Geltungssüchtige (Straßen-)Prediger

All zu oft dient das Internet geltungssüchtigen (Straßen-)Predigern nur dazu, sich in Szene zu setzen. Wie sich diese Wichtigtuer alle ins Internet drängen, sich selbst filmen und selbst bespiegeln! Einfach widerlich! Geltungssucht ist eine Sucht wie Drogensucht oder Alkoholismus.

Unser HERR wählte den entgegengesetzten Weg: ER verbot Seinen Jüngern streng, es auszubreiten, wenn ER Kranke geheilt hatte oder dass ER der MESSIAS sei:

Matthäus 9, 30
Als Er ins Haus gekommen war, kamen die Blinden auf ihn zu. Und JESUS sagt zu ihnen: „Glaubt ihr, dass ICH dieses tun kann?“ Sie sagen ihm: „Ja, HERR.“Dann rührte Er ihre Augen an und sagte: „Euch geschehe nach eurem Glauben.“ Und ihre Augen wurden aufgetan. Und JESUS verpflichtete sie mit allem Ernst und sagte: „Seht, dass niemand es erfahre“

Oder:

Matthäus 16, 20
Dann gab Er Seinen Jüngern strenge Weisung, dass sie niemandem sagen sollten, dass Er JESUS, der GESALBTE, sei.

Dieses Verhalten des HERRN war kein einmaliger Vorgang, sondern gehörte zu Seiner Wesensart, und wird durch viele Bibelstellen bestätigt: Matthäus 8,4; 17,9; Markus 1,44; 5,43; 7,24.36; 8,26; 9,9; Lukas 5,14; 8,56; 9,21 usw. (bitte nachlesen!). JESUS wollte Sein Werk nicht entwerten lassen durch unseriöse Marktschreierei wie es heute durch das Internet geschieht. Nicht durch Werbetrommler und Paukenschläger sollte das Erlösungswerk ausgebreitet werden, sondern allein durch den GEIST:

Sacharja 4, 6
… nicht durch Heer oder menschliche Kraft soll es geschehen, sondern durch Meinen GEIST!

In diesem Sinne war schon die Ankündigung des MESSIAS durch den Propheten Jesaja zu verstehen:

Jesaja 42, 2
Er wird nicht schreien und kein Aufhebens machen, noch Seine Stimme auf der Gasse hören lassen.

Manche benutzen diese Bibelstelle allerdings auch, um die Straßenpredigt als unbiblische Methode erscheinen zu lassen. Dass hier die Straßenpredigt überhaupt nicht gemeint sein kann, beweist Lukas 13, 26, wo über den HERRN JESUS ausgesagt wird:

Lukas 13, 26b
… und auf unseren Straßen lehrtest DU.

Der HERR JESUS war der erste aller Straßenprediger!
Wenn Jesaja schreibt, dass man vom MESSIAS kein Geschrei oder Gezänk auf den Gassen hören wird, wollte er den Gegensatz zu den damaligen Gauklern und Hof-Propheten herausstellen, die ihre Auftritte immer mit viel Trara und dem Tröten der Schofarhörner ankündigten. Heute haben sie dafür das Internet.

2 Antworten auf „Geltungssüchtige (Straßen-)Prediger“

  1. Hallo,

    ich kann ihnen da nicht ganz zustimmen. Das öffentliche Predigen ist per se niemals verboten worden. Dafür haben wir Beispiele wie Petrus zu Pfingsten. Paulus in Athen. Jesus lehrte auch öffentlich. Das was man kritisieren sollte ist die MOTIVATION des Predigers! Will er gesehen werden und als Held gepriesen werden von seiner Gemeinde? Dann ist das eine Sünde. Wenn ihn aber der Herr das aufs Herz gelegt hat und ihn dazu berufen hat, dann ist das Gottes Werkzeug. Ich wünsche ihnen dieselbe Gesinnung wie sie Paulus hat und in Philipper 1, 15:
    15 Einige verkündigen zwar Christus auch aus Neid und Streitsucht, andere aber aus guter Gesinnung; 16 diese verkündigen Christus aus Selbstsucht, nicht lauter, indem sie beabsichtigen, meinen Fesseln noch Bedrängnis hinzuzufügen; 17 jene aber aus Liebe, weil sie wissen, dass ich zur Verteidigung des Evangeliums bestimmt bin. 18 Was tut es? Jedenfalls wird auf alle Weise, sei es zum Vorwand oder in Wahrheit, Christus verkündigt, und darüber freue ich mich, ja, ich werde mich auch weiterhin freuen!

    1. Hallo Arthur,

      herzlichen Dank für Deine Antwort. Ich denke, dass hier ein Missverständnis besteht, denn in dem Artikel wird nicht behauptet, dass das Straßenpredigen per se verboten sei. Ganz im Gegenteil.

      Es kommt darauf an (wie Du bereits geschrieben hast), aus welcher Motivation gepredigt wird. Geht es darum, meinen Namen bekannt zu machen oder den Namen meines HERRN?

      Shalom
      Roland

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