Ostern

Ist Ostern die biblische Feier der Auferstehung JESU CHRISTI?

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1Petrus445Als ich in meiner Jugendzeit mit meiner Familie zu einer der Staatskirchen in unserem Dorf ging, war ich immer wieder überrascht, Menschen am Ostersonntag beim Gottesdienst zu sehen, die während des ganzen Jahres nie die Kirche besuchten, nicht einmal zu Weihnachten. Einige dieser Leute erzählten verlegen und auch irgendwie ängstlich, dass sie hofften, Gott würde ihnen ihre Sünden und auch die Abwesenheit vom wöchentlichen Gottesdienst vergeben, weil sie die besondere Anstrengung unternahmen, am Ostersonntag zur Kirche zu kommen, der für sie die heiligste Zeit des Jahres bedeutete. Andere hatten das Gefühl, dass ihnen durch die Teilnahme am Ostergottesdienst ein besonderes Maß an Heiligung und Reinheit zuteil würde.

Jedoch erkannten diese Menschen nicht, dass sich ihr Glaube nicht auf Tatsachen gründete. Keiner von ihnen fragte nach den Ursprüngen des Osterfestes und seiner Traditionen. Sie wären überrascht gewesen, hätten sie die Wahrheit in dieser Angelegenheit gekannt.

Die sogenannten „christlichen Feste” entstanden mehr oder weniger weit vom 1. Jhd. entfernt. Aber gerade das 1. Jhd. ist in bezug auf die biblische Lehre für den Christen ausschlaggebend!

Das „christliche” Osterfest entstand erst nach dem ersten Jahrhundert und ist ein wenig älter als das Weihnachtsfest.

Die Lehre der röm.-kath. Kirche besteht zu einem hohen Prozentsatz aus (zumeist griechischer) Philosophie und aus Elementen heidnischer Mysterienreligionen und Mythologie. Diesem Einfluss ist weitgehend auch die evangelisch-reformierte Kirche erlegen. Ja, auch die meisten wiedergeborenen Gläubigen bezahlen „Babylon, der Großen” (Offb. 17,5) ihren Tribut, ohne dass sie sich dessen bewusst sind! Es handelt sich dabei vor allem um die beiden Hauptfeste des Traditionskirchentums, um Weihnachten und Ostern!

Was bedeutet der Begriff „Ostern”?

Im Folgenden wollen wir untersuchen, was „Ostern” eigentlich heißt und was GOTTES Wort dazu sagt. Selbst ein gewöhnliches Lexikon gibt schon folgende Auskunft:

Ostern (germanisch von Ostara, einer Frühlingsgöttin).

Nach der allgemeinen Annahme, dass es sich hierbei um „das Fest der Auferstehung Christi” handele kommt noch schließlich folgende Erklärung:

Im Mittelalter waren mit dem Osterfest kirchliche Osterspiele verbunden. Am Abend des ersten Ostertages wird das Osterfeuer angezündet, einst als Schutz gegen Ungemach und als Sinnbild der neuerwachten Natur gedacht. Gesundheit soll auch das Osterwasser spenden, schweigend vor Sonnenaufgang geschöpft. Das Osterreiten, ein Flurumritt, soll den Saaten Schutz und Kraft geben, Kinder gehen beim Ostersingen Gaben heischend von Haus zu Haus oder sie suchen Ostereier (dtv-Lexikon 1978).

Auch andere namhafte Standardwerke bestätigen die Aussage des dtv-Lexikons:

Ostern: “Der Name des Festes der Auferstehung Christi (mhd. Osteren, ahd. Ostarun) war vor der Christianisierung des Germanentums der Name eines heidnischen Frühlingsfestes, wohl benannt nach einer heidnischen Frühlingsgöttin. …. Die germanische Göttin war demnach eine Lichtgöttin, zunächst des Tageslichts, dann des Lichts überhaupt, und das ihr geweihte Fest war ein Fest des zunehmenden Lichts im Frühling (Duden Nr. 7).

Ostárâ, Eóstra [war] eine bei den westgermanischen Stämmen verehrte Licht- und Frühlingsgöttin . . . Die Übertragung der Licht- und Lebensfeier auf Christum, die Sonne des Lichts und des Lebens, konnte sich leicht vollziehen. Und da der heidnische und christliche Festtag der Zeit nach nahe aneinander lagen, konnte es wohl geschehen, dass letzterer im Volksmunde den Namen des ersteren überkam. . . . Die Vorstellung und der Brauch des Volkes zeigen noch eine Reihe von Tatsachen auf, die ebenfalls dem Heidentum entstammen (C. Meusel, Kirchliches Handlexikon, Band 5, 1897, Seite 94).

Überall jagen sie nach den buntgefärbten Ostereiern, die der Osterhase gebracht hat. Das ist nicht nur ein Kinderspiel, sondern ein Überbleibsel eines Fruchtbarkeitsritus, wobei die Eier und der Hase Fruchtbarkeit symbolisieren (Funk & Wagnalls, Standard Dictionary of Folklore, Mythology and Legend, New York, Band 1, 1949, Seite 335).

Ostern war ursprünglich das Frühlingsfest zu Ehren der germanischen Licht- und Frühlingsgöttin, die im Angelsächsischen als Eastre bekannt war (The Westminster Dictionary of the Bible).

In der „Encyclopedia Britannica” wird erklärt:

Im Neuen Testament und in den Schriften der apostolischen Väter deutete nichts auf die Beobachtung des Osterfestes hin. Der Gedanke, dass gewisse Zeiten besonders heilig seien, war den ersten Christen fremd (1910, Bd. VIII, S. 828).

Die „Catholic Encyclopedia” sagt:

Eine große Anzahl heidnischer Bräuche, durch die die Wiederkehr des Frühlings gefeiert wurde, gingen auf das Osterfest über. Das Ei ist das Symbol des keimenden Lebens im Vorfrühling…. Der Hase ist ein heidnisches Symbol und ist schon immer ein Sinnbild der Fruchtbarkeit gewesen (1913, Bd. V, S. 227).

Alle diese Namen hängen mit dem Frühling und den Frühjahrsfruchtbarkeitsfesten zusammen, die Verjüngung und Fortpflanzung darstellen. Gebräuche und Symbole, die heute mit der Feier von Ostern verbunden werden, können direkt auf die vorchristlichen Ursprünge von Ostern zurückgeführt werden.

So spricht z.B. auch Joseph Vogt, der bekannte Tübinger Althistoriker, die Verbindung Heidentum-Christentum an:

Auch mit den Mysterienreligionen des Orients war das Christentum in historischer Nachbarschaft verbunden, es hatte von ihnen bestimmte Begriffe des religiösen Erlebens wie auch Formen des Kultes und der Mission übernommen (Constantin der Große und sein Jahrhundert, 1973, Seite 81).

In dem Buch The Two Babylons von Alexander Hislop heißt es:

Was bedeutet der Ausdruck Ostern überhaupt? Er ist kein christlicher Name. Man erkennt seinen chaldäischen Ursprung auf den ersten Blick. Ostern ist nichts anderes als Astarte, einer der Titel der Beltis, der Himmelskönigin, deren Name . . ., den Layard auf assyrischen Denkmälern fand, . . . Ischtar [ist]. . . . Das ist die Geschichte des Osterfestes. Das allgemeine Brauchtum, das heute mit diesem Fest verbunden ist, bestätigt dessen babylonischen Ursprung zur Genüge. Die warmen Kreuzsemmeln am Karfreitag und die gefärbten Eier am Pascha oder Ostersonntag waren bei den chaldäischen Riten genauso zu finden wie heute (New York 1943, S. 103, 107, 108; vergleiche Jeremia 7:18).

Die Auskunft aller Nachschlagewerke ist eindeutig: „Ostern” ist ein Relikt aus dem uralten vorchristlichen heidnischen Götzendienst der Germanen. „Ostara”, die heidnische Frühlingsgöttin oder Lichtgöttin steht dabei, wie alle Götzen, die auch „Abgötter” genannt werden, im Ggs. zu dem   e i n e n   GOTT, welcher JESUS CHRISTUS ist (1. Joh. 5,20), da es heißt:

2. Mose 20, 3
Du sollst keine anderen Götten neben mir haben

Indem dieses Gebot an anderer Stelle erläutert wird, heißt es ausdrücklich:

2. Mose 23, 13 (vgl. Josua 23, 7)
Die Namen anderer Götter sollt ihr nicht anrufen und aus deinem Munde sollen sie nicht gehört werden

Betrachten wir noch die Etymologie des Begriffes „Ostern”:

Der Name des Festes stammt von Ostara (auch Eostrae), der germanischen Frühlingsgöttin. Das Wort Ostara entspringt der gleichen sprachlichen Quelle wie das lateinische „Aurora”, das griechische „eos” und das indoeuropäische „aus” und bedeutet ursprünglich Schein oder Glanz. Es hängt mit dem althochdeutschen Monatsnamen „ostarun” zusammen.

Die Theorie, der Name könnte mit dem altnordischen „ausa” (Wasser) oder „austr” (begießen) und damit primär mit der Taufe zusammenhängen, ist aufgrund der Etymologie des Wortes äußerst fragwürdig, da das altnordische „austr” vorrangig für „Osten“ steht. Ostara bedeutet anzunehmenderweise „die Strahlende”, stand für den Osten und den Sonnenaufgang (Morgendämmerung, vergleiche Aurora) und wird heute auch so gedeutet. Von ihr stammt auch der heutige Festname Ostern, obwohl die Kirche fälschlicherweise behauptet, dass die Benennung für Ostern nur daher kommt, dass die Sonne im Osten aufgeht, nicht aber von einer heidnischen Göttin.

Der keltische Name „Alban Eiler” (gesprochen: Alwan Ei-ier) bedeutet übersetzt „das Licht der Erde”, weil das Leben wieder aus der Erde hervorgekommen ist. Im englischen ist es auch als „Summer Finding” (Sommer-Gründung) bekannt. Das germanische „Sígrblót” bedeutet Siegopfer und weist auf die nun wieder beginnenden Kämpfe hin, die in der Kälte des Winters nicht oder nur schlecht möglich waren.

Demzufolge sind andere Namen, neben Ostara, für das „Osterfest” folgende: Frühlingsfest, Vogelfest, Frühjahrsäquinoktium, Eostre, Alban Eiler, Summer Finding, Sígrblót

Wie wir bereits gesehen haben, stammt der Begriff „Ostern” von der Frühlingsgöttin Ostara bzw. tatsächlich von der Himmelsrichtung Osten. Ostara, das zunehmende Äquinoktium (Frühlings-Tag- und Nachtgleiche), bezeichnet meteorologisch den Frühlingsanfang und ist traditionell die Mitte des Frühlings, der Tag der Ausgeglichenheit zwischen Licht und Dunkelheit, wenn der Frühling die Umwelt mit einem wiederbelebendem Wachstum erwachen lässt.

Der heidnische Hintergrund ist folgender: Zu diesem Fest steht der Kampf zwischen Winter und Sommer, zwischen Hell und Dunkel im Mittelpunkt, den die Sonne schließlich im weiteren Jahresverlauf gewinnt. Die Sonne ist herangewachsen, der dunkle Winter hat verloren und muss nun seine Macht abgeben. Mit nun jedem weiteren Tag nimmt die Kraft der Sonne zu, bis sie sich zu Beltane (um den 30. April) mit der Erde vereint, um neues Leben zu schaffen. Es ist die Zeit des Flirts, des Liebäugelns, Neues wächst zusammen. Es ist ein Fest des Anfangs, des Aufbruchs, des Beginnens, des Morgens.

Hier wird schon deutlich, dass das Osterfest (wie das Weihnachtsfest) von heidnischen Elementen durchsetzt ist. Weder im AT noch im NT kommt der Name „Ostern” vor; es ist ein durch und durch heidnischer Name. Das althochdeutsche „Ostarun” bezeichnet ein heidnisches Frühlingsfest und eine heidnische Frühlingsgöttin, in altenglischen Texten als „Eostrae” überliefert. Es ist verwandt u. a. mit dem griechischen „Heos” (= „Osten”, „Morgenröte”), das dem lateinischen „Aurora” (= „Morgenröte”) entspricht. Nach der römischen Mythologie ist Lucifer Sohn der Aurora.

Zeitpunkt des Ostarafestes

Ostern wird am 21. März gefeiert, zum Zeitpunkt der Frühjahrs-Tag-und-Nachtgleiche (Äquinoktium), die den Frühlingsbeginn darstellt. Da es ein Sonnenfest ist, bleibt es ein Fixdatum. Der fränkische Name „Ostarmanoth” für April weist darauf hin, dass das Fest dort früher in diesem Monat stattfand..

