Der Darbysmus

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Vorbemerkung: Zum besseren Verständnis der Ausarbeitung sollte vorher der Artikel über die „Brüderbewegung“ gelesen werden. In diesem Artikel sollen signifikante Lehren der Darbysten dargestellt und biblisch beurteilt werden. Ich konzentriere mich dabei auf die darbystische Bewegungen (exklusive und freie Versammlungen der Brüderbewegung). Mir ist bewusst, dass es lehrmäßig auch Überschneidungen mit den „offenen“ Gruppierungen der Brüderbewegung gibt.

 

Inhaltsverzeichnis:

Wer war John Nelson Darby?

Die drei Evangelien der Darbysten

Die „drei Arten der Leiden“ CHRISTI am Kreuz

Die Darbysten leugnen die sühnewirkende Wirkung des Todes CHRISTI

Die Schwestern in der Gemeinde

Das Mahl des HERRN

Der Dispensationalismus

Die Leugnung der Apostasie

Wie beurteilen die Darbysten ihre Schriftauffassung?

Die Folgen des Darbysmus

 

Der Begriff „Darbysmus“ geht auf John Nelson Darby zurück. Wer war dieser John Nelson Darby?

DARBY, John Nelson, der Führer des Darbysmus, der darbystischen Absplitterung von den Plymouthbrüdern, * 18.11. 1800 in London aus irischem Aristokratengeschlecht, † 29.4. 1882 in Bournemouth (Südengland). – Nach dem DarbyBesuch des Westminstergymnasiums in London hielt sich D. eine Zeitlang auf den Gütern seiner Eltern in Irland auf, um dort Land und Leute kennen zu lernen. Auf Wunsch seines Vaters studierte er an dem Trinity-College in Dublin die Rechte und bestand mit 19 Jahren mit Auszeichnung das Examen. D. verzichtete aber auf die glänzende juristische Laufbahn und entschloß sich zum Studium der Theologie, weil er in den schweren inneren Kämpfen und Anfechtungen, die schon in seinem 18. Lebensjahr begonnen hatten, nicht zur Ruhe kam. Seinem Vater gegenüber beharrte D. bei diesem Vorsatz. Deswegen kam es zu einem Zerwürfnis. Der Vater enterbte ihn und söhnte sich erst kurz vor seinem Tod mit ihm aus. Auch nach dem Bruch mit seinem Vater entbehrte D. äußerlich nichts, da ein wohlhabender Onkel ihn reichlich versorgte und ihm später sein großes Vermögen vermachte. D. wurde mit 25 Jahren Diakon und bald nach seiner Priesterweihe, die er 1826 durch den Erzbischof Magee empfing, Pfarrer zu Catary in der Grafschaft Wicklow. D. arbeitete in reichem Segen unter den irischen Katholiken, denen die liberale englische Regierung um diese Zeit die gesetzliche Gleichberechtigung zuerkennen wollte, während die hochkirchliche Partei in England es mit allem Nachdruck zu hintertreiben suchte. Auch der Erzbischof Magee erhob öffentlich Protest gegen die Pläne der Regierung, worauf die meisten seiner Pfarrer eine Denkschrift an das Parlament sandten, in der sie um Schutz der ihnen gefährdet scheinenden englischen Hochkirche baten. D. verletzte sich während seiner Tätigkeit in dem ländlichen Kirchspiel Catary einen Fuß, zu dessen Heilung er sich für längere Zeit nach Dublin begeben mußte. Dort wurde D. mit einigen freikirchlich gerichteten Männern bekannt, die für seine Fragen und Nöte Verständnis hatten und ihm mit Hilfe der Heiligen Schrift Klarheit zu geben versuchten. Nach erfolgter Heilung kehrte er in seine Arbeit zurück. Inzwischen hatte der Erzbischof in seinem Hirtenbrief verlangt, daß die zur anglikanischen Kirche übertretenden Katholiken einen besonderen Untertaneneid gegenüber dem König leisten sollten. Auf Grund seiner in Dublin gewonnenen Anschauungen über das Wesen der Kirche, ihre Lehre und Verfassung nahm D. öffentlich dagegen Stellung und veröffentlichte 1827 die Schrift »Freimütige Betrachtungen, bestimmt für den Erzbischof von Dublin und die Geistlichkeit«, in der er das Vorgehen des Erzbischofs einer scharfen Kritik unterzog, die ihm einen amtlichen Verweis einbrachte. Schon lange hegte D. Zweifel an der kirchlichen Lehre der apostolischen Sukzession, der ununterbrochenen Aufeinanderfolge der Amtsübertragung des Priestertums von den Aposteln bis zu den jetzigen Amtsträgern. Er bestritt die Berechtigung dieser Lehre, nach der ein römischer Priester keiner neuen Weihe bedarf, wenn er zur anglikanischen Kirche übertritt und als Geistlicher angestellt werden will, während ein Pfarrer einer evangelischen Kirche die Priesterweihe empfangen muss, um im Dienst der anglikanischen Kirche verwandt werden zu können, weil jede nicht von einem Bischof vorgenommene Ordination ungültig ist. Da sein inneres Verhältnis zum Staatskirchentum erschüttert und seine freikirchliche Anschauung über das Wesen und die Verfassung der Kirche inzwischen erstarkt war, gab D. 1827 freiwillig sein Amt auf, trat aber nicht aus der anglikanischen Kirche aus. Er zog sich in das stille Hochland seiner Heimat zurück und lebte ärmlich und einsam ein Jahr lang in einer Bauernhütte, forschte betend in der Schrift und besuchte als predigender Einsiedler die Umwohnenden. Seine Freunde suchten ihn auf und erklärten ihm, dass »es nicht gelte, zu entfliehen, sondern zu erobern«. In diesem Ruf seiner Freunde erkannte D. einen Wink vom Herrn und durchzog nun sein Heimatland als Wanderprediger. Er ließ sich 1832 in dem irischen Städtchen Limerick nieder, um dann und wann von seinen Predigtreisen