Zerbruch

Als Jakob am Jabbok zerbrochen wurde, wurde seine Seele gesund (1. Mose 32, 31), und er erhielt einen neuen Namen (Israel – 1. Mose 32, 29). Nach rund 20 Jahren anhaltendem Zerbruch, der am Jabbok den Höhepunkt erreichte, wurde er eine neue Kreatur! Darum geht es. Er hat GOTT gesehen und ist gesund geworden, wie auch Hiob es erlebte (Hiob 42,5).

Der Zerbruch bringt uns ans Kreuz; dort sehen wir GOTT und werden in CHRISTUS eine neue Kreatur. GOTT zerbricht uns, damit wir das wahre Leben kennen lernen und Ströme des lebendigen Wassers aus unserem Leibe herausfließen. Unser altes Leben hat da nichts mehr zu suchen – es ist mit dem HERRN JESUS am Kreuz abgetan worden. Bis wir aber dazu bereit sind, müssen wir zerbrochen werden. Erst durch den Zerbruch erhalten wir ein reines Herz (Psalm 51, 12) und werden GOTT schauen (Matthäus 5, 8).

Der Zerbruch ist ein Wegbereiter zu einem überfließenden Leben. Möge GOTT uns die Augen öffnen und uns zeigen, dass Zerbruch nichts anderes als die Erhörung des Gebetes nach einem fruchtbaren und überfließenden Leben ist! Der HERR JESUS kann nur in einem zerbrochenen Leben wohnen.

Aus: "Die Wegbereiter" Nr. 687 02/2020
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Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

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    Nico

    Das Wort kam mir sofort in den Sinn, als ich den guten Artikel las:

    „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht.“
    ‭‭Johannes‬ ‭12:24 SCH2000

  2. Avatar
    manfred

    Das Lamm lehrt dich Selbstverleugnung
    „Er machte sich selbst zu nichts“, lesen wir von ihm in Philipper
    .Die tiefste Bedeutung des Kreuzes ist die Erlösung vom eigenen
    Leben, wie Paulus sagt: „Er ist darum für alle gestorben, auf daß
    die, so da leben, hinfort nicht sich selbst leben“ (2.Kor. 5,15). Wir
    haben erst dann das Kreuz verstanden und die Kraft des Kreuzes erfahren,
    wenn wir mit Paulus sagen können: „Unser keiner lebt sich
    selber!“ Der Fall der ersten Eltern bestand darin, daß sie sich selbst
    zum Mittelpunkt machten. Und wo dies heute eine Seele tut, muß sie
    es erfahren, daß Fall und Tod, Trennung und Feindschaft gegen Gott
    die Folge ist. In allem, was selbstisch ist, wirkt die Macht Satans,
    brennt das verborgene Feuer der Hölle. Solange wir das eigene Leben
    nähren, halten wir uns unter dem Fluche; denn Gott hat unser eigenes
    Leben verflucht in dem Kreuze. Für sich sein heißt gegen Gott
    sein. Das eigene Ich ist gleichbedeutend mit „Fleisch“, und fleischlich
    gesinnt sein ist eine Feindschaft gegen Gott (Röm. 8,7).
    „Fleisch“ ist der tief eingewurzelte Egoismus; der egoistische
    Mensch will alles für sich haben, sich überall und in allem zum
    Mittelpunkt machen; und wo ihm dies nicht gelingt, zieht er sich tief
    gekränkt zurück.
    Das eigene „Ich“ oder das „Selbst“ wird uns in der Heiligen Schrift
    in sechs Hauptgestalten gezeigt, nämlich im Selbstvertrauen, in der
    Selbsthilfe, im Selbstgefallen, in der Selbstsucht, im Selbstwillen, in
    der Selbstherrlichkeit. Sonst wird es auch „das tausendköpfige Ungeheuer“,
    „die Mutter aller Sünde und alles Elends“, „der finstere
    Despot“ genannt.

