Die wahre Erkenntnis des Alten Bundes

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Die Heilige Schrift bezeugt, dass Israel zum Teil geistliche Blindheit widerfahren ist, bis die Vollzahl (gr. PLEROMA) der Heiden eingegangen ist, schreibt Paulus in Römer 11,25. Und in der Tat, die Abfalltendenzen in den Kirchen sind nicht mehr zu übersehen, so dass man konstatieren muss, dass die Vollzahl der Heiden erreicht sein dürfte, so dass Sich der HERR nun ganz Seinem alttestamentlichen Volk in Zion zuwenden wird, denn die Decke Moses ist für Israel kein endgültiger Tatbestand. Denn GOTT hat die Juden in der Sendung Seines SOHNES und Dessen messianische Anhänger, zu denen schließlich auch ein Paulus gehörte, als eine vorübergehende, wenn auch verhängnisvolle Verhüllung im Sinne von Jesaja 8, 14-16 bewertet. Da hilft auch keine Torahlesung in den Synagogen hinweg, wenn man nicht endlich anfängt, ehrlich mit dem eigenen Versagen vor GOTT umzugehen.

Denn allein die bußbereite Umkehr zu JESCHUA haMASCHIACH schafft erst den Blick für die wahre Erkenntnis auch des Alten Bundes Wer in dem noch immer im Volke Israel verschmähten und verachteten MESSIAS JESCHUA seinen HEILAND und ERLÖSER findet, der muss nicht mehr verzweifelt versuchen, die Torah in allen Stücken einzuhalten, ohne die einem einzigen Gesetz eben doch schuldig zu werden. In ihrer Ausgabe vom 25.12.1994 berichtete die renommierte „Jerusalem Post“ unter dem Titel „Wenn Ritualien zu zwanghaften Erscheinungen werden“ über einen Bericht im „Israel Journal für Psychiatrie“. Darin beschreiben die israelischen Psychologen Drs. David Greenberg und Eliezier Witztum das sog. „Obssesiv-Compulsive Dirsorder“ (OCD). Eine fünfjährige Studie unter ultraorthodoxen Juden ergab eine von 1, 6 Prozent befallene Erkrankung an OCD, die vor allem unter den orthodoxen Juden aus Litauen manifest ist, weil sie sich in besonderer Weise um die Einhaltung der inzwischen 613 Gebote und Verbote bemühen. Zu den traumatischen Erscheinungen gehören Frauen, die Stunden dazu verwenden, um sich nach ihrer Mentstruation auf die „Mikve“ (rituelles Tauchbad) vorzubereiten. Manche reinigen sich zwanghaft lange Zeit vor der Mahlzeit die Hände, weil sie davon ausgehen, dass ein normales Händewaschen nicht ausreichend sei. Wieder andere beten das „Schma Israel“ und andere Formalgebete stundenlang wie unter einem Zwang, legen die „Tefillin“ (Gebetskästchen an Stirn und linkem Arm) an und kontrollieren auch während des Gebetes, ob die Riemen gleichmäßig um den linken Arm gelegt sind. Wieder andere orthodoxe Juden fürchten ständig, in der Küche milchiges und fleischiges Geschirr vermengt oder im Abwaschwasser rituell verunreinigt zu haben. Schon die Berührung einer Ketchup-Flasche mit fettigen Händen könnte eine solche Gesetzesübertretung bedeuten. Manche Mütter lassen deshalb schon ihre Kinder keinen Abwasch machen. Isaak, 30, wäscht seine Hände mit 20 Toilettenpapierblättern, ehe er zum Gebet geht. Ärzte empfehlen als Therapie nicht die Freiheit durch den jesuanischen Gnadenbund, sondern mittels Medikamenten, wie Prozak®, Favoxil® oder andere Neurotransmitter.

