Siebenten-Tags-Adventisten

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Die Gastmitgliedschaft der STA in der deutschen Ökumene ACK ist von der Ökumenischen Zentrale in Frankfurt/Main bestätigt und bundesweit veröffentlicht worden.

Ellen_G_WhiteAls der Adventisten-Vorstand im Jahr 1992 einen Antrag auf Aufnahme in die ACK stellte, herrschte Fassungslosigkeit nur nur bei vielen Adventisten, sondern auch in der Ökumene selbst. In einem internen „Rundbrief aus der Ökumenischen Zentrale“ 17/1992 heißt es dazu:

Als schwierig erwies sich auch die Behandlung des Antrages zweier Kirchen auf Gastmitgliedschaft in der ACK: der Siebenten-Tags-Adventisten und des Apostelamts Jesu Christi.

Problematisch war der Antrag der Adventisten für die Ökumene deswegen, weil die Adventisten bisher die Ökumene verurteilt hatten, nun aber plötzlich einen Antrag auf Aufnahme in diese Organisation stellten. Das musste, bei allem Liberalismus, auch in der Ökumene auf Unverständnis stoßen. Selbst de damalige Bischof der SELK, Jobst Schöne, empfand das Verhalten der Adventisten als charakterlose Buhlerei um Vorteile, wenn er auf eine Anfrage von adventistischer Seite in einem Brief vom 12.08.96 antwortet:

…..Demgemäß wünsche ich keineswegs, dass die adventistischen Sonderlehren unter unseren Kirchengliedern propagiert werden. Welche Konsequenzen bezüglich der Adventisten und ihres Verhältnisses zur ACK zu ziehen wären, muss ich Ihnen selbst überlassen. In die ACK gedrängt haben ja die Vertreter Ihrer Gemeinschaft, nicht umgekehrt. Ich bin der Meinung: wer so dezidiert Trennung und eigenen Weg vertritt, kann nicht zugleich die Verbindung wünschen und suchen zu denen, die man verwirft und von denen man sich getrennt weiß. Ich sehe darin eine Inkonsequenz, die aber zu lösen nicht meine Aufgabe ist. (Quelle: GN 12/2000).

Die Stellung der STA zur deutschen Ökumene ACK

Auf Ortsebene waren die STA schon lange Mitglied bzw. Beobachter in folgenden Städten: Basel, Heidelberg, Schleswig, Pforzheim, Baden Baden, Zürich usw. In Berlin sind sie seit 1970 Vollmitglied im Ökumenischen Rat. Als Gastmitglieder zahlen auch die STA Beiträge an die Ökumene.

Die Stellung der STA zum Weltkirchenrat

Die deutschen STA sind über ihre Mitgliedschaft in der Generalkonferenz, dem obersten Welt-Gremium der Adventisten, mit dem Weltkirchenrat querverbunden; denn etliche der Mitgliedsländer der Generalkonferenz sind auch Mitglieder bzw. Beobachter/Berater im Weltkirchenrat.

Außerdem sitzt seit 1968 immer ein Adventist als Mitglied in der „Kommission für Glaube und Kirchenverfassung“ des Weltkirchenrates, mit dem von 1965 bis 1971 Annäherungsgespräche geführt worden waren. Darüber schreibt das Deutsche Pfarrerblatt in einem Sonderdruck vom August 1970:

Trotz grundlegender Unterschiede kam es an mehreren Punkten zu einer Annäherung … Seit Beginn der Gespräche ist es für die Kirche der STA zur Gewohnheit geworden, zu den verschiedenen zusammenkünften des ÖRK … Beobachter zu entsenden. Diese Beobachter waren nicht nur pro forma anwesend, sondern nahmen aktiven Anteil … Die STA-Partner respektieren das theologische Wissen und die Ernsthaftigkeit des Weltkirchenrates.

Sonstige Verbindungen der STA

In Berlin und Hamburg sind die STA Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Kirchen und Religionsgemeinschaften (AKR). Da sitzen sie in einem Boot mit Moslems, Buddhisten, Sufis und den Anthroposophen.

Die STA haben Zusammenarbeit mit der Billy-Graham-Organisation. Kooperation mit der Katholischen Kirche haben nicht nur in der ACK, sondern auch in der ökumenischen Welt-Bibelgesellschaft, wo sie ebenfalls Mitglied sind, und über ihre „Internationale Vereinigung zur Förderung der Religionsfreiheit“ haben sie beratenden Status beim Europarat und bei der UNO.

Die STA haben auch Annäherungsgespräche mit der Evangelischen Allianz geführt und wurden in der VEF als Gastmitglieder aufgenommen. Der Generalsekretär der Evang. Allianz hat den STA öffentlich den Status der Rechtgläubigkeit zuerkannt, obwohl sie, ähnlich wie die Zeugen Jehovas, die Hölle und das Weiterleben der Seele leugnen, sowie an ihrer Sektenführerin Ellen Gould White mit der dreifachen „Engelbotschaft“ festhalten.

Wer den Lebenslauf der E. G. White kennt, muss annehmen, es hier mit einem spiritistischen Medium zu tun haben. Ihre „Botschaften“, die sie immer in Trance erhielt, enthielten offensichtliche Falschprophetien, die sich später nicht erfüllten, oft trat sogar das Gegenteil ein. Aufsehen erregend war ihr körperlicher Zustand in Trance, der viele Ärzte auf den Plan lockte, um sie zu untersuchen. Alle mussten feststellen, daß sie während ihrer Anfälle nicht atmete (!), ein Phänomen, das an Therese von Konnersreuth erinnert, die zwar geatmet, aber lebenslang nichts mehr gegessen hatte.

Auf die Lehren solch einer Frau werden heute noch alle Prediger bei ihrer Ordination verpflichtet.

