Forum

Darum erhöhte GOTT IHN auch über die Maßen und gab IHM ‹aus Gnaden› [den] Namen, der über allen Namen ist, damit in dem Namen JESU sich alle Knie beugen, derer im Himmel und derer auf der Erde und derer unter der Erde, und jede Zunge das Bekenntnis zum Ausdruck bringe, dass JESUS CHRISTUS HERR sei, zur Verherrlichung GOTTES, des VATERS.

(Philipper 2, 9–11)

 

Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

"Das Lied des Mose"

Das 5. Kap. aus dem Buch: "Der Holocaust - Wo war Gott?" v. Arthur Katz

Dieses Buch ist sehr herausfordernd für jeden Leser, ja auch für jedes Kind Gottes. Ich persönlich finde diese Buch sehr hilfreich, um verstehen zu können, warum, es zum Holocaust gekommen ist, und was wir für die Gegenwart und Zukunft daraus lernen können. Mit diesem Buch möchte ich auch niemand vor den Kopf stoßen, sondern dazu anregen, sich mit der Zukunft unserer jüdischen Geschwister auseinanderzusetzen. Lieber Gruß Martin

Gott gab uns im 5.Buch Mose, kurz vor unserem Eintritt in das verheißene Land, eine ganz spezielle Warnung. Das 32 Kapitel wird "Das Lied des Mose2 genannt, und es sind Aussagen darin enthalten, die in meinen Augen, wie kein anderer Abschnitt der Bibel, eine detaillierte Beschreibung des Holocaust sind.

Es gibt nur wenige Ansätze von seiten jüdischer Denker, den Holocaust im Zusammenhang mit den prophetischen Aussagen aus der Vergangenheit Israels zu untersuchen. Wir haben bereits vor dem Holocaust Not, Gericht, und Vertreibung aus dem Land erlitten; aber aus menschlicher Sicht waren wir zunächst geneigt, lieber eine weltliche, zoziologische oder politische Erklärung zu suchen, als uns wegen einer Antwort an Gott zu wenden. Wir haben uns der menschlichen Analyse zugewandt, statt der göttlichen Offenbarung, und wir haben uns sehr mit den Fehlern und Sünden anderer Menschen und Völker beschäftigt, statt die Ursache bei uns selbst und in unserer eigenen Sünde zu suchen.

Zeugt nicht schon unsere nur oberflächliche Kenntnis der Bibel und des Gottes, der die Bibel inspiriert hat (und somit der rein formale Chrarakter unserer Religion) gegen uns? Weisen diese Defizite nicht darauf hin, dass in ihnen die eigentliche Ursachen für den Holocaust und möglicherweise auch für alle anderen Nöte, die uns getroffen haben, liegen? Sind unsere Nöte deshalb von Mal zu Mal schrecklicher geworden, weil die jeweils vorhergehenden nicht ausreichten, um uns aus unserer rein weltlichen Denkweise herauszureißen? Ist es nicht wahr, dass wir die Erklärung immer in unseren Umständen gesuchte haben, statt bei Gott, und daher zu der Auffassung kamen, eine "Änderung der Umstände" könnte uns vor zukünftigem Leid bewahren? Wenn es so aussieht, welche Alternative hätte Gott dann, als immer schlimmeres Unheil geschehen zu lassen? Wenn unsere Einstellung und Denkweise nach dem Holocaust so aussieht, wie mag sie dann wohl zuvor gewesen sein? Und welchem neuen Schrecken werden wir zum Opfer fallen, sollte diese Einstellung unverändert bleiben? Welche zukünftigen Gerichte stehen uns noch bevor? Die Orthodoxie und Frömmigkeit unseres so sehr gefeierten Judentums konnte uns schon in der Vergangenheit nicht vor dem hereinbrechenden Unheil warnen! Und warum eigentlich nicht? Hatten wir nicht in der Heiligen Schrift eine klare Darstellung dessen, was in den letzten Tagen über uns kommen würde, wenn wir uns von Gott, Seinem Bund und dem Auftrag, das Volk zu sein, durch das Er sich unter den Völkern bezeugen wollte, abwendeten?

