Evangelischer Kirchentag Berlin 2017

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1. Mose 16, 13
Und Hagar nannte den Namen des HERRN, der mit ihr redete: Du bist „der Gott, der mich sieht, Gott des Schauens!“ Denn sie sprach: Habe ich hier nicht den gesehen, der mich gesehen hat?

Ich habe einmal das Programm dieser Veranstaltung etwas unter die Lupe genommen. Wahrhaftig, ein breites Angebot, das hier offeriert wird. Wie zu sehen ist, kann diese „Evangelische Kirche“ ohne Bedenken abgehakt werden. Eine Auseinandersetzung mit den Funktionären dieser Organisation ist völlig zwecklos und unnötig. Die Situation erinnert an den Abfall der Israeliten in der Zeit des Alten Testaments. Die Propheten berichten ausführlich darüber.

Nun eine kleine Blütenlese:

Zum biblischen Motto 1. Mose 16, 13 „Du siehst mich“:

Thementag Interreligiös-feministische Basisfakultät – Die Figur Hagar vereint interreligiöse, interkulturelle und politische Dimensionen in einer Person. Von ihr inspiriert, kommen starke Frauen der Gegenwart zu Wort. Wie sieht die Arbeit feministischer Projekte gegen
Fundamentalismus aus? Musliminnen, Jüdinnen und Christinnen ermutigen sich gegenseitig.

Feminist*innen aller Religionen Vereinigt euch! Strategien gegen Fundamentalismus

Gender-Zentrum Genderversagen? Wer von der aktuellen Genderpolitik profitiert Podium
Dr. Michael Diener, Präses Ev. Gnadauer Gemeinschaftsverband, Kassel Prof. Dr. Claudia Janssen, feministische Theologin, Marburg

Christlich-muslimische Dialogbibelarbeit Prof. Dr. Claudia Janssen, feministische Theologin, MarburgZentrum Regenbogen
Schwul, lesbisch, bisexuell, transsexuell, transgender, intersexuell, queer – die Vielfalt der sexuellen Orientierungen ist groß. Der Gesprächsbedarf ebenso. Das Zentrum soll
Anlaufpunkt für Interessierte, Neugierige, Expertinnen und Experten sein. Es bietet neben Begegnung und Dialog auch persönliche Beratung.

Coming-Out-Workshop für lesbische Mädchen und Frauen. Ein Angebot von: Sarah-Luise Weßler, Grundschullehrerin, Netzwerk Labrystheia, Espelkamp

Workshop: Und wo bleibt die Lust? – Austausch für Frauen* zur Sexualität. Ausschließlich für Frauen

Zentrum Regenbogen
Lesbisch-schwule Glaubensbiografien Dr. Gregor Schorberger, Lehrsupervisor, Frankfurt/Main. Workshop: Auch Lesben und Schwule werden älter Michael Feitel, Ökum. Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) Berlin Ria Pigorsch, Netzwerk kath. Lesben, Altenpflegerin, Bergisch Gladbach

Queere Geflüchtete kommen an Zentrum für Migranten, Lesben und Schwule, Berlin Gottesdienst anlässlich einer Transition Segnung Transidenter – eine neue Kasualie. Gestaltung: Queer in Kirche und Theologie (QuiKT)

Die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität hat anlässlich des Reformationsjubiläums eine Broschüre zu Trans* und Reformation veröffentlicht. Es handelt sich um eine Bestandaufnahme der Situation von transsexuellen/transidenten Menschen in der Kirche,
die informieren und inspirieren soll. Was hat Transidentität/Transsexualität heute mit der Reformation zu tun? Diese Frage beantwortet die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V. (dgti e.V.) in der Broschüre „Reformation für Alle* – Transidentität/Transsexualität und Kirche“ *
Quelle: https://www.evangelisch.de/inhalte/142249/14-03-2017/reformation-fuer-alle

Trau dich! Trauung Für Alle auf dem Kirchentag Eine Premiere! Die Kirchentagsfestgemeinde begleitet Paare – egal ob homo oder hetero – unter den Segen Gottes. Bringen Sie Blumen, bringen Sie Taschentücher, feiern Sie mit – im Herzen von Berlin.

