Die Kleidung der gläubigen Frau

Die Frage nach der angemessenen Kleidung vermag immer wieder die Gemüter von Christen zu bewegen. Während einige Frauen ohne Hemmungen Miniröcke und Bikinis tragen, bekleiden sich andere prinzipiell nur mit langen Juppes oder Röcken und empfinden alles andere als „nicht angemessen“. Einige Frauen tragen Trägerleibchen ohne Hemmungen, andere bevorzugen Leibchen mit Ärmeln, die einen demonstrieren Ihren Bauchnabel, andere empfinden das als Schande. Wie stellt sich die Frage der Kleidung bei Männern? Offenbar ist hier die Situation nicht gar so problematisch wie bei den Frauen, doch viele Männer können sich ereifern, wenn es um die Kleidung des anderen Geschlechts geht. Bei allen, Frauen und Männern spielt der kulturelle und gemeindespezifische Hintergrund eine wichtige Rolle. Hier will ich versuchen, eine allgemeine biblische Richtlinie für eine angemessene Kleidung zu erarbeiten. Der Schwerpunkt dieser Ausarbeitung geht der Frage nach, ob eine Frau Hosen tragen darf/soll.

Die Botschaft der Bibel gilt für alle Menschen. Deshalb muss die Botschaft auch von allen verstanden werden können. Ob es Inuits oder Schwarze in Afrika sind, ob durchschnittliche Deutsche oder moderne Weltbürger, das Evangelium gilt für alle gleich. Natürlich muss auch, so bin ich fest überzeugt, der restliche Inhalt mit jedem kulturellen und historischen Hintergrund kompatibel sein. Das ist wohl auch der Grund, warum wir im Neuen Testament keine spezifischen Angaben zu Nahrung, Kleidung, Gottesdienstgestaltungen, Umgang mit Krankheiten etc. finden. Paulus selbst gebraucht das Wort „Richtschnur“, um seine „Anweisungen“ im Galaterbrief zu titeln (Galater 6,16).

Also: Es gibt einen „Biblischen Grundsatz“ der in jedem Kontext seine verbindliche Gültigkeit hat.

Zum Anfang sei festgehalten dass wir uns nicht nach folgenden Dingen richten wollen

1.   Nach Bildern aus dem 19. Jahrhundert oder alten Gemälden

2.   Nach persönlichen, seelischen Meinungen wie z.B „Mein Gefühl sagt mir…….. Jakobus 3,15

3.   Nach dem Lexikon der Welt welches meint: Hose, Kleidung, Beinkleid, im Altertum bei Chinesen, Mongolen, Türken, Persern, Arabern und den in der Arktis lebenden Volksstämmen bekannt und auch von Frauen getragen. In der griechischen Antike war die Hose unbekannt; in Rom kam sie um die Zeitenwende auf. Die Germanen trugen Hosen entweder in Form einer bis zu den Knöcheln reichenden Gürtelhose oder als strumpfartige Wadenbekleidung (daher Mehrzahl: ein Paar Hosen), die im Mittelalter an das Unterkleid angenestelt wurden. In den folgenden Jahrhunderten beherrschten die Mode breite, am Knöchel gebundene Pluderhosen, gepolsterte Puffhosen, im 18. Jahrhundert die enge Kniehose, seit der Französischen Revolution die lange Hose. Die Hose als Oberbeinkleid der Frau setzte sich erst im 1. Weltkrieg durch.

Sondern wir wollen das Thema allein im Lichte des Wort Gottes betrachten.

Gläubige, die Gottes Wort  ernst nehmen, stellen oftmals aufgrund ihres Schriftverständnisses in äußerlichen Dingen verbindliche Gebote oder Verbote auf.  In manchen Gemeinden wird das gesamte äußerliche Leben der Gemeindeglieder reglementiert, und wer sich diesen Vorschriften nicht unterwirft, kann nicht Mitglied  einer solchen Gemeinschaft sein oder wird nicht akzeptiert.  Viele Spaltungen entstehen im Leib Christi, weil man aufgrund des eigenen Schriftverständnis in zweitrangigen Fragen einen starren Standpunkt einnimmt.  Manche haben eine Furcht vor äußerlicher “Verunreinigung durch die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen, die nicht die eigene Lehrmeinung teilen.

Zu diesen „äußerlichen” Dingen gehört auch die Hosenfrage der Schwestern.  (Den Brüdern fällt es anscheinend leicht, hier gewisse Regeln aufzustellen, weil es sie ja nicht betrifft!)  Das äußere Leben muss von innen her erneuert werden, und nicht umgekehrt. Wo durch eine klare Wiedergeburt eine Herzenserneuerung und innere Umwandlung geschehen ist, hat der Gläubige von sich aus ein Verlangen, nicht mehr sich selbst oder der Welt, sondern dem Herrn zu gefallen. Bei einer Überbewertung des Äußerlichen besteht  die Gefahr, dass dem Fehlverhalten in äußerlichen Dingen ein weit größerer Wert beigemessen wird als den “verborgenen” Sünden, und eine Gleichschaltung durch äußeren Druck führt meist in Heuchelei.  Um bei einem Abweichen von der jeweiligen Gemeindenorm „Gemeindezucht zu üben  bedarf es wirklich keiner geistlichen Autorität.

Wir müssen uns jedoch vor einer Überbewertung äußerlicher Dinge, vor Gewissenszwang, Gruppendruck und Gleichschaltung, und den Missbrauch menschlicher Autorität hüten. Wirklich gläubige Geschwister wissen, dass auch unser Äußeres, einschließlich der Kleidung und Haartracht, ein Zeugnis für unseren Herrn ist. Die widergöttliche Verwischung der Geschlechter und die oftmals schamlose Mode sind Ungehorsam und Rebellion gegen Gott.