Für die Germanen war Ostara die germanische Göttin des strahlenden Lichts und des wiederkehrenden Frühlings, der Erneuerung, des beginnenden Lebens, des Neuanfangs. Ihr heiliger Baum ist die Birke, ihre heiligen Tiere sind Hase und Marienkäfer. Geopfert wurden ihr unblutige Opfer wie Brot und Eier. Sie steigt im Osten aus dem Meer auf, in ein goldschimmerndes Gewand gehüllt, trägt gelbe Schuhe und zarte Blumen. Keime brechen unter ihren Schuhen hervor, wenn sie über die Erde geht.

Wenn sie über das Land fliegt, hinterlässt sie überall die Eier eines neuen Lebens und ihr Fruchtbarkeitstier, den Hasen, woher der Brauch der Eiersuche und der Glaube an den Osterhasen rührt. Das Ei als Symbol der Fruchtbarkeit wird mit den bunten Farben des Frühlings geschmückt.

In der Edda finden sich allerdings keine rechten Hinweise auf eine Göttin namens Ostara, weshalb ihre Existenz bzw. kultische Verehrung immer wieder in Abrede gestellt wurde. Nur von den Angelsachsen berichtet Beda 735 in seiner Schrift „De ratione temporum” (lat.: Über die Vernunft der Zeiten) von einer Göttin Eostrae, der zu Ehren im Ostermond Kultfeiern veranstaltet wurden. In der griechischen Mythologie findet sich dazu eine lautliche und begriffliche Entsprechung in der Göttin Astraea. In Skandinavien entspricht die Göttin Ostara wahrscheinlich der Iðunn (Iduna).

Die Frühjahrstagundnachtgleiche symbolisierte auch für die Germanen die Zeit des Übergangs vom Kind zum Jugendlichen und somit den Beginn der menschlichen Sexualität. Nach nordischer Mythologie vereinigt sich Nerthus, die Göttin der Fruchtbarkeit, mit Njörd und gebiert zu dieser Zeit den Fruchtbarkeitsgott Freyr. Neben Freyr bestimmen auch Freyja, die fruchtspendende Vanin, und der Ase Thor, der Sohn der Erde, dieses Fest.

Zu früheren Zeiten wurden die Eier rot angemalt, der Farbe des frischen Blutes der Göttin Ostara. Das frische, hellrote Blut galt ebenfalls als Zeichen besonderer Fruchtbarkeit. Junge Mädchen, die zu Ostara ihre erste Monatsblutung bekamen, wurden besonders verehrt. Ihr Blut galt als heilig. Es wurde aufgefangen und zum Segen der Ernte in einem Ritual der Erde übergeben, um die Fruchtbarkeit der Felder magisch zu verstärken. Später wurden die Eier in den Farben der Natur bemalt, wobei jede benutzte Farbe eine rituelle Bedeutung hatte.

Das spezielle Festfeuer sollte bevorzugt mit einem Stein geschlagen oder noch besser durch ein Brennglas entzündet werden, um die Kraft der Sonne auf die Erde zu holen. Frauen durften früher an diesem Ritual eigentlich nicht teilnehmen, weil die phallische Macht Freyrs und Thors auf die Teilnehmenden übergehen sollte.

Ostara war auch die Zeit der Umzüge zu Ehren der Vanen und Ingwy-Freyrs. Dabei wurden Statuen der Gottheiten mitgeführt, die jeder berühren sollte, um die Fruchtbarkeit auf sich zu übertragen. Bei diesen Umzügen wurden keine Waffen getragen, denn sie waren dem Leben und dem Frieden gewidmet. Ein Überbleibsel sind die heutigen Ostermärsche für den Frieden. In rituellen Spielen wurde der Kampf zwischen Sommer und Winter dargestellt, den der Winter verliert während sich der Sommer eine Braut wählt.

Ostara wurde in Skandinavien auch Sigrblót (Siegopfer) genannt, weil jetzt wieder die Zeit der im Winter wegen der Kälte ruhenden Kämpfe begann. Es war deshalb angebracht, an diesem Fest dem Siegvater Óðinn (Odin) und dem Bezwinger der Frostriesen þórr (Thor) zu opfern. Dazu konnten dann auch Schwerter und Speere rituell verwendet werden. Beim Várþing (Várthing) wurden traditionell die jungen Männer in den Kreis der Krieger aufgenommen.

In der keltischen Tradition ist dieses Fest das Fest der britischen Seegöttin Morgana, auch Morgan Le Fay genannt. Rituell ist dieser Feiertag der Königin von Avalon und dem Feenland geweiht. Es ist die Zeit der Elfen, Feen, Zwerge und der Verehrung ihrer Plätze. Die Dolmen, Menhire oder Findlinge, welche als die Wohnstätten des kleinen Volkes angesehen werden, symbolisieren die Verbindung zur Unterwelt, aus welcher zu dieser Zeit die Kraft der Erneuerung wieder aus der Erde steigt und sich mit der Kraft der Sonne verbindet.

Die Kelten schauten zwischen der Morgendämmerung und dem frühen Vormittag nach zurückgekehrten Zugvögeln aus, um diese als gutes Omen für das weitere Jahr zu deuten. Ostara war auch das Fest Taliesins, des Barden, aber auch das Fest des Frühlings und des Lebens, das in die Welt zurückgekehrt ist. Dieses Fest wurde rund drei Tage lang gefeiert. An diesen Festtagen wurden die Pflanzen und Bäume für das Jahr gesegnet und die neue Saat ausgesät.

Kirchliche Bedeutung des Ostarafestes

Von allen kirchlichen Festen wird keinem eine so große Bedeutung beigemessen wie dem Osterfest. Der Historiker Sokrates Scholastikos schrieb im 5. Jahrhundert n. Chr.. in seinem Werk über Kirchengeschichte:

Mir scheint, das Osterfest hat über irgendwelche alte Sitten in die Kirche Eingang gefunden, so, wie sich zahlreiche andere Bräuche gehalten haben.

Bestimmte Elemente von Ostara, wie das Begegnen von Mädchen und Jungen im scheuen Flirt und das Ausschauhalten nach einem Partner finden sich außerdem im zeitlich nicht allzu weit entfernten Valentinstag wieder.

Das Färben der Eier ist nicht nur eine alte nordische, sondern bereits schon eine ägyptische, griechische, römische und persische Tradition. Man färbte die Eier mit Naturprodukten wie Zwiebelschalen, Blauholz, gefärbten Stofffetzen und Stechginster. Eier standen für die eingekapselte Welt, und die Vorstellung vom Weltenei lässt sich in vielen antiken Kulturen finden.

Die Abhängigkeit vom Mondkalender bei der Festlegung von Ostern ist noch heidnischer Abstammung, obwohl Ostern heute meist nicht mehr zum richtigen, dem alten, rituellen Zeitpunkt gefeiert wird, sondern am Sonntag nach dem der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche folgenden Vollmond. Trotzdem sind viele heidnische Bräuche integriert worden.

Die Herkunft der Osterbräuche

Frühmorgens am Vogelfest des Frühlings ging das Volk hinaus, um nach Zugvögeln Ausschau zu halten. Wenn heimkehrende Vögel gesichtet wurden, wurde anschließend geschmaust und gefeiert. Wenn die Hühner und die anderen Vögel nach der eierlosen Winterzeit wieder damit begannen, Eier zu legen, galt das als sicheres Zeichen für den Frühling und die neu beginnende Fruchtbarkeit.

Hierdurch ist auch der Brauch des Eiersuchens zu Ostern entstanden. Die früher nicht eingesperrten Hühner legten diese ersten Eier natürlich irgendwo in der Gegend ab, also blieb den Menschen nichts anderes übrig, als diese zu suchen. Die heutige Verbindung von Eiern und Küken zu dieser Zeit ist einer der vielen Überreste der alten Kultur. Viele alte Osterbräuche sind fast schon vergessen, so auch die kultischen Ballspiele und spiralförmigen „Reigentänze“, welche einst den Kampf und Sieg des Frühlings über den Winter darstellten.

In der traditionellen Volksreligion ist das Ei ein weit verbreitetes Symbol der Fruchtbarkeit, Reinheit und Wiedergeburt. Es wird in magischen Ritualen verwendet, um Fruchtbarkeit zu fördern und Manneskraft wiederherzustellen, um in die Zukunft zu sehen, um gutes Wetter herbeizubringen, um das Wachstum der Feldfrüchte zu fördern und sowohl Vieh als auch Kinder vor Unglück zu schützen, besonders vor dem gefürchteten bösen Blick. In der ganzen Welt repräsentiert es Leben und Schöpfung, Fruchtbarkeit und Auferstehung … Später wurden die Bräuche, bei denen Eier verwendet wurden, mit Ostern verbunden. Obwohl viele Bräuche mit Eiern vorchristlichen Ursprungs waren, stellte sich die Kirche dem nicht entgegen, weil das Ei ein lebendiges und machtvolles Symbol der Auferstehung und der Umwandlung von Tod in Leben bot. (Encyclopedia of Religion, Ausgabe von 1987).

Der Ursprung der Ostereier ist uns jetzt klar. Die alten Druiden trugen ein heiliges Ei als Abzeichen ihres Ordens. Die Dionysiaca, oder die Mysterien des Bacchus, wie sie in Athen abgehalten wurden, bestehen in einer nächtlichen Zeremonie aus der Heiligung eines Eis. Die hinduistischen Fabeln beschreiben das Weltenei als von goldener Farbe. Die Menschen in Japan stellen ihr heiliges Ei hin. In China werden die gefärbten und bemalten Eier sogar wie hierzulande zu einem heiligen Fest verwendet. In den frühen Zeiten wurden Eier in den religiösen Riten der Ägypter und Griechen gebraucht und wurden zu geheimnisvollen Zwecken in ihren Tempeln aufgehängt (Bild 31). Von Ägypten können diese heiligen Eier klar an die Ufer des Euphrat verfolgt werden. Die klassischen Dichter sind voll von Fabeln über die geheimnisvollen Eier der Babylonier. So wird auch von Hyginius, dem gelehrten Verwalter der Palatin Bibliothek in Rom zur Zeit des Augustus, der in aller Weisheit seines Landes unterwiesen war, eine Geschichte darüber erzählt:

Von einem Ei mit wunderbaren Ausmaßen wird erzählt, es sei aus dem Himmel in den Euphrat gefallen. Die Fische rollten es an das Ufer, wo die Tauben es ausbrüteten und heraus kam Venus, die hinterher die syrische Göttin genannt wurde,

das heißt Astarte. Daher wurde das Ei das Symbol der Astarte oder Ostera. Und demgemäss wurde in Zypern, einem der auserlesensten Plätze der Anbetung der Venus oder Astarte, das Ei mit seinen wunderbaren Ausmaßen durch eine große Schale dargestellt.

Die okkulte Bedeutung dieses geheimnisvollen Eis der Astarte in einer seiner Aspekte (es hat eine zweifache Bedeutung) hat einen Bezug zur Arche während der Zeit der Flut, in der die ganze menschliche Rasse eingeschlossen war, wie ein Küken in einem Ei vor seinem Ausschlüpfen. Wenn jemand geneigt ist zu fragen, wie dies je den Menschen in den Sinn kommen konnte, solch ein außerordentliches Symbol für solch einen Zweck zu gebrauchen, ist die Antwort zum einen: das heilige Ei des Heidentums, wie es sich letztendlich zeigt, ist gut bekannt als das „Welten-Ei,“ d.h. das Ei, in der die Welt eingeschlossen war. Nun, die Welt hat zwei klare Bedeutungen, es bedeutet entweder die buchstäbliche, materielle Erde, oder die Bewohner der Erde. Die letztere Bedeutung dieses Terminus findet sich in 1.Mose 11, 1:

Die ganze Erde nun hatte weiterhin eine Sprache und einerlei Wortschatz,

was bedeutet, dass die Menschen auf der Welt so waren. Wenn denn die Welt dargestellt ist, wie sie in einem Ei eingeschlossen ist und auf dem Wasser schwimmt, wird es nicht schwierig sein zu begreifen, woher die Idee des Eis auch immer stammen mag, dass jenes Ei, das auf der Weite des universellen Meeres schwamm, die Familie Noahs sein mag, die die ganze Welt in ihrem Schoß trug. Die Anwendung des Wortes Ei auf die Arche geschieht auf folgende Weise: Das hebräische Wort für Ei ist Baitz oder in weiblicher Form Baitza. Dies wird in chaldäisch und phönizisch zu Baith oder Baitha, [Im späten chaldäisch heißt das Wort für Ei gewöhnlich Baiaa oder Baietha in der bestimmten Form, aber Baith ist auch genau nach den Regeln abgeleitet von Baitz, so wie Kaitz, „Sommer,“ in chaldäisch zu Kaith wird, und viele andere mehr.] was in dieser Sprache auch die gängige Aussprache für das Wort Haus ist. [Das gewöhnliche Wort „Beth,“ „Haus,“ in der Bibel ohne die Punktierung wird zu „Baith,“ wie das im Namen Bethel zu sehen ist, so wie in 1.Mose 35:1, das in der griechischen Septuaginta mit „Baith-el“ wiedergegeben wird.]