    Wir betrachten die obengenannten sechs Gestalten:
    „Selbstvertrauen“
    Es ist nicht genug, daß wir uns Gott anvertrauen; er muß sich auch
    uns anvertrauen können. Wir lesen in Johannes 2,24: „Aber Jesus
    vertraute sich ihnen nicht, denn er kannte sie alle.“ Leuten, die nur
    schauen und empfangen wollen, kann sich Jesus nicht anvertrauen.
    Sich wundern ist noch kein Glaube. Jakob wunderte sich, als er die
    Himmelsleiter sah, über die Heiligkeit und Güte Gottes, glaubte ihr
    aber nicht. Welchen Leuten kann sich Jesus anvertrauen? Solchen,
    die sich selber nicht mehr trauen! Solchen, die ihm folgen bis ans
    Kreuz, die unter dem Kreuz stehen, die nicht mehr Gaben und Segnungen
    suchen, sondern ihn. Johannes ist der einzige Jünger, der
    Jesus gefolgt war bis zum Kreuz, und ihm vertraute der sterbende
    Meister seine Mutter an, sein Bestes, was er auf Erden hatte. Wir wissen
    gar nicht, wie tief das Selbstvertrauen in unserem Herzen sitzt,
    bis uns das, worauf wir uns bewußt oder unbewußt stützen, genommen
    wird. Weißt du, warum Gott die Israeliten in die Wüste führte?
    Damit sie lernten, nach oben schauen und von oben alles erwarten.
    Im Lande Gosen kam alles aus dem Boden, was sie brauchten; aber
    nun standen sie in der Wüste, hatten unter ihren Füßen nichts als dürren,
    heißen Sand, und so mußten sie sich sagen: Wenn uns geholfen
    werden soll, so muß uns von oben geholfen werden! Und siehe, von
    oben kam Brot, von oben kam das Fleisch (die Wachteln), von oben
    kam sogar das Wasser: „Mose schlug an den Felsen, da floß Wasser
    herab !“ So zieht uns Gott alles unter den Füßen weg, bis uns nichts
    mehr bleibt als er allein. Gott hat immer das höchste Ziel im Auge:
    die Erlösung vom eigenen Leben.
    Alles zielt darauf ab, daß wir lernen, ihm vertrauen. Und dazu gehören
    oft auch Niederlagen. Du kämpfst mit aller Macht gegen die
    Sünde oder in Verhältnissen, und du betest ernstlich und aufrichtig zu
    Gott: „Ach, Gott, hilf mir und steh mir bei!“ Aber Gott tut, als ob er
    es nicht hören wollte. Du schreist noch ernstlicher um Hilfe; aber
    Gott stellt sich, als ob er kein Herz hätte für dich. Ist er wirklich unbarmherzig?
    Nein! Gerade weil er barmherzig ist, kann er dir nicht
    helfen. Denn sonst würdest du nicht erlöst von deinem Selbstvertrauen;
    du lerntest nicht kämpfen den guten Kampf des Glaubens,

    der den errungenen Sieg des Herrn nimmt; du lerntest nicht sprechen:
    „Jesus allein!“ sondern würdest bei deinem alten Thema bleiben:
    „Jesus und ich!“
    Petrus, der Mann des Selbstvertrauens, konnte schließlich nicht
    anders erlöst werden als durch einen Fall. Und so brachte ihn der
    Herr dahin, daß er sich gürten und führen ließ und seine Hände ausstreckte
    nach den starken, treuen, zarten Hirtenhänden seines Meisters.
    Gewöhnlich erzählt man von Jakob, daß er mit Gott gerungen
    habe; wenn wir aber 1.Mose 32 lesen, so finden wir, daß geschrieben
    steht: „Da rang ein Mann mit ihm.“ Und als Jakob verrenkt am Boden
    lag, da rief er aus: „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.“ Vorher
    hatte er immer sich selbst gesegnet. Nachdem Paulus blind und
    hilflos am Boden gelegen war, konnte er rühmen: „Ich vermag alles!“
    Als er nichts mehr vermochte, vermochte er alles.
    Eine andere Gestalt des eigenen Ichs ist die
    „Selbsthilfe.“
    Nichts scheint für unsere Natur schwerer zu sein als schweigen
    und warten; handeln scheint ihr viel leichter zu sein, und wenn sie dadurch
    auch noch so große Schwierigkeiten über sich bringt. „Willst
    du, daß ich mit dem Schwert dreinschlage?“ sagen wir mit Petrus;
    „sollen wir Feuer vom Himmel fallen lassen?“ sprechen wir mit Johannes.
    Sauls Fall fing damit an, daß er nicht warten konnte, bis Gott
    zu ihm gekommen wäre; nur noch einige Stunden Wartezeit, und
    Gott hätte sein Königreich bestätigt ewiglich.
    Selbst Abraham, der wie kein anderer in der Schule Gottes warten
    gelernt hatte, verfiel in diesen Fehler, als er sich von seiner Frau Sara
    die ägyptische Magd geben ließ, um durch sie den verheißenen
    Samen zu erlangen. Darum schwieg Gott ihm gegenüber 13 Jahre; er
    hatte Gott die Leitung aus der Hand genommen. Er wollte die Wartezeit
    verkürzen in der Meinung, er müsse Gott nachhelfen. Daß wir
    nicht besser sind als Abraham, daran wird niemand zweifeln. Unzähligemal
    haben wir uns selbst geholfen oder doch wenigstens helfen
    wollen und haben uns so große Schwierigkeiten bereitet und
    unseren Gott betrübt.
    In Psalm 37 finden wir drei Arten der Gebetserhörung:
    1. „Habe deine Lust an dem Herrn; der wird dir geben, was dein
    Herz wünscht.“
    2. „Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn.“
    3. „Sei stille dem Herrn und warte auf ihn!“
    Es gibt Dinge, die wir heute wünschen, und morgen gibt sie uns
    Gott; es gibt Dinge, die wir Gott anvertrauen, und wir dürfen erfahren,
    daß er handelt; es gibt Dinge, wo es nötig ist, unsere Seele zu beschwichtigen
    und ihr zu sagen: „Sei stille und warte auf ihn!“ Von
    „Übergabe an Gott“, „Hingabe an Gott“ und „Überlassen an Gott“ ist
    das letztere das Schwerste. Nur wer sich Gott übergeben hat, kann
    sich ihm hingeben, und wer sich ihm hingegeben, kann sich ihm
    überlassen. Man übergibt sich Gott nur einmal; aber man gibt sich
    Stunde für Stunde mit Bewußtsein ihm hin, und so lernt man es, sich
    Gott zu überlassen, zu überlassen auch im Dunkeln. Erst wenn wir
    Glauben üben, kann Gott unseren Glauben prüfen – vorher nicht! In
    1.Mose 15 lesen wir von Abraham, wie sein Glaube geprüft wurde,
    indem er warten mußte bei seinem Opfer auf Gott.
    Ein weiterer Zug der Selbsthilfe ist, daß wir den Schwierigkeiten
    aus dem Wege gehen. Wir versuchen immer das Kreuz, das uns der
    Herr gegeben hat, abzuschneiden und abzuhobeln, damit es leichter
    und bequemer werde. So machte es Jesus nicht. Er trug sein Kreuz.
    Und am Kreuz erkennt er seine Nachfolger. Wenn du nun Stück für
    Stück von deinem Kreuz abschneidest, so bleibt dir ja zuletzt nichts
    mehr von demselben; aber auch nichts mehr von dem Heiland. Du
    sagst: „Dieser und jener muß aus dem Hause; er verbittert uns das
    Leben!“ Was heißt das anderes als das Kreuz verkürzen?
    Du ziehst dich zurück, denn wie du sagst, versteht man dich nicht!
    Was heißt das anderes, als das Kreuz verkleinern? Trotzdem die
    Juden Jesus steinigen wollten, ging er wieder zu ihnen. Und als die
    Jünger ihn erstaunt fragten: „Willst du wieder dahin gehen?“ antwortete
    er: „Wer des Tages wandelt, der stößt sich nicht“ (Joh. 11).
    Winde dich nicht aus den rauhen Händen. Und rauhe Hände braucht
    Gott, um uns vollkommen und schön zu machen. Wir lesen von
    Jesus: Die Kriegsknechte flochten eine Krone von Dornen und setzten
    sie auf sein Haupt (Joh. 19). „Er hielt seinen Rücken dar denen,

