JESUS ist der יהוה (JaHWeH) des Alten Testaments

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Der Messias als JaHWeH im Buch Jesaja

JHWHIn Jesaja 48,12-16 redet JaHWeH von sich selbst in der ersten und dritten Person. Wieder geht es dabei wie in Jesaja 7 u. 9 um den Gesandten JaHWeHs, der zugleich JaHWeH selbst ist. Bemerkenswert dabei ist auch, dass Jakob und Israel an der Stelle, an welcher der HERR in der ersten und dritten Person von sich redet, ausdrücklich zum Hören aufgerufen werden:

Jesaja 48, 12-16
Höre auf mich Jakob, und Israel, mein Berufener! Ich bin, der da ist, ich der Erste, ich auch der Letzte. Ja meine Hand hat die Grundmauern der Erde gelegt und meine Rechte die Himmel ausgespannt; ich rufe ihnen zu: Allesamt stehen sie da. Versammelt euch, ihr alle, und hört! Wer unter ihnen hat dies verkündigt? JaHWeH liebt ihn. Er wird an Babel ausführen, was ihm gefällt und sein Arm wird die Chaldäer richten. Ich, ich selbst habe geredet, ja, ich habe ihn gerufen. Ich habe ihn kommen lassen, und sein Weg wird gelingen. Tretet her zu mir, hört dies! Ich habe von Anfang an nicht im Verborgenen geredet; von der Zeit an, da es geschah, bin ich da. – Und nun hat der HERR JaHWeH mich gesandt und seinen GEIST verliehen

In diesen Versen, in welchen bei genauem Betrachten alle drei Personen GOTTES genannt werden, gebraucht am Anfang JaHWeH für sich dieselbe Umschreibung, wie sie der erhöhte CHRISTUS beansprucht:

Offenbarung 1, 17
ICH bin der Erste und der Letzte.

JaHWeH ist in Jesaja 48 zugleich der Redende wie auch der Gesandte. Im Buch Jesaja werden die verschiedenen Namen des kommenden Messias genannt:

Jesaja 19, 20
Und er wird zu einem Zeichen und zu einem Zeugnis für JaHWeH der Heerscharen im Land Ägypten werden: Wenn sie zu JaHWeH schreien werden wegen der Unterdrücker, dann wird er ihnen einen Retter senden; der wird den Streit führen und sie erretten.

JaHWeH betont im Blick auf die Rettung Seines Volkes (vgl. Jes 45,21; Hos 13,4):

Jesaja 43, 10-13 (vgl. Jes. 45,21; Hos. 13,4)
Ihr seid meine Zeugen, spricht JaHWeH, und mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich es bin. Vor mir wurde kein Gott gebildet, und nach mir wird keiner sein. Ich, ich bin JaHWeH und außer mir gibt es keinen Retter. Ich habe verkündigt und gerettet und hören lassen, und kein fremder Gott war unter euch. Und ihr seid meine Zeugen, spricht JaHWeH; ich bin Gott. Ja auch weiterhin bin ich es und da ist niemand, der aus meiner Hand errettet. Ich wirke und wer kann es rückgängig machen?

Da JaHWeH außer sich selbst jeden Retter ausschließt, kann der verheißene Retter niemand anders als JaHWeH sein. Aus diesem Grund nimmt der Herr JESUS in Johannes 8,24 auf diese Stelle direkt bezug, wie auch auf die ganze Selbstoffenbarung GOTTES:

Jesaja 40 - 45
Daher sage ich euch, dass ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glauben werdet, dass ich es bin (wörtl.: „ich bin“), so werdet ihr in euren Sünden sterben.

In Jesaja 41,14 wird ebenfalls deutlich, dass JaHWeH, der Erlöser und der Heilige Israels, ein und derselbe ist:

Jesaja 41, 14
Fürchte dich nicht, du Wurm Jakob, du Häuflein Israel! Ich, ich helfe dir, spricht JaHWeH, und dein Erlöser ist der Heilige Israels.

Ein weiteres Zeugnis, welches auf den Messias als JaHWeH hinweist, finden wir in Jesaja 44,23-24:

Jesaja 44, 23.24
Jubelt ihr Himmel, denn JaHWeH hat es getan! Jauchzt ihr Tiefen der Erde! Brecht in Jubel aus, ihr Berge, du Wald und all ihr Bäume darin! Denn JaHWeH hat Jakob erlöst, und an Israel verherrlicht er sich. So spricht JaHWeH, dein Erlöser, und der dich vom Mutterleib an gebildet hat: Ich, JaHWeH, bin es der alles wirkt, der die Himmel ausspannte, ich allein, der die Erde ausbreitete – wer war da bei mir?

Vom Testzusammenhang geht es hier um die Errettung Israels und das Tilgen seiner Sünden (vgl. Jes 44,21-22). Wieder betont JaHWeH, dass er Jakob erlöst und nennt sich selbst den Erlöser. Außerdem wird noch etwas an dieser Stelle deutlich. Gott betont sein alleiniges Handeln bei der Schöpfung (vgl. Jes 45,12). Außer ihm war niemand daran beteiligt. Einmal müssen wir diese Stelle im Zusammenhang mit dem Gebrauch des Pluralpronomen Gottes bei der Schöpfung sehen (vgl. 1. Mose 1,26). In Kolosser 1,15-17 steht:

Kolosser 1,15-17
Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen; und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn.

Jesaja 43,23-24 hebt JaHWeH als den alleinigen Schöpfer und Erretter Israels hervor. Deshalb kann der Messias im Gesamtzusammenhang der Heiligen Schrift, sowohl als Schöpfer wie auch als Retter nur JaHWeH selbst sein.

Der große Trost und die damit zusammenhängenden Verheißungen für Israel, beginnen ab Jesaja 40. In diesem Kapitel wird zuerst ein prophetischer Vorausblick auf den Dienst von Johannes dem Täufer als Wegbereiter des Messias gegeben (V. 3-5). Die Erfüllung dieser Prophetie lesen wir in Matthäus 3,1-3 (vgl. Mk 1,1-8; Lk 3,1-20). Interessanterweise wird Johannes der Täufer sowohl bei Jesaja wie auch in den neutestamentlichen Parallelstellen, nicht der Wegbereiter des Messias genannt, sondern der Wegbereiter JaHWeHs und der Wegbereiter Gottes:

Jesaja 40, 3
Eine Stimme ruft: In der Wüste bahnt den Weg des HERRN! Ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott!