Die STA versuchen die Gläubigen wieder unter den Fluch des Gesetzes zurückzuführen:

Galater 3, 13
CHRISTUS hat uns erlöst vom Fluch des Gesetzes

Wer im Neuen Bund noch immer die mosaischen Speisesatzungen, Feste, Sabbate, Neumonde hält, für den ist CHRISTUS vergeblich gestorben:

Kolosser 2, 16.17a; Hebräer 7, 12.18; Epheser 2, 15a; Galater 2, 21b
So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes ober Sabbats, die ein Schatten der künftigen Dinge sind … Denn wenn das Priestertum geändert wird, so findet notwendig auch eine Änderung des Gesetzes statt …  Denn aufgehoben wird zwar das vorhergehende Gebot seiner Schwachheit und Nutzlosigkeit wegen … In Seinem Fleisch hat ER die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, beseitigt … denn wenn Gerechigkeit durch Gesetz (kommt), dann ist CHRISTUS umsonst gestorben

Natürlich können auch die STA die Bibelstellen, die das Ende des Gesetzes verkündigen, nicht leugnen. So konstruieren sie eine raffinierte Aufteilung des Gesetzes in Sittengesetz und Zeremonialgesetz. Aufgehoben sei nur das Zeremonialgesetz, zu dem auch die Beschneidung gehöre, das Sittengesetz aber mit den 10 Geboten und dem Sabbat sei nach wie vor gültig. Der HERR und die Apostel kannten solche Mogeleien in der Schriftauslegung nicht. Für sie gab es nur das Gesetz (Tora) und das waren die fünf Bücher Moses. Wenn die STA das Gesetz aufteilen in Sitten- und Zeremonialgesetz, begehen sie damit letztlich die gleiche Lehrverfälschung, die sie den Kirchen vorwerfen. Während die Kirche das zehnte Gebot in zwei Gebote aufteilt, um dadurch das zweite Gebot (Bilderverbot), das sie wegen ihres Bilderkultes gestrichen hat, zu kompensieren, treiben die Adventisten ähnliches: Sie teilen das Gesetz in Sitten- und Zeremonialgesetz auf, weil sie sonst die zahlreichen Bibelstellen, die das Ende des Gesetzes bestätigen, einschl. des Sabbates, mit ihrer Irrlehre nicht in Einklang bringen könnten.

Die Bibel lehrt aber nicht: „Christus ist des Zeremonialgesetzes Ende“, sondern:

Römer 10, 4
CHRISTUS ist des Gesetzes Ende

Damit gemeint ist das gesamte mosaische Gesetz, die Tora. Dazu gehören allerdings auch die zehn Gebote und der Sabbat.

Ein Christ, der seinen Glauben ernst nimmt, kann niemals Mitglied in einer Kirche mit solch heillosen Verbindungen und Irrlehren sein wie die STA, ohne Schaden an seiner Seele zu nehmen. GOTT ist heilig und wir sollen auch heilig sein. Trennt euch von jeder Sünde, brecht jede Beziehung ab, die vor GOTTES Heiligkeit nicht bestehen kann. Die Absonderung von allem Unrechten ist ein wesentlicher Bestandteil der Heiligung, ohne welche niemand den HERRN sehen wird.

Bildnachweis: gemeinfrei

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13 Gedanken zu „Siebenten-Tags-Adventisten

  1. Ich kann in dem Punkt zustimmen, das es falsch und inkonsequent war, dass die STA der Ökumene beitraten. Selbst wenn es sich um ein Beobachter Status handelt, viele STA Mitglieder sind damit sicher nicht einverstanden.
    Ich wollte noch einige Gedanken und Bibeltexte von ihnen kommentieren. Wie ist ihre Meinung zu folgenden Bibelstellen?

    Jesus sagte:

    Matthäus 5:17-20

    Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn ich sage euch wahrlich: Bis daß Himmel und Erde zergehe, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis daß es alles geschehe. Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute also, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich. Denn ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser als der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

    Matthäus 19:16-17

    Und siehe, einer trat zu ihm und sprach: Guter Meister, was soll ich Gutes tun, daß ich das ewige Leben möge haben? Er aber sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote.

    Johannes 14:21

    Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

    Johannes 15:10

    So ihr meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleichwie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe.

    Selbst Paulus, der hier in folgenden Textstellen von ihnen zitiert wurde spricht ganz klar über das Gesetz, welches zu beachten und zu erfüllen eine Pflicht ist.

    Römer 10, 4
    Galater 2, 21b und 3, 13
    Kolosser 2, 16 – 17a
    Hebräer 7, 12 – 18
    Epheser 2, 15a

    1. Korinther 7:19

    Beschnitten sein ist nichts, und unbeschnitten sein ist nichts, sondern Gottes Gebote halten.

    1. Timotheus 6:13-14

    Ich gebiete dir vor Gott, der alle Dinge lebendig macht, und vor Christo Jesu, der unter Pontius Pilatus bezeugt hat ein gutes Bekenntnis, daß du haltest das Gebot ohne Flecken, untadelig, bis auf die Erscheinung unsers HERRN Jesu Christi,

    Römer 3:27-31

    Wo bleibt nun der Ruhm? Er ist ausgeschlossen. Durch das Gesetz? Durch der Werke Gesetz? Nicht also, sondern durch des Glaubens Gesetz. So halten wir nun dafür, daß der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben. Oder ist Gott allein der Juden Gott? Ist er nicht auch der Heiden Gott? Ja freilich, auch der Heiden Gott. Sintemal es ist ein einiger Gott, der da gerecht macht die Beschnittenen aus dem Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben. Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! sondern wir richten das Gesetz auf.

    Was schrieb Johannes dazu, und was würde Johannes von Gott gezeigt, was er in der Offenbarung niederschrieb?

    1. Johannes 2:3-8

    Und an dem merken wir, daß wir ihn kennen, so wir seine Gebote halten. Wer da sagt: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in solchem ist keine Wahrheit. Wer aber sein Wort hält, in solchem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, daß wir in ihm sind. Wer da sagt, daß er in ihm bleibt, der soll auch wandeln, gleichwie er gewandelt hat. Brüder, ich schreibe euch nicht ein neues Gebot, sondern das alte Gebot, das ihr habt von Anfang gehabt. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr von Anfang gehört habt. Wiederum ein neues Gebot schreibe ich euch, das da wahrhaftig ist bei ihm und bei euch; denn die Finsternis vergeht, und das wahre Licht scheint jetzt.