    die ihn schlugen, und sein Angesicht verbarg er nicht vor Schmach
    und Speichel“ (Jes. 50). Er hätte die Macht gehabt, sich selber zu helfen;
    aber er hat es niemals getan.
    Eine weitere häßliche Gestalt des eigenen Ichs ist die
    „Selbstsucht.“
    Was ist Selbstsucht? Wie das Wort sagt: Suchen für sich selbst. Sie
    ist das Gegenteil von Selbstlosigkeit. Der Selbstsüchtige ist ein Räuber;
    er stiehlt Gott das Seine und bringt an sich, was anderen gehört.
    Nicht nur auf dem Weltmarkt treibt die Selbstsucht ihr unseliges
    Spiel, sondern auch in den Versammlungen der Frommen, in den
    Hütten der Gerechten, in den Herzen derer, die dem selbstlosen Jesus
    nachfolgen wollen. Selbstsucht ist es, wenn man frömmer sein will
    als andere, schöner beten will als andere, wenn man beständig den
    Vorzug und Vorteil auf seiner Seite haben will. Die Schrift aber sagt:
    „Und verflucht sei, wer betrügt“ (Mal. 1,14).
    Viel Trennung unter dem Volk Gottes rührt her von der Selbstsucht,
    diesem finsteren Despoten. Der Himmel wäre schon auf Erden,
    wenn die Selbstsucht von ihrem Thron entsetzt wäre.
    „Gehe hin zur Ameise und lerne von ihr“, sagt Salomo. Was kann
    ich vor allem lernen? Selbstlosigkeit! Wie kann der Weinstock fruchtbar
    werden? Nur durch Selbstlosigkeit, indem er seinen Saft der Rebe
    gibt und sie ihn zur Frucht reift. O wie viele Kräfte, Gaben und Gnaden
    werden verschlungen von der Selbstsucht! Wie viele Arbeit bleibt
    ungetan um der Selbstsucht willen! Wie viele Seelen gehen verloren,
    wie viele Erweckte schlafen wieder ein um der Selbstsucht ihrer Führer
    willen!
    Die Selbstsucht kann nur dann etwas tun, wenn es etwas Großes
    ist, und erwartet nur von großen Leuten etwas. Das Motto der Selbstsucht
    heißt: „Ich fühl’s, ich kann für mich nur sein’.“ Alles muß für
    mich sein, sonst hat es für mich keinen Wert. Aber wenn die Liebe in
    uns erwacht, dann stirbt die Selbstsucht, dann herrscht nicht mehr
    das Gesetz des Fleisches, sondern das Gesetz des Geistes. Und dieses
    heißt: „Ich fühl’s, ich kann für dich nur sein!“ Dann fragen wir
    nicht mehr: Wie viel muß ich aufgeben um Jesu willen?, sondern:
    Wie viel darf ich aufgeben für den, der mich geliebt und sich selbst
    für mich hingegeben hat? Selbstsucht ist das Gegenteil von Hingabe.