Das Ei, das auf dem Wasser schwimmt und die Welt beinhaltet, war das schwimmende Haus der Flut mit den Elementen der neuen Welt in seinem Innern. Dass das Ei vom Himmel kommt, bezieht sich auf die Herstellung der Arche nach ausdrücklichen Bestimmungen Gottes, und dasselbe scheint klar in der ägyptischen Geschichte des Welteneis angedeutet zu sein, von dem gesagt wurde, es kam aus dem Mund des großen Gottes. Die Tauben auf dem Ei benötigen keine Erklärung. Dies ist also die Bedeutung des geheimnisvollen Eis unter dem einen Aspekt.

Alles, was gut und nützlich für die Menschheit war, wurde in den chaldäischen Mysterien so dargestellt, als wäre es auf irgend einem Wege mit der babylonischen Göttin verbunden, so wie der großartige Segen, den Astarte, die große Wohltäterin der Welt, über die menschliche Rasse ausgoss, welche im Schoß der Arche ruhte. Obwohl die vergöttlichte Königin, die durch Astarte dargestellt wird, bis einige Jahrhunderte nach der Flut nicht tatsächlich existierte, so war es doch für ihre Anbeter durch die Doktrin der Metempsychosis, die in Babylon fest verwurzelt war, glaubhaft, dass sie in einer früheren Verkörperung in der vorsintflutlichen Welt lebte und geschützt die Wasser der Flut passierte. Die römische Kirche übernahm dieses geheimnisvolle Ei der Astarte und heiligte es als ein Symbol der Auferstehung Christi. Sogar eine Form des Gebets wurde in Verbindung damit festgelegt. Papst Paul V. lehrte seine abergläubischen Wähler folgendes zu Ostern zu beten: „Gepriesen seiest Du, Oh Herr, wir bitten dich, diese deine Schöpfung der Eier, mögen sie zur gesunden Nahrung unter deinen Dienern werden, die es in Erinnerung an unseren Herrn Jesus Christus essen.“ Neben dem geheimnisvollen Ei gibt es noch ein Sinnbild für Ostera, der göttlichen Königin von Babylon und das war Rimmon oder der Granatapfel. Sie wird oft auf antiken Münzen mit Rimmon oder einem Granatapfel in der Hand dargestellt und das Haus des Rimmon, in dem der König von Damaskus, der Herr des Syrers Naaman, anbetete, war aller Wahrscheinlichkeit nach ein Tempel der Astarte, wo jene Göttin mit dem Granatapfel offiziell verehrt wurde. Der Granatapfel ist eine Frucht voll mit Samen und in dieser Aufzählung wurde es als Sinnbild eines Gefäßes angenommen, in dem die Keime einer neuen Schöpfung geschützt waren, mit denen die Welt erneut besät wurde mit Menschen und Tieren, wenn die Zerstörung der Flut vorüber war. Aber bei genauerem Hinsehen stellt sich heraus, dass Rimmon oder der „Granatapfel“ einen Bezug zu einer völlig anderen Sache hat. Astarte oder Cybele wird auch Idaia Mater genannt, und der heilige Berg in Phrygien – berühmt für die Feier ihrer Mysterien – wurde Berg Ida genannt, das bedeutet in chaldäisch, der heiligen Sprache dieser Mysterien, der Berg der Erkenntnis. „Idaia Mater“ bezeichnet somit die „Mutter der Erkenntnis,“ mit anderen Worten unsere Mutter Eva, die als erstes die „Erkenntnis von Gut und Böse“ begehrte und sie tatsächlich um einen so schrecklichen Preis für sich und ihre Kinder erwarb. Astarte wurde, wie hinreichend gezeigt werden kann, nicht nur als Verkörperung des Geistes Gottes verehrt, sondern auch als die Mutter der Menschheit. Wenn also die Mutter der Götter und die Mutter der Erkenntnis mit dem Granatapfel in ihrer ausgestreckten Hand dargestellt wurde (Bild 33). [Von Bryant, Bd.3,S.276. Bryant versah das Bild mit der Unterschrift „Juno, Columba und Roia,“ aber von Pausanias lernen wir, dass der Vogel auf dem Zepter der Hera oder Juno, wenn sie mit einem Granatapfel dargestellt wird, keine Columba oder Taube war, sondern ein Kuckuck. Wenn Hera oder Juno solchermaßen dargestellt wurde, war sie nicht die Verkörperung des Geistes Gottes, sondern die Mutter der Menschheit. Die Geschichte des Kuckucks kann ich an dieser Stelle nicht erörtern.], jene einladend, die den heiligen Berg hinanstiegen, um in ihre Mysterien eingeführt zu werden, kann da ein Zweifel darüber bestehen, was mit dieser Frucht angezeigt werden sollte? Es muss mit ihrem angeblichen Charakter übereinstimmen, es muss die Frucht des „Baumes der Erkenntnis“ sein, die Frucht des gewissen

Baumes, der nach Tod schmeckt,

Der den Tod in die Welt brachte

Und all unser Wehe.

Die Erkenntnis, welche die Verehrer der Idaischen Göttin zuschrieben, war von absolut der gleichen Art wie die, welche Eva durch das Essen der verbotenen Frucht erhielt, die Erkenntnis von all dem, was moralisch böse und erniedrigend ist. In Bezug auf Astarte in dieser Eigenschaft wurden die Menschen gelehrt, auf ihre große Wohltätigkeit zu schauen, als gewönnen sie Erkenntnis und Segen in Verbindung mit dieser Erkenntnis, wobei sie andererseits vergeblich beseelt worden sein mögen vom Vater des Lichts, von dem jede gute und vollkommene Gabe herab kam. Eigentümlicherweise wird das gleiche Gefühl auch in Bezug auf die römische Himmelskönigin hervorgerufen und leitet ihre begeisterten Anhänger dazu an, die Sünde Evas in demselben Licht zu sehen, wie jenes, auf das sich das Heidentum bezieht. In den Regeln der Messe, dem höchst feierlichen Dienst der römischen Kirche, findet sich die folgende deutliche Erwähnung, in der die Sünde unserer Ureltern betont wird:

O beata culpa, quæ talem meruisti redemptorem. (Oh gesegneter Fehler, der du beschafftest solch einen Erlöser!)

Die Idee, die in diesen Worten steckt, ist rein heidnisch. Sie läuft geradezu darauf hinaus: „Dank sei Eva, durch deren Sünde wir frei wurden für den herrlichen Retter.“ Es ist wahr, die Idee darin findet sich in denselben Worten in den Schriften des Augustinus, aber es ist eine Idee, die im äußersten Gegensatz zum Geist des Evangeliums steht, die nur die Sünde noch sündiger macht, von dem Standpunkt aus, dass sie solch eine Erlösung zur Befreiung von ihrem schmerzvollen Weg nötig machte. Augustinus hatte sich viele heidnische Meinungen zu Eigen gemacht und sich nie völlig davon befreit. Es ist verwunderlich, dass ein so guter und erleuchteter Mann wie Merle D’Aubigne kein Unrecht in solchen Worten sehen sollte!

Genauso, wie Rom das gleiche Gefühl zu vermitteln pflegt wie das Heidentum, so übernahm es auch genau dieselben Symbole, soweit es die Gelegenheit dazu hatte. In diesem Land, wie auch in den meisten Ländern Europas, wachsen keine Granatäpfel. Und sogar hier musste der Aberglaube des Rimmon, soweit wie möglich aufgenommen werden. Anstelle des Granatapfels wurde die Orange verwendet. So mischen denn die Pfarrer von Schottland an Ostern Orangen unter ihre Eier. Und auch, als der Bischof Gillis von Edinburgh die nutzlos-glorreiche Zeremonie der Fußwaschung der zwölf rauhen Iren vor einigen Jahren an Ostern durchführte, übergab er einem jeden von ihnen zwei Eier und eine Orange.

Der Gebrauch der Orange als Darstellung der Frucht von Edens „Prüfungs-Baum“ ist keine moderne Erfindung, er geht zurück auf die ferne Zeit der klassischen Antike. Die Gärten der Hesperiden im Westen, das wird von allen zugegeben, die diesen Gegenstand studiert haben, war einfach das Gegenstück des Edenparadieses im Osten. Die Beschreibung der heiligen Gärten, angesiedelt auf den Inseln des Atlantik gegenüber der afrikanischen Küste, zeigt, dass ihre legendäre Lage genau übereinstimmt mit den Capverdischen oder Kanarischen Inseln oder einigen dieser Gruppe und natürlich war die „goldene Frucht“ des heiligen Baumes, der so eifersüchtig bewacht wurde, nichts anderes als eine Orange. Nun, dies sollte der Leser sich gut einprägen: gemäß der klassischen heidnischen Geschichte gab es keine Schlange im Garten der Wonne auf den „gesegneten Inseln,“ welche die Menschheit verleitete, ihre Pflicht gegenüber ihrem großen Wohltäter durch das Essen vom heiligen Baum zu verletzen, den er sich vorbehalten hatte zum Test ihrer Treue. Nein, im Gegenteil, es war die Schlange, das Symbol des Teufels, das Prinzip des Bösen, der Feind des Menschen, die sie hinderte, von der kostbaren Frucht, die streng bewacht war, zu essen, bei der nicht einmal das Berühren erlaubt war. Herkules, eine Form des heidnischen Messias – nicht der ursprüngliche, sondern der griechische Herkules – bemitleidete das Unglück der Menschen, erschlug oder bezwang die Schlange, die neidisch ist und der Menschheit deswegen den Gebrauch dessen missgönnte, was so notwendig war, um sie vollkommen glücklich und weise zu machen und verlieh das, was andererseits hoffnungslos unerreichbar war. Hier tauschten Gott und Teufel ihre Plätze. JHWH, der den Menschen das Essen vom Baum der Erkenntnis verbot, wird durch eine Schlange dargestellt, als kleinlich und bösartig, während jener, der die Menschen von Jehovas Joch befreite und ihnen von der Frucht des verbotenen Baumes gab – mit anderen Worten Satan unter dem Namen Herkules – wird als der gnädige Befreier der menschlichen Rasse gefeiert. Was für ein Geheimnis der Abtrünnigkeit sich hier findet! Nun, all dies ist eingewickelt in der heiligen Orange von Ostern.

Der Ursprung des Ostereies ist heidnisch. Als Quelle des Lebens erscheint das Ei bei vielen Völkern im Fruchtbarkeitskult und Heilzauber ebenso im Totenritual als Grabbeigabe und als Opfer. Funde (2 mit Streifen und Tupfen bemalte Gänseeier) in einem ausgegrabenen Grab aus der ersten Hälfte des 4. Jhd. n. Chr. bei Worms haben gezeigt, dass das Bemalen von Eiern eine sehr alte Sitte ist. Neben der indischen Lehre vom Weltei gibt es auch die Vorstellung vom Ei als Zeichen des Lebens bei den Ägyptern. Auch der Glaube an die Geburt göttlicher Wesen aus dem Ei war verbreitet. So wurde in der christlichen Ikonographie das Ei ein Auferstehungssymbol, wodurch die bei heidnischen Frühlingsfesten verwendeten Eier eine Sinndeutung erhielten (Ostereier). Eierbräuche und Eierspiele sind vielfach bekannt. Anlass dazu gaben die seit dem 12. Jhd. nachweisbaren Lieferungen von Eiern als Naturalabgaben (Zinseier) an den Grundherrn. Das Ei, dessen Genus in der strengen mittelalterlichen Fastenordnung verboten war, gewann durch die österliche Weihe besondere Kräfte. Durch die mittelalterliche Eier- und Speisenweihe, das Zinsei (siehe oben) und die Eierspende zu Ostern wurde der Brauch des Eierfärbens angeregt und gefördert. Für Deutschland sind gefärbte Eier erstmals im frühen 13. Jhd., und zwar von Freidank in seiner „Bescheidenheit”, literarisch festgehalten. Die Bezeichnung „Osterei” erscheint erstmals 1615 in Strassburg.

Tatsächlich war das Ei schon im babylonischen Götzendienst ein Symbol für die Göttin Astarte (= Ostera).

Eier sollen schon bei den Frühlingsfesten im alten Ägypten, Persien, Griechenland und Rom gefärbt und gegessen worden sein (Celebrations).

Eier werden auch ausgeblasen, bemalt und zum Schmuck der Häuser verwendet. Diese Eier wurden das ganze Jahr über aufbewahrt, um das Haus und den Besitz vor Unheil zu schützen. Das Hochwerfen und Auffangen eines rohen Eies, ohne das es beschädigt wird, bringt nach dem Volksglauben großes Glück für das kommende Jahr.