Die Frage, ob Frauen Hosen tragen dürfen, darf nicht zu einer zentralen Heilsfrage hochstilisiert werden. Insbesondere wenn es  um junge Menschen geht, die man für Christus gewinnen möchte, darf man nicht mit oftmals lieblosen gesetzlichen Forderungen das Werk Gottes in einem Menschen zunichte machen.  Jungbekehrte kann man dann schon mal mit Liebe, Geduld und Feingefühl auf die äußeren Dinge hinweisen. Wo eine wirkliche Wiedergeburt und Überführung von der Sünde erfahren wurde, gibt es in dieser Beziehung in der Regel überhaupt  kein Problem.  Die Schwierigkeiten bestehen in den Gemeinden vornehmlich mit den „Halbbekehrten oder „Mitläufern.

Den Begriff „Hose“ werden wir vergeblich in der Bibel suchen, da es in biblischen Zeiten noch keine Hosen gab und dieses Kleidungsstück bei uns erst seit der Neuzeit bekannt ist. Hosen wurden zuerst als Unterbeinkleid unter einem langen Rock getragen, später zum kurzen Wams. Schlitz-, Pluder- und Pumphosen folgten im 16. und 17.Jahrhundert, und schließlich im 18.Jahrhundert enge, seiden Kniehosen (culottes).

Erst mit den röhrenförmigen “pantalons” des Volkes setzten die französischen Revolutionäre das Urbild der heutigen Hosen durch. In manchen Kulturen (z.B. in Pakistan und Nordindien) gehören unter dem Rock getragene lange “Hosen” zur normalen weiblichen Bekleidung.  Niemand würde da auf den Gedanken kommen, diese Frauen tragen „Männerkleidung“.

Wo für weibliche Gemeindeglieder ein „Hosenverbot besteht,  stützt sich dasselbe auf einen einzigen Bibelvers nach der alten Lutherübersetzung:

5.Mose 22, 5
Ein Weib soll nicht Mannsgewand tragen, und ein Mann soll nicht Weiberkleider antun

Grundsätzlich stellt sich erst einmal die Frage, inwieweit alttestamentliche Gebote und Vorschriften für die neutestamentliche Gemeinde, die nicht mehr unter dem Gesetz ist,  überhaupt verbindlich sind. Will man den Buchstaben des Gesetzes erfüllen, dann dürfte man auch kein Kleidungsstück aus einem Mischgewebe von Wolle und Baumwolle tragen (5.Mose 22,11). Es gibt zwar keine neutestamentliche Kleiderordnung, aber klare Anweisungen  in 1.Tim.2,9.10 und 1.Petr.3,3.4.

5.Mose 22,5 wird in diversen Bibelübersetzungen unterschiedlich übersetzt:

LÜ 1912: Mannsgewand

LÜ 1545: Mannsgeräte

Zürcher 1949: Männertracht

Luther 1984: Männerkleidung

Revidierte Elberfelder 1987: Männerzeug

Elberfelder 1871: Mannszeug

Schlachter 2000: Männersachen

Tafelbibel: Mannesgeräte

DaBhaR: Gerät

Der hebräische Ausdruck für „Mann“ lautet „GäBhäR“ und bedeutet wörtlich: „Ermächtigter“. Zur genauen Differenzierung sollte dieser Begriff nicht mit „Mann“, sondern mit „Ermächtigter“ übersetzt werden. Mit diesem Ausdruck ist ein männliches Wesen gemeint im Hinblick auf seine gegenwärtige oder künftige Bevollmächtigung und seine Befähigung, Macht auszuüben und zu übertragen.

Es gibt auch eine weibliche Form: Die Ermächtigte, aber stets nur im Zusammenhang zwischen einer Magd und der „Herrin“.

Auch durch die Wortfamilie von „GäBhäR“, erkennt man die Bedeutung dieses Wortes:

GaBha’R = mächtig sein;

GöBhI’R = Bemächtigter;

GöBHa’R = Mächtiger;

GiBO’R   = mächtig.

Der Pharao nennt Mose und Aaron „Ermächtigte“; 2.Mose 10,11.

Bileam nennt sich ein „Ermächtigter“; 4.Mose 24,3.

Josua nennt Führer der Stämme „Ermächtigte“; Jos.7,14.

Das AT unterscheidet zwischen „Mann“ = Isch, im allgemeinen und den besonders berufenen Männern, die „Ermächtigte“ genannt werden.

Im Grundtext steht nicht: „Mannsgewand, Männertracht, Männerkleidung, Männerzeug“. Bei Mannsgewand müsste stehen: „Isch Bä GäD, bei Männerkleidung: „Isch LöBhu’Sch“.

In dem oben zitierte alttestamentlichen Bibelvers sucht man vergeblich den Begriff „Hose“. Im Grundtext steht aber das Wort für Geräte: „KÖLI“. Es hat eine Vielzahl von Bedeutungen.  Die Grundbedeutung dieses Wortes ist ein hergestellter Artikel, eine Utensilie, ein Gefäß. Es handelt sich hierbei um Geräte der verschiedenen Art: Waffen, Gefäße, Werkzeug, Musikinstrument, Sattelzeug, Jagdgerät, Kriegsgerät, Instrument, Hirtentasche, Schmuckgegenstände, Geräte des Altars, des Heiligtums, des Leuchters und seiner Geräte und alle Geräte des Königs. Nirgendwo sonst im Alten Testament wird das betreffende hebräische Wort mit „Kleider“ übersetzt!

