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Heiligenverehrung

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sipa / Pixabay
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Eine schlimme Auswirkung hatte das Verlangen der Menschen zur Folge, die in ihrer Verblendung meinten, sie seien Christen (gemäß dem Willen GOTTES), während sie doch in Wirklichkeit bloße Mitläufer waren und zwischen Heidentum und Christentum standen.

Sie wollten nämlich den von ihnen empfundenen Abstand zwischen Mensch und GOTT durch Mittler füllen. Diese sollten dann den Himmel aufs neue mit einem bald ins Unermessliche wachsenden Chor „heiliger Gestalten“ bevölkern; nämlich durch einen Märtyrer- und Heiligenkult.

Wie eindringlich hatte doch Paulus einst in Athen Götzendienern gepredigt (Apg. 17,19-31)! Lukas, der Verfasser, der Apostelgeschichte, berichtet uns, dass Paulus bei dieser Gelegenheit sagte,

 

 

 

Apostelgeschichte 17, 27.28a
….dass sie (die Menschen) GOTT suchen, ob sie Ihn wohl tastend fühlen (w. betasten) und finden möchten, obgleich Er nicht fern ist von einem jeden von uns. Denn in Ihm leben und weben und sind wir……

An Timotheus schrieb Paulus:

1. Timotheus 2, 4-6
…welcher (GOTT) will, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn GOTT ist einer, und einer Mittler (o. da ist ein Gott und ein Mittler} zwischen GOTT und Menschen, der Mensch CHRISTUS JESUS, Der sich selbst gab zum Lösegeld für alle, wovon das Zeugnis zu seiner Zeit (w. zu seinen Zeiten) verkündigt werden sollte…

Weiter heißt es in Hebräerbrief:

Hebräer 7, 25
Daher vermag er auch völlig zu erretten, die durch ihn Gott nahen, indem er immerdar lebt, um sich für sie zu verwenden. (o. sie zu vertreten, für sie zu bitten)

Für Märtyrerkult, Heiligenkult, …. bleibt also für jene Menschen, die im Licht GOTTES wandeln (vgl. Joh. 8,12; 12,35.36; Röm. 8,14.15), kein Raum mehr.

Petrus ließ sich als Christ nicht verehren (fußfällig verehren, kniend huldigend,…, wie uns die Bedeutung des griechischen Wortes PROSKYNEO zeigt (siehe Apg. 10,25.26; PROSKYNEO in Vers 25). Zu Menschenkult sagt GOTTES Wort also Nein!

Aber auch zu Engelkult sagt GOTES Wort Nein! Johannes fiel  in Offb. 22,8.9 vor dem Engel nieder, um anzubeten (auch hier das griechische Wort PROSKYNEO. Der Engel tat ihm jedoch kund, dass nicht einmal den Engeln Verehrung, geschweige denn Anbetung dargebracht werden soll (Kol. 2,18). Die wiedergeborenen Christen wissen, dass GOTT allein Anbetung gebührt.

Im Römerreich huldigte man schließlich immer mehr dem Heiligenkult. Anstatt der Pandien, Diasien, Dionysien, Brumalien und anderer Feste wurden jetzt Festtage zu Ehren bestimmter Heiliger, z. B. zu Ehren von Petrus, Paulus, Thomas, Sergius, Marcellus und anderer, begangen. Allerdings verlief der Prozess der Angleichung nicht so, dass man alte Götter in der Ganzheit ihres Wesens einfach in bestimmte christliche Heilige verwandelte, oder dass zum Beispiel eine ganze Anzahl namentlich in der Heilung von Krankheiten und im Schutze gegen Seenot angeblich wirksamer Heiliger, besonders wenn sie paarweise auftreten, nichts anderes als die ins Christliche übersetzten Dioskuren geworden wären. Im einzelnen Fall muss immer genau unterschieden werden, ob es sich um das Fortleben von Fragmenten des heidnischen Glaubens, um die Weiterverwendung allgemein verbreiteter Ausdrucksformen religiösen Denkens oder um die Übernahme novellenhafter Wundererzählungen handelt.

So wie man in späteren Jahrhunderten aus einer antiken Statue zuweilen einen Heiligen machte, so lieferten an bestimmten Orten die dort heimischen Götterdienste des heidnischen Glaubens reiche Beiträge zur Ausgestaltung der Heiligenvorstellungen. Dadurch übernahmen „die neuen Heiligen“ vielfach gewisse Funktionen, die vormals alte Götter innehatten.

Die im Heiligenkult der römisch-katholischen Kirche enthaltenen antiken (!) Elemente treten so unverkennbar hervor, dass man es begreiflich findet, wenn gebildete Menschen zum Beispiel in Sizilien – wo sich der Polytheismus (!) ganz eindeutig im Heiligenkult erhalten hat, und wo die islamische Religion geographisch in unmittelbarer Nähe ist – noch heutigentags dem monotheistischen Islam den Vorzug geben. Der Grund dafür liegt eben darin, dass solchen Menschen angesichts eines Christentums, das in Wirklichkeit gar keines mehr ist (vgl. 2. Kön. 17,41: Jes. 28,13; 29,13.14; 1. Kor. 10,14), das wahre Wesen des ntl. Christentums verborgen bleibt.

Denken wir im Zusammenhang mit dem Heiligenkult auch an den Reliquienkult. Welch ein Gräuel! Und welch tiefes Heidentum verbirgt sich doch dahinter! Nicht nur, dass derartige Praktiken nichts mehr mit der Lehre JESU zu tun haben, sie entspringen häufig einer üppig wuchernden Phantasie jenseits der elementarsten Regeln des menschlichen Verstandes. Zur Illustration folgendes Beispiel: In Candy, der ehemaligen Hauptstadt Ceylons, dem buddhistischen Zentrum der Insel, finden alljährlich Festlichkeiten zu Ehren eines angeblichen Zahnes von Buddha, der im Maligawa-Tempel aufbewahrt wird, mit großem Pomp statt. Ganz abgesehen davon, dass solches Treiben (selbst wenn es sich um einen Zahn des Petrus, um die Gebeine des Markus oder gar um den Leibrock JESU handelte) GOTT abstößt, weil es in Seinen Augen ein Gräuel ist, wieviel absurder noch wäre jenes alljährlichen Getue um jenen Zahn, wenn sich eines Tages herausstellte, dass der Zahn gar nicht von Buddha stammt! Obwohl bei verschiedenen Reliquien ein derartiger Widersinn schon längst bewiesen wurde, zeigte es sich, dass die Menschen in ihrer Unbelehrbarkeit und im Bann ihrer Verblendung weiter an deren Verehrung festhielten. Sie wollten es einfach nicht anders haben – so wie heute!

Hier kann natürlich nicht mehr von Schwachen im Glauben, sondern nur noch von Stumpfsinnigen und Verblendeten die Rede sein. Der HEILIGE GEIST fordert jedes Gotteskind auf, sich mit aller Entschiedenheit von Menschen, die solche Gräuel verüben (Heiligenkult, Reliquienkult), zu reinigen, d. h. sich von ihnen abzusondern, sie preiszugeben (vgl. 2. Tim. 2,20.21; Mt. 15,13.14). Der wahre Christ sollte sich

2. Korinther 7,1; vgl. Kol. 3,1-4; 1. Petr. 1,15-23
…. selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes, indem wir die Heiligkeit vollenden in der Furcht GOTTES

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