Gott gab uns im 5.Buch Mose, kurz vor unserem Eintritt in das verheißene Land, eine ganz spezielle Warnung. Das 32 Kapitel wird "Das Lied des Mose" genannt, und es sind Aussagen darin enthalten, die in meinen Augen wie kein anderer Abschnitt der Bibel, eine detaillierte Beschreibung des Holocaust sind. Diese Worte wurden uns als  "Lied des Mose" überliefert. Die Liedform sollte dazu dienen, die Worte leichter auswendig zu lernen und sie von einer Generation zur nächsten unseren Kindern weiterzugeben. Aus einem einzigen Grund sollte diese Lied überliefert werden: um uns vor denGerichten zu warnen, die in der letzten Zeit über uns kommen würden, so dass, für den Fall, dass diese Katastrophen einträfen, niemand sagen konnte, wir seien nicht gewarnt worden. Doch welcher Jude weiß überhaupt von der Existenz dieses Liedes, geschweige denn, dass er mit seinem Inhalt vertraut wäre? Auch hier haben wir wieder einen Beweis für unsere Abwendung vom Glauben, die der Grund dafür war, dass der Holocaust als Gericht über uns kam.

In dem erwähnten Lied machte Gott gegenüber Mose einige bemerkenswerte Aussagen über Israels zukünftigen Zustand: " Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, du wirst schlafen mit deinen Vätern; und dies Volk wird aufkommen und wird abfallen zu fremden Göttern des Landes, darein sie kommen, und wird mich verlassen und den Bund fahren lassen, den ich mit ihm gemacht habe. 17 So wird mein Zorn ergrimmen über sie zur selben Zeit, und ich werde sie verlassen und mein Antlitz vor ihnen verbergen, daß sie verzehrt werden. Und wenn sie dann viel Unglück und Angst treffen wird, werden sie sagen: Hat mich nicht dies Übel alles betreten, weil mein Gott nicht mit mir ist? 18 Ich aber werde mein Antlitz verbergen zu der Zeit um alles Bösen willen, das sie getan haben, daß sie sich zu andern Göttern gewandt haben.
19 So schreibt euch nun dies Lied und lehret es die Kinder Israel und legt es in ihren Mund, daß mir das Lied ein Zeuge sei unter den Kindern Israel. (5. Mose 32.1) 20 Denn ich will sie in das Land bringen, das ich ihren Vätern geschworen habe, darin Milch und Honig fließt. Und wenn sie essen und satt und fett werden, so werden sie sich wenden zu andern Göttern und ihnen dienen und mich lästern und meinen Bund fahren lassen. (5. Mose 32.15) 21 Und wenn sie dann viel Unglück und Angst betreten wird, so soll dieses Lied ihnen antworten zum Zeugnis; denn es soll nicht vergessen werden aus dem Mund ihrer Nachkommen. Denn ich weiß ihre Gedanken, mit denen sie schon jetzt umgehen, ehe ich sie in das Land bringe, das ich geschworen habe. (Psalm 139.2) 22 Also schrieb Mose dieses Lied zur selben Zeit und lehrte es die Kinder Israel. (Luther 1912)

"Denn ich weiß, daß ihr's nach meinem Tode verderben werdet und aus dem Wege treten, den ich euch geboten habe. So wird euch dann Unglück begegnen hernach, darum daß ihr übel getan habt vor den Augen des HERRN, daß ihr ihn erzürntet durch eurer Hände Werk. " (Luther 1912) Fortsetzung folgt

 

Fortsetzung: "Bei unserem Versuch, den Holocaust zu verstehen, beachteten wir die Heilige Schrift nicht, obwohl sie doch detaillierte und exakte Aussagen darüber macht, was "in den letzten Tagen" über uns kommen würde. Der Ausdruck "in den letzten Tagen" ist dabei immer als der Zeitabschnitt kurz vor der Aufrichtung des Messianischen Reiches verstanden worden. Doch diejenigen, die hören sollten, wollen nicht hören. So wendet sich Gott an die stumme und leblose Natur:

