Weshalb 1. Johannes 5,7 in die Bibel gehört

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1. Johannes 5, 7.8
Denn drei sind, die da zeugen im Himmel: der VATER, das WORT und der HEILIGE GEIST, und diese drei sind eins. Denn drei sind, die da zeugen, der GEIST und das WASSER und das BLUT; und die drei sind beisammen

1Joh57-4Von allen Texten, die von ungläubigen Christen abgelehnt werden, wird 1.Johannes 5,7 am meisten „weg geworfen.“ Seit über hundert Jahren wird der Vers jetzt in christlichen Seminaren und Ausbildungsplätzen verlacht, wo aufgeblasene Gelehrte (2.Tim. 3,4) ihr Leben scheinbar dafür gewidmet haben, den Glauben junger Männer und Frauen an eine absolute Autorität zu zerstören und ihn zu ersetzen mit den humanistischen und relativen Meinungen der christlichen „Intelligenzia“. […]

Der „historische Standpunkt“

Sie alle akzeptieren einen „historischen Standpunkt,“ der von einem Ungläubigen zum nächsten weiter gegeben wird, daß der Vers nicht in Ihre Bibel gehört, weil es keine „Autorität in den griechischen Handschriften“ für ihn gibt. Diese Fabel wird von einem heidnischen Lagerfeuer zum nächsten weiter gegeben (von Tübigen und Halle nach Oxford und Cambridge, von dort aus nach Princeton, Dartmouth und Yale, dann zu US-Bibelschulen u. a.). Sie lautet, dass Erasmus l. Johannes 5,7 nicht in sein griechisches NT (1520) aufnehmen wollte, aber dann es doch tat, nachdem er versprochen hatte, den Vers aufnehmen, wenn sich ein griechisches Manuskript finden ließe, das den Vers beinhaltete. Es tauchte sofort (61 –„Montfort“) auf, also nahm er den Vers auf. Der Inhalt dieser infamösen Handschrift (die angeblich zu eben jener Zeit (1500) „auf Bestellung“ angefertigt wurde, um den falschen Vers in den Text zu schmuggeln) wird niemals in irgendeiner modernen „Festung der Orthodoxie“ besprochen.

Oben genannte „Tatsachen“ (die Sie nicht hinterfragen oder überprüfen sollen) sollen Sie glauben machen, dass 1. Joh. 5,7 vom Neuen Testament entfernt werden sollte. […]

Der Rest der Wahrheit – weitere Handschriften

Manchmal findet sich eine Schule, die die „Katze aus dem Sack läßt,“ indem sie zugibt, dass es mehr als eine griechische Handschrift gibt, die diese Leseart hat. Es gibt noch zwei (Mss. 88 und 629), obwohl nur eine davon den Vers im Text hat (Codex Wianburgensis aus dem 8. Jahrhundert); die andere hat den Text in einer Randbemerkung.

Die Standardvorgehensweise eines abtrünnigen Bibellehrers ist erst zu sagen, dass es keine Handschrift gibt, die diese Leseart enthält; dann wenn er „ertappt wird“ und in Verlegenheit kommt, gibt er zu, dass es zwei Handschriften gibt, aber nicht mehr, und dass sie „späte Handschriften“ sind.

Dann kommt wieder Stille auf, bis jemand auf die Tatsache hinweist, dass im Jahre 415 das Konzil zu Karthago den Vers als Grundtext zitiert für eine grundlegende Lehre, die ein Christ zu glauben hatte: auf lateinisch heißt es „Pater, Verbum, et Spiritus Sanctus“ – Vater, Wort und Heiliger Geist. Wenn darauf hingewiesen wird, lügt der abtrünnige Bibellehrer zum dritten Mal und sagt „Ok, das ist alles.“ Aber es ist nicht alles. […]

Das Konzil zu Karthago

Das Konzil zu Kathago bezog sich auf diesen Vers in seinem Wettstreit mit den „Arianern.“ Das bedeutet, dass die Leseart 415 n. Chr. existierte. Die Trinitarian Bible Society in London schreibt das Entfernen dieses Textes unserem alten Freund Adamantius Origenes zu. Die Bibelgesellschaft weist darauf hin, dass Origenes einen ungeheuren Einfluss auf die „Übertragung des griechischen Textes“ hatte in der Zeitspanne, als die meisten alten Abschriften gemacht wurden. […]

Der Textus Receptus

Wir werden Beweise vorlegen, die Dir anderswo vorenthalten werden. Lesen wir den Vers, wie er in den alexandrinischen Texten steht (Nestle, Hort, Aland, Metzger):

 1Joh57-1

Und wie er im Textus Receptus steht:

1Joh57-2

Es gibt einiges zu beachten.

Warum eine neue Formel?

