Die vielen Kirchenaustritte im Lichte der Bibel

Und da sind wir schon mitten drin im Thema „Hure Babylon“. Babylon war in urchristlicher Zeit ein Deckname für die Stadt Rom. Petrus schreibt vor seinem Märtyrertod aus Rom:

1. Petrus 5, 13

Es grüßt euch die Miterwählte in Babylon – und Markus, mein Sohn.

Während mit Babylon also die Stadt Rom gemeint ist, umschreibt der Begriff „Hure“ in der biblischen Sprache Alten und Neuen Testaments immer die untreue Gemeinde GOTTES (Hesekiel 16; Jakobus 4,4), im Gegensatz zur „Braut“. Die Wortverbindung „Hure-Babylon“ ergibt dann, dass es sich hier um eine untreue Gemeinde handelt, die eine Beziehung zur Stadt Rom haben musste, also eindeutig, die sich damals zum Papsttum entwickelnde Christengemeinde in Rom. Sie hat als Braut CHRISTI angefangen, und ist zur Mätresse der Mächtigen geworden.

Hure Babylon ist die Kirche also nicht erst seit heute, das fing schon in der Antike an, als die Christenverfolgungen aufhörten und die Kirche plötzlich anerkannt war. Die letzte Christenverfolgung war unter dem römischen Kaiser Galerius. Dann kam das Toleranzedikt von 311 n. Chr. Es war die Geburtsstunde der Hure Babylon:

Offenbarung 17, 3-5

Und er trug mich im Geist fort in eine Wüste. Und ich sah eine Frau, sitzend auf einem scharlachroten Tier, [das] voll Namen der Lästerung [war]; es hatte sieben Köpfe und zehn Hörner. Und die Frau war umkleidet mit Purpur und Scharlach und voll behängt mit Gold und Edelgestein und Perlen, ‹und sie› hatte einen goldenen Becher in ihrer Hand, voll von den Gräueln und der Unreinigkeit ihrer Hurerei. Und an ihre Stirn war ein Name geschrieben worden, ein Geheimnis: „Babylon, die Große, die Mutter der Huren und der Gräuel der Erde“.

Kaiser Konstantin erhob das Christentum dann endgültig zur Staatskirche. Die Gemeinde GOTTES hatte auf dem Rücken jenes Tieres Platz genommen, von dem sie einst blutig verfolgt, jetzt aber von ihm getragen, geduldet und gefördert wurde.

Der Höhepunkt der Kirchenmacht war im Mittelalter, wo die Päpste nach Belieben Könige ein- und absetzten. Siehe auch den Kniefall König Heinrich IV. vor dem Papst, als er im tiefsten Winter über die Alpen nach Canossa pilgerte, um den päpstlichen Freispruch vom Kirchenbann zu erbetteln.

Der Niedergang der Kirche setzte dann im Zeitalter der Aufklärung ein, bis hin zum Fall der Hure Babylon, wie wir ihn heute mit eigenen Augen miterleben. Niemand kann die Erfüllung von Offenbarung 18,2 aufhalten, die Kirche ist gezwungen, den Offenbarungseid zu leisten. Allein im Jahre 2022 sind fast eine Million Menschen aus den Großkirchen ausgetreten. Die Kirche befindet sich in freiem Fall:

Offenbarung 18,2 & 17,16

Und er rief in Stärke, mit großer, ‹lauter› Stimme und sagte: „Sie fiel! Sie fiel! Babylon, die Große!“ …
Und die zehn Hörner, die du sahst, und das Tier, diese werden die Hure hassen, und verwüstet werden sie sie machen und nackt, und sie werden ihr Fleisch fressen und sie mit Feuer verbrennen …

Das echte Christentum hatte nie etwas zu tun mit kirchlicher Machtpolitik, es führte als die Kirche JESU in Knechtsgestalt immer ein Schattendasein am Rande der Weltgeschichte. Die große Hure Babylon ist die Kirche Roms. Offenbarung 17,5 nennt sie die „Mutter der Huren“, d. h. die Hure hat noch Töchter. Luther fälschte den Text und „übersetzte“ „Mutter der Hurerei“, weil er sich sonst hätte betroffen fühlen müssen als die erstgeborene der Hurentöchter. Die treiben es meist noch schlimmer, als die Mutterhure. Man sehe nur auf die evangelische Kirche und die Schar der Freikirchen, die letztlich alle aus ihrem Schoß kamen und heute noch an ihrer Nabelschnur hängen. Als letzte der großen Freikirchen trat jetzt auch der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten und Darbysten) dem Weltkirchenrat bei (Idea 05.07.2023). Dass sie allesamt auf dem Rücken des Tieres sitzen, beweist ihr Status „Körperschaft des öffentlichen Rechtes“ (KdöR), den alle Großkirchen und Freikirchen innehaben. Die Blutzeugen der ersten Zeit hatten keine öffentlichen Rechte, sie wurden wie Verbrecher gejagt und getötet. Heute genießen sie alle die „öffentlichen Rechte“ des Staates.

Sollen wir nun traurig sein über den Fall der babylonischen Kirchen? Nein, GOTTES Wort lehrt uns das Gegenteil:

Offenbarung 18, 6.20

Vergeltet ihr, wie auch sie euch vergalt, und verdoppelt ihr auf das Doppelte nach ihren Werken. In dem Becher, in dem sie mischte, mischt ihr das Doppelte …
„Sei fröhlich ‹und feiere› über sie, Himmel! Und die heiligen Apostel und die Propheten: [Seid fröhlich!], weil GOTT euer Gericht an ihr vollzog.“

Eine Kirche, in der Porno-Gottesdienste gehalten werden oder wie in einem kirchlichen Blatt nachzulesen ist:

„Neues aus der Pfarrküche, vegane Herrgottsbescheißerle in feiner Gemüsesoße“,

Citykirche 6,7/2023

eine solche „Kirche“ hat kein Recht, sich „Kirche“ zu nennen, sondern gehört einfach abgeschafft.

Quelle: Glaubensnachrichten, September 2023, S. 1f.

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