Missionswerk „Glaube Hoffnung Liebe“

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Den Gründer des Missionswerkes, Gerhard Krüger, kannte ich gut. Er predigte immer deftig und nahm sich so manchen Frömmler zur Brust. Uns, die wir damals in Nürnberg beim Plärrer wohnten, nannte er

„die beiden Plärrer vom Plärrer“,

womit er unsere lautstarke Straßenpredigt meinte. Ich nahm es ihm nicht übel, er meinte es ja nicht böse. Bei allem rauhen Wesen – manche hatten Angst vor ihm – war er ein Mann voll beispielloser Bruderliebe. Kein Weg war ihm zu weit, und kein Ort zu abgelegen, um nicht auch einsame Christen aufzusuchen und mit ihnen zu beten.

Seine beiden Söhne, Horst und Waldemar Krüger, sollten das Werk weiterführen. Aber es entwickelte sich leider ein erbitterter Bruderkrieg zwischen beiden.

Während Vater Krüger damals aus der Ökumene, dem ACD-Pfingstlerverband (heute BFP) ausgetreten war, ist Horst Krüger wieder eingetreten.

Von der Bußpredigt seines Vaters ist bei Horst Krüger nichts mehr übrig geblieben. Er ist zum Zionismus konvertiert und seit 2005 Mitglied der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ). In seinem Buch „Kein Sonntag ohne Sabbat!?“ wirbt er für den Sabbat ohne ihn explizit zu fordern. Man fragt sich unwillkürlich: Wie kann sich ein christlicher Prediger so verirren? Antwort: Im Finstern verliert man die Orientierung! Und Horst Krüger wandelt im Finstern, weil er im Streit lebt mit seinem Bruder. GOTTES Wort sagt:

1. Johannes 2, 11
Wer aber seinen Bruder hasst, der ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis und weiß nicht, wo er hin geht; denn die Finsternis hat seine Augen verblendet.

Horst Krüger hat schon 1989 unter dem Vorwand der Gemeindezucht seinen Bruder ausgeschlossen, und die alleinige Leitung des Werkes beansprucht, ja er zog seinen Bruder sogar vor Gericht und verstieß damit gegen die Apostellehre, die uns anweist, Rechtssachen unter Christen, was immer auch vorgefallen mag, nicht vor weltlichen Gerichten auszutragen:

1. Korinther 6, 1
Wie kann jemand von Euch wagen, sein Recht zu suchen vor den Ungerechten und nicht vor den Heiligen, wenn er einen Streit hat mit einem anderen.

Wir können aus dem Fall Krüger noch ein Zweites lernen, nämlich dass man einen Auftrag von GOTT nicht einfach auf den Sohn übertragen kann. Sicher ist es de Wunsch eines jeden Vaters, dass die Söhne sein Werk weiterführen Das mag gut funktionieren in irdischen Berufen, aber nicht in der Reichsgottesarbeit. Wenn GOTT einen Auftrag vergibt an einen Gottesmann, dann erlischt der Auftrag mit dessen Tod, weil ein Auftrag GOTTES personengebunden ist und nicht eigenmächtig auf eine andere Person übertragen oder weitergereicht werden kann, es sei denn, GOTT tut es Selbst. ER allein ist der Auftraggeber und ER allein verteilt die Aufträge immer wieder neu, wann, wo und an wen ER will.

Mir tut es leid um die Krügers. Wir wollen dafür beten, dass die beiden Brüder so nicht weitermachen. Denn wer in solcher Finsternis stirbt, kann nicht zur Ruhe eingehen.

Quelle: Glaubensnachrichten Februar 2010, S. 2f.

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