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Der Holocaust - Wo war Gott?

Dieses Buch von Arthur Katz möchte ich sehr empfehlen.

Lieber Gruß MartinDer Holocaust - Wo war Gott?: Ein gewagter Denkanstoss, Wird in einem neuen Tab geöffnet

Das Vorwort zu diesem Buch von Arthur Katz

Ich empfinde durchaus eine gewisse Unruhe, wenn ich Ihnen diese Gedanken über das Geschehen, das unsere Epoche am stärksten geprägt hat, vorlege - Gedanken über den Holocaust.

Doch wir wollen es wagen, die Frage zu untersuchen, die in diesem Zusammenhang die wichtigste ist und die doch so wenig gestellt wird: Wo war Gott?

Es ist offensichtlich, dass jeder, der diese Frage bisher ernsthaft gestellt hat, erfahren mußte, dass herkömmliche und allgemein akzeptierte Ansichten, die für viele andere Erklärungen ausreichten, im Angesicht dieses Ereignisses ihre Relevanz verloren und zu Bruch gingen. Hier stehen wir vor der Wahl, entweder unseren unzureichenden Glauben gänzlich aufzugeben und uns einem weltlichen Zynismus zuzuwenden oder aber zu einer neuen und bisher unbekannten Dimension der Erkenntnis Gottes vorzudringen, die alle Lebensbereiche berührt und radikal verändert.

Diese wichtige Frage unbeachtet zu lassen, wäre ein schlechter Dienst an den Opfern. Unser Menschsein würde dadurch einer Fähigkeit beraubt, durch die es sich in besonderer Weise auszeichnet, nämlich nach dem  letzten Sinn der Dinge im Angesicht scheinbarer Sinnlosigkeit fragen zu können. Ich wage zu behaupten, dass der niederschmetternde Verfall sittlicher Zivilisation im letzten halben Jahrhundert, ja vielleicht ihr dauerhaftes Verschwinden, darauf zurückgeführt werden muss, dass wir versäumt haben, diese Frage zu untersuchen und uns ihren Konsequenzen stellen.

In meinem Anliegen werde ich durch eine bemerkenswerte Äußerung des bekannten schottischen Geistlichen Oswald Chambers ermutigt, dessen Andachtsbuch "Mein Äußerstes für Sein Höchstes" Generationen von Lesern in aller Welt zum Segen geworden ist. Im Eintrag für den 29. Juli heißt es u. a.: "Es besteht ein Zusammenhang zwischen den seltsamen Fügungen Gottes und dem, was wir von Ihm wissen; und wir müssen lernen, die Geheimnisse des Lebens im Lichte unserer Erkenntnis Gottes auszulegen. Ehe wir der dunkelsten, schwärzesten Tatsache voll ins Gesicht sehen können, ohne dabei Gottes Wesen zu verunglimpfen, kennen wir Ihn nicht." (Hervorhebung durch den Autor.)

So widme ich dieses erste, schwache Herantasten jenen mutigen Lesern, die bereit sind, "hinzutreten", um diesen brennenden Busch zu betrachten, der vom Feuer nicht verzehrt wird. Ich vertraue darauf, dass inmitten dieses Busches immer noch derselbe Gott ist, der auch Mose rief näherzutreten, als Er sah, dass Mose sich umwandte, um zu sehen - und dass Er Sie ebenso rufen wird.

Arthur Katz