nach hier zur stillen Sammlung zurückzukehren. D. nahm teil an den Zusammenkünften des Kreises um Edward Irving auf dem Schloss Albany der Gräfin Handington und auch an den monatlichen Erbauungsversammlungen auf dem Schloss der Gräfin Powerscourt und kam in Dublin im Haus Hutchisons zu gemeinsamer Schriftbetrachtung und besonderer Feier des Abendmahls mit einigen Freunden zusammen, die die Kirche nicht reformieren, aber auch keine neue bilden wollten. Er besuchte in Bristol Georg Müller und in Oxford, Exeter, London und an anderen Orten die entstandenen Gemeinschaftskreise, die am ersten Tag der Woche zum »Brotbrechen« zusammenkamen, aber Taufe, Begräbnis und andere Amtshandlungen der Kirche überließen, und pflegte Gemeinschaft mit den Plymouthbrüdern (s. Groves, Antony Norris), die man so nannte, weil die Bewegung in der Hafenstadt Plymouth großen Eingang fand. Schon zur Zeit seiner Amtsniederlegung hatte D. die Schrift »Natur und Einheit der Kirche Christi« veröffentlicht, in der er die Anschauung vertrat, dass es wahre Gläubige überall gebe, die die wahre Kirche bilden, diese aber sich nicht in einer bestimmten Gemeinschaft darstelle. Er forderte die Absonderung von der Kirche und die »Versammlungen« wahrhaft Gläubiger und Wiedergeborener, geeint und geleitet allein durch den Heiligen Geist, die als »die Heiligen der Endzeit« der nahen Wiederkunft Christi und dem Tausendjährigen Reich entgegenharren. D. widmete sich der neuen Erkenntnis mit restloser Hingabe und Opferbereitschaft bis an sein Lebensende und setzte seine ganze Tatkraft und auch sein Vermögen für die »Brüderbewegung« ein, ließ Herkunft und Verwandtschaft fahren, blieb ohne Familie und arbeitete auf zahlreichen Reisen rastlos für die neue Überzeugung. Er reiste 1836 nach Frankreich, besuchte 1837 die Schweiz und blieb dort bis Ende 1838. Von Januar bis August 1839 hielt sich D. noch einmal in England auf, um dann vom Spätherbst 1839 bis Juli 1843 in der Schweiz und Frankreich zu weilen. In der Schweiz, wo Genf und Lausanne seine Hauptstützpunkte waren, fand er, an frühere Erweckungen anknüpfend, ein außerordentlich dankbares Arbeitsgebiet. Von August 1843 an war D. kurze Zeit in England, reiste 1844 wieder nach Frankreich und Lausanne und kehrte im März 1845 nach England zurück, wo der erste große Lehrstreit ausbrach. Er wohnte in Plymouth und blieb dort bis Dezember 1847. Anfang 1848 reiste D. wieder nach Frankreich und der Schweiz, eilte aber nach Plymouth zurück, weil neue Zwistigkeiten hin und her in den Gemeinschaftskreisen ausgebrochen waren, die mit völliger Trennung Georg Müllers von ihm endeten. 1850-54 wirkte er abwechselnd in Frankreich, in der Schweiz und in England. Auf Bitten seines Bruders William, der seit 1848 in Düsseldorf wohnte, und auf Einladung des Julius Anton von Poseck und Karl Brockhaus kam D. im September 1854 zum erstenmal nach Deutschland, wo er in Barmen und Elberfeld wohnte und bis zum nächsten Sommer blieb. Während dieser Zeit übersetzte D. mit von Posecks Hilfe das Neue Testament. Vom Herbst 1855 bis zum Herbst 1857 bereiste er unermüdlich Frankreich, Großbritannien und Holland. Im Oktober 1857 war D. in Elberfeld und besuchte in dieser Zeit auch die internationale Allianzkonferenz in Berlin, wo es zu einer eingehenden theologischen Aussprache mit August Tholuck kam. Von Januar 1858 bis zum Sommer 1860 hielt er sich in England auf und arbeitete in den beiden folgenden Jahren wieder in Frankreich, Holland, der Schweiz und in Deutschland. 1862 reiste D. zum erstenmal nach den Vereinigten Staaten und Kanada, blieb dort ein Jahr und wirkte dann noch anderthalb Jahre in Frankreich, Deutschland und der Schweiz, bevor er 1865 nach England zurückkehrte. Nach kurzem Aufenthalt ging D. zum zweitenmal nach Amerika und blieb dort zwei Jahre. In den folgenden Jahren besuchte er außer Frankreich und der Schweiz noch Italien und Spanien. Von Dezember 1869 bis zum Sommer 1870 weilte D. in Elberfeld und übersetzte mit Hilfe des Schweizer Altphilologen Dr. Alfred Rochat und des holländischen Philologen A. J. Voorhoeve das Alte Testament. Die Gesamtausgabe der Bibel, die sog. »Elberfelder Bibel«, erschien 1871, nachdem der Druck der neutestamentlichen Übersetzung bereits 1855 erfolgt war. Durch den Deutsch-Französischen Krieg wurde D. 1870/71 in England festgehalten, wirkte aber nach Kriegsende wieder in Frankreich, Deutschland und der Schweiz. 1874/75 durchquerte er noch einmal Nordamerika, reiste dann von San Francisco nach Australien und Neuseeland und stattete mit 76 Jahren wiederum Nordamerika einen Besuch ab. Danach war D. in England und dann zum letztenmal in Deutschland, der Schweiz, in Italien und Frankreich. Mit 79 Jahren kehrte er endlich nach England zurück und war dort noch bis zuletzt schriftstellerisch tätig. Das Ideal seines Lebens hatte D. nicht erreicht, weil von »Einheit« nichts zu sehen war. Von 1845 an hatte er eine Absplitterung nach der anderen erleben müssen, durch die er stets einige seiner besten Stützen verlor, kurz vor seinem Tod noch E. Cronin und William Kelly, mit denen er mehr als 50 Jahre Seite an Seite gestritten hatte.

