Evangelischer Gnadauer Gemeinschaftsverband

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Zum Gnadauer Verband gehört eine ganze Reihe von Missionswerken wie z. B. Landeskirchliche Gemeinschaft, Liebenzeller Mission, Altpietisten, Blaues Kreuz, Evangelische Gesellschaft u. v. a.

Der Jugendverband der Gnadauer ist der EC („Jugendbund für Entschiedenes Christentum“).

Zwischen den Gnadauern und dem Weltkirchenrat besteht eine dreifache Verbindung:

a) über das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche
b) über das Evangelische Missionswerk des Weltkirchenrates
c) über die Kirchenmitgliedschaft und Kirchensteuer

Die Gnadauer zahlen jährlich ca. 50 Mio. Euro an Kirchensteuern.

Eine besonders auffällige Erscheinung bei den Gnadauern und dem EC ist ihre starke Bindung an die Kirche. Der Grund liegt u. a. im Gelübde, das jeder, der dem EC beitritt, ablegen muß. Im EC-Gelübde verspricht das Mitglied, der Kirche treu zu bleiben, an allen Veranstaltungen möglichst teilzunehmen und die monatlichen Weihestunden niemals absichtlich zu versäumen. Dieses Gelübde muss in der allmonatlichen Weihestunde immer wieder erneuert werden.

In diesem Zusammenhang ist ein E-Mail interessant, das ich Anfang Oktober 2003 von einem EC-Jugendkreis-Leiter erhalten habe. Er bestätigt das Ablagen des EC-Gelübdes (er bezeichnet es als EC-Bekenntnis). Ferner ist er der Meinung, dass alles auf der Basis der Freiwilligkeit geschieht. Er begründet das Ablegen des EC-Gelübdes wie folgt:

Ich finde dies gut, da so eine einheitliche Grundlinie vorgegeben wird – entgegen allen Zeitströmungen steht fest, dass (die Person, Anm. R. O.) … regelmäßig Bibellesen möchte und auch in der Gemeinde aktiv sein will.

Ist diese Begründung nicht erschütternd? Das Wort GOTTES sagt explizit über das Ablegen von Gelübden bzw. Bekenntnissen folgendes:

Matthäus 5, 33-37
Wiederum habt ihr gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht fälschlich schwören, du sollst aber dem Herrn deine Eide erfüllen. Ich aber sage euch: Schwöret überhaupt nicht; weder bei dem Himmel, denn er ist GOTTES Thron; noch bei der Erde, denn sie ist seiner Füße Schemel; noch bei Jerusalem, denn sie ist des großen Königs Stadt; noch sollst du bei deinem Haupte schwören, denn du vermagst nicht, ein Haar weiß oder schwarz zu machen. Es sei aber eure Rede: Ja, ja; nein, nein; was aber mehr ist als dieses, ist aus dem Bösen.

Dieses E-Mail zeigt wieder einmal, wie einfach Menschenwort über GOTTESWORT gestellt wird – Hauptsache es wird den Leuten als religiös „verkauft”. Genau das ist die Misere der christlichen Vereine, Organisationen usw. Wenn es darauf ankommt, steht die Vereinssatzung über der Heiligen Schrift. Ist das Misstrauen der EC-Funktionäre wirklich so groß, dass die Mitglieder ein Gelübde ablegen müssen (dürfen), wenn sie in der „Gemeinde“ aktiv sein wollen?

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