JESUS CHRISTUS

ist dein RETTER oder dein RICHTER!

Und seid nicht mitbeteiligt an den unfruchtbaren Werken der Finsternis; vielmehr aber deckt [sie] auch auf ‹und weist zurecht›; denn was heimlich von ihnen geschieht, ist schändlich auch [nur] zu sagen. Das alles wird aber geoffenbart, wenn es vom Licht aufgedeckt ‹und zurechtgewiesen› wird, denn alles, was offenbar gemacht wird, ist Licht. (Epheser 5, 11-13)

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Zubereitung im Verborgenen

Zubereitung im Verborgenen, Überwinderbotschaft Nr. 78, kostenlos zu erhalten bei Straßenmission glaubensfroher Christen, Paul-Keller-Weg 8, Postfach 3830 - D-51538 Waldbröl, Telefon-Nr. 02291/5005

Eine ansteckende Krankheit

(Aus einem Missionsblatt des Jahres 1914 – Verfasser unbekannt)

 

„So wahr der HERR lebt, vor dessen Angesicht

Ich stehe, ich nehme es nicht“ (2.Könige 5,16).

„Ach, wie gern, gar zu gern, hätten es manche von uns so gemacht, wie es sich der Feldhauptmann Naeman gedacht hatte: „Siehe, ich meinte, er sollte zu mir herauskommen und herzutreten und den Namen des HERRN, seines GOTTES, anrufen und mit seiner Hand über die Stätte fahren, und den Aussatz also abtun“ (Vers 11). Wie mancher Diener GOTTES hätte diesen vornehmen Mann in allen Ehren höchst persönlich empfangen und ihn in sein Haus geleitet. Doch nicht so Elisa, der vor seinem GOTT stand, weil er in der Gegenwart GOTTES wandelte. Ein Stehen vor GOTT ist die Folge eines Wandels mit GOTT.

Dieser sonderbare Prophet kam nicht einmal aus dem Haus, um den Heeresobersten aus Syrien zu begrüßen. Nur seinen Diener schickte er hinaus mit dem Befehl an Naeman: „Gehe hin und wasche dich siebenmal im Jordan!“ – Dieser reagierte verärgert: „Was fällt denn diesem Mann eigentlich ein? Ist das etwa die vielgerühmte neue Frömmigkeit, die mich für den rechten Gottesglauben gewinnen soll?! So ein Benehmen kann doch nur abstoßen“, - und er zog weg mit Zorn.

Wahrlich, Elisa stand vor dem Angesicht GOTTES. Gewiss hätte er andernfalls diesen angesehenen Mann, der vom König von Syrien zu ihm gesandt war, mit allen Ehren und Würden empfangen. Viele von uns wären gewiss der Menschengefälligkeit, die in uns allen steckt, hier zum Opfer gefallen. Aber der Prophet, der vor seinem GOTT lebte, war völlig frei von Menschenfurcht und Menschengefälligkeit. Alle Selbstsucht und schnöde Eitelkeit waren bei ihm geschmolzen im verzehrenden Licht der steten Gegenwart GOTTES. Aller Heiligenschein war abgelegt.  Und so trat er denn auch im Namen des HERRN dem großen Syrer gegenüber und der Aussatz musste weichen, nachdem auch Naeman seine Lektion gelernt hatte.

O ihr heiligen, geistlich keuschen Helden GOTTES der vergangenen Tage, wie beschämt ihr so manches ungehobelte, hochmütige und selbstsüchtige und darum so kraftlose Handeln vieler moderner Prediger und Reichsgottesarbeiter von heute! – Wollen wir nicht wieder zurückkehren zu solch wurzelechtem Glaubens- und Gehorsamsleben? Gewiss, GOTT würde sich ebenso herrlich, ja noch viel herrlicher offenbaren. Doch GOTT sucht zunächst zuverlässige Gefäße, ohne Sprünge und Risse oder harte Stellen, damit Seine Gaben nicht in den Schmutz getreten werden. Fortsetzung folgt

