Warten auf den Chip

Ich denke noch an das Jahr 2013, als die Chipgläubigen in den USA darauf warteten, dass Präsident Obama allen Bürgern den RFID-Chip unter die Haut implantieren lassen würde. Obama habe das in seinem Health-Care-Gesetz angeordnet. Auch die FEMA-Todes-Camps waren angeblich schon bereitgestellt für solche, die sich weigerten, den Chip anzunehmen. Im Internet sorgte das damals für weltweite Aufregung.

Zugrunde gelegt wird bei der ganzen Chip-Hysterie immer die Idee, dass der Chip das Malzeichen des Tieres sei. Doch das ist unmöglich, weil ihm der Bezug zur Zahl 666 fehlt. Außerdem ist das Malzeichen des Tieres nichts Materielles, sondern etwas Geistliches: Was ich im Herzen habe, zeichnet sich auf der Stirn ab. Habe ich den HEILIGEN GEIST im Herzen, erscheint auf der Stirn das Siegel GOTTES (Offenbarung 9, 4), habe ich den Geist des Antichristen angenommen, zeichnet sich auf der Stirn das Malzeichen des Tieres ab, d.h. am Bildschirm erscheint immer nur die Software, die ich unten reingesteckt habe.

Gewiss ist auch die ganze digitale Entwicklung antichristlich. Ich würde mich daher strikt weigern, mir einen Chip einpflanzen zu lassen.

Das Implantieren eines RFID-Chips unter die Haut wird aber m. E. keine wesentliche Rolle mehr spielen, weil es völlig unsinnig ist, dem Menschen eine künstliche und zudem leicht manipulierbare Kennung einzupflanzen, wo doch jeder Mensch von Natur aus die fälschungssicherste Kennung an sich trägt: den Fingerabdruck. Marktexperten sehen daher im Fingerabdruck-Verfahren die Zukunft für den bargeldlosen Zahlungsverkehr (aus: Handelsblatt, Fingerabdruck ersetzt Kreditkarte, abgerufen am 30.12.2020). Es wird eine globale Datenbank erstellt werden, in der die biometrischen Daten wie Finger-/Handabdruck und Gesichtserkennung eines jeden Menschen zentral erfasst sind. Bei Amazon in Seattle/USA hat man mit der Testphase begonnen. Dort gibt es Läden, in denen man mit der Handfläche, die man an der Kasse über ein Lesegerät hält, bezahlen kann. Nächstes Jahr soll es damit los gehen. Unser Personalausweis trägt ja schon jetzt einen RFID-Chip, du kannst ihn erkennen oben rechts, wenn du den Ausweis mit einer Taschenlampe durchleuchtest. Laut EU-Beschluss wird es ab dem 02. August 2021 Pflicht sein, dass bei neu beantragten Personalausweisen dieser Chip zusätzlich zwei gespeicherte Fingerabdrücke enthalten muss (aus: Nürnberger Zeitung vom 28./29.11.2020).

Für uns Gotteskinder aber ist der ganze Chip-Zinnober nur Kinderkram. Überwachung hin, Kontrolle her. Bei uns gibt es nichts zu überwachen, weil wir ohnehin wie ein aufgeschlagenes Buch sind. Vor Überwachung müssen sich nur Verbrecher, Steuerbetrüger und sonstige Kriminelle fürchten, weil sie etwas zu verbergen haben. Für uns Christen ist nicht die totale Kontrolle das Gefährliche, sondern die Beeinflussung des Glaubens und Denkens durch die permanente Infiltration mit Fernsehen, Internet und Smartphone. Darum passe darauf auf, was du konsumierst und entziehe dich der massenmedialen Beeinflussung. Richte deine fünf Sinne ganz auf GOTT und SEINES Königreiches aus, dann hast du immer dienstbare Geister u dich, die für dich kämpfen. Sobald du dem Drachen und seinem Antichristen (Offenbarung 13, 2b) widerstehst, treten die Engel GOTTES zu dir und dienen dir (Hebräer 1, 14).

