Christliche Psychotherapie

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Psalm 1,1; 119,105; 110,160; 25,5; 40,12; Joh. 6,67.68
Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen … Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg … Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Indem er ihn bewahrt nach deinem Wort! … Die Summe deines Wortes ist Wahrheit, und jede Bestimmung deiner Gerechtigkeit bleibt ewiglich … Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich, denn du bist der Gott meines Heils … Du, HERR…lass‘ deine Gnade und deine Wahrheit mich allezeit behüten! … Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr nicht auch weggehen? Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens;
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Überführte Dich die Antwort des Petrus an seinen HERRN und HEILAND? Es gibt Zeiten, wo ich mich dabei erwische, nicht zu JESUS zu gehen. Ich möchte dabei nicht absichtlich vom HERRNs „weggehen.“ Es ist nur so, dass er in den alltäglichen Situationen nicht immer meine erste Wahl ist. Wenn ich nun an Vers 68 denke, besonders wenn ich mich sonst wohin gewandt habe und keine befriedigenden Ergebnisse ernte, taucht plötzlich ein anderer Gedanke in meinem Kopf auf: Ich muss dumm sein!

Warum wandte ich mich nicht an den Einen, der die Worte des ewigen Lebens hat? Er ist immerhin der Gott der ganzen Schöpfung, Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, das Alpha und das Omega, perfekt in allen Seinen Eigenschaften, die auch Allwissenheit einschließt. Im Vergleich dazu ist der beste Input, den ich von der Welt bekommen kann, damit gleichzusetzen, ein Paddel für die Überquerung der Niagarafälle zu bekommen.

Einige würde argumentieren, dass es gut sei, unter bestimmten Umständen zu Gott zu gehen, aber man gehe nicht zu Ihm, um zu lernen, wie man die sanitäre Einrichtung repariert oder den Vergaser seines Lastwagens wieder zusammenbaut. Obgleich es Zeiten gab, wo ich mich an Jesus um Hilfe wandte, um mir herauszuhelfen aus einer schwierigen Situation der „Do it yourself“ Klempnerei, erkenne ich an, dass Sein Wort kein Handbuch für Hausreparatur, Automechanik, Operation am offenen Herzen usw. ist. Es ist jedoch auch bei solchen Tätigkeiten eine sehr gute Idee, den Herrn aufgrund Seiner Gnade und Seinem Erbarmen zu suchen.

Obgleich sie die Menschheit nicht in allem instruiert, ist die Bibel die einzige wahre und objektive Informationsquelle, um Gott zu erkennen und das eigene Leben auf die Weise zu leben, die Er verlangt. Es berührt nicht nur alle Aspekte unseres Lebenswandels, sondern bezieht sich sicherlich auf alles, was ewigen Wert hat. Der Apostel Petrus sagt uns, dass

2. Petrus 1, 2.3
in der Erkenntnis Gottes und unseres Herrn Jesus… seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und zum [Wandel in] Gottesfurcht dient…

Das umfasst offensichtlich alles, um das wir uns Sorgen machen sollen. Auch sagte er, du hast Worte des ewigen Lebens. Seine „Worte“ werden in den Heiligen Schriften gefunden. Wenn wir uns also selbst bibelgläubige Christen nennen, sollten wir dann nicht diejenigen sein, die beständig die Bibel konsultieren für  alles… was zum Leben und zum [Wandel in] Gottesfurcht dient 

Leider ist das für die meisten Evangelikalen nicht der Fall. Sie haben anscheinend ein Verlangen nach psychologischem Ratschlag und reflektieren damit die Welt um sie herum. Ein Hauptgrund für diese Attraktivität ist, dass sie zusammen mit den Massen die irrige Idee haben, das Wesen klinischer Beratung beruhe auf wissenschaftlicher Grundlage. Die Tatsache, dass die Lieferanten dieser sogenannten wissenschaftlichen Weisheit, die in Bezug zur Medizin steht, höhere akademische Grade haben und Professionelle sind, könnte dazu verleiten, das zu denken. Psychotherapie ist jedoch nicht und kann kein wissenschaftliches Unterfangen sein.

