfang: 5,12; 6,1). TELEIO steht in 12,2 neben ARCHÄGON. JESUS ist Anfänger und Vollender des Glaubens, d. h. Er hat nicht nur den Glauben bis zum Ende durchgehalten (vgl. 5,7f; 12,3), sondern auch den Grund des Glaubens gelegt (vgl. 1,3).

      TELOS kommt zweimal vor in präpositionalen Verbindungen: 3,14 (dieselbe Wendung in V. 6 entstammt wahrscheinlich V. 14) und 6,11. Ferner bedeutet TELOS in 6,8 Ausgang und in 7,3 Ende.

      Johannesevangelium, die Johannes-Briefe und die Offenbarung

      In Joh. 4,34; 5,36; 17,4 wird TELEIO verwendet, wo JESUS über die Werke des Vaters spricht, die Er zu vollbringen hat. Am Kreuz kann Er sagen, dass sie vollbracht sind (TETELESTAI 19,30; vgl. V. 28). Im hohenpriesterlichen Gebet bittet JESUS darum, dass die Seinigen vollendet werden zur Einheit (17,23), damit die Welt die Sendung CHRISTI erkennt (vgl. V. 21). In Joh. 19,28 wird das Verbum gebraucht von erfüllt werden der Schrift. TELOS kommt in einer präpositionalen Verbindung (Joh. 13,1) vor: JESUS hat die Seinigen bis zum Ende, d. h. vollkommen, ganz, geliebt.

      In 1. Joh. wird viermal das Pass. TETELEIOMENÄ gebraucht in Bezug auf die Liebe. Die Liebe GOTTES ist zur Ganzheit gekommen, wenn Menschen Sein Wort bewahren (2,5) und ihre Nächsten lieben (4,12). Diese Liebe erreicht darin ihr Ziel, dass sie von Furcht am Tage des Urteils befreit (4,17; vgl. 2,28). Wer Furcht hat, wird nicht vollkommen durch diese Liebe bestimmt, denn die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus (4,18).

      Die Offenbarung hat sechsmal TELEIO in der Bedeutung zu Ende bringen oder (Pass.) zu Ende gebracht werden. In 11,7 handelt es sich um das zu Ende bringen eines Zeugnisses; 15,1 kündigt die sieben letzten Plagen über die Welt an, in denen GOTTES Zorn zur Vollendung kommt (vgl. V. 8). Schließlich spricht Offb. 20 dreimal vom Ende des tausendjährigen Reiches (V. 3.5.7). Offb. 10,7; 17,7 handeln vom Erfüllwerden des Geheimnisses GOTTES bzw. der Worte GOTTES. Auch die Offenbarung hat TELOS in einer präpositionalen Verbindung (2,26), wo dazu aufgerufen wird, die Werke CHRISTI ständig festzuhalten.

      Bewertung

      Vergegenwärtigt man sich die theologische Funktion der Wortgruppe im NT, so kann man zwischen einem eschatologischen und einem anthropologischen Aspekt unterscheiden, der mit der spez. Bedeutungsrichtung von TELOS verbunden ist.

      Im Vordergrund steht zunächst die eschatologische Funktion, dessen dynamischer, zielgerichteter Charakter durch den häufigen Gebrauch des Verbums noch unterstrichen wird. Dieser Aspekt tritt in den auf die zukünftige Vollendung gerichteten Partien der Synoptiker (vgl. die sog. synopt. Apokalypse, Mk. 13 parr.), der paulinischen Briefe (z. B. Phil. 3,19) und der Offenbarung besonders deutlich zutage. Wichtig ist dabei, dass das Ende nicht einfach als mechanisches Aufhören einer Bewegung verstanden wird, sondern als vollendender Abschluss eines dynamischen Prozesses, dessen Ziel zugleich die Verwirklichung seines Sinnes und Verwirklichung seines Sinnes und seiner Intentionen bedeutet.

      Im Rahmen der individuell menschlichen Entwicklung meint TELOS den zur Reife gelangten, erwachsenen, mündigen Menschen (so besonders bei Paulus).

      TO TELEION in 1. Korinther 13,10

      Wie wir gesehen haben, drücken die Begriffe TELOS bzw. TELEION sehr unterschiedliche Dinge aus.

      Es gibt eine Auffassung, die 1. Kor. 13,8-12 als bereits erfüllt ansieht. Nach ihr wird das Vollkommene (V. 10) auf die „vollkommene Offenbarung im NT“ gedeutet und das Stückwerk, der „Spiegel in einem dunklen Wort“ auf Prophetie, personal-direkte Erkenntnis-Inspirationen und ausgelegte Sprachenrede. Die letztgenannten Geistesgaben seien – zum Unterschied von den übrigen – der Gemeinde als Offenbarungsgaben nur für die Epoche der Entstehung des NT gegeben worden.