    Es hat jemand gesagt: „Wahre Hingabe trachtet immer danach, aufgeben
    zu dürfen, und achtet alles für Verlust, was um Jesu willen
    nicht aufgegeben werden kann.“
    Selbstsucht ist es, wenn man das Mitleid der Menschen erregen
    will, wenn man noch beleidigt werden kann, wenn man Dank von
    Menschen erwartet, wenn man sich nicht dienen lassen will. Das eigene
    Ich spielt vor allem gern den Selbstlosen, der aber doch immer
    acht gibt, ob auch jedes Auge auf ihn sehe und jedes Ohr auf ihn höre,
    den Dulder, und der es doch nicht verstehen kann, daß ihn nicht jedermann
    bemitleidet. Das deutlichste Zeichen der Selbstsucht ist das
    Klagen über andere.
    Weißt du, was das Geheimnis des Lebens Abrahams war, wie sein
    Lebensmotto hieß? Es besteht in drei Worten und heißt: „#ichts für
    mich!“ (1.Mose 14,23). Wie er dies praktisch bewies in seinem
    Leben, ist uns zur Genüge bekannt. Da habt ihr auch die Lösung des
    Geheimnisses, warum Gott zu ihm sagt: „Ich will dir einen Namen
    machen!“ „Durch dich und deinen Samen sollen gesegnet werden
    alle Geschlechter der Erde!“ „Das Land, darauf du stehst, will ich dir
    und deinem Samen geben ewiglich!“ Warum konnte Gott dies tun?
    Oh, Abraham suchte nichts für sich. Er war los von sich! Und das ist
    doch gewiß die schönste Frucht des Glaubens. Groß war sein Glaube,
    aber noch größer war seine Selbstlosigkeit. Selbstlosigkeit ist Liebe.
    Denn in der Liebe handelt es sich ja bekanntlich nicht um das „Ich“,
    sondern um das „Du.“ Und wenn Paulus 1.Korinther 13 das Kapitel
    der Liebe schreibt, meint man fast, er habe die Gestalt Abrahams gezeichnet,
    ohne seinen Namen zu nennen. Denn die Summe dieses
    Kapitels:
    „Die Liebe trägt alles,
    sie glaubt alles,
    sie hofft alles,
    sie duldet alles“,
    auf wen paßt sie besser als auf ihn! O laßt uns heute das Motto
    seines Lebens zu dem unseren machen, und wir haben einen praktischen
    Segen aus dieser Stunde!

    Die vierte Gestalt des „eigenen Ich“ ist der
    „Selbstwille.“
    Das Beste, was wir Gott geben können, ist unser eigener Wille.
    „Ich habe meine beste Kraft Gott gegeben; aber was es mir schwer
    macht, ist mein guter Wille“, sagte mir kürzlich ein Reichsgottesarbeiter.
    „Nein“, sagte ich, „da haben Sie Ihr Bestes noch nicht Gott gegeben,
    wenn Sie Ihren eigenen Willen noch haben. Das größte Opfer,
    das ein Mensch Gott geben kann, ist sein eigener Wille. An allen anderen
    Opfern hat Gott keinen Gefallen, solange wir im eigenen
    Willen beharren. Lesen Sie, bitte, Hebräer 10,6-10: ,An Schlachtopfern
    und Speiseopfern und Brandopfern und Opfern für die Sünde
    hast du keinen Gefallen gefunden. Da sprach ich: Siehe, ich komme,
    um deinen Willen, o Gott, zu tun.‘ Nicht Opfer will Gott von uns,
    sondern unseren Willen. Wissen Sie, welches die erste Frage war, die
    Paulus an Jesus richtete: ,Herr, was willst du?‘“
    Die wahre Bekehrung besteht doch gewiß in nichts anderem als
    in dem Entschluß, ein für allemal den eigenen Willen aufzugeben
    und in allen Dingen Gottes Willen zu tun. Und unsere ganze Lebensaufgabe
    besteht doch darin, nicht dieses und jenes für Gott zu tun
    und zu geben, sondern Gottes Willen zu erfüllen.
    O wie viel Eigenwille in der Arbeit für den Herrn, ja sogar in den
    Gebeten! Man macht Pläne und legt sie Gott vor und sagt: „Siehe, lieber
    Herr, das möchte ich jetzt für dich tun, unterschreibe es!“ Nein,
    laß Gott die Pläne machen und laß dich von Gottes Geist in Gottes
    Wege führen. Die Bergpredigt handelt von der „tieferen Reinigung“,
    und dort ist auch von der Reinigung von falschen Gebeten die Rede
    und uns ein Mustergebet gegeben, in dem es heißt: „Dein Wille geschehe
    wie im Himmel also auch auf Erden.“ Jakobus sagt nicht: „So
    der Herr es zuläßt“, sondern: „So der Herr will!“ Darin liegt ein großer
    Unterschied. Auch ist ein Unterschied darin, ob ich mich Gottes
    Willen unterwerfe, ob ich mich darein ergebe, oder ob ich denselben
    mit Freuden tue.
    Das Lamm lehrt uns den Willen Gottes mit Freuden tun. Es zeigt
    uns, daß wir nur darum einen Willen haben, um mit diesem Willen
    Gottes Willen zu tun. Gethsemane ist der Tiefpunkt und Höhepunkt
    seines Lebens, und da sprach er: „Vater, nicht mein Wille!“ Er ver-