Auch der Hase als Begleitung einer Göttin ist schon lange bekannt:

Der Hase war die Begleitung der germanischen Göttin Ostara (Funk & Wagnalls Standard Dictionary of Folklore, Mythology and Legend).

Der Hase als Begleiter der Ostara ist eindeutig ein Symbol heidnischen Ursprungs. In den Evangelien gibt es auf einen Hasen natürlich keinerlei Hinweis. Als christliches Auferstehungssymbol im Zusammenhang mit dem Osterfest findet sich der Hase frühestens seit dem 4. Jahrhundert. Die Germanen kannten es schon viel früher, und sie machten den „sich zur Sonne reckenden” männchen-machenden Hasen zum Frühlingssymbol.

Ferner ist der Hase weltweit als Emblem des Mondes (Meister Lampe) aufzufassen. Im Sanskrit bedeutet das Wort für Mond „Hasenträger”. Die Inder und auch die Japaner glauben in den Schatten des Mondes einen Hasen bzw. ein Kaninchen erkennen zu können. Demnach würde der „Osterhase“ schlicht den Ostermond, den österlichen Vollmond bedeuten. Das „Osterei“ stünde entsprechend für die Erde, das „Weltenei” zur Osterzeit, bunt gefärbt wird es zum Sinnbild der Lebenserneuerung, der aus dem weißen Winter neuerstehenden Natur.

Der Glaube, der Hase bringe die Ostereier, ist erst relativ spät in Deutschland niedergeschrieben worden und scheint auch dort entstanden zu sein. In einem Grab in Worms wurde ein Ei gefunden, welches mit schwarzen und roten Streifen bemalt war und wahrscheinlich eine ähnliche Aufgabe erfüllen sollte, wie die Äpfel, die oft als Grabbeigaben gefunden wurden. In Deutschland wurden die Eier früher in Dornbüschen und Hecken versteckt, sodass die suchenden Kinder entweder Tapferkeit oder Einfallsreichtum an den Tag legen mussten, um sie zu erlangen. Die Dornen symbolisieren hier den Dorn des Erwachens im Gegensatz zum dunklen Dorn des Schlafes. Das Suchen von Eiern ist in Deutschland, Amerika, Dänemark, Jugoslawien, der Schweiz und in Teilen von Frankreich üblich.

Der Osterhase als österlicher Eierbringer ist zunächst nur am Oberrhein, im Elsass und in der Pfalz bekannt. Der früheste Beleg findet sich in dem Werk „Satyrae medicae” (1678) des Heidelberger Medizinprofessors Georg Franck von Franckenau ( 1643 – 1704). Noch Anfang des 19. Jhd. war der Osterhase in vielen Teilen Deutschland unbekannt. Unter dem Einfluss von illustrierten Osterhasenbüchern sowie der Süßwaren- und Spielzeugindustrie ist er volkstümlich geworden. Die Herkunft des Osterhasen wird verschieden gedeutet. Häufig ist die Annahme, dass er als missverstandenes Gebild-Brot eines Osterlammes zu interpretieren sei. Vielleicht ist er als österliche Zinsabgabe an den Grundherrn mit den Ostereiern in Verbindung gebracht worden.

Zu Ostara feiert man die Fruchtbarkeit und das endgültige Ende des Winters, den man nun langsam satt hat. Gleichzeitig wurden die Felder vorbereitet. Dies geschah in einem Segnungsritual, der Feldweihe. Traditionell wurden Osterfeuer auf allen Hügelkuppen im Land entzündet. Alle Äcker, von denen aus das Osterfeuer gesehen werden konnte, sollten dadurch von den Göttern beschützt und gesegnet werden. Die Asche des Osterfeuers wurde auf die Felder gestreut, um diese fruchtbarer zu machen.

Ein Sonnenrad aus Holz (Wagenrad), mit Stroh und grünen Zweigen umwickelt, wurde gebaut, am Osterfeuer entzündet und brennend von Hügelkuppen zu Tal gerollt. Es kündete den Sieg der Sonne über den Winter an und sollte symbolisch die Kraft und die Wärme der Sonne auf die Erde bringen. Heute ist es wahrscheinlich angebrachter, Fackeln an dem brennenden Sonnenrad zu entzünden und diese in einem Zug umherzutragen.

Die Feldweihe wird vielerorts auch heute noch durchgeführt. Dazu werden die Felder vom Bauern abgeschritten und an jeder Ecke des Feldes heilige Kräuter, meist Pfefferminze, Schlüsselblume und Äste des Weidenbaumes, zusammen mit einer Kerze in den Boden gesteckt. Während des Rituals bittet man um eine reichhaltige Ernte und um Schutz für die Felder.

Zum Osterfest geschöpften Wassers (Osterwasser) sagt man eine reinigende, heilende und weihende Wirkung nach. Das Wasser steht ebenfalls als Sinnbild für das neue Leben. In Schottland werden noch heute die Quellen und Brunnen festlich geschmückt und rituell einer Weihe unterzogen. Von den heidnischen Gottheiten wurden früher die fruchtspendende Vanin Freyja und der Ase Thor als der Sohn der Erde besonders gefeiert.

Orientalische Mysterienkulte für Fruchtbarkeits- und Vegetationsgötter bzw. -göttinnen sahen das Fasten im Rhythmus der durch das Naturgeschehen vorgegebenen Jahreszeiten vor. Solche Mysterienkulte waren zum Beispiel der (phönikische) Adonis-, der (phrygische) Attis-, der (phrygische) Kybele-, der (kanaanäische) Astarte-, der (babylonisch- assyrische) Ischtar- und Asthorethkult. Die Heiden, die den (babylonischen) Tammuzkult praktizierten, betrachteten die Fastenzeit als unentbehrliche Vorbereitung auf das große jährliche Fest, das in Erinnerung an den Tod und die Auferstehung des „Tammuz” gefeiert wurde.

„Es sollte bekannt sein,” sagte Cassianus, der Mönch von Marsailles, der im fünften Jahrhundert schrieb und die ursprüngliche Kirche mit der Kirche seiner Tage verglich, „dass der Brauch der vierzig [Fasten-] Tage nicht existierte, so lange die Vollkommenheit der Ursprungskirche nicht verletzt war.” Wann entstand dann dieser Brauch? Das vierzigtägige Fasten wurde direkt von den Verehrern der babylonischen Göttin geborgt. Solch eine Fastenzeit von vierzig Tagen „im Frühling” wird immer noch von den Jeziden oder heidnischen Feuer-Anbetern Kurdistans beobachtet, die es von ihren frühen Meistern, den Babyloniern, gelernt haben.

So eine Fastenzeit von vierzig Tagen wurde im Frühling von den Heiden Mexikos beobachtet, so können wir es in Humbolds Bericht über die Beobachtungen in Mexiko lesen:

Drei Tage nach der Frühlings-tag-und-Nacht-gleiche begann ein feierliches Fasten von vierzig Tagen zur Ehre der Sonne.

So eine vierzigtägige Fastenzeit wurde auch in Ägypten abgehalten, wie ein Blick in Wilkinsons Egyptian Antiquities zeigt. Dieses vierzigtägige Fasten in Ägypten, so informiert uns Landseer in seinem Sabean Researches, wurde eigens zum Gedenken an Adonis oder Osiris, dem großen Mittlergott, abgehalten. Gleichzeitig scheint dem Raub der Proserpine gedacht worden zu sein und zwar in derselben Art. Julius Firmicus teilt uns mit, dass das „Klagen über Proserpine vierzig Nächte” dauerte. Und von Arnobius lernen wir, das Fasten, „Castus” oder „heiliges” Fasten genannt, welches die Heiden abhielten, wurde von den Christen seiner Tage in erster Linie für eine Imitation des langen Fastens der Ceres gehalten, als sie sich wegen ihrer „übermäßigen Sorgen“ viele Tage entschieden weigerte, etwas zu essen. Das war auf den Bericht über den Verlust ihrer Tochter hin, die von Pluto, dem Gott der Hölle, entführt wurde. So wie die Geschichte von Bacchus, oder Adonis, und Proserpine, obgleich grundverschieden, vereint und ineinander gepasst wurden, so dass Bacchus Liber und seine Frau Ariadne Libea genannt wird (welches einer der Namen Proserpines ist), ist es höchst wahrscheinlich, dass sich die vierzig Tage Fastenzeit in späterer Zeit auf beide bezogen. Unter den Heiden scheint diese Fastenzeit eine unerlässliche Vorbereitung auf das große jährliche Fest des Gedenkens an den Tod und die Auferstehung des Tammuz zu sein, welches durch abwechselndes Weinen und Jauchzen gefeiert wurde, und das in vielen Ländern erheblich später als das christliche Fest begangen wurde, z.B. in Palästina und Assyrien im Juni, im „Monat des Tammuz,“ in Ägypten Mitte Mai und in Britannien im April. Um die Heiden mit dem nominellen Christentum auszusöhnen, ergriff Rom Maßnahmen, seine gewohnte Taktik anwendend, um die christlichen und heidnischen Feste zu verschmelzen und durch eine komplizierte aber geschickte Anpassung des Kalenders war es im Allgemeinen nicht mehr schwierig, dass sich in diesen und anderen Angelegenheiten Christen und Heiden die Hand reichten – so tief war die Christenheit in Götzendienst versunken. Das Werkzeug zur Ausführung dieser Verschmelzung war der Abt Dionysius der Kleine, dem wir auch, wie moderne Zeitforscher herausfanden, zu verdanken haben, dass das Datum der christlichen Ära, oder der Geburt Christi selbst, um vier Jahre vom wirklichen Zeitpunkt verschoben wurde. Ob dies aus Ignoranz oder Absicht geschah, mag Gegenstand von Spekulationen sein, aber es scheint keinen Zweifel an der Tatsache zu geben, dass die Geburt Jesu um volle vier Jahre später als in Wirklichkeit angesetzt wurde. Diese Änderung im Kalender in Bezug auf Ostern zog bedeutende Konsequenzen nach sich. Es trug schlimme Korruption und krassesten Aberglauben in Verbindung mit der Enthaltung in der Fastenzeit in die Kirche. Las irgend jemanden die Scheußlichkeiten lesen, denen während des „heiligen Fastens“ oder der heidnischen Fastenzeit gedacht wurde, wie sie von Arnobius und Clemens Alexandrinus beschrieben wurden, und er muss sicherlich vor Scham erröten über das Christentum derer, die im vollen Wissen dieser Abscheulichkeiten „nach Ägypten gingen, um zu helfen,“ die träge Frömmigkeit der degenerierten Kirche zu beleben und die keinen hervorragenderen Weg zur „Wiederbelebung” fanden, als aus einer solch verschmutzten Quelle zu schöpfen. Die Absurditäten und Abscheulichkeiten in Verbindung mit den frühen christlichen Schreibern erregt nur Verachtung. Jene Christen sollten immer daran denken, die Einführung der heidnischen Enthaltsamkeit in der Fastenzeit war ein Zeichen des Bösen, es zeigt, wie tief sie gesunken waren und das ist auch eine üble Sache. Es führt unweigerlich in tiefe Degeneration. Ursprünglich war – sogar in Rom – die Fastenzeit mit der vorausgehenden lärmenden Festlichkeit des Karnevals völlig unbekannt. Und selbst wenn Fasten vor dem christlichen Abendmahl für notwendig erachtet wurde, kam (in dieser Beziehung) eine Anpassung nur in langsamen Schritten zustande. Mag auch die Fastenperiode in der römischen Kirche vor dem Konzil zu Nizzäa nicht klar erscheinen, so haben wir Beweise, dass es eine beträchtliche Zeitlang nach dem Konzil drei Wochen nicht überschritt. [Gieseler sagt über die Ostkirche im zweiten Jahrhundert in bezug auf das Feiern des Abendmahls:

Dabei (beim Abendmahl zur Erinnerung an den Tod Christi) essen sie (die Ost-Christen) ungesäuertes Brot, wahrscheinlich wie die Juden, acht Tage hindurch. Es gibt keine Spur einer Feier zur Auferstehung unter ihnen, dies wurde jeden Sonntag gehalten.

In Bezug auf die West-Kirche in einer etwas späteren Zeit – in den Tagen Konstantins – scheinen in Verbindung mit dem christlichen Abendmahl fünfzehn Tage in religiösen Übungen beobachtet worden zu sein, wie das folgende Zitat von Bingham zeigt, das mir freundlicherweise ein Freund zukommen ließ, obgleich die Periode des Fastens nicht erwähnt wird. Bingham sagt: „Die Feierlichkeit des Abendmahls sind die Woche vor und die Woche nach dem Oster-Sonntag, eine Woche des Kreuzes und eine Woche der Auferstehung. Die antike Äußerung der Passion und Auferstehung [zeigt sich] als eine fünfzehn Tage dauernde Festlichkeit. Fünfzehn Tage waren gesetzlich gefordert im Kaiserreich und der universellen Kirche befohlen. Scaliger erwähnt ein Gesetz Konstantins, das zwei Wochen für Ostern fordert und Urlaub für alle gesetzlichen Prozesse.”]