Wahre Wissenschaft kann sich nur mit der physikalischen Seite des Menschen befassen – jener Dinge, die von physikalischen Gesetzmäßigkeiten bestimmt sind, z.B. Physik und Chemie. Das Nicht-physische (der Verstand /Geist des Menschen), ist außerhalb der Reichweite der Männer im Labormantel, denn der Wille und das Gefühl der Menschheit spotten über die wissenschaftliche Methode. Aufgrund der pseudo-medizinischen Terminologie hält die Psychotherapie dennoch ihre klinische Fassade aufrecht. Man könnte zum Beispiel denken, dass die problematische „geistige Gesundheit“ einer Person anzeigt, dass er „geisteskrank ist,“ und daher einen Arzt aufsuchen muss und möglicherweise in eine „Nervenheilanstalt“ eingeliefert werden müsse. Ein Geist / Verstand (oder irgendetwas Geistiges kann – weil es nicht-physisch ist – nicht krank sein. Auch kann er nicht durch einen Arzt in einem Krankenhaus für „Geisteskranke“ untersucht werden. Diese Begriffe klingen wissenschaftlich und haben eine Vielzahl beeinflusst, von einer Therapie in Begriffen medizinischer Wissenschaft zu denken. Aber in Wirklichkeit sind sie unsinnig.

Wenn Psychotherapie nicht wirklich die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem geistigen, gefühlsmäßigen und verhaltensmäßigen Wohlergehen der Menschheit ist, was ist sie dann? Es ist Geschwätz. Rhetorik. Unterhaltung! Der Forschungspsychiater Thomas Szasz bringt in seinem Buch „Die Mythen der Psychotherapie: Geistige Heilung als Religion, Rhetorik und Unterdrückung“ den wissenschaftlichen Nebel klinischer Psychotherapie zum Verschwinden:

Im Klartext, was machen Patient und Psychotherapeut denn tatsächlich? Sie sprechen und hören einander zu. Worüber sprechen sie? Eng betrachtet, spricht der Patient über sich selbst und der Psychotherapeut spricht über den Patienten… Jeder versucht, den anderen in einer bestimmten Weise zu sehen oder Dinge tun.

Das ist demnach weder Gehirnchirurgie noch eine andere Art medizinischer Eingriffe. Auch ist es keine Raketenwissenschaft. Mit anderen Worten, ein Doktor der Naturwissenschaften oder der Medizin ist keine notwendige Voraussetzung, um das Medium „Gespräch“ handzuhaben. Machen akademische Grade effektiver im psychotherapeutischen Konversationsprozess? Nein. Die vielen Forschungsstudien, welche die Effektivität von professionellen im Vergleich zu nicht-professionellen Therapeuten vergleichen, haben gleichwertige Ergebnisse ergeben. Mit anderen Worten sind Laien genauso gut wie Fachleute.

Wenn das Medium der Psychotherapie – Reden und Zuhören – nicht abhängt vom fortgeschrittenen Studium der Konversation, um erfolgreich zu sein, was studiert man denn, um Doktor der klinischen Psychologie zu werden? Theorien über menschliches Verhalten, zumeist: Was Sigmund Freud aus griechischen Dramen schloss, seine Spekulationen über kindlichen Sex, psychischer Determinismus und das Unbewusste. Carl Jungs Annahmen über archetypische Bilder, das Okkulte und das kollektive Unbewusste. Alfred Adlers „maskuliner Protest“ und „Minderwertigkeitskomplex“ Konzepte. Abraham Maslows humanistische Psychologie, die Theorie der „Hierarchie der Bedürfnisse“ und New Age Obszönitäten. B.F. Skinners Reiz – Reaktion Verhaltenslehren. Erich Fromms gottlose Sicht von Liebe. Arthur Janovs Urschrei. Carl Rogers Patienten zentrierte Therapie. Fritz Perls Gestalttherapie und eine Legion anderer spekulativer Ideen.

