Kennzeichen der Wiedergeburt

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Außer den im ersten Johannesbrief aufgeführten Kennzeichen (1. Johannes 2,29; 3,9; 4,7; 5,1.4.18) gibt es noch ein wesentliches Merkmal, an dem man den echt Wiedegeborenen von unechten unterscheiden kann:

Geburt ist ja immer untrennbar mit Verwandtschaft und Heimat verbunden. Bei der natürlichen Geburt werde ich hineingeboren in ein Elternhaus und in ein Vaterland.

Genauso hat die Geburt aus Wasser und GEIST immer mit Verwandtschaft zu tun. Ich werde hineingeboren in eine neue Verwandtschaft, in der GOTT mein VATER ist, die Gotteskinder meine Brüder und Schwestern, und das Vaterland die Heimat dort droben.

Gewiss soll man auch dankbar sein für das irdische Elternhaus und die Eltern ehren und achten, und Ehrerbietung schenken, nicht wie vaterlandslose Gesellen und sonstige Nestbeschmutzer das eigene Land verächtlich machen. Aber wenn es im Leben dazu kommt, dass man sich entscheiden muss zwischen Blutsverwandtschaft und geistlicher Verwandtschaft, muss die geistliche Vewandtschaft immer den Vortritt haben. Und gerade an diesem Punkt offenbart es sich, ob einer echt wiedergeboren oder nur fromm ist.

Als JESUS im Hause des Petrus Seine Jünger um sich versammelt hatte, standen draußen Seine natürliche Mutter Maria und Seine leiblichen Brüder. Doch der HERR wies auf Seine um Ihn sitzenden Jünger und sagte:

Markus 3, 35
das ist MEINE Mutter und MEINE Brüder, die GOTTES Willen tun.

Die „Mutter Gottes“ aber stand draußen wie bestellt und nicht abgeholt, Seine Brüder ballten womöglich schon die Faust in der Tasche und der „Hl. Josef“ war sowieso nicht in Sichtweite.

Die geistliche Vewandtschaft muss immer den Vortritt haben.

 Sie hätten den HERRN am liebsten mitgenommen und „untergebracht“ (Markus 3, 21).

Wiedergeboren nennen sich viele, sogar Ex-Präsident Bush sagte von sich, er sein ein „wiedergeborener Christ“. Ob einer wirklich von neuem geboren ist, zeigt sich immer erst im Ernstfall, wenn es sich zu entscheiden gilt zwischen Blutsverwandtschaft und geistlicher Verwandtschaft, zwischen irdischer und himmlicher Heimat. Den meisten sind dann die irdischen Bande eben doch wichtiger, als ihre Verbindung zu den Gläubigen. Und das sagt bereits alles.

Quelle: Glaubensnachrichten Dezember 2008, S. 2

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