Werke: The collected writings of J. N. D. Edited by William Kelly, 34 Bde., London 1867-1900; Kingston-on-Thames 1956 ff. 1962 ff. – Letters of J. N. D., 3 Bde., London 1886-89. – Betrachtungen über das Wort Gottes (Synopsis of the books of the Bible, dt.). Jes bis Mal, Weidenau (Sieg) 1961; 1. Sam bis Hhld. 1962: 1. Mo bis Rt, 1964.“

(Quelle: www.bautz.de)

Die drei Evangelien der Darbysten

Die Darbysten bringen es fertig, drei (mit drei verschiedenen Inhalte) Heilsbotschaften in der Bibel zu „entdecken“:

1. Evangelium der Gnade: Die neutestamentliche Gemeinde (Braut CHRISTI) sei ein Phänomen ausschließlich in der jetzigen Dispensation. Alle Gläubigen vor- und nachher gehören deshalb nicht zur „Braut CHRISTI“ und müssen daher durch ein anderes Evangelium errettet werden:

2. Evangelium des Reiches: Hier wird der HERR JESUS als König erwartet, der ein irdisches Köngreich aufrichtet. Die Darbysten entwickelten die Theorie, dass die alttestamentlichen Gläubigen bzw. die Gläubigen während der Trübsalszeit und des Milleniums an dieses „Evangelium“ glaub(t)en.

3. Das in der Schöpfung angelegte Evangelium: Die Heiden können ohne das biblische Evangelium errettet werden, indem sie dem Licht der Natur und ihres Gewissens treu folgen. Allerdings gehörten solche „Gläubige“ nicht zur Braut CHRISTI, deshalb werden sie die Ewigkeit nicht im Himmel verbringen, sondern auf der neuen Erde (gemeinsam mit den unmündig gestorbenen Kindern und des Gläubigen des Alten Testaments). Dieses „Evangelium“ erinnert stark an das „Evangelium“ der Zeugen Jehovas: Die Zeugen lehren, dass nur 144.000 Personen in den Himmel kommen und die anderen „Gläubigen“ dürfen die Ewigkeit auf der neuen Erde zubringen).