    1. Johannes 3:21-24

    Ihr Lieben, so uns unser Herz nicht verdammt, so haben wir eine Freudigkeit zu Gott, und was wir bitten, werden wir von ihm nehmen; denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm gefällig ist. Und das ist sein Gebot, daß wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesu Christi und lieben uns untereinander, wie er uns ein Gebot gegeben hat. Und wer seine Gebote hält, der bleibt in ihm und er in ihm. Und daran erkennen wir, daß er in uns bleibt, an dem Geist, den er uns gegeben hat.

    1. Johannes 5:1-3

    Wer da glaubt, daß Jesus sei der Christus, der ist von Gott geboren; und wer da liebt den, der ihn geboren hat, der liebt auch den, der von ihm geboren ist. Daran erkennen wir, daß wir Gottes Kinder lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten. Denn das ist die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.

    Offenbarung 12:17

    Und der Drache ward zornig über das Weib und ging hin zu streiten mit den übrigen von ihrem Samen, die da Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu Christi.

    Offenbarung 14:12

    Hier ist Geduld der Heiligen; hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesum.

    Offenbarung 22:14-15

    Selig sind, die seine Gebote halten, auf daß sie Macht haben an dem Holz des Lebens und zu den Toren eingehen in die Stadt. Denn draußen sind die Hunde und die Zauberer und die Hurer und die Totschläger und die Abgöttischen und alle, die liebhaben und tun die Lüge.

    Lass dich nicht täuschen, die Bibel, Jesus, Paulus, Johannes und viele mehr bestätigen die Gültigkeit des Gesetzes Gottes.
    Wussten sie, dass im alten Testament der Begriff Sabbat nicht nur auf den Samstag, denn Ruhetag Gottes hindeutete. Der Begriff Sabbat wurde auch dafür benutzt, feste nach dem alten Testament zu benennen. Diese Sabbat feste wurden nicht immer an Samstagen gehalten, es konnte auch an anderen Wochentagen ein fest gehalten werden. Wenn ein Sabbat fest an einem Samstag stattfand, nannte man ein großen Sabbat. Jesus Dienst ließ viele dieser Sabbatfeste ihre Vollendung finden. Er richtete daher zum gedenken das Abendmahl ein. Jesus wurde zur Gesetzeserfüllung. Darauf bezieht sich auch Kolosser 2, 16 – 17.
    Da wird speziell auf Speise, Trank betreffs Feste, Neumonde und Sabbat vermerkt. Da wird nicht über die Gesetze Gottes, die 10 Gebote gesprochen. Auch werden die Gebote Gottes in keinem Text explizit verändert, abgeschafft oder ersetzt. Bindend ist immer zuerst was Gott der Vater und Jesus sagt. Die bestätigen bis in die letzten Verse der Bibel die Gültigkeit des Gesetzes Gottes. Ohne Gesetzt gibt es keine Richtschnur für Sünde, dass Gesetz ist ein Spiegel. Durch den Spiegel sehe ich, ob ich schmutzig bin oder nicht. Doch der Schmutz der Sünde kann nicht vom Spiegel entfernt werden. Also kann das Gesetz mich nicht heiligen und vor Gott rechtfertigen. Alleine Jesus kann es. Dadurch wird das Gesetzt aber trotzdem nicht aufgehoben.

    Liebe grüße und Gottes Segen

    1. Hallo Artur, besten Dank für Deinen Kommentar. Ich würde mich freuen, wenn wir uns auf das „Du“ verständigen könnten.
      Gerne will ich Deine Fragen beantworten:

      Matthäus 5, 17-20:

      Für Sabbatisten bieten diese Verse die Schwierigkeit, dass JESUS scheinbar die vollständige Annahme des atl. Gesetzes fordert, dies aber weder von der Urgemeinde praktiziert noch offensichtlich im weiteren Verlauf der Bergpredigt von JESUS befürwortet wurde. Die Verse üben Kritik an der Haltung der Pharisäer und zeigen Bedeutung und Ziel des Gesetzes auf.
      „Aufzulösen“: JESU Dienst übergeht nicht das AT oder setzt es außer Kraft, sondern ER führt es zum Ziel und erfüllt es. Das Erfüllen (gr. PLERW) des Gesetzes geschieht durch JESUS. Als einziger hat ER dass Gesetz durch vollkommenen Gehorsam ausgelebt und erfüllt. Auch die Opfergesetze, die prophetischen Charakter haben, wurden von CHRISTUS erfüllt.

      Wer jetzt noch das Sinai-Gesetz (oder Teile davon hält), macht JESUS dadurch zu Lügner, denn ER hat das Gesetz bereits erfüllt. Wir müssen die Gebote nicht mehr erfüllen. Christen leben allerdings nicht gesetzlos, sondern unter dem Gesetz CHRISTI.

      Matthäus 19, 16-17:

      Durch welches „gute Werk“ konnte sich der junge Mann für das ewige Leben qualifizieren? Der HERR antwortete, dass nur Einer gut ist, nämlich GOTT. Wenn man also nach der erforderlichen Vollkommenheit strebt (Matth. 5,48; 19,21) muss man sich daher bemühen, so gut zu sein wie GOTT selbst. Der Jüngling musste also GOTTES Gerechtigkeit besitzen, die durch den Glauben an JESUS CHRISTUS kommt (Römer 4,5).
      Der offizielle Maßstab für Gerechtigkeit war damals das mosaische Gesetz (der neue Bund war noch nicht durch den Tod und die Auferstehung JESU aufgerichtet) und deshalb riet der HERR dem Jüngling, er solle die Gebote halten.

      Johannes 14, 21 und Johannes 15, 10:

      Der Zusammenhang zeigt, dass es hier nicht um das mosaische Gesetz, sondern um das Gesetz CHRISTI geht: „Wer MEINE Gebote hält…“

      Paulus spricht mit keiner einzigen Silbe davon, dass wir das Gesetz halten sollten, sondern genau das Gegenteil ist der Fall. Ich möchte exemplarisch eine Bibelstelle herausgreifen, die Du aufgeführt hattest:

      Römer 10, 4: „Denn CHRISTUS ist dasEnde des Gesetzes zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt.“

      Paulus schreibt hier ganz klar, dass JESUS das Ende des Gesetzes ist. Wer das (mosaische) Gesetz wieder aufrichtet, verachtet das Erlösungswerk JESU.