Was sollen denn diese Theorien? Haben sie über die Jahre einen historischen Leib des Wissens gebildet, von der sich wahre und hilfreiche Erkenntnisse über die menschliche Natur und Heilmittel für ihre Lebensprobleme entwickelten? Im Gegenteil, das Feld der Psychotherapie ist sein eigenes Irrenhaus. Wenn Sie denken, dass das etwas hart ist, prüfen Sie das Leben der oben erwähnten Personen. Freud war ein Kokainsüchtiger, der nach seiner eigenen Mutter gierte. Jung war Selbstmord gefährdet und kommunizierte mit einem Dämon. Rogers verließ für eine andere Frau seine krebskranke, sterbende Frau, aber erleichterte seine Schuldgefühle, indem er Kontakt zu ihr nach ihrem Tod über ein Ouija Brett aufzunehmen suchte. Rogers beging später Selbstmord mit Beihilfe. Die Liste kann man fortsetzen. („Arzt, heile dich selbst“ kommt mir in den Sinn). Außerdem, es gibt mehr als 450 verschiedene (oft widersprüchliche und äußerst bizarre) psychotherapeutische Systeme und Tausende von Methoden und Techniken.

Karl Popper, angesehen als überragender Gelehrter auf dem Gebiet der Philosophie der Wissenschaft, zog den Schluss, nach einer ausgedehnten Studie der Psychotherapie, dass ihre Theorien,

obgleich sie sich als Wissenschaften ausgeben, tatsächlich mehr mit primitiven Mythen als mit Wissenschaft vergleichbar sind,

und dass

diese Theorien einige Fakten nur in der Weise von Mythen beschreiben. Sie enthalten die interessantesten psychologischen Ratschläge, aber nicht in überprüfbarer Form1

Achtzig führende Erzieher, die in „Psychologie, Studie einer Wissenschaft“ (Herausg. Sigmund Koch) schrieben, waren der gleichen Meinung:

Die gesamte, entstehende Geschichte der Psychologie kann als ein ritualistisches Unterfangen angesehen werden, es mit Wissenschaft gleichtun zu wollen, um die Täuschung aufrecht zu erhalten, dass sie bereits eine Wissenschaft ist.“2 Martin und Deidre Bobgan, produktive Autoren und Kritiker der Psychotherapie, fassen die Szene heute zusammen: „Das gesamte Feld ist angefüllt mit Verwirrung und vollgestopft mit Pseudowissen und Pseudotherapien, was zu Pseudowissenschaft führt.3

Die für die Psychotherapie kritische Information ist dem Blick der Öffentlichkeit kaum verborgen. Auch ist es kein Werk von Verschwörungsgruppen oder von Fundamentalisten mit wildem Blick. Das einzige Geheimnis liegt darin, warum dem so wenige Achtung schenken, speziell diejenigen, die behaupten, bibelgläubige Christen und Pastoren zu sein. Außerdem regieren bei der Psychotherapie die Werte, bevorzugten Theorien und Anschauungen des Therapeuten. Der Patient muss sich dem fügen, was der Therapeut für den Prozess als zielgerichtet ansieht. Ein williger Patient ist normalerweise ziemlich empfänglich für alles, was vorgesetzt wird. Ob das Problem des Patienten gelöst ist oder nicht, er wurde beeinflusst durch das Wertesystem des Therapeuten, es wird ihm vielleicht sogar übergestülpt.

Viele evangelikale Pastoren sind entweder eingeschüchtert durch die oder betört von der Psychotherapie. Irgendwie wurden diese Hirten überzeugt, dass ihr Mangel an Ausbildung und Training beim therapeutischen Prozess sie unfähig gemacht habe, die geistigen, gefühls- und verhaltensmäßigen Probleme ihrer Herde wirksam anzugehen. Was machen sie also? Die meisten Pastoren werden zu Überweisungsstellen für die örtliche psychotherapeutische Gemeinschaft, „christliche Psychologen“ oder anderweitig. Andere drücken nochmals die Schulbank und erwerben ein Psychologiezeugnis zu ihrem theologischen Abschluss hinzu. Sie mögen am Sonntag und am Mittwochabend das Wort predigen und lehren, aber zu ihrer Schande, haben sie absichtlich oder unabsichtlich ihren Versammlungen zu verstehen gegeben, dass die Bibel ungeeignet ist, wenn es zu Problemen kommt mit der Art und Weise, wie wir leben und uns anderen gegenüber verhalten. Aber sie würden sicherlich keine Person einem Psychotherapeuten empfehlen, für etwas so weltliches wie nicht mit dem Ehegatten oder einem anderen Familienmitglied zurechtzukommen, oder unzufrieden mit sich selbst, deprimiert zu sein, oder Probleme mit Lüsten, Begierden, Bitterkeit oder Selbstkontrolle zu haben – oder würden Sie? Ja, darum kümmern sich Psychotherapeuten sehr oft und die Kirche liefert die Patienten!