    ließ die Freude und erwählte das Kreuz, weil es dem Vater so wohlgefiel
    (Hebr. 12). In allem sprach er: „Ja Vater, also ist es wohlgefällig
    gewesen vor dir; es gefällt mir, weil es dir gefällt.“ Er hatte nie
    einen Gedanken oder einen Wunsch, der nicht in vollkommener
    Übereinstimmung gewesen wäre mit dem Willen seines Vaters. Das
    war sein „Joch.“ Daher erfreute er sich einer ununterbrochenen, vollkommenen
    Ruhe. Und er lädt auch uns ein, sein Joch auf uns zu nehmen,
    damit auch wir Ruhe finden für unsere Seelen. „Ich ruhe auf
    einem dreifachen Kissen“, sagt Pearson, nämlich „der unendlichen
    Liebe, Weisheit und Macht Gottes.“ Für ihn war Gottes Wille gleichbedeutend
    mit Gottes Liebe, Weisheit und Macht, darum seine tiefe
    Ruhe.
    Wer gerne Frieden hätt’,
    der breche seinen Willen;
    sonst kann dich weder Gott
    noch alle Himmel stillen.
    Israel nahm seinen Eigenwillen mit aus Ägypten, darum konnte
    es nicht zu Seiner Ruhe kommen (Hebr. 3). Denn etwas wollen, was
    Gott nicht will, bringt unserem Inneren viel Zerrüttung, Unruhe und
    Schmerz und bewirkt Trennung von Gott. Der eigene Wille ist nicht
    ein „Armes und Weniges“, wie es in einem Lied heißt, sondern ein
    Tyrann. Aus dem Eigenwillen kommt der Eigensinn, und aus dem
    Eigensinn der Irrsinn. Viel mehr, als wir meinen, hat der Eigensinn
    ins Irrenhaus gebracht. Der Eigenwille ist der Ruhestörer nicht nur in
    der Familie und in der Gemeinschaft, sondern auch im Herzen. Wie
    Gott den Eigenwillen ansieht, sehen wir aus 1.Samuel 15,23, wo Samuel
    zu Saul sagt: „Eigenwille ist Abgötterei und Götzendienst.“
    Saul hat seinen Willen und Gottes Willen miteinander vermischt und
    hat dann gesagt: „Ich habe des Herrn Willen erfüllt!“ Darum wurde
    er verworfen. Der Eigenwille brachte ihn um sein Königreich.
    Eine weitere Gestalt des „eigenen Ich“ ist das
    „Selbstgefallen.“
    In Römer 15,1-3 lesen wir: „Wir aber, die Starken, sind schuldig,
    die Schwachheiten der Schwachen zu tragen, und nicht uns selbst zu
    gefallen. Denn auch Christus hat sich nicht selber zu Gefallen gelebt.“

    Nach diesen Versen hat das Selbstgefallen seine Wurzeln in der
    Selbstkraft und im Selbstkönnen. Petrus hat seine Netze aufgegeben
    und konnte sagen: „Wir haben alles verlassen!“ Aber sich selbst und
    besonders seine eigene Kraft hatte er nicht verlassen. Dies mußte er
    erst nach seinem Fall lernen. Es sagt jemand: „Wie wir mit unserer
    eigenen Gerechtigkeit zuschanden geworden sind bei unserer Bekehrung
    und die Gerechtigkeit Christi angenommen haben, so müssen
    wir früher oder später mit unserer Selbstkraft zuschanden
    werden, damit die Kraft Christi in uns wohne.“ O daß Kinder Gottes
    es verstehen möchten, daß einer ihrer größten Feinde ihre eigene
    Stärke ist! O daß Reichsgottesarbeiter es verstehen möchten, daß die
    eigene Stärke das größte Hindernis ist, für Gott Frucht zu bringen!
    Gottes Kraft kann niemals anders vollendet werden als in unserer
    Schwachheit (2.Kor. 12,9).
    Gottes Kraft kann in einem gewissen Maß neben meiner Kraft und
    mit meiner Kraft zusammen wirken; aber vollendet wird sie erst
    dann, wenn wir das „Schwache Gottes“ geworden sind (1.Kor. 1,25).
    Darum sagt David: „Er zerbricht meine Kraft – und gürtet mich mit
    seiner Kraft.“ Gott führt solche, die er brauchen will, immer in
    Schwachheit hinein. Den Vollkommensten seiner Diener führt er in
    die größte Schwachheit. Tieferes als das Kreuz gab es nicht mehr,
    und dahin führte ihn Gott.
    Wie sehr Christus von allem Selbstgefallen los war, sehen wir am
    besten, wenn wir Hebräer 1,3 und Jesaja 53,3 nebeneinander schreiben:
    „Der Abglanz der Herrlichkeit Gottes“ und „der Allerverachtetste.“
    Die Macht, die Gott seinem Sohne gab, bestand darin, der
    Allerverachtetste zu werden, und sein Gebot, das er ihm gab, hatte
    den Inhalt, sein Leben zu lassen (Joh. 10,17. 18). Nun haben wir eine
    praktische Auslegung für den bekannten Spruch Johannes 1,12: „So
    viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht.“ Was für eine Macht?
    Ihr Leben zu lassen! Ist das Macht? Ja, das ist des Lammes Macht!
    Und diese allein hat den Sieg davongetragen. Demnach bedeutet
    „weiterführen“ nichts anderes als „tieferführen“, und wenn wir bitten:
    „Herr, stärke mich!“ muß der Heilige Geist vor dem Throne
    übersetzen: „Herr, zerbrich mich!“ (Röm. 8,26. 27)
    Selbstgefallen kommt immer aus einem Gefühl von eigener Kraft
    und Überlegenheit. Wo Ohnmacht ist, ist kein Selbstgefallen. Warum