„Oversexed and Underfucked“? (I. Osswald-Rinner) Lust und Sexualität – Mythen und Realitäten

Ökumenischer Arbeitskreis Sadomasochismus (SM) und Christsein, Kraichtal

Wiederkehr des völkischen Denkens – Neue Rechte – braune Esoterik – Neugermanen. Die Neue Rechte, Einprozent und die Identitäre Bewegung Braune Esoterik und die Reichsbürger

Breiten Raum nimmt auch das Thema Asyl auf dem Kirchentag ein.

Podienreihe Flucht, Migration, Integration. Mahl mal anders: Feierabendmahl in der Flüchtlingskirche

Gender-Zentrum Feierabendmahl von und für (nicht nur) Männer Gestaltung: Ev. Zentrum Frauen und Männer, Hannover

Zentrum Regenbogen Feierabendmahl unterm Regenbogen Gestaltung:
Ev. Pfingstgemeinde, Berlin Ökum. Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche, Berlin, Zentrum Regenbogen und Gender-Zentrum, Berlin

Zentrum Kirchenmusik Hören und Schmecken. Ein Fest der Verschiedenheit Juden, Christen und Muslime feiern Mahl – Mit Juden den Sabbat begrüßen – mit Muslimen den Vorabend des Ramadan begehen – als Christen Abendmahl feiern.

Zentrum Regenbogen Für eine sanfte Revolution der Sprache Einladende Impulse für die Genderdebatte Podium Gesine Agena, Frauenpolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen. Erfahrungen mit der Bibel in gerechter Sprache

Zentrum Gottesdienst Gottesdienst als Skandal Ausgeblendetes sichtbar machen. Christina Brudereck, Theologin, Essen Vorbereitung und Feier eines Gottesdienstes in skandalöser Sprache

Pavillon Dialog der Kulturen Ein Begegnungsort für Berlins Religions- und Glaubensgemeinschaften. Mit dem Dialog der Kulturen eröffnet die IGA einen besonderen Begegnungsort der Religions- und Glaubensgemeinschaften Berlins. Gemeinschaftlich von christlichen, buddhistischen, hinduistischen, jüdischen und muslimischen Gemeinden geplant, werden hier Andachten, Gebete und Einkehr gehalten.

Young House of One – zusammen Zukunft bauen Ein Angebot von: House of One, Berlin. Wie kann friedlicher Dialog zwischen den Religionen gelingen? Schülerinnen und Schüler zeigen auf dem Petriplatz in einem urbanen Garten ihre Idee von einem House of One. Wir laden Sie ein, teilzuhaben, mitzubauen und multireligiöse Andachten mit uns zu feiern.

Film: Mit Jesus auf die Barrikaden: Christ*innen in der 68er-Revolte
Filmreihe Du siehst mich Vier werden Eltern Familienbilder dokumentiert – mit anschließendem Gespräch Constanze Körner, Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg und Leiterin Regenbogenfamilienzentrum, Berlin

Ver-Queeres Willkommen LSBTTIQ* im Kontext von Flucht und Vertreibung Zur Situation von LSBTTIQ-Geflüchteten und deren Forderungen Jouanna Hassoun, Leiterin Zentrum Migranten, Lesben und Schwule, Berlin. Zur Verantwortung in Zeiten rechtspopulistischer Verführungsversuche Podium mit den Vortragenden und Volker Beck, Sprecher für Migrationspolitik Bündnis 90/Die Grünen, Berlin

Zentrum Jugend Workshop: Rechtspopulismus und Ausgrenzung in Kirchengemeinden – was tun? Dr. Petra Schickert, SprecherInnenrätin Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus, Berlin

E.T. fragt: Siehst du auch mich? Über die Erlösung von Marsmenschen und anderen Kreaturen. Existieren irgendwo im Universum Lebensformen mit Intelligenz und Bewusstsein? Diese Möglichkeit ist nach heutigem Erkenntnisstand nicht auszuschließen. Welche Auswirkungen würde das auf unseren christlichen Glauben haben? Welche Rückschlüsse auf die multireligiöseWelt eröffnen sich?