Jedes Problem, das nicht „geheilt“ werden kann durch Reden, liegt außerhalb des Feldes der Psychotherapeuten. Evangelikale Pastoren, die normalerweise gute Redner sind und noch besser, Redner des „Guten“ sind, scheinen das verpasst zu haben. Aber was sie noch verpassen, das ihnen noch offensichtlicher sein sollte, und gerade als kritisch anzusehen, ist das Herz und die Seele der Psychotherapie: Das Selbst.

Weltliche Beratung beginnt und endet mit dem Selbst. Professionelle „christliche“ Beratung beginnt und endet mit Christenheit, interpretiert durch Theorien des „Selbst.“ Das Ergebnis von beiden steht im Widerspruch zu dem, was die Bibel lehrt. Es gibt nicht einen Vers von 1. Mose bis zur Offenbarung, der einen Hinweis auf die Unterstützung der „Selbst“-Konzepte der Psychologie liefert – sogar die christianisierten Versionen, die in den letzten Jahrzehnten den religiösen Marktplatz überflutet haben. Das Selbst ist das Problem. Es gibt keine von Menschen gemachte Heilung, Gespräche oder sonstiges. Auf allen seinen Seiten, handelt das Wort Gottes sowohl implizit als auch explizit von diesem Thema. Mt 16:24 stellt die Vollmacht aus. „Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach!“ Und 2. Timotheus 3, 1.2 warnt jene Generation, die das Selbst sowohl zu ihrer Erlösung und ihrem Erlöser macht:

2. Timotheus 3, 1.2
Das aber sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden selbstsüchtig sein…

Dank des überwältigenden Einflusses der Psychologie und der Komplizenschaft des Christentums, sind wir in jenen „schlimmen Zeiten.“

Hinsichtlich der Kapitulation an die Psychotherapie sagte jemand, dass „die Gemeinde ihr Geburtsrecht für ein Butterbrot verkauft hat.“ Ja und Nein. Es gibt keinen definitiven Ausverkauf, aber Butterbrote sind nahrhaft, während die Psychotherapie giftig bis ins Mark ist. Ihr Anfang mit Freud vor nicht allzu langer Zeit gründete auf Täuschung, wie Historiker gut dokumentiert haben. Seine professionelle Nachkommenschaft hat zu seinem Eintopfgericht der Täuschung einfach einige Dinge hinzugefügt oder weggelassen. Nichtsdestoweniger versichern uns christliche Psychologen, dass dort gesunde Wohltaten drin sind, denn „alle Wahrheit ist Gottes Wahrheit,“ und einige der oben erwähnten Leuchten der Psychologie haben solche Stückchen der Wahrheit hinzugefügt. Was genau diese außerbiblische Wahrheit ist, muss uns noch gesagt werden. Auch wenn jedoch diese sogenannten „Wahrheiten“ real wären, würden sie in der vergifteten Brühe der Psychotherapie serviert werden.

Zweimal in den Sprüchen wird uns gesagt:

Sprüche 14, 12; 16, 25
mancher Weg erscheint dem Menschen richtig, aber zuletzt führt er ihn doch zum Tod.

GOTT wollte uns das offenbar wiederholt sagen, vielleicht speziell dieser humanistisch orientierten Generation, die sich großtut bei dem, was richtig erscheint und sich richtig anfühlt. Der kritische Punkt ist, dass der „Mensch“ der Richter darüber geworden ist, was richtig ist, und die Folge dessen ist der Tod, d.h. die Trennung von Gott. Das ist die Lüge, welche die Schlange Eva eingab – dass sie selbst, wie GOTT, der Schiedsrichter dessen sein könne, was gut und was böse ist. So wie GOTT sagte, dass es kommen würde, war der Tod die Folge der Wahl von Adam und Eva. Wir haben heute eine vergleichbare Wahl: GOTTES Wort und Sein Weg, oder der Weg, der den Menschen richtig erscheint.

