Der CVJM und die Freimaurerei

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CVJMWie es bei den Pfadfindern Pfadfinder-Logen gibt, von denen aus die ganze Pfadfinderbewegung unter Freimaurer-Kontrolle gehalten ist1, so wird auch der CVJM kontrolliert durch einen ominösen Club, der nach dem Vorbild der Rotarier sich zum Dinner trifft: der Y’s men’s Club. Gründer des Y’s men’s Club war der Freimaurer Paus W. Alexander aus Michigan/USA2. Laut Clubsatzung ist jeder CVJM-Sekretär Mitglied im Y’s men’s Club und umgekehrt sitzt immer mindestens ein Y’s man im CVJM-Vorstand3. Dadurch entsteht die übliche unkontrollierbare Kontrolle, unorganisiert, aber personell verhandelt, und wegen der Verschwiegenheit schlecht nachweisbar. Das Symbol des CVJM ist das absteigende Dreieck mit Querbalken. Laut des alten Leipziger Freimaurer-Handbuchs ist das ein typisches Logensymbol4.

Das Nachschlagewerk „Who Is Who In Freemasonry“ zeigt deutlich, dass sehr viele prominente Freimaurer in den USA zugleich führende Mitglieder des CVJM sind. Sogar der höchste Freimaurer der Welt, Henry C. Clausen (Sovereign Grand Commander Of The Supreme Council 33° Of The World, † 1992), war Präsident des CVJM von San Franciso5. Das alles war von Anfang an so. Der Präsident des ersten, durch George Williams gegründeten CVJM, war der Freimaurer Lord Shaftesbury, Mitglied der Apollo-Loge Nr. 357 in Oxford6. Und der Gründer des CVJM-Weltbundes, Henry Dunant, war auch Freimaurer7.

Auch der wohl z. Zt. prominenteste Freimaurer Deutschland, der Großmeister Rolf Appel, hatte in seiner aktiven Zeit führende Positionen im CVJM inne. Immerhin saß Rolf Appel als Freimaurer (Logeneintritt 1948) schon von 1949 bis 1953 im Vorstand des Hamburger CVJM, von 1952 bis 1955 war er sogar Sprecher aller deutscher CVJM und von 1969 ht er den Hamburger Y’s men’s Club mitbegründet.

Der bekannte CVJM-Mann und Gründer des Christlichen Jugenddorfwerkes (CJD), Pfarrer Arnold Dannemann, erhielt im Jahre 1979 den „Kulturpreis deutscher Freimaurer“.

Wenn nun CVJM-Funktionäre immer wieder beteuern, dass der CVJM nichts mit dem Freimaurertum zu tun hätte, kann dies nur in Anbetracht der Beweislage als lachhaft und unglaubwürdig bewertet werden.

Quelle: Glaubensnachrichten Februar 2012 (red. bearbeitet), S. 2f.

Quellennachweis:

01 = Jantzen, H.: Jugendbewegung, Frankfurt 1976
02 = Who Was Who In America, Chicago 1968
03 = Satzung des Y’s Men’s Club
04 = Allgemeines Handbuch der Freimaurer, Leipzig 1900
05 = Who Is Who In Freemasonry 1986
06 = Internationales Freimaurer-Lexikon, Neuauflage, München 2000
07 = Lennhoff, Eugen: Die Freimaurer, Nachdruck der Ausgabe von 1929, Wien 1981, S. 313

Bildnachweis:
„CVJM“ von CVJM-Gesamtverband in Deutschland e.V. – Benutzer. Lizenziert unter Logo über Wikipedia – http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:CVJM.svg#/media/File:CVJM.svg

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