 

Eine weitere Irrlehre der Darbysten ist die Lehre von den

„drei Arten der Leiden“ CHRISTI am Kreuz

Die Darbysten behaupten, dass CHRISTUS ausschließlich in den letzten drei Stunden Seiner sechs Stunden am Kreuz die Sünden der Menschheit getragen hätte. Sie begründen ihre Lehre damit, dass eine Art der Leiden von seiten der Menschen gekommen sei, eine andere sei für einen jüdischen Überrest erlitten worden. Die letztgenannte Gruppe soll nach darbystischer Lehre in der künftigen Trübsalzeit wieder in Erscheinung treten. Diese beiden Gattungen sind nach der darbystischen Ideologie weder stellvertretnd noch sühnend! Sühnung würde daher nur die Leiden CHRISTI erwirken, die von der Hand GOTTES stammen. Als diese Irrlehre verkündet wurde, wandten sich einige bis dahin führende „Brüder“ von diesem System ab. Das ideologische Gedankengut zu dieser Irrlehre sieht wie folgt aus: Die Grundlage dazu bildet vor allem Psalm 69. Das Sühneopfer kam durch das Trinken des Kelches vollständig zustande, als CHRISTUS von Seinem Vater verlassen wurde. Mit dem Geschlagenwerden in Psalm 69,26 sei angeblich nicht das Sühneopfer gemeint. Die Schläge und der Tod CHRISTI werden nicht als sühnend bezeichnet. Ist nicht eine hochgradige Lästerung? Als Beleg für diese unglaubliche Irrlehre möchte ich Darby zitieren:

Ich finde in der Schrift nicht, dass der Begriff des Schlagens jemals für die Sühnung verwendet würde (obwohl die Sühnung ebenfalls erwirkt wurde, als er geschlagen wurde). Der Begriff wird benutzt, um das Abgeschnittensein des Messias in Verbindung mit den Juden zu beschreiben. Das Verlassensein von seinem Gott ist das, was in der Schrift als jenes Werk bezeichnet wird, das völlig einzigartig ist. Sie nutzten die Gelegenheit, daß Gottes Hand über dem einen Leidenden lag, um seiner Last und seinem Leid noch mehr hinzuzufügen. Hier geht es nicht um Sühnung, aber die Sünde und das Geschlagenwerden von Gott sind da. Folglich finden wir hier das Empfinden der Sünde (Psalm 69, 5). Dies waren in Bezug auf Christus natürlich nicht seine eigenen, persönlichen Sünden, sondern die des Volkes. In gewissem Sinne können wir auch sagen, unsere, aber besonders die des Volkes. Aber wir haben hier klare Belege, daß dies keine sühnenden Leiden waren (Quelle: „Die Leiden Christi“).

Darby vergleicht den Psalm 22 und den Psalm 69 miteinander und stellt die Hypothese auf, dass CHRISTUS in dem Psalm 22 alleine war und dass deshalb Seine Leiden Sühnung bewirken konnten. Im Psalm 69 meint Darby zu erkennen, dass andere Menschen mit dem HERRN JESUS in Verbindung standen (Vers 26) und deshalb Sein Leiden Sühnung für die Sünden erreichte.

Es ist offensichtlich, dass diese Theorie völlig unbiblisch ist. Diese künstliche Unterscheidung bzgl. der Leiden CHRISTI lehrt die Bibel nicht. Auch das „Argument”, dass der HERR zusammen mit anderen gelitten hatte und deshalb diese Leiden keine Sühne erwirkten, hat keine biblische Grundlage. Unser HERR erlitt den gleichen Tod wie die beiden Diebe neben ihm. Die Bibel bezeugt, dass der Tod unseres HERRN die Sühnung unserer Sünden bewirkte und der Tod der beiden Diebe. Dies zeigt, dass es nicht darauf ankommt, wie der HERR für uns litt, sondern dass er als unfehlbares Lamm für uns die Strafe auf Sich nahm. Darby bestätigt, dass seine Sonderlehre angeblich nur in den Psalmen zu finden sei und dass die Apostel von dieser Lehre nichts wussten.

Die Darbysten leugnen die sühnewirkende Wirkung des Todes CHRISTI

Die Darbysten behaupten weiterhin, dass der Tod CHRISTI unsere Sünden nicht gesühnt hat, sondern Sein Trinken des Kelches des Zornes. An dieser Stelle möchte ich noch einmal den Chef-Ideologen selbst zitieren:

Die wirkliche Sühnung war nicht allein der Akt des Todes Christi, so kostbar dieser auch war. Natürlich war der Tod für die Sühnung notwendig, so wie für andere Gegenstände der Ratschlüsse Gottes, aber die Sühnung hängt allein von dem ab, was der Herr von Gottes Seite her erlitt, als er zur Sünde gemacht wurde, nicht allein im Leib, sondern auch in seiner Seele, unter dem göttlichen Zorn. Viele wurden neben dem Herrn gekreuzigt, aber dort wurde in keiner Weise Sühnung erbracht (Darby, J. N.: Bible Treasury, September 1866, S. 137).

Dieses Zitat zeigt, dass die Darbysten eine künstliche Trennung vornehmen zwischen den Leiden (bewirken Sühnung für unsere Sünden) und dem Tod (bewirkt angeblich keine Sühnung für unsere Sünden) JESU.