Wenn wir den HERRN wirklich kennen und lieben, gibt es keinen anderen Weg für uns. Nicht nur ist GOTTES Wort hinreichend für alle Dinge, die zu Leben und zur Gottseligkeit gehören, sondern Er hat auch jeden wiedergeborenen Gläubigen mit seinem Heiligen Geist versiegelt, dem Geist der Wahrheit, um uns zu befähigen, unser Leben in einer Weise zu leben, die fruchtbringend ist und Ihm gefällt. Weiter, alle Gläubigen sind aufgerufen und zugerüstet, einander dienlich zu sein. Der Brief an die Galater (6, 2) sagt uns, dass wir einer des anderen Lasten tragen sollen. 2 Timotheus 3, 17 erklärt, dass die Schrift uns ganz zubereitet, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet. Jesus sagt:

Johannes 8, 31.32
Wenn ihr in Meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig Meine Jünger, und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!

Später sagte JESUS in einem Gebet für uns:

Johannes 17, 17
Heilige sie in Deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit.

Wohin sonst sollten wir also gehen? Er alleine hat Worte der Wahrheit und des ewigen Lebens.

Jeremia 6, 16
So spricht der HERR: Tretet hin an die Wege und schaut und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, welches der gute Weg ist, und wandelt darauf, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Sie aber sprechen: „Wir wollen nicht [darauf] wandeln!“

 

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Fußnoten

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1. Karl Popper, „Scientific Theory and Falsifiability,“ Perspectives in Philosophy, Robert N. Beck, ed. (New York: Holt, Rinehart, Winston, 1975), 343,346.

2. Sigmund Koch, „The Image of Man in Encounter Groups,“ The American Scholar, Autumn 1973, 636.

3. Martin and Deidre Bobgan, Psychoheresy, (Eastgate Publishers 1987), 31.

 

(Quelle: The Berean Call, April 2003)

6 Gedanken zu „Christliche Psychotherapie

  1. Hallo, darf ich zu diesen Artikel nachfragen ob Sie von Psychologie bei Problemen abraten. Das Problem ist bei menschen mit wirklich schweren Psychen Problemen  (Depressionen usw.) werden z.B. nur richtig ausgebildete Psychater anerkannt, wenn diese Menschen aufgrund ihrer Psyche nicht mehr Arbeiten können und auf Hilfe vom Staat angewiesen sind. Was soll man machen wenn man täglich Gott anfleht einem zu helfen aber keine Hilfe kommt?

    LG und Danke

    Mareike

    1. Liebe Mareike,

      besten Dank für Deine Frage. Unter Laien werden die Berufsbezeichnungen Psychotherapeut, Psychologe und Psychiater fälschlicherweise häufig synonym verwendet. Diese Berufsgruppen unterscheiden sich in Ausbildung und Berufsbild deutlich voneinander:

      Psychiater (aus griechisch ψυχή psychē „Seele, Leben“ und ἰατρός iatros „Arzt“) ist ein Arzt mit psychiatrischer und psychotherapeutischer Facharztausbildung. Psychiater sind also Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie. Die Psychotherapie ist seit 1994 obligat in die Facharztausbildung der Psychiater mit aufgenommen.

      Psychotherapeuten sind in Deutschland Ärzte, Psychologen oder Pädagogen mit einer zusätzlicher Ausbildung. Die tiefenpsychologischen Therapieformen haben sich aus der Traumdeutung und Psychoanalyse von Sigmund Freud entwickelt, der sich auch „Psychotherapeut“ nannte. Die Tätigkeit von Psychotherapeuten beschränkt sich nach dem Psychotherapeutengesetz auf die Feststellung, Heilung oder Linderung von Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist. Dies bedeutet u.a., dass Psychologische Psychotherapeuten keine Medikamente verordnen und keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen dürfen.