Die Worte des Sokrates, aufgezeichnet in seinem eigenen Werk um 450 n.Chr., sind diese:

Jene, welche die fürstliche Stadt Rom bewohnen, fasten drei Wochen vor Ostern zusammen, außer am Samstag und am Tag des Herrn.

Aber letztendlich, als sich die Anbetung der Astarte auf dem steigenden Ast befand und die ganze chaldäische Fastenzeit von sechs Wochen oder vierzig Tagen beobachtet wurde, erachtete man es für alle im römischen Reich Ansässigen für notwendig. Der Weg dazu wurde geebnet durch das Konzil von Aurelia im Jahre 519, zur Zeit von Hormisdas, Bischof von Rom, das entschied, die Fastenzeit solle feierlich vor Ostern abgehalten werden. Es war ohne Zweifel im Hinblick auf die Ausführung dieses Entscheides, dass der Kalender ein paar Tage später von Dionysius angepasst wurde. Dieser Entscheid kann nicht auf einmal ausgeführt worden sein. Zum Ende des sechsten Jahrhunderts wurde der erste entscheidende Versuch gemacht, den Gebrauch des neuen Kalenders durchzusetzen. Der erste Versuch wurde in Britannien unternommen und dort traf er auf heftigen Widerstand. Der Unterschied in Punkto Zeit zwischen dem christlichen Abendmahl, wie es in Britannien von den einheimischen Christen gefeiert wurde und dem von Rom diktierten heidnischen Ostern betrug zur Zeit seiner Einführung einen ganzen Monat, und es gelang letztendlich nur durch Gewalt und Blutvergießen, dass das Fest der angelsächsischen oder chaldäischen Göttin jenes verdrängte, das Christus zu Ehren abgehalten wurde. [Cummianus, zitiert von Erzbischof Ussher, Sylloge, S. 34. Jene, die über das Feiern von Weihnachten und Ostern aufgebracht waren und die von Herzen allen päpstlichen und heidnischen Götzendienst gleicherweise verabscheuen, mögen sich vielleicht fühlen, als wenn manches in den Offenbarungen darüber „ungünstig” in Bezug auf den Ursprung dieser Feste war. Aber eine kurze Überlegung wird vollauf genügen, ein solches Gefühl zu verbannen. Sie werden sehen, dass wenn meine Ausführungen wahr sind, es nutzlos ist, dies zu ignorieren. Ein paar der Tatsachen auf diesen Seiten sind den untreuen und unanständigen Schreibern gut bekannt, sowohl denen in England als auch denen auf dem Kontinent, und sie gebrauchen es, um den Glauben der Jungen und Unerfahrenen in Bezug auf die wesentlichen Merkmale des christlichen Glaubens zu untergraben. Sicherlich muss sich letztendlich die Wahrheit in ihrem eigenen natürlichen Licht zeigen, obgleich sie sogar der vorgefassten Meinung ziemlich entgegentreten mag, besonders wenn diese Wahrheit, richtig betrachtet, sehr dazu neigt, sofort die aufstrebende Jugend gegen die Verführung des Papsttums zu stärken und sie in dem Glauben zu bekräftigen, der einst von den Heiligen überliefert wurde. Wenn ein Heide nicht sagen kann: „Ich liebe Sokrates und ich liebe Plato, aber ich liebe die Wahrheit noch mehr,“ wird eine echte christliche Gesinnung nicht weniger Großmut zeigen. Ist es nicht viel, sogar unter dem Gesichtspunkt der Zeit, was eine ernste Untersuchung veranlassen sollte, wenn die Gelegenheit noch nicht genutzt wurde, nämlich Anstrengungen, und zwar emsige Anstren- gungen, unter denen der Staat im Süden gerei- nigt werden sollte von solchem Brauchtum und von allem anderen, was aus Babylons goldenem Becher eingeflossen ist? Es gibt Männer mit edler Gesinnung in der Kirche von Cranmar, Latimer und Ridley, die unseren Herrn Jesus Christus aufrichtig lieben, die die Kraft seines Blutes verspürten und die Wohltat des Heiligen Geistes kennen. Lasst sie in ihrer Kammer und auf ihren Knien die Frage stellen, bei ihrem Gott und ihrem Gewissen, falls sie nicht mit echtem Ernst handeln sollten und sich mit all ihrer Kraft bemühen, bis solch ein Ergebnis erreicht wird. Dann würde die Kirche Englands in der Tat das große Bollwerk der Reformation sein – dann würde sie in der ganzen Christenheit erscheinen „schön wie der Vollmond, lauter wie die Sonnenglut, ehrfurchtgebietend wie um Banner versammelte Scharen.“ Wenn nichts dergleichen getan wird, um die Seuche, die sich in ihr ausbreitet, zu stoppen, muss das Ergebnis katastrophal sein, nicht nur für sie selbst, sondern auch für das ganze Reich.]

Der Ursprung eines anderen Osterbrauchs wird von der Encyclopedia of Religion (in der Ausgabe von 1987) enthüllt:

Ebenfalls ist unter Europäern und Amerikanern zu Ostern Schinken beliebt, da das Schwein als ein Glückssymbol in der vorchristlichen europäischen Kultur galt.

Vorchristliche Auferstehungsfeiern

Zahlreiche Osterbräuche gehen auf vorchristliche Frühlingsfestbräuche zurück, die später mit christlicher Sinngebung belegt wurden; z. B. Gebäcke und Gebild-Brote in Form des Osterlammes (Passahlammes), Osterfeuer etc.

Dies ist also die Geschichte von Ostern. Die gewöhnliche Beobachtung dieses Festes findet immer noch zu seiner Zeit statt, was das Zeugnis der Geschichte bekräftigt, dass es den babylonischen Charakter in sich trägt. Die heißen Kreuzküchlein am Karfreitag und die gefärbten Eier am Ostersonntag sind in den chaldäischen Riten genauso dargestellt wie heute. Die „Buns,“ süße Brötchen, auch unter diesem Namen bekannt, wurden zur Anbetung der Himmelskönigin verwendet, der Göttin Ostera, schon zu Zeiten des Cecrop, des Gründers der Stadt Athen – das war 1500 Jahre vor der christlichen Ära. „Eine Art heiliges Brot,“ sagt Byrand, „das den Göttern dargebracht wurde, war echt antik und wurde Baun genannt.“ Diogenes beschreibt in seiner Erörterung der Opferhandlung der Empedocles die Hauptzutaten, aus denen es gemacht wird, wenn er sagt:

Er opferte einen dieser Baun genannten heiligen Kuchen, die aus Feinmehl und Honig gemacht sind.

Der Prophet Jeremia spricht diese Art des Opferns an, wenn er sagt:

Jeremia 7, 18
Die Söhne lesen Holzstücke auf, und die Väter zünden das Feuer an, und die Frauen kneten Mehlteig, um Opferkuchen für die ‘Himmelskönigin’ zu machen.

[Es wird hier von dem Propheten dasselbe Wort gebraucht, von dem „bun“ scheinbar abgeleitet ist. Das hebräische Wort wird mit der Interpunktion Khavan ausgesprochen, das im Griechischen manchmal zu Kapan-os wurde und manchmal zu Khabon. Das erstere zeigt, wie Khvan, als eine Silbe ausgesprochen, zum Lateinischen panis, „Brot“ wurde und das zweite wurde in gleicher Weise aus Khvon zu Bon oder Bun.]

Schon lange vor dem Christentum gab es Frühjahrsfeste, welche die Auferstehung einer verstorbenen Gottheit feierten. Eine der wichtigsten Feiern waren jene zu Ehren von Tammus, dem babylonischen

Gott der Weiden und der Herden … und der Vegetation. Er war der Gatte und Bruder von Ischtar (Aschera), der Göttin der Fruchtbarkeit. Babylonische Epen bewahren die Geschichte des jährlichen Sterbens von Tammus im Herbst, wenn die Vegetation verwelkt, seinen Aufbruch in die Unterwelt, seine Wiederbringung durch die trauernde Ischtar und seine Rückkehr im Frühling zur befruchteten Oberwelt (Harper’s Bible Dictionary, 1961, Abschnitt „Tammus“).

Die Babylonier lehrten, dass Tammus durch den Schmerz und das Weinen von Ischtar im Frühling mystisch wiederbelebt wurde. Diese ist identisch mit der heidnischen Göttin Astarte, auf die sich auch die Schrift bezieht (Richter 2, 13; 10, 6; 1. Könige 11, 5). Dieser alte Brauch der Trauer für die Rückkehr eines toten Gottes wird in Hesekiel 8, Vers 14 erwähnt, wo wir lesen, dass Frauen “den Tammus beweinten”. Seine vermutliche Auferstehung markierte das Ende des Winters und den Anfang des Frühlings mit seinem neuen Leben und Pflanzenwuchs.

Ischtar, die Frau von Tammus, wurde auch als „Himmelskönigin“ verehrt (Harper’s Bible Dictionary, 1961, Abschnitt „Aschera“). Die Bibel zeigt, dass Götzendienst und Sonnenanbetung im Zusammenhang mit Ischtar und Tammus so weit verbreitet waren, dass diese Bräuche von Menschen praktiziert wurden, die einst den wahren GOTT kannten, jedoch falschen Arten der Anbetung verfielen (Hesekiel 8,12-18; Jeremia 7,18; 44,17-23).

In anderen Gegenden wurde Tammus unter dem Namen Adonis in einer jährlichen Feier verehrt, die

seinen Tod beweinte und sich bei seiner Auferstehung freute. Der Kult nahm seinen Weg in die Bräuche christlicher Landarbeiter, die über den verlorenen Adonis weinten und an ausschweifenden Festlichkeiten teilnahmen (Harper’s Bible Dictionary, 1961, Abschnitt „Tammus“).

Im Zuge der heidnisch-assyrischen Überfremdung im 7. Jhd. fand der Tammuzkult sogar im Tempel zu Jerusalem Eingang: Hes. 8,14 (Tammuzklage, vielleicht auch in Jer. 22,18; 34,5; Sach. 12,11; in Jer. 7,18 und 44,19: babylonisch „Kamanu”, im Tammuzkult verwendeter Ölkuchen?). Tammuz stellte in der babylonischen Mythologie unter anderem die „absterbende” und „wieder auflebende” Sonne dar. Alljährlich wurde zur Zeit der Sommerhitze sein Sterben beklagt (Hes. 8,14), und der neue Pflanzenwuchs im Frühjahr wurde als seine Auferstehung gefeiert.

Die Bedeutung des Namens “Astarte”

Wir haben klare Beweise dafür, dass Semiramis unter dem Namen Astarte nicht nur als eine Verkörperung des Geistes Gottes verehrt wurde, sondern als Mutter der Menschheit. Es gibt keinen Zweifel, dass die „syrische Göttin“ Astarte war (layard’s Nineveh and its Remains). Nun, die assyrische Göttin oder Astarte wird von Athenagoras (Legatio) und von Lucian (De Dea Syria) mit Semiramis identifiziert. Diese Zeugnisse in Bezug auf Astarte oder der syrischen Göttin als in einer Hinsicht Semiramis darstellend, sind ziemlich entscheidend. 1. Der Name Astarte, den man ihr gab, bezieht sich auf sie als Rhea oder Cybele, der Turm-tragenden Göttin, der ersten, wie Ovid sagt, die „Türme in Städten errichtete,“ denn wir finden bei Layard auf den eben zitierten Seiten, dass in dem syrischen Tempel von Hierapolis, „sie [Dea Syria oder Astarte] dargestellt wurde, wie sie auf einem Löwen steht und mit Türmen bekrönt ist.“ Nun, kein Name konnte die Eigenschaft Semiramis‘ als Königin von Babylon genauer bezeichnen, denn der Name „Asht-tart,“ bedeutet einfach „Die Frau, die Türme baut.“ Es wird allenthalben zugegeben, dass die letzte Silbe „tart“ von dem hebräischen Verb „tr“ kommt. Man ging immer davon aus, dass „tr“ lediglich „rundherum gehen“ bedeutet. Aber wir haben Beweise, dass das Substantiv, das sich davon ableitet, ebenfalls „ihn umrunden,“ „umgeben“ oder „umfassen“ bedeutet In maskuliner Form finden wir „Tor“ für „ein Einfassung oder Reihe von Juwelen um den Kopf“ (siehe Parkhurst und Gesenius). Und in der femininen Form, wie bei Hesychius (Lexicon, S. 925), ist die Bedeutung noch entscheidender zum Ausdruck gebracht: Tupis d peribolos tou teicous. Turis ist die griechische Form von Turit, das t an Schluss wird gemäß der griechischen Sprache zu s. Ash-turit, das selbstverständlich dasselbe ist wie das hebräische „Ashtoreth,“ ist einfach „Die Frau, die die umfassende Mauer machte.“ Wenn man beachtet, wie allgemein die Herrlichkeit jener Arbeit, in Bezug auf Babylon, der Semiramis zugeschrieben wurde, nicht nur von Ovid {Opera Metam.), sondern auch von Justinus, Dionysius, Afer und anderen, war sicherlich beides, der Name und die Mauerkrone auf dem Haupt jener Göttin, sehr passend. In Bestätigung dieser Interpretation der Bedeutung des Namens Astarte möchte ich ein Beiwort einfügen, angewandt auf die griechische Diana, die zu Ephesus eine turmförmige Krone auf ihrem Haupte trug und die als Semiramis identifiziert wurde, welches nicht wenig beeindruckend ist. Es ist enthalten in den folgenden Auszug von Livius: „Als die Neuigkeit der Schlacht [nahe Pydna] Amphipolis erreichte, liefen die Matronen zusammen zum Tempel der Diana, wo sie sich anschickten, von Tauropolos Hilfe zu erflehen.“ Tauropolos, von Tor, „ein Turm“ oder „umgebende Befestigung“ und Pol, „machen,“ bedeutet einfach „Turmbauer“ oder „Macher von umgebenden Befestigungen“ und sie würden sich ihr als Göttin der Befestigung natürlich zuwenden, wenn sie einen Angriff auf ihre Stadt befürchteten.