      Meines Erachtens lässt sich diese Auffassung nicht mit den klaren Aussagen des Kontextes vereinbaren:

      Es gibt keine einzige Bibelstelle (wie wir oben gesehen haben), die mit TELEIOS oder TELOS explizit das Wort GOTTES meint. Das bedeutet, dass die Begründung mit 1. Kor. 13,8.10 exegetisch äußerst schwach ist, da sie den biblischen Kontext völlig außer Acht lässt. Auch in den Kapiteln 1. Kor. 12 und 14 gibt es keine Andeutung darüber, dass das Leben in den Gaben des GEISTES eine exeptionelle Situation (Ausnahme-Situation) nur für diese frühen Gemeinden gewesen sei.

      Auch wenn wir heute das vollständige Wort GOTTES (Textus Receptus) in unseren Händen halten, bleibt unser Erkennen Stückwerk. Würde die dispensationalistische Hypothese stimmen, hätte mit der Fertigstellung des Neuen Testaments jegliches Stückwerk aufgehört.

      In 1. Kor.13,10 steht TO TELEION (Neutrum mit Artikel). im Gegensatz zu TO EK MEROUS (das was stückweise ist). Hier auf der Erde, in dieser gefallenen Schöpfung gibt es nur eine teilweise Vollkommenheit, während das eigentliche Ziel im Himmel ist (Hebräer 9,11). So wird sich das vollkommene Gesetz der Freiheit erst in Gottes neuer Welt voll entfalten (Jakobus 1,17).

      Wenn dieser Vers sich auf die Vollendung des NT beziehen würde, hätte der Apostel den Begriff HOLOKLEROS („alle Teile habend“; „ganz“; „alles“). Denn dieser Ausdruck bezeichnet das, was alles ihm Zugeteilte enthält und dem nichts mehr zur Vollständigkeit fehlt bzw. nach Verlust der Vollständigkeit diese wieder zurück gewonnen hat (kommt im NT nur in 1. Thessalonicher 5,23 und Jakobus 1,4) vor.

      Der in 1. Korinther 13,10 mit Vollkommene übersetzte Begriff TELEION ist im Epheserbrief 4,13 mit vollen Mannesreife (Rev. EÜ) wiedergegeben und als das Erreichen des Vollmaß des Wuchses der Fülle CHRISTI definiert. In diesem Zustand werden wir ganz sicher erst bei der Wiederkunft CHRISTI sein.

      Ein zweiter Punkt ist ganz wesentlich, nämlich der Kontext. In 1. Kor. 13,8 schreibt Paulus, dass nicht nur Weissagungen, Sprachen, sondern auch Erkenntnis (gr. GNOSIS) weggetan werden. GNOSIS meint nicht das Wort der Erkenntnis (LOGOS GNOSEOS), sondern bezeichnet u. a. die Erkenntnis des wahren GOTTES und Seines CHRISTUS (Röm. 15,14; 1. Kor. 1,5; 2. Kor. 2,14; 4,6; 6,6; 8,7; 10,5; Eph. 3,19 u.a.) und darüber hinaus Verstand, Einsicht und Vernunft (1. Petr. 3,7). Wenn man die Meinung dieser Ausleger konsequent zu Ende denkt, wäre mit Vollendung des NT die Erkenntnis GOTTES, sowie Verstand, Einsicht und Vernunft beseitigt worden. Ist das wirklich die Botschaft der Heiligen Schrift?

      Fazit:

      Wenn man diese Fakten berücksichtigt wird deutlich, dass mit dem Vollkommenen unmöglich die Vollendung des NT gemeint sein kann. Denn diese Lehre widerspricht sowohl dem Grundtext als auch dem Textzusammenhang. Es gibt für diese Hypothese keinen einzigen biblischen Anhaltspunkt. Vielmehr meint die Heilige Schrift mit dem Vollkommenen das Endgültige, das Ziel des Heilsplanes Gottes, die Wiederkunft JESU CHRISTI und das vollendete Gottesreich. Unsere Erwartung des Vollkommenen ist eine Person: Der HERR JESUS selbst.

      Der HERR hat mir die Sprachenrede gegeben und da ich die Sprache nicht gelernt habe, kann ich die Frage „welche Sprache“ nicht beantworten. Ich kann auch keine Sprachen verstehen, die ich nicht gelernt haben, denn dies hat mit der Sprachenrede nichts zu tun. Wenn man die Sprachenrede verstehen würde, dann wäre die Geistesgabe der Auslegung der Sprachenrede überfüssig.