Gerade an diesen krankhaften Erscheinungen wird deutlich,, dass der Alte Bund den Dienst der Verurteilung und der Verdammnis bestätigt. Aber er wird in dem Sterben JESCHUAS zugleich erfüllt und aufgehoben und durch den Neuen Bund ersetzt, in dem jedermann, der sich unter die Heilstat JESCHUAS beugt, Gerechtigkeit, Heilung und wahres Leben findet. Wir sehen also, welch ein Joch die Torah geworden ist. Paulus hatte in seinem eigenen Leben durch die Gnade des MESSIAS JESCHUA vor den Toren von Damaskus im Nachhinein erkennen dürfen, welch ein gebundener Mensch er doch war, als er noch unter den unerbittlichen Satzungen der Torah stand und nun erfahren durfte, dass GOTT ihn liebte und als Werkzeug benutzen wollte. Alle seine Aussagen über das Verhülltsein des Alten Bundes und die Wegnahme der Hülle bei der Hinwendung zu JESCHUA sind für Paulus eigenste Erfahrungen seines Lebens. Sicher erhebt sich die Frage vor allem nach dem Versagen der Christenheit gegenüber dem „Israel im Exil“, ob die „Freiheit eines Christenmenschen“ (Luther) nicht allzu trügerisch ist. Lebt ein Nachfolger JESCHUAS nunmehr ohne jegliches Gesetz, also gesetzlos? 2. Korinther 3, 6 spricht von einem Dienst des GEISTES. Die Bergpredigt in Matthäus 5 macht deutlich, dass das geschriebene Gesetz sozusagen im Neuen Bund in unser Herz implantiert, d.h. verinnerlicht wurde, ganz im Sinne von Jeremia 31, 24. Denn der HERR ist der GEIST; wo aber der GEIST des HERRN ist, da ist (wahre) Freiheit“. Römer 6 berichtet über die Rechtfertigung allein durch den Glauben (Apologie). Wo JESCHUA als ERLÖSER angenommen wird, macht der GEIST Wohnung im Menschen (Johannes 14, 23; Epheser 3, 17). Unter der Torah ist man Sklave (Galater 4, 1f.), ständig in der Furcht, gegen das Gesetz verstoßen zu haben. Hinzu kommt noch die Sklaverei der Todesfurcht (Hebräer 2, 16). Dabei geht auch die Heuchelei einher, die sich nur vormacht, dass man alle Gebote korrekt eingehalten habe.

Die Freiheit durch den Gnadenbund des Neuen Bundes macht uns von den Zwängen der Ichhaftigkeit und vom Kreisen um das eigene Ich frei. Es ist die Freiheit zum Lieben (Römer 13, 10; Galater 5, 14), die nicht mehr an Leistungen und Leistungsdruck gebunden ist. Dieses Lieben ist eigentliche Frucht des GEISTES und in der Schilderung von Galater 5, 22 nicht zufällig sofort mit Freude und Frieden verbunden. Nach Vers 18 gehören wir alle zu den so Beschenkten, die mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des HERRN widerspiegelnd, in dasselbe Bild umgestaltet werden von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, demgemäß wir vom GEIST des HERRN her sind. Mit JESCHUA sind wir teilhaftig an der Herrlichkeit des Neuen Bundes.

An uns soll göttliches Leben und Lieben zu sehen sein, das aber nicht aus uns selbst stammt und nicht durch eigene Bemühungen unter der Torah von uns hervorgebracht wird. Es ist der zurückgestrahlte Glanz des Lichtes, das vom HERRN auf uns fällt. Menschen, die nichts vom Wirken aus dem GEIST des HERRN wissen, würden uns vielleicht als Fanatiker bezeichnen, aber durch das tiefe Einwirken des HEILIGEN GEISTES wirkt ins und durch uns eine Dynamik als ständige Antriebsfeder zum Rückbezug auf die Verherrlichung des MESSIAS JESCHUA zur Rettung anderer Menschenseelen.

Quelle: Auszug aus dem Artikel „Der universale Heilsplan GOTTES mit allen Menschen“, in: „Bote neues Israel“ Nr. 194 (April – Juni 2015), Guntersblum (ZeLeM), S. 26ff.

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