      Auch die anderen Bibelstellen, die Du aufgeführt hast, belegen in keinster Weise, dass wir uns an das mosaische Gesetz halten müssen, da Du ständig das Gesetz CHRISTI mit dem Sinai-Gesetz verwechselst.

      Lieber Artur, Du täuschst Dich: Das (mosaische) Gesetz ist für Christen bedeutungslos; es hat lediglich noch eine Bedeutung für gesetzliche Juden.

      Die Tatsache, dass das mosaische Gesetz sein Ende fand, bedeutet nicht, dass es in diesem Zeitalter der Gnade kein Gesetz gäbe, auch wenn sich das Wesen dieses Gesetzes vom Standpunkt des Anreizes, der Motivation und der Mittel völlig unterscheidet. In der Tat, die neutestamentlichen Briefe sprechen vom „vollkommenen Gesetz der Freiheit“ (Jakobus 1,25), vom „königlichen Gesetz“ (Jakobus 2,8), dem Gesetz Christi (Galater 6,2) und dem Gesetz des Geistes des Lebens in CHRISTUS JESUS (Römer 8,2). Dieses besteht aus den vielen Befehlen, die man in den Briefen findet, aus denen dieses Gesetz besteht. Auch diese umfassen alle Bereiche des Lebens des Gläubigen, um ihn im Willen GOTTES in der heutigen Welt zu leiten.

      Wie wir gesehen haben, lehrt die Heilige Schrift klar, dass das Kommen CHRISTI dem mosaischen Gesetz ein Ende gesetzt hat. Paulus hält spezifisch fest, dass „CHRISTUS des Gesetzes Ende ist; wer an IHN glaubt, der ist gerecht“ (Röm 10,4). Dies setzte ein neues Gesetz ein, d. h. das Gesetz des Geistes, das Gesetz von Freiheit und Gnade (Römer 8,2.13). Diese Tatsache wurde auch klar vom Jerusalemer Konzil in Apostelgeschichte 15 entschieden. In der Gemeinde zu Jerusalem wurde ein Konzil einberufen, um die Frage des Gesetzes und seine Stellung im Leben des Gläubigen zu untersuchen, weil einige behaupteten: „Wenn ihr euch nicht beschneiden lasst nach der Ordnung des Mose, könnt ihr nicht selig werden.“ Und weil sogar Pharisäer, die zum Glauben gekommen waren, sagten: „Man muss sie beschneiden und ihnen gebieten, das Gesetz des Mose zu halten.“ Die Schlussfolgerung des Konzils, das aus Aposteln und Ältesten bestand, war, dass sie die Lehre, neutestamentliche Gläubige unter das Joch des Gesetzes zu stellen, zurückwiesen (15, 6-11). Das Einzige, was das Jerusalemer Konzil forderte, war, dass Heidenchristen ihre Freiheit in Angelegenheiten kontrollieren, die für Judenchristen Anstoß bereiten könnten, aber sie trachteten nicht danach, Gläubige unter das Joch des Gesetzes zu stellen, da sie erkannten, dass das Gesetz an sein Ende gekommen war.

      Fazit:

      Das mosaische Gesetz bildet eine Einheit und beinhaltet 613 Gebote und dieses gesamte Gesetzeswerk ist außer Kraft gesetzt worden. Mit dem Kreuz CHRISTI besitzt kein einziges dieser Gebote mehr Gültigkeit. Das Gesetz offenbart den göttlichen Standard der Gerechtigkeit, die Sündhaftigkeit des Menschen und die Notwendigkeit des stellvertretenden Sühneopfers. Das Gesetz kann dazu benutzt werden, um auf den Messias hinzuweisen (Galater 3, 23-25). Doch was die Autorität des Gesetzes über die Menschen anbelangt, diese Funktion gehört der Vergangenheit an.

      … und berücksichtigt, dass einem Gerechten kein Gesetz auferlegt ist, sondern Gesetzlosen und Widerspenstigen, Gottlosen und Sündern, Unheiligen und Gemeinen, solchen, die Vater und Mutter misshandeln, Menschen töten, Unzüchtigen, Knabenschändern, Menschenräubern, Lügnern, Meineidigen und was sonst der gesunden Lehre widerspricht…
      (1. Timotheus 1, 9)

      Shalom
      Roland

  2. Hallo Roland,

    Ich hoffe ich kann dir auf die richtige Art und Weise und durch die erbetene Führung Gottes Antwort geben.

    Wenn ich dich richtig verstanden habe, und bitte korrigiere mich falls ich etwas falsch verstehen sollte glaubst du an die Erfüllung des mosaischen Gesetzes, die deiner Auffassung auch die 10 Gebete Gottes von 2.Mose 20 und 5.Mose 5 beinhaltet. Und die Erfüllung dessen eingehend mit dem Opfer Jesu ihre Erfüllung fand, so wie der Vorhang symbolisch im Tempel zerriss.

    Ich möchte ein paar schwächen dieser Theologischen Sichtweise aufzeigen. Lieber Roland, du irrst dich in einigen Details, und du hast auch an einigen punkten wiederum recht.

    Das mosaische Gesetz ist erfüllt, dass erkenne ich an. Wie du bereits schriebst, haben die ersten Christen, die Apostel und Gemeinde in Apostelgeschichte 15 darüber gesprochen. Folgender Text macht eine klare Aussage dazu, unterscheidet aber zwischen dm mosaischen Gesetz, und den Geboten Gottes.

    1. Korinther 7:19

    Beschnitten sein ist nichts, und unbeschnitten sein ist nichts, sondern Gottes Gebote halten.

    Dein Verständnis der Verbindung des mosaischen Gesetzes zusammen mit den Geboten Gottes, welche als 10 Gebote bekannt sind ist der Fehler. Erstere wurden erfüllt, beinhalteten sie die zeremoniellen Ordnungen, welche ihre Erfüllung im wahren Opfer, Jesu Christi Erfüllung fanden.

