Christliche Stiftungen – der Weg zum Finanzimperium

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Schon als eingetragener Verein haben diese Werke große Steuervorteile, gerade in Sachen Erbschaft und Schenkung. Doch das genügt ihnen nicht. Ihre große Masche sind jetzt die vom Staat geförderten Stiftungen. Bisher konnte der Spender nur bis 5 % seines Einkommens als Spende von der Steuer absetzen, d. h. wer z. B. seinen Zehnten gab, musste immer 5 % davon versteuern. Spendet er aber einer Stiftung, kann er pro Jahr bis zu 20.450 €, verteilt auf 10 Jahre bis zu 300.000 € absetzen.

Das Prinzip der Stiftung ist ihr finanzieller Grundstock, der nie angetastet werden darf und durch die Einzahlungen der Gläubigen immer größer wird, und jedes dieser Missionswerke zu einem Finanzimperium macht; denn der Vermögensgrundstock wird gewinnbringend angelegt in Fonds, Immobilien, Banken usw. von deren Zinsen und Renditen der eigentliche Stiftungszweck erwirtschaftet wird.
(Quelle: Homuth, Norbert: Glaubensnachrichten 03-2002, S. 3)

Dieser Artikel ist vielen ein Dorn im Auge. Als Beispiel möchte ich auszugsweise aus einem Schreiben zitieren, das ich am 27.05.2003 erhalten habe:

So haben wir……..einen großen Freundeskreis, der durch seine Spenden unsere verschiedenen Dienste …. ermöglicht………unsere…… Stiftung weit entfernt ist, ‚ein Finanzimperium’ abzubilden – da müssten Sie uns noch einige große Spenden zukommen lassen -. Ihre Darstellung wirft ein negatives Licht auf die Arbeit der……Stiftung. Wir bitten Sie deshalb, die Erwähnung der …..Stiftung aus Ihrer Veröffentlichung zu streichen ehe wir andere Schritte unternehmen müssten.

Dieser Brief zeigt, wie sehr sich die Mitarbeiter diverser Stiftungen um ihren „Freundeskreis“ sorgen und ihre Spender vor „irreführenden“ Veröffentlichungen schützen wollen.

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