Die Bibel sagt:

Römer 5, 10; Galater 3, 13; Johannes 10, 15b
Denn wenn wir, da wir Feinde waren, mit GOTT versöhnt wurden durch den Tod Seines Sohnes, viel mehr werden wir, da wir versöhnt sind, durch Sein Leben {O. in Seinem Leben, d.h. in der Kraft desselben} gerettet werden. (unrev. Elberfelder Übersetzung. Diese Übersetzung wurde übrigens durch die Mithilfe Darbys erstellt). CHRISTUS hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist (denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der am Holze hängt!“)  und Ich lasse mein Leben für die Schafe

Die Darbysten haben die Theorie entwickelt, dass das Leiden, das unserem HERRN durch Menschenhand zugefügt wurde, keine sühnende Wirkung hätte.

Die Bibel unterscheidet jedoch nicht zwischen einem Leiden von Menschen und einem Leiden von GOTT verursacht:

Apostelgeschichte 2, 23b
habt ihr genommen und durch die Hände der Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und getötet.

Das Wort GOTTES bezeugt, dass unser HERR auch durch Menschen dieses unsagbare Leid zugefügt wurde.

 

Die Schwestern in der Gemeinde

Bei den Darbysten besteht für die Frauen ein grundsätzliches Redeverbot in der Versammlung.  Mir ist ein Fall bekannt, dass eine „Brüdergemeinde“ eine Spaltung erlebt hat, weil sich die „Brüder“ nicht einigen konnten, ob Frauen Lieder vorschlagen durften (die Spaltung wurde noch durch einige andere „Lehrstreitigkeiten“ hervorgerufen). Andere „Brüder“ stritten sich darum, ob eine Frau ohne Kopfbedeckung das Versammlungslokal betreten durfte.

Das darbystische Frauenbild wird durch die „Hausordnung“ eines Forums deutlich beschrieben:

Frauen haben sich im Forum zurückzuhalten wie es die Schrift verlangt!

Wo steht in der Bibel, dass sich Frauen im Forum zurückhalten sollen? Vermutlich ist hier folgende Bibelstelle gemeint:

1. Korinther 14, 34.35
Eure Frauen sollen in den Gemeinden schweigen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt. Wenn sie aber etwas lernen wollen, so sollen sie daheim ihre eigenen Männer fragen; denn es ist für Frauen schändlich, in der Gemeinde zu reden.

Erstens bezieht sich dieser Bibeltext nicht auf ein Forum, sondern auf die Gemeinde JESU. Dass ein Internet-Forum nicht mit der Gemeinde JESU gleichzusetzen ist, bedarf sicherlich keiner weiteren Erklärung. Zweitens ist es wichtig den unmittelbaren Kontext zu berücksichtigen: Oberflächlich betrachtet würde dieser Vers bedeuten, dass Paulus den Frauen pauschal Weissagung, Predigt, Lehre oder Beten (oder vielleicht auch, wenn man den Kontext ansieht, das Zungenreden) verbietet, wenn die Gemeinde zusammenkommt. Wir wissen jedoch, dass es Prophetinnen gab (Apostelgeschichte 21,9), und natürlich hatten auch nicht alle Frauen Ehemänner, die sie zu Hause fragen konnten. Letztere Aussage beweist denn auch, dass Paulus hier auf eine ganz bestimmte Frage antwortet (Was aber das betrifft, wovon ihr mir geschrieben habt…, 1. Korinther 7,1), die die Korinther ihm gestellt hatten: die Frage, ob die Ehefrauen mit ihren Männern während des Gottesdienstes über das Gesagte diskutieren dürfen. Das würde Unruhe schaffen, selbst wenn die Frau neben ihrem Mann säße; falls die messianischen Gläubigen jedoch die allgemeine jüdische Praxis jener Zeit befolgten (wie es die Orthodoxen noch heute tun), dann saßen Frauen und Männer getrennt, und es war ganz einfach untragbar, dass sie sich mit Zurufen über die Mechizah (die Trennwand) hinweg verständigten. Paulus platziert die Anweisung bewusst an dieser Stelle, weil er sich hier mit Fragen des Anstands und der öffentlichen Ordnung in Gemeindeversammlungen befasst; sein Rat klingt nur dann barsch und abrupt, wenn man ignoriert, dass er die relevanten allgemeinen Grundsätze bereits angesprochen hat und dass die Fragesteller mit dem Problem vertraut sind, da sie es überhaupt erst aufgebracht haben.

Weiter heißt es in der „Hausordnung“ des obigen Forums:

Frauen dürfen Fragen und Rückfragen im Forum stellen, es ist ihnen aber untersagt, selbst zu lehren und autoritativ zu schreiben wie: ‚Ich denke, dieser Vers sagt dies…’ ‚Bei diesem Vers geht es um …’ ‚Die Schrift meint mit Gnade dies und ganz sicher nicht dies’ ‚Das ist so zu verstehen.’ Somit sollte jede weibliche Forumsteilnehmerin sorgfältig mit ihren Fragen und ihren Worten umgehen und selbst darüber wachen, was sie schreibt. Wann eine Frau autoritativ lehrt bestimmt der Eigentümer von www.bibelkreis.ch. (Quelle: www.bibelkreis.ch  Hausordnung des Forums (Version 1.6) – Stand vom 03.11.2004).