    Jesu Opfer ist ein vollkommenes Opfer, und Bedarf keiner weiteren Tieropfer, da sie nur symbolisch auf Jesus hinweisen, welche sie im glauben an Gottes Sohn tun sollten. Auch die Stiftshütte ist ein Schatten des himmlischen Hohepriesterlichen Dienstes. Aus der Offenbarung wissen wir bereits, dass der himmlische Hohepriester Jesus selbst ist, welche für uns im Himmel Versöhnung mit seinen Blute erwirkt. Sein Dienst im Himmel ist noch nicht zu Ende. Er ist Mittler, das Bindeglied zwischen uns Sündern und dem Vater. Doch wissen wir auch, dass die Bibel ganz klar Jesus als Vollkommenen Gott sieht, und alle Dinge durch ihn erschaffen sind. Christus ist Gott, und sein Gesetz zu halten beinhaltet die 10 Gebote zu halten.

    1. Timotheus 3,16

    Und kündlich groß ist das gottselige Geheimnis: Gott ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt von der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.

    In Epheser 3 schreibt Paulus immer wieder für Jesus Christus als den HERRN, übersetzt das HERR großgeschrieben stand immer für GOTT JAHWE. Christi Gesetz ist und war immer das Gesetz der 10 Gebote. Warum sollten wir heute ihnen keine Beachtung schenken und sie nicht halten? Macht es dem HERRN nichts mehr aus, wenn wir uns andere Götter nehmen, wenn wir uns Bildnisse machen oder seinen Namen missbrauchen, oder seinen Tag der Schöpfung vergessen? Dürfen wir seit Jesu Tot am Kreuz Vater und Mutter entehren, morden, stehlen, lügen, ehebrechen oder begehren? Warum sonst sagt der HERR Jesus, er sei nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Ehe vergehen Himmel und Erde, und ich sehe nicht, dass Himmel und Erde bereits vergangen wären. Lassen wir uns nicht täuschen, Gottes Wort hat auch heute noch Gültigkeit, und er wird uns dazu zur Verantwortung ziehen.

    Du schriebst, Paulus hätte nicht geschrieben, dass Gesetz solle weiter gehalten werden, du irrst dich. Paulus schrieb die meisten Briefe des neuen Testamentes, auch folgendes Zitat aus meinem ersten Kommentar, welches du leider aussen vor ließt.

    1. Timotheus 6:13-14

    Ich gebiete dir vor Gott, der alle Dinge lebendig macht, und vor Christo Jesu, der unter Pontius Pilatus bezeugt hat ein gutes Bekenntnis, daß du haltest das Gebot ohne Flecken, untadelig, bis auf die Erscheinung unsers HERRN Jesu Christi,

    Warum sonst hielt Paulus und die Apostel, so wie die Gemeinde nach Jesu erfüllten Dienst auf Erden und seiner Himmelfahrt weiterhin die 10 Gebote Gottes. Es gibt noch viele weitere Stellen, die meine Aussagen unterstützen, doch alles zu finden und zu schreiben würde den Rahmen sprängen.

    Wir wissen auch, dass Johannes auf der Insel Patmos in Gefangenschaft die Visionen der Offenbarung erhielt, viele Jahre nach Jesu tot und Auferstehung.
    Auch hier erhält Johannes die Botschaft Gottes, die Gebote Gottes weiterhin zu halten. Das ist eine klare unmissverständliche Aussage, und du tust gut darin auf Gottes Geheiß entsprechend Gottes Gebote zu halten, und die Menschen so zu lehren. Uns wurden auch Warnungen gegeben, die Menschen nicht anders zu lehren. Hier ist kein Raum für Biblische Interpretation, die Bibel legt sich selbst aus, und Widerspricht sich nicht, auch wenn es aus Unverständnis Texte geben mag, die solche Annahme unterstützen. Ebenso sich auf ein einzigen Text seitens Paulus zu halten, um eine Interpretation zur Abschaffung des Gesetztes zu rufen, ist unbiblisch, da sie sich zum einen gegen die klaren Worte Gottes richten, die Gebote weiterhin zu halten, und Christi das Gesetzes Ende nicht gleichbedeutend mit Gesetzesabschaffung ist. Dieser Text sagt nicht aus, dass Gesetz sei nicht mehr zu halten, sondern das in Christus das Gesetz erfüllt wird, oder auch bestätigt.

    Offenbarung 12:17

    Und der Drache ward zornig über das Weib und ging hin zu streiten mit den übrigen von ihrem Samen, die da Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu Christi.

    Offenbarung 14:12

    Hier ist Geduld der Heiligen; hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesum.

    Offenbarung 22:14-15

    Selig sind, die seine Gebote halten, auf daß sie Macht haben an dem Holz des Lebens und zu den Toren eingehen in die Stadt. Denn draußen sind die Hunde und die Zauberer und die Hurer und die Totschläger und die Abgöttischen und alle, die liebhaben und tun die Lüge.

    Verstehe mich bitte nicht falsch, ich verteidige hier die klare Aussage, die Gott selbst Tat, seine Gebote zu halten. Die Gebote, die er selbst mit seinen Finger in Stein schrieb. Es macht keinen Sinn, dass diese 10 Gebote abgeschafft wären, weder biblisch, noch Menschen logisch. Gott selbst ordnete sich diesem heiligen geboten unter, sonst wäre ihre Erfüllung nicht notwendig gewesen, und auch nicht der schwere Weg, um die Menschheit von Sünde zu befreien. Der Sünde Sold ist der Tod.

    22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht?23 Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen! (Täter der Gesetzlosigkeit)

    Ich kann mich nicht durch das Halten der Gebote erlösen, freikaufen, reinwaschen, aber Gott hält uns dazu an, seinen Prinzipien treu zu bleiben. Wir dürfen nicht in Extreme und Fanatismus über gehen, in dem wir behaupten, alleine durch das Gesetz, oder auf anderer Seite, ohne Gesetz. Das widerspricht Gottes klarer Aussage. Im Zweifelsfall, wenn du immer noch bedenken gegenüber Gottes Aussagen hast, solltest du auf Gott und nicht auf Paulus hören, denn Paulus ist nicht Gott.

