Evangelische Marienschwesternschaft

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Oder: Wie die Freimaurer den Pietismus unterwandern durch fromme „Bruderschaften“.

Ein Bindeglied zwischen Freimaurerei und Kirche sind die hochkirchlichen Bewegungen mit ihren geheimen Weihen durch Freibischöfe (Johannesbruderschaft, Michaelsbruderschaft, Athanasiusbruderschaft, Brüder vom gemeinsamen Leben u. a.). Der frühere Landesbischof von Oldenburg, Hans Heinrich Harms (Mitglied im Lions-Club Oldenburg) hatte schon 1986 zugegeben, dass 3000 evangelische Pfarrer allein in Deutschland solch eine geheime Weihe durch einen episcopus vagans erhalten haben (idea-spektrum 47/86), allges glühende Befürworter einer Wiedervereinigung mit der katholischen Papstkirche. Dazu gehören auch die Marienschwestern.

Die Marienschwestern waren von Anfang an ökumenisch eingestellt und deswegen hießen sie „Ökumenische Marienschwesternschaft“. Erst als sie deswegen von vielen Gläubigen kritisiert wurden, änderten sie den Namen ab in „Evangelische Marienschwesternschaft“. Das klingt etwas harmloser. Korrekterweise müssten sie heißen „Katholisch Apostolische Marienschwesternschaft“, weil sie mehr katholisch als evangelisch sind. Sie haben Kapitelsitzungen, Papstverehrung und Stundengebet. Ihr Name „Marienschwestern“ geht auf ihre Marienverehrung zurück.

In “ECH 35“ berichtet A. L. Michaelis über eine Reise nach Taizé unter der Leitung von Dr. Echternach:

…am ersten Morgen bei den Marienschwestern in Darmstadt hielten wir eine katholische Messe….

1. Tim. 2,5Es wurde schon viel vor den Marienschwestern gewarnt. Aber m. W. erkannte bisher kein Autor ihre Entstehung aus der christlichen Freimaurerei. Der eigentliche Gründer der Marienschwestern war nicht Basilea Schlink, sondern Superintendent Paul Riedinger, den sie noch heute als ihren geistlichen Vater verehren. Er war es auch, der ihnen den Namen „Ökumenische Marienschwesternschaft“ gegeben hatte und die ganze Bewegung auf den Boden der „Brüder vom gemeinsamen Leben“ stellte, einer uralten, aus dem vorreformatorischen Zeitalter stammenden Bruderschaft mit freimaurerischen Einschlägen.

Interessant ist noch die Tatsache, dass die Marienschwestern einen Wünschelrutengänger auf ihrem Gelände nach Wasser suchen ließen. Das Ergebnis war nicht nur ihr See Genezareth, sondern eine Irreführung durch Okkultismus. Die Folgen sind auch heute noch erkennbar.

Nachstehend führe ich einige ausgewählte Passagen auf, die aus der Nachschrift eines Vortrages von Frau Dr. Klara Schlink („Mutter Basilea“) stammen:

Jetzt wollen wir uns erst einmal freuen, dass wir eine Mutter Maria haben und Marienschwestem sind!

Wir wissen von vielen Berichten von den letzten Jahren, wie der Herr Jesus aus Bildern und Skulpturen weint. Und das sagten wir schon öfters, dass das ein Anzeichen dafür ist, wie Jesus und die Mutter Maria zusammengehören. Von beiden sind Tränen geweint worden, die medizinisch untersucht worden sind, wobei festgestellt wurde, dass sie echt waren. Die Steine haben also geredet.

Am Donnerstag kam es zu einem Verkehrschaos in der südspanischen Stadt Granada, nachdem sich die Nachricht verbreitet hatte, dass in der Kirche „San Juan de Dios“ die Madonnenfigur „Jungfrau der Tränen“ Blutstropfen geweint habe. So wäre das wieder ein Zeichen. Jesu Augen weinen heute wieder Blut. Dass das nun auch bei seiner Mutter so ist, sagt ja davon, welche Bedeutung die Mutter Maria hat.

Das ist vorher nie geschehen. In der Endzeit tritt auf einmal die Mutter Maria so stark hervor – für alle Menschen, nicht nur für die Katholiken. Die Mutter Maria hat jetzt vom Herrn einen besonderen Auftrag bekommen. Von daher sind auch diese vielen Marienerscheinungen zu verstehen mit Botschaften von Gott, vom Herrn Jesus.