Semiramis, vergöttert als Astarte, stieg zu höchsten Ehren empor und ihre Verwandlung in eine Taube war, wie bereits gezeigt (S. 92), deutlich beabsichtigt, als der Unterschied des Geschlechts gotteslästerlich auf die Gottheit bezogen wurde, um sie unter dem Namen Mutter der Götter mit dem göttlichen Geist zu identifizieren, ohne dessen Beteiligung niemand als Kind Gottes geboren werden kann und dessen Emblem, in der symbolischen Sprache der Schrift, die Taube war, so wie das des Messias das Lamm ist. Seit der Geist Gottes die Quelle aller Weisheit ist, der natürlichen wie der spirituellen, der Kunst und Erfindung und jeder Art Geschick (Exodus 31:3 und 35:31), wurde die Mutter der Götter, in welcher sich der Geist angeblich verkörperte, als Urheber mancher nützlicher Kunst und Wissenschaft gefeiert (Diodorus Siculus). Deswegen ist auch die Eigenschaft, die der griechischen Minerva zugeschrieben wird, deren Name Athena ist, wie wir berechtigter Weise annehmen, nur ein Synonym für Beltis, der gut bekannte Name der assyrischen Göttin. Athena, die Minerva der Athener, ist allgemein als „Göttin der Weisheit“ bekannt, die Urheberin der Kunst und Wissenschaft. 2. Der Name Astarte bezeichnet auch die „Betreiberin von Untersuchungen“ und in dieser Hinsicht war sie geeignet für Cybele oder Semiramis, die von einer Taube dargestellt wurde. Dass dies eine der Bedeutungen des Namens Astarte ist, mag durch einen Vergleich mit dem verwandten Namen Asterie und Astræa (in griechisch Astraia) ersichtlich werden, welches entsteht, wenn der letztere Teil des zusammengesetzten Wortes maskulin statt feminin gebraucht wird, das zu Teri oder Tri wird (das letztere wird Trai oder Trse ausgesprochen), was denselben Sinn hat wie Tart. Nun, Asterie war die Frau Perseus‘, des Assyrers (Herodot, Bd. 6 S. 400), der Gründer der Mysterien (Bryant). Als Asterie wurde sie ferner als Tochter Bels dargestellt, dies deutet auf eine Position gleich der Semiramis hin. Astræa wiederum war die Göttin der Justiz, die mit der himmlischen Jungfrau Themis identifiziert wird, der Name Themis bedeutet „die Vollkommene,“ die Orakel gab (Ovid, Metam.) und die, welche vor der Flut auf der lebte und sie vor der Katastrophe im Stich ließ. Themis und Astræa sind manchmal verschieden und manchmal identisch, aber beide haben dieselbe Eigenschaft als Göttin der Justiz (siehe Gradus ad Pamassum, Stichwort „Justitia“). Die Erklärung dieser Diskrepanz besteht eindeutig darin, dass der Geist manchmal verkörpert erschien und manchmal nicht. Als Verkörperung ist Astræa die Tochter von Themis. Welcher Name könnte besser zur Eigenschaft der Göttin der Justiz passen, als Ash-trai-a, „Die Untersucherin,“ und welcher Name konnte passender eine der Eigenschaften des göttlichen Geistes vorschatten, der „alle Dinge erforscht, selbst die tiefen Dinge Gottes“? Wenn Astræa oder Themis „Fatidica Themis,“ „Themis die prophetische,“ war, ist dies eine andere Eigenschaft des Geistes, denn woher kann ein wahres Orakel oder prophetische Inspiration kommen, außer vom inspirierenden Geist Gottes? Was kann letztendlich genauer der göttlichen Feststellung in der Genesis entsprechen in Bezug auf den Geist Gottes, als die Feststellung Ovids, dass Astræa die letzte der Himmlischen war, die auf der Erde verweilten und dass ihr Verlassen das Signal für das Herabfallen der Sintflut war? Die Ankündigung der bevorstehenden Flut wird in der Schrift mit folgenden Worten eingeleitet: (1. Mose 6:3) „Danach sprach JHWH: Mein Geist soll nicht auf unabsehbare Zeit dem Menschen gegenüber walten, da er Fleisch ist. Somit sollen sich seine Tage auf hundertzwanzig Jahre belaufen.“ All diese 120 Jahre eiferte der Geist, als sie zuende gingen, eiferte der Geist nicht länger, verließ die Erde und überließ sie ihrem Schicksal. Aber obwohl der Geist die Erde verließ, verließ er nicht die Familie des gerechten Noah. Er ging mit dem Patriarchen in die Arche und als der Patriarch aus seiner langen Gefangenschaft herauskam, kam er mit ihm heraus. Deshalb haben die Heiden ein historisches Fundament für ihren Mythos der Taube, die auf dem Symbol der Arche auf den babylonischen Wassern rastete und die syrische Göttin oder Astarte – dieselbe wie Astræa – kommt von daher. Semiramis, die wie Astarte als Taube verehrt wurde, wurde als Verkörperung des Geistes Gottes angesehen. 3. So wie Baal, der Herr des Himmels, die Sonne als sichtbares Emblem hatte, so musste sie, wie Beltis, die Himmelskönigin, auch eins haben – den Mond, der in anderem Sinne Asht-tart-e war, „Der Macher des Rundganges,“ denn es gibt keinen Zweifel, dass Tart allgemein „rundherum gehen“ bedeutet. Aber, 4. musste das ganze System zusammengesetzt werden. Da die Mutter der Götter gleichzeitig die Mutter der Menschheit war, musste Semiramis, oder Astarte, mit Eva identisch sein und der Name Rhea, der ihr gemäß Paschal Chronicle gegeben wurde, beweist ausreichend ihre Identifikation mit Eva. Der Name Astarte, wie er der gemeinsamen Mutter der menschlichen Rasse gegeben wurde, ist besonders angemessen, denn da sie die Idaia mater ist, „die Mutter der Erkenntnis,“ erhebt sich die Frage, „woher hat sie die Erkenntnis?“ Die Antwort darauf kann nur lauten: „Durch ihre fatale Untersuchung.“ Sie unternahm ein gewaltiges Experiment, als sie es entgegen des göttlichen Gebotes und ungeachtet der drohenden Strafe wagte, nach der verbotenen Erkenntnis zu „suchen,“ die ihr Erschaffer in seiner Güte vor behütete. Deswegen übernahm sie die Führung auf der unglücklichen Bahn von der die Schrift sagt, „dass Gott den Menschen rechtschaffen gemacht hat, sie aber haben viele Pläne ausgesucht“ (Prediger 7:29). Nun, Semiramis, vergöttert als Taube, war Astarte in der huldvollsten und gnädigsten Form. Lucius Ampelius (Libra ad Macrinum apud Bryant) nennt sie “ Deam benignam et misericordem hominibus ad vitam bonam,“ „Die Göttin gnädig und barmherzig zu den Menschen“ (die sie ) „zu einem guten und glücklichen Leben“ bringt. In Bezug auf ihre Gnade wurden nachweislich ihr beide Titel, Aphrodite und Mylitta, beigegeben. Den ersten habe ich anderswo als „Grimm-Beschwichtiger“ erklärt und der zweite stimmt damit genau überein. Mylitta, oder in griechisch Mulitta, bezeichnet „die Mediatrix.“ Das hebräische Melitz, welches in chaldäisch zu Melitt wird, wird in Hiob 33, 23 im Sinne von Vermittler gebraucht, „der Bote, der Wort- führer“ (Melitz), der ihm (dem Menschen) „Gunst (erweist) und spricht ‚erlass es ihm, in die Grube hinabzufahren! Ich habe ein Lösegeld gefunden!“ ist wirklich „der Bote, der Mittler.“ Parkhurst verwendet dieses Wort in diesem Sinne und leitet es von „Mitz,“ „süß“ ab. Nun, die feminine Form von Melitz ist Melitza, von dem Melissa kommt, eine „Biene“ (der Süßer oder Hersteller von Süßigkeit) und Melissa, ein allgemeiner Name für die Priesterin der Cybele, und wo wir in Bezug auf Cybele geschlussfolgert haben, auch der Astarte oder Himmelskönigin selbst, denn, nachdem Porphyry feststellte, dass „die Alten die Priesterin der Demeter Melissæ nannten,“ fügt er hinzu, dass sie auch „den Mond Melissa nannten“ (De antro Nympharum). Wir haben ferner Beweise, die so weit gehen, diesen Titel als Titel der Semiramis zu bestätigen. Melissa oder Melitta (Apollodorus) – denn der Name wurde in zwei weisen verwendet – sagt man nach, sie sei die Mutter des Phoroneus gewesen, der erste, der geherrscht hat, in dessen Tagen die Zerstreuung der Menschheit stattfand, Abteilungen seien mit ihm gegangen, während davor alle in Harmonie lebten und ein Sprache sprachen (Hyginus, Fab. 143, S. 114). Dies trifft auf niemand anderes zu als Nimrod und wie Nimrod als Nin, der Sohn seiner eigenen Frau, verehrt wurde, ist damit absolut identisch. Melitta, die Mutter des Phoroneus, ist dieselbe wie Mylitta, der wohlbekannte Name der babylonischen Venus und der Name als feminin von Melitz, der Mittler, bezeichnet folglich die Mediatrix. Ein anderer Name, der der Mutter des Phoroneus gegeben wurde, des „ersten, der regierte,“ ist Archia (Lempriere, siehe auch Smith). Nun, Archia bedeutet „geistig“ (von „Rkh,“ hebräisch „Geist,“ was im Ägyptischen ebenfalls „Rkh“ ist (Bunsen) und im chaldäischen wird es mit dem vorangestellten prothetischen a zu Arkh). Von derselben Wurzel kommt auch das Beiwort Architis, das der Venus gegeben wurde, die um Adonis trauerte. Venus Architis ist die spirituelle Venus. Deshalb war die Mutter-Frau des ersten regierenden Königs als Archia und Melitta bekannt, mit anderen Worten als Frau, in der sich der „Geist Gottes“ verkörperte und erscheint deshalb als „Dea Benigna,“ „die Mediatrix“ oder Mittlerin für die sündigen Sterblichen. Die erste Form der Astarte als Eva brachte die Sünde in die Welt, die zweite Form vor der Flut nahm Rache als Göttin der Justiz. Diese Form war „gütig und gnädig.“ Deswegen wurde auch Semiramis oder Astarte als Venus, die Göttin der Liebe und Schönheit, „die Hoffnung der ganzen Welt“ und Menschen nahmen fröhlich Zuflucht zur „Vermittlung“ jemandes, der so tolerant gegenüber Sünden war.

Biblischer Befund

Die Urgemeinde kannte keine festen Vorschriften für bestimmte Fastenzeiten, sondern nur das situationsbedingte Fasten auf der Basis der Freiwilligkeit und unter de Leitung des GEISTES GOTTES, und zwar zur Erlangung geistlicher Vollmacht, zum Zwecke der Heilung von Krankheit(-en), Dämonenaustreibung usw. Dies änderte sich jedoch mit Beginn der Staatskirche. Die vierzigtätige, das Passah-Fest vorbereitende Fastenzeit („Quadragesima”) wurde gegen Ende des 4. Jhd. im Orient und im 7. Jhd. auch in Rom üblich. Für die Einführung dieser geregelten Fastenzeit waren heidnische (!) Religionen richtungsweisend. Dadurch wurde das eigentliche Geistesleben des Christen durch eine starre Vorschrift gelähmt. Die kirchlich geregelte Fastenpraxis stellt bereits eine Abweichung zum Urchristentum dar. Selbst noch im 3. Jhd. gab es in der alten Kirche (nicht zu verwechseln mit der Urgemeinde) nur ein einwöchiges Fasten als Vorbereitung auf das Passah-Fest. Aber im Zuge der Entwicklung zur Staatskirche wurde daraus die mit Aschermittwoch beginnende vierzigtätige Fastenzeit und zwar aufgrund der angeblich „heiligen” Zahl 40.