    richtest du deinen Bruder? Warum gibst du deinen Bruder auf?
    Warum klagst du über deinen Bruder? Warum suchst du Anerkennung?
    Warum bist du anspruchsvoll? Warum schämst du dich der
    niedrigen Arbeit? Du hast Gefallen an dir selbst!Warum sprichst du
    immer von dir selber? Du hast Gefallen an dir selbst! Einem Verbrecher
    muß man jedes Wort über sich selbst herauspressen. Und sind
    wir etwas anderes als begnadete Verbrecher? Von allem läßt sich mit
    weniger Gefahr reden als von sich selbst.“ Jesus sagt vom Teufel:
    „Wenn er die Lügen redet, so redet er von seinem ,Eigenen‘“, und für
    uns liegt die große Gefahr nahe, daß, wenn wir von unserem „Eigenen“
    reden, wir sehr leicht lügen. – Joseph hatte in seinem Vaterhaus
    und unter seinen Brüdern Gefallen an sich selbst, darum sprach er
    von seinen Vorzügen, die ja nicht unberechtigt waren. Aber er mußte
    davon erlöst werden, ehe ihn Gott in seine ihm bereitete Stellung einführen
    konnte. Er kam in den Kerker, und dort läuterte und reinigte
    ihn Gott von allem Selbstgefallen.
    Die sechste Gestalt des „eigenen Ich“ ist die
    „Selbstherrlichkeit.“
    „Ich suche nicht meine Ehre“, sagt unser Herr. Simson brauchte
    die Kraft, die Gott ihm gab, statt für Gott, für sich selbst. Er hob die
    Tore aus zu Gaza und trug sie auf einen Berg. Er sollte mit dieser
    Kraft Israel erlösen; aber stattdessen brauchte er sie, um zu zeigen,
    wie stark er sei. Sind nicht auch wir hierin alle schuldig? Wie oft
    haben wir uns mit dem, was Gottes war und was im Heiligtum hätte
    niedergelegt werden sollen, geschmückt und groß gemacht! Achan
    hätte den assyrischen Mantel und die goldene Zunge dem Herrn heiligen
    sollen; statt dessen behielt er sie für sich zurück, um sich damit
    zu schmücken. Sind wir ehrlich! Haben nicht auch wir schon oft
    unser klares Denken und unsere beredte Zunge gebraucht, um uns
    selbst zu verherrlichen? Und warum das? Weil wir noch nicht wissen,
    was Herrlichkeit ist! Gottes Herrlichkeit ist immer eingehüllt und nur
    dem von Gott geöffneten Auge sichtbar. Er hüllte seinen Sohn in
    Knechtsgestalt; das Manna war mit Reif bedeckt und die Stiftshütte
    mit einem unscheinbaren Dachsfell überzogen. „Des Königs Tochter
    ist ganz herrlich inwendig“ (Ps. 45). Des Menschen Herrlichkeit ist
    immer nach außen; Gottes Herrlichkeit ist drinnen im Verborgenen.