Auch bei der griech. Entfaltung des hebr. KÖLI, als Gerät zeigt klar, dass es nicht um Kleidung geht.

hebr.KÖLI;

griech.: KE’LON = Geschoß, Pfeil (einer Waffe)

KELOo’NiLON   = Pumpe (ein Gerät)

KA’LPIS = Wasserkrug ( ein Gerät)

KA’LYX ) Becher (ein Gerät)

Es geht als in 5.Mose 22,5 nicht um die Kleidung eines Mannes, sondern es ging um das Verbot, dass eine Frau sich dadurch Vollmacht aneignen wollte, indem sie die „Ermächtigung“ dadurch an sich riss, dass sie Geräte trug, die einem „Ermächtigten“ zustanden. So übersetzt z.B. die Neue Jerusalemer Bibel genauer:

5.Mose 22, 5
Eine Frau soll nicht die Ausrüstung  eines Mannes tragen

Die Übersetzer der Septuaginta ließen sich zu dieser Übersetzung verleiten, weil es gleich im Anschluss heißt: „ Dem Herrn ist es ein Gräuel, wenn ein Ermächtigter die Umhänge einer Frau trägt“. D.h., wenn er sich so verhüllt, dass er nicht mehr als Mann erkennbar ist.

Aber selbst wenn es hier ausschließlich um Kleider ginge, wäre der Vers dennoch nicht auf das Hosentragen von Schwestern anwendbar. Vers 5b macht nämlich deutlich, warum Frauen das Tragen von Männerzeug verboten war, und das entscheidet die ganze Frage:

5. Mose 22, 5b
Denn jeder, der dieses tut, ist ein Gräuel für den Herrn, deinen Gott.

Was bedeutet dieser Ausdruck? Das Wort »Gräuel« steht im 5. Buch Mose (und auch sonst in der Bibel) fast immer mit heidnischem Götzendienst und/oder der damit verbundenen rituellen Hurerei in Verbindung (siehe 7,25f.; 12,31; 13,14; 17,1.4; 18,9.12; 20,18; 23,18; 24,4; 25,16; 27,15; 29,17; 32,16).

Es kann daher kaum anders sein, als dass auch unser Vers mit Götzendienst in Verbindung steht, indem eine Frau sich durch Ungehorsam GOTT gegenüber Vollmacht aneignen wollte, indem sie die „Ermächtigung“ dadurch an sich riss, dass sie Geräte trug, die einem „Ermächtigten“ zustanden.

Bleiben wir nun einmal bei der “Kleiderfrage”. Die Bibel gibt uns keine Auskunft darüber, was Männer- oder Frauenkleidung ist. Die menschliche Kleidung hat eine lange Entwicklungsgeschichte und weist in den verschiedenen Ländern und Erdteilen eine große Vielfalt auf.  Die erste Kleidung für den Menschen fertigte Gott selbst an: er machte ihnen beiden “Röcke (kuttoneth – “Leibröcke”) von Fellen”, und nicht etwa eine Hose für Adam!  Im alten Ägypten trug der Mann einen knie- oder wadenlangen Schurz, die Frau ein knöchellanges Trägergewand.  Die Nomaden im Land Kanaan zur Zeit der Patriarchen kannten in der Kleidung für Mann und Frau so gut wie keinen Unterschied.  Auch zur Zeit der Könige trugen die Juden, sowohl Männer als auch Frauen, Hemdröcke.  Der Unterschied der Geschlechter zeigte sich beim Mann am Bart, an den kurzen Haaren und den Waffen oder Jagdgerät, was eben das “Männerzeug” ist, und bei den Frauen am langen Haar und Schleier.  Die Kleidung der babylonisch-assyrischen Bevölkerung bestand aus dem kurzärmeligen, hemdartigen Gewand, im allgemeinen knielang, ergänzt um ein schräg um den Körper gewickeltes langes Tuch. Beide  Geschlechter der Römer  trugen die Tunika, die  Matronen die  längere Stola. Die “Miniröcke” der römischen Soldaten sind wohl allgemein bekannt. Übrigens trug auch Jesus einen nahtlosen Leibrock Lukas 8,44 und keine Hosen, ohne sich des Tragens von Frauenkleidung schuldig zu machen.

Von der Schrift her fehlt uns also jede Grundlage, in der „Hosenfrage“ ein ehernes Gesetz aufzustellen und überhaupt einen ungebührlichen Wert auf gewisse Kleidungsstücke zu legen. Als gläubige Christen genügen uns voll und ganz die neutestamentlichen Anweisungen, „anständige bzw. „sittsame Kleidung” zutragen.

Es gibt wirklich weit wichtigere Dinge im Leben der Gläubigen, als über die  Kleidung zu streiten.  Wichtig ist jedoch, dass  wir gegen Schamlosigkeit und Zuchtlosigkeit eine klare Stellung einnehmen müssen. So lange es sich jedoch  um „schickliche“ Kleidung nach den Worten des Neuen Testaments handelt, haben wir kein Recht, verbindliche Gesetze in der Gemeinde nach unseren eigenen Vorstellungen aufzurichten.  „Unschickliche Kleidung können sowohl Frauen als auch Männer tragen!  Jegliche Kleidung, die nicht die Blöße bedeckt, sondern bewusst oder unbewusst sexuell aufreizend wirkt, ist eines Gläubigen unwürdig.

Beim Zusammenkommen der gläubigen Gemeinde in der Gegenwart des HERRN sollte korrekte und entsprechende Kleidung eine Selbstverständlichkeit sein. Für alle, die ihren Herrn lieb haben und Ihm gehorchen wollen gibt es da überhaupt kein Problem.

