Was ist aus den Herrnhutern geworden?

Schon die Gründung der Brüdergemeine liegt im Dämmerlicht von Logen und Kapitelsälen, wie Zinzendorf durch und durch Geheimbündler und Ökumeniker war. Bei allem pietistischen Schwulst darf man sich nicht darüber hinwegtäuschen lassen, dass die Herrnhuter die direkte Fortsetzung der Böhmischen Brüder (Geheimbund) des Jan Comenius waren. Zinzendorf hatte die Bischofsweihe der Böhmischen Brüder erhalten. Er entwarf schon damals ein "Ökumenisches Gesangbuch", das er dem Papst gewidmet hatte. Hier geht es weiter [...]

Zinzendorf und die Herrnhutter

Zinzendorf hatte eine erotisch/abartig gefärbte Jesusfrömmigkeit. Das „Seitenhöhlchen“ (Seitenwunde CHRISTI) wird bei ihm zu einer Art Genital, in das er sich venarrt hatte und das er in unzähligen schwülstigen Liedern besang, z. B. Für Wunden-Würmelein verliebt in seine vier Nägelein, für Kreuz-Luft-Vögelein, kränkelnd vor Liebespein nach Jesu Seitenschrein. Seid Kreuz-Luft-Vögelein und Täucherlein, fahret ins Loch hinein, das ihm der Speer geritzet (Brüdergesangbuch Jahrgang Hier geht es weiter [...]