    „Wir sahen seine Herrlichkeit!“ sagte Johannes. Wo sah er Herrlichkeit?
    In der Niedrigkeit des Gottessohnes! Johannes sah Herrlichkeit
    in der Niedrigkeit; darum konnte er Jesus bis zum Kreuze folgen –
    alle anderen Jünger flohen. Wenn diese Herrlichkeit einmal in unser
    Herz leuchtet, dann erst verstehen wir, was der Dichter sagt:
    Mein „eigenes Ich“ sinkt hin in Schmach,
    Das Kreuz ist all mein Ruhm!
    Und dann suchen wir keine andere Herrlichkeit mehr als die Herrlichkeit
    des Lammes. Petrus machte gern Vergleiche zwischen sich
    und anderen. Er sagte z. B.: „Wir haben alles verlassen …“ „Wie oft
    muß ich meinem Bruder vergeben?“ Da strahlte überall die Selbstherrlichkeit
    hindurch. Darum machte auch Jesus bei jener wunderbaren
    Begegnung am See (Joh. 21) Vergleiche, als er ihn fragte:
    „Hast du mich lieber?“ – Lieber?! Aber Petrus ging nicht darauf ein;
    er hatte es verlernt, Vergleiche zu machen. Er will nichts mehr wissen,
    weder von sich noch von anderen, sondern er ist froh, daß er zu
    seinem Meister sagen kann: „Du weißt.“ „Alle Güte des Fleisches“
    (Jes. 40,7) ist bei ihm verdorrt; denn der Hauch Jahwes hat ihn angeweht.
    Wenn wir dem Geistessegen uns öffnen, wie derselbe in Hesekiel
    36 beschrieben ist, zerstört er bei uns nicht nur das „grobe
    Fleisch“, sondern auch das „fromme Fleisch“, und es wird wahr, was
    Gott am Schluß jenes Kapitels sagt: „Ihr werdet Ekel an euch selber
    haben!“ Das ist das Gegenteil von Selbstherrlichkeit!
    Das Lamm lehrt dich stille sein
    „Er wurde mißhandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund
    nicht auf“ (Jes. 53,7). Das erste, was man in der Schule des Lammes
    lernt, ist stille sein und sich beugen (Matth. 11,29). Die Schrift spricht
    von einem Stillesein vor Gott, von einem Stillesein zu Gott und von
    einem Stillesein in Gott. Bevor Gott mit uns redet, müssen wir stille
    geworden sein vor ihm. Als Abraham auf sein Angesicht fiel und
    schwieg, da redete Gott weiter mit ihm (1.Mose 17). In Kapitel 15
    und 16 sehen wir, wie Abraham redete und handelte, und Gott
    schwieg – schwieg 13 Jahre lang. Wir lesen Kapitel 16,16: „Und Abraham
    war 86 Jahre alt, als Hagar dem Abraham Ismael gebar“, und
    Kapitel 17,1: „Und Abraham war 99 Jahre alt, da erschien Jahwe dem
    Abraham.“ Das war eine lange Zeit und wohl die schwerste in seinem

    Leben. Denn es gibt nichts Schwereres für ein Kind Gottes, als wenn
    sein Gott schweigt.