Tatsache ist, das Wort „Hose oder Hosen findet sich in der Bibel an keiner Stelle!

Man findet in der Bibel jedoch das Wort „Beinkleider“ (5x)

2. Mose 28,42; 39,28; 3. Mose 6,3; 16,4; Hesekiel 44,18
Und du sollst ihnen leinene Beinkleider machen, um ihre Blöße zu bedecken, von den Hüften bis an die Schenkel … und den Kopfbund aus feiner Leinwand und die hohen Mützen aus feiner Leinwand und Beinkleider aus gezwirnter feiner Leinwand …Und der Priester soll sein leinenes Gewand anziehen und die leinenen Beinkleider für seine Blöße und soll die Asche wegnehmen, die das Feuer des … und soll das heilige leinene Gewand anlegen, und leinene Beinkleider sollen seine Blöße bedecken, und er soll sich mit einem leinenen Gürtel gürten … Und sie sollen einen leinenen Kopfbund auf ihrem Haupt haben und leinene Beinkleider um ihre Lenden und sollen sich nicht mit Zeug gürten, das Schweiß wirkt.

Und das Wort „Leibrock“ 38x

1. Mose 37, 3
Und Israel liebte Joseph mehr als all seine Söhne, weil er der Sohn seines Alters war; und er machte ihm einen bunten Leibrock.

Am häufigsten finden wir in der Bibel das Wort „Gewand“

Frauen trugen Gewänder: Es wird bei Frauen wie Männern von „Gewand“ gesprochen:

1.Timotheus 2, 9
Desgleichen, dass die Frauen in schicklicher Kleidung sich schmücken mit Anstand und Zucht, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarem Gewand,…

Jesus trug ein Gewand:

Markus 5, 27.28
Als die von Jesus hörte, kam sie in der Menge von hinten heran und berührte sein Gewand. Denn sie sagte sich: Wenn ich nur seine Kleider berühren könnte, …

….und auch Johannes der Täufer trug ein Gewand:

Markus 1, 6
Johannes aber trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden und aß Heuschrecken und wilden Honig…

Wie soll sich eine Frau kleiden?

1. Timotheus 2, 9.15; 1. Petrus 3, 1.5
Desgleichen auch, dass die Frauen in bescheidenem {O. anständigem ehrbarem} Äußeren {O. Auftreten} mit Schamhaftigkeit und Sittsamkeit {O. Besonnenheit, gesundem Sinn; sich schmücken, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarer Kleidung … Sie wird aber gerettet werden in Kindesnöten, wenn sie bleiben in Glauben und Liebe und Heiligkeit {Eig. Geheiligtsein} mit Sittsamkeit … Gleicherweise ihr Frauen, seid euren eigenen Männern unterwürfig, auf dass, wenn auch etliche dem Worte nicht gehorchen, {O. glauben} sie durch den Wandel {O. das Verhalten} der Frauen ohne Wort mögen gewonnen werden … Denn also schmückten sich auch einst die heiligen Frauen, die ihre Hoffnung auf Gott setzten, indem sie ihren eigenen Männern unterwürfig waren …

Vergleiche auch 2.  Kön. 9,30; Jer. 4,30; Hes. 23,40

Ich denke, dass durch diese Ausarbeitung deutlich geworden ist, dass es in unserem Vers nicht um Männerkleidung geht. Aber selbst wenn es ausschließlich um das Anziehen von Männerkleidung aus alltäglichen praktischen Gründen ginge, könnte man den Vers dennoch nicht wörtlich und bindend auf christliche Frauen anwenden. Alle äußerlichen (nicht moralischen) Vorschriften  für  Israel müssen für die Gemeinde zuerst und vor allem geistlich interpretiert werden; siehe, wie Paulus das z. B. in 1Kor 9,9f.; 10,1.11 tut; vgl. auch die Anwendung alttestamentlicher Dinge in Gal 4,21.31; Hebr 7,1.3; 9,1.14; 10,1. Offenbar findet dies jeder selbstverständlich; zumindest setzt niemand von uns noch ein Geländer auf sein Haus (V. 8) oder sieht etwas Falsches darin, seinen Acker mit zweierlei Samen zu besäen oder Kleider aus zweierlei Stoff zu tragen (V. 9.11). Und sicher tragen wir auch keine Quasten an den Zipfeln unserer Kleider (V. 12).

In all diesen Fällen gibt es eine wichtige geistliche Interpretation. Es mutet jedoch seltsam an, dass manche unseren Vers 5 niemals geistlich, sondern immer nur wörtlich interpretieren (und dann auch noch auf sehr anfechtbare Weise! siehe oben).

Ein Beispiel dafür sehen wir in 1Petr 3,3.4. Im Osten schmückten sich die Frauen, zumal bei besonderen Anlässen, gerne mit prächtigen Frisuren, sehr viel Gold und prachtvollen Kleidern. Bei christlichen Frauen soll der Schmuck jedoch nicht im Äußeren, sondern im Inneren liegen. Es heißt nicht, dass sie sich das Haar nicht flechten oder sich kein Gold umhängen dürften, denn dann dürften sie auch keine Kleidung anziehen (so steht es wörtlich da!), sondern sie sollen dies so bescheiden und maßvoll tun, dass ihr Schmuck nicht darin besteht, sondern in ihrem Inneren: im Unvergänglichen des sanften und stillen Geistes, der vor GOTT köstlich ist.

 

Autoren:

Andreas Ammann und Roland Odenwald

Literatur:

Ammann, Andreas: Darf eine Frau Hosen tragen o. Jg.