      Psychologen sind Personen, die ein Studium der Psychologie mit einem Diplom- oder Masterabschluss erfolgreich beendet haben. Der Begriff Psychologe ist rechtlich geschützt und darf nur von der zuvor genannten Personengruppe geführt werden. Psychologen können eine Ausbildung zum Psychotherapeuten an ihr Studium anschließen, aber auch auf zahlreichen anderen Berufsfeldern tätig werden, wie z. B. in der Wirtschaft, im Personalbereich, in der Forschung, als Verkehrspsychologe, in Beratungsstellen.

      Der Artikel wendet sich ausschließlich gegen die Psychotherapie, da die Psychotherapie m. E. lediglich eine pseudomedizinische Disziplin ist. Die Psychotherapie enthält viele religiöse und heidnische/okkulte Elemente. Inzwischen wird die Psychotherapie auch von (weltlichen) Wissenschaftlern (z. B. Neurobiologen) kritisch hinterfragt und die Wirksamkeit der psychotherapeutischen Methoden in Frage gestellt.

      Wenn ein Christ an einer Krankheit leidet, steht es ihm natürlich frei, einen Arzt zu konsultieren. Wenn also jemand an Herzprobleme leidet, dann wird er sicherlich einen Internisten oder Kardiologen aufsuchen. Das ist natürlich auf völlig in Ordnung. So sieht es auch mit psychischen Erkrankungen aus. Wenn jemand z. B. an Depressionen leidet, dann soll/kann er natürlich einen Arzt (Psychiater) konsultieren, damit dieser ihm hilft.

      Eine „christliche“ Psychotherapie jedoch lehne ich ab, weil sie u.a. einen religiösen und okkulten Hintergrund hat. Immer wieder treten Menschen auf, die sich Christen nennen, die z. T. als Pfarrer, Professoren oder Seelsorgeexperten einen Namen haben und diese beiden unvereinbaren Botschaften miteinander verschmelzen wollen. Sie bieten der Gemeinde verschiedene Spielarten von „christlicher Therapie“, „christlicher Psychologie“, „therapeutischer Seelsorge“ o. ä. an, um einem angeblich dringenden Mangel abzuhelfen und Christen in seelischen Nöten Hilfe zu geben. Manches von diesen „Konzepten“ mag recht gut und biblisch klingen, aber es enthält Elemente einer Pseudoreligion, die erklärtermaßen gottfeindlich und für Gläubige geistliches Gift ist. Hier wird mit manipulativen Techniken gearbeitet, die einem anderen Geist und einem anderen Menschenbild als dem biblischen entstammen und keine gute geistliche Frucht bringen können. Ein verdorbener Baum kann keine gute Frucht bringen (Matthäus 7,18)! Und doch werden die verdorbenen Früchte vom Baum der weltlichen Psychologie, christlich eingepackt, dem Volk GOTTES als heilbringende, gesunde Nahrung verkauft.

      Konnte ich Deine Frage zufriedenstellend beantworten?

      Shalom
      Roland

      Quelle: Wikipedia

  2. Hallo und Danke für die Antwort, leider muss ich zugeben das ich immernoch Verwirrt bin. Ich finde da kaum Unterschiede zwischen den Fachrichtigungen. Wenn Sie sagen das Sie eine christliche Psychotherapie ablehnen dann finde ich das von Gläubigen (ich denke doch das Sie gläubig sind) irgendwie komisch. Woher erkennt man die richtige Therapieform.

    1. Angenommen, ich wäre psychisch erkrankt. Natürlich gehe ich dann zum Arzt. Allerdings würde ich die Psychotherapie als mögliche Therapie ablehnen, da sie einen okkulten Ursprung hat.

      Genauso würde ich die sog. „christliche“ Psychotherapie ablehnen, da sie die gleichen Wurzeln hat wie die „weltliche“ Psychotherapie.

      1. Das ist natürlich abhängig vom jeweiligen Krankheitsbild. Hier einige Therapie-Optionen: Pharmakotherapie, Sozialtherapie, Physiotherapie, Ergotherapie, Psychoedukation

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