Aus dem heidnischen Kulturraum stammt nicht nur die Fastenzeit, sondern auch das Osterei und der Osterkuchen (Osterfladen).

Hier wird schon deutlich, dass die „Ostereier” in einer Linie mit abergläubischen Praktiken stehen. Kann man sich aber mit einem „Osterfeuer” gegen Ungemach schützen? Bringt das „Osterwasser” Gesundheit? Oder erhöht das „Osterreiten” den Ernteertrag? Und wozu sollen Kinder „Ostereier” suchen?

Nun lehrt das Neue Testament, z. B. durch den Apostel Petrus, dass die Voraussetzungen für die Vergebung der Sünden die Buße (= Umdenken) und die Bekehrung sind (= Abwendung von den Sünden):

Apostelgeschichte 3, 19
So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden

„Sich bekehren” heißt, sich von den Götzen bzw. Abgöttern abwenden und sich statt dessen dem wahren, lebendigen GOTT, dem HERRN JESUS CHRISTUS, zuwenden. Dementsprechend sagt ein anderer Apostel stellvertretend für alle Apostel:

Apostelgeschichte 14, 15 (vgl. 1. Thess. 1,9)
Wir……..predigen euch das Evangelium, dass ihr euch bekehren sollt von diesen falschen Göttern zu dem lebendigen GOTT

In bezug auf den Gottesdienst heißt es dann:

Lukas 4, 8
Du sollst den HERRN, deinen GOTT, anbeten und IHM allein dienen

Bitte überlege einmal folgende Frage: Dienst Du GOTT allein, wenn Du neben dem Namen des lebendigen GOTTES die Namen heidnischer Abgötter im Munde führst, obwohl GOTT explizit gesagt hat, dass ER das nicht will? Kann sich jemand bekehren und trotzdem an heidnischen Götzennamen festhalten? Darf ein Mensch die Auferstehung des HERRN JESUS mit heidnischen Götzenfeiern verbinden bzw. vermischen?

Das Wort GOTTES beantwortet alle diese Fragen mit einem klaren Nein! Wenn also der HERR JESUS ausdrücklich sagt:

Johannes 8, 12
ICH bin das Licht der Welt…

Warum wird dann SEINE Auferstehung unter den Namen der heidnischen Frühlings- und Lichtgöttin „Ostara” gefeiert, zumal doch von den Namen der Götzen geboten ist:

5. Mose 12, 3
Ihr sollt ihre Namen…….vertilgen

Es ist offensichtlich und bedarf keiner weiteren Beweisführung, dass bei den Germanen mehrheitlich niemals eine biblische Bekehrung von den Götzen zu dem lebendigen GOTT stattgefunden hat, sondern lediglich eine Religionsvermischung, wobei nunmehr die Auferstehung lediglich als Anlas und Etikett zur Weiterführung des germanischen Götzendienstes herhalten muss. Sogar die Schulbücher bezeugen die Herkunft des Ostarakultes aus dem Heidentum und die religionsvermischende Übernahme dieses heidnischen Festes in das sog. „abendländische Christentum” wie folgt:

Sabine freut sich auf die Osterferien. … Warum die Kinder wohl zu Ostern Eier bekommen, überlegt sie sich. … Beim Mittagessen wird Vater mit der Frage bombardiert: „Warum bekommt man zu Ostern ausgerechnet Eier und nicht Pilze oder Würfel oder was weiß ich sonst?” „Keine üble Frage”, bemerkt der Vater. „Weißt du, ein Ei ist etwas Besonderes. Es ist ein Symbol, das heißt ein Zeichen für das Leben. In einem Ei wächst ja neues Leben heran. Nun liegt Ostern immer zu Beginn des Frühjahrs. Schon unsere Vorfahren feierten dieses Fest als Frühlingsfest, als sie noch Heiden waren. Wir Christen feiern die Auferstehung des Herrn. In dieser Jahreszeit erwacht die Natur draußen zu neuem Leben. Aus den Knospen der Bäume schieben sich junge, zarte Blättchen. Die ersten Blumen stecken ihre Nase aus dem Boden. Die ganze Erde wird wieder grün. („Deutschbuch für Kinder 3”, Ausgabe B, Hirschgraben-Verlag 1986, S. 182 – 183).

Die Christen feiern also angeblich dasselbe Fest wie die heidnischen Germanen. Durch solche Geschichten werden die Kinder heute dazu erzogen, weiterhin den heidnisch-germanischen Götzendienst zu praktizieren und sich dabei einzubilden, dass man damit die Auferstehung des HERRN JESUS CHRISTUS feiere, als ob der biblische Glaube an den HERRN JESUS dasselbe wäre wie der germanische Götzendienst – eine regelrechte Verführung!

Änderung biblischer Praktiken

Aber wie kamen solche heidnischen Bräuche mit biblisch wahren Ereignissen wie dem Passa und der Auferstehung Jesu Christi in Verbindung?

Zu Beginn sah die römische Regierung das frühe Christentum als einen Zweig der jüdischen Religion an, weil die frühesten Christen dieselben Gesetze und religiösen Feiern hielten wie die Juden. Später, als die Verfolgung zunahm, sonderten sich viele Christen von dem ab, was als Judaismus galt.

Während der Regierungszeit von Kaiser Hadrian (117-135 n.Chr.) wurden Juden grausam verfolgt und jüdische Praktiken verboten. Diese tyrannischen Maßnahmen brachten offenbar viele frühe Christen in Rom soweit, dass

einige der alten heidnischen Feste wurden zu Kirchenfesten unter Änderung des Namens und der Anbetung (Jesse Lyman Hurlbut, The Story of the Christian Church, 1954, Seite 43, 45, 77 und 79).

Mit anderen Worten: Die ursprüngliche Lehre von JESUS und den Aposteln wurde dadurch verfälscht.

Die römische Kirche hat nämlich bei der sogenannten Christianisierung der Heiden stets den heidnischen Götzendienst übernommen und lediglich mit scheinbiblischen Etiketten versehen:

Aus den heidnischen Mysterienkulten wurden die „Sakramente” gemacht, aus dem heidnischen Ostara-Götzendienst wurde ein „christliches” Osterfest gemacht, aus der heidnischen Mittwinternachtsfeier („wihen- nahten”) ein „christliches” Weihnachtsfest, aus dem Baalskult, der am 24. Juni mit hellen Feuern gefeiert wurde, das „St.-Johannes- Feuer”, aus dem 02. Februar, an welchem im alten Rom der Göttin Demeter gehuldigt wurde, indem man mit Kerzen durch die Straßen zog, wurde „Mariä Lichtmess”, aus dem 15. August, welcher der heidnischen Göttin Isis (= Diana) gewidmet war, wurde „Mariä Himmelfahrt” , usw.

Das Fest, von dem wir unter dem Namen Ostern in der Kirchengeschichte des dritten oder vierten Jahrhunderts lesen, war ein ganz anderes Fest, als das, was heute von der römischen Kirche, der evangelischen Kirche und diversen Freikirchen beobachtet wird und zu jener Zeit war es auch nicht unter einem Namen wie Ostern bekannt. Es wurde Passah oder Pesah genannt und obwohl es keine apostolische Einrichtung war, [Sokrates, der antike Kirchenhistoriker, fasst nach einer längeren Erklärung über die unterschiedlichen Arten, auf die Ostern zu seiner Zeit (d.h. im fünften Jahrhundert) in den verschiedenen Ländern beobachtet wurde, zusammen: „Somit liegt dieser ausreichenden Abhandlung der Nachweis zugrunde, dass die Feier des Festes Ostern überall eher aus Tradition begann als auf ein direktes Gebot, weder von Christus noch von irgend einem der Apostel.“ (Hist. Ecclesiast., Bd. 5, S. 22.) Jedermann weiß, dass sich der Name „Ostern,“ wie er in Apostelgeschichte 12:4 gebraucht wird, überhaupt nicht auf irgendein christliches Fest bezieht, sondern auf das jüdische Passah-Fest. Dies ist eine der Stellen, an denen die Übersetzer mancher Ausgaben unpassenden Einfluss nahmen.] wurde es früher von vielen bekennenden Christen im Gedächtnis an den Tod und die Auferstehung Christi beobachtet. Dieses Fest stimmte ursprünglich zeitlich mit dem jüdischen Passah überein, als CHRISTUS hingerichtet wurde, eine Zeit, die man in den Tagen Tertullians Ende des zweiten Jahrhunderts am 23. März anzusetzen glaubte. Dieses Fest war nicht götzendienerisch und es ging auch keine Fastenzeit voraus. „Es sollte bekannt sein,“ sagte Cassianus, der Mönch von Marsailles, der im fünften Jahrhundert schrieb und die ursprüngliche Kirche mit der Kirche seiner Tage verglich, „dass der Brauch der vierzig [Fasten-] Tage nicht existierte, so lange die Vollkommenheit der Ursprungskirche nicht verletzt war.“ Wann entstand dann dieser Brauch? Das vierzigtägige Fasten wurde direkt von den Verehrern der babylonischen Göttin geborgt. Solch eine Fastenzeit von vierzig Tagen „im Frühling“ wird immer noch von den Jeziden oder heidnischen Feuer-Anbetern Kurdistans beobachtet, die es von ihren frühen Meistern, den Babyloniern, gelernt haben.

Bei so viel Götzendienst ist es kein Wunder, dass die römische Kirche so gewalttätig wurde, wie es sich in der Geschichte gezeigt hat.

Abgesehen davon, dass die Bibel keine staatskirchlichen „Sakramente” kennt und Maria niemals in den Himmel aufgefahren ist, ist diese Struktur, einen biblischen Vorwand als Anlas und Etikett für den Götzendienst zu gebrauchen, nicht neu. Schon im Alten Testament kann man solchen nachlesen, z. B. In der Geschichte vom „goldenen Kalb” in 2. Mose 32, 1-6:

2. Mose 32, 5
Und als Aaron (der Hohepriester) das (= goldene Kalb) sah, baute er einen Altar vor ihm und ließ ausrufen und sprach: Morgen ist des HERRN Fest

Der heidnische Götzendienst wurde also als „des HERRN Fest” ausgegeben und sogar der Hohepriester GOTTES half noch dabei. Das Neue Testament warnt vor jeglicher Teilnahme an solchen Festivitäten:

1. Korinther 10, 7
Werdet auch nicht Götzendiener, wie einige von ihnen es wurden, wie geschrieben steht: Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und stand auf, um zu tanzen (wörtlich: zu spielen, sich zu ergötzen)

Der götzendienerische Ostarakult ist so tief im Bewusstsein verwurzelt, dass Luther sogar in seiner Bibelübersetzung anstatt dem israelischen, JHWH geweihten, Passahfest (2. Mose 12) großzügig „Osterfest” übersetzt hat (siehe Luther-Übersetzung 1914 z. B. Lukas 22,1.7-13; 1. Kor. 5,7.8), obgleich im Grundtext des NT weit und breit nichts von der heidnischen Frühlingsgöttin Ostara zu lesen ist – im Gegenteil.

Die Urchristen kannten kein Osterfest

Dass echte Christen kein Osterfest kennen, geht aus 1. Kor. 5,6-8 hervor. In Vers 7 schreibt Paulus von unserem Passah, CHRISTUS. Wie der Zusammenhang erkennen lässt, weist Paulus darauf hin, dass CHRISTUS als wahres Passahlamm bereits getötet worden ist und zukünftig daher kein Passahfest mehr nötig sei. Vielmehr sollten sich die Gläubigen von allem Sauerteig gereinigt halten und ihr Leben als Christen ständig in ungesäuerten Zustand der Lauterkeit und Wahrheit führen:

1. Korinther 5, 8
Darum lasst uns Festfeier halten, nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit Ungesäuertem der Lauterkeit und Wahrheit.

Leserbrief

Hier veröffentlichen wir die Antwort auf einen Leserbrief, weil diese Antwort die wahren Hintergründe aufzeigt, weshalb die Christenheit auch heute noch heidnische Feste zur „Ehre“ GOTTES begeht.

