Auch die Evangelikalen stehen längst im Dienst der Weltkirche

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Auf dem Weg zur Weltökumene fehlt eigentlich nur die katholisch/evangelische Volleinheit mit gemeinsamen „Abendmahl“. Das aber wird nur geschehen, wenn die Prostestanten den Papst als Kirchenoberhaupt anerkennen. Bisher schien das in weite Ferne gerückt. Doch seitdem der eigentliche Anlass der lutherischen Kirchenspaltung durch die „Gemeinsame Erklärung vom 31.10.1999“ in Augsburg scheinbar aufgehoben ist, ist eine Rückkehr der Protestanten unter die Fittiche des Papstes nur noch eine Frage der Zeit.

Der Papst sagte, die „gemeinsame Erklärung“ sei ein

„Meilenstein auf dem nicht leichten Weg der Wiederherstellung der vollen Einheit unter den Christen,“

man sei der Überwindung der Kirchenspaltung

„sehr nahe.“

Eine katholisch/protestantische Kirche unter dem Papst wünschte sich schon Visser `t´ Hooft, der erste Generalsekretär des Weltkirchenrates. Seither wird immer stärker nach dem Papst als Sprecher aller Christen gerufen. Besonders einflussreiche Protestanten wie der Landesbischof von München bzw. der Bischof von Schleswig u. a. machen sich dafür stark.

Im Jahre 2002 will die Evangelische Allianz und der Vatikan eine gemeinsame Erklärung veröffentlichen, und 2003 findet der erste katholisch/evangelische Kirchentag statt.

Von den Evangelikalen, die sich mit der katholischen Kirche ohnehin mehr verbunden fühlen, als mit der evangelischen, wird das Annehmen der päpstlichen Führung schon längst ins Auge gefasst und durch zahlreiche Übertritte noch beschleunigt (Karin Struck, Christa Meves, Prof. Horst Bürkle, Dr. Siegfried Ernst, Ernst Jünger u. a.).

Auch die vermehrten Pilgerfahrten der Pietisten nach Rom, sind in diesem Lichte zu sehen. Über die Papstaudienz der Deutschen Zeltmission und des Gnadauer Verbandes (Chr. Morgner, Lothar Velten) u. a. habe ich berichtet, auch über das pietistische Albrecht Bengel Haus (ABH) und seine Irrfahrten zu Kardinal Ratzinger nach Rom. ABH-Pfarrer Volker Gäckle kommentiert mit einer Selbstverständlichkeit:

Alle Wege führen nach Rom, auch die des Albrecht Bengel Hauses und zwar immer wieder. Mittlerweile schon zum dritten Mal hat eine Gruppe des ABH den Weg nach Rom gefunden.

Nun hat sich auch der „Arbeitskreis Christlicher Publizisten“ (ACP) anheischig gemacht, den Segen des „Heiligen Vaters“ zu erlangen. Der Vatikan schrieb am 09.02.2001:

„Sehr geehrter Herr Matthias, gerne bestätige ich Ihnen den Empfang Ihres geschätzten Schreibens vom 07. Februar des Jahres, das Sie zusammen mit anderen Mitgliedern des Arbeitskreises Christlicher Publizisten dem Heiligen Vater anlässlich der Generalaudienz übergeben haben. Zugleich darf ich Ihnen freundlich mitteilen, dass Papst Johannes Paul für dieses Zeichen treuer Verbundenheit mit dem obersten Hirten der Kirche aufrichtig dankt. Seine Heiligkeit schließt Ihre Anliegen, Vorhaben und Hoffnungen in sein eigenes Beten ein. Er erbittet Ihnen allen für den weiteren Lebens- und Glaubensweg Gottes treuen Schutz und Segen.“

Quelle: Glaubensnachrichten 06/2001

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