Das Geheimnis des Christentums

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Der HERR JESUS hatte keine Einschaltquoten, keine Werbeagentur, keine Marketingabteilung, keine Massendrucksachen, nichts. ER trug keine Bücher mit Sich, keine Gitarre, keine Handzettel, nichts. ER hatte keine theologische Ausbildung, besuchte keine Bibelschule, hatte kein Predigerdiplom, nichts. ER unternahm rein gar nichts zur Bekanntmachung Seiner Person und betrieb keine Eigenwerbung (neudeutsch: Selbstmarketing), nichts. ER würde deshalb auch heute kein Internet nutzen, kein Facebook, keine Public Relations, nichts davon. Im Gegenteil. Als ER Kranke heilte, befahl ER Seinen Jüngern oft: Saget es niemandem! Woran lag es also, dass sich die Botschaft JESU trotzedem so dynamisch ausbreitete mit einer Sprengkraft, die das gesamte römische Reich revolutionierte, und das, obwohl meist ungebildete und arme Leute dahinter standen (Jakobus 2,5)?

Das Geheimnis lag darin:

Sacharja 4, 6
… nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch Meinen GEIST soll es geschehen, spricht der HERR ZEBAOTH.

Eine Totenerweckung, eine Dämonenaustreibung erregen eben mehr Aufsehen, als alle Öffentlichkeitsarbeit der Welt. Das ist das Geheimnis des Christentums: Das ursprüngliche Christentum war charismatisch.

Bitte nicht verwechseln mit der pseudo-charismatischen Bewegung von heute, die ein Tummelplatz ist für Scharlatane, affektierte Power-Evangelisten und charismatische Blasenbälge, die auf der Bühne viel Wind machen, aber es ist nur heiße Luft, die da geblasen wird.

Die Stoßkraft des frühen Christentums lag in der Nachfolge CHRISTI (die verbunden war mit einer Weltabsage), die GOTT beglaubigte durch mitfolgende Zeichen und Wunder. Als die Weltabsage im Christentum mehr und mehr zurücktrat, hörte auch das Übernatürliche auf. Dafür fing das Amtskirchentum an und der Bau religiöser Machtstrukturen. Je mehr die Herrlichkeit des HERRN schwand, desto prunkvoller wurden die Kirchengebäude. Je mehr der Glaube verflachte, desto hochkomplizierter wurden die theologischen Lehrgebäude und je weniger Sich GOTT offenbarte, desto mehr taten sich Menschen hervor mit Rhetorik und hoher Bildung. Statt den geistlichen Mangel einzugestehen, kaschierte man den ganzen Jammer mit menschlichem Glanz und Gloria.

Früher bestimmte alles der HEILIGE GEIST:

Apostelgeschichte 13, 2
Als sie nun dem Herrn dienten und fasteten, sprach der HEILIGE GEIST: Sondert Mir Barnabas und Saulus aus zu dem Werk, zu dem ICH sie berufen habe!

Heute spricht nicht mehr der HEILIGE GEIST durch Prophetenmund, sondern das demokratisch gewählte Komitee. Prediger wird, wer ein abgeschlossenes Theologiestudium und den Anstellungsvertrag einer Kirche hat. der HEILIGE GEIST wird nur noch gebraucht für Liturgie, bunte Kirchenfenster und trinitarische Streitereien.

Petrus konnte sagen:

Apostelgeschichte 3, 6
… Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen JESU CHRISTI, des Nazareners, steh auf und geh umher!

Heute sagen sie: „Gold und Silber haben wir in Hülle und Fülle, was wir aber nicht haben, können wir dir auch nicht geben, darum bleibe sitzen und schmore in deinem Elend!“ Wir sind arm geworden an geistlichen Gütern. Wohl dem, der seine Armut erkennt und darunter leidet und nicht zu denen gehört, die GOTT rügen muss:

Offenbarung 3, 17
… weil du sagst: ‚Ich bin reich und bin reich geworden und bedarf nichts‘, und nicht weißt, dass DU der Elende bist und erbärmlich und arm und blind und unbekleidet.

Quelle: Glaubensnachrichten 05-2015, S. 1f.

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