Es ist bei Jesaja JaHWeH selbst, der zu seinem Volk kommt. Auch im weiteren Textzusammenhang spricht der Prophet nicht vom Auftreten des Messias und von seinem Wirken, obwohl dieser eindeutig gemeint ist, sondern von JaHWeH Handeln und seinem Dienst (Jes 40, 9-11):

Jesaja 40, 9-11
Auf einen hohen Berg steig hinauf, du Freudenbotin Zion! Erhebe mir Macht deine Stimme, du Freudenbotin Jerusalem! Erhebe sie, fürchte dich nicht! Spricht zu den Städten Judas: Siehe da, euer Gott! Siehe, der HERR JaHWeH kommt mit Kraft und sein Arm übt die Herrschaft für ihn aus. Siehe sein Lohn ist bei ihm und seine Belohnung geht vor ihm her. Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte, die Lämmer wird er in seinen Arm nehmen und in seinem Gewandbausch tragen, die säugenden Muttertiere wird er fürsorglich leiten.

In dieser Schriftstelle finden wir sowohl eine eindeutige Prophetie auf das erste wie auch auf das zweite Kommen des Messias. Aber alles, was der Messias tun wird und seinen Dienst umschreibt, vollbringt niemand anders als JaHWeH selbst. Die Prophezeiung Jesajas für Jerusalem:

Jesaja 40, 9-11
Siehe da, euer Gott,

wird sich mit der Wiederkunft Christi zum zweiten Mal erfüllen. Sie hat sich schon das erste Mal beim ersten Kommen des Messias erfüllt:

Johannes 1,1.14
…und das Wort war GOTT…Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater voller Gnade und Wahrheit.

Sowohl die Namen des Messias, wie auch die Selbstoffenbarung JaHWeHs im Buch Jesaja, machen deutlich, dass der verheißene Messias nur JaHWeH selbst sein kann.

Der Messias als JaHWeH im Buch Sacharja

Die Botschaft des Buches Sacharja können wir unter verschiedenen Überschriften zusammenfassen. Ein Hauptthema des Propheten wird dabei allerdings häufig übersehen. Der Prophet Sacharja zeigt in eindeutiger Weise auf, dass der kommende Messias niemand anders als JaHWeH selbst ist. Ein besonderes Merkmal dieses Buches sind Bibelstellen, in welchen JaHWeH sowohl der Sendende als auch der Gesandte ist.

Den ersten Hinweis dazu finden wir in Sacharja 2,12-17 (in anderen Übersetzungen V. 8-13):

Sacharja 2,12-17 (in anderen Übersetzungen V. 8-13)
Denn so spricht JaHWeH der Heerscharen, nachdem die Herrlichkeit mich ausgesandt hat, über die Nationen, die euch geplündert haben – denn wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an. Ja siehe, ich werde meine Hand über sie schwingen, und sie sollen ihren Knechten zur Beute werden. Und ihr werdet erkennen, dass JaHWeH der Heerscharen mich gesandt hat. Juble und freue dich, Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und werde in deiner Mitte wohnen, spricht JaHWeH: Und an jenem Tag werden viele Nationen sich JaHWeH anschließen. So werden sie mein Volk sein. Und ich werde in deiner Mitte wohnen, und du wirst erkennen, dass JaHWeH der Heerscharen mich zu dir gesandt hat. Und JaHWeH wird Juda als sein Erbteil besitzen im Heiligen Land und wird Jerusalem aufs Neue erwählen. Alles Fleisch schweige vor JaHWeH! Denn er hat sich aufgemacht aus seiner heiligen Wohnung.

In diesem Abschnitt sendet JaHWeH sich selbst zur Rettung seines Volkes. Mit anderen Worten sendet JaHWeH einen anderen JaHWeH. Wir finden diesen Sachverhalt nicht nur bei Sacharja. Eine andere wichtige Stelle steht in Hosea 1,7:

Hosea 1,7
Aber über das Haus Juda erbarme ich mich und rette sie durch JaHWeH, ihren Gott. Doch ich rette sie nicht durch Bogen und durch Schwert und durch Krieg, durch Pferde und durch Reiter.

JaHWeH rettet das Haus Juda durch einen anderen JaHWeH. Dieser kann nur der Messias sein, was übrigens in völliger Übereinstimmung mit Hosea 13,4 steht. Dort betont der Prophet, wie oben schon erwähnt, dass es keinen Retter außer JaHWeH gibt. Auch in 1. Mose 19,24 finden wir JaHWeH, der durch JaHWeH handelt. Die Formulierung

Und du wirst erkennen, dass JaHWeH der Heerscharen mich gesandt hat

durchzieht ab Kapitel 2 die Botschaft Sacharjas. Wir finden sie auch in Kapitel 4,9. Das nächste Mal taucht diese Formulierung in Sacharja auf. Hier ist dabei wieder vom kommenden Messias die Rede:

Sacharja 6, 12-15
Und sage ihm: So spricht JaHWeH der Heerscharen: Siehe, ein Mann, Spross ist sein Name! Und es wird unter ihm sprossen, und er wird den Tempel des JaHWeH bauen. Ja, er wird den Tempel des JaHWeH bauen, und er wird Hoheit tragen und wird auf seinem Thron sitzen und herrschen. Auch wird ein Priester auf seinem Thron sein; und der Rat des Friedens wird zwischen ihnen beiden sein … Und Ferne werden kommen und am Tempel des JaHWeH bauen. Und ihr werdet erkennen, dass JaHWeH der Heerscharen mich zu euch gesandt hat. Und das wird geschehen, wenn ihr aufmerksam auf die Stimme JaHWeHs, eures Gottes, hören werdet.

Der Bezug zu Kapitel 2 legt den Schluss sehr nahe, dass hier mit derselben Formulierung wieder auf die Sendung Jahwes durch JaHWeH zur Rettung seines Volkes Bezug genommen wird. Satan, der Verkläger der Brüder, versucht in Sacharja 3 den Hohepriester Joschua anzuklagen. Im Zusammenhang, mit der Rechtfertigung Joschuas lesen wir etwas Bemerkenswertes:

Sacharja 3
Und JaHWeH sprach zum Satan: JaHWeH wird dich bedrohen, Satan! Ja, JaHWeH; der Jerusalem erwählt hat, bedrohe dich! Ist dieser nicht ein Holzscheit, das aus dem Feuer herausgerissen ist?