Zentrum Weltanschauungen Von World of Warcraft bis Game of Thrones Fantasy und Religion. Spiel der Throne? Kampf der Religionen: Erlösung und Auferstehung bei Game of Thrones

Kabarettistischer Tagesrückblick Marcus Leitschuh, Autor und Schulleiter, Kassel Lutz von Rosenberg Lipinsky, Kabarettist, Hamburg Dr. h. c. Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident a. D., Berlin

Christustag Ein Angebot von: Lebendige Gemeinde ChristusBewegung in Württemberg. Zum zweiten Mal kooperiert der Kirchentag mit dem Christustag, dem seit über 50 Jahren stattfindenden jährlichen Treffen der „Lebendigen Gemeinde“. Verantwortlich für das Programm ist die „Lebendige Gemeinde. ChristusBewegung in Württemberg“.
Weitere Informationen: www.kirchentag.de/christustag

Christustag Ich sehe was, was du nicht siehst … Als Christ in besonderer Verantwortung. Ein Angebot von: Lebendige Gemeinde ChristusBewegung in Württemberg Thomas de Maizière MdB, Bundesinnenminister, Berlin, Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender World Vision Deutschland, Friedrichsdorf und weitere Gäste

Rockandacht Hansjörg Kopp, Generalsekretär CVJM Deutschland,
Mitreißender Pop-Rock, bei dem der Funke überspringt – Handgemachter Pop-Rock für den Herrn. Rock My Soul Verrockte Bibelgeschichten zum Mitsingen

Lebenswelt Gemeinde – Evangelikale Werke – wer alles dabei ist:

• Äthiopisch-Orth. Kirche in Deutschland, Köln
• Amt für Gemeindedienst in der Ev.-Luth. Kirche in Bayern, Nürnberg
• Arbeitsgemeinschaft Norddeutscher Backstein-Basiliken, Lübe
• Bundesverband Kirchenpädagogik e. V., Köln
• Bund Ev.-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland, Wustermark
• Bund Freier ev. Gemeinden, Witten
• Christoffel-Blindenmission (CBM) e. V., Bensheim
• Deutsche Ev. Allianz, Bad Blankenburg
• Deutscher Jugendverband – Entschieden für Christus (EC) e. V., Kassel
• Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Thomas Leipzig
• Ev. MedienServiceZentrum (EMSZ), Hannover
• Ev.-meth. Kirche, Frankfurt/Main
• Ev. Werbedienst – Amt für Gemeindedienst in der Ev.-Luth. Kirche in Bayern, Nürnberg
• Fördervereine der Posaunenchöre in Deutschland, Altlußheim
• Förderverein Orgel Petri-Kirche Riga e. V., Berlin
• Frauenkirche Dresden
• Gemeindeberatung – Gesellschaft für Gemeindeberatung und
• Organisationsentwicklung in der Ev. Kirche in Deutschland (EKD), Berlin
• Gemeindebund Berlin-Brandenburg
• Gemeinschaftswerk Berlin-Brandenburg innerhalb der Ev. Kirche (GWBB) e. V., Woltersdorf
• Kirche des Nazareners – Ev. Freikirche, Gelnhausen
• Landesausschuss für den Kirchentag der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck,
Willingshausen
• Landesgemeinschaft der Krippenfreunde in Rheinland und Westfalen e. V., Alfter
• Stufen des Lebens, Obersulm
• Verein der Freundinnen und Freunde des Deutschen Ev. Kirchentages e. V., Fulda
• Wir wollen Vielfalt – Bündnis für Inklusion, Mönchengladbach

Zentrum Muslime und Christen
Ebenso sind zahlreiche Veranstaltungen mit Muslimen im Programm zu finden. Wie hältst du es mit der Religion? Religion- und Islamfeindlichkeit in Deutschland Zentrum Muslime und Christen Gemeinsames Fastenbrechen zu Beginn des Ramadan – Ein Angebot von: DITIB-Şehitlik Türkisch Islamische Gemeinde Neukölln