Wenn der Vers „gefälscht“ wurde, warum benutzte der Schreiber dann nicht seinen Verstand? Was hätte es für einen Vorteil gehabt, eine andere Formel als die in Matthäus 28 zu erfinden, die der frühe Christ auswendig kannte: „der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.“? Niemand hätte „der Vater, das Wort und der Heilige Geist“ erfunden, wenn er mit „der Vater, der Sohn und der Heilige Geist“ angekommen wäre. Das hätten alle orthodoxen Christen leicht akzeptiert. Wenn der Vers „lehrmäßig zweifelhaft“ wäre (ein Kliché von Westcott und Hort aus 1880), warum ihn dann nicht so formulieren, daß er über jeden Verdacht erhaben ist? […]

Griechische Grammatik

Schaue Dir die Verse bitte noch einmal an. Beachten bitte, dass die folgenden Worte ausgelassen werden:

1Joh57-3

Mit diesen Auslassungen, schaue Dir einmal an, was die Alexandrier zusammengestöpselt haben:

1Joh57-4

Sie haben Ihnen „Zeugen“ gegeben, die maskulin sind

1Joh57-5

mit drei neutralen Hauptwörtern

1Joh57-6

und diese drei maskulinen Zeugen

1Joh57-7

sind als ein neutraler Zeuge beisammen

1Joh57-8

Die Geschlechter stimmen nicht überein!

Wenn wir aber den Text so lassen, wie er steht, haben wir zwei männliche Dinge (der Vater und das Wort:

1Joh57-9

was die männlichen „Zeugen“ erklärt. Eine einfache Grundregel der griechischen Grammatik besagt, dass „männliche Objekte in einer Gruppe das Geschlecht der ganzen Gruppe bestimmen, auch wenn neutrale Elemente dabei sind.“

Manuskript 61

Was ist also mit dieser Handschrift 61 in Dublin?

Nun, laut Professor Michaelis (zitiert in „New Testament Criticism“ von Prof. Armin Panning) hat das Manuskript 61 vier Kapitel in Markus, die in drei Dingen mit der alt-syrischen Version übereinstimmen (zwei davon auch mit der alten Itala). Diese Lesearten sind anders als alle anderen griech. Handschriften. Die alte Itala wurde vor 200 n. Chr. geschrieben und die alt-syrische Version entstand vor 170 n. Chr. (Tatians „Diatesseron“).

Manuskript 61 wurde angeblich zwischen 1519 und 1522 geschrieben; die Frage stellt sich:

von was wurde abgeschrieben?“ Nicht von Ximenes Polyglotte, denn der war noch nicht veröffentlicht. […] Die Übereinstimmung von Manuskript 61 mit dem Syrischen (Apg. 11,26) wurde in Europa erst 1552 (Moses Mardin), also 30 Jahre später, bekannt! […]

Weitere Hinweise

Im folgenden weitere Gründe, den Vers aufzunehmen:

  1. John Gill sagt, dass Fulgentius die Stelle 510 n .Chr. zitiert. Woher hatte er sie? Etwa von einem „Oxforder Mönch, der sie in Eile erfand?“

  2. Jerome zitierte den Vers in seinem Brief an Eustochium (450 n.Chr.) und will wissen, warum er aus einigen Texten ausgelassen wurde.

  3. Athanasius zitierte den Vers, wie er im Textus Receptus steht, im Jahre 350 n. Chr. Hatte er ihn in Jerome’s „Vulgata“ gelesen? Jerome war noch gar nicht geboren.

  4. Gill sagt, Cyprian zitierte den Vers 250 n. Chr., fast 100 Jahre, bevor die Lieblingstexte der Alexandrier (Vaticanus und Sinaitus) geschrieben wurden.

  5. Aber Tertullian kommt Cyprian noch um 50 Jahre zuvor. Er zitiert ihn um 200n. Chr. (“An Exposition of the new Testament” John Gill, Bd. 2, S. 907-908).

  6. Als die King James Bibel übersetzt wurde, brauchten die Übersetzer sich nicht auf Erasmus oder Stephanus (oder Beza) verlassen, denn sie hatten vor sich vier waldensische Bibeln liegen, die aus 400 bis 600 n. Chr. stammten, und in diesen Bibeln stand das „johannitische Komma“ (1. Johannes 5,7).

Zusammenfassung

Die Zeugen für den Vers sind:

170 n.Chr. (alt-syrisch),
180 n.Chr. (Tatian),
200 n.Chr. (alt-lateinisch; Tertullian),
250 n.Chr. (Cyprian),
350 n.Chr. (Priscillian; Athanasius),
415 n.Chr. (Konzil zu Karthago),
450 n.Chr. (Jerome [Hieronymus]),
510 n.Chr. (Fulgentius),
750 n.Chr. (Wianburgensis),
1150 n.Chr. (Minuskelmanuskript 88),
1200,1300,1400 (Waldenser Bibeln),
1500 (Manuskript 61).

Und wir sollen ihn aus der Schrift rauslassen […]?

Behalte den Vers. Glaube den Vers. Gehe nach der Bibel. Sollen doch die „frommen“ Bibellehrer ihren Unglauben am Richtstuhl CHRISTI oder am großen weißen Thron erklären.

 

 

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