JaHWeH entgegnet dem Satan, dass JaHWeH in bedrohen wird. Dies ist aber nur möglich, wenn wir an dieser Stelle im Buch Sacharja wieder zwei JaHWeHs vor uns haben. In Sacharja 9,9 wird der Einzug des messianischen Königs in Jerusalem auf einem Esel beschrieben. In V. 10 finden wir bei der Entfaltung seines Reiches den Wechsel von der ersten zur dritten Person:

Sacharja 9, 9.10
Und ich rotte die Streitwagen aus Ephraim und die Pferde aus Jerusalem aus, und der Kriegsbogen wird ausgerottet. Und er verkündet Frieden den Nationen. Und seine Herrschaft reicht von Meer zu Meer und vom Strom bis an die Enden der Erde.

Vom Gesamtzusammenhang des Buches Sacharjas liegt es auf der Hand, dass hier wieder JaHWeH durch den messianischen JaHWeH handelt:

Sacharja 10, 12
So werde ich sie stark machen in dem Namen des JaHWeH, und nur in seinem Namen werden sie leben, spricht JaHWeH.

JaHWeH spricht hier wieder von einem anderen JaHWeH, in dessen Namen das Volk Israel leben kann. Eine weitere messianische Voraussage steht in Sacharja 11,12-13:

Sacharja 11, 12.13
Und sie wogen meinen Lohn ab: dreißig Silberschekel. Da sprach JaHWeH zu mir: Wirf ihn dem Töpfer hin, den herrlichen Wert, den ich ihnen wert bin! Und ich nahm die dreißig Silberschekel und warf sie in das Haus des JaHWeH dem Töpfer hin.

Diese Schriftstelle bezieht sich prophetisch auf den Verrat des Judas (Mt 26,14-16). Dabei spricht JaHWeH nicht von seinem Gesandten oder Boten, welcher ihnen dreißig Silberschekel wert ist. Vielmehr ist es die Summe, die JaHWeH selbst ihnen wert ist. Damit haben wir eine weitere Stelle bei Sacharja, die im Rückblick vom Neue Testament aus deutlich macht, dass der Messias nur JaHWeH selbst sein kann.

Eine weitere eindeutige Stelle finden wir in Sacharja 12,10:

Sacharja 12, 10
Aber über das Haus David und über die Bewohnerschaft von Jerusalem gieße ich den Geist der Gnade und des Flehens aus, und sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben und werden über ihn wehklagen, wie man über den einzigen Sohn wehklagt, und werden bitter über ihn weinen, wie man bitter über den Erstgeborenen weint.

In diesem Vers redet JaHWeH nicht nur in der ersten und dritten Person von sich, was wieder ein eindeutiger Beleg für die beiden verschiedenen JaHWeHs ist, sondern er redet in der Ich-Form davon, dass er durchbohrt wurde. Für manche Rabbiner war die Vorstellung, dass JaHWeH durchbohrt würde, unerträglich. Aus diesem Grund änderten sie einfach den von Gott inspirierten Urtext eigenmächtig ab und ersetzten das mich durch ein „ihn“ (1) Weil Israel als Ganzes den gekreuzigten Christus bis heute als Messias ablehnt, wird nach der Botschaft von Sacharja die Buße des Restes Israels darin bestehen, dass sie in dem wiederkommenden CHRISTUS JaHWeH selbst erkennen, welchen sie durchbohrt haben.

Eine weitere messianische Prophezeiung finden wir in Sacharja 13,7:

Sacharja 13, 7
Wache auf Schwert, gegen meinen Hirten und gegen den Mann, der mein Gefährte ist! spricht JaHWeH der Heerscharen. Schlage den Hirten, dass die Schafe sich zerstreuen.

Das Wort Gefährte (hebr.: AMIT) bedeutet auch „Gleichgestellter“. Der Messias, der hier geschlagen wird, ist damit JaHWeH der Heerscharen gleichgestellt, daher Gott selbst.

In Sacharja 14,3-5 wird nochmals das Kommen des HERRN berichtet:

Sacharja 14, 3-5
Dann wird JaHWeH ausziehen und gegen jene Nationen kämpfen, wie er schon immer gekämpft hat am Tag der Schlacht. Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem im Osten liegt, und der Ölberg wird sich von seiner Mitte aus nach Osten und nach Westen spalten zu einem sehr großen Tal, und die eine Hälfte des Berges wird nach Norden und seine andere Hälfte nach Süden weichen. Und ihr werdet in das Tal meiner Berge fliehen und das Tal der Berge wird bis Azal reichen. Und ihr werdet fliehen, wie ihr vor dem Erdbeben geflohen seid in den Tagen Usijas, des Königs von Juda. Dann wird JaHWeH, mein Gott, kommen und alle Heiligen mit ihm.

Obwohl JaHWeH im zweiten Vers dieses Kapitels noch in der ersten Person redet, kommt ab Vers 3 wieder der Wechsel zur dritten Person. Damit haben wir einen weiteren Hinweis darauf, dass JaHWeH durch einen anderen JaHWeH handelt. Dies wird in Vers 4 noch deutlicher. Im Zusammenhang mit Apostelgeschichte 1,11 bezieht sich diese Stelle auf den wiederkommenden Messias JESUS CHRISTUS. Er ist JaHWeH, welcher seine Füße auf den Ölberg stellen wird. Dieser biblische Sachverhalt wird durch das Ende von Vers 5 zusätzlich untermauert. JaHWeH wird mit allen seinen Heiligen zur Rettung Israels kommen. Auch diese Stelle bezieht sich eindeutig auf CHRISTUS (vgl. Mt 24,30-31; 25,31; Jud 14; Offb 19,17-21).

Schließlich steht in Sacharja 14,9:

Sacharja 14, 9
Und JaHWeH wird König sein über die ganze Erde, an jenem Tag wird JaHWeH einzig sein und sein Name einzig.

In Verbindung mit Sacharja 9,9 u. 14,16 wird deutlich, dass JaHWeH und der kommende König Israels ein und dieselbe Person sind. So bestätigt diese Stelle im letzten Kapitel des Propheten den Messias als JaHWeH.

Psalm 24 ist ein messianischer Psalm und redet von dem kommenden König der Herrlichkeit. Dabei geht es eindeutig um die Wiederkunft CHRISTI in Macht und Herrlichkeit. In Vers 12 wird der kommende König der Herrlichkeit als JaHWeH der Heerscharen (JaHWeH Zebaoth) bezeichnet. Dadurch wird deutlich, dass der kommende König nur JaHWeH selbst sein kann. Damit haben wir einen engen Bezug von Psalm 24 zu dem Buch Sacharja. Der Prophet, welcher deutlich macht, dass der Messias nur JaHWeH selbst sein kann, gebraucht den Name JaHWeH Zebaoth 51 Mal.

