13 Minuten über dem Vatikan

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Es gibt viele Möglichkeiten, daß Evangelium Christi zu verbreiten. Wichtig ist, daß wir uns des Evangeliums Christi nicht schämen, denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben. Römer 1:16. 2. Tim. 1:8. Gott hat uns eben keinen Geist der Furcht, sondern der Kraft, Liebe und Besonnenheit gegeben, so daß wir die Furcht vor dem Zeugnis unseres Herrn besiegen können.

Heute möchte ich deshalb an etwas erinnern, das sich vor 15 Jahren in Rom ereignet hat. Mehrmals habe ich im vergangenen Bill Eubanks getroffen und ihn predigen gehört. Dieser Bruder im Herrn, war vor seiner Bekehrung in Drogen und Spielerei verstrickt, aber der Herr hat ihn daraus erlöst. Bill Eubanks war in den 80er Jahren fasziniert von Berichten, wie einige Evangelisten per Flugzeug christliche Traktate über Kuba und Rußland abgeworfen haben.

Da war Tom White, der über 400.0000 Traktate über Kuba abgeworfen hat. Im Mai 1979 flog er nachts über Havana und warf evangelistische Schriften ab. Dann geriet er in einen Sturm und mußte auf einer Straße außerhalb Havanas notlanden. Castros Regierung verurteilte ihn zu einer 24jährigen Haftstrafe, aber durch politischen Druck der Regierung von Ronald Reagan und tausenden von Protestbriefen von Christen überall wurde er nach eineinhalb Jahren freigelassen. Später wurde Tom White Leiter des Glaubenswerks „Stimme der Märtyrer“, das sich speziell dem Leid der verfolgten Christen annimmt. Ein anderer Evangelist nahm eine alte DC-3 und flog 1961 von Alaska aus über Rußland, um dort evangelistische Traktate abzuwerfen. Die Idee, christliche Literatur von einem Flugzeug abzuwerfen, mag für einige etwas gewöhnungsbedürftig klingen, aber man weiß von sämtlichen Kriegen, daß stets Propagandaschriften tausendfach abgeworfen wurden. Sei es im Golfkrieg, in Afghanistan usw. Wenn man also Literatur zu kriegerischen Zwecken abwirft, warum soll es dann nicht möglich sein, zu evangelistischen Zwecken Literatur abzuwerfen? Und das besonders in solchen Regionen, wo es schwierig ist, offiziell Zugang zu bekommen. Im Kalten Krieg hätte niemand als Missionar nach Rußland oder Kuba gehen können. Es ist nicht weit bis nach Weißrußland, wo es selbst heute noch schwierig ist. Und Kuba ist immer noch ein Problem. Kuba wird zwar von unseren Massenmedien beschützt und schöngeredet, aber dort existiert keine wirkliche Glaubensfreiheit. Ist es nicht paradox, daß den USA, die den Stützpunkt Guantanamo Bay auf Kuba betreiben, stets allerlei Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, während Castros Regime auf der selben Insel ungestört Menschenrechtsverletzungen verübt, nach denen kein Schwein fragt? Es war Bill Eubanks‘ Idee, fliegen zu lernen und dann über dem Vatikan Traktate abzuwerfen, damit verirrte Katholiken verstehen, daß Jesus Christus der Mittler zwischen Gott und Mensch ist und nicht Maria. Christen haben keine „Himmelskönigin“. Die abtrünngigen Juden beteten die babylonische Himmelskönigin an, die ihren Sohn Tammuz in ihren Armen hält. Jer. 7 u. 44. Gott verurteilte dies als Götzendienst.

