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Glaubens- vs. Gesetzeswerke

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OpenClips / Pixabay
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Um die Gedanken GOTTES bzgl. Glaubens- und Gesetzeswerke richtig zu verstehen, ist es unumgänglich nötig, das Wort GOTTES zu diesem Thema sowohl im Alten als auch im Neuen Testament zu erfassen. Dabei ist es von besonderer Bedeutung, eine schriftgemäße Gewichtung im Verhältnis von Altem und Neuem Testament zu beobachten: Die Lehre des CHRISTUS muss über der Lehre Moses‘ stehen, denn auch Mose selbst hat einen nach ihm kommenden Gesetzgeber angekündigt, auf welchen jeder zu hören habe (5.Mo. 18,15-19). Dies ist umso bedeutsamer als der HERR JESUS durch die Gnade, die durch IHN geworden ist, das gesetzmäßige Gericht über allerlei Sünder und Feinde des Volkes GOTTES (Heiden) ausgesetzt hat, da ER dasselbe auf SICH nahm, um allen Sündern Gelegenheit zur Umkehr von ihren Sünden zu geben. So sollte auch billigerweise entgegen der Lehre Luthers z. B. ein Ehebrecher nicht mehr gesteinigt werden (1), sondern statt dessen Gelegenheit zur Umkehr von seinen Sünden haben (vgl. Jh. 8,11).

Denen, die z. B. gemäß der lutherischen Gesetzlosigkeit meinen, ein Christ habe generell keine Gebote zu befolgen (2), fehlen zwangsläufig die Gedanken GOTTES bzgl. Glaubensgehorsam, da diese ausschließlich in Geboten mitgeteilt werden. Die Folge davon ist ein buntes Durcheinander, da niemand von solchen den Willen GOTTES wirklich kennt.

Jeder, der GOTT wahrhaftig kennen oder erkennen will, – der HERR JESUS sagt, dass an dieser Erkenntnis das ewige Leben hängt (Johannes 17, 3), – der kommt nicht um das Halten SEINER Gebote herum; denn es heißt in der Lehre der Apostel:

1. Johannes 2, 3.4
Und hieran wissen wir, dass wir IHN kennen (3), wenn wir SEINE Gebote halten. Wer da sagt: Ich kenne IHN, und hält SEINE Gebote nicht, ist ein Lügner, und in diesem ist die Wahrheit nicht

Da die Wahrheit JESUS CHRISTUS ist (Jh. 14,6) und derjenige nicht SEIN ist, in dem CHRISTUS nicht ist (Jh. 14,18; Röm. 8,9-11), und der Lügner bekanntlich in den Feuersee kommt (Offb. 21,8), muss man sich also entscheiden, ob man ewiges Leben haben kann, indem man IHN erkennt, sprich SEINE Gebote hält, oder nicht. Und wer gemäß der Irrlehre Prof. Dr. Luthers meint, die Verheißungen GOTTES (bei Luther einseitig „Evangelium“ genannt) gegen die Gebote des HERRN JESUS CHRISTUS (bei Luther einseitig „Gesetz“ genannt) ausspielen zu müssen, der macht es nicht anders als der Teufel, als er den SOHN GOTTES versuchte (vgl. Lk. 4,9-13), zumal auch Prof. Dr. Luther selbst als ein Kind des Teufels offenbar ist, da er nachweislich die Brüder und Schwestern des HERRN JESUS CHRISTUS, nämlich solche Christen, die den Willen des VATERS getan haben, systematisch verfolgen und umbringen ließ (vgl. 1. Jh. 3.10-15).

Vorliegende Betrachtung dagegen geht von folgendem Stellenwert der Gebote des HERRN JESUS CHRISTUS aus:

Matthäus 7, 21
Nicht jeder, der zu MIR sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen MEINES VATERS tut, DER in den Himmeln ist

Die Gebote des HERRN JESUS CHRISTUS in der Bergpredigt sind der Wille des VATERS, der im Himmel ist. Nur wer ihn tut, wird in das Reich der Himmel eingehen. Die Anderen, die SEINE Gebote in der Bergpredigt nicht tun, werden (wörtlich übersetzt): die Gesetzlosigkeit Tuenden genannt und vom HERRN verworfen (Mt. 7,23).

Johannes 14, 21
Wer MEINE Gebote hat und sie hält, der ist es, der MICH liebt

– nur im Halten SEINER Gebote liegt die wahre Liebe zu JESUS CHRISTUS.