Der Messias als JaHWeH im Buch Maleachi

Mit dem Propheten Maleachi schließt die alttestamentliche Offenbarung Gottes ab. Die Zeit Maleachis mündet in das vierhundertjährige Schweigen Gottes hinein, welches erst mit dem Auftreten von Johannes dem Täufer beendet wurde. In Maleachi 3 haben wir das letzte Kapitel des Alten Testaments vor uns. Dort wird das Kommen des Messias in Vers 1 vorausgesagt:

Maleachi 3, 1
Siehe, ich sende meinen Boten, damit er den Weg vor mir her bereitet. Und plötzlich kommt zu Seinem Tempel der HERR, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr herbeiwünscht, siehe, er kommt, spricht der JaHWeH der Heerscharen.

JaHWeH sagt hier die plötzliche Ankunft des HERRN (ADONAJ) voraus. Das damit niemand anders als GOTT selbst gemeint sein kann, wird nicht nur durch den Gebrauch dieses Namens im Alten Testament deutlich. Zu seinem Tempel wird der HERR plötzlich kommen. Somit kann nur GOTT selbst damit gemeint sein. Das ganze wird noch verstärkt, indem der HERR zugleich auch der Bote des Bundes genannt wird. Diese Schriftstelle hat sich zum ersten Mal bei dem ersten Kommen des HERRN JESUS erfüllt. Das Johannesevangelium berichtet in Kapitel 2,13-25 von der ersten Tempelreinigung, am Anfang des öffentlichen Wirkens CHRISTI. In Matthäus 21,12-17 wird die zweite Tempelreinigung, am Ende der öffentlichen Wirksamkeit des HERRN JESU beschrieben. In Maleachi 3,1-6 sehen wir wie so oft im Alten Testament, den Bogen vom ersten Kommen JESU bis hin zu Seiner Wiederkunft gespannt. So war das plötzliche Kommen des HERRN zu Seinem Tempel, bei dem ersten Kommen CHRISTI, kein Anlass zur Freude für sein Volk, sondern mit dem Gericht der Tempelreinigung verbunden. Genauso wie es Maleachi als ein erschreckendes Ereignis vorausgesagt hat.

In diesem Zusammenhang ist noch etwas interessant. Der Prophet Hesekiel beschreibt in Kapitel 10, wie die Herrlichkeit GOTTES den ersten Tempel (salomonische Tempel) in Richtung Osten verlässt (Hes 10,19). Danach wurde der Tempel dem Gericht GOTTES preisgegeben. CHRISTUS verließ den zweiten Tempel (Serubabels Tempel, der von Herodes ausgebaut wurde) ebenfalls in Richtung Osten zum Ölberg hin (Mt 24,1.3). Anschließend sprach er von der bevorstehenden Tempelzerstörung.

Die Rückkehr der Herrlichkeit des HERRN in den vierten Tempel (2) wird in Hesekiel 43,2 ebenfalls von Osten kommend beschrieben. CHRISTUS wird bei seiner Wiederkunft auch von Osten her kommen (Sach 14,4; Mt 24,27). Damit wird der enge Zusammenhang zwischen der Herrlichkeit GOTTES und dem Messias deutlich. So beschreibt auch Maleachi das plötzliche Kommen des HERRN zu Seinem Tempel und macht damit deutlich, dass der Messias JaHWeH selbst ist.

Die letzte direkte alttestamentliche Verheißung auf den kommenden Messias steht in Maleachi 3,20:

Maleachi 3, 20
Aber euch, die ihr Meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung ist unter ihren Flügeln. Und ihr werdet hinausgehen und umherspringen wie Mastkälber.

Hier werden zwei Bezeichnungen für den Messias gebraucht, die sich beide im Alten Testament auf JaHWeH selbst beziehen. In Psalm 84,12 wird JaHWeH für den Glaubenden mit der Sonne verglichen:

Denn Gott, JaHWeH, ist Sonne und Schild. Gnade und Herrlichkeit wird JaHWeH geben, kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit wandeln.

Auch die heilende Wirkung, die in Maleachi 3,20 von der aufgehenden Sonne für die Gottesfürchtigen ausgeht, steht in einem inhaltlichen Zusammenhang mit Psalm 84,12.

Die zweite Bezeichnung für den Messias ist bei Maleachi die Gerechtigkeit (Sonne der Gerechtigkeit). In Jeremia 23,6 ist von der zukünftigen Errettung Israels durch den kommenden Messias die Rede:

Jeremia 23, 6
In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel in Sicherheit wohnen. Und dies wird sein Name sein. Mit dem man ihn nennen wird: JaHWeH, unsere Gerechtigkeit.

Der Messias wird hier wieder JaHWeH genannt und ist zugleich die Gerechtigkeit. Und in Jesaja 45,24-25 steht dieses prophetische Bekenntnis:

Nur in JaHWeH ist Gerechtigkeit und Stärke. Zu ihm wird man kommen, und es werden alle beschämt werden, die gegen ihn entbrannt waren. In JaHWeH werden gerecht sein und sich rühmen alle Nachkommen Israels.

Die letzte messianische Prophetie im Alten Testament belegt in ihrem alttestamentlichen Zusammenhang noch einmal sehr eindrucksvoll, dass der kommende Messias niemand anders als JaHWeH selbst ist.

Der Engel des HERRN/JaHWeHs (MAL’AKH ADONAJ/JaHWeH)

Im Alten Testament begegnet uns immer wieder der Engel oder Gesandte des HERRN. Interessanterweise finden wir ihn das erste Mal bei Abraham, dem Stammvater Israels und Glaubensvater aller Gläubigen, erwähnt (1Mos 16,7.9-11; 22,11.15). Dieser Bote unterscheidet sich von allen anderen Engeln. So durfte dem Engel des HERRN geopfert werden (Ri 6,18-24; 13,19-22), was nur JaHWeH selbst zusteht.

Als Israel seine Enkel Manasse und Ephraim segnete, machte er deutlich, dass der Engel des HERRN GOTT selbst ist:

1. Mose 48, 15.16
Und er segnete Joseph und sprach: Der GOTT, vor dessen Angesicht meine Väter Abraham und Isaak, gelebt haben, der GOTT, der mich geweidet hat, seitdem ich bin, bis zu diesem Tag, der Engel, der mich von allem Übel erlöst hat, segne die Knaben; und in ihnen werden meine Name genannt und der Name meiner Väter, Abraham und Isaak und sie sollen sich vermehren zu einer Menge mitten im Land!