Quelle: Glaubensnachrichten Januar/Februar 2021, S. 2f.
  1. Roland
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    Hallo, habe Euch heute zufällig entdeckt. Gibt es im Raum Mannheim Geschwister? Zeitweise sind wir auch in der Pfalz Gebiet…

  5. Roland

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

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    Katja

    „Außerdem ist das Malzeichen des Tieres nichts Materielles, sondern etwas Geistliches“

    Malzeichen heißt auf griechisch χάραγμα – charagma (Strongs Greek 5480) und bedeutet Gravieren, Einkerben, Einmeißeln, Einschnitzen, Stempel, Zeichen, Ritz, Ätzung.

    Das nur geistlich zu bewerten halte ich für falsch und auch gefährlich, da es zu der Annahme verführen könnte eine tatsächliche Markierung (Tattoo o.ä.) sei ja nicht so schlimmm. Was jetzt aber nicht bedeutet, dass ich einen implantierten Mikrochip für das Malzeichen halte.

    1. Roland
      Roland

      „Außerdem ist das Malzeichen des Tieres nichts Materielles, sondern etwas Geistliches: Was ich im Herzen habe, zeichnet sich auf der Stirn ab. Habe ich den HEILIGEN GEIST im Herzen, erscheint auf der Stirn das Siegel GOTTES (Offenbarung 9, 4), habe ich den Geist des Antichristen angenommen, zeichnet sich auf der Stirn das Malzeichen des Tieres ab, d.h. am Bildschirm erscheint immer nur die Software, die ich unten reingesteckt habe.“

      Der Artikel bewertet das Malzeichen nicht nur geistlich, sondern es beginnt im geistlichen Bereich und erscheint sichtbar (also materiell) auf dem Körper (Stirn, rechte Hand), vgl. den Satz: „am Bildschirm erscheint immer nur die Software, die ich unten reingesteckt habe“. Bildschirm = äußeres, sichtbares Zeichen. Software = geistlicher Bereich.

      Zu χάραγμα: Der Begriff kommt in der griechischen Literatur selten vor, vgl. aber Sophocles, Philoctetes, 268: „Ich bin von Krankheit geschlagen, seit dem wilden Einstich der mörderischen Viper“. Die lexikalischen Bedeutungen sind (vgl. Bauer): Eindrücke/Abdrücke/Markierungen durch Gravieren, Schneiden, Ätzen, Prägen, Stempeln.
      Ein aufschlussreiches Beispiel (Philochorus, Fragmenta, 3b.328,F): „Nach Philochoros war die Eule auf der Prägung der Vierdrachmenmünze. Die Münze wurde als Tetradrachme bezeichnet. Darauf die Eule. Denn damals war die Eule ein Symbol und ein Bild für Athene, während frühere Zweidrachmenmünzen das Bild eines Ochsenkopfs hatten“.
      Ebenso Plutarchus, Lysander 16.2,9: „Denn die meisten Prägungen der Münze, wie man sich erinnert, waren Eulen, wegen der Athener“.
      Somit könnten die Abdrücke oder Prägungen auf der Hand oder auf der Stirn ein Hinweis auf das Tier beinhalten, wie damals die Eule auf den Götzen Athene hinwies.

      Das χάραγμα des Tieres steht in der Offenbarung auf jeden Fall antithetisch zum Siegel des lebendigen GOTTES (siehe Offenbarung 7,22ff.), vor allem Offenbarung 14,1ff.,das die Geretteten an der Stirn tragen (Offenbarung 7,3; 9,4; 14,1; 22,4).

      Wie die σφραγις (sphragís) der Getauften (vgl. 2. Korinther 1,22; Epheser 1,13) in ihrer Übereignung an CHRISTUS beruht, so haben die Menschen des „Tieres“ ihr χάραγμα darin, dass sie dem Tier als dem umfassenden Herrn huldigen und sich auch wirtschaftlich von dem Tier tragen lassen.

      Daher finde ich es wichtig darauf hinzuweisen, dass das χάραγμα im geistlichen Bereich beginnt. Die Fokussierung auf einen „Chip“ oder etwas anderes im materiellen Bereich halte ich dagegen für gefährlich, weil die Anfänge dieser Entwicklung leicht übersehen werden können und wenn wir bei der äußerlichen Stigmatisierung angekommen sind, ist es wahrscheinlich schon zu spät.

      Quelle: Balz, Horst; Schneider, Gerhard: Exegetisches Wörterbuch zum Neuen Testament, 2. Auflage, Band III (Stuttgart) 1983, S. 1091

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