Das Wort GOTTES stellt kein generelles Lehrverbot für Frauen auf. Die Bibel lehrt, dass Frauen in der Gemeinde nicht autoritativ (gr. DIDASKO) lehren dürfen (1. Timotheus 2,12), aber sie dürfen und sollen Männer, Frauen und Kinder unterweisen (gr. KATECHEO und SOPHRONEO); vgl. Apostelgeschichte 18,25.26; Titus 2,3-5. Wann eine Frau autoritativ lehrt, bestimmen in einer biblischen Gemeinde natürlich nicht die Darbysten, sondern das Wort GOTTES (unbenommen davon bleibt natürlich, dass der Foruminhaber für sein Forum selbst festlegen kann, wann eine Frau angeblich autoritativ lehrt): Autoritatives Lehren bedeutet nicht, dass bestimmte Formulierungen gebraucht werden      („Ich denke, dieser Vers sagt dies…“ usw.), sondern „Lehren als Leiterdienst mit Autorität“ (gr. DIDASKO). Dieser Ausdruck beinhaltet die Praxis des Lehrens im Rabbinat (autoritativ). Das hebräische Wort für DIDASKO lautet MASKIL und bedeutet im Judentum z. Zt. JESU die Auslegung der Tora und der Entscheidung von Rechtsfällen. Der Rabbi besitzt Schüler, die seine Auslegung und seine Entscheidungen studieren. Diese Schüler (hebr. TALMIDIM) sind dem Lehrer gegenüber zu Respekt und Gehorsam verpflichtet. Außerdem bezeichnet DIDASKO die Anweisung von militärischen Instruktionen in einem kaiserlichen Befehlsschreiben. Übrigens ist es sinnvoll, wenn nicht nur weibliche, sondern auch männliche ForumsteilnehmerInnen sorgfältig mit ihren Fragen und ihren Worten umgehen und selbst darüber wachen, was sie schreiben.

Das Thema „Die Frau in der Gemeinde“ wird an anderer Stelle ausführlich behandelt.

Das Mahl des HERRN

Die Darbysten sind der Meinung, dass jeder, der am Herrenmahl teilnimmt, sich automatisch mit den Lehren der jeweiligen Gemeinde/Kirche identifiziert (Voraussetzung ist natürlich, dass dem Teilnehmer (TN) die Lehren bekannt sind). Diese Auffassung der Darbysten wird auch als „Identifikationslehre“ bezeichnet.

Als Belegstelle möchte ich noch einmal den Chef-Ideologen persönlich zitieren:

Es ist oder zumindest war mit Absicht in Bethesda beschlossen, dass Lästerungen zugelassen werden sollten. Ich nenne das Gleichgültigkeit gegenüber Christus. Wie soll ich es anders nennen? Für eine solche Trennung ist ein gewichtiger Grund nötig, und es ist nur recht und billig, wenn ich sage, wie er lautet. Sie identifizieren sich erklärtermaßen damit; denn Gemeinschaft ist Identifikation mit dem Grundsatz dieser Versammlung. Deshalb sind Sie der gleichen Sünde schuldig … Ich frage Sie eins: Denken Sie, Sie sollten in Laodiza bleiben, um aus Christi Mund ausgespien zu werden? … Sie dürfen sich nicht wundern, wenn andere Personen Grundstäze ablehnen, die in eine solche Richtung führen … Ich kann allein gehen, ich bin nicht der erste“. (Darby, J. N.: Collected Writings, Bd. 20, S. 207f.). Darby fährt fort: „Ich denke auch nicht, dass jemand, der regelmäßig abwechselnd einmal hierhin und einmal dorthin geht, überhaupt irgendwo in Aufrichtigkeit teilnehmen kann; er stellt sich selbst über jede Versammlung und lässt sich zu jeder herab. (Darby, J. N.: Letters, Bd. 2, S. 12 [Brief vom 19. April 1869]).

Die Darbysten haben ihre Lehre weiterentwickelt, denn sie lehren eine Art „Kollektivschuld“, indem sie 1. Korinther 10 so auslegen, dass der Teilnehmer auch „in seinen Verbindungen rein“ sein muss. Mit Verbindungen ist der Kontakt zu anderen Gemeinden/Kirchen gemeint. Das bedeutet, wenn jemand am Mahl des HERRN außerhalb des Darbysmus teilnimmt, darf diese Person nicht mehr am Tisch des HERRN innerhalb des Darbysmus teilnehmen. Diesen Vorgang bezeichnet man auch als „Separation des zweiten Grades“.