Ouweneel: Bode van het heil in Christus 121 (1978) 4, S. 89.91

Manfred Bleile

Dieser Beitrag hat 22 Kommentare

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    Manu

    5.Mose 22, 5 “ Eine Frau soll keine Männersachen auf sich haben…“
    In der Erklärung wurde gesagt dass die Frau sich nicht die Vollmacht des Mannes aneignen soll. Und die Fraunhose hat sich erst nach dem 1.Weltkrieg durchgesetzt.
    Das Interessante ist ja, dass es die feministische Bewegung war, die es als Zeichen des Abbaus der Geschlechterunterschiede nutzte. Es ist ihr gelungen ihren Gottlosen Zielen ein Stück näher zu kommen. Eine Frau die Heute eine Hose trägt sagt bewusst oder unbewusst „Ja“ zur Gleichstellung der Geschlechter, und damit entzieht sie wie es oben schon beschrieben wurde den Ermächtigten/Mann die Vollmacht. Lutz von Padberg schreibt: ,, Kinderversorgung und Hausarbeit sollen ebenso wie die Erziehung zwischen Mann und Frau bzw. der Wohngemeinschaft aufgeteilt oder von öffentlichen „Kinderderversorgungseinrichtungen“ übernommen werden. Jungen und Mädchen sollen vollkommen gleich erzogen werden, um jede Form von “ Sex-Stereotypen“ zu vermeiden.
    Dadurch werden sich die Geschlechter in Kleidung, Haartracht und Verhalten annähern…

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      Christian

      Okay, es steht aber auch geschrieben, dass am Anfang die Frau UND der Mann “Röcke (kuttoneth – “Leibröcke”) getragen haben. Wie konnte es also dazu kommen, dass der Mann anfing „Hosen“ zu tragen?

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    Jens

    Nun ja, wenn eine Frau mal bei minus 30 Grad, so wie es bei uns ab und zu mal vorkommt draußen Schneeschippen und auch die Tiere versorgen muss dann sieht man mal den Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Sicher sieht eine Frau mit Hose nicht fraulich aus, da gibt es keine Frage, nur ein Mann mit Anzug und Krawatte, der Kleidung der Hochgradfreimaurer, sprich der Knechte Satans, der Manager und Bänker sieht meines Erachtens auch nicht christlich aus.

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    Corinna Schütt

    Vielen Dank für diese erhellende Betrachtung! Für Englischsprachige gibt es hier zum Thema „Sittsamkeit“ eine aktuelle Auslegung und passende Erläuterung / Ergänzung in Blog-Form von dem kanadischen Bruder Lyndon Unger: http://thecripplegate.com/addressing-the-dressing-1/ ( mehrere Teile in Folge, sehr interessant und hilfreich!) Chairete!

    1. Roland Odenwald

      Liebe Corinna,

      herzlichen Dank für Deinen Literatur-Tipp.

      GOTTES Segen und viele Grüße

      Roland

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    H. M.

    Den Ausführungen von A Ammann und R. Odenwald stimme ich voll und ganz zu! Als ich mich mit 22 Jahren bekehrte, war ich in einer Gemeinde, in der für Frauen Hosen verpönt waren. Im Winder 73/74 kam dann die „Ölkrise“. In dem Büro, in dem ich arbeitete, waren vielleicht 17 – 18°. Ich trug ein Kleid und fröstelte den ganzen Tag, während meine Kolleginnen Hose und Pullover anhatten.
    Später fuhr ich 1 Stunde mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Versammelung (2 x umsteigen). Im Winter trug ich zwar Mantel und Stiefel, aber einen Rock. Bei soundsovielen Minusgraden bedeutete das wieder frösteln. Ich beneidetet die Männer, die sich im Winter schön warm anziehen durften. Später wurde das Hosenverbot aufgehoben. Ich war erleichtert.
    Zu meiner heutigen Gemeinde gehe ich 4,5 km zu Fuß. In der kühlen Jahrenszeit trage ich Hose und Pullover, in meiner Gemeinde kein Problem. Inzwischen bin ich 66, da fahre ich häufiger auch mit dem Rad. Enge Röcke würden sich auf dem Fahrradsattel verbeulen, weite Röcke flattern hoch.
    Natürlich sehe ich mit Kleid, Kostüm oder Rock weiblicher aus – weshalb ich mich in der warmen Jahreszeit entsprechend anziehe.
    Man könnte sagen: “ Aber früher haben die Frauen auch nicht gefroren in ihren langen Kleidern.“ Sicher, aber heute gibt es solche Kleider aus dicken Wollstoffen und dicke Wollstrümpfe im Allgemeinen nicht zu kaufen.
    Uns wurde einmal gesagt: „Ein Christ sollte nicht der Erste sein, der eine neue Mode mitmacht, aber auch nicht der letzte.“ (Wobei ein Christ natürlich nicht jede Mode mitmachen kann.) Jesus war ganz und gar nach der Mode seiner Zeit gekleidet. Er fiel in einer Menschenmenge nicht durch sein Äußeres auf (Luk. 4,30).

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    Jutta

    Es gibt Hosen, die nicht knalleng sind, und dazu längere Oberteile – sogenannte Tuniken oder Langblusen, , die gut geschnitten weiblich und adrett ausschauen. Und die man im Winter eben auch gut tragen kann.
    Richtig ist, dass es schön geschnittene längere Röcke, unter denen sich nicht alles abzeichnet, kaum gibt – respektive im Zuge der Islamisierung fällt mir auf, dass einige Mode“Labels“ umstellen.
    Aber es ist schwer – man möchte ja auch gerne Farben tragen … und nicht jede kann sich halt ihre Kleidung selbst nähen.
    Aber auch mit Hosen und Pull-over kann man mit Schals, Tüchern, Blusen, dezenter Halskette usw weiblich und ansprechend ohne aufdringlich zu sein ausschauen. Eine gute Frisur – so lang die Haare eben wachsen, nicht jede hat eine Wallemähne ( ich zb nicht ) – und gepflegt – das reicht doch.

