Bekenntnisse der Hölle

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EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider:

Die Religionen müssen sich von dem Gedanken verabschieden, die Wahrheit allein zu besitzen. Als Wahrheitssucher können Muslime und Christen gemeinsam handeln. (Sächsische Kirchenzeitung „Der Sonntag“ 12/2009).

Bischöfin Maria Jepsen:

Die Hauptperson meines Glaubens hat nicht gesagt: Ich bin der einzige Weg und die einzige Wahrheit und das einzige Leben, sondern er ließ das Wort „einzig“ dabei aus, als ob er geahnt hätte, dass es einmal darauf ankäme, alle Absolutheitsansprüche auszuschließen. („Idea“ 25/2008).

Kirchenpräsident Peter Steinacker:

Auch bei Gott lässt die Bibel Veränderung und Entwicklung erkennen. Wir dürfen Gott nicht verstehen nach dem, dass er der Unwandelbare ist. Der Teufel hat theologisch gesehen gar keine Funktion. Es existiert keine „Person“, die man so nennen könnte. („Idea“ 25/2008).

Propst Horst Gorski:

Der Tod Jesu war nicht notwendig, damit Gott sich mit uns versöhnt. Die Behauptung einer solchen Notwendigkeit ist eines der größten Missverständnisse der christlichen Geschichte. Versöhnung kann auch einfach aus Liebe und in einem Akt der Zuwendung geschehen. („Idea“ 23/2008).

Superintendent Burkhard Müller:

Die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes ist ein Produkt der menschlichen Vernunft. Da die Welt durch Evolution entstanden ist, muss man das Reden über den Schöpfer und die Schöpfung ändern. Ich glaube nicht an den Allmächtigen. („Idea“ 23/2011).

Superintendent i.R. Herbert Koch:

Das christliche Glaubensbekenntnis ist für mich Ballast, den man abwerfen muss. Ich kann ungefähr dreiviertel davon als fundamentalistische Zumutung nicht mitsprechen. Die Jungfrauengeburt Jesu ist eine fromme spätere Legende, zudem ist Jesus Analphabet gewesen. Ich rechne nicht mit der Wiederkunft Jesu zum Jüngsten Gericht. („Idea“ 23/2011).

Pfarrer Claus Petersen:

Nach Erkenntnissen der historisch-kritischen Forschung gibt es nur 21 Sätze, die tatsächlich von Jesus von Nazareth stammen. Alles andere kann man auf die Seite legen, unter anderem die theologischen Deutungen des Apostels Paulus. („Idea“ 12/2008).

TV-Pfarrer Jürgen Fliege:

Es gibt keinen richtigen Glauben. Wer sagt: „Mein Gott ist wahr und dein Gott ist falsch“ ist nicht besser als Bin Laden und Co. Ich rede Gott nicht mehr mit „Herr“ an, denn ich weiß, dass er das nicht ist. („Topic“ 6/2005).

Pfarrerin Kathrin Jahns:

Das Gebot „Du sollst nicht ehebrechen“ hat keinen normativen Charakter mehr. Es hat einst nur zur Sicherung von Sippe und Familie im antiken Judentum gegolten. („Idea“ 25/1999).

Soweit Auszüge aus der erwähnten Zusammenstellung, vom Obersten protestantischer Hierarchie bis abwärts zu nicht mehr als solchen zu titulierenden „Gemeindehirten“. Dazu merkt der Herausgeber trefflich an:

Es handelt sich ja nicht um vereinzelte „durchgeknallte“ Pastoren, die Verwirrung stiften und theologisch über die Stränge schlagen. Es sind im Gegenteil Führungsgremien und maßgebliche Amtsträger, die sich als Vorreiter beim Kurs ‚weg von der Heiligen Schrift‘ profilieren. Es sind Leute, die ihre Ansichten vom Christentum nicht irgendwo im Winkel unter vorgehaltener Hand verbreiten, sondern die im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen und in den Medien präsent sind. Sie decken das gesamte Spektrum von Bibelkritik bis hin zur Blasphemie ab, und die wenigsten finden etwas dabei“. Und: „Diese Zitate sind eine willkürliche Auswahl und könnten beliebig erweitert werden, sie sind lediglich die Spitze des Eisbergs.

Und so verhält es sich wirklich. Die in Anlehnung an die zehn Gebote in selber Zahl abgedruckten Empörungen stellen nur herausgefilterte Kundgaben dar. Was sonntäglich vielfach von den Kanzeln an Schriftzerfledderung und Demontage des Glaubens ausgegossen wird, ist überhaupt nicht in Worte zu fassen. Auch wenn diese die Bibel verlästernden, Sittenlosigkeit Vorschub leistenden Zwölf-Minuten-Zeitgeiststatements vor allermeist nahezu leeren Kirchenbänken erfolgen, offenbaren sie doch die Radikalverderbnis der ehemals Reformatorischen.

geralt / Pixabay

Die sind mit luziferisch entzündeter Leidenschaft dabei, selbst die tragenden Säulen des Christentums umzustoßen. Mit anderer Illustration: Hierbei sägen sie im Selbstzerstörungwahn auch den Ast ab, auf dem sie persönlich sitzen und der sie per Kirchensteuer reichlich ernährt. Solch irrationaler Bruch gehört aber mit zur Verblendung und dem Pfad der Verderbnis, den der evangelische Klerus zielgerichtet und unbelehrbar beschreitet. Bereits in den siebziger Jahren ließ ein dann später immer wieder aktualisiertes „Rotbuch Kirche“ erahnen, welcher Geist das Luthertum beseelt. Gegenüber den gegenwärtig angestimmten Hass- und Rebellionstiraden wider den göttlichen VATER und dem von ihm gesandten SOHN und ERLÖSER nehmen sich die darin aufgelisteten Bolschewismus-Schalmeien aber wie säuselnde Wiegenlieder aus.

Quelle: Freundesbrief Nr. 31 („Glauben bewahren“), S. 3
„Theologenmeinungen“ (gesammelt von Rolf Müller)

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