Johannes 15, 6
Wenn jemand nicht in MIR bleibt, so wird er hinausgeworfen wie die Rebe und verdorrt; und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen

Wer nicht in IHM bleibt, geht verloren, wobei zu beachten ist:

1. Johannes 3, 24
… wer SEINE Gebote hält, bleibt in IHM, und ER in ihm

Nur wer SEINE Gebote hält, geht nicht verloren, da nur dieser in der Liebe des HERRN JESUS CHRISTUS bleibt:

Johannes 15, 10; 1. Johannes 5, 2.3
Wenn ihr MEINE Gebote haltet, so werdet ihr in MEINER Liebe bleiben … Hieran wissen wir, dass wir die Kinder GOTTES lieben, wenn wir GOTT lieben und SEINE Gebote halten. Denn dies ist die Liebe GOTTES, dass wir SEINE Gebote halten, und SEINE Gebote sind nicht schwer

Nur wer SEINE Gebote hält lebt wahrhaftig in der Bruderliebe, die der HERR JESUS geboten hat (Joh. 13,34), denn die wahre Liebe GOTTES, in der wir leben sollen, besteht darin, dass wir SEINE Gebote halten, und SEINE Gebote sind nicht schwer – für einen falschen Propheten und gesetzlosen Christenverfolger wie Prof. Dr. Luther (und dessen Schüler) hingegen sind sie unmöglich zu halten, da solche nur Dornen und Disteln und wie ein fauler Baum keine guten Früchte bringen können. In diesem Sinn weist auch der Apostel Paulus das Halten der Gebote als einen Gegensatz zur Rechtfertigung aus Gesetzeswerken aus, wie die Gegenüberstellung der folgenden zwei Aussagen von ihm zeigt:

Der Glaube, der durch die Liebe wirkt, ist also der Glaube, der das Halten der Gebote GOTTES bewirkt, denn die Liebe GOTTES ist ja, dass wir SEINE Gebote halten. Nur wer SEINE Gebote hält, ist eine neue Schöpfung (Gal. 6,15). Schließlich zieht der Apostel Johannes die Grenze zwischen den wahren Christen und den Verführern genau an dem Gebot der Bruderliebe, das durch das Halten SEINER Gebote erfüllt wird:

2. Johannes 5-7
Und nun bitte ich dich, Frau, nicht als ob ich ein neues Gebot dir schriebe, sondern das, welches wir von Anfang gehabt haben: dass wir einander lieben sollen. Und dies ist die Liebe, dass wir nach SEINEN Geboten wandeln. Dies ist das Gebot, wie ihr von Anfang gehört habt, dass ihr darin wandeln sollt. Denn viele Verführer sind in die Welt ausgegangen …

Der Apostel Johannes hat also die Gläubigen gelehrt, nach den Geboten des HERRN JESUS zu wandeln, um SEIN Gebot der Bruderliebe zu erfüllen (Joh. 13,34). Wer etwas Anderes lehrt, ist ein Verführer und hat GOTT nicht (2Joh. 9). So ist auch der Aussendungsbefehl des HERRN JESUS: … und lehret sie, alles zu halten, was ICH euch geboten habe (Mt 28,20) das Schiboleth, an dem sich die von IHM Gesandten von den antichristlichen „Missionaren” unterscheiden, denn wer die Lehre des CHRISTUS (vgl. Mt. 5,2 und 7,28-29) nicht bringt, der hat GOTT nicht und soll in seiner „Missionsarbeit” auch nicht unterstützt werden (2. Joh. 9-11). Wer also In irgendeiner Weise „missionarisch“ tätig sein will, der ist, so ihn wirklich der HERR JESUS CHRISTUS ausgesandt hat, gehalten, alle Nationen zu lehren, dass sie lernen, alles zu halten was ER geboten hat, damit alle Nationen GOTT erkennen und das ewige Leben empfangen  (4). Nebenbei sei hier bemerkt, dass der HERR JESUS das Lehren SEINER Gebote der Taufe auf SEINEN Namen (vgl. Apg. 8,16; 19, 5; Rm. 6,3; Gal. 3,27) nachgeordnet hat (Mt. 28,19-20). Mit anderen Worten: Es ist wenig erfolgreich bis sinnlos, jemanden die Gebote des HERRN JESUS halten zu lehren, der nicht bereit ist, sich als Jünger in der Taufe auf den Namen des HERRN JESUS mit SEINEM Tod einszumachen, da das Halten SEINER Gebote in die faktische Einsmachung mit SEINEM Tod führt (vgl. Phil. 3,10).

In der Offenbarung des HERRN JESUS sehen wir schließlich, dass sich die wahren Gläubigen gerade in der Zeit größter Verführung dadurch von der antichristlichen Welt unterscheiden, dass sie die Gebote GOTTES halten:

Offenbarung 12, 17; 14, 12
Und der Drache ward zornig über das Weib und ging hin, Krieg zu führen mit den übrigen ihres Samens, welche die Gebote GOTTES halten und das Zeugnis JESU haben … Hier ist das Ausharren der Heiligen, welche die Gebote GOTTES halten und den Glauben JESU

Der Glaube JESU ist hier übrigens nicht der Glaube an JESUS, sondern der Glaube, der dieselbe Qualität hat wie der des HERRN JESUS in SEINEN Erdentagen als Mensch. Dies ist auch der Glaube, von welchem der Apostel Paulus sagt, dass der Mensch durch ihn gerechtfertigt werde (Römer 3,26, wörtl. Übers.: … dass ER gerecht sei und den rechtfertige, der des Glaubens JESU ist).