    1. Avatar
      Ramona

      Verdammt nochmal,ich glaube es interessiert weder den lieben Gott noch Jesus oder den heiligen Geist,was die Menschen egal ob männlich oder weiblich sich anziehen!Ich denke es gibt im Christentum wichtigere Sachen!

      1. Roland
        Roland

        Hallo Ramona,

        was du glaubst oder nicht glaubst ist für mich nicht relevant. Für mich ist einzig der Wille GOTTES maßgebend, den ER in Seinem Wort (Bibel) geoffenbart hat.

        Nebenbei: Einen „lieben Gott“ gibt es nicht. Die Bibel lehrt, dass GOTT Liebe, aber auch gerecht und heilig ist.

        Daher mein Tipp: Wenn du GOTTES Willen für dein Leben erfahren möchtest, dann lies die Bibel.

        Shalom

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    Christa Felber

    Ich kann nur sagen,Gott sind nicht Äußerlichkeiten wichtig,sondern er sieht nur in das Herz von jedem Einzelnen !

    1. Roland
      Roland

      Die Bibel sagt:

      „Schlangenbrut! Wie könnt ihr Gutes reden, die ihr böse seid? – denn aus der Überfülle des Herzens redet der Mund. Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz des Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz Böses hervor.“

      Das bedeutet, dass „Äußerlichkeiten“ das wiedergeben, was in unserem Herzen ist. Wenn Hurerei im Herzen ist, wird sich eine Frau auch wie eine Hure kleiden.

  7. Sunya
    Sunya

    Ist es nicht verdächtig, dass die Menschen, was den Glauben angeht, sich am meisten über Verbote ereifern? Oft klingt es wirklich so, als wollten wir auf keinen Fall aufgeben, dem Teufel zuzuarbeiten.
    Warum wohl? – Satan liebt es und er redet den Menschen auch das tödliche Argument ein, es mache „alles“ „eh“ keinen Unterschied.
    Es macht aber sehr wohl einen Unterschied, von WEM wir uns etwas einreden lassen. Immer bedient der Widersacher unsere Süchte und Gewohnheiten.
    Siehe:
    Ich habe kürzlich die Bekanntschaft einer Schwangeren gemacht, die allen Ernstes danach googelte, wie viel Alkohol in der Schwangerschaft okay wäre! Als ich ihr sagte: NULL!, war sie beleidigt. – Dabei: Genauso wie eine Christin nicht über die Kleidung der christlichen Frau unter dem Aspekt nachdenken sollte, nur ja keine ihrer Vorlieben aufgeben zu müssen, sollte sie über Alkohol in der Schwangerschaft nicht im entferntesten nachdenken. Schwangerschaft, ebenso wie Christsein erlegt bestimmte Bedingungen und eben auch Opfer auf. Sie wollte, obwohl sie schwanger war, wenn auch in Maßen, so doch Alkohol trinken. Gleichzeitig behauptete sie, ihr Kind zu lieben, also im Herzen „rein“ zu sein.

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    Hermann

    Und ich als Mann trage wiederum keine Hosen, sondern Kilt. Ein traditionelles Kleidungsstück des freien Mannes – kein Frauenrock.

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    Silvia

    Hallo zusammen
    Es ist sehr interessant die verschiedenen Meinungen über Bekleidung zu lesen. Ich glaube das Herz eines bekehrten Christen entscheidet sich automatisch für adäquate Bekleidung und er darf dadurch auch ein Vorbild sein. Ich lese in der Bibel nicht, dass Jesus Menschen wegen ihrer Kleidung kritisierte oder ausschloss. Als Christen ist unsere Aufgabe, das Evangelium den Menschen weiterzugeben, nicht deren Kleidungsstil zu bemängeln. Ich bin als junge Christin mit zahlreichen Fingerringen und Armbändern und Halsketten in die Gemeinde gegangen, weil es mir gefiel (ich suchte nicht männliche Aufmerksamkeit). Mit der Zeit habe ich selber gemerkt, dass Christus möchte, dass wir Frauen mit unserem Charakter bestechen und nicht mit Äusserlichkeiten. Ich trage mittlerweile gar keinen Schmuck mehr, auch wenn in den Gemeinden unterschiedliche Meinungen darüber herrschen. Die Beziehung zwischen Gott und mir muss stimmen. Wir wachsen jedoch alle unterschiedlich schnell und während der eine Probleme mit Überheblichkeit hat, hat sie der andere mit Eitelkeit oder sucht Aufmerksamkeit. Satan kennt die Schwächen und nutzt diese gezielt um in den Gemeinden Zwietracht zu säen. Wollen wir ihm wirklich Gelingen schenken. Wir dürfen für diese Frage für uns selbst beten und/oder für eine Person beten, die nicht adäquat gekleidet in den Gottesdienst kommt. Falls wir uns entscheiden, eine Person auf ein Fehlverhalten hinzuweisen (egal, ob Kleidung etc.) dann bitte mit wohlwollender Liebe. Wir wollen nicht unseren Egoismus durchsetzen (mich stört das jetzt), sondern wir möchten diesen Menschen näher zu Christus bringen. Das soll unser Ziel sein, nicht unseren Willen durchzuboxen.
    Und lieber Roland, eine kleine Anmerkung für dich, den lieben Gott gibt es. Gott ist Liebe steht in der Schrift geschrieben. Liebe und Gerechtigkeit schliessen sich nicht aus, auch die Heiligkeit nicht. Gott will nur unser Bestes und liebt uns über alles. Auch in meinem Leben geht die Heilige Schrift über alles, doch wir sollten den Menschen (Ramona) mit Liebe begegnen, auch wenn sie die biblische Wahrheit (noch) nicht (so gut) kennen. Wir haben ein riesiges Privileg, wenn wir die Bibel und Gottes Willen (ansatzweise) verstehen. Es ist ein Geschenk Gottes und nicht unsere Stärke/Intelligenz oder was auch immer. Wir sind alles Sünder und mangeln der Ehre, die wir bei Gott haben sollen. Daher sitzen wir alle im gleichen Boot und dürfen einander helfen, gemeinsam ans Ziel zu kommen. Pray.trust. wait. Gott ist gut!