Zentrum Juden und Christen Lehrhaus: Bruder Jesus – hin zu einer nicht antijüdischen Christologie Jehoshua Ahrens, Rabbiner, Nürnberg. Auf dem Kirchentag treten auch zahlreiche jüdische Rabbiner-Innen auf, wie Dr. Walter Homolka:

Homolka schreibt im Spiegel:

„Jesu Wahrnehmung im Judentum war vielgestaltig. Rabbiner Walter Homolka zeichnet eine Geschichte von Abgrenzung und Auseinandersetzung. Im 19. Jahrhundert führte die „Heimholung Jesu“ ins Judentum zu einer heute selbstbewussten Position. War Jesus aus jüdischer Sicht Pharisäer und Schriftgelehrter? Vielleicht. War er bedeutend? Ohne Zweifel. War er der Messias oder gar Gottes eigener Sohn? Nach jüdischem Verständnis nein.“
http://www.hentrichhentrich.de/buch-jesus-von-nazareth-im-spiegel-juedischer-forschung.html

Schon auf dem Kirchentag 1999 in Stuttgart erklärte der Württembergische Landesrabbiner Joel Berger:

„Die Judenmission ist für mich die Fortsetzung des Holocaust mit anderen Mitteln.“

„Mission“ ist für Juden ein Reizwort, da sie damit alle negativen Erfahrungen mit Christen verbinden. Christliche Mission kommt für sie gleich nach der spanischen Inquisition, den Kreuzzügen, den Pogromen in Osteuropa und dem Holocaust. Selbst die christlich geförderte Rückführung der Juden wird von einigen Rabbinern abgelehnt. Sie argwöhnen, dass die Christen dies nur täten, weil sie überzeugt seien, dass Christus dann schneller wiederkomme. Bei seiner Wiederkunft würde Jesus dann die Juden in Israel zu „Christen“ machen, und somit das Judentum auslöschen.
http://www.amzi.org/html/mission.html

„Der messianische Christ, Klaus Mosche Pülz, der als Jude selbst dem Holocaust knapp entronnen ist, kommt zu dem bemerkenswerten Schluss, dass der Holocaust Gericht Gottes an den Juden ist, weil sie ihren Messias Jesus Christus, gekreuzigt haben und bis heute verachten. Etwas, was man als Deutscher nicht einmal denken darf. Klaus Mosche Pülz verbindet damit die Warnung an uns, indem er schreibt, mit was wohl eine abgefallene Christenheit zu rechnen hat, wenn Gott nicht einmal sein eigenes Volk verschont hat.“
https://conservo.wordpress.com/2017/03/04/holocaust-mahnmal-gedanken-zur-woche/

Den Platz den JESUS CHRISTUS in der Gemeinde einnehmen sollte, sitzt jetzt der Fürst dieser Welt – Luzifer.

GOTTES Wort sagt uns:

2. Thessalonicher 2, 3-12
Niemand soll euch irreführen in irgendeiner Weise, denn es muß unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde, der Sohn des Verderbens, geoffenbart werden, der Widersacher, der sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, so daß er sich in den Tempel Gottes setzt und sich selbst als Gott erklärt. Denket ihr nicht mehr daran, daß ich euch solches sagte, als ich noch bei euch war? Und nun wisset ihr ja, was noch aufhält, daß er geoffenbart werde zu seiner Zeit. Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon an der Arbeit, nur muß der, welcher jetzt aufhält, erst aus dem Wege geschafft werden; und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, welchen der Herr Jesus durch den Geist seines Mundes aufreiben, und den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft vernichten wird, ihn, dessen Auftreten nach der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder und aller Verführung der Ungerechtigkeit unter denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können. Darum sendet ihnen Gott kräftigen Irrtum, daß sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen an der Ungerechtigkeit gehabt haben.

Die Suche nach JESUS CHRISTUS auf den 576 Seiten des Programms ergab folgendes Ergebnis:

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                                                                                     Baldur Gscheidle, 21. April 2017


Programm Kirchentag

Bildnachweis:
Das Jerusalemkreuz – Logo des Deutschen Evangelischen Kirchentag
Von DEKT – kirchentag.de: Logos und Banner, DEKT Jerusalemkreuz; svg from Lumu (talk), Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3815084

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