Zunächst der Leserbrief:

In der 22. Ausgabe von “Israel Heute” vom März 2004 war auf der zweiten Seite ein Artikel von Pfarrer Jaap de Vreugd, der von dem Osterfest handelte. Der Herr hat uns vor kurzem einige interessante Dinge über das Osterfest aufgezeigt: „Ostern“ kommt aus einem heidnisch-römischen Hintergrund. Das von der Kirche übernommene und eingeführte Fest hat seinen Ursprung in einem heidnischen Fest zu Ehren der Göttin „Ostera“. Diese altrömische „Göttin der Fruchtbarkeit“ hatte als Symbol ein Ei. Das heutige „christliche“ Osterfest hat also heidnische Ursprünge. Dieses Fest zu feiern heißt, Ostera zu verehren. Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst keine Götter haben neben mir! – Ostera verehren heißt Satan, der hinter allen römischen Göttern steht, anzuerkennen als Gott und ihn zu verehren. Satanisten opfern jedes Jahr zum Karfreitag überall auf der Welt Menschen für Satan (Quelle: “Er kam, um die Gefangenen zu befreien” von Dr. Rebecca Brown). Ebenso wie Ostern hat auch Weihnachten einen okkulten Hintergrund. Die Bibel beweist uns, dass Jesus nicht im Dezember geboren sein kann, da, nach der Bibel, die Hirten ihre Schafe auf dem Feld hüteten. Die Schafe wurden damals allerdings spätestens Oktober/November in die Ställe geschafft, weil es sonst zu kalt wäre. Wenn Jesus gewollt hätte, dass wir Seinen Geburtstag feiern, hätte er uns dann nicht das „Wann“ und „Wie“ gesagt?

Am 24.12. feierte und feiert man in vielen Völkern, vor allem in asiatischen und hinduistischen, Feste für den Gott des Lichts, Baal, Hindu, Buddaheto. Alle diese Feste kommen von einem Fest, das im alten Babylon zu Ehren Nimrods (1. Mose 10, 8-9) gefeiert wurde. Sein Zeichen war der Baum! Der Weihnachtsbaum ist also von Satan, ein Götzenbild (Jeremia 10).

Ich weiß nicht, wie Sie das alles sehen. Obwohl ich erst 15 bin, habe ich die feste Überzeugung, dass diese Feste heidnisch sind. Ich kann diese Feste deshalb nicht mehr feiern. Ich würde mich sehr über eine Antwort von Ihnen freuen!

Ich wünsche Ihnen Gottes Segen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Zum Leserbrief von ….. hat Pfr. i. R. Wolfgang P., ……. folgende Antwort geschrieben, die wir hier, wegen der Bedeutung des Themas für alle Christen, veröffentlichen:

Es ist ganz großartig, welche Kenntnisse Du Dir zu den Themen angeeignet hast. Dass hier von den Kirchenvätern schwere Fehler gemacht wurden, steht ohne Zweifel fest. Zum Glück wissen viele Christen nichts von den Hintergründen der Namensgebung und Terminierung des Festes der Geburt und der Auferstehung unseres Herrn.

Doch selbst wenn es der Fall ist, kann man davon ausgehen, dass kein Christ auf die Idee kommt, in diesen Tagen der Göttin Ostera oder auch Nimrod zu opfern. Das steht fest, unsere Kirchenväter haben sich in dieser Hinsicht schwer versündigt. In der Anlage schicke ich Dir ein Schreiben, dass ich an verschiedene geistliche Leiter geschickt habe. Die ersten positiven Reaktionen sind bereits eingetroffen.

Dass ich dennoch diese Feste gefeiert habe und sie weiterhin feiern werde, hat vier Gründe: 1. Sie erinnern uns an Gnadenwirkungen Gottes, deren Wurzeln in seiner Liebe zu finden sind und über deren Wirkungstiefe wir uns gar nicht genug Gedanken machen können. Dabei ist mir deren Benennung und Terminierung zweitrangig.

2. Wenn wir an die Missionierung der Germanen denken, fällt uns auf, dass die Missionare möglichst die alten heidnischen Stätten mit Kapellen oder Kirchen überbauten, um die Neugetauften daran zu hindern, ihre alten Bräuche weiter zu pflegen und weiterhin ihren alten Göttern zu dienen. Das kann auch der Grund sein, dass man die Wintersonnenwende mit diesem wichtigen Fest besetzte. Dass Jesus als Licht der Welt zu uns kam, wird an diesem Datum besonders sinnfällig.

3. Viele Christen durften die Erfahrung machen, dass Gott die angeführten Feste trotz ihrer jetzigen Benennung und Terminierung unzählige Male gesegnet hat, und ich bin mir sicher, dass er sie auch weiterhin segnen wird. Dass Gott über diese Schuld unserer Väter hinwegsieht, ist Ausdruck Seiner unvorstellbaren Gnade und Geduld mit uns.

Eigentlich hätte Martin Luther auch die Reformationen vornehmen müssen, die Du hier anmahnst. Inwieweit ihm die Hintergründe bekannt waren, weiß ich nicht. Ihm ging es vor allem um die Reformation der Botschaft und der Ämter. Aber auch er wollte keine neue Kirche gründen. Ihm ging es um die Reformation seiner Kirche.

Wenn wir heute diese Reformen durchführen würden, würde das in der weltweiten Christenheit zu weiteren Spaltungen führen. Und da bin ich mir ziemlich sicher, dass Jesus, der den Vater um uns Einheit bat, das bestimmt nicht will.

Wir würden uns freuen, wenn diese Erklärungen helfen, wie unser Himmlischer Vater über Fehler hinwegsehen zu können, um diese wichtigen Feste wieder mitfeiern zu können.

Es grüßt Dich im Namen unseres Vorstands sehr herzlich (Quelle: “Israel heute, Nr. 06-2004, S. 19)

Stellungnahme zu der Beantwortung des Leserbriefes:

Dass hier von den Kirchenvätern schwere Fehler gemacht wurden, steht ohne Zweifel fest ……. Das steht fest, unsere Kirchenväter haben sich in dieser Hinsicht schwer versündigt.

Götzendienst mit „schwere Fehler“ zu beschreiben, ist eine starke Untertreibung. Erinnern wir uns daran, was die Bibel zum Götzendienst sagt:

5. Mose 27, 25.26
Du sollst keinen Gräuel (Götzenbild) (nur schon) in dein Haus bringen, damit du nicht wie er dem Bann verfällst. Du sollst es als abscheulich verabscheuen … Gebanntes ist es

Aufgrund des biblischen Zeugnisses kann man klar erkennen, wie GOTT die „schweren Fehler“ der sog. „Kirchenväter“ beurteilt. Im übrigen ist es eine schwache Argumentation, wenn man die Verantwortung auf die sog. „Kirchenväter“ schiebt. Das erinnert mich stark an folgende biblische Begebenheit: „Da sprach ER (GOTT): Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, du solltest nicht davon essen? Da antwortete der Mensch: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum, und ich aß! Da sprach Gott der HERR zu der Frau: Warum hast du das getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt; da habe ich gegessen!“ (1. Mose 3,11-13). Auch hier wird die Schuld auf andere geschoben. Wenn du Weihnachten bzw. Ostern feierst, liegt die Verantwortung für den praktizierten Götzendienst nicht bei den „Kirchenvätern“, sondern bei dir!

Zum Glück wissen viele Christen nichts von den Hintergründen der Namensgebung und Terminierung des Festes der Geburt und der Auferstehung unseres Herrn.

Ist das wirklich Glück, wenn viele Christen nichts von den heidnischen Hintergründen „christlicher“ Feste wissen? Götzendienst ist auch dann Götzendienst, wenn aus Unwissenheit gehandelt wird (Eph. 5,5; Kol. 3,3). Eine bloße Liebe zum Geld nennt die Bibel bereits Götzendienst. 1.Sam.15,29: Eigenliebe, Widerspenstigkeit und Ungehorsam sind auch Götzendienst.

Doch selbst wenn es der Fall ist, kann man davon ausgehen, dass kein Christ auf die Idee kommt, in diesen Tagen der Göttin Ostera oder auch Nimrod zu opfern.

Das wäre ja auch wirklich starker Tobak, wenn ein „Christ“ auf die Idee kommen würde, Ostera oder Nimrod zu opfern. Da kann man ja noch froh sein, dass die „Christen“ nur „indirekt“ Ostera und Nimrod opfern, weil sie ihre Feste begehen. Die abscheulichste Form des Götzendienstes ist das Verehren fremder Gegenstände im Namen GOTTES:

Amos 5, 21-26
Habt ihr MIR vierzig Jahre in der Wüste Schlachtopfer und Speisopfer dargebracht, Haus Israel?

Geschwister, Gottes Herz blutet Jahrtausende lang über solchem Treiben. Wie oft klagt Er in den Heiligen Schriften:

1. Korinther 10, 20
und die Höhen kamen nicht hinweg? Sie opferten fremden Göttern und den Dämonen, und solches im Namen des HERRN!

Zu 1. Brauchen Christen wirklich heidnische und dämonische Festlichkeiten, damit sie an die Gnadenwirkungen GOTTES erinnert werden? Selbstverständlich können wir uns über die Liebe GOTTES gar nicht genug Gedanken machen – aber müssen „Christen“ deshalb wirklich Götzendienst ausüben?

Zu 2. Selbstverständlich wurden bei der Christianisierung der Germanen heidnische mit „christlichen“ Inhalten vermischt. Das Wort GOTTES sagt zu solch einer unseligen Verbindung:

1. Korinther 10, 19-22
Was sage ich nun? Dass ein Götze etwas sei, oder dass ein Götzenopfer etwas sei? Nein, sondern dass die Heiden das, was sie opfern, den Dämonen opfern und nicht Gott! Ich will aber nicht, dass ihr in Gemeinschaft mit den Dämonen seid. Ihr könnt nicht den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen; ihr könnt nicht am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der Dämonen! Oder wollen wir den Herrn zur Eifersucht reizen? Sind wir etwa stärker als er?

Die Bibel sagt, dass GOTT weder über den Götzendienst der „Väter“ noch über den Götzendienst der „Söhne“ und „Töchter“ hinwegsieht.

Natürlich hätte Luther gegen den Götzendienst vorgehen sollen. Aber was macht der „große Reformator“? Er übernimmt den Götzendienst und führt sogar noch neuen Götzendienst ein.

Die Einheit der Gemeinde JESU wird nicht dadurch bewahrt, dass man sich einig ist, gemeinsam Götzendienst zu betreiben. Dieses „Argument“ hat einen machtpolitischen Hintergrund, weil sonst viele treue Kirchensteuerzahler ihre Kirche verlassen würden.

Bleibt zu hoffen, dass der Schreiber des Leserbriefes sich nicht „Sand in die Augen streuen lässt“ und weiterhin den Götzendienst ablehnt.

Wie lautet Deine Entscheidung?

Wahrheit oder Lüge, Licht oder Finsternis, GOTT oder Götzen, JESUS CHRISTUS oder Satan? Gehst Du den schmalen Weg nach dem Wort GOTTES oder den breiten gemäß weltlicher, heidnischer Tradition?

Solange Du „Ostern” feierst – auch wenn Du dabei nicht an die Göttin Ostara denkst -, trägst Du zur widerbiblischen Religionsvermischung bei und lebst nicht in der Wahrheit des Wortes GOTTES, dienst nicht GOTT allein und folgst nicht treu dem HERRN JESUS CHRISTUS nach.

In der Bibel steht geschrieben:

1. Korinther 6, 9 (vgl. Gal. 5,19-21; Offb. 21,8)
Irrt euch nicht! Weder Hurer, noch Götzendiener ….. werden das Reich GOTTES ererben.

Deshalb:

Denke um und wende Dich ab von jeglichem Götzendienst – auch von der Ostara und dem Eierkult – hin zu dem lebendigen GOTT!

Literatur:

Böhm, Hans Jürgen: Was heißt hier „Ostern”, Plech o. Jg.

Berg, Wilbur; Riehle, Alfred: Ist Ostern die biblische Feier der Auferstehung Jesu Christi, Bonn 2001

Hislop, Alexander: The two Babylons or The Papal Worship proved to be The Worship Of Nimrod And His Wife, New York 1943

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2 Gedanken zu „Ist Ostern die biblische Feier der Auferstehung JESU CHRISTI?

  1. Leider ist es mir nicht möglich Kirchengänger davon zu überzeugen das sie zu Weihnachten und Ostern Götzendienst betreiben.

    2.Thessalonicher 2, 7-11 (Schlachter2000)
    7 Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken, nur muss der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein;
    8 und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr verzehren wird durch den Hauch seines Mundes, und den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft beseitigen wird,
    9 ihn, dessen Kommen aufgrund der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder
    10 und aller Verführung der Ungerechtigkeit bei denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können.
    11 Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, sodass sie der Lüge glauben,
    12 damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit.

    1. Dies ist mir leider auch nicht möglich. Aber ich denke, dass es unsere Aufgabe ist, die Kirchgänger darauf hinzuweisen. Ob sie sich von ihrem Götzendienst abwenden, ist ihre persönliche Sache. Jeder von uns muss Rechenschaft über sein Leben vor dem lebendigen GOTT abgeben.

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