Der „Engel“, welcher Jakob erlöste, wird hier mit GOTT selbst gleichgesetzt. Dies wird uns durch Jesaja 63,9 bestätigt. Dort steht in Bezug auf die Geschichte Israels in der Vergangenheit:

Jesaja 63, 9
Nicht Bote noch Engel – er selbst hat sie gerettet. In seiner Liebe und in seinem Erbarmen hat er sie erlöst. Und er hob sie auf und trug sie alle Tage der Vorzeit.

Manoach fragt den Engel des HERRN nach seinem Namen. Daraufhin bekommt er die Antwort:

Richter 13, 18
Warum fragst du denn nach meinem Namen? Er ist zu wunderbar.

Somit ist ein klarer Bezug zu Jesaja 9,5 (WUNDERBARER) gegeben. Mit dem Engel des HERRN haben wir verschiedene CHRISTUS-Erscheinungen im Alten Testament vor dessen Menschwerdung. Nach seiner Begegnung mit dem Engel des HERRN stellte Manoach erschrocken fest, dass er und sein Frau GOTT gesehen hatten. Genau dasselbe musste Jakob nach seinem Kampf sagen, wobei die Bibel uns bezeugt, dass er mit GOTT selbst gekämpft hatte (1Mos 32,29-31). Der Engel des HERRN ist damit niemand anderes als GOTT (ELOHIM) selbst.

Aber nicht nur in Verbindung mit dem Gottesnamen ELOHIM wird deutlich, dass der Engel des HERRN GOTT selbst ist. Im Unterschied zu allen anderen Engel-Erscheinungen ist der Engel des HERRN mit JaHWeH selbst austauschbar:

2. Mose 3, 4
Als aber JaHWeH sah, dass er herzu trat um zu sehen, da rief ihm GOTT mitten aus dem Dornbusch zu und sprach: Mose, Mose …

In diesem Abschnitt (2. Mose 3,3-4.17) werden immer wieder die beiden Gottesnamen JaHWeH und Gott (ELOHIM) für den redenden Engel GOTTES verwendet. Auch bei Gideon (Ri 6,18-24) und Manoach (Ri 13,8-21) ist es nicht ein Engel, durch welchen JaHWeH reden lässt, sondern JaHWeH selbst (vgl. Ri 2,1-5). Arnold Fruchtenbaum verweist auf die Stelle in :

2. Mose 23, 20-23
Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, damit er dich auf dem Weg bewahrt und dich an den Ort bringt, den ich für dich bereitet habe. Hüte dich vor ihm, höre auf seine Stimme und widersetze dich ihm nicht! Denn er wird eure Vergehen nicht vergeben, denn mein Name ist in ihm. Denn mein Engel wird vor dir hergehen und wird dich bringen zu den Amoritern, Hetitern, Perisitern, Kanaanitern, Hewitern und Jebusitern; und ich werde sie austilgen.

Der Engel des HERRN hat hier die Macht, Israels Sünde zu vergeben oder zu lassen. Da diese Macht allein GOTT zusteht, kann der Engel des HERRN niemand anders als GOTT selbst sein.

So lesen wir bezüglich der Wüstenwanderung Israels von dem Engel des HERRN, welcher seinem Volk vorauszog und es führte und bewahrte (2Mos 23,20; 32,34). Der Engel des HERRN war sowohl vor Israel, wie auch hinter dem Volk zu finden (2Mos 14,19). Nach Jesaja 52,12 u. 58,8 ist es aber JaHWeH selbst, welcher die Vor- und Nachhut Israels bildete. Gibt es eine andere Erklärung dafür, als dass der Engel des HERRN JaHWeH selbst ist?

Wie erwähnt, ist ein Hauptthema des Buches Sacharja, in dem kommenden Messias JaHWeH selbst zu erkennen. Es ist es sehr bedeutsam, dass wir auch den Engel des HERRN bei Sacharja wieder finden. In Sacharja 1,11-13 erkennen wir bei genauem Betrachten zwei Engel. Der Engel, welcher mit Sacharja redete, ist von dem Engel des HERRN zu unterscheiden. In Kapitel 3,1-7 treffen wir wieder auf den Engel des HERRN. Während der Hohepriester Joschua in V. 1 vor dem Engel des HERRN steht, ist es wieder JaHWeH selbst, der zum Satan spricht. Schließlich wird in Sacharja 12,8 der Engel des HERRN mit GOTT selbst verglichen, um die Errettung Israels zu verdeutlichen.

Maleachi 3,1
Siehe, ich sende meinen Boten, damit er den Weg vor mir her bereitet. Und plötzlich kommt zu seinem Tempel der HERR, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr herbeiwünscht, siehe, er kommt, spricht JaHWeH der Heerscharen.

Auch bei Maleachi ist der HERR (ADONAJ) und der Engel des Bundes ein und dieselbe Person.

Der Hirte und Stein Israels

Die prophetischen Segensworte Jakobs über seine zwölf Söhne und damit verbunden die zwölf Stämme Israels, stehen in 1. Mose 49,1-28. In dem Segen Jakobs ist zweimal von dem kommenden Erretter die Rede. Zunächst spricht Jakob in seinem Segen über Juda von dem verheißenen Erretter (V. 8-12). Dann gibt er seiner Sehnsucht Ausdruck, mit welcher er auf die Rettung des HERRN wartet (V. 18). Bei den Segensworten über Joseph (V. 22-26) werden vier verschiedene Namen Gottes verwendet. Zwei dieser Namen werden hier zum ersten Mal erwähnt und ziehen sich durch die Heilige Schrift, bis sie sich in dem Messias erfüllen:

1. Mose 49, 24
Aber sein Bogen bleibt fest, und gelenkig sind die Arme seiner Hände, durch die Hände des Mächtigen Jakobs, von dort, dem Hirten, dem Stein Israels, von dem GOTT deines Vaters – der helfe dir – und von GOTT, dem Allmächtigen.

JaHWeH wird hier zum ersten Mal als Hirte bezeichnet. Die bekannteste alttestamentliche Stelle vom guten Hirten steht in Psalm 23,1: JaHWeH ist mein Hirte. In Psalm 80,2 wird JaHWeH der Hirte Israels genannt. Gerade im Textzusammenhang mit den messianischen Verheißungen, lesen wir immer wieder von Gott oder JaHWeH als dem Hirten Israels:

Jesaja 40,11
Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte, die Lämmer wird er in seinen Arm nehmen und in seinem Gewandbausch tragen, die säugenden Muttertiere, wird er fürsorglich leiten.

Und in Jeremia wird in Bezug auf die endgültige Sammlung und Errettung Israels Folgendes vorausgesagt:

Jeremia 31,10
Der Israel zerstreut hat, wird es wieder sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde.