      Da Dich die Frage „welche Sprache“ sehr umtreibt, möchte ich noch ein kurzes Zeugnis anführen: Gemeinsam mit einer Schwester betete ich vor längerer Zeit und sie empfing die Sprachenrede. Es klang nach einem französischen Akzent, aber da weder die Schwester noch ich französisch in der Schule gelernt hatten, konnten wir das nicht beurteilen. In der Gemeinde war jedoch eine Französisch-Lehrerin und wir baten sie, die Sprachenrede der Schwester anzuhören. Sie erwähnte, dass die französische Sprachenrede von einem starken Akzent geprägt war (z. B. das Frankoprovenzalische oder Korsisch. Sie konnte hier nicht weiter differenzieren, da sie die „Hochsprache“ auf der Universität lernte). Aber sie verstand die Sprachenrede der Schwester gut und sagte, dass sie in ihrer Sprachenrede GOTT und Seine Werke pries.

      Shalom
      Roland

  4. Avatar
    Stephan

    Hallo Roland, vielen Dank für Deine ausführlichen Erklärungen. Zu Deinem „Praxisbeispiel“ habe ich bitte noch Fragen. Wie muss man sich das dann vorstellen? Wenn die von Dir erwähnte Schwester bisher in Sprachen redet, ist dann dann immer die Sprache mit dem französischen Akzent gewesen oder war dies schon anders auch? Außerdem würde mich dann bitte noch interessieren, was das konkret „bringt“ (ich bitte um Entschuldigung für die saloppe Ausdrucksweise an dieser Stelle)? Hat die Schwester mit Leuten zu tun, für die dies hilfreich sein könnte (könnte natürlich eventuell auch noch in der Zukunft liegen)? Sofern es „nur“ zur eigenen Auferbauung dienen sollte, warum dann ausgerechnet in einem französischen Akzent? Ich freue mich auf Deine Antwort. Herzliche Grüße, Stephan

    1. Roland
      Roland

      Hallo Stephan,

      besten Dank für Deine Nachfrage. Wenn ich die Schwester in Sprachen reden hörte, war es mit französischem Akzent. Natürlich war ich nicht immer anwesend und kann daher mich nicht dafür verbürgen, dass es immer so gewesen ist.

      Der besondere Wert der Gabe des Sprachenredens liegt im Gebet: „Wer in Sprachen redet, der redet nicht zu Menschen, sondern zu GOTT“. Die Christenheit muss wieder den Wert der Anbetung und des Gebets entdecken. Heute zählen weltliche Aktionen mehr als Anbetung. Soziales Engagement hat einen höheren Stellenwert als geistliche Verbindung mit dem HERRN.

      Ich möchte Dir jetzt nichts unterstellen (bitte nicht falsch verstehen), aber Deine Frage „was das konkret bringt“ wird oft gestellt. Hier bestimmt ein menschlich-orientiertes Nutzen-Denken die Wertschätzung dieser Gabe: Was dem Menschen greifbar nützt, nur das ist gut und nötig. Alles andere ist überflüssig.

      In der Bibel steht, dass das Lob GOTTES, IHN zu verherrlichen und IHN zu preisen eine wichtige geistliche Lebensfunktion ist. In der Anbetung kommt der Mensch von allen egoistischen Motiven, die ihn selbst bis ins Gebet verfolgen, los. GOTTES GEIST will uns helfen, wieder diese geistliche Dimension zu gewinnen.

      Du wirst mir sicherlich zustimmen: Was ein Mensch verehrt und was ihn zum Preisen anregt, bestimmt auch sein Leben und Denken. Das gilt auch für den Lobpreis in neuen Sprachen: „Wer in Sprachen redet, der erbaut sich selbst“ (1. Korinther 14,4). Die innere Ausrichtung auf GOTT bleibt nicht ohne Folgen im praktischen Leben. Wer GOTT an die erste Stelle setzt, erlebt nicht nur die Befreiung von den Götzen dieser Welt, sondern auch die Befreiung von seinen eigenen Bindungen.

      Nun, warum der HEILIGE GEIST der Schwester eine Sprache mit „französischem Akzent“ gegeben hat, kann ich Dir nicht beantworten. Das Wesen der Sprachenrede ist, dass eine Christin bzw. ein Christ eine Sprache von GOTT geschenkt bekommt, die sie/er selbst nicht erlernt hatte. In diesem Fall der Schwester war es nicht die französische „Hochsprache“, sondern wahrscheinlich (so die Beurteilung der Französisch-Lehrerin) die frankoprovenzalische oder korsische Sprache.

      Shalom
      Roland

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