Fortsetzung: Mit welch erschreckender Deutlichkeit lehrt dies doch die traurige Geschichte eines Simsons oder Sauls oder wenn wir an die vielen modernen "Größen" in der Christenheit unserer Tage denken. GOTTES GEIST würde heute wieder genau dasselbe über so viele Reichsgottesarbeiter schreiben müssen: "Als er sich aber mächtige fühlte, überhob sich sein Herz zum Verderben"(2.Chr. 26.16). O ihr Diener GOTTES, hierüber müssen uns einmal recht die Augen aufgehen. Darin liegen die Haupthindernisse und Hauptgefahren der gesegnetsten Kinder GOTTES. Wenn ein Paulus, der auf dem Weg nach Damaskus bei seiner Bekehrung so gründlich zusammenbrach, hernach einen Pfahl im Fleisch brauchte, nur damit er sich seiner hohen Offenbarung nicht überhebe, wie viel mehr haben wir diese Erziehungswege unseres GOTTES nötig. Paulus achtete "alles für Dreck, um nur CHRISTUS zu gewinnen". In unseren Tagen ist im Volke GOTTES eine ansteckende Krankheit schon sehr verbreitet, eine Seuche der Menschenverherrlichung. Diese teuflische Gift dringt bereits in fast alle christlichen Kreise ein und will insbesondere die Heiligen GOTTES befallen und sie in ihrem geistlichen Dienst lahm legen. Darum fort mit diesem Satansgift: Überhebung, Hochmut, Prahlerei, Angeben, Berichterstattung über christliche Erfolge, Stolz über empfangene Gaben und Segnungen usw. Die anderen Geschwister, die uns kennen, merken es schon, wie sehr wir bereits von diesem teuflischen Gift aus der Hölle angesteckt und verseucht sind; aber wir selbst sind blind und wissen nicht, dass der HERR längst von uns gewichen ist.

GOTT nimmt es mit Seinen Knechten genau! Sie haben Seine Weisungen zu befolgen. Er ist ein eifersüchtiger GOTT und gibt Seine Ehre keinem andern! "Wer sich rühmt, der rühme sich des HERRN!" Was Er einem unerfahrenen Kindlein in CHRISTUS übersehen kann, muss Er einem alten, erfahrenen Knecht GOTTES als Sünde anrechnen. Ich erinnere hier nur an Mose, der den Felsen ein zweites Mal schlug mit dem Stab, statt, dem Auftrag GOTTES gemäß nur mit ihm zu reden. Und was war die Folge: Er kam nicht in das Land der Verheißung.

Es fehlt dem Volk GOTTES so sehr an heiliger, zarter Ehrfurcht vor dem großen und heiligen GOTT, vor dem erhöhten und verklärten SOHNE GOTTES. Wie wird von vielen Kindern GOTTES, sogar bis in die Gebetsstunden hinein, der Name JESUS und der heilige GOTTES-Name so oberflächlich gebraucht. Da heißt es zwar oft: "Lieber HEILAND, lieber HEILAND!" oder "liebster JESUS!" und dergleichen. Es soll grundsätzlich nichts gegen eine solche Anrede gesagt sein, doch müsste man in vielen Versammlungen fragen: "Wo ist denn eure Liebe zu JESUS?" Wer ihn in Wahrheit liebt, der hält Sein Wort! Darin besteht die aufrichtige Herzensliebe zu JESUS. Alles andere ist Heuchelei und dem Herrn ein Gräuel. Fortsetzung folgt

„Da kann man im Gottesdienst mit gehobenem Gefühl und erhobenen Händen laut und vernehmlich mitsingen: „JESUS ist heut und ewiglich, teurer als alle Welt für mich!“ Und im Handumdrehen ist man imstande sich, um paar Cent oder anderer Kleinigkeiten wegen sich aufzuregen. Was ist das denn? Ist das nicht jämmerliche Heuchelei?! Fort mit diesem Gedusel! Ich meine nicht das schöne Lied. Nein, das ist gut und recht. Aber mit dem jämmerlichen Selbstsuchtsleben, das nicht übereinstimmt mit den schönen Liedern. Geschwister, lasst uns wieder so geistlich werden, wie unsere Lieder!