Der Prophet Hesekiel spricht in Kapitel 34 zunächst von den untreuen und schlechten Hirten Israels. Dem gegenüber wird der GOTT Israels als der gute Hirte gestellt:

Hesekiel 34, 11.12.15
Denn so spricht der HERR, JaHWeH: Siehe, ich bin es, und ich will nach meinen Schafen fragen und mich ihrer annehmen. Wie ein Hirte sich seiner Herde annimmt am Tag da er unter seinen zerstreuten Schafen ist, so werde ich mich meiner Schafe annehmen und werde sie retten aus allen Orten, wohin sie zerstreut worden sind am Tag des Gewölks und des Wolkendunkels…Ich selbst will meine Schafe weiden und ich selbst will sie lagern, spricht der HERR, JaHWeH.

JaHWeH selbst ist der gute Hirte, der sich seiner Herde annimmt. Obwohl er der gute Hirte ist, verheißt er in diesem Kapitel Israel den Messias als den einzigen Hirten (Hes 34, 23-24):

Hesekiel 34, 23.24
Und ich werde einen Hirten über sie einsetzen, der wird sie weiden: mein Knecht David, der wird sie weiden und der wird ihr Hirte sein. Und ich, der HERR, werde ihnen Gott sein, und mein Knecht David wird Fürst in ihrer Mitte sein.

Zunächst bezeichnet JaHWeH Sich als den guten Hirten, dann setzt er seinen Messias als den einen Hirten ein. Somit kann der Messias als der wahre Hirte Israels nur JaHWeH selbst sein. Neben anderen alttestamentlichen Stellen nimmt der HERR JESUS auf dieses Hesekiel-Kapitel Bezug als er sich in Johannes 10,1-18 als der gute Hirte bezeugt. Genauso wie JaHWeH in Hesekiel 34 zwischen den schlechten Hirten Israels und ihm als dem guten Hirten unterscheidet, tat das auch CHRISTUS (Joh 10, 11-15):

Johannes 10, 11-15
Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. Wer Mietling und nicht Hirte ist, wer die Schafe nicht zu eigen hat, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht – und der Wolf raubt und zerstreut sie – weil er ein Mietling ist und sich um die Schafe nicht kümmert. Ich bin der gute Hirte; und ich kenne die Meinen und bin gekannt von den Meinen, wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich lasse mein Leben für die Schafe.

Am Ende des Hebräerbriefes, in welchem uns die einzigartige Größe und Herrlichkeit des HERRN JESUS vor Augen gestellt wird, weist der Schreiber auf den einen Hirten hin:

Hebräer 13,20
Der GOTT des Friedens aber, der den großen Hirten der Schafe aus den Toten heraufgeführt hat durch das Blut eines ewigen Bundes, unseren HERRN JESUS …

Im Alten Testament ist GOTT nicht nur der gute Hirte als solcher. Zu seinem Hirtenamt gehört auch die richtende Scheidung innerhalb der Herde zwischen Schafen und Böcken. In Hesekiel ist es JaHWeH selbst der diese Scheidung vor nimmt:

Hesekiel 34, 17
Und ihr, meine Herde, so spricht der HERR, JaHWeH: Siehe, ich werde richten zwischen Schaf und Schaf, den Widdern und den Böcken.

Im Zusammenhang mit dem Völkergericht wird uns der wiederkommende Messias als der Richter zwischen Schafen und Böcken gezeigt:

Matthäus 25, 31.32
Wenn aber der Sohn des Menschen kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er auf seinen Thron der Herrlichkeit sitzen; und vor ihm werden versammelt werden alle Nationen, und er wird sie voneinander scheiden wie der Hirte die Schafe von den Böcken scheidet.

An dieser Stelle wird noch durch einen zweiten Zusammenhang deutlich, dass der Messias JaHWeH ist. Im Alten Testament ist es JaHWeH selbst, der mit den Völkern ins Gericht geht (vgl. Joel 4,1-2). Im Matthäusevangelium ist es der wiederkommende HERR JESUS CHRISTUS.

Überhaupt finden wir die Bezeichnung des Hirten im ganzen Neuen Testament ausschließlich auf den CHRISTUS bezogen. Der thematische Bogen des Guten Hirten spannt sich von dem ersten bis zum letzten Buch der Bibel. In Offenbarung 7,14-17 steht:

Sie werden nicht mehr hungern, auch werden sie nicht mehr dürsten, noch wird die Sonne auf sie fallen noch irgendeine Glut; denn das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, wird sie hüten und sie leiten zu Wasserquellen des Lebens, und GOTT wird jede Träne von ihren Augen abwischen.

Der zweite Gottesnamen, welcher in 1. Mose 49 erstmals genannt wird, ist der Stein Israels. In Jesaja bezeichnet sich JaHWeH der Heerscharen Selbst als der Stein Israels:

Jesaja 8, 13.14
Den JaHWeH der Heerscharen, den sollt ihr heiligen! Er sei eure Furcht, und er sei euer Schrecken! Und er wird zum Heiligtum sein und zum Stein des Anstoßes und zum Fels des Strauchelns für die beiden Häuser Israel, zum Klappnetz und zur Falle für die Bewohner Jerusalems.

Nach dem Propheten Jesaja wird der Stein Israels damit zum Stein des Anstoßes werden. Im Matthäusevangelium bezieht der HERR JESUS diese Stelle auf sich:

Matthäus 21, 42-44
Habt ihr nie in den Schriften gelesen: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden; von dem Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar ihn unseren Augen“? Deswegen sagte ich euch: Das Reich Gottes wird von euch weggenommen und einer Nation gegeben werden, die seine Früchte bringen wird. Und wer auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert werden, aber auf wen er fallen wird, den wird er zermalmen.

Matthäus 21,42 ist zugleich auch eine Erfüllung von Psalm 118, 22-23, in welchem der Beter in messianischer Weise von dem verworfenen Eckstein spricht. Außerdem haben wir in Matthäus 21 auch einen Bezug zu Daniel 2, 34-35u.44-45. Dort deutet Daniel aufgrund der göttlichen Offenbarung die Phasen der Weltgeschichte und Weltreiche bis hin zur Wiederkunft CHRISTI und der Aufrichtung des Tausendjährigen Reiches:

Daniel 2, 34.35.44.45
Du schautest, bis ein Stein losbrach, und zwar nicht durch Hände, und das Bild an seinen Füßen aus Eisen und Ton traf und sie zermalmte. Da wurden zugleich das Eisen, der Ton, die Bronze, das Silber und das Bild zermalmt, und sie wurden wie Spreu aus den Sommertennen; und der Wind führte sie fort, und es war keinerlei Spur mehr von ihnen zu finden. Und der Stein, der das Bild zerschlagen hatte, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde…Und in den Tagen dieser Könige, wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das ewig nicht zerstört wird, Und das Königreich wird keinem anderen Volk überlassen werden; es wird all jene Königreiche zermalmen und vernichten, selbst aber wird es ewig bestehen.