    Liebe Grüße

    Artur

    1. Lieber Artur,

      besten Dank für Deine Replik. Ich freue mich darüber, dass Du den Fakt bestätigst, dass das mosaische Gesetz bereits vollständig erfüllt ist. Das bedeutet natürlich, dass wir nicht mehr das Gesetz erfüllen müssen, da dies bereits geschehen ist.

      Die Unterscheidung zwischen dem „Gesetz“ und den „Zehn Geboten“ ist ein alter adventistischer Irrglaube. Hier wird versucht, ein Teil des Gesetzes unter den Christen wieder einzuführen. Betrachten wir die adventistische Argumenation etwas näher:

      Der Begriff „Gesetz“ (hebr. TORA, gr. NOMOS) ist nach jüdischem und neutestamentlichen Sprachgebrauch der komplette Pentateuch ( 5 Bücher Mose). Dieser Sachverhalt wird im Neuen Testament mehrfach bestätigt:
      – Matthäus 5, 17; 712
      – Lukas 16, 16; 24, 44
      – Apostelgeschichte 13, 15 usw.

      Die „Zehn Gebote“ sind Teil es Pentateuchs und gehören damit zum Gesetz. Eine künstliche Trennung zwischen „Gesetz“ und den „Zehn Geboten“ ist daher nicht nur unseriös, sondern auch unbiblisch.

      Betrachten wir nun auch die Bibelverse, die Du angeführt hast. Ich möchte vorausschicken, dass es von fundamentaler Bedeutung ist, den Kontext zu beachten, da wir sonst „Eisegese“ statt „Exegese“ betreiben. Leider hast Du in Deinen Ausführungen mehrfach den Textzusammenhang nicht beachtet. Schauen wir uns dies im Detail an:

      1. Korinther 7, 19:
      Die Beschneidung ist nichts, und die Vorhaut ist nichts, sondern das Halten der Gebote GOTTES.

      Das Neue, das GOTT schenkt, ist so gründlich anders, dass eben darum eine Änderung in unserer menschlich-religiösen Zugehörigkeit nichts mehr bedeutet. Dies Neue ist das Halten der Gebote GOTTES, das wirkliche Leben nach dem Willen GOTTES. Der Israelit hatte ein solches Leben durch „das Gesetz“ (incl. der 10 Gebote) zu erreichen versucht und war daran gescheitert. Darum nutzte ihm z. B. die Beschneidung nichts. Aber der wiedergeborene Christ, vermag den Willen GOTTES zu tun. GOTTES große Rettungstat erfolgte ja,

      damit die Rechtsforderung des Gesetzes erfüllt würde in uns, die wir nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist (Römer 8, 4). Darum bedarf der Christ der Beschneidung bzw. des Gesetzes (inkl. der 10 Gebote) nicht mehr. Die Gebote GOTTES mit den 10 Geboten des mosaischen Gesetzes gleichzusetzen ist daher ein fataler Fehler! Deine Behauptung, dass CHRISTI das „Gesetz der 10 Gebote“ sei, entspricht daher nicht dem Zeugnis der Bibel. Es gibt gar kein „Gesetz der 10 Gebote“, da die 10 Gebote, wie bereits nachgewiesen, Teil des (mosaischen) Gesetzes sind. Falls Du hier noch Fragen hast, können wir gerne etwas tiefer in die Thematik einsteigen.

      1. Timotheus 6, 13.14:

      Ich gebiete dir vor GOTT, Der alle Dinge lebendig macht, und vor CHRISTO JESU, Der unter Pontius Pilatus bezeugt hat ein gutes Bekenntnis, dass du haltest das Gebot ohne Flecken, untadelig, bis auf die Erscheinung unsers HERRN JESU CHRISTI….

      Mit Gebot sind nicht die 10 Gebote gemeint (bitte beachte den Kontext!). Die 10 Gebote bestehen ja auch nicht aus einem Gebot und deshalb müsste hier Plural stehen, wenn mehrere Gebote gemeint sind. Hier steht jedoch der Begriff „Gebot“ (Singular). Was ist nun mit dem „Gebot“ gemeint? Darunter versteht Paulus das gesamte offenbarte Wort GOTTES, das Timotheus verkündigen sollte (vgl. 2. Timotheus 4, 2!). Paulus ermunterte Timotheus immer wieder, das Wort GOTTES zu bewahren (V. 20; 1, 18.19; 4, 6.16; 2. Tim. 1, 13.14; 2, 15-18).

      Offenbarung 12, 17:

      … die die Gebote GOTTES halten und das Zeugnis JESU haben.

      Solche Doppelausdrücke sind typisch für das ganze Buch, das schon 1,2 damit begann und darin seine Grundformel GOTT und das LAMM ankündigte. Neu ist an dieser Stelle lediglich, dass für „Wort GOTTES“ (1, 2.9; 6, 9; 20, 4) nun „Gebote GOTTES“ (noch 14,12) eintritt. Das fügt sich gut in den Rahmen des Abschnittes von 8,2 an, der durchzogen ist von Stichworten aus der Geschichte Alt-Israels. Als es von „Adlerflügeln“ herbeigetragen am Sinai versammelt war, empfing es die Gebote GOTTES als Heilszeichen. Neu-Israel empfängt das „neue Gebot“, neu deshalb, weil es nicht mehr vom Sinai, sondern vom Kreuz CHRISTI herab ergeht. Aber wieder sind die „Gebote“ eben Heilszeichen, Bestätigung dafür, wahrhaftig GOTTES Volk sein zu dürfen. Mit den „10 Geboten“ haben die Gebote GOTTES in diesem Vers jedoch nichts gemein.

      Offenbarung 22, 14.15:

      Glückselig, die ihre Gewänder waschen, denn ihre Vollmacht wird sein über das Holz des Lebens, und sie werden eingehen zu den Toren in die Stadt. Dies ist die bevorzugte Lesart. In diesem Vers steht (im Grundtext) nichts von den „Geboten GOTTES“.

