Auch Gottesmänner können irren!

Hänge Dich nicht an Prediger! Folge ihrem Glauben nach, aber wisse, dass auch sie unvollkommene Menschen sind. Befolge, was dem Propheten von GOTT aufgetragen wurde, dann aber lass‘ ihn in Frieden ruhen, und versuche nicht, Hütten zu bauen

Markus 9, 5b
DIR eine und Mose eine und Elia eine!

Der bigotte Mensch schafft sich immer seine Wallfahrtstätten, wer seiner Menschenvergötzung nachkommen kann. Es muss nicht immer Fátima und Lourdes sein. Es gibt auch Pensacola, Toronto und Röhrnbach. Wir sollten wissen, dasss GOTT immer frische Speise zur rechten Zeit hat. Darum ist auch all das MP3- bzw. Kassettenunwesen nicht richtig, wenn man versucht, Predigten zu konservieren. Als Israel das Manna hören wollte, verfaulte es. Es war Unglauben. GOTT hat jeden Tag frische Speise für Dich, direkt aus dem Garten Eden.

Ich kam zum Glauben in der Rettungsarche in Möttlingen. Hausvater Stanger hatte eine starke Heilungsgabe von GOTT erhalten, so dass die wenigsten ungeheilt entlassen wurden. Er hatte auch eine kräftige Bußpredigt und machte kurzen Prozess mit scheinheiligen Frömmlern.

Friedrich Stanger (ca 1930)Er wurde mein geistlicher Vater. Um so größer war für mich als jungen Christen die Enttäuschung, erkennen zu müssen, dass auch mein so hoch verehrter Vater Stanger irren konnte und sich auch geirrt hat, z. B. mit der Säuglingstaufe, mit der Blutwurst und mit Adolf Hitler. Stanger war begeisterter Anhänger Hitlers und zog im November 1933 mit der ganzen Archebelegschaft ins Möttlinger Rathaus, um Adolf Hitler zu wählen. Am Arche-Auto wehte der Hakenkreuzwimpel, und bei seiner Beerdigung marschierte die SA mit Hakenkreuzfahne an der Spitze des Leichenzuges. Die Hakenkreuzfahne wehte über dem Grab, als der Sarg hinabgelassen wurde.

Wir sollen von GOTTES Männern das annehmen, was GOTT ihnen aufgetragen hat, ihre Zentralbotschaft. Wenn sie anfangen, Unsinn zu predigen oder Schaden anzurichten, nimmt GOTT sie weg. GOTT ist auf keinen Prediger angewiesen, ER kann Sich aus Steinen Kinder erwecken.

Hänge Dich nicht an Prediger!

Trotz allem war Stanger ein gesegneter Gottesmann. Ihm wären gewiss noch die Augen aufgegangen, hätte er länger gelebt, er starb 1934.

Wer sich an Menschen hängt, wird früher oder später enttäuscht. Auch der vollmächtigste Prediger ist nur ein fehlbarer Mensch. GOTT schickt diese Enttäuschungen, damit wir lernen, uns allein an IHN zu hängen.

Quelle: Glaubensnachrichten Oktober 2010, S. 3f.

Bildnachweis:
„Friedrich Stanger mit Bibel“ von Unbekannt, Urheberrechte liegen bei Rettungs-Arche Möttlingen – von einer alten Postkarte gescannt. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Friedrich_Stanger_mit_Bibel.jpg#/media/File:Friedrich_Stanger_mit_Bibel.jpg (ca. 1930)

Auch Gottesmänner können irren!
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2 Antworten auf „Auch Gottesmänner können irren!“

  1. Lieber Br. Norbert Homuth,
    wann warst Du letztmals in der Rettungsarche Möttlingen – und worauf stützt Du Deinen schier „beschwörenden“ Aufruf?
    Ausgerechnet am 31.10.2017 fand ich Deinen Blog bei Google an 1. Stelle, schon seltsam….
    Jedenfalls: Seit mehr als 10 Jahren darf ich die öffentlichen Andachten in der Arche besuchen und schätze die vollbiblische Verkündigung in Jesus Christus wie auch die biblisch-seelsorgerischen Sprechstunden. Dass des in den 30er Jahren heimgegangenen Hausvaters Friedrich Stanger als Glaubensvater nach Hebr. 13 gedacht wird, stört mich nicht. Da geht es eben nicht um Person, sondern um schnörkelloses Evangelium, das jeder versteht – und vor dem der Feind flieht. Ein Segen, dass es dieses 365 Tage in der Woche für jedermann offene Haus noch immer gibt! Viele haben dort schon den einzigen Weg zum einzigen Vater gefunden, denn nicht nur „Jesus ist Sieger“ ist dort die tägliche Losung, sondern auch „Marantha“ – Der Herr Jesus Christus komme bald“. Amen.

  2. Passagen aus Friedrich Stanger, „LEBENSLAUF von VATER STANGER“
    Eine Ergänzung:
    Es waren heilige, mir lebenslang unvergessliche Feierstunden. Diese herrlichen Erscheinungen erfüllten mich mit herzlichem Zutrauen und heiligem Mut zu meinem Heiland und ich sagte Ihm:

    … „Wenn Du mich gebrauchen willst, dass die Kranken sollen gesund werden, dann musst Du mich auch gesund machen. So kannst Du mich doch nicht gebrauchen.“ Da legte mir mein Heiland den Glaubensboden tief in mein Herz. (Dreimal in meinem Leben hat der Herr mich gesalbt). Als ich dann morgens aufstand, war mein Herzleiden vollständig verschwunden.

    Zu meiner Frau sagte ich triumphierend: „Denk einmal, mein Herzleiden ist weg!“ Und weil ich in der Kniebeuge noch einen großen Gichtknoten sitzen hatte, der mir viel Schmerzen verursachte, sagte ich in kindlichem Vertrauen auf meinen Heiland: „So, Gichtknüpfel! Du musst auch vollends weg!“ Sofort verschwanden die Schmerzen, und der Gichtknüpfel verschwand. Von jetzt an wandte ich keine Arznei mehr an bei Kranken wie bisher. Aber der Herr führte mir jetzt in wunderbarer Weise, wie er mir im Gesicht gezeigt hatte, die Kranken zu. Vor allem war es mir darum zu tun, dass dieselben sich dem Herrn Jesus in Busse und Glauben übergaben und in Ihm Frieden fanden. Dann durften sie auch am Leibe die Hilfe des Herrn erfahren. (S. 67-69)
    … Auf einmal war ich nimmer da, ich wurde blitzschnell in die Herrlichkeit aufgenommen. Ob ich in oder außer dem Leib war, weiß ich nicht. Ich wurde in einen großen Saal gestellt, wo viele Heilige auf königlichen Stühlen saßen. Der Herr hatte ein blutbesprengtes Kleid, sah mich mit einer tiefen Liebe an und lächelte so freundlich, als ob ich in meinem Leben nie gesündigt hätte. Und so lieb bot Er mir einen Stuhl an, indem Er sich leicht verneigte und die Arme ausbreitete: „Diesen Platz habe ich für dich bereitet. Hier hat der Teufel kein Recht mehr“. (S. 73-74)

    … Am andern Tag saß ich auf dem Sofa und wurde plötzlich von einer unsichtbaren Kraft in die Höhe gezogen. Dass ich diese Stärkung meines Glaubens brauchte, wusste der Herr wohl. (S. 74)

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