Daniel beschreibt den Stein, der zunächst zermalmt und dann die ganze Erde füllt. Weiter spricht er dann davon, dass der GOTT des Himmels (an dieser Stelle nicht sein Messias) ein beständiges Königreich aufrichtet. Damit ist von dem Stein ein direkter Bezug zu CHRISTUS und der sichtbaren Aufrichtung seiner Herrschaft nach seiner Wiederkunft gegeben.

In Jesaja 8, 13-14 wird aber nicht nur deutlich, dass der Stein Israels CHRISTUS selbst ist. Hier wird eine zweite Bezeichnung erwähnt, die sich ebenfalls im Alten Testament auf den lebendigen GOTT Israels bezieht:

Jesaja 8, 14
Und er wird zum Heiligtum sein und zum Stein des Anstoßes und zum Fels des Strauchelns für die beiden Häuser Israel, zum Klappnetz und zur Falle für die Bewohner Jerusalems. Der Stein des Anstoßes ist zugleich der Fels des Strauchelns.

An vielen Stellen wird der JaHWeH als Fels oder Fels Israels bezeichnet (vgl. 1Sam 2,2; 2Sam 23,3; Ps 18, 3; Ps 62, 3 etc.).

Am Ende von Moses Wirken dichtet dieser große Prophet und geistliche Führer das Lied des Moses. Wir finden es in 5. Mose 32. Auf der einen Seite wird uns in diesem prophetischen Lied die Erwählung Israels, GOTTES Fürsorge während der Wüstenwanderung, sowie die Landnahme und die damit verbundenen Segnungen beschrieben. Dieses Lied stellt uns auch GOTTES Größe und seine Souveränität vor Augen. Auf der anderen Seite handelt dieses Lied von Israels Ungehorsam und Abfall in der Zukunft und dem damit verbundenen Gericht Gottes. Fünfmal bezeichnet sich JaHWeH in diesem Lied als der Fels (5Mos 32,4.15.18.30.31). In 5. Mose 32,4 steht:

5. Mose 32, 4.15
Der Fels: Vollkommen ist sein Tun; denn alle seine Wege sind recht. Ein GOTT der Treue und ohne Trug, gerecht und gerade ist er! … Da wurde Jeschurun (anderer Name für Israel) fett und schlug aus. Du wurdest fett, dick, feist! Und er verwarf den Gott, der ihn gemacht, und verachtete den Fels seiner Rettung.

Im Propheten Jesaja steht nicht nur, dass es keinen Retter und keinen Schöpfer als allein JaHWeH gibt. In Jesaja stellt der HERR außerdem fest:

Jesaja 44, 8
Und ihr seid meine Zeugen: Gibt es einen Gott außer mir? Es gibt keinen Fels, ich kenne keinen.

Der Apostel Paulus kommt in 1. Korinther 10 auf den Ungehorsam Israels während der Wüstenwanderung zu sprechen und das warnende Beispiel, welches uns dadurch gegeben ist. Über das, was GOTT Seinem Volk während der Wüstenzeit Gutes tat, schreibt er:

1. Korinther 10, 3.4
…und alle denselben geistlichen Trank tranken, denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der sie begleitete. Der Fels aber war der CHRISTUS.

Genauso wie der „Stein“ eine Bezeichnung für den JaHWeH ist, ist es auch mit dem „Fels“. Beide Namen werden auf CHRISTUS bezogen, der somit nur JaHWeH sein kann. Dies wird noch an einer weiteren Stelle in 1. Korinther 10 deutlich. Paulus schreibt dort:

1. Korinther 10, 9
Lasst uns auch den CHRISTUS nicht versuchen, wie einige von ihnen ihn versuchten und von den Schlangen umgebracht wurden.

Mit anderen Worten. Es war an dieser Stelle die Sünde Israels, dass sie CHRISTUS, ihren geistlichen Felsen, versuchten. In 4. Mose 21,4-9 wird deutlich, wie die Versuchung gegen JaHWeH selbst gerichtet war.

– JaHWeH ist der Schöpfer Jes. 37,16 – JESUS ist der Schöpfer Kol. 1,16-19

– JaHWeH ist der gute Hirte Ps. 23 – JESUS ist der gute Hirte Joh. 10,11

– JaHWeH ist das Licht und Heil Ps. 27,1 – JESUS ist das Licht…. Joh. 1,9

– JaHWeH ist der einzige Heiland Jes. 43,11 – JESUS ist der Heiland Tit. 3,4-6

– Wir sollen Zeugen JaHWeH’s sein Jes. 43,10 – Wir sollen JESU Zeugen sein Apg. 1,8

– JaHWeH ist der ewige Fels 5. Mo. 32,4 – JESUS ist der Fels 1. Kor. 10,5

– JaHWeH ist der König Ps. 24 – JESUS ist der König Offb. 17,14

– JaHWeH ist der Erste und Letzte Jes. 44,6!! – JESUS ist der Erste und Letzte Offb. 1,17!!

– JaHWeH wird den Erdkreis richten Ps. 98,9 – JESUS wird den Erdkreis richten Apg. 17,31

– JaHWeH ist der Bräutigam Jes. 62,5 – JESUS ist der Bräutigam 2. Kor. 11,2

– Man darf nur JaHWeH anbeten 2. Mo. 34,16 – JESUS wird angebetet Offb. 5,8-14
Die ganze Fülle der GOTTHEIT wohnt und offenbart sich in JESUS CHRISTUS Kolosser 1,9; 2,9
Nachstehend weitere Bibelstellen, die klar belegen, dass der HERR JESUS der wahrhaftige GOTT ist:

Als Jahwe. Jes 40,3;Mt 3,3.

Als Jahwe der Herrlichkeit. Ps 24,7.10;1Kor 2,8;Jak 2,1.

Als Jahwe, unsere Gerechtigkeit.Jer23,5.6;1Kor 1,30.

Als Jahwe über allem. Ps 97,9;Joh 3,31.

Als Jahwe, der Erste und der Letzte.Jes44,6;Offb 1,17;Jes 48,12-16;Offb 22,13.

Als Jahwes Nächster und ihm gleich. Sach 13,7;Phil 2,6.