      Lieber Artur, leider muss ich Dir diesen „Zahn ziehen“: Du verteidigst nicht „die klare Aussage, die Gott selbst Tat, seine Gebote zu halten“, sondern eine alte adventistische Irrlehre. Die STA versuchen unter fadenscheinigen Gründen die 10 Gebote gültig zu erklären für wiedergeborene Christen. Wir haben gesehen, dass Du diese Irrlehre nur aufrecht erhalten kannst, wenn Du den jeweiligen Kontext ignorierst, in dem das von Dir zitierte Bibelwort steht.

      Die Bibel lehrt ausdrücklich, dass dass Gesetz (und damit auch die 10 Gebote) ausschließlich den Israeliten gilt (im Alten Bund). Für Christen gilt explizit das Gesetz CHRISTI.

      Leider muss ich dies jetzt so deutlich ansprechen: Du entlarvst Dich selbst als Irrlehrer, da Du Paulus‘ Aussagen gegenüber den GOTTES Aussagen ausspielen möchtest:

      Im Zweifelsfall, wenn du immer noch bedenken gegenüber Gottes Aussagen hast, solltest du auf Gott und nicht auf Paulus hören, denn Paulus ist nicht Gott.

      Das Wort GOTTES ist komplett inspiriert durch den GEIST GOTTES:

      Alle Schrift ist von GOTT eingegeben (2. Timotheus 3,16).

      Durch den HEILIGEN GEIST getrieben, haben Menschen im Namen GOTTES geredet (2. Petrus 1,21)

      Paulus‘ Aussagen sind daher genauso das Wort GOTTES wie die Aussagen, die von GOTT Selbst stammen. Das Wort GOTTES gegeneinander auszuspielen empfinde ich als sehr dreist.

      Wenn die 10 Gebote heute noch Gültigkeit für die Christen hätten, wurde dies das Erlösungswerk JESU schmälern („Jesus + die 10 Gebote“).

      Lieber Artur, ich wünsche Dir von Herzen, dass Du aus dem schrecklichen Irrglauben herausfindest und zur Wahrheit durchdringst. Möge der HERR Dir die Weisheit und Kraft dazu geben.

      Shalom
      Roland

  3. Mit „Gebote Gottes halten“ im NT sind die Gebote des Neuen Bundes gemeint (Mt. 5:19-7:29; 1. Kor. 14:37; 1. Thes. 4:2), nicht die mosaischen Gebote.

    1. Korinther 14:37
    So sich jemand läßt dünken, er sei ein Prophet oder geistlich, der erkenne, was ich euch schreibe; denn es sind des HERRN Gebote.

    1. Thessalonicher 4:2
    Denn ihr wisset, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den HERRN Jesus.

  4. Die STA war noch nie eine christliche Kirche, die Mitbegründerin E.G.White ist nachweislich ein falsche Prophetin und dies wirkt bis heute. Zum Sabbat muss man natürlich ganz einfach sagen, das wiedergeborene Christen diesen Tag nicht halten müssen, sondern dies von sich aus tun wollen. Dies sagt und wirkt in ihnen der Heilige Geist, ihnen ist es ins Herz geschrieben, was unser Gott Vater von uns erwartet. Wer hingegen den Sabbat verwirft und zusätzlich dazu noch den vom Kaiser Konstantin „ehrwürdigen Tag der Sonne“ kurz Sonnenanbetungstag heiligt und da seine Gemeindetreffen durchführt, denjenigen würde ich mit Sicherheit nicht als einen Bruder bezeichnen wollen.
    Das Sabbatgebot wurde nicht nur den Israeliten, sondern auch den Ochsen, Eseln und Fremdlingen zuteil, also bitte keine Halbwahrheiten verbreiten. 😉

    1. Was du über White geschrieben hast, dem kann ich zustimmen.

      Der Sabbat jedoch gilt ausschließlich den Israeliten, denn das bezeugt die Heilige Schrift ganz klar:

      Er [= der Sabbat] ist ein Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel ewiglich; denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, und am siebten Tag hat er geruht und sich erquickt. (2. Mose 31,17)

      Der Sabbat hatte eine besondere Stellung in Verbindung mit Israel; so auch in 3. Mose 23, wo der Sabbat als Erstes bei den Festen des HERRN, den heiligen Versammlungen, erwähnt wird, um die besondere Absicht GOTTES zu zeigen. GOTT hatte Israel aus der Sklaverei Ägyptens geführt, deshalb hat Er ihnen geboten den Sabbat zu halten (5. Mo 5,15). Der Sabbat war das Zeichen von GOTTES Bund mit ihnen und es könnte sein, dass der HERR wiederholt durch das Brechen des Sabbats für Taten der Gnade, was aus der Sicht der Juden ein Ärgernis war, die baldige Auflösung des Bundes andeutete (2. Mose 31,13.17; Hesekiel 20,12.20).

      Der Sabbat wurde niemals in der gleichen Weise den Nationen wie zu Israel gegeben, und unter all den aufgezählten Sünden der Nichtjuden finden wir nicht einmal das Brechen des Sabbats erwähnt.

      Daher ist der Sabbat für wiedergeborene Christen irrelevant. Natürlich kann ein Christ am Sonnabend einen Ruhetag einlegen, genau so gut könnte er das auch am Sonntag, Montag oder an einem beliebig anderen Wochentag tun.

  5. Lieber Roland,

    vielen Dank für Deine Antwort. Lasse uns doch bzgl. des Sabbats einmal über unser Gewissen sprechen. Wir wissen alle, das der Sabbat von Gott Vater schon seit der Erschaffung der Erde gesegnet und geheiligt ist und das er diesen Tag seinem „ersten“ Volk, den Israeliten gab. Und wir wissen auch, das er bisher keinen anderen Tag gesegnet und geheiligt hat. Gut, und nun legen wir den Sabbat einfach mal beiseite.

