Verschiedene Irrwege im Glaubensleben

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Häresie

Ein Irrweg liegt immer dann vor, wenn JESUS, unser geliebter HERR und HEILAND, nicht mehr das Zentrum unseres Glaubens ist, sondern andere Dinge/Personen am Rande emporsteigen und mehr und mehr in die Mitte drängen. Am Ende ist man nicht mehr erfüllt vom HEILIGEN GEIST, sondern besessen von einer frommen Idee. So ist es z. B. bei den Katholiken mit ihrer „Allerheiligsten Jungfrau“ oder bei den Evangelikalen, bei denen es meist um Gemeindebau, sprich: Bau und Baufinanzierung eines Gemeindehauses geht.

Aber auch kleine Hauskreise, weit ab von aller Ökumene, sind gegen fromme Irrwege nicht gefeit. Sie braten oft in der eigenen Soße: Familie, Ehe und Vermögensbildung. Doch GOTT hat die Gemeinde, wie auch die Ehe, als Hilfestellung eingerichtet, damit wir besser durchs Leben kommen: ICH will dir eine Gehilfin machen. Sobald die Ehe zum Selbstzweck wird, d.h. die Krücke zum Bischofsstab, ist der weite Horizont der hohen Berufung der Söhne GOTTES verloren gegangen; denn der Mensch ist nicht um der Ehe willen, sondern die Ehe ist um des Menschen willen geschaffen worden. Schon im Alten Bund lagerte sich das Volk kreisförmig um das Heiligtum. Die Mitte war nicht die Familie (wie bei den Evangelikalen), nicht der Mensch (wie bei den Humanisten), nicht seine Bedürfnisse (wie bei den Sozialisten), sondern die Herrlichkeit des HERRN.

Besonders junge Familien halten sich oft für den Nabel der Welt, nach deren Bedürfnissen sich die ganze Gemeinde auszurichten hätte.

Entschiedene Christen weihen dem HERRN immer das Beste: Die beste Zeit des Tages und die beste Zeit ihres Lebens.

Sie wollen etwas vom Sonntag haben, nachmittag ins Grüne und abends schöne Fernsehprogramme; darum soll die Versammlung auf den Vormittag verlegt werden, damit die Pampers-Brigade von der Welt nichts verpasse. Man will sich – so wurde mir schon ins Gesicht gesagt – den Sonntag nicht „versauen“ lassen. Ein Christentum, in dem der Glaube so auf Nebenschauplätze abgeschoben wird, kann man getrost vergessen.

Die Welt geht ins Opernhaus, die Pietisten ins Gemeindehaus und die Pfingstler in das Heilig-Geist-Vergnügung-Center. Allen ist gemein, dass sie etwas geboten bekommen wollen, also ein Event.

Entschiedene Christen weihen dem HERRN immer das Beste: Die beste Zeit des Tages und die beste Zeit ihres Lebens.

Quelle: Glaubensnachrichten 05-2012, S. 3

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