    1. Roland
      Roland

      Hallo Silvia,

      Deine Hypothese, dass das Herz eines bekehrten Christen sich automatisch für adäquate Bekleidung entscheidet, ist sicherlich ein frommer Wunsch. Allerdings ist dieser Wunsch auch weit ab von der Realität. Gehe mal in diverse Gemeinden und schaue Dir die Christen an, die schon jahrelang im Glauben stehen. Oftmals sind die Weltmenschen wesentlich „adäquater“ angezogen als die Christen. Und dies ist ja kein neuzeitliches Problem, denn zurzeit der Apostel bestand dieses Problem bereits. Daher lehren die Apostel über adäquate Kleidung, Schmuck usw.
      Natürlich sollten wir jungen Christen Zeit geben, dass der HEILIGE GEIST sie heiligt. Wenn allerdings jemand lange Zeit gläubig ist und einen „offenherzigen“ Kleidungsstil pflegt, sollten die Ältesten die entsprechenden Geschwister darauf hinweisen.

      Zum Mythos des „lieben Gotts“: Es ist ein gravierender Unterschied zwischen dem GOTT der Liebe, den die Heilige Schrift bezeugt und dem sog. „lieben Gott“: Unter dem „lieben Gott“ wird ein Götze verstanden, der schon mal ein Auge zudrückt und die „Fünf“ gerade sein lässt. Das ist definitiv nicht der Fall. GOTT ist nicht „lieb“, sondern ER ist die Liebe in Person und zu Seiner Liebe gehören auch Erziehungsmaßnahmen, d. h. Gerichte, die nicht „aus Pappe“ sind. GOTT ist auch in Seiner Liebe ein zu fürchtender, gerechter RICHTER und kein Papiertiger.

      Dass wir Menschen in Liebe begegnen (z. B. Ramona) schließt nicht aus, dass wir die Wahrheit weitergeben. Wenn wir die Wahrheit, die GOTT geoffenbart hat, verschweigen, hat dies nichts mit Liebe zu tun. Schau dir mal Johannes den Täufer („Schlangenbrut“) an oder Paulus (wer ein anderes Evangelium lehrt, der sei verflucht). Auch die beiden haben in Liebe das Evangelium weitergegeben.

      Dass Du für andere Menschen betest ist gut. Das schließt aber auch nicht aus, Menschen die Wahrheit zu sagen. Hier möchte ich Dich ermutigen, dass Du kein Produkt des Zeitgeistes bist, sondern lass Dich vom HERRN gebrauchen, GOTTES unverfälschtes Wort in Liebe weiterzugeben. Also, sei eine mutige Christin und vertraue dem HEILIGEN GEIST mehr als dem Zeitgeist.

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    Ulrike

    Wie bekomme ich Kontakt zu Ihnen, kenn mich nicht wirklich im Internet aus, und habe viele Fragen zum Thema Anbetung
    Gruss
    Ulrike

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    Martin

    Möchte nochmal auf den Eröffnungskommentar eingehen. 5.Mose 22,5 „Eine Frau soll nicht Männersachen tragen, und ein Mann soll nicht Frauenkleider anziehen; denn wer das tut, der ist dem Herrn, deinem Gott ein Gräuel.“
    Was für eine klare Aussage! Ich habe sehr viel Respekt vor jeder Frau, jedem Mädchen, die diesen Vers ernstnimmt und ein Zeugnis für unseren kostbaren Herrn Jesus, in unserer gottlosen Zeit ist. Seit Anfang letzten Jahres haben sich meine Töchter entschieden, Gott auch in diesem Punkt Gehorsam zu sein. Gerade in der Schule (8.Klasse), ist es eine echte Herausforderung und ein ständiges konfrontiert werden, durch Mitschüler und noch ganz viel andere Menschen.
    Lieber Gruß, Martin