    Schon durch die Reformatoren und bis heute durch viele neue nachgewiesene Fakten ist uns bekannt, das Kaiser Konstantin bzw. weiterführend die röm.- kath. Kirche den „ehrwürdigen Tag der Sonne“ oder auch heidnischen „Sonnenanbetungstag“ als ein Menschengebot einführte. Dieses „kleine Horn“ ist auch in der Bibel in Daniel 7 benannt, welches Zeiten und Gesetze geändert hat. Wenn wir nun wissen, das diese Institution nicht unseren Herrn Jesus dient, sondern Satan, denn können wir auch sagen, das der Sonnenanbetungstag der gesegnete Tag Satans ist.
    Nun stand ich als (ehemals) sehr schwer erkrankter Mann, nach einem über 10 Jahre „verschleppten“ Burnout vor der Frage, halte ich den heiligen Tag Yahwes oder den Tag des Verführers ?

    Wenn ich den Sonntag heiligen würde wäre das für mich so, als wenn ein Familienvater in ein KZ eingesperrt wurde, nach Jahren, nach Kriegsende nach Hause kommt und ihm die Familie sagt, das sie nicht mehr seinen Geburtstag feiern wollen, sondern zukünftig nur noch den Geburtstag des Führers. Die Ehefrau meinte noch im Ehevertrag* stände ja nicht ganz eindeutig, das sie so etwas nicht machen dürften. (*Falls es so etwas früher schon gegeben hätte).

    Ich glaube, das sich jeder Vater auch der himmlische, wohl von so einer Familie abwenden würde. Das sagt mir mein Gewissen, das man einen anderen den man liebt nicht so behandelt.

    Ich hoffe das Du mich im Ansatz verstanden hast, weshalb wir den Sabbat heiligen.
    Wir müssen nicht, sondern wir wollen. Nicht der Buchstabe macht lebendig sondern der Geist (2. Korinther 3) !

    Liebe Grüße Jens

  6. Kleiner Nachtrag, welcher Dich interessieren könnte.
    Ich habe dies als ich die Startseite las, auch erst einmal abgelehnt als ich mir aber alles durchgelesen habe und mir auch die Beweise durch den Kopf gehen lies, ist das natürlich alles eine Theorie, aber sehr logisch.

    Du schriebst: „Der Sabbat jedoch gilt ausschließlich den Israeliten,…“ Woher weißt Du denn aber das Du kein Israelit bist. 😉 Bzw. das wir keine sind?
    Guck mal: http://wir-sind-israel.de

    Wenn wir im Reich Gottes wären, würden die Israeliten ja den Sabbat halten. Glaubst Du, das unser Gott für die Heidenchristen noch einen zusätzlichen Tag heiligen und segnen wird ? War nur ein Scherz. 😉
    Nun gut, hab noch zu tun, bis bald.

  7. Nicht erst durch Konstantin ist die Sonntagsheiligung eingeführt worden, sondern die Bibel bezeugt, dass der Sabbat für Christen bedeutungslos ist, da der HERR JESUS am ersten Tag der Woche (Sonntag) auferstanden ist:

    – JESUS erstand am ersten Tag der Woche von den Toten (Johannes 20,1), und kennzeichnete damit den ersten Tag als den Tag, der zu begehen ist.

    – JESUS erschien am Abend dieses ersten Tages der Woche zehn Seiner Jünger (Johannes 20,19ff).

    – Eine Woche später, wieder am ersten Tag der Woche, erschien JESUS elf Jüngern (Johannes 20,26ff).

    – Das verheißene Kommen des HEILIGEN GEISTES erfüllte sich an einem ersten Tag der Woche (Apostelgeschichte 2,1ff). Da dieses Ereignis von gleich großer Bedeutung war, wie die Fleischwerdung CHRISTI, ist es sehr bezeichnend, dass dieses Ausgießen an einem Sonntag geschah.

    – An demselben ersten Tag der Woche hielt Petrus die erste evangelistische Predigt (Apg 2,14ff), und 3.000 Bekehrte wurden der Gemeinde hinzugetan (Apostelgeschichte 2,41).

    – In Troas versammelten sich die Christen der Stadt am ersten Wochentag zum Gottesdienst und Paulus predigte vor ihnen (Apostelgeschichte 20,6.7).

    – Paulus wies die Christen in Korinth an, am ersten Tag der Woche eine Sammlung für die Armen in Jerusalem zu halten:

    An jedem ersten Wochentag lege ein jeder von euch bei sich zurück und sammle an, je nachdem er Gedeihen hat, damit nicht erst dann, wenn ich komme, Sammlungen geschehen.
    (1. Kor 16,2).

    – Der Apostel Johannes schrieb in Offenbarung 1,10:

    Ich war am Tag des Herrn (en te kyriake hemera) im GEIST.

    Das griechische Wort kyriake ist ein Adjektiv, das soviel wie „dem Herrn gehörend“ bedeutet, und deshalb heißt der Ausdruck wortwörtlich am dem Herrn gehörenden Tag. Dieser Tag wurde von Anfang an auf den Sonntag bezogen:

    Aus dem Brief des Ignatius an die Magnesier, Abschnitt 9: „Wenn dann jene, die in alten Gebräuchen gewandelt sind, eine Erneuerung der Hoffnung erlangen und nicht länger dem Sabbat dienen, sondern ihr Leben nach dem Tag des Herrn ausrichten, an welchem unser Leben durch ihn gleichfalls aufersteht …“

    Aus der Didache oder Zwölfapostellehre, Abschnitt 14: „Und am Tag des Herrn versammelt euch und brecht das Brot und gebt Dank …“

    Dass Konstantin die Sonntagsheiligung eingeführt habe, ist ein Märchen der Sabbatisten und hat mir der Realität nichts zu tun.

     

  8. Lieber Roland,

    ich habe eine diplomarbeit von einem Adventisten, der genau nachvollzieht, wie die STA in den ACK kam. Erstaunlich dass diese Arbeit, vorgelegt bei adventistischen Hochschule Friedensau, von denen auch mit noch mit „gut“ bewertet wurde. Primärquellen, denn der Autor bekam vollen Zugang zu den Archiven, in denen sich die Originalschriftstücke befinden. Schicke ich dir bei Interesse gerne per Mail.

    1. Lieber Rolf,
      herzlichen Dank für Deine Nachricht. An der Diplomarbeit habe ich großes Interesse und ich würde mich freuen, wenn Du sie mir zuschicken würdest.

      Sei gegrüßt mit Jesaja 53,1

      Roland

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