Am Ostersamstag 1991 wurde diese Idee wahr. Mit seiner Ehefrau Janet warfen sie ca. 200 kg evangelistische Schriften über der Vatikanstadt ab. Von einem Flugplatz in Rom startete Bill und flug zu einem kleinen Flugplatz außerhalb Roms. Dort erwartete ihn seine Ehefrau und in einem PKW befanden sich Säcke mit den Traktaten. Bill wähte diesen Flugplatz, weil er dachte, dort wäre er ziemlich unbeobachtet beim Beladen des Flugzeugs. Aber ausgerechnet an diesem Tag war an diesem Kleinflugplatz eine Veranstaltung mit vielen Menschen. Bill landete trotzdem und unter großer Angst belud er die Cessna 172 mit den Säcken voller Traktate. Die Angst wurde dann so groß, daß er den letzten Sack Traktate im Auto ließ. Dann startete er mit seine Ehefrau in Richtung Rom. Er wollte über den Petersplatz fliegen und genau darüber kreisen, bis alle Traktate abgeworfen wurden. Am Petersplatz orientierte er sich an dem Obelisken in der Mitte des runden Platzes und richtete die linke Tragfläche danach aus und kreiste in einer 40 Grad Schräglage. Janet hatte die Aufgabe die Traktate abzuwerfen. Sie befanden sich in einer Höhe von ca. 300 m. Janet versuchte zuerst eine Sack mit den Traktaten am Fenster zu leeren, aber der Abwind schlug die Traktate wieder zurück ins Flugzeug. Also mußte sie einzelne Bündel per Hand abwerfen. Genau das geschah. Ca. 200 kg Traktate wurden am Ostersamstag über dem Vatikan abgeworfen. Was werden wohl die Besucher auf dem Petersplatz gedacht haben, als auf einmal zehntausende von Papieren vom Himmel herab fielen. Auf diesen Papieren war geschrieben, was zu tun ist, um gerettet zu werden. Darauf war klar der Heilsweg beschrieben: Errettung durch Glaube an Jesus Christus und nicht durch allerlei Sakramente. Jesus Christus, der Mittler zwischen Gott und Mensch, und nicht Maria und die Heiligen. Insgesamz müssen es ca. 85.000 Traktate gewesen sein, die abgeworfen wurden. Bill und Janet Eubanks landeten auf dem Urbe Flughafen im Rom. Aus dem Kontrollturm wurde ihnen zugefunkt, bis zum Ende der Landebahn zu rollen. Dort wurden sie erwartet. Polizisten und Männer in Anzügen. Auch ein roter Hubschrauber war dort, den Bill und Janet in der Nähe des Vatikans schweben sahen. Das scheint wohl Teil des Sicherheitssystems des Vatikans zu sein. Das Flugzeug wurde durchsucht und Bill und Janet wurden in ein Behördengebäude gebracht. Da es Ostersamstag war, war wohl niemand in der Regierunug erreichbar, der entscheiden könnte, was mit Bill und Janet zu tun war. Da waren wütende Piloten und Flughafenmitarbeiter, weil Linienflüge umgeleitet wurden. Keiner wußte aber, was zu tun war. Haftbefehl? Religiöse Fanatiker? Ein Mann im Flughafen Roms schüttelte Janets Hand und sagte „Good business“ als ob er die Tat loben würde. Nach 6 Stunden brachte ein Leiter ein Blatt Papier und sagte zu Bill, er soll ein Bekenntnis über sein „Verbrechen“ ablegen. Bill antwortete, er würde gerne eine Bekenntnis ablegen. In diesem Bekenntnis schrieb Bill, daß er Traktate über den kostbaren Seelen der Italiener abgeworfen hat, um sie zu warnen, daß eine Kirche sie nicht erlösen kann, daß Maria sie nicht erlösen kann, sondern nur das vollendete Werk JESU CHRISTI kann sie erlösen! Er zitierte 1. Tim. 2:5, Römer 10:9,10, Joh. 3:7, Joh. 1:11,12. Er sagte, er wollte niemanden verletzen, sondern der katholischen Bevölkerung den Irrtum zeigen, daß Maria nicht die Gebete der Millionen erhört, und daß sie auch nicht Teil der Gottheit ist. Sie fuhr niemals leiblich in den Himmel auf. Bill beschrieb beide Seiten des Papiers und reichte es dem Leiter. Der Leiter kam später zurück und sagte: „Sie haben etwas schlimmes getan. Sie können nie mehr über Italien fliegen.“ Bill beugte sein Haupt, um ein plötzliches Lachen zu unterdrücken. Dann sagte der Leiter: „Herr Big Shot, sie sind das letztemal geflogen. Ich habe ihren Flugschein ungültig gemacht.“ Bill versuchte einen traurigen Blick aufzusetzen , als ob es ihn wirklich bekümmert, nie wieder zu fliegen. Dann verlor der Leiter sein Temperament und zeigte mit dem Finger zur Tür und brüllte laut: „NUN NEHMEN SIE IHRE FRAU UND VERSCHWINDEN AUS MEINEM LAND UND KOMMEN SIE NIE WIEDER!“ Bill nahm seine Frau an der Hand und sagte „Laß uns gehen, Honey“ und sie liefen raus. Bill und Janet machten sich zum Flughafen und wollten das Land so schnell wie möglich verlassen, bevor die Behörden ihre Meinung änderten und Haftbefehl erlassen. Die Tatsache, daß am Osterwochenende niemand da war, der eine Entscheidung über diesen Fall treffen konnte, war Bill und Janets Rettung. Om Ostersonntag flogen sie zurück nach Los Angeles. Am Montag wurde dann ein Haftbefehl gegen Bill Eubanks erlassen. Wären Bill und Janet einen Tag länger geblieben, dann ging es wohl ins Gefängnis. Das war vor genau 15 Jahren.

Quelle: Der CHRISTENKURIER Rundbrief, 04-16-2006

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