Die Gemeinde GOTTES ist eine Nation

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Ekklesiologie
Bewertung

1. Petrus 2, 9.10
Aber ihr seid ein erwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliges Volk, eine Volksschar zu einem erworbenen Eigentum, auf dass ihr kund werden lassen solltet die lobenswerten Wesenszüge Dessen, Der euch aus der Finsternis in Sein wunderbares Licht rief, die ihr einst „Nicht-Volk“ wart, aber nun GOTTES Volk seid, die ihr „nicht Barmherzigkeit“ {Hos 1,8.9} empfangen hattet, nun aber Barmherzigkeit empfingt.

Die Völker der Welt haben ihre Staatsformen: Königtum, Diktatur, Demokratie usw. GOTTES Volk aber kennt nur eine einzige Staatsform: die Theokratie, d. h. GOTT Selbst regiert im HEILIGEN GEIST durch Engel und Gottesmänner. So war es noch bei Moses und bei den Richtern. Da war GOTTES Herrlichkeit oft so fassbar nahe, dass keiner die Sitftshütte betreten konnte, weil die Wolke das Heiligtum erfüllte. Auch bei Jesaja war das noch so, die Herrlichkeit des HERRN war so stark gegenwärtig, dass man fast verging (Jesaja 6,4). Das war die Theokratie. Als das Volk sich aber nach einem König sehnte (1. Samuel 8,5-7), damit es genauso sei wie alle anderen Völker um sie her, begann der Abstieg und die langsame Entfremdung von GOTT, die schließlich in Gottlosigkeit endete. Das Reich GOTTES war von Israel gewichen (Matthäus 21,43).

Mit Pfingsten aber brach GOTTES Reich, das von Johannes dem Täufer und dem HERRN JESUS angekündigt wurde (Markus 1,15), erneut auf dieser Erde an. Die Herrlichkeit des HERRN war zurückgekehrt und erfüllt wieder Seinen heiligen Tempel. GOTT Selbst herrscht über Sein Volk, die Gemeinde, und Er spricht wieder zu ihnen wie zu Moses und Abrahams Zeiten:

Johannes 10, 27
Meine Schafe hören auf Meine Stimme. Und ICH kenne sie. Und sie folgen Mir.

Darbystische Brüderkreise behaupten zwar, GOTT könne heute nur noch in und durch die Bibel sprechen und wollen in lästerlicher Weise GOTT den Mund verbieten. GOTT spricht zu uns wie und wann Er will. Das merkt euch gut, ihr verstockten Darbysten! GOTT spricht durch die Bibel, gewiss, aber Er spricht auch durch Weissagung, Gesichte und Träume:

Apostelgeschichte 2, 17
Und es wird sein in den letzten Tagen, sagt GOTT: ICH werde ausgießen von meinem GEIST auf alles Fleisch. Und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure jungen Männer werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden Träume haben.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Munde GOTTES geht, und das ging nicht nur vor 2000 Jahren durch den Mund GOTTES, sondern heute und jetzt. Der HERR ist in Seinem heiligen Tempel, es sei stille vor ihm alle Welt. Warum sollen wir stille sein? Weil GOTT gegenwärtig ist und zu uns sprechen will. Und alles, was GOTT spricht, ist GOTTES Wort. Wort GOTTES ist nicht nur das schriftlich niedergelegte Wort der Bibel, sondern alles, was durch den Munde GOTTES geht, ja der HERR JESUS Selbst ist das personifizierte Wort GOTTES. Die Bibel ist unser Grundgesetz:

1. Korinther 3, 11
denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der liegt. Der ist JESUS, der CHRISTUS.

GOTTES Heilsplan ist darin festgelegt, man darf nichts hinzufügen und nichts weglassen. Aber GOTT will zu uns sprechen auch in den einzelnen Herausforderungen des Alltages, über welche die Bibel keine Aussagen macht. Ich könnte dann zwar die Bibel hernehmen und versuchen durch Sprüchleziehen, Seiten spontan aufschlagen und sonstige fromme Bleigießereien, GOTTES Willen zu erfragen, aber damit mache ich die Bibel zum Orakelbuch. Als die Urgemeinde sich fragte, wen sollen wir als Missionar aussenden, befragten sie nicht ihre Schriftrollen, sondern:

Apostelgeschichte 13, 2
Als sie dem HERRN Dienst darbrachten und fasteten, sagte der HEILIGE GEIST: „Sondert Mir nunmehr ab beide, Barnabas und Saulus, zu dem Werk, zu dem hin ICH sie gerufen habe.“

GOTT bestimmt alles durch den HEILIGEN GEIST. Die Apostelgeschichte ist voll davon, wie GOTT spricht (Apostelgeschichte 8,29; 9,10 u.v.a.). Persönlich kann ich bezeugen, dass ich, seitdem ich mich im Jahre 1968 bekehrt hatte, in meinen Entscheidungen immer durch Träume, Gesichte und Weissagungen wurnderbar geleitet worden bin. Und gerade diese reale Erlebbarkeit GOTTES hebt unseren Glauben weit über alles hinaus, was es auf dieser Welt gibt. In den toten Kirchen entscheidet die Mehrheit und das Konsistorium regiert – und GOTT schweigt, weil Er gar nicht da ist. Er ist nur unter Seinem Volk des Eigentums, der kleinen Herde.

Quelle: Glaubensnachrichten 11-2016, S. 1f.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Optionally add an image (JPEG only)