"Merket auf, ihr Himmel, denn ich will reden, und die Erde höre die Worte meines Mundes! Meine Lehre riesle wie der Regen, meine Rede träufle wie der Tau, wie Regenschauer auf das junge Grün und wir Tropfen auf die Flur. Denn den Ruhm des Herrn will ich verkünden: Gebet Ehre unserm Gott! Er ist der Fels! Untadelig ist sein Tun, denn Recht sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue ohne Falsch, gerecht und redlich ist der Herr" (5.Mose 32, 1-4). "Es versündige sich gegen ihn eine verkehrte und verdrehte Generation - nicht seine Kinder sind sie, sondern ihr eigener Schandfleck-. Wollt ihr dem Herrn so vergelten, törichtes und unweises Volk? Ist er nicht dein Vater, der dich geschaffen hat? Er hat dich gemacht und bereitet" (5.Mose 32, 5+6 - RELB)

Eine Generation bezeichnet in diesem Zusammenhang nicht so sehr eine Periode von vierzig Jahren, sondern eher einen Typus oder eine Art von Menschen, die man in allen Epochen finden kann. So ist dieses Lied nicht nur an die Menschen gerichtet, die zur Zeit des Mose lebten, sondern es wendet sich an jede nachfolgelnde Generation einschließlich der, die in den letzten Tagen lebt. Darum sollte dieses Lied auch von Generation zu Generation weitergegeben werden.

"Da aber Jesurun fett ward, ward er übermütig. Er ist fett und dick und stark geworden und hat den Gott fahren lassen, der ihn gemacht hat. Er hat den Fels seines Heils gering geachtet (5. Mose 31.20) (Jesaja 44.2) 16 und hat ihn zum Eifer gereizt durch fremde Götter; durch Greuel hat er ihn erzürnt. 17 Sie haben den Teufeln geopfert und nicht ihrem Gott, den Göttern, die sie nicht kannten, den neuen, die zuvor nicht gewesen sind, die ihre Väter nicht geehrt haben. 18 Deinen Fels, der dich gezeugt hat, hast du aus der Acht gelassen und hast vergessen Gottes, der dich gemacht hat." (5.Mose 32,15-18) Luther

Auf welchen dieser Vorwürfe haben wir als Volk je reagiert? Zwar wurden sie von den Propheten ständig wiederholt; aber wann haben wir je zugegeben, dass diese Vorwürfe berechtigt waren?

"Und da es der HERR sah, ward er zornig über seine Söhne und Töchter, 20 und er sprach: Ich will mein Antlitz vor ihnen verbergen, will sehen, was ihnen zuletzt widerfahren wird; denn es ist eine verkehrte Art, es sind untreue Kinder. " (5.Mose 32, 19+20)

Wir müssen uns die Frage stellen, ob dieses Ende bereits da war.

" Sie haben mich gereizt an dem, das nicht Gott ist; mit ihrer Abgötterei haben sie mich erzürnt. Und ich will sie wieder reizen an dem, das nicht ein Volk ist; an einem törichten Volk will ich sie erzürnen. (Jeremia 2.11) (Römer 10.19) " (5.Mose 32, 21) Luther

Manche Ausleger interpretieren diese Stelle als Beschreibung von Nazi-Deutschland. Der Nationalsozialismus hatte Deutschland tatsächlich so entstellt, dass es kein Volk mehr im zivilisierten Sinne war. Vielmehr war es ein Volk geworden, dessen Glieder so entmenschlicht, tierisch und ohne natürliche Regung waren, dass sie foltern und vernichten konnten, ohne in ihrem Gewissen davon berührt zu werden. Deutschland war insofern zu einer "Schar von Narren" entartet, als man in Deutschland zu dieser Zeit nicht mehr die Vernunft und Kultur vorfand, die einer im ethisch-moralischen Sinne zivilisierten Nation zu eigen sein sollte. Das Land war zu einem Staatsapparat degeneriert, in dem die niedrigsten Subjekte des Volkes Regierungsämter bekleiden konnten. Deutschland war keine Nation im rechtmäßigen Sinn mehr, Abschaum und Auswurf - um einerseits uns Juden zu demütigen, und um anderertseits Gottes Wort zur Erfüllung zu bringen. Deutschland war zu einem Volk geworden, dass alle Werte umgedreht hatte, ein Volk, das den Tod verherrlichte." Fortsetzung folgt