In der letzten Zeit gibt es viel mehr Gesichte, viel mehr Botschaften – darum die riesigen charismatischen Bewegungen. In der Endzeit kommt der Heilige Geist so mächtig. Das bedeutet aber auch, dass der Herr den Himmel auftut. Dann muss die Mutter Maria öfters erscheinen. Das fing schon 1950, 1960 an, eigentlich schon 1917 mit Fatima. Diese Botschaften lässt Gott geben. Sie sind wie Gleichnisse voll tiefer Geheimnisse, die in dem noch unerforschten Bereich der Offenbarung verborgen sind. Es ist an der Zeit, sie zu studieren. Denn sie werden euch das wahre Licht über die Zukunft geben.

Der Herr Jesus sagt: „Meine Mutter ist wie eine goldene Brücke – Sie kennt die verborgensten Wege der Liebe meines Herzens und bringt das auch den Menschen nahe.“

Ich hatte ein Buch von einem Arzt, der sich ganz besonders mit Besessenheit befasst hat und auch viele Beispiele brachte. Er schreibt, wenn die Mutter Maria sehr in diesen Austreibungen genannt wurde, dass da die Teufel gezittert hätten. Die Mutter Maria wäre irgendwie mit die Schlangentreterin. Das hätte so eine Macht gehabt, wenn auch im Namen der Mutter Maria geboren worden wäre.

Und dann ist es so entscheidend, daß gesagt wird vom Herrn Jesus und auch von der Mutter Maria, dass der Rosenkranz jetzt gerade für die Endzeit von solcher Bedeutung ist.

Soweit ausgewählte Passagen aus der Nachschrift eines Vortrags von Frau Dr. Klara Schlink, genannt „Mutter Basilea“ oder zu deutsch „Mutter Königin“ – ihres Zeichens Mitbegründerin und dominierende Zentralfigur der Darmstädter „Marienschwestern“. Gehalten wurde das Referat 1982 in interner Zusammenkunft. Eine richtige Flut dieser nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Reden gelangt jetzt zur allgemeinen Kenntnis. Ihr Inhalt löst jeweils tiefste Bestürzung aus, denn neben der Sympathie für römischen Kult wird das vollbrachte Heil relativiert bis geleugnet und unter anderem ausgeführt:

Und ich weiß, dass der Herr Jesus auch unter uns immer gebeten hat und gesagt: „Mein Opfer genügt heute nicht mehr! Ich brauche so viele Brautseelen noch dazu; die Sünde und das Grauen hat solch ein Ausmaß angenommen“.

Und diese Theologie menschlicher und endzeitlicher Miterlöserschaft geht wie ein roter Faden durch diese Botschaften. Zubereitete Gläubige hätten dem Heiland an Priesterdienst abzunehmen, was ihm inzwischen zu schwer wurde – wobei „MB“ vor allem sich und ihren Orden als hierzu erkoren ansah. Das alles wussten seinerzeit die frommen Besucherströme so konkret nicht, die zu Rüstzeiten nach „Kanaan” strömten – wie der Stammsitz der Schwestern mit nachgebautem Leidensgarten heißt. Dennoch ließen sich schon damals katholisierende wie die Leiterin verherrlichende Effekte nicht wegleugnen. So bekam ein Bruder im HERRN etwa 1970 im Rahmen einer Info-Visite des methodistischen Predigerseminars von einer führenden Schwester zu hören:

Mutter Basilea ist der Kanal, durch den uns von Gott alles zukommt.

Und das mit dem Unterton, dass ihre Bücher wörtlich vom Heiligen Geist eingegeben seien – vergleichbar der direkten und wortgenauen Inspiration der Bibel. Diese Tatsachen zeigen, dass man wie „MB“ gegen die Dämonie der Gegenwart das Banner schwingen und ihr andersherum doch tragisch verfallen kann. Der Teufel zieht nämlich viele Register, nicht nur das sittenlose. Außerdem wird deutlich, dass viele Gläubige wirklich am Heiland hängen – und doch lebenslang unmündigen Kindern gleichen. Kommen in einer christlichen Botschaft Begriffe wie Heiligung, Kreuzesleiden und Liebe zum Herrn nur oft genug vor – dann nehmen sie den gesamten Inhalt als bare Münze.

(Quelle: Glaubensnachrichten 10/2002; Wort zur Zeit Mai/Juni 2003, S. 3)
Bildnachweis: Mit freundlicher Genehmigung von www.plakatdienst-koeln.de (wird mit Spenden finanziert); Gestaltung der Plakate: www.lenz-grafik-design.de

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