    Das Lamm lehrt dich lieben
    „Wie er hatte geliebt die Seinen, die in der Welt waren, so liebte
    er sie bis ans Ende“ (Joh. 13,1). Wie hat er geliebt? Er hat die Seinen
    mehr geliebt als sich selbst. Und das ist eigentlich „die Liebe
    Christi.“ Die Liebe, die aus der Natur kommt liebt nach ihrer Neigung;
    die Liebe, die im Gesetz geboten ist, liebt, weil Gott es will; sie
    liebt aus Pflicht und liebt den Nächsten wie sich selbst (Luk. 10, 27);
    aber die Liebe Christi liebt andere mehr als sich selbst (1.Joh. 3,16).
    O wie weit sind wir noch zurück! Schon manchmal haben wir angefangen
    zu lieben, und wir sind wohl schnell mit unserer Liebe zu
    Ende gekommen. Aber wir haben nicht bis ans Ende geliebt! In seiner
    Schule lernen wir allein das rechte Lieben; da lernen wir göttlich
    lieben, lieben mit der Liebe, die in seinem Herzen ist. Es gibt kein
    Gebiet, auf dem so viel gesündigt wird wie gerade auf diesem. Man
    kann mit Haß nicht so viel verderben wie mit falscher Liebe. Man
    braucht die Stirn wie ein Kieselstein (Jes. 50) nicht für seine Feinde,
    sondern für seine Freunde. Am Ende haben uns unsere Feinde nicht
    so viel geschadet wie unsere sogenannten guten Freunde. Und wünschen
    wir, daß unser innerer Mensch wachse und gedeihe, so müssen
    wir da einmal eine Untersuchung anstellen und eine Reinigung vornehmen.
    Im Kapitel der Liebe heißt es: „Die Liebe freut sich der
    Wahrheit.“
    Liebe ist Wahrheit! Die Liebe hat bei dem Nächsten das Ewige im
    Auge, und darauf weist sie mit Zartheit hin, mit Ernst und, wenn es
    sein muß, mit Gewalt. Fleischliche Liebe ist blind; aber göttliche
    Liebe hat ein helles Auge für die Wahrheit. Fleischliche Liebe liebt,
    um wieder geliebt zu werden; wahre Liebe liebt, ohne einen Dank
    zu erwarten. Sie denkt nicht daran, was für sie dabei herauskomme,
    sondern was für ihren Herrn herauswachse. Wahre Liebe sucht bei
    Jesus nur ihn und bei Menschen nur ihre unsterblichen Seelen, nicht
    ihre Anerkennung, noch viel weniger ihr Geld.
    Liebe ist Hingabe! Sie liebt bis in den Tod, und wenn man sie mit
    ihrem Meister ans Kreuz bringt. Fleischliche Liebe liebt auch bis in
    den Tod, aber nicht in den Tod Christi hinein, sondern in den geistlichen
    Tod. Wie manche Freundschaft führte in den geistlichen Tod
    hinein, brachte Wunden, die das ganze Leben hindurch nicht mehr
    heilen wollten. Da hat man aus Liebe alles einander gesagt, alles miteinander
    besprochen; man konnte nicht leben, wenn man einander
    an einem Tag nicht gesehen hatte. Und siehe, nach Jahren schlug die
    brennende Liebe in bitteren Haß um. Fleischliche Liebe mündet
    immer in Haß. – Wir verstehen unter fleischlicher Liebe nicht sinnliche
    Liebe, sondern falsche Liebe unter den Frommen.
    Gott in seiner Gnade läßt es zu, daß eines Tages ein Platzregen
    von bitteren, ungerechten Vorwürfen kommt und ein eisiger, liebloser
    Nordwind an das Liebesgebäude stößt; das morsche Gebäude fällt
    dann ein und tut einen großen Fall, den man weithin hört. Wo man
    göttlich zu lieben aufhört, da fangen Ungerechtigkeit, Verwirrung
    und Tod an. Göttlich lieben lernt man nur in der Schule des Lammes.
    Liebe ist Gehorsam!Wann und wie liebe ich göttlich? ist für viele
    die brennende Frage. In 1.Johannes 5,2 ist uns eine treffende Antwort
    gegeben: „Daran erkennen wir, daß wir Gottes Kinder lieben,
    wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten.“ Wer Gott liebt, liebt
    andere zu Gott hin, nicht zu sich. Johannes freute sich, als seine Jün-
    ger ihn verließen und Jesus nachfolgten. Warum? Er liebte Jesus!
    Wer in Gottes Geboten wandelt, der liebt; denn er zieht durch seinen
    Gehorsam seine Brüder und Schwestern in Gottes Wege hinein, und
    das ist wahrhaftige Liebe. Und solche Liebe siegt zuletzt und wird anerkannt,
    auch wenn sie ihr Leben lang als Härte verschrien wurde.
    Jede Freundschaft, die nicht auf demselben Boden steht, ist Feindschaft.
    Überhaupt ist Freundschaft pflegen einer der schwierigsten
    Punkte. Da braucht es viel Gnade und Wahrheit von oben. Die wenigsten
    können wie jener Kirchenvater von sich und seinem Freunde
    sagen: „Wir kannten nur zwei Wege, einen zur Kirche und den anderen
    zu den Lehrern der Kirche; wir sprachen nur über zwei Dinge,
    über Gott und über sein Wort.“
    Liebe ist Leben! Ohne Liebe lebt man nicht. Wenn unser Geist zu
    erkennen geschaffen ist, so ist unser Herz um zu lieben geschaffen.
    Unser Herz ist ebenso für die Liebe gemacht wie der Vogel für den
    Flug. Liebe ist der Anfang und das Ende unseres Lebens. Liebe ist die
    größte Macht. Nur solange wir lieben, leben wir. Nur wo die Liebe
    erwacht, stirbt das Ich, der finstere Despot. Liebe ist das Band der
    Vollkommenheit. Liebe umfaßt alles – selbst Gott. Liebe ist das einzige
    Gebot, das der Herr den Seinen gegeben hat. Liebe ist das Kennzeichen
    der Wiedergeburt und der Beweis der Echtheit unseres
    Glaubens. Liebe ist die Frucht des Geistes und der Ersatz für die persönliche
    Gegenwart Jesu. Woher kommt die Liebesarmut unter den
    Kindern Gottes? Von der Geistesarmut! Wie bekommen wir mehr
    Geist? Wenn wir anfangen, mehr zu lieben. Dann ist der dreieinige
    Gott auf unserer Seite. Denn er ist ja vor allem der Gott der Liebe.
    Ziehet an als die Auserwählten Gottes herzliches Erbarmen!

  3. Avatar
    Nico

    Das sind mal viele Worte für einen Kommentar:)

    „Aber was mir Gewinn war, das habe ich um des Christus willen für Schaden geachtet; ja, wahrlich, ich achte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe; und ich achte es für Dreck, damit ich Christus gewinne und in ihm erfunden werde, indem ich nicht meine eigene Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz kommt, sondern die durch den Glauben an Christus, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens, um Ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, indem ich seinem Tod gleichförmig werde,
    Nicht dass ich es schon erlangt hätte oder schon vollendet wäre; ich jage aber danach, dass ich das auch ergreife, wofür ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt, und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. Lasst uns alle, die wir gereift sind, so gesinnt sein; und wenn ihr über etwas anders denkt, so wird euch Gott auch das offenbaren. Doch wozu wir auch gelangt sein mögen, lasst uns nach derselben Richtschnur wandeln und dasselbe erstreben!“
    ‭‭Philipper‬ ‭3:7-10, 12-16‬ ‭SCH2000

    Diese Bibelstelle finde ich in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Sie spricht auch von der Kraft seiner Auferstehung. Die vielen Worte über die Gemeinschaft seiner Leiden sollten gemeinsam mit der Kraft seiner Auferstehung in Zusammenhang gebracht werden. Um Christus zu erkennen müssen wir das Sterben und das Auferstehen gleichzeitig betrachten, das sehen wir bei Paulus sehr gut, er wurde gesteinigt und in den 3. Himmel entrückt. Wer nur stirbt oder nur aufersteht, hat Christus nicht wirklich erkannt. Dabei ist zu beachten daß wir in einem Prozess stecken und nur stückweise Erkenntnis besitzen.

    Shalom, Maranatha

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