Die Bibel kennt weder eine  „Identifikationslehre“ noch eine „Kollektivschuld“ bzw. eine „Separation des zweiten Grades“ beim Herrenmahl. Das Wort GOTTES lehrt:

1. Korinther 11, 27-33
Wer also unwürdig dieses Brot isst oder den Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig am Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prüfe aber sich selbst, und so soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken; denn wer unwürdig isst und trinkt, der isst und trinkt sich selbst ein Gericht, weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet. Deshalb sind unter euch viele Schwache und Kranke, und eine beträchtliche Zahl sind entschlafen. Denn wenn wir uns selbst richteten, würden wir nicht gerichtet werden; wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir vom Herrn gezüchtigt, damit wir nicht samt der Welt verurteilt werden.

Die Bibel lehrt explizit, dass die Gläubigen sich selbst prüfen sollen und dass sie die Verantwortung dafür übernehmen. Die Gemeinde hat m. E. die Aufgabe, die Gläubigen über diesen Sachverhalt vor dem Mahl des HERRN darüber zu informieren. Aber das „Prüfen“ und die Verantwortung kann dem Einzelnen von der Gemeinde nicht abgenommen werden.

Selbstverständlich soll das Mahl des HERRN nur den Wiedergeborenen zugänglich gemacht werden. Aber die Angst der Darbysten, durch die Teilnahme Unwürdiger am Herrenmahl selbst belastet zu werden, rückt das Gedächtnismahl in ein magisches Verständnis und ist unbiblisch. Bedenke: Beim allerersten Herrenmahl trank sogar ein Judas Ischarioth aus dem Kelch. Der HERR wehrte es ihm nicht, sondern reichte ihm selbst den Bissen. Judas wurde dann aber auch zum Beweis dafür, dass der unwürdige Teilnehmer sich selbst zum Gericht trinkt.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es in dem Artikel „Das Mahl des HERRN“

 

Der Dispensationalismus

Der Dispensationalismus ist ein Schwerpunkt darbystischer Lehre. Eine biblische Beurteilung dieser Irrlehre findet sich an anderer Stelle.

 

Die Leugnung der Apostasie

Der Begriff „Apostasie“ stammt aus dem Griechischen (APOSTASIA) und bedeutet wörtlich „Abstehen“. Damit ist der Abfall (Lossagen) von dem lebendigen GOTT gemeint. Eine andere Übersetzungsmöglichkeit ist „Revolte“ oder „Rebellion“. Nach der häretischen Ansicht der Darbysten kann ein wiedergeborener Christ nicht von dem lebendigen GOTT abfallen (die Darbysten bezeichnen diese Irrlehre moderat als „ewige Heilssicherheit“). Eine biblische Beurteilung dieser Irrlehre findet sich an anderer Stelle.

 

Wie beurteilen die Darbysten ihre Schriftauffassung?

Diese Frage kann man kurz und knapp beantworten: Die Darbysten sind der Auffassung, dass nur ihre Schriftauffassung die richtige ist. (vgl. Hauss, F.: Väter der Christenheit, S. 46 und 66). Eine Belegestelle soll die Selbsteinschätzung der Darbysten bestätigen:

Ohne Zweifel sind die Zeiten schwer und die Gefahren groß, und der Herr erlaubt, da Satan die Herde sichtet. Irrlehren von allerlei Art, eine stetige Abnahme der Gottesfurcht und eine dementsprechende Zunahme des Eigenwillens und der Weltlichkeit unter den Gläubigen drohen das letzte Zeugnis der Wahrheit zu vernichten. Aber alles dieses hebt die Verheiung des Herrn nicht auf, in der Mitte derer zu sein, die in Seinem Namen versammelt sind. Wie finster auch die Nacht um uns her ist, so kann sie doch nicht finsterer sein als diejenige, in welcher der Herr überliefert wurde. (Botschafter des Heils in Christo 40 (1892), S. 60.)

 

Die Folgen des Darbysmus

Unabhängig von der spezifischen Lehre die vertreten wird, tendieren in sich geschlossene Systeme – wie der Darbysmus – dazu fundamentalismusanfällig zu machen, bzw. verwandeln sie das Fundamentale im Glauben in eine fundamentalistische Konkretisierung der Letztgrundsätze mit bestimmten, charakteristischen Grundzügen:

a) Intransigenz

Mit unversöhnlicher Unnachgiebigkeit verteidigt der Darbyst seinen Glauben, d.h. genauer: jene Sätze, die ihn, seiner Ansicht nach, als solchen konstituieren. Sie müssen fest sein und festgehalten werden, sonst brechen Glaube, Gemeinde und Christentum zusammen. Und wenn dies passiert, dann sieht sich der Darbyst auch um seine Identität gebracht. Besonders deutlich kann man das bei bestimmten Sekten beobachten (z. B. Zeugen Jehovas, die bestimmte Wachtturm-Sprüche stereotyp wiederholen. Wenn man diese Sprüche hinterfragt, stellt man oft fest, dass der „Zeuge“ mit der Beantwortung der Fragen völlig überfordert ist). So kommt alles darauf an, Selbst- und Glaubenssicherheit zu finden. Das geschieht am besten, wenn man sich in ein Glaubenssystem wie in eine Festung verschanzt. Mit Hilfe einer Kriegsmetaphorik werden die anderen als Feinde bezeichnet, die man kampfunfähig machen und ausschalten muss. Die Anderen sind mithin die Bösen und des Bösen Kinder. Fremde Meinungen tragen das Stigma der Unmoral. Differenzierungen werden nicht gemacht.