Fortsetzung: "Denn ein Feuer lodert auf in meinem Zorn und brennt bis in die Tiefen der Unterwelt; es verzehrt die Erde samt ihrem Gewächs und entzündet die Grundfesten der Berge" (5.Mose 32,22)

Zwar ist dieser Vers mit seinen eindringlichen Bildern sehr poetisch, dennoch kann man, so meine ich, in dieser Beschreibung den Holocaust erkennen. In den Todeslagern wurden die Feuer der Verbrennungsöfen bis in die allerletzten Tage des Zweiten Weltkrieges in Gang gehalten. Militärhistoriker verstehen bis heute nicht, warum die Nazis - bei einem so großen Bedarf an militärischem Personal und Material für die letzten Verteidigungsanstrengungen und mit dem Rücken zur Wand - dennoch strategisch wichtige Güter in die Konzentrationslager lenkten, so dass die Feuer bis buchstäblich zum letzten Tag des Krieges nicht erloschen. Diese Entscheidung forderte an den Kriegsschauplätzen fortwährend unermeßliche Opfer. Es scheint, als ob die Verantwortlichen in Widerspruch zu ihrer sonstigen Rationalität und militärischen Klugheit von einer anderen Macht getrieben worden waren. Unter vernünftigen Gesichtspunkten ergibt das einfach keinen Sinn.

Auch andere Fragen in diesem Zusammenhang sind bis heute ungeklärt. Warum bombadierten die Alliierten niemals die Bahnlinien, die nach Auschwitz führten? Und warum weigerten sich alle Nationen des Westens beharrlich, die Juden aufzunehmen? Antworten auf diese Fragen finden wir nicht bei Menschen, sondern nur bei Gott. Wenn Er ein Gericht ergehen lässt, dann geschieht das genauso umfassend und vollständig, wie Er es sich  vorgenommen hat, und zwar sowohl durch Menschen als auch gegen den Widerstand von Menschen. Die Gerichte Gottes sind streng, und wenn sie eintreffen, dann in vollem Umfang. "Ich will mein Angesicht vor ihnen verbergen", bedeutet auch, dass niemand Seine Gerichte aufhalten kann.

" Ich will Unheil über sie häufen, meine Pfeile gegen sie verbrauchen. 24 Sie sind vor Hunger entkräftet und aufgezehrt von Fieberglut[17] und giftiger Pest, so sende ich den Zahn wilder Tiere gegen sie, samt dem Gift der im Staub Kriechenden. 25 Draußen wird kinderlos machen das Schwert und drinnen[18] der Schrecken: den Jüngling wie die Jungfrau, den Säugling mit dem greisen Mann" (5.Mose 32, 23-25).

Die Instrumente mögen Menschen oder Nationen sein, doch der Urheber ist Gott. Beachten wir einmal die Reihenfolge der Aufzählung im letzten Vers (25). Wenn nach einer Vergasung die Türen der Gaskammern geöffnet wurden, fand man die Leichen immer in der gleichen Anordnung vor: Auf dem Boden lagen die Säuglinge und die Alten; das sind diejenigen, die die geringste Kraft besaßen, ihren Weg durch den Wirrwarr der Leiber zu erkämpfen, um oben nach dem letzten Rest von Luft zu schnappen, bevor es zu Ende ging. Die jungen Menschen waren immer oben zu finden, ohne Ausnahme. Die jüngsten und kräftigsten kletterten über die schwächsten, um am höchsten Punkt ein wenig länger zu überleben. So finden wir in diesen Bibelversen bereits eine bildhafte, detailgetreue Beschreibung dessen, was unser Ende in "den letzten Tagen sein würde. " Fortsetzung folgt

Fortsetzung: "Ich hätte gesagt: ,Ich will sie zerstreuen, ihr Gedächtnis tilgen unter den Menschen', wenn ich den Unmut über den Feind nicht scheute; ihre Dränger möchten es falsch auslegen und sagen: ,Unsere Hand war mächtig,nicht der Herr hat dies alles getan´"(5. Mose 32,26-27).