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    Annegret

    Wenn ich mich recht erinnere, bin ich genau durch diesen Artikel vor einer ganzen Weile auf diese Webseite aufmerksam geworden. Ich bin jetzt 40, seit 17 Jahren verheiratet und Mutter von 7 Kindern. Ich habe bis vor ca. 8 Jahre auch immer wieder Hosen getragen. Als Kind/Jugendliche war es für mich und meine Schwester normal, sonntags und zu Feierlichkeiten oder im Sommer Röcke bzw. Kleider anzuziehen. Denn wenn man sich im Winter auf dem Schulweg durch hüfthohe Schneewehen kämpfen muss, sind dicke Hosen/Schneehosen viel praktischer (ich weiß gerade nicht, ob wir zu DDR-Zeiten schon Schneehosen hatten).
    Wir sind zwischenzeitlich in eine Gemeinde gegangen, wo es fast Pflicht war, immer Röcke zu tragen. Ich habe mich nicht von einem auf den anderen Tag dazu entschieden, aber mit der Zeit habe ich gemerkt, dass die meisten Sachen auch in Röcken machbar sind.
    Allerdings war diese „Rockpflicht“ für mich auch oft nur eine Pflicht, so dass ich fast Angst hatte, bei einer Mutter-Kind-Kur zum Sport eine Hose zu tragen.
    Ich hatte mich nach der Kur und auch nach unserem Weggang aus der Gemeinde oft mit diesem Thema beschäftigt.
    Ich trage weiterhin fast ausschließlich Röcke, wobei ich sagen muss, dass gerade das Fahrradfahren gut überlegt sein will, denn das geht nicht mit allen Röcken. Zum Sport ziehe ich eine weite Hose an.
    Unseren Töchtern haben wir es jetzt freigestellt, ob sie Röcke anziehen möchten. Sie empfanden die „Rockpflicht“ als sehr bedrückend. Maßgabe ist hauptsächlich, dass die Kleidung nicht mehr preisgibt als sie verhüllt. Deshalb lasse ich beim Einkauf gerne meinen Mann entscheiden, wenn ich mir unsicher bin.
    Ich habe vor meinen Kindern im Krankenhaus gearbeitet. Dort hatte ich fast immer eine Hose an, mal zum kürzeren Kasak, mal zum längeren Kittel. Dort war die Hose eher ein Schutz vor unangebrachten Einblicken, wenn bei der Patientenversorgung der Kittel etwas hochrutschte.
    Aus Indien hat mir mein Mann zwei traditionelle indische Frauengewänder mitgebracht, die aus einer einfachen, sehr weiten Hose sowie einem schönen, knielangem Oberteil bestehen. Dort käme, trotz Hose, niemand auf den Gedanken, dass diese Hosen für Männer wären, da sich sich sehr unterscheiden.
    Ich habe in letzter Zeit vermehrt Frauen kennegelernt, die teilweise Hosen tragen und bei denen ich nicht überrascht war, dass sie Christen sind, da ihr Verhalten und ihr sonstiges Auftreten so waren, wie ich mir das Verhalten unter Christen vorstelle. Und es gibt Leute, die trotz Röcken lieblos oder überheblich sind und damit eben keine christlichen Tugenden verkörpern. (dazu musste ich mich leider früher auch mal zählen).

    Ich stelle mir halt immer vor, wie Paulus zu den verschieden Völkern gegangen ist. Dort hat er wahrscheinlich niemandem gesagt, dass man fortan die traditionellen jüdischen Kleider tragen solle, sondern hat nur gesagt, dass die Kleidung (vor allem der Frau) sittsam, keusch und nicht verschwenderisch sein soll.
    Das sind jetzt meine persönlichen Meinungen, die eigentlich ja nicht relevant sein sollten. (siehe im Text oben)
    Es ist eben ein ständiger Wachstumsprozess. Gerade ein junger Christ versteht und kann noch nicht alles. Ich vergleiche das oft mit meinen Kindern, die auch viel lernen müssen / mussten , und selbst als gestandene Mutter lernt man nie aus.
    Lieben Gruß und danke für die vielen Artikel, die einen zum Nachdenken anregen bzw. auch ermutigen.

    1. Roland
      Roland

      Liebe Annegret,

      herzlichen Dank für Deine Antwort. Ich finde, dass Du dieses Thema hundertprozentig auf den Punkt bringst.

      Gut finde ich, dass Eure Töchter selbst die Entscheidung treffen können, ob sie Hosen/Röcke tragen möchten. Das ist für mich auch der einzige „gangbare“ Weg, denn wenn Druck ausgeübt wird, endet das meistens in Heuchelei. Die Frau trägt eben „Rock“, weil es von ihr erwartet wird – und vielleicht ist das gar nicht die innere Überzeugung der Schwester; wenn dies der Fall ist, wird sie zur Heuchelei verführt.

      Du hast die Quintessenz des Artikels super formuliert:

      „… sittsam, keusch und nicht verschwenderisch sein soll“

      Von daher ist es egal, ob eine Frau einen Rock oder eine Hose trägt; wichtig ist, dass die Kleidung sittsam, keusch und nicht verschwenderisch ist. Das gilt natürlich nicht nur für die Kleidung von Frauen, sondern auch von Männern.

      Sei gegrüßt mit Sacharja 8,16

      Maranatha
      Roland

  13. Avatar
    D.Klaus

    Hallo Ihr Lieben !
    Ich kann dem nur zustimmen, vor allem weil es Schriftgemäß ist, nicht weil ich ein Mann bin.
    ……Du hast die Quintessenz des Artikels super formuliert:

    „… sittsam, keusch und nicht verschwenderisch sein soll“

    Von daher ist es egal, ob eine Frau einen Rock oder eine Hose trägt; wichtig ist, dass die Kleidung sittsam, keusch und nicht verschwenderisch ist. Das gilt natürlich nicht nur für die Kleidung von Frauen, sondern auch von Männern.

    Leider ist es einigen Christen anscheinend egel ob sie jemanden aufreizen. Männer schauen eher wie Frauen… Wir sollte bemüht sein andere nicht zu versuchen.
    Liebe…!
    Euer Klaus

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    Tobias Bäuerle

    Ich freue mich wenn Frauen und Mädchen Röcke tragen, dadurch setzen sie ein deutliches
    Zeichen wider die Gleichgeschlechtlichkeit. Männer können dies durch das Tragen von Hosen
    und das Tragen eines Bartes tun, denn Gott schuf den Menschen als Mann und Frau.

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