b) Isolierung

Die Haltung der Intransigenz ruft in der Gruppe ein starkes Wir-Gefühl hervor. Es stärkt das eigene Ich und seine Haltung. Zugleich aber wird dieses aus der Gesellschaft ausgegrenzt. Diese Ambivalenz verstärkt sich oft durch das Bewusstsein der Auserwähltheit, das sich mit der religiösen Ideologie gern verbindet. Gott selber ist es, der das Werk in Gang gebracht hat. Die Geschlossenheit wird erreicht einmal durch eine möglichst dichte Abschottung der Bewegung nach außen. Sie wird zum anderen dadurch erreicht, dass im Binnenraum der Gruppe mit großem Aufwand eine Art Familiengefühl vermittelt wird.

c) Autoritarismus

Der beste Garant der Geschlossenheit nach außen und der Gemeinschaftlichkeit nach innen ist ein starker Führer, legitimiert wie das Werk durch Gott selber. Alle fundamentalistischen Bewegungen huldigen daher einem ausgesprochenen Personenkult hinsichtlich ihres Stammvaters (z. B. Darby) bzw. ihrer Stammmutter (z. B. Ellen G. White bei den Adventisten). Allein die Haltung fraglos-demütigen Gehorsams ist angebracht und rechtens (auch gegenüber ihren Nachfolgern). Er wird auch gern geleistet, da man durch die Übereinstimmung mit dem Führer selbst an dessen Macht und Herrlichkeit Anteil bekommt. Das Führerprinzip seinerseits verleitet die Autoritäten gern dazu, Untergebenen den Aufstieg in die Hierarchie nur dann zu ermöglichen, wenn sie linientreu, nicht wenn sie sachlich qualifiziert sind.

d) Dualismus

Der Grundgedanke, der zu jener Intransigenz führt, ist die Aufteilung der Welt in Gut und Böse. Das darbystische Weltbild trägt die Züge eines starren Absolutismus. Die Wirklichkeit ist bunt, Gutes vermischt sich mit Bösem. Genau damit aber kann der Darbyst nicht leben. Die von ihm erstrebte Sicherheit ist nur dann gewährleistet, wenn die Farben getilgt und alles auf Schwarz und Weiß verteilt werden kann.

e) Reduktionismus

Der Dualismus läuft auf eine Reduktion der Wirklichkeit hinaus. Die Verengung des Blickwinkels äußert sich unterschiedlich (Heilsmonismus, Traditionalismus, Absolutheitsanspruch), aber der Darbyst ist immer Wahrheitsbesitzer. In Wirklichkeit jedoch verwechselt er die Wahrheit des Glaubens mit der Richtigkeit der Sätze. Er fragt nicht nach der Sache, sondern nach dem Wortlaut.

f) Diskursunfähigkeit

Wenn hinter der Gruppe Gott steht und wenn sie im Besitz der absoluten Wahrheit ist, dann kann es nicht mehr Diskussion, sondern nur noch Predigt, nicht mehr Erörterung, sondern nur mehr Feststellung, nicht fragendes Suchen, vielmehr allein statuarische Imperative geben. Begründungsansprüche sind verboten, Lernprozesse können nicht mehr stattfinden.

Ein Gedanke zu „Der Darbysmus

  1. Der Absolutheitsanspruch und der damit verbundene Perfektionismus, die damit verbundene Identifikationslehre, die magischen Vorstellungen zur Kollektivschuld, ein Personenkult bzw. Menschenfurcht (wie sie in allen menschlichen Systemen vorkommt) sind m.E. Schwächen bzw. Gefahren des Darbysmus. Während sich der Gründer weitgehend selbständig und eigenmächtig (bzw. durch den Hl. Geist geleitet) bewegte, haben sich einfache, zugelassene Versammlungsmitglieder grundsätzlich an die Schablonen des leitenden Kollektives zu halten, was z.B. 1. Thess 5.22 weitgehend entkräftet. Eine Stärke der Darbysten muss ich aber feststellen: Sie pflegen den in der Bibel bestens begründeten „Dispensationalimus“ wie er beispielsweise in der Scofieldbibel oder grafisch im Bibelpanorama aus Dillenburg gelehrt wird.

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