Mit anderen Worten, wenn einige von uns überlebt haben, dann nur durch Gottes Eingreifen. Wäre es nicht so gewesen, daß die Feinde Gottes die Situation ausgenutzt und sich gerühmt hätten, selbst diese Zerstörung über Israel gebracht zu haben, dann hätte Gott zugelassen, daß praktisch das ganze jüdische Volk ausgelöscht worden wäre. Gott selbst aber hat Sein Gericht verkürzt und hat einen Rest übriggelassen.

"Denn sie sind ein Volk, dem es an Rat gebricht, und keine Einsicht ist in ihnen. Wäre sie weise, so würden sie dies verstehen, würden merken, welches ihr Ende sein wird" (5. Mose 32,28-29).

Wir haben allen Grund zu befürchten, daß ähnlich furchtbare Schrecken uns erneut treffen werden. Nach wie vor leben wir in "den letzten Tagen" und durch den Holocaust haben wir, quasi als eine Vorschattung, einen Eindruck dieser Ereignisse der letzten Tage bekommen. Doch haben wir keine Lehre daraus gezogen!

"Sehet nun, daß ich, ich es bin und kein Gott neben mir ist. Ich bin's, der tötet und der lebendig macht; ich habe zerschlagen, ich werde auch heilen, und niemand errettet aus meiner Hand" (5. Mose 32,39).

In der jüngeren jüdischen Geschichte hat sich deutlich erwiesen, wie wahr diese Aussage ist. Wenn Gott ein Gericht beschließt, wird es auch ausgeführt. Doch meine Erwartung reicht darüber hinaus: Ich erwarte die Wiederherstellung und Befreiung aus diesem zukünftigen und letzten Gericht. Ich glaube dem Wort Gottes, das von unserer Rettung spricht:

"Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott. Redet Jerusalem zu Herzen und rufet ihr zu, daß ihr Frondienst vollendet, daß ihre Schuld bezahlt ist; denn sie hat von der Hand des Herrn Zwiefältiges empfangen um all ihrer Sünden willen" (Jesaja 40,1-2).

Hier ist die Rede von Worten des Trostes, die uns mitten in unserer Ausweglosigkeit erreichen werden. Ohne sie würden wir die noch vor uns liegenden letzten Gerichtshandlungen nicht überleben. Diese tröstenden Worte müssen uns, noch bevor unser Messias tatsächlich als Befreier erscheint, übebracht werden. Doch können wir einem solchen tröstenden Wort aus dem Munde Gottes nur dann glauben, wenn wir uns bewußt werden, daß es derselbe Gott ist, der uns gerichtet und diese Urteile in der Vergangenheit auch ausgeführt hat, der uns nun Trost zuspricht und diesen Trost in unserer Zukunft genauso in konkrete Taten umsetzten wird. Es ist hanz entscheidend, daß wir unsere Gerichte als von Gott kommend begreifen und daß Er sie bis ins letzte Detail erfüllt hat; denn wenn wir das nicht glauben, dann werden wir auch nicht in der Lage sein, dem Wort zu glauben, das von unserer Wiederherstellung spricht.

"Preiset, ihr Heiden, sein Volk! Denn er rächt das Blut seiner Knechte, und Rache übt er an seinen Dränger und entsündigt das Land seines Volkes" (5. Mose 32,43)

Der Gott, der uns gerichtet und fast vernichtet hat, ist derselbe Gott, der uns wiederherstellen und das Land entsündigen wird. Alles wird von Gott, aus Gott und durch Gott sein - sowohl im Gericht als auch in der wiederherstellenden Vergebung und Versöhnung. Soweit also das Lied, das jeder Jude hätte auswendig lernen sollen. Es ernst zu nehmen, hätte uns vor dem angekündigten Unheil bewahrt; doch wir haben das Wort zurückgewiesen. Wir haben eine Form der Religion vorgezogen, die zwar als Inbegriff des Jüdischen unsere höchste Achtung hatte; die aber absolut nicht in der Lage war, ein Bewußtsein in uns zu bewirken, das mit den Worten der Bibel in Übereinstimmung gestanden hätte. Sonst wären wir gewarnt gewesen! Das Fehlen solcher Warnungen im Vorfeld des Gerichtes ist ein weiterer Beleg dafür, daß das heutige Judentum in tragischer Weise den Herausforderungen seiner eigenen Geschichte nicht gerecht werden  kann.