Jakobus spricht über diesen Glauben JESU und dessen Qualität im 2. Kapitel seines Briefes (vgl. V. 1: Habet den Glauben unseres HERRN JESUS CHRISTUS..) (5) und erläutert dabei, dass es sich bei dem rettenden Glauben JESU um einen lebendigen Glauben handeln muss. Lebendig ist der Glaube aber nur, wenn er Glaubenswerke hat, denn im Neuen Bund ersetzen die lebendigen Glaubenswerke die toten Gesetzeswerke des Alten Bundes. In diesem Zusammenhang sagt er ausdrücklich:

Jakobuts 2, 24
Ihr seht, dass ein Mensch aus Werken gerechtfertigt wird und nicht aus Glauben allein

Jakobus spricht also von Glaubenswerken, während der Apostel Paulus in Röm. 3,28 von Gesetzeswerken spricht. Deswegen ist jeder töricht, der meint, die im Neuen Bund geforderten Glaubenswerke (Halten der Liebes-Gebote des HERRN JESUS CHRISTUS) damit abtun zu können, dass er dieselben als „gesetzlich“ verachtet und somit toten Gesetzeswerken gleich achtet.

Von den Menschen, welche sich gläubig nennen, aber die Gebote GOTTES nicht halten wollen, sagt der Apostel Paulus:

Titus 1, 16
Sie geben vor, GOTT zu kennen, aber in den Werken verleugnen sie IHN und sind gräulich und ungehorsam und zu jedem guten Werk unbewährt

Die die Gnade GOTTES bzw. den Kreuzestod des HERRN JESUS CHRISTUS gegen das Halten SEINER Gebote ausspielen, beschreibt Judas wie folgt:

Judas 4
Denn gewisse Menschen haben sich nebeneingeschlichen, die schon vorlängst zu diesem Gericht zuvor aufgezeichnet waren, Gottlose, welche die Gnade unseres GOTTES in Ausschweifung verkehren und unseren alleinigen GEBIETER und HERRN JESUS CHRISTUS verleugnen

Der alleinige GEBIETER (im Griechischen „despotäs“ = Despot (6) ist der HERR JESUS als Gebote-Geber. Wer IHN also als GEBIETER nicht achtet, indem er SEINE Gebote nicht achtet, der gehört letztlich zu den GOTT-losen, welche die Gnade in Ausschweifung verkehren. Genau in dieser christlich verbrämten Form der GottIosigkeit besteht der Kern der Theologie Prof. Dr. M. Luthers.

Fußnoten:

(1) Luther forderte die Hinrichtung des Ehebrechers („Vom ehelichen Leben“, 1522)

(2) „Also sehen wir daß an dem Glauben ein Christenmensch genug hat; er bedarf keines Werks mehr, so ist er gewißlich entbunden von allen Geboten und Gesetzen; ist er entbunden, so ist der gewißlich frei. Das ist die christliche Freiheit. . .“ (Luther in: „Von der Freiheit eines Christenmenschen“, 1520).

(3) „kennen“ und „erkennen“ ist im Grundtext dasselbe Wort

(4) Schon hieraus ergibt sich, dass ein überzeugter Lutheraner, der glaubt, keine Gebote befolgen zu müssen, auch niemals wirklich von dem HERRN JESUS ausgesandt sein kann, Andere zu lehren, alle SEINE Gebote zu halten.

(5) Hier wird auch die stolze Torheit derer offenbar, die meinen, der Jakobusbrief sei nicht für die Gläubigen von heute, da er an die „zwölf Stämme“ adressiert ist (Jak. 1,1); denn damit gibt ihr eigener Mund Zeugnis, dass sie nicht den „Glauben unseres HERRN JESUS“ haben, von welchem Jakobus in Kap. 2,1ff. spricht, welchen der Apostel Paulus als den „Glauben JESU“ bezeichnet (Röm. 3,26), wobei es doch im ganzen NT nur „einen Glauben“ gibt (Eph. 4,5), zumal ja Jakobus verflucht sein müsste, wenn er einen anderen Glauben als der Apostel Paulus gelehrt hätte (vgl. Gal. 1,6-8). Zudem bezeugen solche selbst, dass sie mit ihrem Glauben keine „Söhne Abrahams“ sind (Gal. 3,7), da Jakobus bei der Erläuterung des lebendigen ntl. Glaubens auf Abrahams Werke verweist (2,21-24), während der HERR JESUS sagt, dass die wahren Söhne Abrahams auch die „Werke Abrahams“ tun (Joh. 8,39).

(6) Despot = ein uneingeschränkter Alleinherrscher

 

Literatur:

Böhm, Hans-Jürgen: Scheidung und Wiederverheiratung im Lichte des Wortes GOTTES, 1. Aufl., Neuhaus a.d. Pegn., 2005

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