Als Jahwe der Heerscharen. Jes 6,1-3;Joh12,41;Jes 8,13.14;1Pt 2,8.

Als Jahwe, der Hirte. Jes 40,11;Hebr13,20.

Als Jahwe, zu dessen Ehe alles geschaffen wurde. Spr 16,4;Kol 1,16.

Als Jahwe, der Bote des Bundes. Mal 3,1;Mk 1,2;Lk 2,27.

Angerufen als Jahwe. Joel 3,5;Apg 2,21;1Kor 1,2.

Als ewiger Gott und Schöpfer. Ps 102,25-27;Hebr 1,8.10-12.

Als der mächtige Gott. Jes 9,5.

Als der große Gott und Heiland. Hos 1,7;Tit 2,13.

Als Gott über alles. Ps 45,7.8;Röm 9,5.

Als der wahre Gott. Jer 10,10;1Joh 5,20.

Als Gott, das Wort. Joh 1,1.

Als Gott, der Richter. Pred 12,14;1Kor4,5;2Kor 5,10;2Tim 4,1.

Als Immanuel. Jes 7,14;Mt 1,23.

Als König der Könige und Herr der Herren. Dan 10,17;Offb 1,5;17,14.

Als der Heilige.1Sam 2,2;Apg 3,14.

Als der Herr vom Himmel.1Kor 15,47.

Als Herr des Sabbats.1Mo 2,3;Mt 12,8.

Als Herr über alle. Apg 10,36;Röm 10,11-13.

Als Sohn Gottes. Mt 26,63-67.

Als der eingeborene Sohn des Vaters.Joh1,14.18;3,16.18;1Joh 4,9.

Sein Blut wird Blut Gottes genannt.Apg20,28.

Als eins mit dem Vater. Joh 10,30.38;12,45;14,7-10;17,10.

Als der, der den Heiligen Geist sendet, und darin dem Vater gleich ist.Joh14,16;15,26.

Als gleicher Ehre würdig wie der Vater. Joh 5,23.

Als Eigentümer aller Dinge und darin dem Vater gleich. Joh 16,15.

Als der, der dem Gesetz des Sabbats nicht unterworfen und darin dem Vater gleich ist. Joh 5,17.

Als Quelle der Gnade und darin dem Vater gleich.1Th 3,11;2Th 2,16.17.

Als unerforschlich und darin dem Vater gleich. Spr 30,4;Mt 11,27.

Als Schöpfer aller Dinge.J es 40,28;Joh1,3;Kol 1,16;Hebr 1,2.

Als Erhalter und Bewahrer aller Dinge. Neh 9,6;Kol 1,17;Hebr 1,3.

Als der, in dem die ganze Fülle der Gottheit wohnt. Kol 2,9;Hebr 1,3.

Als der, der die Toten auferweckt.Joh5,21;6,40.54.

Als der,der selber von den Toten erstanden ist. Joh 2,19.21;10,18.

Als der Ewige. Jes 9,5;Mi 5,1;Joh 1,1;Kol1,17;Hebr 1,8-10;Offb 1,8.

Als allgegenwärtig. Mt 18,20;28,20;Joh3,13.

Als allmächtig. Ps 45,4;Phil 3,21;Offb 1,8.

Als allwissend. Joh 16,30;21,17.

Als der, der die Gedanken der Herzen kennt.1Kö 8,39;Lk 5,22;Hes 11,5;Joh2,24.25;Offb 2,23.

Als unveränderlich.Mal 3,6;Hebr 1,12;13,8.

Als der,der die Macht hat, Sünden zu vergeben. Kol 3,13;Mk 2,7.10.

Als der, welcher der Gemeinde Hirten gibt. Jer 3,15;Eph 4,11-13.

Als Bräutigam der Gemeinde .Jes 54,5;Eph 5,25-32;Jes 62,5;Offb 21,2.9.

Als Gegenstand göttlicher Anbetung. Apg 7,59;2Kor 12,8.9;Hebr 1,6;Offb 5,12.

Als Inhalt des Glaubens. Ps 2,12;1Pt 2,6; Jer 17,5.7;Joh 14,1.

Als Gott erlöst und reinigt er die Gemeinde für sich selbst. Offb 5,9;Tit2,14.

Als Gott stellt er sich die Gemeinde sich selbst dar. Eph 5,27;Jud 1,24.25.

Die Gläubigen leben für ihn als ihrem Gott. Röm 6,11;Gal 2,19;2Kor 5,15.

Anerkannt durch die Apostel. Joh 20,28.

Anerkannt durch die alttestamentlichen Gläubigen.1Mo 17,1;48,15.16;32,24-30;Hos 12,4-5;Ri 6,22-24;13,21.22;Hi19,25-27.

Fußnoten

(1) Benedikt Peters macht an dieser Stelle folgende Anmerkung zu den verschiedenen jüdischen Versionen: Die Hebrew-English Tanakh der Jewis Publication Society lautet: „… sie werden zu mir ihre Klage erheben über die, die erschlagen wurden…“ Zunz fügt eine Klammer ein: „…und sie schauen zu mir auf (bei Jeglichem), den sie durchbohrt haben…“ Buber hält sich zwar an den Mas. Text, versucht aber durch die Interpunktion den Blick für JaHWeH als den Durchbohrten zu verstellen: „…aufblicken werden sie zu mir. Den sie erstochen haben, nun werden sie um ihn jammern…“ Tur Sinai: „…und sie blicken auf zu mir – mit dem, den sie durchbohrt haben…“

(2) Der erste Tempel ist der salomonische Tempel, welcher 586 v. Chr. durch die Babylonier zerstört wurde. Unter Serubabel wurde der zweite Tempel wieder aufgebaut (Buch Esra), der dann später durch Herodes zu einem einmaligen Bauwerk erweitert und umgebaut wurde. Die Römer zerstörten 70 n. Chr. den zweiten Tempel. Der dritte Tempel wird vor der Wiederkunft Jesu gebaut werden (vgl. Dan 9,26-27; Mt 24,15-21; Offb 11,1-2). In diesen Tempel wird sich der Antichristus setzen (2Thess 2,4). Schließlich berichtet uns Hesekiel ab Kapitel 40 von dem vierten Tempel. Er wird im messianisch-tausendjährigen Reich inmitten des erretteten Israels stehen.

(3) Ebd. S. 17

Quelle: Pflaum, Johannes: Ist JESUS CHRISTUS GOTT?, 2. Auflage Hünfeld (Christlicher Mediendienst Hünfeld GmbH) 2009, S. 17ff.

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