Wir fragen uns: woher kommt ein solches „Doppelleben“ bei so vielen, die sich gläubig nennen? Sie können nicht in Wahrheit Augenblick um Augenblick mit dem Propheten sagen: „So wahr der HERR lebt, vor dessen Angesicht ich stehe!“ Man vergisst die heilige Gegenwart GOTTES. Man bleibt nicht in JESUS und Seinem Wort. Aber dahin muss es einmal kommen, liebes Gotteskind. Ergreife im Glauben, dass dies auch für dich möglich ist. – Warum? Weil GOTT es will und befiehlt und es uns in JESUS erworben ist. Die Kraft ist da im heiligen Blute und GEISTE JESU. Aber wir müssen auch darauf eingehen. GOTT will schon lange, sonst könnten wir es nicht. Doch du musst auch endlich von ganzem Herzen wollen, nicht nur wünschen.

Du erwiderst: „Aber Er muss doch beides wirken, das Wollen und das Vollbringen“. Ganz recht! Das will Er ja! Das ist ja eben Sein „Wohlgefallen“. Aber willige du ein! Gib deinen Widerstand, dein Widerstreben auf und die Kraft ist da. GOTT wartet auf dich. JESU Werk ist vollbracht, der Weg ist offen. Tritt ein! – O, dass doch schließlich mit dem falschfrommen, heuchlerischen, im Volke GOTTES tief eingerissenen „Ich-möchte-wohl“ aber „Ich-kann-nicht-System“ aufgeräumt würde! Wenn GOTT befiehlt, muss man gehorchen können, sonst wäre Er ja ungerecht und ein harter GOTT. Hat Er denn von Seiner Seite aus noch nicht genug getan? Muss Er denn für dich noch extra Seinen geliebten SOHN wieder dahingeben und sterben lassen? – Was muss denn noch mehr geschehen, Bruder, Schwester, bis du einmal diesen Tatsachen, dem Worte von Herzen glaubst und folgst? Ein Leben in der Gegenwart GOTTES ist jedem aufrichtigen Kind GOTTES nicht nur möglich, sondern es ist das einzig richtige und normale. Dazu ist uns der HEILIGE GEIST gegeben. Das müssen die herrlichen Erlösungstatsachen wirken können bei denen, die da glauben und willig sind zum beständigen Gehorsam.“ Ende

GOTT verbirgt Seine Knechte

(Entnommen einem Missionsblatt des Jahres 1932)

"Gehe weg von hier und wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Krith, der zum Jordan fließt" (1.Kön. 17,3). Der Mann, den GOTT als Werkzeug berufen hatte, vor den gottlosen König Ahab hinzutreten und ihm die Botschaft auszurichten: "...es soll diese Jahre weder Tau noch Regen fallen" (Vers 1), muss selbst in der Schule seines GOTTES  die Lektion noch gründlicher lernen, immer kleiner zu werden. GOTT geht mit jedem Seiner Diener einen unterschiedlichen Weg. Eine gesegnetet "Erziehungsmethode", die GOTT bei einzelnen seiner Knechte anwendet, besteht darin, sie plötzlich aus ihrem Wirkungskreis zu nehmen, wo diese sich unentbehrlich glaubten, um ihnen zu zeigen, dass GOTT gar nicht auf sie angewiesen ist. - So nahm GOTT Seinen Knecht Elia beiseite und sandte ihn in ein abgelegenes Tal am Bach Krith. Dort brachte Er ihn in Sicherheit und verbarg Seinen Diener für eine gewisse Zeit vor der Öffentlichkeit. Der Bach Krith war für Elia ein Bergungsort vor den Nachstellungen des gottlosen Königs Ahab. Ebenso wurde diese einsame Stätte in der Verborgenheit zu einem Ort weiterer und gründlicherer Zubereitung des Knechtes GOTTES für späteres Wege und Aufträge. GOTTES Diener sind keine Roboter, die "automatisch" und selbstständig arbeiten. Sie durchlaufen eine gründliche Schule, indem GOTT sie beiseite nimmt, um in der Stille Sein Werk in ihnen zu verrichten. Der auszuführende Auftrag muss mit dem geistlichen Stand im Leben Seiner Knechte übereinstimmen.

Am Bach Krith lernen Knechte GOTTES stille zu sein und auf die Hilfe des HERRN zu harren. - Ähnlich handelte der HERR JESUS mit Seinen Jüngern. Als Er sie aussandte und sie"voll von sich selbst" und gewiss auch ein wenig stolz auf ihre Erfolge zu Ihm zurückkehrten, nahm Er sie "und zog sich besonders an einen öden Ort". Fortsetzung folgt